Festplatte aufräumen unter Windows

Im Laufe der Zeit füllt sich selbst die größte Festplatte mit Daten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie wieder Ordnung schaffen und Platz freigeben.

Langsam, aber sicher…

Selbst, wenn Sie sehr sorgfältig vorgehen, wird sich der freie Speicherplatz auf der Festplatte im Laufe der Monate und Jahre immer weiter reduzieren. Grund dafür sind etwa Softwareinstallationen, Windows-Updates oder ganz einfach persönliche Daten wie Bilder oder Dokumente auf Ihrem Rechner. Im schlimmsten Fall wird es so irgendwann unmöglich, weitere Daten zu speichern oder auch sicherheitskritische Windows-Updates herunterzuladen. Glücklicherweise liefert das Betriebssystem aber alle notwendigen Tools mit, um ein wenig aufzuräumen.

Festplatte aufräumen: Schritt für Schritt
Um Ihnen zu zeigen, wie Sie Ihren Speicherplatz kontrollieren und freigeben, haben wir eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie verfasst, die sich am aktuellen Stand von Windows 10 orientiert:

Zuerst öffnen Sie über die Windows-Taste + I die Systemeinstellungen (Sie können sie natürlich auch auf anderen Wegen öffnen). Danach klicken Sie auf “System” und anschließend auf “Speicher”.

Rechts im Fenster sehen Sie jetzt “Lokaler Speicher”. Dort zeigt Ihnen das System an, welche Festplatten (sowohl HDDs als auch SSDs) es erkennt. Die Balken geben den relativen Füllstand der Laufwerke an, anhand der ausgeschriebenen Zahlen sehen Sie auch noch einmal die Belegung in Gigabyte.

Weiter geht es, indem Sie auf das Systemlaufwerk (meistens C:) klicken. Der folgende Vorgang kann ein wenig dauern, denn Windows scannt jetzt alle vorhandenen Ordner. Als Ergebnis sehen Sie dann eine Tabelle namens “Speichernutzung”. Diese ist in Kategorien unterteilt, wie etwa OneDrive, Apps und Spiele, E-Mail, Bilder und so weiter. Unter “Weitere” finden Sie dann abschließend noch diverse Ordner, die sich nicht klar zuordnen lassen. Wenn Sie jetzt einen Ordner anklicken, öffnet sich dieser im Windows Explorer.

Lohnenswert ist immer ein Klick auf “Apps und Spiele”: Dort zeigt Windows alle installierten Programme an, die Sie auch nach ihrem Speicherverbrauch staffeln dürfen. Welche Anwendung verschlingt am meisten Platz? Windows sagt es Ihnen – und erleichtert es so, selten genutzte Applikationen von der Festplatte zu schmeißen. Gerade produktiv einsetzbare Programme wie Photoshop

verschlingen gerne mehrere Gigabyte. Deinstallieren Sie sie, falls Sie sie nicht mehr benötigen.

Viel Speicherplatz freigeben können Sie auch über “Temporäre Dateien”. Klicken Sie darauf und lassen Sie Windows einen Augenblick arbeiten. Anschließend sehen Sie einige Einträge, die Sie mit einem Haken auswählen können. Aktivieren Sie alle Kästchen und klicken Sie dann auf “Dateien entfernen”. Keine Angst: Es handelt sich ausschließlich um Dateien, die überflüssig sind.

Vor allem nach der Installation großer Windows-Updates, die Microsoft in der Regel alle sechs Monate veröffentlicht, gewinnen Sie durch den Löschvorgang der temporären Daten viel Kapazität zurück. Über “Vorherige Windows-Installation(en)” stellen Sie sicher, dass diese Dateien gelöscht werden.

Praktisch ist auch die automatische Beseitigung der genannten temporären Dateien. In den Systemeinstellungen gehen Sie dazu auf “Speicher” und dann rechts auf “Speicheroptimierung”. Schalten Sie diese Funktion ein. Sobald der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird, löscht Windows dann automatisch Daten, die nicht mehr notwendig sind.

Den Zeitpunkt der Laufwerkspflege können Sie ebenfalls ändern, und zwar über “Automatische Freigabe von Speicherplatz ändern”. Dort finden Sie ein Feld, in dem Sie festlegen können, ob täglich, wöchentlich oder monatlich gefegt werden soll. Ebenfalls einstellen können Sie hier, ob Dateien im Papierkorb irgendwann automatisch gelöscht werden sollen oder was mit getätigten Downloads passiert.

Festplatte aufräumen per Datenträgerbereinigung
Eine Alternative zu den genannten Schritten erhalten Sie, wenn Sie über das Startmenü die “Datenträgerbereinigung” aufrufen. Wählen Sie dort das Systemlaufwerk aus und gehen Sie dann weiter zu “Systemdaten bereinigen”. Die Bereinigung wird dann neu gestartet. Wählen Sie hier außerdem noch das Laufwerk aus, falls notwendig. Welche Daten Sie genau löschen möchten, aktivieren Sie auch hier über Häkchen. Klicken Sie auf “OK”, um den Vorgang zu starten. Abhängig vom Zustand der Festplatte dauert dies nur wenige Sekunden oder auch mehrere Minuten.

Diese Funktionen hat Apple gestrichen

Apple fügt seinen iPhones bekanntlich immer neue Funktionen hinzu, zuletzt etwa Dynamic Island statt der bisherigen Notch. Doch im Lauf der Jahre ist auch Etliches weggefallen.

