OnePlus 8T im Test: 600 Euro sind hier gut angelegt

OnePlus hält am halbjährlichen Rhythmus fest und bringt mit dem OnePlus 8T eine Neuauflage des im Frühjahr vorgestellten OnePlus 8 auf den Markt. Eine Neuauflage des OnePlus 8 Pro als OnePlus 8T Pro gibt es diesmal nicht, das hatte das Unternehmen schon im Vorfeld der Ankündigung des Smartphones bestätigt.

Das OnePlus 8T bringt in puncto Hardware abgesehen von einer neuen Ladetechnik eher kleine Veränderungen mit, die zum einen das Design vor allem hinsichtlich der Kamera und den Akku mit etwas größerer Kapazität betreffen. Auch beim Display hat OnePlus nachgebessert und kalibriert es nun bereits ab Werk genauer. Vollständig neu ist hingegen das beschleunigte Aufladen mit Warp Charge 65 und damit bis zu 65 Watt.

Die größeren Veränderungen betreffen ebenso die Software, da das OnePlus 8T das erste Smartphone des Unternehmens ist, das direkt ab Werk mit OxygenOS 11 auf Basis des neuen Android 11 ausgeliefert wird. Seit kurzem steht das Update auch für OnePlus 8 und OnePlus 8 Pro zur Verfügung, bevor im Dezember OnePlus 7, OnePlus 7 Pro, OnePlus 7T und OnePlus 7T Pro an der Reihe sind. Ältere Geräte bis zurück zum OnePlus 6 will der Konzern im Anschluss mit Aktualisierungen versorgen.

Preis und Verfügbarkeit

Nach vielen Jahren der Preissteigerungen dreht OnePlus die entsprechende Stellschraube das erste Mal wieder in die entgegengesetzte Richtung. Kostete das Basismodell des OnePlus 8 im Frühjahr noch 699 Euro, ist das OnePlus 8T mit 599 Euro wieder beim Preis des OnePlus 7T angekommen. Wer mehr RAM oder Nutzerspeicher benötigt, kann zu einer teureren Variante mit 12 GB/256 GB für 699 Euro greifen.

Das OnePlus 8T kann seit der Vorstellung am 14. Oktober über die Website des Unternehmens vorbestellt werden und soll am 20. Oktober in den regulären Verkauf starten. Zur Auswahl stehen die Farben „Aquamarine Green“ (Testgerät) und „Lunar Silver“, wobei letztere matt ausgeführt ist und nur mit 8 GB/128 GB angeboten wird. Für „Aquamarine Green“ stehen hingegen beide Speicherkonfigurationen zur Auswahl.

OnePlus versetzt die Kamera

Die größte Veränderung am Design des OnePlus 8T ist die Neupositionierung des Kameramoduls mit insgesamt vier Linsen. Anstatt die Kameras zentral und untereinander zu positionieren, setzt OnePlus dieses Mal auf ein oben links platziertes Rechteck, das alle Sensoren und den Dual-LED-Blitz aufnimmt. Wie der Hersteller erklärt, schaffe diese Neupositionierung mehr Platz zentral im Gehäuse und ermögliche eine optimierte Konstruktion für Kühlung und Mobilfunkantennen. Ansprechend sieht das OnePlus 8T auch mit dieser Veränderung aus, wenngleich es an Symmetrie verliert und nun mehr dem Design manches Konkurrenz-Smartphones gleicht.

Für das OnePlus 8T spricht ganz abgesehen von dieser Veränderung wieder die durchweg hohe Qualität der Verarbeitung einzelner Bauteile. Tasten sitzen ak­ku­rat im Gehäuse, es gibt keinen Spielraum oder unansehnliche Spaltmaße, die negativ in Erscheinung treten. Auch im Bereich der unteren USB-Typ-C-Buchse oder des Lautsprechers punktet das Smartphone mit sauber ausgefrästen Aussparungen. Darüber hinaus integriert OnePlus mit dem „Alert Slider“ auf der rechten Seite wieder ein cleveres Detail, das einen schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Lautstärkemodi wie Klingelton, nur Vibration oder komplett stumm erlaubt.

IP68 hat nur das Flaggschiff

Nichts hat sich hingegen an der Front des Staub- und Wasserschutzes getan, da die IP68-Zertifizierung weiterhin ein exklusives Merkmal der Pro-Modelle bleibt. Zwar ist auch das OnePlus 8T erneut mit den dafür benötigten Abdichtungen ausgerüstet, die offizielle IP-Zertifizierung fehlt aber. Ein paar Wasserspritzer hier und da sowie der eine oder andere Regentropfen sollen dem Gerät aber keinen Schaden zuführen können.

Ebenfalls Pro-exklusiv, aber für manchen Anwender potenziell sogar Vor- statt Nachteil, ist das nicht zum Rand gebogene Display. Das OnePlus 8T kommt stattdessen wieder mit einem sogenannten 2,5D-Glas, also einem Bildschirm, der wie ein zu volles Wasserglas überzulaufen scheint. Eine echte Krümmung zum Rand hin gibt es aber nicht, Wischgesten in Android können so dennoch einfacher durchgeführt werden.

OLED-Display mit 120 statt 90 Hz

Das AMOLED-Panel hat mit 6,55 Zoll dieselben Abmessungen wie die letzten Jahre, kommt erneut mit 1.080 × 2.400 Pixeln und bietet auch wieder eine erhöhte Bildwiederholfrequenz – nun aber mit 120 statt 90 Hz, die sich auf Wunsch auf 60 Hz reduzieren lassen, um je nach App etwas längere Akkulaufzeiten zu realisieren. Notwendig, um mit dem Smartphone einen vollen Tag zu meistern, ist dieses 60-Hz-Downgrade aber nicht.

Auf technischer Seite bietet das Display ein paar Neuerungen. Zum Beispiel setzt nun auch das günstigere Smartphone im OnePlus-Portfolio auf eine sogenannte „Chip-on-Panel-Bauweise“ (COP), bei der die Komponenten zur Ansteuerung des Bildschirms, die im unteren Bereich mit dem Panel verbunden sind, gefaltet hinter dem Display verstaut werden. Diese Methode war im Smartphone-Segment mit dem iPhone X eingeführt worden und führt nun auch bei OnePlus dazu, dass das „Kinn“ unterhalb des Bildschirms kleiner ausfällt, wenngleich noch keine vollständige Symmetrie zum oberen Bereich hergestellt wurde.

Bildschirm ist besser ab Werk kalibriert

Darüber hinaus führt der Hersteller eine bessere Kalibrierung nach DCI-P3 direkt ab Werk durch. Den primär für Filme im Heimkino entwickelten Standard erfüllt das OnePlus 8T zu 100 Prozent und kommt mit einem Weißpunkt von 6.900 Kelvin auf ein deutlich natürlicheres Weiß als frühere Geräte. Der Kontrast geht aufgrund der AMOLED-Technik gegen unendlich, für die Helligkeit gibt OnePlus punktuell bis zu 1.100 cd/m² in der Spitze an. ComputerBase kann mit dem eigenen Kolorimeter minimal einen Weißanteil von 10 Prozent messen, wo mit Werten von über 850 cd/m² etwas schlechtere Resultate als die Herstellerangabe erreicht werden. Mit über 750 cd/m² bei 100 Prozent „Average Picture Level“ schneidet das OnePlus 8T aber deutlich besser ab als das OnePlus 7T vor einem Jahr und kommt dem OnePlus 8 Pro gefährlich nahe.

