Test Microsoft Surface Laptop Go: Ein überteuertes Netbook

Ähnlich zum Surface Go Tablet, der kleineren, vereinfachten Version des normalen Surface Pro Tablets, ist das Surface Laptop Go die kleinere, vereinfachte Version des normalen Surface Laptop 3. Der Startpreis liegt bei rund 600 Euro für eine Konfiguration mit 65 GB Speicherplatz und einem 4-GB-RAM-Modul. Andere Konfigurationen mit der zweifachen RAM- und Speicherkapazität sind um bis zu 1.000 Euro zu haben. Alle Modelle sind aktuell mit dem Core i5-1035G1 und dem gleichen 3:2-1.536-x-1.024-Pixel-Touchscreen ausgestattet. 

Das Surface Laptop Go ist mit seiner einzigartigen Kombination aus 3:2-Seitenverhältnis und 12,4-Zoll-Display wirklich eine Klasse für sich. Nichtsdestotrotz kommt man kaum um einen Vergleich mit teureren 13-Zoll-Subnotebooks wie dem Huawei MateBook X Pro, dem Dell XPS 13, dem MacBook Pro 13, dem Asus ZenBook S UX393 oder Microsofts eigenem Surface Laptop 3 13 herum.

Gehäuse

Das Design des Surface Laptop passt gut zum 12,4-Zoll-Formfaktor. Das Metallgehäuse fühlt sich ebenso hochwertig an wie auf den 13- bzw. 15-Zoll-Modellen. Leider bedeutet diese Ähnlichkeit auch, dass unser Testgerät die gleichen Schwächen hat wie der große Bruder. Das sind etwa das nur durchschnittliche Scharnier und die Bodenplatte, die eine Wartung erschwert.

Ein großer Unterschied zwischen dem 12,4-Zoll-Modell und den größeren Versionen ist die leicht gummierte Basiseinheit. Dadurch fühlt sich die Oberfläche etwas anders an. Diese Änderung beeinflusst die Stabilität des Gehäuses nicht. Das Surface Laptop Go ist wahrscheinlich das luxuriöseste, qualitativste Gerät, das um 600 Euro zu haben ist.

Größe und Gewicht sind die deutlichsten Vorteile des Surface Laptop Go. Wahrscheinlich könnte diese Serie in Zukunft noch kleiner werden, da die Bildschirmränder aktuell etwas dicker sind als bei den meisten anderen Subnotebooks inklusive XPS 13 und Spectre 13.

Ausstattung

Wieder ist die Anschlussausstattung begrenzt. Zum Glück unterstützt das Gerät DisplayPort-über-USB-C, um den fehlenden HDMI-Anschluss auszumerzen.

Kommunikation

Das Intel-AX201-Modul ist standardmäßig mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 ausgestattet. Unser Testgerät verlor manchmal ohne ersichtlichen Grund die Verbindung mit unserem Netgear-RAX200-Router. Ein Neustart konnte das Problem aber scheinbar lösen.

Wartung

Blöderweise sind die Schrauben, die die Bodenplatte fixieren, von Gummifüßchen abgedeckt. Sollten Sie etwas so einfaches wie eine Speichererweiterung durchführen wollen, werden Sie dafür ein höheres Risiko in Kauf nehmen (Beschädigung des Geräts / Erlöschen der Garantie) als bei wartungsfreundlichen Subnotebooks wie dem XPS 13 oder dem ZenBook S.

Zubehör und Garantie

Abgesehen von einem Surface-Connect-Netzgerät wird das Gerät nur mit etwas Papierkram geliefert. Es gilt die standardmäßige Garantie von einem Jahr.

Eingabegeräte

Tastatur

Das Feedback der Tasten fühlt sich gleich an wie auf dem Surface Laptop 3 15, wenngleich einige Tasten am Rand jetzt kürzer sind, um in den kleineren Formfaktor zu passen. Das Gerät integriert einen Fingerabdruckleser in den Ein-/Ausschaltknopf, verliert aber die Möglichkeit zur Hintergrundbeleuchtung. Die F1-Taste fungiert jetzt als Such-Taste, während die gleiche Taste beim Surface Laptop 3 die Tastaturhintergrundbeleuchtung aktiviert hätte.

Touchpad

Die Oberfläche des Clickpads ist kleiner als beim Surface Laptop 3 15 (10 x 6,7 cm statt 11,5 x 7,6 cm). Das Gleiten ist allerdings auf dem Surface Laptop Go einfacher, da die Finger weniger stark auf der Oberfläche kleben bleiben. Die integrierten Maustasten bieten einen kurzen Hub mit akzeptablem Feedback und relativ leisem Click-Geräusch. Das Feedback scheint etwas fester und zufriedenstellender zu sein als beim Clickpad des XPS 13. 

Display

Das Display des Surface Laptop Go kommt von LG Philips, während die größeren 13- und 15-Zoll-Modelle des Surface Laptop 3 mit Panelen von Sharp ausgestattet sind. Der Kontrast, die Farben und die Schärfe unterscheiden sich zum Glück nicht weiter von den hervorragenden Panelen der größeren Modelle. Ein Aspekt ist auf dem Surface Laptop Go sogar besser: Die Reaktionszeiten sind kürzer, was zu weniger Ghosting führt. 

Der Farbraum deckt 60 Prozent des AdobeRGB- und fast den gesamten sRGB-Farbraum ab und ist somit für Hobby-Grafiker und -Videobearbeiter geeignet. Teurere Alternativen wie das MacBook Pro 13 oder das Asus ZenBook S bieten noch tiefere und genauere Farben.

Das Panel hat eine sehr gute Kalibrierung mit einem durchschnittlichen Graustufen-DeltaE-Wert von 1,2 bzw. einem Farbwert von 1,41. Nutzer müssen das Display also nicht nochmals kalibrieren. 

Das Display ist nicht nur dunkler als das des 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3, es ist auch dunkler als die meisten Mittelklasse- bzw. Oberklasse-Subnotebooks wie dem ZenBook S, dem MacBook Pro 13, dem XPS 13 und dem MateBook X Pro. Auch im Schatten blendet das Display ein wenig.

Leistung

Im Gegensatz zu den meisten anderen Laptops unterscheiden sich die Konfigurationen des Surface Laptop Go durch die RAM- und Speichergröße, während der Prozessor (Core i5), die GPU (UHD Graphics G1) und die Displayauflösung gleich bleiben. Die preiswerteste Konfiguration bietet nur 4 GB RAM und 64 GB Speicherplatz, was eher nach einem preiswerten Tablet klingt. Das RAM-Modul ist bei allen Konfigurationen angelötet, weshalb wir mindestens 8 GB RAM empfehlen würden.