Im Jahr 2007 stellte Steve Jobs die neuen Apple-Smartphones, iPhone genannt, erstmals der Öffentlichkeit vor. Mit jeder Generation kamen in den folgenden Jahren neue wichtige Funktionen hinzu, nicht immer von den Usern geliebt, weil sie in manchen Fällen das Vertraute vermissten. So etwa den Home Button oder den Klinkenanschluss für Kopfhörer. Eine Website hat sich die Geschichte der iPhones genauer angesehen und führt auf, was jeweils Platz machen musste für neue Entwicklungen. Dabei handelt es sich um den Blog “The Gadget Lite”.

Manche Anpassung ergab sich einfach durch die Entwicklung der Technik. So wurde zum Beispiel 2010 mit dem iPhone 4 die bisherige Mini-SIM durch eine kompaktere Micro-SIM ersetzt. Neu war in dem Jahr auch das LCD-Display statt der bisherigen Technologie TFT. Damals beschwerten sich User darüber, dass es vor allem im Sonnenlicht schwerer zu lesen und auch nicht so haltbar sei wie TFT. Zudem kam das iPhone 4 in einem neuen Design – etwa mit einer Rückseite aus Hornglas anstelle der vorherigen Kunststoffrückseite sowie einem Rahmen aus Edelstahl. Davon waren aber viele Leute begeistert, heißt es in der Übersicht.

30-PIN-Connector und Klinken-Anschluss entfallen
2012 folgte mit dem iPhone 5 die noch kleinere Nano-SIM. Und auch die Bauweise des iPhone 5 wurde erneut verändert: Die Glasrückseite des Handys hatte Apple nun durch ein Gehäuse aus Aluminium und Glas ersetzt. Neu war auch der Anschluss: Anstatt des 30-Pin-Connectors war nun erstmals das schmalere und schnellere Lightning für externe Verbindungen und das Ladegerät im Einsatz – mit allen Folgen auch für geeignetes Zubehör. Als im Jahr 2016 dann auch der bisherige Klinkenanschluss für die Kopfhörer entfiel, war das Klagen vieler User allerdings groß.

Es werden auch eher unauffällige Änderungen aufgezählt, bei denen es sich durchaus um Upgrades handeln kann, wie beim Wechsel der Blitzfunktion: Noch das iPhone 6S verfügte über einen Dual-Tone-LED-Blitz. Das iPhone 7 bietet dann einen Quad-LED-Blitz, der ein gleichmäßigeres und natürlicher wirkendes Licht erzeugen soll. Auffälliger, und ebenfalls ein klares Upgrade, war ab dem iPhone X (2017) der Wechsel beim Display zu OLED. Und, sicherlich eines der markantesten neuen Features beim iPhone X, erstmals wurde Face-ID eingeführt. Das klappte so einwandfrei, dass viele User beeindruckt waren. Erst als Corona mit den Maskenpflichten aufkam, wünschten manche sich beim Bezahlen mit Apple Pay an der Kasse Touch-ID zurück. Doch das Problem hat Apple mit der Zeit auch gelöst. Dann eben – es geht ja bei diesem Artikel vor allem darum, welche Funktionen Apple beim iPhone gestrichen hat – war es beim iPhone X neben der Touch-ID auch der Wegfall des Home Buttons. Sehr ungewohnt zunächst.

Plötzlich ohne Ladegerät und Kopfhörer
Mit dem iPhone XR fiel außerdem das seit dem iPhone 6S-Modell gewohnte drucksensitive 3D-Touch weg, das auf dem Display weitere Zusatzoptionen eröffnete. An dessen Stelle kam aber “Haptic Touch”, mit dem es bei längerem Druck aufs Display ein haptisches Feedback durch Vibration gab. Diese Variante hat sich bis heute in die aktuellen Modelle hinein erhalten.

2020 zog Apple in der Kunst des Weglassens dann richtig durch, indem es sang- und klanglos sowohl das sonst mitgelieferte Ladegerät als auch die Earpods gestrichen hat – vorgeblich war dies, um der Umwelt durch weniger technische Geräte und Verpackungsmüll zu dienen, schließlich hätten die meisten iPhone-User bereits Ladegeräte oder Kopfhörer, auch von Drittanbietern, die sie weiter nutzen würden. Apple freilich soll dies eine Ersparnis von bislang 6,5 Milliarden US-Dollar eingebracht haben. Kein schlechter Deal für den iPhone-Hersteller aus Cupertino! User waren wenig von dieser Entscheidung begeistert. Inzwischen hat man sich wohl einigermaßen daran gewöhnt und findet in seinem Bestand oft tatsächlich noch voll funktionsfähige Ladederäte oder drahtlose Kopfhörer wie die Airpods.

Zukünftig: Keine Tasten und kein Lightning mehr
Die neueste Variante der Streichung bisher bekannter Funktionen oder Hardware-Komponenten ist 2022 mit dem iPhone 14 der Wegfall des SIM-Slots überhaupt gewesen. Dafür setzt Apple nun ausschließlich auf die eSIM. Das gilt in dieser Radikalität, bisher allerdings ausschließlich für die US-Version. In Deutschland zum Beispiel erhält man weiterhin das Fach für eine Nano-Simkarte, kann aber für eine Zweitverbindung ebenfalls die eSIM nutzen.