Außerdem will OnePlus den Energieverbrauch des Panels reduziert haben, was sich allerdings nur eingeschränkt überprüfen lässt. Zutreffend ist hingegen, dass das OnePlus 8T durchaus sehr lange Akkulaufzeiten etwa beim Streaming erreicht.

OxygenOS 11 mit Always-on-Display

Völlig neu, allerdings mehr auf die Software bezogen als durch Veränderungen an der Hardware umgesetzt, ist die mit OxygenOS 11 eingeführte Unterstützung für ein echtes Always-on-Display (AOD), das sich vielfältig vom Anwender gestalten lässt. Das AOD lässt sich mit elf Zifferblättern gestalten und stellt unter anderem Zeit und Datum, Benachrichtigungen aus verschiedenen Messengern, den aktuellen Akkustatus oder auch einfach nur einen Bildschirmschoner dar. Darüber hinaus stellt OnePlus drei speziell designte Zifferblätter zur Verfügung, die kreative Besonderheiten aufweisen.

Den Anfang dieser speziellen AODs macht das „Insight AOD“, das von der in New York ansässigen Parsons School of Design entworfen wurde und sich um das Thema digitales Wohlbefinden dreht. Indem die Anzahl der Entsperrungen des Smartphones angezeigt wird, soll der Nutzer dazu verleitet werden, eben dies weniger häufig zu tun und stattdessen mehr Zeit im „echten Leben“ zu verbringen. „Insight AOD“ zeigt zudem den aktuellen Sonnenstand auf einer vertikal verlaufenden Linie an und positioniert darauf die aktuelle Uhrzeit. Bei „Canvas AOD“ werden hingegen Porträtaufnahmen aus der Galerie ausgewählt, die dann als simpler Sketch auf dem Sperrbildschirm landen. Beim Entsperren des Smartphones wird ein sanfter Übergang zum echten Bild als Hintergrund durchgeführt. Darüber hinaus kann mit „Bitmoji AOD“ ein in Kooperation mit Snapchat entwickeltes, personalisiertes 3D-Emoji auf dem AOD angezeigt werden.

OnePlus stattet das neue Smartphone mit einem vom OnePlus 8 bekannten Prozessor aus: dem Qualcomm Snapdragon 865 aus weiterhin moderner 7-nm-Fertigung. Auf einen Wechsel zum etwas schnelleren Snapdragon 865 Plus hat der Hersteller verzichtet, obwohl OnePlus eigentlich zur ersten Riege bei der Adaption neuer Prozessoren von Qualcomm zählt. Beim OnePlus 8T, das eben nicht das neue Spitzenmodell des Konzerns ist, spielt aber auch der Preis eine wichtige Rolle, der unterhalb dem des Vorgängers liegen sollte, weshalb am Prozessor keine Veränderungen vorgenommen wurden.

Im erwarteten Rahmen fallen deshalb die Benchmark-Ergebnisse aus, wenngleich das OnePlus 8T mit dem neuen OxygenOS 11 auf Basis von Android 11 nicht ganz an die Werte eines OnePlus 8 Pro mit älterem OxygenOS 10 herankommt. ComputerBase hat das Smartphone mit OxygenOS 11.KB05BA getestet, das noch nicht die finale Software zur Auslieferung darstellt. Zu den teils schlechteren Ergebnissen sei auch gesagt, dass das OnePlus 8 Pro mit etwas schnellerem LPDDR5-RAM ausgestattet ist. Ein Direktvergleich mit dem normalen OnePlus 8 ist mangels Testgerät nicht möglich, das ältere OnePlus 7T wird aber klar geschlagen.

Die Bestückung von Arbeits- und Nutzerspeicher fällt vollkommen identisch zum OnePlus 8 aus. Das Basismodell bietet 8 GB LPDDR4X, die teurere Variante 12 GB desselben Typs. Der etwas neuere LPDDR5 bleibt ein weiterer exklusiver Baustein des teureren OnePlus 8 Pro. Schon beim OnePlus 8 hatte es diese Unterscheidung gegeben. Der Snapdragon 865 bietet grundsätzlich beide Speicherinterfaces, sodass Smartphone-Hersteller selbst entscheiden können, welche Generation sie verbauen möchten. Mit der RAM-Erweiterung auf 12 GB geht stets ein größerer Nutzerspeicher mit 256 statt 128 GB einher, der in beiden Geräten auf schnellem UFS 3.1 basiert.

Erfreulicherweise hat die Preisreduzierung nicht zu Sparmaßnahmen am UFS 3.1 geführt, da auch das OnePlus 8T mit die schnellsten sequentiellen Lese- und Schreibraten unter den aktuellen Android-Smartphones liefert. Rund 1,7 GB/s beim Lesen und 740 MB/s beim Schreiben stehen dem OnePlus 8 Pro sowie anderen High-End-Smartphones aus deutlich höherer Preisklasse in nichts nach. OnePlus-typisch lässt sich der Speicher nicht erweitern, jedoch sind 128 GB ein solider Einstieg und 256 GB stehen für 100 Euro Aufpreis zur Wahl.

Snapdragon 865 bremst nicht

Obwohl die Hardware identisch zur letzten Generation ist, hat sich OnePlus des Kühlsystems angenommen und verbaut nun eine größere Verdampfungskammer („Vapor Chamber“) mit einer Graphitbeschichtung auf mehreren Bauteilen von Kühlung und Hardware-Komponenten, um die Wärme besser abtransportieren und in der Fläche verteilen zu können. Das ist neben dem etwas größeren Akku einer der Punkte, warum das Kameramodul nicht mehr zentral, sondern oben links im Gehäuse sitzt.

Probleme mit der Kühlung hatten aber auch schon frühere Generationen von OnePlus-Smartphones nicht, sodass es beim OnePlus 8T nicht verwundert, dass in aufwendigen GPU-Benchmarks, die dauerhaftes Spielen simulieren, kein Leistungseinbruch festzustellen ist. Das OnePlus 8T hält im GFXBench Manhattan 3.1 mit der Offscreen-Auflösung 1080p dauerhaft 88 FPS und landet damit auf demselben Niveau wie zuletzt das OnePlus 8 Pro. Smartphones mit Snapdragon 865 haben in diesem Test generell selten Schwierigkeiten. Insofern sind OnePlus’ Anpassungen am Kühlsystem zwar zu begrüßen, einen messbaren Unterschied machen sie im Test aber nicht.

