Aktivisten kritisieren Apples Reparaturprogramm

Aktivisten für das Recht auf Reparatur begrüßen Apples neues Programm als Schritt in die richtige Richtung, machen aber gleichzeitig klar, dass die Maßnahmen noch nicht ausreichen.

Gut ein halbes Jahr ist es her, dass Apple ein Reparaturprogramm angekündigt hat, bei dem Kunden ihre eigenen Komponenten bestellen und die Reparatur selbst durchführen können. Das Unternehmen reagierte damit endlich auf jahrelang anhaltende Kritik des sogenannten “Right to Repair Movement” (dt.: Bewegung für Recht auf Reparatur). Die Aktivisten bemängelten, dass Apple die Reparatur von Geräten unnötig kompliziert gestaltet und vorsätzlich verhindert, dass unabhängige Werkstätten oder auch Kunden selbst Reparaturen an Apple-Geräten vornehmen können.

Nun ist vor einigen Tagen Apples Selbstreparaturprogramm gestartet, erstmal nur in den USA. Zur Auswahl stehen diverse Komponenten für unterschiedliche iPhone-Modelle, zum Beispiel Akkus, Kameramodule und Displays. Die Komponenten können über eine eigens eingerichtete Website bestellt werden. Dazu stellt Apple Reparaturanleitungen bereit.

Aktivisten begrüßen das neue Programm grundsätzlich, machen aber gleichzeitig auch klar, dass es ihnen nicht weit genug geht. Nathan Proctor, Kampagnenleiter für das Recht auf Reparatur bei der U.S. Public Research Interest Research Group, sagt dazu in einer Stellungnahme:

“Wir freuen uns sehr, dass zum ersten Mal seit Jahrzehnten der öffentliche Zugang zu den Apple Service Anleitungen möglich ist. Es ist jedoch klar, dass Apple sich darauf versteift, jedes Teil für ein bestimmtes Telefon zu kodieren und dann eine Verbindung zu Apple zu verlangen, um das Teil zu überprüfen, bevor es seine volle Funktionalität erhält. Ich verstehe nicht, wie die Bindung von Teilen an ein bestimmtes Gerät und die erforderliche Genehmigung des Herstellers für den Einbau für den Besitzer des Geräts von Vorteil sein soll, aber es erlaubt Apple, die Kontrolle über den Reparaturprozess zu behalten.”

In eine ähnliche Richtung geht die Reaktion von iFixit:

“Alles, was es mehr Menschen ermöglicht, Reparaturen durchzuführen, ist eine gute Nachricht! […] Das größte Problem ist: Apple verstärkt seine Strategie der Teilepaarung und ermöglicht nur sehr begrenzte, durch Seriennummern autorisierte Reparaturen. Sie können keine wichtigen Teile ohne Seriennummer oder IMEI kaufen.”

Stein des Anstoßes ist also hauptsächlich, dass Apple immer noch Komponenten per Seriennummer an ein Gerät bindet und dessen Funktionalität teilweise einschränkt, wenn es nicht über Apples Server legitimiert wird. Ein neu verbautes Ersatzteil muss nämlich erst über eine Software bei Apple registriert werden und wird dabei mit dem Gerät verknüpft. Wann Apple sein Reparaturprogramm auch in Deutschland anbietet, ist noch nicht bekannt.

Komsas Kuriositäten-Kabinett
Die Smartphone-Spezialisten der Komsa-Tochter W-Support erreichen allerlei kuriose Reparaturfälle. Hier finden Sie einige Beispiele. Die Geschichten hinter den skurrilen Einsendung finden Sie im unten stehenden Artikel.

Samsung erzielt deutlichen Gewinnzuwachs

Die starke Nachfrage nach Chips für Rechenzentren hat dem Elektronik-Riesen Samsung im ersten Quartal 2022 erneut deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beschert.

Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um 58,5 Prozent auf 11,32 Billionen Won (etwa 8,5 Milliarden Euro), wie das südkoreanische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz erreichte demnach mit 77,8 Billionen Won (58,2 Milliarden Euro) einen Quartalsrekord. Das Geschäft mit Speicherchips habe dank des robusten Bedarfs an Server- und PC-Kapazitäten die Markterwartungen übertroffen, hieß es. Auch die Smartphone-Sparte habe aufgrund neuer Modelle höherer Umsatzerlöse erzielt. Samsung ist Marktführer sowohl bei Speicherchips als auch Smartphones.

