Radeon RX 6000: BIOS-Updates für Smart Access Memory von Gigabyte

Gigabyte hat BIOS-Updates für Mainboards mit I/O-Hub der 500er-Serie veröffentlicht, die AMDs Smart Access Memory freischalten. Neben einer Ryzen-5000-CPU setzt die Funktion auch eine Radeon-RX-6000-Grafikkarte voraus.

Wie Gigabyte bekanntgibt, stehen ab sofort BIOS-Updates für Mainboards bereit, die AMDs Smart Access Memory freischalten. Während Asrock die Technik mittels Beta-BIOS auch auf älteren Platinen freischaltet, umfassen die BIOS-Updates von Gigabyte nur Platinen mit X570-, B550- und A520-I/O-Hub. Außerdem erwähnt man zusammen mit den BIOS-Versionen den Rage Mode der Radeon-RX-6000-Serie – bei dem es sich eigentlich nur um ein von AMD erlaubtes Overclocking handelt, kein spezifisches Mainboard-Feature.

Um den Smart Access Memory zu aktiveren, bedarf es neben einer Grafikkarte der Radeon RX-6000-Serie noch eines Zen-3-Prozessors wie dem Ryzen 9 3900X oder Ryzen 5 5600X. Laut Gigabyte ist die Funktion nach der Aktualisierung aktiv, wenn man im UEFI “Above 4G Decoding” und “Re-Size BAR Support” aktiviert und sicherstellt, dass das BIOS auch tatsächlich im UEFI-Modus läuft. Im Gerätemanager, den man in der Systemsteuerung findet, könne man das Ganze auch nachprüfen. Wählt der Nutzer dort die Grafikkarte aus, sieht er bei aktivem SAM unter dem Reiter “Ressourcen” den Punkt “Large Memory Range”.

Angeblich bis zu 17 Prozent mehr Leistung

Laut Gigabyte findet man die jeweiligen BIOS-Updates auf der Webseite des Herstellers. Dem Mainboard-Hersteller nach erzielt man mit Smart Access Memory und aktiviertem Rage Mode in Assassin’s Creed: Valhalla bis zu 17 Prozent höhere Bildraten in Full HD und immerhin noch zehn Prozent höhere, wenn man in 4K spielt.

AMDs Smart Access Memory basiert auf der BAR Resize und soll der CPU unbegrenzten Zugriff auf den Grafikspeicher ermöglichen. Die eigentliche Technik ist nicht neu und findet sich bereits in den PCI-Express-3.0-Spezifikationen – Nvidia soll daher an einer Alternative zum Smart Access Memory arbeiten. Ob wirklich nur BAR Resize hinter AMDs Technik steckt oder weitere Eingriffe vorgenommen wurden, bleibt unklar. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Special.

AMD Smart Access Memory: MSI macht Mainboards startklar für Radeon RX 6000

MSI hat damit begonnen die ersten BIOS-Updates für Mainboards zu verteilen, die den AMD Smart Access Memory zwischen den vier Zen-3-CPUs Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X aus der Ryzen-5000-Serie (Test) und kommenden GPUs vom Typ Radeon RX 6000 mit Navi-21-GPU auf RDNA-2-Basis freischalten.

Beta-BIOS schaltet AMD Smart Access Memory frei

Bisher weder offiziell kommuniziert noch in irgendeiner Weise angedeutet, bedarf es offensichtlich eines BIOS-Updates für die Freischaltung von AMD Smart Access Memory auf AM4-Mainboards mit den Chipsätzen X570 und B550 (Test). Zumindest MSI hat soeben entsprechende Updates der Firmware veröffentlicht.

n den offiziellen Release Notes der Beta-BIOS verschiedener AM4-Hauptplatinen des Herstellers – beispielsweise für das hochpreisige MSI MEG X570 Unify – heißt es:

Support for AMD SAM (Smart Access Memory) Function

MSI

Nachdem der Hersteller bereits Anfang November neue BIOS-Versionen mit der Firmware AMD AGESA ComboAm4v2PI 1.1.0.0 Patch C freigegeben hatte, kommen die heutigen Updates durchaus überraschend.

BIOS-Updates kommen überraschend

Bisher war nicht bekannt, dass eine Unterstützung von AMD Smart Access Memory, der erstmals mit der Radeon RX 6800, RX 6800 XT und 6900 XT eingeführt wird, vorab ein BIOS-Update für die Ryzen-5000-Serie notwendig machen würde.