Akkulaufzeiten mit größeren 4.500 mAh

Der zeigt sich stattdessen eher beim Akku, wo OnePlus gegenüber dem OnePlus 8 zwar nur um 200 mAh, gegenüber dem OnePlus 7T aber gleich um 700 mAh nachgelegt hat. Genau genommen ist im OnePlus 8T aber kein einzelner Akku mit 4.500 mAh verbaut, sondern zwei Zellen mit jeweils halber Kapazität werden mit dem neuen 65-Watt-Ladesystem „Warp Charge 65“ druckbetankt – mehr dazu am Ende der Seite.

Der abseits des OnePlus 8 Pro mit 4.510 mAh bisher größte Akku in einem OnePlus-Smartphone führt zu spürbar längeren Laufzeiten in den Benchmarks und im Alltag, die je nach Einsatzzweck gut bis sehr gut ausfallen. Standardmäßig läuft das OLED-Panel mit 120 Hz. Wird es auf 60 Hz reduziert, sind noch etwas längere Laufzeiten möglich. Der PCMark profitiert von dieser Maßnahme mit 13 Prozent, das YouTube-Streaming mit 7 Prozent längeren Laufzeiten.

Neue Ladetechnik Warp Charge 65

Warp Charge 65 mit bis zu 65 Watt kennt man unter anderem Namen bereits von Oppo, das ebenfalls zum chinesischen BBK-Konzern gehört. OnePlus nutzt zwei Akkuzellen à 2.250 mAh, die mit jeweils 32,5 Watt geladen werden, um so das vollständige Laden innerhalb von 39 Minuten zu ermöglichen. Das neue Ladegerät liegt dem Smartphone bei und kommt erstmals mit USB-Typ-C-Buchse statt USB Typ A.

Angepasst hat OnePlus die Kamera nicht nur bei der Position, sondern auch bei den Linsen mit nun vier an der Zahl, wobei sich nur drei davon über die Kamera-App ansprechen lassen und ohnehin nur zwei der vier Linsen Relevanz im Alltag haben. Die Hauptkamera entspricht der des OnePlus 8, arbeitet nun aber mit f/1.7-Blende.

In puncto Qualität der Hauptkamera hat sich OnePlus über die letzten Jahre stetig nach oben entwickelt, nachdem die Kameras in den ersten OnePlus-Generationen tendenziell eher ein Schwachpunkt waren. Inspiration für die Bildabstimmung scheint OnePlus bei Samsung bekommen zu haben, denn auch das OnePlus 8T tendiert zu etwas zu kräftigen Farben und einer etwas zu starken Aufhellung des Bildes durch einen zu starken Kontrast. Das sieht zwar dramatisch aus und lässt sich gut auf Social Media teilen, kommt aber nicht an die realistische Abbildung etwa des neuen Pixel 5 (Test) heran. Außerdem verliert OnePlus durch die Kontrastanhebung gleichzeitig in den hellen und dunklen Bildbereichen an Details. Ein gutes Beispiel dafür ist bei Bild 61 in der Galerie zu finden. Den Pflastersteinen im Vordergrund und den Plakaten am Berliner Dom im Hintergrund mangelt es an Details, weil das Bild dort zu hell ist. Gleichzeitig ist aber weniger im Bereich der Reifen des Ferraris zu erkennen, weil der starke Kontrast dazu führt, dass das Schwarz Details verschluckt.

Davon abgesehen liefert die Hauptkamera am Tag solide, wenngleich nicht überragende Aufnahmen, die mit einem guten automatischen Weißabgleich und einem schnellen Autofokus punkten. Wird auf den Auslöser gedrückt, ist das Bild ohne Verzögerung im Kasten.

Bildvergleich mit Pixel 5, Apple, Samsung und Huawei

OnePlus 8T im Test – Kamera (Tag)

Für das Ultraweitwinkelobjektiv hat OnePlus die Optik dahingehend überarbeitet, dass mit 123 statt 116 Grad ein größerer Winkel erfasst wird. Damit setzt sich OnePlus vor allem von Google und Huawei ab, deren Ultraweitwinkelobjektive weniger vom Motiv erfassen. Das OnePlus 8T übertrifft sogar das Galaxy Note 20 Ultra und das iPhone 11 Pro Max, die mit jeweils 120 Grad arbeiten. Die Aufnahmen mit dem Ultraweitwinkelobjektiv fallen allgemein etwas weicher aus, was aber mit einer Optik dieses Formats kaum zu vermeiden ist – vor allem am Bildrand. Das OnePlus 8T schlägt das iPhone 11 Pro Max in diesem Punkt knapp, an das Galaxy Note 20 Ultra kommt es aber nicht heran. Google liefert mit die besten Ergebnisse, bietet aber einen sichtbar kleineren Erfassungswinkel.

Nachtmodus wird nicht benötigt

Bei Nachtaufnahmen schneidet das Ultraweitwinkelobjektiv von OnePlus vergleichsweise gut ab, wobei unter diesen Bedingungen möglichst immer mit der Hauptkamera fotografiert werden sollte. OnePlus schlägt das iPhone deutlich und das Galaxy Note 20 Ultra leicht, während Pixel 5 und vor allem das Huawei P40 Pro mit dem Ultraweitwinkelobjektiv bei Nacht die besten Ergebnisse liefern. Die bessere Qualität erkauft man sich bei Google und Huawei auch hier über den engeren Erfassungswinkel.

OnePlus 8T im Test – Kamera (Nacht)

Der Hauptkamera kommt bei Nacht jedoch eine deutlich wichtigere Rolle zu und man merkt, dass hier ein größerer Teil der Entwicklungszeit hineingeflossen ist. Das OnePlus 8T schießt selbst ohne den Nachtmodus, der ohnehin nur zu kleineren Veränderungen führt, solide Aufnahmen bei Nacht, die zwar ein wenig das schon fast übertriebene Leuchten eines Pixel 5 vermissen lassen, aber ansonsten durch die Bank mit klarer Darstellung, guter Farbabbildung und wenig Bildrauschen überzeugen. Das OnePlus 8T schneidet durchaus gleichwertig zur teils teureren Konkurrenz ab, was man vor ein paar Generationen in dieser Disziplin noch nicht von OnePlus hätte behaupten können. Den Nachtmodus hätte sich der Hersteller im Prinzip aber sparen können, da er nur in Nuancen etwa beim ansonsten sehr dunklen Himmel für eine leichte Aufhellung sorgt. OnePlus’ normaler Automatikmodus ist bei Nacht die meiste Zeit über völlig ausreichend.

Makro-Aufnahmen und Schwarz-Weiß-Modus

Die dritte Kamera ist für Makro-Aufnahmen aus einer minimalen Distanz von 3 cm ausgelegt und arbeitet mit 5 Megapixeln. In die Kamera-App hat sich allerdings ein Fehler eingeschlichen, denn dort wird empfohlen, die Makrokamera für die beste Qualität aus 30 bis 45 cm Entfernung zu nutzen. Das führt ohne einen Autofokus aber unweigerlich zu völlig verschwommenen Aufnahmen, wie auf Anhieb im Sucher erkennbar ist. Vermutlich meinte OnePlus eine Distanz von 3 bis 4,5 cm, die dann auch zu den erhofften Ergebnissen führt.