Weniger Verbrauch: Mit dem Smart Home das ganze Jahr Energie sparen

Smarte Geräte halten in den eigenen vier Wänden mehr und mehr Einzug. So helfen sie dabei, Energie zu sparen.
Wer ein intelligent vernetztes Smart Home sein Eigen nennt, spart automatisch Energie. Vom Thermostat der Heizung über das Licht und dessen Steuerung bis zu Endgeräten wie Wasch- oder Spülmaschine: Sich ein smartes Zuhause einzurichten, macht das Heim nicht nur komfortabler, sondern spart auch bares Geld. Das sind die beliebtesten Methoden beim Energiesparen.

Das analoge Zuhause vorbereiten
Bevor man anfängt, seine alten Geräte gegen smarte Alternativen auszutauschen, lohnt es sich, die größten Energiefresser ausfindig zu machen. Zwischenstecker, die den Stromverbrauch im aktiven und im Stand-By-Betrieb messen, helfen dabei. Wer sich gleich smarte Zwischenstecker anschafft, kann diese so programmieren, dass etwa die Kaffeemaschine nur morgens mit Strom versorgt ist.

Dass immer mehr Menschen in Deutschland davon Gebrauch machen und smarte Steckdosen und Zwischenstecker nutzen, teilte kürzlich der Digitalverband Bitkom mit. Einer repräsentativen Umfrage zufolge nutzen 31 Prozent der Deutschen WLAN- oder Funksteckdosen, um Geräte vom Strom zu nehmen, wenn sie nicht benutzt werden – Tendenz steigend.

Einsparpotenziale überall
Strom, Wasser, Heizen – für jeden Winkel der eigenen vier Wände gibt es inzwischen smarte Lösungen: Mit Bewegungssensoren ausgestattete Duschköpfe regulieren den Wasserdurchlauf und -druck und informieren in Echtzeit darüber, wie viel Wasser gerade durch den Schlauch fließt; intelligente Thermostate lassen sich auch aus der Ferne per App steuern und senken die Heizkosten; und das Licht geht von alleine aus, wenn niemand sich im Raum befindet.

Um all das möglichst effizient nutzen zu können, vernetzen Smart-Home-Besitzer ihre Geräte mit einer Schaltzentrale, in der Regel einer Sprachsteuerung wie Amazons Alexa oder dem Nest Hub von Google. Hersteller wie Siemens oder Bosch bieten dazu passende Haushaltsgeräte wie Backofen, Geschirrspüler oder Waschmaschine an, die mit der Technik kompatibel sind und sich in das Smart-Home-System einbinden lassen. Wer kann, sollte außerdem über die Installation eines Generalschalters nachdenken: Wer diesen beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses betätigt, nimmt sämtliche nicht-essenziellen Geräte vom Strom.

Twitter-Gründer Jack Dorsey: Musk-Kauf ist “der richtige Weg”

Elon Musk kauft Twitter für 44 Milliarden US-Dollar. Mitgründer Jack Dorsey sieht dies als den richtigen Weg für den Kurznachrichtendienst.
Für Jack Dorsey (45) ist die Übernahme von Twitter durch Elon Musk (50) “der richtige Weg”. Das hat der Mitgründer des Kurznachrichtendienstes nach Bekanntwerden des Mega-Deals über 44 Milliarden US-Dollar mitgeteilt.

“Ich liebe Twitter”, schreibt Dorsey auf dem Dienst. Nichts komme ihm zufolge einem “globalen Bewusstsein” näher als Twitter. Die Plattform und die Idee dahinter seien alles, was für ihn wichtig sei. Daher wolle der 45-Jährige auch alles tun, um diese zu beschützen. “Twitter als Unternehmen war immer mein einziges Problem und mein größtes Bedauern”, schreibt Dorsey weiter. Es wurde demnach von der Wall Street und einem Werbemodell beherrscht. Es der Wall Street zu entreißen, wie es der Plan von Musk ist, sei “der korrekte erste Schritt”.

Niemand sollte Twitter besitzen
Im Prinzip glaube Dorsey, dass niemand Twitter besitzen oder darüber bestimmen sollte. Das Problem, dass hinter der Plattform ein Unternehmen stecke, könne aber seiner Ansicht nach nur Musk lösen. “Dies ist der richtige Weg”, schreibt der Mitgründer weiter. Und das glaube er von ganzem Herzen.

Im November war Dorsey als Twitter-Chef zurückgetreten. Musk wiederum ist seit Jahren selbst aktiver Nutzer und besitzt auf dem Kurznachrichtendienst derzeit mehr als 85 Millionen Follower. In einem Statement erklärt der Unternehmer, dass eine freie Meinungsäußerung “die Grundlage einer funktionierenden Demokratie” sei und Twitter ein zentraler Platz, an dem Dinge diskutiert würden, die “entscheidend für die Zukunft der Menschheit” seien.