Soweit die Zusammenfassung des Artikels, der auch weitere Details berichtet. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht – beim iPhone 15 rechnet man bereits jetzt mit einem Wechsel von Lightning zu USB-C, weil das die EU-Richtlinien vorschreiben werden. Und auch, dass Apple komplett auf Tasten am iPhone verzichten könnte, wird bereits spekuliert. Es wird sich zeigen, was Apple sich sonst noch alles einfallen lässt. Oft, wenn auch nicht immer, zum Vorteil des Users. Hoffen wir…

Handy-Chip für Galaxy S23 vorgestellt

Mit dem Snapdragon 8 Gen 2 will Qualcomm einen flotten Chip für kommende High-End-Smartphones anbieten.

Qualcomm hat heute dem Snapdragon 8 Gen 2 sein kommendes System-on-a-Chip (SoC) für hochpreisige Smartphones vorgestellt. Laut Hersteller würde der Kombi-Chip künftige Flaggschiff-Smartphones revolutionieren. Eine neue Mikroarchitektur soll bis zu 3,2 GHz Takt ermöglichen. Dadurch soll die Performance um 35 Prozent steigen, gleichzeitig sei der neue Chip 40 Prozent effizienter. Auch die Adreno-Grafikeinheit soll fordernde Anwendungen bis zu 25 Prozent schneller darstellen.

Flotte KI-Einheit
Eine noch größere Steigerung im Vergleich zum Vorgänger findet sich im Bereich der KI-Rechenleistung. Der größere Tensor-Beschleuniger soll 4,35 mal so schnell arbeiten und dennoch effizienter mit dem Smartphone-Akku umgehen. Als Anwendungen stellt Qualcomm mit einer “Snapdragon Smart” getauften Technik bahnbrechende KI-Erlebnisse und eine schnellere natürliche Sprachverarbeitung samt Übersetzung in Aussicht.

200-Megapixel-Fotos und 8K-HDR-Videos
Im Bereich der Kamera hat Qualcomm Vorbereitungen für Sonys Quad Digital Overlap HDR-Technologie geschaffen und auch Samsungs erster 200-Megapixel-Bildsensor ISOCELL HP3 sei mit dem neuen SoC kompatibel. Der AV1-Codec sorge zudem dafür, dass sich Videos mit 8K-Auflösung samt HDR mit 60 Bildern pro Sekunde abspielen lassen. Dazu kommt mit “Snapdragon Connect” der nach Herstellerangaben weltweit erste 5G-KI-Prozessor in einer mobilen Plattform mit Wi-Fi 7 und High Band Simultaneous Multi-Link.

Galaxy S23 bekommt den neuen Chip
Für Gamer soll der Snapdragon 8 Gen 2 hardwarebeschleunigtes Raytracing und eine Unterstützung für das Metahumans Framework in der Unreal Engine 5 ermöglichen, mit dem sich fotorealistische Menschen in Spielen darstellen lassen sollen. Im Audiobereich lockt räumliches Audio mit dynamischem Head-Tracking und aptX Lossless. Zu den Kunden für den neuen Handy-Chip gehören laut Qualcomm Asus, Honor, Motorola, OnePlus, Oppo, Sony, Xiaomi und ZTE. Erste Geräte könnten schon Ende 2022 erscheinen. Auch im Anfang 2023 erwarteten Galaxy S23 von Samsung soll der neue Snapdragon zum Einsatz kommen.

Handyreparaturen in der EU werden einfacher

Geräte wie Handys und Tablets können in der EU künftig einfacher repariert werden.

“So müssen die Hersteller Reparaturinformationen und bestimmte Ersatzteile, wie z.B. Displays und Akkus, für sieben Jahre zur Verfügung stellen”, teilten das Bundeswirtschafts- und das Bundesumweltministerium am Freitag mit. Zuvor hatten sich die EU-Staaten und die EU-Kommission auf die neuen Regeln geeinigt. Nach Angaben der Ministerien sollen die Regeln im kommenden Jahr von der EU-Kommission final beschlossen und nach einer Übergangszeit von 21 Monaten für alle in der EU verkauften Geräte gelten.

Das EU-Parlament und die EU-Staaten haben theoretisch noch drei Monate Zeit, dem Vorhaben zu widersprechen, das gilt aber als sehr unwahrscheinlich. Wenn es keine Einwände gibt, kann das neue Gesetz angenommen werden.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem guten Ausgleich zwischen den Interessen der Wirtschaft und des Klimaschutzes. “Niemand soll mehr ein Handy wegwerfen müssen, weil ein defekter Akku nicht entnommen werden kann”, teilte Umweltministerin Steffi Lemke mit. Die neuen Regeln schonten Ressourcen und legten die Grundlage für einen nachhaltigen Umgang mit Elektrogeräten, so die Grünen-Politikerin.

Google-WM-Suchtrends: Wer ist Favorit auf den Weltmeistertitel?

Auch die größte Suchmaschine der Welt kann nicht sicher vorhersagen, wer die Fußball-WM 2022 gewinnt. Diese interessanten Einblicke lässt ihre Auswertung dennoch zu.
Titelverteidiger Frankreich, Rekordweltmeister Brasilien oder doch die ewige Turniermannschaft Deutschland? Ließe sich schon vor der WM wissen, wer Weltmeister in Katar wird, würden einige Menschen viel Geld ins Wettbüro tragen. Einen Hinweis auf die größten Favoriten gibt auf Nachfrage der Nachrichtenagentur spot on new der Suchmaschinen-Riese Google. Diese Teams und Spieler werden weltweit am häufigsten gesucht.