Prozessor

Die Multi-Thread-Leistung ist um etwa 15 Prozent langsamer als bei einem durchschnittlichen mit dem gleichen Core i5-1035G1 ausgestatteten Laptop. Dafür ist, wie man aus der CineBench-R15-xT-Schleife gut erkennen kann, der schwache Turbo verantwortlich. Hier fällt das ursprüngliche Ergebnis von 527 Punkten bereits in der zweiten Runde um fast 11 Prozent zurück. Das noch billigere AMD Ryzen 3 4300U kann die Leistung des Core i5-1035G1 in unserem Testgerät schlagen bzw. damit mithalten. Insgesamt ist die Leistung im Vergleich zu Core-i7-Prozessoren wie dem Core i7-10510U oder dem älteren Core i7-8565U dennoch recht gut. 

Systemleistung

Die PCMark-Ergebnisse sind durchgehend langsamer als der Durchschnitt der mit dem Core i5-1035G1 ausgestatteten Geräte in unserer Datenbank. Wir vermuten, dass die geringen PCMark-Ergebnisse sowohl auf die unterdurchschnittliche CPU als auch auf die langsame NVMe-SSD zurückzuführen sind.

DPC-Latenzen

Der LatencyMon zeigt minimale DPC-Latenzen beim Öffnen mehrerer Browsertabs. Der 4KUHD-Videoplayback mit 60 FPS auf YouTube verläuft gleichmäßig. Im einminütigen Test wurde nur ein Frame ausgelassen.

Massenspeicher

Das Surface Laptop Go nutzt die gleiche SK-Hynix-256-GB-NVMe-SSD wie das 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3. Die sequenziellen Leseraten sind zwar gut, dafür sind die Schreibraten für diese Kategorie mit nur rund 500 MB/s langsam. Zum Glück sollte dies in Verbindung mit der Core-i5-CPU und der schwachen integrierten GPU zu keinem Engpass führen. Weitere Benchmark-Vergleiche finden Sie in unserer SSD/HDD-Tabelle.

Denken Sie daran, dass die Konfigurationen mit 64 GB Speicherplatz angelötete SSDs haben. Nutzer werden daher eine Konfiguration mit mindestens 128 GB Speicherplatz kaufen müssen, um eine austauschbare M.2-SSD zu erhalten.

Grafikkarte

Die Grafikleistung ist enttäuschend. Der 3DMark-Test positioniert die UHD Graphics G1 auf der gleichen Höhe wie die bereits einige Jahre alte UHD Graphics 620. Wenn Sie das meiste aus Ice Lake herausholen möchten, sollten Sie Laptops mit Core i5-1035G7 oder Core i7-1065G7 (wie etwa das Surface Laptop 3 15) in Erwägung ziehen. Hier ist die Grafikleistung gleich um 80 bis 90 Prozent schneller. Das Surface Laptop Go bietet nur den Core i5-1035G1. 

Emissionen

Geräuschemissionen

Der interne Lüfter ist in den meisten üblichen Nutzungsszenarien, wie etwa beim Surfen oder Schreiben von E-Mails, leise. Das Gerät schafft es sogar, in den ersten 90 Sekunden der zweiten Benchmark-Szene von 3DMark 06 lautlos zu bleiben. Nichtsdestotrotz steigt bei steigender CPU-Nutzung auch das Lüftergeräusch mit bis es maximal 44 dB(A) erreicht, was etwas lauter ist als uns gefällt. 

Temperatur

Die Temperaturentwicklung ähnelt dem Muster des 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3, da beide Geräte an den gleichen Stellen Hotspots entwickeln. Die Bodenplatte wird unter ähnlich starker Belastung beim Surface Laptop Go mit über 50 °C sogar wärmer als beim 13,5-Zoll-Modell, wo nur 45 °C erreicht werden. Zusätzliche Lüftungsschlitze an der Unterseite hätten die Situation vermutlich verbessert. Microsoft wollte wohl einen “sauberen”, minimalistischen Look erreichen und hat sich deshalb gegen offensichtliche Schlitze entschieden. 

Stresstest

Läuft Prime95, steigert die CPU etwa 50 Sekunden lang ihre Taktrate auf 2,0 bis 2,4 GHz, bis eine Kerntemperatur von 87 °C erreicht wird. Der interne Lüfter schafft eine maximale Kerntemperatur von 85 °C. Nichtsdestotrotz fällt die Taktrate schnell auf 1,7 bis 1,8 GHz ab, um eine akzeptablere Kerntemperatur von 71 °C zu halten.

Der Akkubetrieb hat keinen Einfluss auf die Leistung. Ein Durchgang des 3DMark-11-Tests im Akkubetrieb ergibt Physics- und Graphics-Ergebnisse von 7.156 bzw. 2.411 Punkten, während im Netzbetrieb 5.453 bzw. 2.280 Punkte erreicht werden.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Die Energieaufnahme ist etwas geringer als beim 13,5-Zoll-Surface Laptop 3 unter Last und entspricht etwa der des Zenbook S UX393JA, obwohl dieser mit einem Core i7-1065G7 ausgestattet ist, der fast doppelt so viel Grafikleistung bietet wie unser Chip. Das Verhältnis der Leistung pro Watt ist daher nicht so gut wie erhofft. Wir konnten eine kurzfristige maximale Energieaufnahme von 51,6 W messen. Das inkludierte Netzgerät hat eine Nennleistung von 39 W und ist relativ klein (~8,5 x 9 x 2,2 cm). Allerdings ist das Surface Laptop Go auch mit den 65-W-Netzgeräten, mit der der 15-Zoll-Surface-Laptop-3 ausgestattet ist, kompatibel.

Akkulaufzeit

Die Akkukapazität ist mit 39 Wh kleiner als die des 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3 (45 Wh). Dennoch erreicht unser Testgerät im realistischen WLAN-Akkutest die gleiche Laufzeit von etwa 8 Stunden. 

Das vollständige Aufladen des leeren Akkus geht mit knapp einer Stunde mit dem inkludierten Netzgerät relativ schnell. Das Gerät unterstützt die Aufladung über USB-C.