Das erste große Update ist da: Neue Funktionen für Windows 11

Das erste Windows 11 Update seit dem Rollout ist da: Wir stellen die Neuerungen und Änderungen am Microsoft-Betriebssystem vor.

Bereits im Oktober 2021 wurde Windows 11 veröffentlicht und als neue Standard-Version des Betriebssystems vermarktet. Nun beginnt Microsoft mit dem Rollout des ersten wirklich umfassenden Updates – nachdem dieser Schritt bereits im Januar 2022 angekündigt wurde. Unter den Neuerungen finden sich Taskleisten-Optimierungen, Notepad-Anwendungen und ein neuer Windows-Media-Player. US-Nutzer können außerdem den neuen Amazon AppStore kennenlernen.

Eine neue Erfahrung soll es mit dem Update unter Windows 11 nun geben, so verspricht es Microsoft-Chef Paney in einem Blog-Artikel. Dabei soll es sich beim nach und nach ausgelieferten Update jedoch nicht um das erste echte “Funktionsupdate” handeln, vielmehr soll das Betriebssystem nun eine Frischkur erhalten – und dem Benutzer eine “new experience” unter Windows 11 bieten. Das angekündigte Funktionsupdate “22H2” wird nach wie vor für den Herbst erwartet – die Spannung unter den Usern steigt.

Neue Funktionen für Windows 11: Diese Features kommen dazu
App-Unterstützung für Android (zunächst nur US-Markt)

Wer als US-User auf Windows 11 setzt, darf sich nun auf eine Preview des neuen Amazo AppStores freuen. Dieser wird über den Microsoft Store erhältlich sein und bietet die Möglichkeit, auf dem Windows-PC eine breite Palette von Android-Apps zu installieren und zu nutzen. Nachdem Windows-Insider die Funktion in den USA bereits testen durften, stehen nun über 1000 Apps zur Auswahl. Beliebte Apps wie Audible, Lords Mobile oder das beliebte Spiel Subway Surfers gehören dazu.

Die technische Umsetzung liegt dabei in der Intel Bridge Technologie. Nutzer sollen dabei dieselbe User-Experience haben, wie bei der konventionellen Nutzung einer Windows-App. Technisch wird dabei auf dem Windows-PC eine virtuelle Arbeitsumgebung erschaffen, über welche die Apps dann nutzbar sind. Dabei ist es egal, ob es sich bei der jeweiligen Windows-Version um eine Home- oder Professional-Lizenz handelt. Unklar ist noch, wann User außerhalb der USA auf die neue Funktion zurückgreifen können.

Neue Taskleiste

Auch die gute, alte Taskleiste bekommt ein paar neue Funktionen. So soll direkt über dem Teams-Icon die Möglichkeit hinzugefügt werden, die Stummschaltung aufzuheben bzw. zu aktivieren – ein kleines Icon in Form eines Mikrofons zeigt die Funktion an. Zudem wird die Fensterfreigabe in Teams-Gesprächen deutlich vereinfacht. Während eines Gesprächs wird es nun möglich sein, den Fensterinhalt per Vorschauanzeige in Teams freizugeben. Dazu muss nur während des Gesprächs mit dem Mauszeiger über das Icon einer geöffneten Anwendung gefahren werden, schon erscheint die neue Möglichkeit.

Auch neu: Wetterinformationen, wie wir sie von Windows 10 bereits gewohnt sind, erscheinen wieder in de Taskleiste. Dieses Mal jedoch nicht auf der rechten Bildschirmseite, sondern links auf der Taskleiste. Ein Klick auf das Icon triggert die Widget-Leiste samt Einstellungsoptionen.

Gute Neuigkeiten auch für alle, die an ihrem Windows-PC mehrere Monitore verwenden: Ab dem neuen Update wird ein vielfach eingefordertes Feature aktiviert. Microsoft-Chef Paney erläutert, man habe das Feedback gehört und könne nun endlich Uhrzeit und Datum auf den zusätzlichen Bildschirm bringen.

App-Unterstützung für Android (zunächst nur US-Markt)

Wer als US-User auf Windows 11 setzt, darf sich nun auf eine Preview des neuen Amazo AppStores freuen. Dieser wird über den Microsoft Store erhältlich sein und bietet die Möglichkeit, auf dem Windows-PC eine breite Palette von Android-Apps zu installieren und zu nutzen. Nachdem Windows-Insider die Funktion in den USA bereits testen durften, stehen nun über 1000 Apps zur Auswahl. Beliebte Apps wie Audible, Lords Mobile oder das beliebte Spiel Subway Surfers gehören dazu.