Es stellt sich aber die Frage, ob es die Makrolinse tatsächlich braucht oder ob nicht ähnliche Ergebnisse auch mit einem Zuschnitt der Hauptkamera erreicht werden. Mit 5 statt der üblicherweise 2 Megapixel liefert das OnePlus 8T immerhin eine brauchbare Qualität. Im Direktvergleich zur Hauptkamera mit Zuschnitt lassen sich in der Tat etwas mehr Details einfangen, aber auch nur, weil die Hauptkamera erneut zu stark aufhellt. Die Makrokamera hat zudem mit chromatischer Aberration zu kämpfen.

Die Schwarz-Weiß-Kamera, die genau genommen gar keine eigene Kamera ist, sondern nur ein Sensor mit 2 Megapixeln, dient als zusätzliche Informationsquelle der Hauptkamera. Aber auch hier stellt sich das Gefühl ein, dass OnePlus unbedingt mit vier Kameras werben wollte. Der Schwarz-Weiß-Modus ist als letzter von 14 Filtern in einem Untermenü zu finden, sodass er im Alltag kaum von Relevanz ist und nur selten verwendet werden dürfte. Wird der Sensor während einer Schwarz-Weiß-Aufnahme mit dem Finger abgedeckt, bleibt das Bild im Sucher zwar weiterhin vollständig sichtbar, es erscheint aber ein entsprechender Hinweis und der Sucher wechselt wieder zur Farbansicht. Die vierte „Kamera“ ist mehr Spielerei als sinnvoll im Alltag und lässt sich ohne Probleme durch eine Schwarz-Weiß-Konvertierung etwa in Google Fotos ersetzen.

Das OnePlus 8T ist vor allem aufgrund des reduzierten Preises wieder ein gelungenes Gesamtpaket geworden, das sich ebenso wie zuletzt das Pixel 5 eine Kaufempfehlung verdient hat. Diese gilt aber für das Basismodell mit 8 GB/128 GB, da hier das Preis-Leistungs-Verhältnis besser als bei der getesteten Variante mit 12 GB/256 GB ausfällt.

Obwohl das OnePlus 8T ebenfalls rund 600 Euro kostet und damit in einer Liga mit dem Pixel 5 zu spielen scheint, setzt es ganz andere Prioritäten und spricht eine andere Zielgruppe an. Das Smartphone ist vor allem von den Abmessungen her viel größer. Beim OnePlus 8T stehen außerdem mehr das schnelle 120-Hz-Display und der Snapdragon 865 im Fokus. In beiden Bereichen liefert OnePlus sehr gute Ergebnisse ab, die für ein sehr schnelles Bediengefühl sorgen und das Smartphone für künftige Updates wappnen. Mit OxygenOS 11 auf Basis von Android 11 ist das Gerät direkt ab Werk gut aufgestellt und erhält dank Update-Garantie in jedem Fall noch Android 12 und Android 13 plus ein zusätzliches Jahr Sicherheits-Updates. Pixel-5-Besitzer sind hingegen bis Android 14 abgesichert.

Von der reinen Leistung abgesehen, sammelt das OnePlus 8T mit einer guten, aber nicht überragenden Hauptkamera bei Tag und Nacht Pluspunkte, auch das erweiterte Ultraweitwinkelobjektiv mit größerem Erfassungswinkel weiß zu gefallen. Mit diesen beiden Kameras wäre das Gerät völlig ausreichend aufgestellt, stattdessen musste OnePlus aber zwei weitere integrieren, um in jedem Fall auf vier zu kommen, die im Alltag aber eine deutlich untergeordnete bis fast schon überflüssige Rolle spielen.

Vorteile des OnePlus 8T Großes Display mit 120 Hz

Schnellster Qualcomm-Chip

Neue Ladetechnik mit 65 Watt

Vorteile des Pixel 5 Kompakte Abmessungen

Sehr gute Kamera

Stock-Android mit 3 Jahren Updates

Da gefällt es umso mehr, dass OnePlus einen etwas größeren Akku mit langen Laufzeiten verbaut hat, der sich dank Warp Charge 65 in Windeseile laden lässt. Das typische Laden über Nacht wird damit ad acta gelegt, da ein kurzer Sprint am Netzteil bereits für die Nutzung eines ganzen Tages ausreichen kann. Dass kabelloses Laden auch diesmal nicht dabei ist, kann als Tribut an das Pro-Modell gesehen werden, zu dem OnePlus einen gewissen Abstand wahren und einen Kaufgrund aufrechterhalten will. Selbiges gilt für die IP68-Zertifizierung des ansonsten wieder mal sehr gut verarbeiteten Gehäuses.

Abschließend bewertet stellt das OnePlus 8T ein ebenso gutes Gesamtpaket wie das Pixel 5 dar, nur eben mit Prioritäten in anderen Bereichen und für eine andere Zielgruppe, die große Smartphones, ein schnelleres 120-Hz-Display und den neuesten Prozessor bevorzugt. Mit 8 GB/128 GB ist das Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch stimmiger als in der getesteten Version mit 12 GB/256 GB. Das Basismodell kann in die engere Wahl beim Kauf eines neuen Smartphones genommen werden.

WhatsApp-Trick: So einfach machen Sie einen Chat unsichtbar

Nicht jeder Chat-Verlauf ist für für die Augen anderer bestimmt. In WhatsApp versteckt sich glücklicherweise eine praktische Funktion, mit der Sie Chats vor neugierigen Blicken schützen können. Wie das geht, erklären wir Ihnen hier. Einige weitere praktische WhatsApp-Funktionen stellen wir Ihnen außerdem im Video vor.

Sei es der Chat mit dem besten Kumpel, ein Gruppenchat zum Planen eines Geburtstagsgeschenks oder einfach nur zum Schutz vor besonders neugierigen Kollegen – Gründe für das Verstecken von WhatsApp-Chats gibt es viele. Was vielen Nutzern womöglich nicht bewusst ist: Das “Unsichtbarmachen” der Chats in WhatsApp ist in nur wenigen Schritten sowohl bei Android als auch bei iOS möglich, ohne dass Sie dabei ihre Chatverläufe verlieren – möglich macht das die Funktion “Chat archivieren”.

WhatsApp-Chats archivieren bei Android – so geht’s

Wollen Sie in der Android-Version von WhatsApp einen Chat unsichtbar machen, müssen Sie zunächst die Chatübersicht im Messenger geöffnet haben. Anschließend suchen Sie den zu archivierenden Chat und halten Ihren Finger solange auf dem gewünschten Chat gedrückt, bis am oberen Bildschirmrand insgesamt fünf Icons zu sehen sind. Um den Chat zu archivieren, wählen Sie das kleine Quadrat, auf dem ein Pfeil nach unten zu erkennen ist (links neben den drei Punkten). Hatten Sie den falschen Chat ausgewählt, können Sie die Archivierung für einige Sekunden danach direkt wieder rückgängig machen.