Fazit

Das Surface Laptop Go ist aus dem Gleichgewicht geraten. Einerseits ist es mit seiner Core-i7-CPU der 10. Generation, dem 3:2-Touchscreen und dem Metallgehäuse eines der besten Geräte, das man um 600 Euro finden kann. Gleichzeitig ist es aufgrund des 4 GB großen angelöteten RAM, des 64 GB SSD-Speichers, der schwierigen Wartung, der langsamen Grafikleistung und der fehlenden Ports für heutige Standards auch grottenschlecht. Die simplen Features und lächerlichen technischen Spezifikationen erinnern eher an ein billiges Acer Netbook von vor 5 Jahren.

Wenn Sie kein Problem damit haben, mit einem 4-GB-RAM-Modul festzusitzen, ist ein Interesse an einer der preiswerteren Konfigurationen durchaus nachvollziehbar, da man dafür immerhin ein tolles Display und Gehäuse erhält. Ansonsten sollten sich Interessierte eher an andere Ultrabooks wie das XPS 13, das Spectre 13, das ZenBook 13 oder das Lenovo IdeaPad Slim 7 wenden, welche alle Konfigurationen unter der 1.000-Euro-Marke mit einer ähnlichen Ausstattung aber mit besseren Features und besserer Ausdauer anbieten. 

Oppo Reno4 Pro im Test: Schlankes 5G-Smartphone mit Kameraqualitäten

Egal ob im 200 Euro günstigen A52 oder im mit 500 Euro etwas teureren Find X2 Lite, Oppo liefert durchaus solide Smartphones mit einer guten Akkulaufzeit. Aber auch im höherpreisigen Segment ist der Hersteller, beispielsweise mit dem Find X2 Neo, unterwegs. Dort ist mit einem Preis von circa 780 Euro auch das Oppo Reno4 Pro angesiedelt, welches mit ähnlichen technischen Daten aufwartet und Nutzer mit seiner Kamera überzeugen möchte.

Gehäuse – Reno4 Pro mit eigens entwickelter Farbe

Oppo spendiert dem Reno4 Pro einen Rahmen aus Metall und eine Rückseite aus Glas mit matter Oberfläche. Die Verarbeitung ist hochwertig und neben den beiden Standardfarben “Galactic Blue” und “Space Black” bietet der Hersteller auch die nach eigener Aussage exklusive und mit Pantone entwickelte Farbe “Green Glitter” an. Das Display wir zudem von Corning Gorilla Glas 5 geschützt. Mit einem Gewicht von 172 Gramm ist es zudem vergleichsweise leicht und durch die schmalen Bildschirmränder fällt es genauso schlank aus wie andere moderne Smartphones.

Ausstattung – Kein Klinkenanschluss im Oppo-Smartphone

Nutzer müssen beim Reno4 Pro auf einen microSD-Slot und einen Klinkenanschluss verzichten. Dafür unterstützt das Telefon zwei NanoSIM-Karten, von denen nur die SIM 1 auch im 5G-Netz funken darf. VoLTE und VoWLAN werden ebenfalls unterstützt. Über den USB-Typ-C-Port können Daten mit USB-2.0-Standard übertragen werden. Außerdem bietet das Oppo-Smartphone DRM Widevine L1 und erlaubt den Zugriff auf die Camera2 API mit “Level 3”.

Software – Android 10 mit ColorOS

Auf dem Reno4 Pro läuft Android 10 mit Sicherheitspatches auf dem Stand vom 5. September 2020. Als Bedienoberfläche kommt das herstellereigene ColorOS 7.2 zum Einsatz, welches sich hauptsächlich durch eigene Symbole und eine veränderte Menüstruktur von einem puren Android unterscheidet. Bereits vorinstallierte Anwendungen, wie die Videosoftware Soloop oder WPS Office, lassen sich im Einstellungsmenü problemlos entfernen.

Kommunikation und GPS – 5G-Smartphone mit WiFi 5

Das Oppo Reno4 Pro kann Mobilfunkverbindungen in GSM-, 3G-, LTE- und 5G-Netzten herstellen. Hinzu kommen NFC, Bluetooth 5.1 sowie WiFi 5, welches mit unserem Referenzrouter Netgear Nighthawk AX12 mittlere Geschwindigkeiten bei der Übertragung von Daten erreicht. Beim Datenempfang reicht der ermittelte Wert nur für den letzten Platz in unserem Testfeld aus.

Mit der App “GPS-Test” kann das Oppo Reno4 Pro seinen Standort im Freien auf bis zu vier Meter genau bestimmen. Während unserer obligatorischen Fahrradtour zeichnet das 5G-Smartphone die zurückgelegte Strecke etwas ungenauer auf als unser Referenzgerät Garmin Edge 500.

Telefonfunktionen und Sprachqualität – Gesprächsteilnehmer gut zu verstehen

Die Telefonie-App bietet den direkten Zugriff auf gespeicherte Favoriten. Über einen Button lässt sich zudem die Zifferntastatur einblenden und zwei weitere Tabs erlauben den Blick auf die Anrufliste und gespeicherte Kontakte. Im Gespräch biete das Reno4 Pro eine sehr hohe Lautstärke und überträgt Sprache klar sowie deutlich.

Kameras – Guter optischer Zoom

Oppo stattet das Reno4 Pro mit einer Dreifachkamera auf der Rückseite aus. Diese ermöglicht detaillierte Aufnahmen mit kräftigen Farben und gut voneinander abgegrenzten Inhalten. Die für Weitwinkelaufnahmen zuständige Linse nimmt Farben ebenfalls kräftig auf, zeigt aber etwas unscharfe Objektränder und weniger Details auf homogenen Oberflächen. Auch das Zoomobjektiv bringt eine leichte Unschärfe mit sich, kann aber ebenfalls mit guten Farben aufwarten. Unter schlechten Lichtbedingungen ist unser Testmotiv nur noch schemenhaft zu erkennen. Über einen Pro-Modus können Nutzer die Bildqualität in den Punkten ISO-Wert, Verschlusszeit, Weißabgleich und Helligkeit beeinflussen.