Die technische Umsetzung liegt dabei in der Intel Bridge Technologie. Nutzer sollen dabei dieselbe User-Experience haben, wie bei der konventionellen Nutzung einer Windows-App. Technisch wird dabei auf dem Windows-PC eine virtuelle Arbeitsumgebung erschaffen, über welche die Apps dann nutzbar sind. Dabei ist es egal, ob es sich bei der jeweiligen Windows-Version um eine Home- oder Professional-Lizenz handelt. Unklar ist noch, wann User außerhalb der USA auf die neue Funktion zurückgreifen können.

Neue Taskleiste

Auch die gute, alte Taskleiste bekommt ein paar neue Funktionen. So soll direkt über dem Teams-Icon die Möglichkeit hinzugefügt werden, die Stummschaltung aufzuheben bzw. zu aktivieren – ein kleines Icon in Form eines Mikrofons zeigt die Funktion an. Zudem wird die Fensterfreigabe in Teams-Gesprächen deutlich vereinfacht. Während eines Gesprächs wird es nun möglich sein, den Fensterinhalt per Vorschauanzeige in Teams freizugeben. Dazu muss nur während des Gesprächs mit dem Mauszeiger über das Icon einer geöffneten Anwendung gefahren werden, schon erscheint die neue Möglichkeit.

Auch neu: Wetterinformationen, wie wir sie von Windows 10 bereits gewohnt sind, erscheinen wieder in de Taskleiste. Dieses Mal jedoch nicht auf der rechten Bildschirmseite, sondern links auf der Taskleiste. Ein Klick auf das Icon triggert die Widget-Leiste samt Einstellungsoptionen.

Gute Neuigkeiten auch für alle, die an ihrem Windows-PC mehrere Monitore verwenden: Ab dem neuen Update wird ein vielfach eingefordertes Feature aktiviert. Microsoft-Chef Paney erläutert, man habe das Feedback gehört und könne nun endlich Uhrzeit und Datum auf den zusätzlichen Bildschirm bringen.

Neue Microsoft-Apps: Notepad und Windows Media Player

Zwei echte Klassiker unter den Microsoft-Apps erhalten mit dem Update nun eine komplett überarbeitete Fassung: Der Windows Media Player und das Notepad erstrahlen im neuen Glanz.

Zumindest der Media-Player hatte das Update dabei ganz besonders nötig: Nach der Beendigung des Groove Music Dienstes im Jahr 2017 wurde der Player weitestgehend unverändert beibehalten. In der neuen Windows-11-Version wird das Urgestein nun komplett ersetzt und mit den Standardfunktionen gefüttert: Das Abspielen von Musik- und Videodateien aus der eigenen Bibliothek. Es bleibt abzuwarten, ob neben diesen grundlegenden Funktionen weitere Möglichkeiten hinzukommen werden.

Das Notepad erhält ein völlig neues Design. Auch die Möglichkeit, einen Dark-Modus zu aktivieren haben die Entwickler in das Update gelegt. Dabei übernimmt die App die Systemeinstellungen und wechselt automatisch in den dunklen Modus, wenn Windows 11 ebenfalls im dunklen Modus läuft. Weitere Neuerungen umfassen Emojis, die Texten nun direkt hinzugefügt werden können sowie eine Multi-Undo-Funktion. Ob noch weitere Neuerungen geplant sind, ist bislang nicht bekannt.

Android verliert, iOS gewinnt

Seit vier Jahren erodieren die Marktanteile von Android langsam. Apple konnte in der Mittelklasse aufholen.

Das Betriebssystem von Google kommt aktuell auf 69,74 Prozent, iOS auf 25,49 Prozent, dies berichtet “Stockapps.com”. Der Rest entfällt auf “exotische” Betriebssysteme wie die eigenen von Samsung. Seit mehreren Jahren verliert Android jedoch langsam aber sicher Marktanteile. Noch im Juli 2018 war Android auf 77,32 Prozent aller Smartphones installiert, iOS auf 19,4 Prozent aller Smartphones. Android hat also in den vergangenen vier Jahren knapp sieben Prozentpunkte verloren, Apples Betriebssystem dagegen sechs Prozent dazu gewonnen.

Diese Entwicklung hat sich schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet. 2021 etwa wechselten viele Android-Nutzer zum iPhone 12. Grund war wohl die Einführung des 5G-Modems und das neue Design, das dem ursprünglichen iPhone 4 recht ähnlich war. Auch die zweite Generation des iPhone SE aus dem Jahr 2020 hat dazu beigetragen, dass nicht nur viele Besitzer alter iPhone-Modelle, sondern auch viele die Android-Nutzer wechselten.