Am wenigsten überraschen dürfte das Ergebnis der am häufigsten auf Google gesuchten Spieler. Der Portugiese Cristiano Ronaldo führt die Liste vor dem Argentinier Lionel Messi an, was auch die Größenverhältnisse sozialer Medien widerspiegelt. Auf Instagram etwa ist Ronaldo der einzige Mensch, der an einer halben Milliarde Followern kratzt (488 Millionen). Messi ist mit rund 360 Millionen Followern ebenfalls unter den Top fünf der weltweit größten Accounts.

Aber zurück zu Google: Der Brasilianer Neymar wird am dritthäufigsten gesucht und verweist seinen Pariser Teamkollegen Kylian Mbappé auf den vierten Platz. Für einige Fans dürfte Platz fünf zu den großen Überraschungen zählen, denn dort landet der Senegalese Sadio Mané – noch vor dem Polen Robert Lewandowski. Auf Platz sieben landet mit Manuel Neuer der am häufigsten gegoogelte deutsche Nationalspieler. Der Koreaner Son Heung-min, Luís Suarez aus Uruguay und der Engländer Harry Kane komplettieren die Top Ten.

Diese Teams werden am häufigsten gegoogelt
Damit, dass in Googles WM-Suchtrends Brasilien die Nummer eins ist und am häufigsten gesucht wird, war indes wohl zu rechnen, schließlich ist die Seleção schon lange der weltweite Fußball-Liebling. Auf Platz zwei der am häufigsten gegoogelten Teams landet Messis Argentinien, England komplettiert die Top drei. Ob das Mutterland des Fußballs jedoch wirklich zu den Topfavoriten zählt, ist fraglich: Das letzte und einzige Finale bestritt England 1966 in Wembley.

Die deutsche Nationalmannschaft stößt im Vergleich auf etwas weniger Interesse bei den Suchanfragen. Lediglich Platz sieben kommt in den WM-Suchtrends von Google für das DFB-Team heraus. Vor der Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick landet Mexiko auf Platz vier, Titelverteidiger Frankreich auf Platz fünf und Spanien auf Platz sechs. Ronaldos Portugal wird am achthäufigsten gegoogelt, Ecuador überrascht mit Platz neun und die Niederlande komplettieren die Top Ten.

Esperanto für das Smart Home: Was ist eigentlich Matter?

Beim Smart Home gab es bisher eine Art Sprachhürde – nicht jedes Gerät funktioniert mit jedem Standard und kann so nicht unbedingt mit einem anderen kommunizieren. Matter soll Abhilfe schaffen und viele Produkte miteinander verbinden.
Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat kürzlich den offiziellen Startschuss für Matter gegeben – und möchte damit den Weg in eine Smart-Home-Welt ebnen, die nicht mehr von unterschiedlichen Standards zurückgehalten wird. Funktioniert Apples Siri mit dieser Lampe? Kann der Google Assistant mit jener Steckdosenleiste interagieren? Und kann ich über meinen Smartspeaker mit Amazons Alexa auch dieses eine Thermostat regeln? All diese Fragen sollen künftig größtenteils der Vergangenheit angehören.

Was ist Matter?
Bisher hatten die großen Hersteller eigene Ökosysteme. Wer ein Smart-Home-Gerät zum Beispiel über einen Echo Dot von Amazon oder Apples HomePod mini ansteuern wollte, musste davor sicherstellen, dass das jeweilige Endgerät auch unterstützt wird. So konnte beispielsweise eine bestimmte smarte Kamera nur mit Alexa interagieren, eine andere wiederum nur mit Siri, als ob sie jeweils eigene Sprachen sprechen würden.

Matter soll hingegen Interoperabilität ermöglichen und ist durchaus mit einer Plansprache wie Esperanto vergleichbar, die eine Kommunikation für Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Muttersprachen gewährleisten soll. Sprecherinnen und Sprecher sollen einander verstehen können, egal ob sie aus Deutschland stammen, aus den USA oder Japan. Umgemünzt auf das Smart Home: Ein für Matter zertifiziertes Gerät soll unabhängig vom Hersteller mit einem anderen kommunizieren können – die Devices sprechen dann dieselbe Sprache.

Unter dem Mantel der Allianz haben sich laut Angaben von CSA mittlerweile mehr als 400 Mitglieder zusammengeschlossen, um den neuen Standard Matter weiterzuentwickeln oder zumindest zu unterstützen. Darunter befinden sich neben kleineren Unternehmen mit Amazon, Apple, Google, Samsung, LG oder auch Huawei viele Riesen aus der Welt der Technik – aber auch Ikea ist mit an Bord.

Die Vorteile für Verbraucherinnen und Verbraucher
Noch steht Matter am Anfang und wie sich das Ganze entwickeln wird, muss die Zukunft erst noch zeigen. Die Vorteile eines übergreifenden Standards für Konsumenten liegen aber auf der Hand. Das fängt schon beim teils undurchsichtigen Dickicht an bisherigen Standards an. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen künftig theoretisch nur noch darauf achten, ob ein Gerät Matter unterstützt. So muss womöglich dem intelligenten Wecker neben dem Bett also zum Beispiel nicht mehr per Google Assistant befohlen werden, dass er doch bitte aufhöre zu piepen. Ist er für Matter zertifiziert, können auch Siri oder Alexa auf Zuruf für Ruhe sorgen. Zudem soll die Einrichtung vieler Geräte mit Matter vereinfacht und vereinheitlicht werden.