Die Frontkamera ermöglicht grundsätzlich gute Aufnahmen. Feine Strukturen und Details werden aber weniger gut voneinander abgegrenzt als dies bei der Hauptkamera der Fall ist. Ein Porträtmodus erlaubt die Anwendung von Verschönerungseffekten und sorgt für einen weichgezeichneten Hintergrund. Der Pro-Modus ist allerdings der Hauptkamera vorbehalten. Videoaufnahmen gelingen mit einer ähnlichen Qualität, wie sie unsere Testaufnahmen zeigen. Als mögliche Auflösungen stehen hierbei 720p und 1080p mit jeweils 30 oder 60 fps sowie 4K mit 30 fps zur Verfügung.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Zubehör und Garantie – USB-Typ-C-Headset und Schutzhülle im Lieferumfang

Im Lieferumfang des Oppo Reno4 Pro befinden sich ein USB-Steckernetzteil mit passendem USB-Typ-C-Kabel, eine Schutzhülle aus Silikon, ein USB-Typ-C-Stereo-Headset sowie eine SIM-Needle. Der Hersteller bietet zudem allgemeines Zubehör, beispielsweise kabellose Headsets, auf der eigenen Webseite an.

Käufern gewährt Oppo einen Garantiezeitraum von 24 Monaten.

Eingabegeräte & Bedienung – Träger InScreen-Fingerprintsensor

Für die Eingabe von Texten setzt Oppo auf Googles GBoard. Der Touchscreen nimmt Eingaben dabei sehr präzise an und erlaubt auch ausgiebige Swipe-Bewegungen. Im Querformat wechselt die Tastatur in den nicht angedockten Modus.

Das Reno4 Pro besitzt außerdem einen InScreen-Fingerabdrucksensor, der in unserem Test aber eher unzuverlässig reagierte. Deutlich besser funktionierte die Gesichtserkennung, welche das Telefon zwar zuverlässig entsperrt, aber nicht direkt auf den Homescreen wechselt. Dadurch muss der Standby-Bildschirm vorher erst per Hand nach oben gewischt werden.

Display – Flüssiges Bild mit 90 Hz

Der Bildschirm des Oppo Reno4 Pro besteht aus einem 6,5 Zoll großen AMOLED-Panel und bietet eine Auflösung von 2.400 x 1.080 Bildpunkten. Die durchschnittliche Helligkeit liegt mit knapp 789 cd/m² an der Spitze unseres Testfeld und im APL50-Test werden noch höhere 1.034 cd/m² erreicht. Ohne aktivierten Umgebungslichtsensor sinkt die maximal einstellbare Leuchtkraft auf 485 cd/m². Die niedrigste einstellbare Helligkeit liegt bei 3,07 cd/m².

Während unserer Messungen flackerte der Bildschirm in einem Frequenzbereich zwischen 183,8 und 367,6 Hz.

Der Kontrast- und der Schwarzwert des verbauten AMOLED-Panels sind technologietypisch hervorragend. Bei der Farbdarstellung haben Nutzer zudem die Möglichkeit, im Einstellungsmenü verschiedenen Anpassungen vorzunehmen.

So lassen sich Bildinhalte beispielsweise wärmer oder kälter darstellen und mit den Profilen “Lebhaft” und “Mild” beeinflussen. Bei ersterem ist der Blauanteil etwas angehoben und das Bild wird stärker gesättigt, bei letzterem wirken Farben etwas blasser, es werden allerdings auch ausgeglichenere Farbanteile geboten.

Durch den hohen Helligkeitswert lässt sich das Reno4 Pro im Freien gut verwenden. Gelegentlich kommt es aber dennoch zu Spiegelungen und Reflexionen, die den Blick auf Bildinhalte stören.

Das AMOLED-Panel des Oppo-Smartphones ist sehr blickwinkelstabil. Nur aus sehr steilen Winkeln stellt sich ein leichter Grünstich ein.

Leistung – Solide Leistung im Schatten der Konkurrenz

Die Leistung des Oppo Reno4 Pro liegt auf dem zu erwartenden Niveau des verbauten Qualcomm Snapdragon 765G. Die Benchmarkergebnisse reichen meist nur für die vorletzten bzw. letzten Plätze in unserem Testfeld aus, wobei sich das Oppo-Smartphone je nach Disziplin mit dem ZTE Axon 11 5G mit der Platzierung abwechselt. Im Alltag läuft das System allerdings flüssig und Apps funktionieren reibungslos.

In den Browserbenchmarks erreicht das Reno4 Pro unterdurchschnittliche Ergebnisse und kann sich lediglich vor dem Vivo X50 Pro in unserem Testfeld platzieren. Aufgerufene Webseiten scrollen aber dennoch flüssig und Medieninhalte werde schnell geladen.

Der 256 GB fassende UFS-2.1-Speicher des Reno4 Pro bietet gute Schreib- und Leseraten, die im Mittelfeld der von uns gewählten Vergleichsgeräte liegen. Einen microSD-Kartenslot hat das Oppo-Smartphone nicht zu bieten.

Spiele – Liegt beim Spielen gut in der Hand

Aktuelle Spiele lassen sich mit dem Oppo Reno4 Pro auch auf höheren Grafikstufen flüssig ausführen. Das Smartphone liegt dabei angenehm in der Hand und die Steuerung ist über den glatten Touchscreen reibungslos möglich. Der Lagesensor reagiert in entsprechenden Titeln ebenfalls zuverlässig.

Emissionen – Mäßige Lautsprecher und niedrige Temperaturen

Temperatur

In unserem Test erwärmt sich die Oberfläche des Reno4 Pro auf bis zu 34,6 °C. Dabei fühlt sich das Oppo-Smartphone lediglich warm an und wird nie zu heiß, um beispielsweise in der Hand gehalten werden zu können.

Lautsprecher

Der Lautsprechers Reno4 Pro gibt Töne in Kombination mit dem Ohrhörer wieder. Die Lautstärke ist dabei relativ hoch und das Klangbild auf die höheren Töne ausgeprägt. Dadurch werden Sprachinhalte gut wiedergegeben, für Musik sollten aber externe Lautsprecher oder Kopfhörer bevorzugt werden.

Akkulaufzeit – Reno4 Pro zeigt gute Laufzeit

Energieaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Reno4 Pro ist der verbauten Hardware angemessen. Im Vergleich mit der von uns gewählten Konkurrenz kann das Smartphone zudem als sparsam bezeichnet werden. Damit einher geht allerdings auch eine recht aggressive Voreinstellung im Bezug auf das Beenden von Anwendungen, die im Hintergrund laufen.

Das mitgelieferte USB-Steckernetzteil bietet eine Ausgangsleistung von bis zu 65 Watt und ist damit ausreichend hoch dimensioniert.