Alles in allem zeigen die aktuellen Zahlen von Stockapps eine nachvollziehbare Entwicklung – auch wenn “Stockapps.com” als News-Seite hauptsächlich über Finanz-Apps schreibt und – im Gegensatz zum Beispiel App Annie – auf keine anderen Daten zugreifen kann.

Die Zahlen lassen sich jedoch bei Anbieter Statcounter verifizieren: Demnach kommt Android im März 2022 auf einen Marktanteil von 71,7 Prozent, iOS auf 27,57 Prozent. Andere Betriebssysteme erreichen knapp unter einem Prozent.

Im Jahr 2018 sah das noch anders aus: Android stand im Juni 2018 bei 76,99 Prozent, iOS bei 18,91 Prozent. Die Tendenz beider Quellen ist also ähnlich. Die Daten von Statcounter sind jedoch belastbarer: Die Firma bietet eine Art Website-Analytics und zieht für ihre Statistiken nach eigenen Angaben die Zugriffszahlen von zwei Millionen Webseiten heran.

Tag der Erde: So erkennt man nachhaltige Smartphones

Smartphone-Nutzern in Deutschland ist Nachhaltigkeit wichtig, sie wünschen sich Telefone ohne Konflikt-Rohstoffe aus Krisengebieten. So finden sie nachhaltige Handys.
Die Lieferketten unserer Elektronik sind problematisch, das gilt auch für Smartphones. Kobalt, Gold und seltene Erden: Häufig stammen die in Smartphones verbauten Rohstoffe aus Konfliktregionen, in denen Minenarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen. Anschließend wird in China alles zusammengebaut, auch hier sind die Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiter nicht immer transparent. Laut einer Bitkom-Studie wünschen sich deutsche Konsumenten mehr Nachhaltigkeit, doch das Angebot ist überschaubar. Diese Tipps helfen bei der Suche nach grünerer Telefonie.

Nur ein Hersteller erfüllt regelmäßig strengste Auflagen
Wie bei Nahrungsmitteln oder Kleidung gibt es bei Elektronikgeräten Labels, die die Nachhaltigkeit der Technik zertifizieren sollen. Auf die strengsten Regeln blickt das 1992 ins Leben gerufene Label “TCO certified”, das seinen Ursprung in Schweden hat. Dessen Bedingungen sind vergleichsweise restriktiv: Eine Wochenarbeitszeit von 60 Stunden pro Mitarbeiter darf nicht überschritten werden, Kinderarbeit ist verboten, der Einsatz gefährlicher Chemikalien reglementiert und Schutzkleidung vorgeschrieben. TCO stellt auf seiner Webseite eine Liste mit Geräten zur Verfügung, die den Kriterien aktuell entsprechen.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur zwei Hersteller können im April 2022 dem TCO-Label Genüge tun. Fairphone, das schon seit 2013 mit dem Anspruch auf dem Markt ist, eine grüne Alternative anzubieten – und das GT2 und GT2 Pro des chinesischen Unternehmens realme. Dieses ist eine Tochter des chinesischen Handy-Unternehmens Oppo, das seinerseits eine Tochter des Mega-Elektronikkonzerns BBK Electronics ist. Das Siegel des Bundes, der “Blaue Engel”, weist auf seiner Webseite unter aktuellen Geräten einzig das im September vorgestellte Fairphone 4 als zertifiziert aus.

Es ist meins, ich will es reparieren
Damit Smartphones nicht zur reinen Wegwerf-Ware verkommen und die Lebensdauer der Geräte steigen, sind Schäden im Idealfall reparabel. Um als Verbraucher einschätzen zu können, ob das gegeben ist, stellt die Organisation “iFixit” einen Reparierbarkeitsindex zur Verfügung. In Frankreich ist ein solcher Index seit Anfang 2021 sogar gesetzlich verankert.

Auf der “iFixit”-Skala von eins bis zehn erhält nur das Fairphone 2 und Fairphone 3 die volle Punktzahl, das iPhone 13 Pro schneidet mit sechs Punkten mittelmäßig ab. Hauptkritikpunkt: Die schadensanfällige Glashülle des Geräts. Allumfassend ist die Liste jedoch nicht, 2021 hat “iFixit” nur drei neue Geräte bewertet, dieses Jahr noch gar keines. Auch beim “Blauen Engel” fällt das Kriterium der Reparierbarkeit ins Gewicht, außerdem muss der Akku austauschbar sein.

Macht Schnellladen den Handy-Akku kaputt?

Mehr Power, mehr Wärme: Für Handy-Akkus ist Schnellladen durchaus eine Herausforderung. Doch es gibt Lösungen.