WhatsApp-Chats archivieren bei iOS – so geht’s

Analog zur Android-Variante öffnen Sie in der iOS-Version von WhatsApp zu Beginn die Chatübersicht. Haben Sie den gewünschten Chat gefunden, wischen Sie dort von rechts nach links (nicht komplett) und wählen im anschließenden Pop-Up-Menü die Option “Archivieren”. Wischen Sie komplett von rechts nach links, wird der Chat direkt archiviert, ohne dass Sie es noch einmal bestätigen müssen. Auch bei iOS-Geräten können Sie die Archivierung noch einige Sekunden direkt wieder rückgängig machen

WhatsApp: So holen Sie Ihre Chats zurück aus dem Archiv

Sobald Sie oder Ihr Chat-Partner eine Nachricht versenden, wird der Chat automatisch wieder vom Archiv in die gewohnte Chat-Übersicht transferiert. Alternativ können Sie bei Android alle archivierten Chats wiederfinden, indem Sie in der Chat-Übersicht ganz nach unten scrollen

Bei Android drücken Sie den archivierten Chat solange, bis wieder die Icons am oberen Screen-Rand zu sehen sind. Hier wählen Sie nun das Quadrat mit dem Pfeil nach oben, um den Chat wieder in die normale Übersicht zu bringen.

In iOS finden sich die archivierten Kontakte, wenn Sie in der Liste ganz nach oben scrollen und anschließend die Liste mit dem Finger nach unten ziehen – es erscheint nun der Punkt “Archivierte Chats”. Anschließend können Sie mit der Wischbewegung von rechts nach Links die Archivierung rückgängig machen.

Das Motorola Moto G9 Plus hat ein Identifikation-Problem

Das Motorola Moto G9 Plus startet in Deutschland zu einem günstigen Anschaffungspreis von rund 270 Euro. Für diesen Preis erhalten Käufer des Moto-Handys ein 6,8 Zoll großes 60-Hz-LC-Display, welches mit FHD+ auflöst und einen Snapdragon 730G, dem 4 GB RAM und 128 GB interner Speicher zur Seite stehen. 

Allerdings fehlen dem Moto-Handy Ausstattungsmerkmale, die es von der Mittelklasse-Konkurrenz absetzt. Der verbaute Akku besitzt eine relativ groß bemessene Kapazität von 5.000mAh, wobei dies mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist, der sich zudem schnell laden lässt. Mit der „TurboPower”-Aufladetechnik wird mittels 30-Watt-Schnellladefunktion der Energiespeicher in etwa 60 Minuten wieder vollständig aufgeladen, was in dieser Preisklasse ein Plus-Punkt ist. 

Ob das ausreichend ist um sich gegen andere günstige Mittelklasse-Handys mit einer hohen Bildwiederholungsfrequenzen (u.a. Poco X3 NFC) oder mit OLED-Panels (u.a. Samsung Galaxy M51) durchzusetzen, darf zumindest bezweifelt werden. Denn gerade in puncto Display besitzt das G9 Plus deutliche Defizite. Die von uns gemessene maximale Helligkeit bei einem reinweißen Bildschirmhintergrund liegt nur bei 390 cd/m², die im Alltag wohl relevantere APL50-Helligkeit beträgt nur 361 cd/m². Zudem besitzt das 60-Hz-Panel des Moto G9 Plus eine ungleichmäßige Beleuchtung, insbesondere am unteren Displayrand, und eine leichte Lichthofbildung bei dunklen Displayinhalten.

Sie möchten einen detaillierten Eindruck über das Moto G9 Plus gewinnen? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Testbericht zum Motorola-Smartphone.

Probleme mit Windows 10? Flinkes Tool macht kostenlosen Stabilitätstest

Es gibt nichts Nervigeres als YouTube-Videos, die ständig nachladen müssen, stotternde Spiele oder den gefürchteten Bluescreen. Sollten Sie auf diese Probleme stoßen, ist es meistens unumgänglich, dem Ursprung auf den Grund zu gehen. Ein guter erster Schritt hierbei ist ein Stabilitätstest für Windows 10. Mit dem kostenlosen Tool OCCT geht das schnell und unkompliziert.

Es gibt mehrere Ursachen, die auf Ihren Windows-Rechner zu Problemen führen können. Möglicherweise ist Ihre Übertaktung doch ein wenig zu viel, vielleicht ist ein treiber der Übeltäter oder eins Ihrer Lieblingsprogramme hat einen Bug. Es kann aber auch vorkommen, dass RAM, CPU oder Grafikkarte Fehler produzieren.

Wenn Sie diese große Auswahl eingrenzen und herausfinden wollen, woher die Windows-Probleme kommen, ist ein Stabilitätstest – wie ihn das Tool OCCT durchführt – eine nützliche Sache. Denn auf diese Weise können Sie Hardware-Problemen auf die Schliche kommen.

In Version 7.0.0 bekommt das Tool eine neue Benutzeroberfläche. Die Aufteilung in die drei Bereiche “Test”, “Überwachung” und “System Info” sorgt nun für noch mehr Übersicht. Außerdem ist OCCT bei der Hardware-Analyse auf das bewährte Tool HWinfo umgestiegen. Eine detaillierte Übersicht über alle Neuerungen finden Sie auf der Seite des Herstellers.

Portabel und übersichtlich

OCCT ist ein portables Tool, Sie müssen nur die Exe-Datei ausführen und können danach gleich loslegen. Damit können Sie den Stabilitätstester auch recht einfach auf fremden PCs ausführen, etwa wenn Sie für einen Kumpel einem Computer-Problem nachstellen. OCCT öffnet sich mit einer praktischen Übersicht. Rechts im Fenster werden die wichtigsten Systemkomponenten im Monitoring-Modus angezeigt, CPU und Grafikkarte etwa mit aktuellen Temperaturwerten. Links ist die Systemauslastung zu sehen sowie die Felder für die Stabilitätstests.

Stresstest für die Hardware

Der Zweck von OCCT ist es, die Hardware einem echten Stresstest zu unterziehen. Dafür gibt es im Bereich “Testablauf” verschiedene Tests. “OCCT” ist der hauseigene CPU-Test, bei dem Sie die Größe des Datensatzes auswählen können. Wenn es um Fehlersuche geht, ist der große Datensatz die beste Wahl. Um die CPU an ihre Grenzen zu bringen, empfehlen die Macher den kleinen Datensatz.

Als alternativen CPU-Test liegt der Linpack-Benchmark bei, der vor allem für Intel-Prozessoren optimiert ist. Er lässt sich aber in der Regel auch auf AMD-Hardware nutzen. Der 3D-Test spürt dagegen Rendering-Fehler bei der Grafikkarte auf. Sie können dabei Shader-Komplexität, Auflösung und eine FPS-Grenze festlegen. Mit Memtest gibt es eine Implementierung des bekannten Speichertests für Grafikkarten. Mit dem Power-Test kombinieren Sie OCCT und 3D-Test, was die Stromversorgung sowie das Mainboard unter Stress setzt.