Akkulaufzeit

In unserem praxisnahen WLAN-Test erreicht das Oppo Reno4 Pro eine Laufzeit von fast 16 Stunden. Damit kommt es mit seinem 4.000 mAh starken Akku an die Leistung des OnePlus 8T heran, welches allerdings mit 4.500 mAh eine etwas größere Akkukapazität besitzt.

Das mitgelieferte Schnellladegerät kann den Akku des Reno4 Pro in etwas mehr als einer halben Stunde vollständig aufladen.

Fazit – Oppo Reno4 Pro reiht sich in das 5G-Segment ein

Das Oppo Reno4 Pro ist ein modernes und schlankes Smartphone. Die Kameraleistung ist gut und auch die Systemperformance lässt nichts zu wünschen übrig. Sehr positiv fällt die lange Laufzeit des Akkus auf. Selbiger lässt sich zudem in nur etwas mehr als einer halben Stunde vollständig aufladen. Bei der Datenübertragung punktet das Telefon zudem mit LTE und 5G, kann sich dafür aber im WLAN nicht von der Konkurrenz abheben. Der interne Speicher fällt mit 256 GB zudem recht groß aus, durch den Verzicht auf einen microSD-Kartenleser bietet sich Nutzern hier aber keine Erweiterungsmöglichkeit.

Oppo liefert mit dem Reno4 Pro ein gutes 5G-Smartphone ab, dessen Energiesparmanagement aber einige Eigenheiten mit sich bringt.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist das aggressive Energiesparmanagement. Anwendungen im Hintergrund werden standardmäßig beendet, was bei einigen Anwendungsfällen durchaus unerwünscht sein kann. In unserem Fall mussten wir lange herumprobieren, ehe eine App, die den Bildschirm dauerhaft aktiviert, zum Laufen gebracht werden konnte. Ähnliches ist beispielsweise auch bei GPS- oder Fitnesstracking-Anwendungen zu erwarten, wobei hier evtl. bereits das Deaktivieren der Energiespareinstellung für die jeweilige Anwendung ausreicht.

WhatsApp schafft Ruhe: Kleine Änderung sorgt für Begeisterung

Wer viel und gerne WhatsApp nutzt, möchte nicht unnötig gestört werden. Nun wurde eine Kleinigkeit bei dem Messenger verändert, die aber große Auswirkungen hat und demnach zurecht für Begeisterung sorgt.

WhatsApp: Chats lassen sich für immer stummschalten

Vor einigen Monaten ist ein Gerücht aufgetaucht, wonach WhatsApp eine Änderung bei den Benachrichtigungen von Chats plant. Genau diese Änderung wurde damals sehr herbeigesehnt und nun umgesetzt. In der neuesten Version von WhatsApp lässt sich nämlich jeder Chat für immer stummschalten. Bisher musste man einmal im Jahr einen Chat erneut zum Schweigen bringen, wenn man beispielsweise eine Gruppe nicht verlassen, sondern einfach nur zwischendurch reinschauen wollte, ohne Benachrichtigungen zu bekommen. Nach einer gewissen Zeit tauchten die Benachrichtigungen dann doch wieder auf und man musste sie erneut stummschalten. Das hat nun ein Ende.

Ab sofort kann man beim Stummschalten von Benachrichtigungen in Chats nicht mehr zwischen 8 Stunden, einem Tag und einem Jahr wählen, sondern auch für „Immer“. Damit bleibt der Chat dauerhaft stumm und schickt gar keine Benachrichtigungen mehr. Das wurde schon lange gefordert und wird nun umgesetzt. Ihr könnt zukünftig also beispielsweise in Gruppenchats reinschauen, ohne Benachrichtigungen zu erhalten, wenn ihr das nicht wollt.

Was plant WhatsApp sonst noch?

Eine weitere Funktion für WhatsApp, die sich viele Nutzer wünschen, soll auch kommen. Bald wird man sich per Gesichtserkennung anmelden können. Bisher kann man zumindest bei Android-Handys die Anmeldung mit dem Fingerabdruck aktivieren. An neuen iPhones gibt es das aber nicht, sodass dort die Gesichtserkennung sehnsüchtig erwartet wird. Wann sie genau kommt, steht aber noch in den Sternen. GIGA wird euch informieren, wenn diese neue Funktion startet. Wir freuen uns jetzt erst einmal darüber, dass man Chats für immer stummschalten kann.

Windows Neu-Installation endlich überflüssig: WinToHDD klont Ihr Betriebssystem

Wer mit seinem PC auf eine neue Festplatte oder SSD umsteigen will, kann Windows entweder komplett neu aufsetzen oder einfach klonen. Die zweite Variante ist deutlich einfacher – vor allem mit einem praktischen Gratis-Helfer wie WinToHDD.

Wer jemals die Festplatte seines PCs gewechselt hat, der weiß, wie langwierig so ein Umzug sein kann. Denn für gewöhnlich sieht der Prozess so aus: Backup der wichtigen Nutzerdateien anlegen, System mit neuer Festplatte/SSD neu aufsetzen und dann die gesicherten Daten wieder einspielen. Der Grund: So startet man mit einem frischen System ohne Altlasten. Es gibt aber auch eine Abkürzung: Das Klonen der aktuellen Installation. WinToHDD ist ein kleines Tool, das Ihnen dabei hilft.

Das ist jetzt in Version 4.8 erschienen – das Update liefert die Unterstützung für das neue Windows 10 20H2. Darüber hinaus haben die Entwickler ein paar Bugfixes mitgeliefert. Den kompletten Changelog finden Sie auf der offiziellen Herstellerseite.

WinToHDD: Windows-Kopie anfertigen

WinToHDD funktioniert schon ab Windows Vista und erledigt seinen Job zuverlässig. Trotzdem sollten Sie niemals auf Backups verzichten, denn auch das Klonen kann grundsätzlich schief gehen. Am einfachsten hängen Sie die neue Festplatte oder SSD per USB-Gehäuse an Ihr aktuelles System oder bauen sie als zusätzliches Laufwerk ins Gehäuse ein, wenn Sie noch Platz haben.

Starten Sie WinToHDD und klicken dann auf “System klonen”. WinToHDD zeigt Ihnen dann einen Überblick über Ihr System an, also welche Windows-Version Sie haben, Infos über System- und Boot-Partitionen sowie den BIOS-Modus. Jetzt müssen Sie nur noch das Ziel für die Windows-Kopie wählen. WinToHDD bietet keinen zusätzlichen Schnick-Schnack, kann zum Beispiel den Klon nicht verkleinern, im Gegenteil. Die neue Festplatte bzw. SSD muss rund 20 Prozent mehr Platz bieten als die vorhandene. Im Tool können Sie System- und Bootpartition trennen oder beides auf eine Partition legen. Eine Zusatzoption erlaubt eine sektor-basierte Festplattenkopie.