Die Schnellladefunktion ist zweifellos eines der beliebtesten Trend-Features moderner Smartphones. Verständlich, denn tagsüber ist es mehr als praktisch, wenn man zum Vollladen keine Ewigkeit warten muss. Das Ganze geht inzwischen so weit, dass unter Herstellern ein regelrechter Wettstreit vorherrscht, wer die beste und stärkste Ladetechnologie liefern kann. Den aktuellen Rekord hält Xiaomi mit einer unfassbaren Ladeleistung von 120 Watt – damit laden Sie Ihr Handy in unter 20 Minuten komplett auf.

Was eigentlich sehr verlockend klingt, macht vielen Smartphone-Nutzern zunehmend Sorgen. Denn kann das für den Handy-Akku überhaupt noch gesund sein? Eine berechtigte Frage, der wir uns in diesem Beitrag widmen. Lesen Sie, was Schnellladen bei Ihrem Handy verursacht und ob es den Akku tatsächlich ruinieren kann oder nicht.

Das passiert beim Ladevorgang
Alle modernen Smartphones benutzen entweder Lithiumionen-Batterien oder Lithium-Polymer-Batterien (kurz: LiPo-Akkus). Die Zellchemie ist aber bei beiden die gleiche: Es gibt eine negative Elektrode (Kathode), eine positive Elektrode (Anode) und Elektrolyte. Die Energie, mit der ein Handy betrieben wird, entsteht, wenn die negativen Lithium-Ionen durch die Elektrolyte zur positiven Seite fließen. Ist der Akku leer, hört dieser Fluss auf. Beim Ladeprozess werden die Lithium-Ionen wieder zurück auf die negative Seite bewegt, damit der Zyklus von vorn beginnen kann.

Der Ladevorgang verläuft dabei nicht ausschließlich linear, weil Akkus wie eine Art Schwamm funktionieren: Sie absorbieren die meiste Energie, wenn sie leer sind, und nehmen weniger auf, wenn sie fast voll sind. Je näher also die Sättigung, desto ineffizienter die Ladung und desto flacher die Ladekurve. Die Ladespannung beginnt hingegen bei der maximalen Leistung und fällt dann relativ schnell ab.

Problem: Handy-Akkus bauen ab
Ob Schnellladen oder nicht: Alle Akkus nutzen sich über die Zeit ab. Das liegt daran, dass beim Fluss der Lithium-Ionen immer etwas Wärme abgegeben wird, auf die die chemischen Prozesse sehr empfindlich reagieren. Aus diesem Grund sollten Sie Ihr Handy auch nicht anstecken, wenn der Akku noch relativ voll ist, weil bei ineffizienter Ladung umso mehr Wärme frei wird.

Hinweis: Auf iPhones lässt sich dieser natürliche Verschleiß sogar einsehen. Unter Einstellungen > Batterie > Batteriezustand finden Sie dazu eine prozentuale Angabe der maximalen Akkukapazität, die noch zur Verfügung steht.

Hitze ist demnach der Hauptgrund, warum Akkus abbauen. Dieses Problem sehen viele Nutzer beim Thema “Schnellladefunktion”, denn je mehr Spannung in den Akku fließt, desto mehr Wärmeüberschuss wird erzeugt. Bei akuter Überhitzung kann es sogar passieren, dass die Elektrolyte auskristallisieren und der Ionen-Strom zwischen den Elektroden komplett versagt. Aber – und das ist der springende Punkt – Hersteller wissen das natürlich. Darum gibt es auch eine Reihe wichtiger Vorkehrungen, die verhindern sollen, dass beim Schnellladen mehr Wärme als normal generiert wird.

Schnellladen erfordert neue Technologien
In den letzten Jahren wurden verschiedenste Schnellladestandards entwickelt, um die Übertragungsleistung der Netzteile zu erhöhen. Weit verbreitet ist zum Beispiel das Protokoll Quick Charge von Qualcomm, das ein Aufladen mit rund 30 Watt ermöglicht, genauso wie die Warp Charge 30-Technologie von OnePlus (aktuell schafft es Warp Charge auf 65 Watt). Ein anderer Standard ist beispielsweise VOOC Flash Charge von Oppo, das auch die Warp-Charge-Technik bei OnePlus ablöst, seitdem die beiden Unternehmen zu einem Konzern gehören. So kommt das neue OnePlus 10 Pro (im Test) aktuell mit der VOOC-Technik, die ganze 85 Watt möglich macht. Weitere Standards sind etwa USB-Power-Delivery, Adaptive Charge (Samsung) oder TurboPower (Motorola).