Ryzen 5000 und Radeon RX 6000: AMD zeigt Benchmarks zu Smart Access Memory

AMD Smart Access Memory erhöht die Leistung einer Radeon RX 6800, 6800 XT oder 6900 XT laut Hersteller um bis zu 11 Prozent, wenn diese mit einer Zen-3-CPU vom Typ Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X oder Ryzen 5 5600X kombiniert wird. AMD zeigt die Vorteile des direkten Speicherzugriffs nun anhand fünf ausgewählter Spiele auf.

Radeon RX 6000 profitiert von Ryzen 5000

Die drei am 18. November respektive 8. Dezember in den Markt startenden Grafikkarten der Radeon-RX-6000-Serie auf Basis der Navi-21-GPU und RDNA-2-Architektur, sollen in Kombination mit einem Zen-3-Prozessor aus der am 5. November erscheinenden Ryzen-5000-Serie bis zu 11 Prozent mehr Bilder pro Sekunde rendern, so AMD.

In fünf eigens durch den Hersteller ausgewählten Titeln, darunter das beliebte Open-World-Rennspiel Forza Horizon 4 (Test), das durch seine Referenzgrafik überzeugende Gears 5 (Test) sowie der Ego-Shooter Wolfenstein: Young Blood (Test) sowie Borderlands 3 und Hitman 2, erreicht eine Radeon RX 6800 XT gemeinsam mit einem Ryzen 9 5900X mit aktiviertem AMD Smart Access Memory durchschnittlich 5 bis 11 Prozent höhere Frameraten.

Während der Vorstellung der Radeon-RX-6000-Serie sprach Frank Azor, seines Zeichens Chief Architect of Gaming Solutions and Marketing bei AMD, davon, dass konventionelle Systeme der CPU nur in geringem Umfang Zugriff auf den Speicher der Grafikkarte einräumen, von maximal 256 MB war die Rede. Mit Smart Access Memory soll diese Begrenzung nun wegfallen und die CPU auf den ganzen Speicher der GPU zugreifen können, vorausgesetzt ein Ryzen 5000 sowie ein Mainboard mit einem PCH vom Typ X570 oder B550 (Test) steckt im System.

AMD kann somit das Featureset seiner CPUs und GPUs nutzen, um mehr Zen-3-Prozessoren sowie RDNA-2-Grafikkarten abzusetzen. Wie groß die Vorteile durch Smart Access Memory wirklich ausfallen, werden erste unabhängige Tests zeigen müssen.

Radeon RX 6000: Zweitschnellste GPU mit 2.400 MHz Game Clock und 255 Watt?

Sollte eine große GPU wirklich so hoch takten? Gerüchte des Leakers Patrick Schur bringen Navi 21 XT mit einem Game Clock von rund 2.400 MHz in Verbindung. Bei AMD steht der Game Clock für die typischerweise in Spielen anliegenden Taktraten, also nicht den maximalen Boost-Takt. Dieser könnte also noch mal eine Spur höher sein. Zum Vergleich: Beim Referenzdesign der Radeon RX 5700 XT, einem Modell der oberen Mittelklasse, beträgt der Game Clock 1.755 MHz und der maximale Boost 1.905 MHz. Custom-Karten nehmen auch schon mal die 2,0-GHz-Schwelle. Allerdings sieht ein anderer bekannter Leaker erst den Boost-Takt der Navi 21 XT bei 2,2-2,4 GHz.

Navi 21 XT wird als zweitschnellste RDNA2-GPU gehandelt. Jüngsten Gerüchten nach sei sie aber nur fünf bis zehn Prozent langsamer als eine Geforce RTX 3080, während “Big Navi” in seiner maximalen Ausbaustufe als Navi 21 XTX angeblich auf dem Niveau des genannten Modells von Nvidia liegt. Vor dem Hintergrund liest sich eine weitere Zeile aus dem von Patrick Schur verbreiteten Gerücht interessant: Die Total Graphics Power liege bei “nur” 255 Watt.

Gemeint ist also der Gesamtstromverbrauch der Karte, nicht nur jener der GPU selbst. Dazu gesellen sich laut Leak 16 GiByte GDDR6-Speicher. Die TGP einer Geforce RTX 3080 liegt mit 320 Watt also deutlich oberhalb der mutmaßlichen TGP eine Navi 21 XT-GPU. Dabei hat die Geforce lediglich 10 GiByte (GDDR6X) zu versorgen. Da Navi 21 XTX ihre kleine Schwester laut Gerüchten nicht um Welten, sondern nur um etwa 10 Prozent überflügeln soll, kann man vermuten, dass auch das kommende Radeon-Flaggschiff in Summe nicht mehr als 300 Watt zieht. Alles natürlich unter dem Vorbehalt, dass in den Gerüchten ein wahrer Kern steckt.