Durch Matter soll auch die Auswahl an Anbietern für Verbraucher breiter werden. Wurden Produkte vieler Hersteller in einem kleineren Ökosystem zuvor nicht unterstützt, sollen Nutzer künftig auch über den bisherigen Tellerrand hinausschauen können. Die neue Konkurrenz könnte dabei mehrere positive Nebenerscheinungen mit sich bringen, denn wer sich am größeren Markt behaupten möchte, muss potenziellen Käuferinnen und Käufern auch etwas bieten. Hersteller müssen dann in Zukunft bestenfalls mit niedrigeren Preisen, besserer Qualität oder besonderen Funktionen ihrer Produkte auf sich aufmerksam machen und es reicht nicht mehr aus, nur eine von wenigen Alternativen anzubieten.

Geräte mit Unterstützung für Matter können über WLAN oder die neue Technologie Thread kommunizieren. Diese benötigt wenig Strom, ermöglicht es eingebundenen Devices über ein Mesh-Netzwerk miteinander zu sprechen und soll damit nicht nur für kürzere Reaktionszeiten sorgen, sondern auch die Stabilität eines Systems unterstützen. Fällt eines der Geräte aus, springt ein anderes ein. Zudem werden Befehle verschlüsselt direkt vor Ort verarbeitet und müssen etwa nicht erst an die Cloud geschickt werden.

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich nun übrigens nicht zwingend neue Geräte kaufen, wenn sie ihr Smart Home erweitern und für den Standard fit machen möchten. Einige Hersteller wollen ältere Produkte in den kommenden Wochen per Update nachrüsten und haben auch in den vergangenen Monaten schon Geräte auf den Markt gebracht, die künftig mit Matter funktionieren sollen.

Was wird zum Start geboten?
Laut CSA werden zum Start einige Kategorien smarter Produkte unterstützt, aber noch nicht alle. Mit dabei sind unter anderem Elektrik und Beleuchtung, Türschlösser oder auch Jalousien. Teams arbeiteten derzeit zudem beispielsweise an einer Unterstützung für Haushaltsgeräte und Kameras. Auf der Homepage der CSA können Verbraucher auch nach unterstützten Geräten suchen.

Die großen Marken sind für den neuen Standard gerüstet oder bereiten sich gerade noch darauf vor. Google erklärte im Mai, dass viele seiner Smart-Home-Geräte entsprechende Updates erhalten sollen und diese etwa auch mit Android-Smartphones steuerbar sein sollen. Mit iOS 16.1 und iPadOS 16.1 rüstet Apple das iPhone und iPad für Matter und Amazon möchte ab Dezember 17 Echo-Geräte mit Matter über WLAN sowie Steckdosen, Glühbirnen und Schalter mit Android-Setup unterstützen. Anfang 2023 soll eine Verfügbarkeit für iOS, Thread und weitere Geräte folgen.

So surfen Sie sauber auf schmutzigen Seiten

Nicht nur Viren, sondern auch hinterlistige Stolperfallen und unangenehme Spione lauern in den dunklen Ecken des Internets. Mit unseren Tools erhalten Sie Sicherheit.

Bildershow: Tools zum sicheres Surfen >>

Neben interessanten Inhalten und vielseitig verwendbare Downloads verstecken sich in den dunklen Ecken des Internets auch überladene und oft schlampig programmierte Seiten sowie garstige Schädlinge. Sogar gewiefte Spione und hartnäckige Viren haben gegen unsere Tools keine Chancen. Damit umgehen Sie so manche Downloadsperre und beschleunigen Downloads. Smarte Tools schaffen mehr Komfort – auch wenn bequeme Nutzer von Foren z. B. den URL-Tag bei einer Adresse vergessen haben. Durch ein Firefox-Addon können sie dennoch direkt angeklickt werden.

Ob Sie sich nur auf eBay und auf der Seite der Wettervorhersage oder in dunklen Ecken bewegen, auf alle Fälle sollten Sie ein aktuelles Antiviren-Programm verwenden. Daher legen wir den Fokus der Galerie auf nützliche Helfer, die sich auf spezielle Fallen und Probleme spezialisiert haben.

Ein Großteil der Helfer sind Addons zu Browsern, die Warnungen vor Malware-verseuchten Seiten geben oder bequem und schnell sämtliche Inhalte der Seite auf die Festplatte saugen. Allerdings ist es am sichersten, wenn Sie ein eigenes System zum Surfen auf Seiten mit zweifelhaftem Ruf einsetzen. Dies muss auch nicht der eigene Computer sein. Extra zum Surfen erstellen Sie mit den Tools aus der Galerie ein zweites, virtuelles System.

Sollte das System befallen sein, springt der Infekt nicht ohne Weiteres auf Ihr erstes System über. Als Zweit-System ist Linux empfehlenswert, das sich als sicherer als Windows erwiesen hat. Aus Komfort-Gründen haben wir auch komplette Surfsysteme in die Galerie gestellt.

Wichtig: Damit im Falle eines verseuchten Systems Ihre Daten nicht weg sind, erstellen Sie regelmäßig Backups. Denn die eingefallene Malware wird am gründlichsten durch ein Neuaufsetzen des Systems beseitigt.

Tipp: Wenn Sie sich eventuell doch etwas eingefangen haben: Ihr Computer kann durch den kostenlosen AdwCleaner nach unerwünschter Werbe-Software abgescannt werden.