Windows im laufenden Betrieb klonen

Dann klicken Sie “Weiter” und bestätigen die Warnmeldung mit “Ja”. Nach ein paar Minuten kommt noch einmal eine Warnmeldung, die ankündigt, dass die neue Festplatte/SSD jetzt komplett überbügelt wird. Ein Klick auf “Ja” lässt WinToHDD das System klonen. Damit das klappt, war lange Zeit ein Reboot fällig; seit Version 3 ist das nicht mehr nötig. Eine Prozentanzeige gibt Hinweise auf die Klon-Dauer, die je nach Größe der Installation stark variiert. Zum Schluss müssen Sie nur noch die Boot-Reihenfolge im BIOS ändern und können dann die geklonte Festplatte/SSD testen.

Windows neu installieren ohne DVD oder USB-Stick

WinToHDD hat auch noch andere Funktionen parat, die in manchen Situationen nützlich sind. So kann man mit der Software Windows ohne DVD oder USB-Stick neu installieren, entweder um eine bestehende Installation zu ersetzen oder um eine zweite Installation aufzusetzen.

Einzig ein Image der entsprechenden Windows-Version ist dafür nötig. Unterstützt werden dabei verschiedene Formate, etwa klassische ISO-Dateien, aber auch ESD oder WIM. Aktuelle Windows-Images können Sie sich zum Beispiel mit dem Microsoft Windows ISO Downloader gratis und legal direkt von Microsoft laden.

Oneplus bringt neue Mittelklasse-Smartphones ab 200 Euro

Das Oneplus Nord N10 5G und N100 verwenden Qualcomm-SoCs der Mittelklasse, große Akkus und Mehrfachkamerasysteme. Besonders das N10 mit seiner 5G-Unterstützung klingt interessant.

Mit dem Nord N10 5G und Nord N100 hat Oneplus sein Portfolio an preiswerteren Smartphones erweitert. Beide Geräte richten sich noch stärker als das ursprüngliche Oneplus Nord an Nutzer, die nicht allzu viel Geld für ein Smartphone ausgeben wollen – ein Markt, den Oneplus bis zum Start der Nord-Reihe weitgehend vernachlässigt hatte.

Das Nord N10 5G ist von beiden neuen Modellen das besser ausgestattete: Es hat einen 6,49 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln, der eine Bildrate von 90 Hz für eine flüssige Darstellung unterstützt. Im Inneren des Smartphones steckt Qualcomms Snapdragon 690, das Nord N10 unterstützt 5G.

Der Arbeitsspeicher ist 6 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 128 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Auf der Rückseite hat das Nord N10 5G eine Vierfachkamera, die aus einer Weitwinkelkamera mit 64 Megapixeln, einer Superweitwinkelkamera mit 8 Megapixeln, einer Makrokamera mit 2 Megapixeln und einem Monochrom-Sensor besteht. Der Akku hat eine Nennladung von 4.300 mAh und lässt sich mit einem 30-Watt-Netzteil schnellladen.

Nord N100 ohne hohe Bildrate

Das Nord N100 hat ein 6,52 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1.600 x 720 Pixeln. Eine höhere Bildrate als 60 Hz wird nicht unterstützt. Im Inneren steckt Qualcomms Snapdragon 460, ein SoC aus dem unteren Mittelklassebereich. Der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß, der Flash-Speicher 64 GByte. Auch das Nord N100 hat einen Speicherkartensteckplatz.

Auf der Rückseite ist eine Dreifachkamera eingebaut, deren Hauptkamera 13 Megapixel hat. Dazu gibt es eine Makrokamera mit 2 Megapixeln und einen Tiefensensor. Der Akku hat eine Nennladung von 5.000 mAh und lässt sich mit 18 Watt laden.

Beide neuen Nord-Modelle werden mit dem auf Android 10 basierenden Oxygen OS 10.5 ausgeliefert. Das Oneplus Nord N10 5G kostet 350 Euro, das Nord N100 ist für 200 Euro zu haben.

Nikon Z8 & Z9: Nikon testet unterschiedliche High-End-DSLMs

Nikon scheint derzeit mindestens drei verschiedene High-End-DSLMs zu testen. Eine oder zwei davon sollen 2021 auf den Markt kommen.

Gerüchte zu neuen Nikon Kameras

In den letzten Monaten gab es mehrfach Gerüchte zu einer neuen High-End-DSLM aus dem Hause Nikon. Mal war von einer Nikon Z8 die Rede, mal von einer Nikon Z9, mal sollte sie eine besonderes hohe Auflösung besitzen, mal mit einer außergewöhnlich hohen Serienbildgeschwindigkeit überzeugen.

Kurz gesagt: Man weiß mit ziemlicher Sicherheit, DASS Nikon an neuen High-End-Kameras arbeitet, aber wie genau diese aussehen werden, das war zuletzt noch unklar.

(Mindestens) drei Prototypen werden getestet

Nikonrumors bringt da jetzt ein wenig Licht ins Dunkel und bestätigt zunächst einmal ganz grundlegend, dass bei Nikon derzeit mehrere Prototypen einer potenziellen Nikon Z8 oder Nikon Z9 getestet werden. Das ist auch der Grund dafür, warum die Gerüchte in den letzten Wochen nicht immer ganz stimmig wirkten.

Des Weiteren ordnet Nikonrumors die verschiedenen Spezifikationen nun drei unterschiedlichen Prototypen zu, die sich in der Testphase befinden. Alle drei Kameras sollen mit einem elektronischen Sucher mit 5,76 Millionen Bildpunkten und einer Bildwiederholrate von 120 Hz ausgestattet sein. Außerdem ist bei allen Modellen die Rede von einem “Pro Body Design”.

Kamera 1 soll mit einem 60-Megapixel-Sensor arbeiten und den Fokus ganz klar auf die bestmögliche Bildqualität legen. Von dieser Kamera könnte sowohl eine spiegellose Version als auch eine Version mit Spiegel auf den Markt kommen, bei letzterer würde es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Nachfolger der Nikon D850 handeln.