Patrick Schur bezieht sich in einem Leak übrigens auf ein Custom-Modell mit Verbrauch und Frequenzen oberhalb eines Referenz-Designs. Ein solches könnte einen Game Clock von 2.300 MHz in die Waagschale legen – bei einer TDP von vielleicht nur 240 bis 250 Watt. Ob diese Annahmen zutreffen oder auch zu optimistisch sind, wird sich natürlich erweisen müssen. Die Vorstellung der RX-6000-Serie plant AMD jedenfalls für den 28. Oktober. Sollte man sich an das gleiche Schema wie bei den Ryzen-5000-Prozessoren halten, was aktuell nur eine Vermutung ist, würden entsprechende Karten aber erst am 25. November in den Handel kommen.

Radeon RX 6000: Umfangreiche Gerüchte zu Navi 21 und Navi 22

In weniger als zwei Wochen fällt der Vorhang für Big Navi. Vorab brodelt es in der Gerüchteküche um AMDs kommende GPUs ordentlich und erste Eckdaten zu Navi 21 seien bereits in freier Wildbahn gesichtet worden. Via Twitter verbreitete sich indessen eine Barrage an Gerüchten, die vom Nutzer “Avery78” ausgehen.

Wohlgemerkt bezeichnet sich dieser nicht als “Leaker”. Stattdessen teile er nur Informationen, die er aufgeschnappt oder die ihm zugespielt wurden. Im Falle der RX-6000-Reihe handle es sich um Gerüchte, die in letztere Kategorie fallen. Aus welchem Umfeld diese Informationen stammen, ist unbekannt. Lediglich, dass die Quelle schon einmal nützliche Angaben gemacht habe, wird im Eingangs-Tweet erwähnt. Dementsprechend sind die nachfolgenden Infos mit der gewohnten Portion an Skepsis zu genießen, da nicht verifiziert werden kann, ob es sich um tatsächliche Leaks handelt.

Navi 21 XTX angeblich auf Augenhöhe mit Geforce RTX 3080

Sofern sich die Informationen jedoch bewahrheiten, würde Navi 21 in einer “XTX”-Variante tatsächlich teurer und stromhungriger als Nvidias aktuelle Geforce RTX 3080 ausfallen, gleichwohl sie bei der Performance jedoch mithalten könne. Geht es um traditionelle Workloads, befände sich die GPU bei 4K-Auflösungen auf Augenhöhe und liefere sich, abhängig vom Spiel, einen sehr engen Schlagabtausch. Im Gesamtschnitt schneide Navi 21 XTX womöglich etwas besser als die Geforce RTX 3080 ab. Ausgenommen sei davon jedoch die Raytracing-Leistung, was angesichts Nvidias Vorerfahrungen durch Turing nicht verwundert und absehbar war beziehungsweise ist. Nvidias Ampere-Speerspitze, der Geforce RTX 3090, kann AMD allerdings nicht das Wasser reichen.

Unterhalb von Navi 21 XTX siedle sich eine beschnittene Navi 21 XT-GPU an. Die Leistungsdifferenz zum Vollausbau sei mit etwa 5-15 Prozent allerdings nicht allzu hoch. Im Vergleich mit Nvidias Geforce RTX 3080 läge der Malus bei 5 bis 10 Prozent hinsichtlich 4K-Gameplay mit traditioneller Rasterisierung. Geht es allerdings um die Raytracing-Performance, so sei die Lage im Kopf-an-Kopf-Duell schon erheblich schlechter. Nimmt man die Performance von Nvidias Turing-Spitzenmodell, der Geforce RTX 2080 Ti, zum Vorbild, so werde diese von Navi 21 XT mit einem Plus von etwa 25 Prozent geschlagen. Nvidias gehobene Ampere-Mittelklasse, die RTX 3070, sei indessen rund 12 bis 15 Prozent langsamer. Für den Performance-Vorsprung müsse allerdings auch mehr Geld hingeblättert werden. Laut den Gerüchten peile AMD einen Marktpreis von 599 US-Dollar an, wobei es Spielraum in beide Richtungen gäbe, sodass der finale Verkaufspreis zwischen 549 und 649 US-Dollar liegen könne.

Navi 22 im Performance-Schlagabtausch mit Geforce RTX 2080 Super, Stromverbrauch im Bereich der Radeon RX 5700XT
Wer mit Oberklasse-Grafikkarten allgemein weniger am Hut hat, für den dürfte AMDs kommende Mittelklasse nach den Gerüchten schon interessanter sein. Auch diesbezüglich liefert der Avery78 angebliche Informationen. Konkret geht es um Navi 22. Die zuvor bereits kolportierten 40 Compute Units gepaart mit einem 192-Bit-breitem Speicherinterface sowie auf 12 GiByte an Grafikspeicher seien gemäß den Tweets zutreffend. Hinzu gesellen sich angeblich auch “sehr hohe Taktraten”.