Tests, Monitoring und Hardware-Schutz

Tests werden einfach über den Play-Button gestartet. Beachten Sie, dass die Voreinstellung die Tests so lange laufen lässt, bis sie manuell abgebrochen werden. Unter “Testablauf” können Sie aber auch eine Zeitsteuerung festlegen. Während der Tests informiert OCCT mit zusätzlichen Werten und schließt das Ganze mit einem Report ab.

Sie können im rechten Teil des Fensters noch ein paar zusätzliche Monitoring-Werte abrufen, etwa zur Temperatur der einzelnen CPU-Kerne und deren genutzte Spannung.

Um das System nicht zu beschädigen, können Sie in den Optionen eine Temperaturgrenze festlegen. Wird diese während eines Tests erreicht, schaltet sich OCCT selbst ab.

Radeon RX 6000: Umfangreiche Gerüchte zu Navi 21 und Navi 22

In weniger als zwei Wochen fällt der Vorhang für Big Navi. Vorab brodelt es in der Gerüchteküche um AMDs kommende GPUs ordentlich und erste Eckdaten zu Navi 21 seien bereits in freier Wildbahn gesichtet worden. Via Twitter verbreitete sich indessen eine Barrage an Gerüchten, die vom Nutzer “Avery78” ausgehen.

Wohlgemerkt bezeichnet sich dieser nicht als “Leaker”. Stattdessen teile er nur Informationen, die er aufgeschnappt oder die ihm zugespielt wurden. Im Falle der RX-6000-Reihe handle es sich um Gerüchte, die in letztere Kategorie fallen. Aus welchem Umfeld diese Informationen stammen, ist unbekannt. Lediglich, dass die Quelle schon einmal nützliche Angaben gemacht habe, wird im Eingangs-Tweet erwähnt. Dementsprechend sind die nachfolgenden Infos mit der gewohnten Portion an Skepsis zu genießen, da nicht verifiziert werden kann, ob es sich um tatsächliche Leaks handelt.

Navi 21 XTX angeblich auf Augenhöhe mit Geforce RTX 3080

Sofern sich die Informationen jedoch bewahrheiten, würde Navi 21 in einer “XTX”-Variante tatsächlich teurer und stromhungriger als Nvidias aktuelle Geforce RTX 3080 ausfallen, gleichwohl sie bei der Performance jedoch mithalten könne. Geht es um traditionelle Workloads, befände sich die GPU bei 4K-Auflösungen auf Augenhöhe und liefere sich, abhängig vom Spiel, einen sehr engen Schlagabtausch. Im Gesamtschnitt schneide Navi 21 XTX womöglich etwas besser als die Geforce RTX 3080 ab. Ausgenommen sei davon jedoch die Raytracing-Leistung, was angesichts Nvidias Vorerfahrungen durch Turing nicht verwundert und absehbar war beziehungsweise ist. Nvidias Ampere-Speerspitze, der Geforce RTX 3090, kann AMD allerdings nicht das Wasser reichen.

Unterhalb von Navi 21 XTX siedle sich eine beschnittene Navi 21 XT-GPU an. Die Leistungsdifferenz zum Vollausbau sei mit etwa 5-15 Prozent allerdings nicht allzu hoch. Im Vergleich mit Nvidias Geforce RTX 3080 läge der Malus bei 5 bis 10 Prozent hinsichtlich 4K-Gameplay mit traditioneller Rasterisierung. Geht es allerdings um die Raytracing-Performance, so sei die Lage im Kopf-an-Kopf-Duell schon erheblich schlechter. Nimmt man die Performance von Nvidias Turing-Spitzenmodell, der Geforce RTX 2080 Ti, zum Vorbild, so werde diese von Navi 21 XT mit einem Plus von etwa 25 Prozent geschlagen. Nvidias gehobene Ampere-Mittelklasse, die RTX 3070, sei indessen rund 12 bis 15 Prozent langsamer. Für den Performance-Vorsprung müsse allerdings auch mehr Geld hingeblättert werden. Laut den Gerüchten peile AMD einen Marktpreis von 599 US-Dollar an, wobei es Spielraum in beide Richtungen gäbe, sodass der finale Verkaufspreis zwischen 549 und 649 US-Dollar liegen könne.

Navi 22 im Performance-Schlagabtausch mit Geforce RTX 2080 Super, Stromverbrauch im Bereich der Radeon RX 5700XT
Wer mit Oberklasse-Grafikkarten allgemein weniger am Hut hat, für den dürfte AMDs kommende Mittelklasse nach den Gerüchten schon interessanter sein. Auch diesbezüglich liefert der Avery78 angebliche Informationen. Konkret geht es um Navi 22. Die zuvor bereits kolportierten 40 Compute Units gepaart mit einem 192-Bit-breitem Speicherinterface sowie auf 12 GiByte an Grafikspeicher seien gemäß den Tweets zutreffend. Hinzu gesellen sich angeblich auch “sehr hohe Taktraten”.

Bei diesen “sehr hohen Taktraten” handle es sich allerdings nicht um die im Vorfeld in Umlauf geratene Angabe von 2.500 MHz, gehe es um Referenz-Designs sowie auch Partnerkarten. Spricht man über Custom-Designs der AMD-Boardpartner, so sollen entsprechende Modelle etwa 2.350 MHz an GPU-Takt erreichen. Das Referenz-Design von AMD läge leicht darunter. Der Stromverbrauch läge indessen auf dem Niveau oder etwas über jenem der Radeon RX 5700 XT bei etwa 35 Prozent höherem Takt, während sich die Performance auf dem Level einer Geforce RTX 2080 Super befindet.

Nimmt man AMDs vorangegangene Aussagen zur Energieeffizienz zur Vorlage, bei dem sich der zugesicherte Performance-per-Watt-Zugewinn bei 50 Prozent bewegen soll, ist das hier gezeichnete Bild allerdings weniger stimmig, entspräche der Leistungsgewinn von Navi 22 gegenüber der RX 5700 XT lediglich 25 Prozent bei gleichem beziehungsweise leicht erhöhtem Stromverbrauch. Somit müsste eine der beiden Seiten zumindest in einigen Aspekten in Frage gestellt werden.

Wer derweil auf Raytracing-Support in der AMD-Mittelklasse hofft, soll laut den Gerüchten enttäuscht werden. Support für DirectX Raytracing böten angeblich ausschließlich Navi 21-GPUs.

Letztliche Antworten lassen noch eine Weile auf sich warten. Erst am 28. Oktober fällt offiziell der Vorhang für AMDs kommendes GPU-Aufgebot. Einen ersten, aber nicht unbedingt vielsagenden Vorgeschmack gab es bereits auf AMDs kürzlichen Event zu Zen 3.