Kamera 2 soll sich an Sportfotografen richten und mit einer außergewöhnlich hohen Serienbildrate (mehr als 20 fps) sowie einem “umwerfenden Autofokus” überzeugen, der selbst den Autofokus der Nikon D6 übertreffen soll.

Kamera 3 wird derzeit mit einem 46-Megapixel-Sensor und einer Serienbildgeschwindigkeit von rund 20 fps getestet. Klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Kamera 1 und Kamera 2.

Mögliches Nikon Lineup für 2021/2022

Man darf gespannt sein, welche Kameras schlussendlich wirklich auf den Markt kommen werden und welche Idee bzw. welcher Prototyp final entwickelt wird. Ganz grundlegend scheint sich aber abzuzeichnen, dass Nikon sowohl eine High-Megapixel-DSLM als auch eine eine spiegellose Sportkamera für Profis in der Mache hat. Damit könnte Nikons Kamera Lineup mittelfristig folgendermaßen aussehen:

Nikon Z30 (Günstige APS-C-Kamera für Einsteiger)

Nikon Z50

Nikon Z5

Nikon Z6 II

Nikon Z7 II

Nikon Z8 (High Megapixel)

Nikon Z9 (Sport)

Lenovo Legion 5: Günstiges Gaming-Notebook im Test

Können Spielefans bei Lenovo kräftig sparen? Für ein Gaming-Notebook ist das Legion 5 erstaunlich günstig. Was es draufhat, zeigt der Test.

Testfazit: Das müssen Sie wissen

Klar: Für 1.000 Euro gibt es kein Profi-Gamer-Notebook. Das Legion 5 ist in dieser Konfiguration aber ein interessanter Hybrid: schnell bei der Arbeit, gut für ein Game zwischendurch und für ein spieletaugliches Gerät recht mobil. Die mäßige Ausdauer und das maue Display kosten das Lenovo aber eine bessere Note.

Pro

Hohes Arbeitstempo

Speicher erweiterbar

Kontra

Mauer Bildschirm

Kurze Akkulaufzeit

Aktuelle Gaming-Notebooks sind zwar keine schlanken Leichtgewichte, praktisch können sie aber schon sein. Wer etwa als Student zwischen WG und Elternhaus pendelt, kann seinen Spiele-Rechner einfach zuklappen und mitnehmen. Das einzige Problem: Zum Studententarif gibt es die mobilen Höllenmaschinen normalerweise nicht. Preise von bis zu 2.000 Euro sind keine Seltenheit. Anders sieht es beim Lenovo Legion 5 (15ARH05) aus. Das ist online schon für um die 1.000 Euro zu haben.

Gaming-Notebook im Business-Dress

Für den günstigen Preis müssen Spielefreunde ein paar Abstriche beim Look machen. Normalerweise setzen die Hersteller eines Gaming-Notebooks auf ein ausgefallenes Gehäuse mit vielen Applikationen und aggressivem Design. Das ­Legion 5 kommt dagegen im schlichten Schwarz im Stil eines Business-Notebooks. Nur das Legion-Logo verrät, dass es sich hier nicht um ein braves ThinkPad handelt. Aber etwas Understatement ist ja nicht unbedingt von Nachteil. Nur weil übers Display ein Kampfjet jagt, muss das Notebook ja nicht wie einer aussehen. Außerdem fühlt sich das Gehäuse wertig an, mit 3,2 Zentimeter Dicke im geschlossenen Zustand ist das Legion 5 aber deutlich beleibter als ein Arbeits-Notebook.

Kein Neid, trotzdem blass

Einmal aufgeklappt, offenbart sich der 40 Zentimeter (15 Zoll) große Bildschirm. Der zeigt Inhalte in Full HD mit einer Bildrate von bis zu 120 Hertz an. Die Auflösung geht für den Preis in Ordnung. Wer 4K will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bei der Darstellung sollte für 1.000 Euro aber mehr drin sein. Zwar zeigt das Display kräftige Kontraste, die Farbwiedergabe stimmt aber nicht. Zudem ist das Bild etwas blass. Wer nur den Gegner und nicht sich selbst ins Visier nehmen will, sollte außerdem Lichtquellen im Rücken vermeiden, denn der Bildschirm des Legion 5 spiegelt.

Top-Prozessor mit viel Dampf

Stimmt dafür die Leistung? Das verrät der Blick ins Innere: Hier arbeitet mit dem Ryzen 7 4800H ein AMD-Prozessor der Renoir-­Serie. Gefertigt wurde der Chip im schlanken Sieben-Nanometer-Verfahren, das senkt den Energiebedarf. Aufgaben verteilt die CPU auf acht Rechenkerne, der Basistakt liegt bei 2,9 Gigahertz, in der Spitze schafft er 4,2 Gigahertz. Entsprechend mühelos und flink erledigt er Büroarbeiten. Auch Foto- oder Videobearbeitung stellen das Legion 5 nicht vor größere Probleme. Für die Bildberechnung kommt mit der Geforce GTX 1650 ein Einsteiger-Grafikchip von Nvidia zum Einsatz. Für aktuelle Games in Full-HD-Auflösung reicht der aber völlig aus, die bringt das Legion 5 mit bis zu 85 Bildern pro Sekunde auf den Schirm. Der Trend-Shooter “Fortnite” lief problemlos auf dem Notebook.

Wenn das Notebook aufdreht

Problematisch wird es erst, wenn Zocker statt auf dem mauen Display auf einem knackscharfen externen 4K-Monitor spielen wollen. Dann ruckeln die Spiele nur noch mit 28 Bildern pro Sekunde über den Screen. Und dabei lässt das Notebook den Nutzer unüberhörbar wissen, dass es hart arbeitet. Die Lüfter drehen dann auf gut hörbare 4,3 Sone auf. Zum Glück haben Gamer meist ein Headset auf. Im Office-Betrieb bleibt das Legion 5 mit 0,4 Sone dagegen sehr leise. Der Akku mit 2:52 Stunden Laufzeit wird allerdings ­etwas schnell leer.