Zum Schutz der Handy-Akkus gibt es nun mehrere Wege und Möglichkeiten. Zu den gängigsten Lösungen zählen:

Netzteil mit integrierter Energieverwaltung

Paralleles Laden

Zusätzliche Kühlhardware

Viele Smartphones mit Schnellladefunktion werden mit Netzteilen ausgeliefert, die über integrierte Schaltkreise verfügen. Diese sorgen dafür, dass die Wärmeenergie entweichen kann, bevor sie in die Nähe des Telefons kommt. Nachteil dieser Lösung ist, dass die Adapter oft größer als gewöhnlich sind.

Eine andere Möglichkeit ist das parallele Aufladen. Die Idee ist simpel: Statt den kompletten Strom in eine einzelne Akkuzelle zu schicken, wird diese in zwei parallele Zellen aufgeteilt, die dann jeweils die Hälfte der Spannung abbekommen. Diese Lösung wird zum Beispiel bei der neuen HyperCharge-Technologie von Xiaomi angewendet. Die Kehrseite dieser Ladetechnologie ist eine etwas geringere Gesamtkapazität, schlicht deshalb, weil das Volumen zweier Akkuzellen samt Gehäuse und Hardware mehr Platz beansprucht.

Kühlhardware ist grundsätzlich immer eine Lösung, um Wärmeentwicklungen zu regulieren. Je besser das Kühlsystem, desto mehr Strom kann ins Gerät fließen, ohne dieses zu überhitzen. Möglichkeiten gibt es reichlich: Hitzeschilde, Dampfkammern, selbst ganze Lüfter (speziell bei Gaming-Smartphones) werden genutzt, um die Akkus vor zu hohen Temperaturen zu schützen.

Womit wir also zurück zur Ausgangsfrage kommen: Ruiniert Schnellladen die Handy-Akkus oder nicht? Funktionieren die aufgeführten Lösungen? Wie schnell muss ein Akku abbauen, um als „ruiniert“ zu gelten? Für Letzteres gibt es sogar offizielle Industriestandards: Xiaomi garantiert bei seinem 11T Pro (mit 120 Watt Schnellladung), dass nach 800 vollständigen Ladezyklen noch 80 Prozent der ursprünglichen Akkukapazität vorhanden sind. Apple verspricht eine Kapazität von 80 Prozent nach immerhin 500 Ladezyklen. Und dann wäre da noch Oppo. Anfang Februar stellte der chinesische Hersteller zwei neue Schnellladestandards vor, die alle bisherigen Grenzen sprengen: die 150-W-SuperVOOC-und die 240W-SuperVOOC-Technologie. Erstere soll beim neuen Flaggschiff Find X5 Pro+ zum Einsatz kommen – mit 80 Prozent Akkukapazität nach sage und schreibe 1600 Ladezyklen.

Unser Fazit: Ruiniert Schnellladen den Handy-Akku oder nicht?
Ohne Langzeitstudien lässt sich das zwar nicht final beantworten, aber bisher weist alles darauf hin, dass Schnellladen den normalen Verschleiß eines Akkus nicht beschleunigt. Fakt ist aber auch, dass Schnellladen durch die höheren Wattzahlen mehr Wärme erzeugt, vor der das Telefon geschützt werden muss. Dazu bedienen sich die Hersteller verschiedener Maßnahmen, die darauf abzielen, das Energiemanagement zu verbessern – sei es durch optimierte Netzteile, paralleles Laden oder smarte Hardware und Sensoren zur Regulierung von Temperaturschwankungen.

Den größten Einfluss auf die Akkulebensdauer haben tatsächlich die Nutzer selbst. Hier sind die wichtigsten Kurztipps, wie Sie Ihren Handy-Akku länger fit halten:

Laden Sie, wenn möglich, immer mit Kabel, auch wenn Ihr Telefon induktives Laden anbietet.

Vermeiden Sie Komplettentladungen. Der optimale Akkustand liegt im Bereich 20 bis 80 Prozent.

Laden Sie Ihren Akku nicht auf, wenn er noch relativ voll ist (über 60 Prozent).

Meiden Sie extreme Temperaturschwankungen, egal ob Hitze oder Kälte.

Nutzen Sie immer das vom Hersteller mitgelieferte Ladezubehör (Netzteil, Ladekabel).

Laden Sie Ihr Handy nicht, wenn leistungsintensive Apps oder Spiele laufen.

Lassen Sie Ihr Handy nicht länger als nötig angesteckt, wenn der Akku voll aufgeladen ist.

Apple bringt verbesserten Kartendienst nach Deutschland

Der erneurte Kartendienst des iPhone-Konzerns gibt es nun auch hierzulande. Doch zunächst ist der Dienst nur in einer deutschen Großstadt verfügbar.
Apple führt fast ein Jahr nach der Ankündigung seinen verbesserten Kartendienst auch in Deutschland ein. Zu den Neuerungen gehören mehr Details bis hin zu einzelnen Bäumen und Ampeln.