GeForce RTX 3080: EVGA lässt die FTW3 Ultra mit 450-Watt-BIOS von der Leine

Während Käufer noch immer auf eine breite Verfügbarkeit der GeForce-RTX-3000-Serie warten, hat EVGA ein neues BIOS für die GeForce RTX 3080 FTW3 Ultra freigegeben und lässt die Grafikkarte mit 450 Watt TDP noch weiter von der Leine. Bereits im Auslieferungszustand ist diese mit 400 Watt durchaus großzügig bemessen.

EVGA schärft Ampere-Gaming nach

Vor wenigen Stunden hat der EVGA-Support über das offizielle Forum des Unternehmens bekanntgegeben, dass die GeForce RTX 3080 FTW3 Ultra insgesamt zwei neue BIOS-Versionen für das Dual-BIOS der Ampere-Grafikkarte erhält. Beide Versionen wurden auch bereits im Forum von EVGA als Beta freigegeben.

Die neuen BIOS-Versionen tragen die Kennung 94.02.24.48.88 und ersetzen das BIOS mit der Kennung 94.02.26.80.2C. Das neue reguläre BIOS ersetzt das alte BIOS, wenn sich der BIOS-Switch auf „Normal“ befindet, das neue OC-BIOS tritt an die Stelle des alten BIOS, wenn der Schalter auf „OC“ steht.

Zur Installation der neuen BIOS-Versionen gibt EVGA den Nutzern entsprechende Instruktionen mit auf den Weg:

BIOS Instructions (Windows Installation): Download the correct .zip file below for your graphics card below.

Extract the files to a location on disk.

Make sure no programs are running in the background, and double click Update.exe

Press “Y” to begin the update.

After update, restart PC.

NOTE: There are 2 BIOS’s, one is for the BIOS when switched to the normal stock position, the other if switched to the OC position

Hersteller empfiehlt ein Netzteil mit mindestens 850 Watt

Wie Asus zuvor, empfiehlt auch EVGA für die mit höherer TDP versehenen Grafikkarten der GeForce-RTX-3000-Serie besonders leistungsstarke Netzteile.

Im Falle der EVGA GeForce RTX 3080 FTW3 Ultra mit neuem OC-BIOS empfiehlt der Hersteller mindestens ein Netzteil mit 850 Watt Leistung und einer Gold-Zertifizierung nach 80Plus.

Apple iPhone 12: Internationale Kunden werden geschröpft, ganz anders als beim Google Pixel 5

Was ist denn das da an der Seite, wird so mancher Apple-Fan fragen, wenn er mal die Gelegenheit erhält, ein US-Amerikanisches iPhone 12, egal ob iPhone 12 und iPhone 12 mini oder iPhone 12 Pro oder iPhone 12 Pro Max in die Hände zu bekommen. Tatsächlich findet sich ein deutlich sichtbarer Unterschied zwischen den iPhones aus den USA und denen im Rest der Welt, wie das Bild oben zeigt, in dem wir stellvertretend für die ganze Serie zwei Renderbildern eines iPhone 12 von den Webseiten von Apple Deutschland und Apple USA einander gegenübergestellt haben.

Dieses Fenster an der Seite ist, wie Nilay Patel von TheVerge mittlerweile bestätigen konnte, ein Ausschnitt für die mmWave 5G-Antennen, die den internationalen iPhones ja fehlen – nichts Neues, auch Samsung und Google verbauen die laut IHS Markit in der Produktion zumindest 2019 etwa 40 US-Dollar teureren mmWave-Antennen nur in den USA, was zum ersten Mal beim Samsung Galaxy S20 Ultra im Teardown aufgefallen ist, bei der iPhone 12-Serie aber auch äußerlich sehr gut erkennbar ist.

Vergleicht man die Specs von iPhone 12 in Deutschland mit denen in den USA (siehe unten), zeigen sich auch ganz deutlich Unterschiede bei Gewicht (2 Gramm) und den unterstützten 5G-Bändern. Die beiden mmWave-Bänder n260 und n261 sind nur in den USA abgedeckt, was niemanden verwundern sollte – Hersteller argumentieren durch die Bank damit, dass Netze außerhalb der USA, etwa in Europa, noch kein mmWave bieten und mmWave-Antennen demnach nicht gebraucht werden.

Google geht beim Pixel 5 den ehrlicheren Weg

Dieses Argument ist nachvollziehbar, wenngleich nicht die ganze Wahrheit, denn in Europa und Asien sind durchaus mmWave-Netze geplant, die dann mit den aktuellen 5G-Smartphones eben nicht genutzt werden können. Wer mehr als 1.000 Euro für ein aktuelles iPhone 12 Pro ausgibt und plant, es mehrere Jahre hindurch zu nutzen, bei iPhones nicht unüblich, wird diesen Nachteil dann wohl bereits spüren. Wie bei Samsung und Google bekommen US-Amerikaner also mehr Features in Sachen 5G, doch die drei Hersteller gehen unterschiedlich transparent mit der sich daraus ergebenden Preisersparnis in der Produktion um. Besonders auffällig ist der Vergleich mit Googles kürzlich gelaunchtem Pixel 5.

Auch hier bietet nur das US-Modell mmWave 5G, allerdings gibt Google das in der Produktion billigere internationale Modell auch deutlich günstiger an seine Kunden ab. Während US-Amerikaner in den USA ohne Steuern 699 US-Dollar zahlen, kostet das Pixel 5 in Deutschland bekanntlich nur 613 Euro – inklusive Steuern, was steuerbereinigt (528 Euro) eine Ersparnis von etwa 70 Euro ausmacht. Wie sieht die Situation bei Apple aus? Apple-typisch sind die Europa-Preise wie im Vorjahr prinzipiell deutlich höher als der US-Dollar-Preis, obwohl der Dollar mittlerweile etwas abgewertet hat:

Apple verlangt für das billigere iPhone 12 in Europa deutlich mehr

Vergleicht man nun allerdings die umgerechneten US-Preise mit den steuerbereinigten, die Apple in Deutschland verlangt, zeigt sich leider ein ganz anderes Bild als bei Google. Beispiel iPhone 12 mini: Kostet in den USA umgerechnet wie das Pixel 5 593 Euro, was inklusive 16 Prozent Steuer theoretisch 687 Euro wären also 100 Euro weniger als Apple in Deutschland tatsächlich verlangt. Dieser Unterschied ist nichts Neues, doch heuer sind die iPhones in den USA und in Europa eben nicht gleich, hierzulande fehlt mmWave, sprich Apple verdient bei jedem europäischen iPhone 12 mini nicht nur etwa 100 Euro zusätzlich sondern spart sich auch noch die Kosten für die mmWave-Antennen. Und das mal ganz abgesehen davon, dass in diesem Jahr auch Netzteil und Ohrhörer fehlen und die kleinere Verpackung letztlich auch weniger Transportkosten bedeutet.