Bei diesen “sehr hohen Taktraten” handle es sich allerdings nicht um die im Vorfeld in Umlauf geratene Angabe von 2.500 MHz, gehe es um Referenz-Designs sowie auch Partnerkarten. Spricht man über Custom-Designs der AMD-Boardpartner, so sollen entsprechende Modelle etwa 2.350 MHz an GPU-Takt erreichen. Das Referenz-Design von AMD läge leicht darunter. Der Stromverbrauch läge indessen auf dem Niveau oder etwas über jenem der Radeon RX 5700 XT bei etwa 35 Prozent höherem Takt, während sich die Performance auf dem Level einer Geforce RTX 2080 Super befindet.

Nimmt man AMDs vorangegangene Aussagen zur Energieeffizienz zur Vorlage, bei dem sich der zugesicherte Performance-per-Watt-Zugewinn bei 50 Prozent bewegen soll, ist das hier gezeichnete Bild allerdings weniger stimmig, entspräche der Leistungsgewinn von Navi 22 gegenüber der RX 5700 XT lediglich 25 Prozent bei gleichem beziehungsweise leicht erhöhtem Stromverbrauch. Somit müsste eine der beiden Seiten zumindest in einigen Aspekten in Frage gestellt werden.

Wer derweil auf Raytracing-Support in der AMD-Mittelklasse hofft, soll laut den Gerüchten enttäuscht werden. Support für DirectX Raytracing böten angeblich ausschließlich Navi 21-GPUs.

Letztliche Antworten lassen noch eine Weile auf sich warten. Erst am 28. Oktober fällt offiziell der Vorhang für AMDs kommendes GPU-Aufgebot. Einen ersten, aber nicht unbedingt vielsagenden Vorgeschmack gab es bereits auf AMDs kürzlichen Event zu Zen 3.

AMD zeigt die Radeon RX 6000 mit RDNA 2

AMD hat ein erstes Bild der bevorstehenden Radeon RX 6000 veröffentlicht. Die Grafikkarte auf Basis der RDNA-2-Architektur wird mit einem neuen Kühlerdesign ausgestattet sein. Die große Abdeckung der RX 6000 beherbergt im Referenzdesign gleich drei Lüfter.

Das Bild zeigt zudem zwei 8-Pin-Stromanschlüsse. Wer sich die neue Grafikkarte aus jedem Blickwinkel ansehen möchte, kann dies in Fortnite tun, wo sie virtuell verewigt wurde. Dort ist auch zu sehen, dass die Slotblende des 2-Slot-Designs den Radeon-Schriftzug trägt und neben einem HDMI-Anschluss, zwei DisplayPorts und ein USB-Typ-C verbaut sind.

Final vorgestellt wird die neue Grafikkarte, die es mit Nvidias neuer RTX-3000-Serie aufnehmen soll, am 28. Oktober, wie AMD am 9. September selbst bereits angekündigt hat. Vorher, nämlich am 8. Oktober, soll es bereits Details zu Ryzen-Prozessoren mit Zen 3 geben.

Zuletzt hatten Bilder eines möglichen Prototypen einer RX 6000 die Runde gemacht, nachdem AMD selbst in Fortnite auf den Namen „Radeon RX 6000“ für Big Navi hingewiesen hatte.

Mit kleinen Informations-Häppchen versucht AMD somit zum Start von Nvidias neuer Grafikkarten-Generation Aufmerksamkeit auf sich und die bevorstehende Grafikkarten-Serie zu lenken, damit möglichst viele Interessenten mit einem Kauf warten, bis auch die Radeon RX 6000 vorgestellt wurde, und dann vielleicht doch zu dieser greifen. Wie viele Informationen AMD bis zur Vorstellung Ende Oktober noch veröffentlichen wird, um die Erwartungen hoch zu halten, bleibt indes abzuwarten. Testberichte zur Nvidia GeForce RTX 3080 FE erscheinen an diesem Mittwoch, nachdem Nvidia das Embargo kurzfristig verschoben hatte.

RDNA 2 auch Basis für neue Spielekonsolen

Die neue RDNA-2-Architektur ist nicht nur die BAsis für AMDs kommende Grafikkarten-Generation, sondern auch die neue Spielekonsolen-Generation in Form der Microsoft Xbox Series X, Xbox Series S und Sony PlayStation 5, deren Hardware-Details ComputerBase jüngst gegenübergestellt hat.