Die Fotos von Straßenzügen im Dienst “Umsehen” – Apples Antwort auf Googles Street View – werden zunächst nur für München verfügbar sein, wie der iPhone-Konzern zum Start mitteilte.

Digitale Karten haben sich zur Basis für viele Anwendungen entwickelt, von einem Sprungbrett für die Suche nach Geschäften und Lokalen in der Nähe bis hin zur Navigation im Auto. Apple hatte vor gut einem Jahrzehnt die strategische Entscheidung getroffen, einen eigenen Kartendienst statt der zunächst im iPhone verwendeten Google-Karten aufzubauen. Nach Startschwierigkeiten investiert der Konzern kräftig in den Dienst und schickte unter anderem Kamera-Autos auch in deutsche Städte.

Diese Bilder werden nicht nur für die “Umsehen”-Funktion genutzt, sondern auch für die Verbesserung der Karten bis hin zur Anzeige von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Details wie Zebrastreifen. Eine weitere Neuerung sind konkretere Navigations-Anweisungen wie etwa “rechts nach der nächsten Ampel” statt “rechts nach 50 Metern”. In Einkaufszentren soll die App nun auch nicht nur bis zum Parkhaus, sondern danach auch bis zum gewünschten Laden leiten. In mehreren deutschen Städten kann die Karten-App künftig auf die iPhone-Kamera zugreifen, um zur besseren Orientierung Richtungspfeile in das Straßenbild auf dem Display einzublenden.

Apple hatte die neue Version des Kartendienstes Anfang Juni vergangenen Jahres auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt. Sie war bisher in acht Ländern verfügbar, darunter die USA, Großbritannien, Spanien, Italien und Portugal.

Funklöcher bleiben ein Ärgernis

Glaubt man den Mitteilungen der Netzbetreiber, nimmt der Ausbau des deutschen Mobilfunk-Netzes Fahrt auf. Also alles gut? Eine Umfrage von Verivox zeigt das Gegenteil.
Obwohl Deutschlands Mobilfunk-Firmen regelmäßig Fortschritte beim Netzausbau verkünden, bleiben Funklöcher aus Sicht der Handynutzer ein gravierendes Problem.

Wie eine Umfrage des Vergleichsportals Verivox ergab, haben 53 Prozent der Bürgerinnen und Bürger oft oder sehr oft Netzausfälle oder abgebrochene Verbindungen. Bei Pendlern liegt der Wert sogar bei 62 Prozent. Vor allem in der Bahn und auf Autobahnen ärgern sich viele Menschen über schlechte Verbindungen. Die repräsentative Umfrage wurde im März durchgeführt, 1011 Menschen ab 18 Jahren nahmen den Angaben zufolge teil.

“Verkehrswege sind die Achillesferse des deutschen Mobilfunknetzes”, sagt Jens-Uwe Theumer von Verivox. “Auch im Jahr 2022 weisen immer noch viele Streckenkilometer entlang des Schienen- und Straßennetzes Funklöcher auf, gerade in dünn besiedelten Landstrichen.” Äußere Faktoren wie Tunnel oder funkundurchlässige Fenster in Zügen verstärkten die Netzprobleme. Theumer merkt an, dass es auch im Jahr 2022 noch immer keine Selbstverständlichkeit sei, auf Reisen unterbrechungsfrei mit dem Smartphone zu telefonieren und zu surfen.

Ende dieses Jahres läuft eine Frist für die Netzbetreiber ab: An allen Autobahnen, an den wichtigsten Bundesstraßen und an gut frequentierten Schienenwegen muss überall ein Download von 100 Mbit pro Sekunde möglich sein. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Wo Mobilfunkfirmen partout kein Grundstück für einen Funkmasten bekommen oder diesen nicht errichten dürfen – etwa weil der Standort in einem Naturschutzgebiet liegt – wird es auch künftig Funklöcher geben dürfen.

Laut einem Papier der Bundesnetzagentur mit Daten von Januar haben beim Netzausbau entlang der Verkehrswege noch alle drei inländischen Netzbetreiber – also die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) – noch Hausaufgaben zu machen: An Autobahnen liegt die erreichte Abdeckungsspanne bei 93 bis 99 Prozent, an den wichtigsten Bundesstraßen bei nur 90 bis 96 Prozent der Strecke und bei den Schienenwegen bei 92 bis 97 Prozent. Die Spanne bezieht sich auf die Abdeckungsangaben des schlechtesten und des besten Netzbetreibers – wer dies ist bei den unterschiedlichen Segmenten ist, ist aus dem Papier der Bundesnetzagentur nicht erkennbar.