Sicher – internationale Preise so direkt zu vergleichen ist immer etwas schwierig, da wir nicht wissen, was Apple sonst noch für Kosten in Europa zu tragen hat, die bei Google möglicherweise wegfallen (Google verkauft seine Pixel-Phones etwa nur in wenigen Ländern). Dennoch muss man angesichts dieser dramatischen Unterschiede zwischen US-Preis und Euro-Preis und angesichts der fehlenden mmWave-Antennen doch von einer Schröpfung internationaler Apple-Freunde sprechen. Dem Verkaufsvolumen der iPhones wird das wohl auch 2020 nicht schaden. Übrigens schafft es Apple doch bei einem Produkt, in etwa Gleichstand zwischen US-Dollar-Preis und Europreis zu bieten und zwar beim HomePod mini. Wieso geht es da plötzlich?

AMD Ryzen 5000: DDR4-4000 ist das neue Optimum für Zen 3

Während AMD das Optimum in Sachen Arbeitsspeicher für Ryzen 3000 (Test) alias Zen 2 mit DDR4-3600 und einem synchronen IF-Takt von 1.800 MHz angegeben hat, sollen die am 5. November erscheinenden Zen-3-CPUs der Ryzen-5000-Serie mit einem nochmals höheren Fabric– und RAM-Takt arbeiten. DDR4-4000 wird das neue Optimum für RAM.

DDR4-4000 ist das neue DDR4-3800

Nachdem sich bereits andeutet, dass die vier neuen CPUs Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X die Konkurrenz von Intel auch in Spielen sowie den Single-Core-Lasten werden schlagen können, legt AMD auch in Sachen RAM noch einmal nach. Während mit Zen-2-CPUs wie dem Ryzen 9 3950X (Test) bei einer Speicherfrequenz von 3.800 MT/s Schluss war, sollen nun 4.000 MT/s drin sein.

Dies verrät eine Seite aus einer offiziellen AMD-Präsentation, die erst mit dem Test der neuen Ryzen-5000-Serie veröffentlicht werden sollte, jetzt aber von der türkischen Website TechnoPat publik gemacht wurde.

Demnach bleibt DDR4-3600 der „Sweet Spot“ und seitens AMD die Empfehlung für die ebenfalls mit bis zu DDR4-3200 spezifizierten Prozessoren auf Zen-3-Basis.

Das neue Optimum stellt jedoch DDR4-4000 mit einem synchronen IF- respektive Fabric-Takt (FCLK) sowie Speichercontroller-Takt (ULCK) von 2.000 MHz dar.

Alle Arbeitsspeicher-Tests auf der AM4-Plattform mit Ryzen 3000 haben gezeigt, die Grenze lag bisher bestenfalls bei DDR4-3800 mit einem synchronen IF-Takt von 1.900 MHz.

Keine Garantie für hohen Speichertakt

Damit sollte klar sein, dass DDR4-4000 und die 2.000 MHz für den Speichercontroller (IMC) sowie die AMD Infinity Fabric keinesfalls garantiert sind. Anwender die sich aber intensiv mit der Materie Overclocking auseinandersetzen, können sich mit Ryzen 5000 und Zen 3 nun höhere Ziele setzen als noch mit Ryzen 3000 und Zen 2.

RAM-OC: Hilfe aus der Community

Die AMD Ryzen – RAM OC Community bietet neben Tipps und Tricks und vielen aktiven Mitgliedern eine sehr ausführliche RAM-OC-Anleitung (PDF), die unter Federführung von Community-Mitglied cm87 durch die Community erstellt wurde und auch über alle benötigten Programme informiert.

Apple: Acht neue Mac-Modelle zeigen sich bei der EEC

AppleInsider hat acht neue Einträge in der Datenbank der EEC entdeckt, die zu bislang nicht veröffentlichten Macs gehören, denn die Datenbank gibt als Beschreibung an, dass es sich um “Personal Computer der Marke Apple” handelt. Drei dieser Modellnummer, nämlich A2147, A2158 und A2182, wurden bereits zuvor bei der EEC registriert, damals allerdings noch mit macOS Catalina, die neuen Einträge geben jedoch bereits macOS Big Sur als Betriebssystem an.

Die fünf Modellnummern A2348, A2438, A2439, A2337 und A2338 sind komplett neu. Wie üblich geben die Einträge keinerlei Details über die Produkte an sich preis. Apple hat aber bereits offiziell angekündigt, dass ein erster Mac auf Basis eines intern entwickelten ARM-Chips noch in diesem Jahr auf den Markt kommen wird.

Einem Leaker zufolge sollen am Event heute Abend zwar keine ARM-Macs vorgestellt werden, wenn es heute keine Überraschung gibt dürfte es aber nicht viel länger als ein paar Wochen dauern, bis die Macs der nächsten Generation enthüllt werden. Gerüchten zufolge wird entweder ein 12 Zoll MacBook oder aber ein 13 oder 14 Zoll MacBook Pro auf Basis einer angepassten Version des Apple A14 Bionic den Anfang machen.

Das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon ist offiziell: Ultraleichtes Notebook mit Intel Tiger Lake & QHD-Display

Vor einigen Tagen hat sich das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon bereits in einem Leak gezeigt, nun ist das Ultrabook ganz offiziell auf der Webseite des Herstellers zu finden. Allerdings gibt es noch keine näheren Informationen zu den Preisen und zur Verfügbarkeit in Deutschland und Österreich – einem Bericht von Liliputing zufolge wird das Intel Evo Notebook zumindest vorläufig nur in Australien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Thailand und Vietnam verfügbar sein.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Gerät auch nach Europa kommt, denn das Yoga Slim 7i Carbon kann sich durchaus sehen lassen. Wie der Name schon sagt wird das maximal 14,9 Millimeter dicke Gehäuse aus Carbon gefertigt – das neue Material selbst soll 40 Prozent leichter und 25 Prozent robuster als noch beim Vorgänger sein. Das Resultat: Das Notebook wiegt knapp unter einem Kilogramm, extreme Temperaturen, Staub oder Stürze aus einer Höhe von bis zu 76 Zentimetern sollen dem Laptop nichts ausmachen.

Das Herzstück des Yoga Slim 7i Carbon ist das 13,3 Zoll große Display im 16:10-Format mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel, die maximale Helligkeit wird vom Hersteller mit 300 Nits spezifiziert, der sRGB-Farbraum kann vollständig dargestellt werden. Die beleuchtete Tastatur bietet einen Hub von einem vollen Millimeter, die Webcam unterstützt den Login über Windows Hello.

Im Inneren findet man einen nicht näher benannten Intel Core i7-Chip der aktuellen Tiger Lake-Serie inklusive der Intel Iris Xe Graphics, bis zu 16 GB LPDDR4x-Arbeitsspeicher, eine maximal 1 TB fassende M.2 PCIe SSD und einen 50 Wh fassenden Akku, der über USB-C mit maximal 65 Watt geladen werden kann. Zur Ausstattung gehören auch Wi-Fi 6, Bluetooth 5.0, zwei Thunderbolt 4-Anschlüsse, ein extra USB-C-Port und ein AUX-Anschluss.