Die besten Smartphones 2022

Aktuell gibt es eine Auswahl großartiger Mobiltelefone für jedes Budget und jeden Anspruch. Wir haben 10 Top-Modelle getestet. Lesen Sie jetzt die Ergebnisse.

Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende entgegen und schon jetzt lässt sich festhalten, dass in diesem Jahr einige wirklich großartige Smartphones auf den Markt gekommen sind. Ganz gleich, ob Sie auf der Suche nach Leistung, intelligenten Kameras oder einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sind – unsere Liste der zehn besten Smartphones bietet alles, was Sie brauchen.

Unser Top-Modell ist bestimmt nicht für jeden Nutzer das optimale Smartphone. Daher sollten Sie sich alle zehn Geräte ansehen. Je nachdem, worauf Sie am meisten Wert legen, gibt es das beste Handy für Sie. Dabei spielen Kamera, Akkulaufzeit, Design, Ausstattung, Preis und vieles mehr eine Rolle. Die Platzhirsche Samsung und Apple sind natürlich mit dabei, aber es lohnt auch ein Blick auf Android-Konkurrenten wie OnePlus, Google, Oppo und Xiaomi. Glauben Sie uns, diese Handys bieten alle etwas – nur ein bisschen anders, und das ist gut so. Denn guter Wettbewerb bedeutet bessere Smartphones für alle!

Empfehlung für Android-Fans: Samsung Galaxy S22 Ultra 5G

Pro

Ausgezeichnete Kamera

Phänomenales Display

Stylus-Unterstützung

Kontra

Sperriges Gerät

Teuer

Langsames Laden

Während das S21 Ultra mit Note-ähnlichen Funktionen experimentierte, ist das Galaxy S22 Ultra zweifellos ein vollwertiger Nachfolger des Note 20 Ultra aus dem Jahr 2020. Es ist zwar teuer, aber dank seiner unglaublichen Leistung und seiner ausgewogenen Funktionen das beste Handy, das man derzeit kaufen kann.

Das Design unterscheidet sich deutlich von den anderen Modellen der Galaxy S22-Reihe. Das heißt: es ist sehr “Note-ähnlich” und verfügt über einen integrierten S Pen-Stift, der den Funktionsumfang über die meisten Konkurrenten hinaus erweitert, insbesondere im Hinblick auf die Produktivität.

Trotz der vertrauten Kamerahardware machen die von Samsung vorgenommenen Upgrades das Gerät zu einem der besten Systeme, die derzeit in Handys zu finden sind. Die 108-Megapixel-Hauptkamera wird von einem Ultraweitwinkel- und zwei Teleobjektiven mit unterschiedlichen Zoomstufen unterstützt, wobei insbesondere die Zoomleistung im Vergleich zu früheren Modellen verbessert wurde.

Das große 6,8-Zoll-LTPO-AMOLED-Display bietet sowohl eine hohe WQHD+-Auflösung als auch eine adaptive Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz. Die langfristige Software-Unterstützung, die sogar Googles Pixels übertrifft, rundet eine beeindruckende Liste von Vorteilen ab. Wenn Sie mit der enormen Größe zurechtkommen, ist es ein echter Gewinner. Zumal es fünf Jahren Software-Support gibt, dem besten im Android-Land.

Pro

Dynamic Island ist wirklich großartig

Erstes iPhone mit Always-on-Display

Phänomenale Kameras

120Hz-Display

Kontra

Akkulaufzeit wie beim 13 Pro

Keine Schnellladung

Das reguläre iPhone 14 ist ein sehr kleines Update gegenüber dem iPhone 13, daher ist es eine angenehme Überraschung, dass das iPhone 14 Pro einen solchen Sprung gegenüber seinem Vorgänger darstellt. Einige der Änderungen sind nur oberflächlich, aber wenn eine solche optische Überarbeitung wie die Dynamic Island ihr Debüt gibt, ist es schwer, sie nicht zu bemerken.

Apple hat die berühmte Bildschirmaussparung zu einer Pille und einer runden Form unterhalb des oberen Rahmens geschrumpft, aber den leeren Raum mit schwarzen Pixeln gefüllt und dann Animationen verwendet, um Benachrichtigungen und Aktualisierungen von Apps anzuzeigen. Das kann etwa wiedergegebene Musik, ein Timer, eine AirDrop-Verbindung oder eine Wegbeschreibung in der Karte-App sein. Die Dynamic Island wird immer angezeigt, wenn Sie Ihr iPhone entsperren..

Die Kameras des Telefons sind ebenfalls außergewöhnlich gut, mit dem ersten 48 Megapixel-Sensor in einem iPhone, der neben dem 3-fachen Teleobjektiv und einem guten Ultraweitwinkel auch einen 2-fachen Zoom ermöglicht. Apple hat auch endlich ein Always-on-Display eingeführt, das einfach den Sperrbildschirm abdunkelt und erfreulicherweise keine Auswirkungen auf die Batterielaufzeit hat, zumindest in unseren Tests. Es ist kein riesiges Upgrade für das 13 Pro, aber wenn Ihr Telefon drei oder vier Jahre alt ist, wird sich dieses iPhone wie Lichtjahre in die Zukunft fühlen.

Pro

Hervorragendes Display

Unglaubliche, vielseitige Kameras

Starke Akkulaufzeit

Exklusive Software-Funktionen

Kontra

Groß und schwer

Hässliches Design

Langsames Laden

Mit dem Pixel 7 Pro hat Google das große Aha-Erlebnis des 6 Pro durch Verbesserung der Akkulaufzeit, des Displays und der Kameras wiederholt. Das 7 Pro ist das bisher beste Pixel und ein echtes Knaller-Gerät. Aber: Es ist groß und schwer und das Design ist vielleicht nichts für Sie. Im Gegenzug bekommen Sie ein erstaunliches Android-Erlebnis.

Wenn Sie iOS nicht mögen und den S-Pen des S22 Ultra nicht brauchen, dann ist das Pixel 7 Pro die beste Wahl. Zudem es günstiger ist als die beiden Smartphone auf den ersten Plätzen im Test. Es macht unglaubliche Fotos, die zu den besten und beständigsten aller Telefone gehören. Die überlegene Software-Verarbeitung von Google macht es zu einer herausragenden Point-and-Shoot-Kameras, die Sie in Ihrer Tasche haben können.

Außerdem gibt es eine Menge cleverer Funktionen, die es nur beim Pixel gibt. Dazu gehört etwa der Magic Eraser, um unerwünschte Personen und Objekte aus Fotos zu entfernen, Live Transcribe für Hörgeschädigte und ein großes, helles Display mit einer Akkulaufzeit von fast zwei Tagen, um all das zu nutzen. Google verspricht fünf Jahre lang Sicherheitsupdates, aber nur drei Jahre lang Android-Updates. Samsung und Apple schlagen Google in diesem Punkt.

Aber das Pixel ist die richtige Wahl, wenn Sie Ihre Telefonsoftware gerne individuell anpassen wollen. Wenn Sie ein kleineres Telefon wollen, ist das Pixel 7 ebenfalls eine hervorragende Wahl, aber es fehlt das 5fach-Teleobjektiv des Pro.

Pro

Erstklassiges Display

Vielseitige Kameras

Einzigartiges Design

Kontra

Kein periskopischer Zoom

Teuer

Das Oppo Find X5 Pro ist in jeder Hinsicht ein phänomenales Handy. Das 6,7-Zoll-10-Bit-120Hz-QHD+-Panel ist eines der besten Displays, die derzeit in einem Handy zu finden sind. Weitere Highlights: Laden mit 80 Watt kabelgebunden und mit 50 Watt drahtlos, ein 5000-mAh-Akku und ein Top-Kamera, die mit 50-MP-Sensoren auf der Haupt- und Ultraweitwinkel-Linse aufwartet.

Auf ein periskopisches Zoomobjektiv müssen Sie zwar verzichten – das Teleobjektiv bietet nur einen mickrigen Zweifach-Zoom. Die Ergebnisse aller drei hinteren Objektive sind dennoch außergewöhnlich. Auch das Design ist einzigartig, denn das Kameramodul ist nahtlos in die Keramik des Gehäuses integriert.

Auch in puncto Leistung ist das Find X5 Pro kaum zu schlagen: Es verfügt über alle oben genannten Eigenschaften sowie einen Snapdragon 8 Gen 1-Chip, 256 GB Speicherplatz und 12 GB RAM. Sie müssen nur bereit sein, den vergleichsweise hohen Preis zu bezahlen.

Hardware-Voraussetzungen für Windows 11

Manche PC-Nutzer haben immer noch nicht auf Windows 11 geupdatet. Wir zeigen Ihnen, welche Hardware-Voraussetzungen aktuell gelten und wie Sie diese für Ihr eigenes Gerät prüfen.

Testen mit der Testversion
Sollte das von Ihnen verwendete Gerät alle Voraussetzungen erfüllen, können Sie Windows 11 in der Testversion für Insider installieren. Damit könnten Sie sich also jetzt schon ein Bild vom neuen System machen. Microsoft empfiehlt, wie immer, Testversionen dieser Art nicht auf wichtigen Systemen zu installieren. Auf einem Gerät, das Sie für die Arbeit verwenden, sollten Sie Windows 11 noch nicht aufspielen.

Prüfen mit der Health-App
Klicken Sie auf diesen Link, um sich die PC Health Check-App direkt von Microsoft herunterzuladen. Die Anwendung prüft Ihr Gerät und wird Ihnen nach kurzer Zeit mitteilen, ob das System mit Windows 11 kompatibel ist oder nicht.

Microsoft-Siegel gibt Sicherheit
Im Handel finden Sie jetzt bereits Geräte, die ein von Microsoft genutztes Siegel tragen. Darauf steht entweder “Kostenloses Upgrade auf Windows 11” oder “Free upgrade to Windows 11”, je nach Region. Im eigenen Onlineshop vertreibt Microsoft bereits diverse Surface-Geräte, die dieses Siegel tragen.

Abwarten kann nicht schaden
Für ein Betriebssystem sind die Voraussetzungen von Microsoft teilweise happig. Wenn Sie nicht unbedingt genau jetzt ein neues Gerät kaufen müssen, würden wir Ihnen daher dazu raten, einfach abzuwarten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Windows 11 im Oktober 2021 veröffentlicht. Wir würden empfehlen, bis dahin mit dem Neukauf zu warten, falls es ohnehin nicht dringend ist. Die anschließenden Erfahrungswerte werden es deutlich leichter machen, ein passendes Gerät zu kaufen. In vielen Bereichen – vor allem im Hinblick auf die CPU-Kompatibilität – würden wir bis zum Erscheinungsdatum von einem Zurückrudern bzw. Aufweichen der Anforderungen ausgehen.

Angst vor dem Internet: Muss man wirklich Bedenken haben?

Immer mehr Menschen surfen mit gemischten Gefühlen im Internet. Ein Experte verrät, welche Gefahren das Netz aktuell dominieren und wie man sich effektiv schützt.
Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass die Angst vor dem Surfen im Netz wächst. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber real: So haben laut eines Berichts der US-Behörde für Finanzkriminalität amerikanische Banken allein 2021 Überweisungen von Ransomware-Lösegeldern in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar verarbeitet. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt Thorsten Urbanski, IT-Sicherheitsexperte beim Softwareunternehmen ESET, was Userinnen und User unternehmen können, um sich im Netz sicherer zu fühlen.

Nur 15 Prozent der Internetnutzer in Deutschland fühlen sich der repräsentativen Bitkom-Umfrage zufolge beim Surfen “sehr sicher”. Der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger geht es anders: Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Bevölkerung fühlt sich demnach eher (28 Prozent) oder sehr unsicher (24 Prozent). Unbegründet ist die Sorge nicht, erklärt IT-Sicherheitsexperte Urbanski: “Online-Kriminalität ist ein weltumspannendes Big-Business in dem mehr Geld umgesetzt wird als im globalen Drogenhandel. Hier agieren professionelle Cyber-Banden, die seit Jahren im Geschäft sind und Unternehmen genauso ins Visier nehmen wie Privatpersonen.”

Das sind die häufigsten Maschen der Betrüger
Insbesondere das eigene E-Mail-Postfach sei nach wie vor das “Einfallstor Nummer eins”, sagt Urbanski. Für die Täter, die massenhaft Phishing- und Spammails verschicken, sei bereits eine Erfolgsquote von 0,1 Prozent lukrativ. Weil diese Mails nicht mehr immer auf den ersten Blick zu erkennen seien, rät der Experte: “Auf keinen Fall auf die Links klicken, sondern sich direkt auf der Seite händisch einloggen und gegebenenfalls eine Mail an den jeweiligen Betreiber schreiben. Oftmals informieren diese auf ihren Seiten bereits über die aktuelle Kampagne gegen ihre Kunden.”

Das gleiche gelte für Mails oder Fakeshops, die astronomische Rabatte oder Produkte zu unrealistisch günstigen Preisen anbieten. Die Kriminellen locken dabei nicht mehr nur mit Smartphones oder Markenkleidung, sondern passen sich der aktuellen Lage an, führt Urbanski aus: “Aktuell beobachten wir seit Beginn des Ukraine-Kriegs und der Erhöhung der Gaspreise und auch Pallets, dass Kaminholz beziehungsweise Pallets zu vollkommen utopisch günstigen Preisen angeboten werden. Hier handelt es sich fast immer um Onlinebetrug.”

Für die organisierte Kriminalität lukrativ seien außerdem Kreditkartenbetrug und Identitätsdiebstahl. Speziell der persönliche Datenklau führe schnell zu ernsthaften Folgen, erklärt Urbanski: “Denn nur wenige persönliche Daten reichen aus, um Handy-Verträge und Versicherungen unter falschen Namen abzuschließen und das eigene Schufa-Scoring in den Keller rauschen zu lassen.”

So begegnet man den Gefahren im Netz richtig
Um sich effektiv zu schützen, empfiehlt Urbanski, die Betriebssysteme seiner Endgeräte jederzeit “up to date” zu halten und sich zusätzlich mit professioneller Sicherheitssoftware abzusichern. Auf Spam- und Phishingmails sollte man niemals antworten, denn selbst wenn der Scam nicht zustande kommt, erfahren die Angreifer, dass es sich um eine aktiv genutzte E-Mail-Adresse handelt. Außerdem sei ratsam, auf öffentlich einsehbaren Social-Media-Plattformen nicht sein echtes Geburtsdatum anzugeben. Wer wissen möchte, ob seine persönlichen Daten bei großen Datendiebstählen bereits abhanden gekommen sind, kann das auf kostenlosen Websites wie “have I been pwned” überprüfen.

Sollte sich dabei herausstellen, dass man Opfer von Identitätsdiebstahl geworden ist, empfiehlt Urbanski folgende Schritte: “Erstatten Sie unbedingt Strafanzeige bei der Polizei und melden den Identitätsdiebstahl bei der Schufa und Ihrer Bank. Wenn schon Geld vom Konto abgebucht wurde, lassen Sie betroffene Konten und Kreditkarten sofort sperren.” Auch die Passwörter der Accounts sollten Betroffene umgehend ändern sowie sich ein neues Girokonto ausstellen lassen, um Transaktionen über die entsprechende Bankverbindung in Gänze zu vermeiden. Inzwischen lassen sich außerdem zahlreiche Fakeshops entlarven, beispielsweise über die kostenlose Suchmaschine der Verbraucherzentrale. Hierzu einfach die URL des Shops in die Suchleiste kopieren und das Ergebnis abwarten.

Trotz all dieser potenziellen Gefahren bräuchten User den Kopf nicht in den Sand zu stecken, meint Urbanski. Wer auf seine persönliche Sicherheit im Netz achtet, komme schließlich auch in den Genuss der Vorteile des Internets, von unserer gemeinsamen Vernetzung über unkompliziertes Shopping bis zur neuen Homeoffice-Normalität. Dass die Mehrheit der Bevölkerung das verstanden hat, zeigt auch die Bitkom-Umfrage: 70 Prozent der Deutschen sehen die Verantwortung für ihren Schutz im Netz bei sich selbst.