Mit Raum für mehr

Etwas schnell voll wird dagegen der SSD-Speicher: Denn der ist mit 477 Gigabyte recht knapp bemessen. Aktuelle Spiele brauchen viel Platz. Den können Nutzer mit Bastler-Gen ­immerhin selbst schaffen: Ins Legion passt eine zusätzliche M2- oder 2,5-Zoll-SSD. Unglücklich: Weil der M2-Anschluss so platziert ist, dass nachträglich eingebauter Speicher in den 2,5-Zoll-Schacht hineinragt, müssen sich Nutzer für eine der beiden Varianten entscheiden. Für beide gleichzeitig ist es leider zu eng. Völlig unproblematisch lässt sich der Arbeitsspeicher aufrüsten. 16 Gigabyte DDR4 RAM verteilen sich auf zwei Steckplätze, 64 Gigabyte gehen rein. Das heißt aber auch: Wer das Maximum herausholen will, kann die beiden ursprünglich eingebauten Module nicht mehr verwenden – aber vielleicht auf Ebay & Co. gegen ­einen kleinen Zuschuss für ein Spiel loswerden.

Lenovo Legion 5 im Test: Fazit

Klar: Für 1.000 Euro gibt es kein Profi-Gamer-Notebook. Das Legion 5 ist in dieser Konfiguration aber ein interessanter Hybrid: schnell bei der Arbeit, gut für ein Game zwischendurch und für ein spieletaugliches Gerät recht mobil. Die mäßige Ausdauer und das maue Display kosten das Lenovo aber eine bessere Note.

Lenovo Legion 5: Testergebnisse

Tempo (Office / Videobearbeitung): sehr schnell (93,5 / 79,2 Prozent)

Tempo bei DX11-Spielen (Full HD): sehr flüssig (89 Bilder pro Sekunde)

Farbtreue / Kontrast / Bildwechsel (Reaktionszeit): sehr gering (90,2 Prozent) /
12761:1 / kurz (11,6 Millisekunden)

Tonqualität (Frequenzgang / Rauschen / Verzerrungen): gut (Abw. 0,11 Prozent /
95,51 Dezibel / 0,006 Prozent)

Akkulaufzeiten (Arbeiten / Video / Ladezeit): sehr kurz (2:52 / 3:33 / 2:23 Stunden)

Betriebsgeräusch (Video / Volllast bei Spielen): laut (0,5 / 4,1 Sone)

Bedienung der Tastatur / des Touchpads: knackiger Druckpunkt / angenehme Oberfläche

Bedienung des Touchscreens: nicht vorhanden

Windows 10 20H2: Trick aktiviert wieder “System” in Systemsteuerung

In Window 10 20H2 fehlt “System” in der Systemsteuerung. So können Sie diesen Bereich aktivieren und wieder nutzen.

Microsoft liefert aktuell an alle Windows-10-Nutzer nach und nach mit Windows 10 20H2 (Windows 10 Version 2004 Build 19042.572+) das zweite große Feature-Update in diesem Jahr aus. Aufmerksame Nutzer dürften dabei auch eine Änderung in der klassischen Systemsteuerung bemerkt haben. Dort hat Microsoft nämlich den Bereich “System” (unter System und Sicherheit) verändert.

Wer auf “System” klickt, bei dem öffnet sich nicht das gewohnte Fenster in der klassischen Ansicht innerhalb der Systemsteuerung, sondern es wird der entsprechende Bereich in den Windows-10-Einstellungen im Modern-UI-Fenster geöffnet. Der Eintrag “System” in der Systemsteuerung fungiert also quasi nur noch als “Link” zum entsprechenden Bereich in den Einstellungen von Windows 10.

Es gibt zwei Wege, um wieder das alte “System”-Fenster anzeigen zu lassen:

Weg 1) Rufen Sie die “Systemsteuerung” auf – etwas in dem Sie rechts neben den Start-Button einfach “Systemsteuerung” eingeben. Geben Sie dann in der Adresszeile des Systemsteuerungsfensters folgenden Pfad ein

Systemsteuerung\System und Sicherheit\System

Weg 2) Legen Sie auf dem Desktop einen neuen Link an (Rechtsklick auf den Desktop, dann “Neu, Verknüpfung”). In dem sich anschließend öffnenden Fenster geben Sie als Speicherort des Elements

explorer shell:::{BB06C0E4-D293-4f75-8A90-CB05B6477EEE} 

ein. Dann geben Sie der Verknüpfung einen sinnvollen Namen, wie etwa “System”. Über einen Klick auf dieses Icon auf dem Desktop gelangen Sie dann schneller in den gewünschten Bereich der Systemsteuerung.

Unter “System” in der “Systemsteuerung” werden alle wichtigen Hardware-Informationen zum verwendeten PC angezeigt. Außerdem sind diesem Fenster auch die verwendete Windows-10-Variante, der Computername und die Arbeitsgruppe zu entnehmen. Ganz unten wird auch noch angezeigt, ob Windows 10 erfolgreich aktiviert ist. All das sind auch Details, die sich den Windows-10-Einstellungen unter “System” und “Info” entnehmen lassen. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Windows-10-Entwickler dies Änderung in der Systemsteuerung vorgenommen haben. Neu ab Windows 10 20H2: Unter “Info” können die Gerätespezifikationen mit einem Klick auf den Button “Kopieren” auch in die Zwischenablage kopiert werden.

Apple leakt den geplanten Launch eines neuen 16 Zoll MacBook Pro noch vor Ende des Jahres

Die aktuelle Version des 16 Zoll MacBook Pro (ca. 2.374 Euro auf Amazon) wurde im November 2019 vorgestellt, es wird langsam aber sicher also Zeit für ein Update. Nun hat Apple selbst einen konkreten Hinweis auf das Launch-Datum des Nachfolgers geliefert: Atharva Kale hat im unten eingebetteten Tweet die Release Notes eines Boot Camp-Updates geteilt, laut denen ein Stabilitäts-Problem bei hoher CPU-Last behoben werden sollte, und zwar beim 2020er 13 Zoll MacBook Pro sowie beim 2019er und 2020er 16 Zoll MacBook Pro.

In diesem Jahr wurde allerdings noch kein 16 Zoll MacBook Pro eingeführt, sodass es sich dabei entweder um einen Fehler handelt, oder aber um einen handfesten Hinweis auf den bevorstehenden Launch eines neuen Flaggschiff-MacBooks. Apple hat im Juni zwar mit der AMD Radeon Pro 5600M einen leistungsstärkeren Grafikchip als Option eingeführt, das Notebook wird allerdings weiterhin als “16 Zoll MacBook Pro 2019” geführt.

Gerüchten zufolge plant Apple eine Pressekonferenz am Dienstag, dem 17. November, um den ersten Mac auf Basis eines intern entwickelten ARM-Chips vorzustellen. Bisherige Gerüchte deuteten darauf hin, dass es sich dabei um ein günstigeres MacBook handeln wird, also vermutlich um ein MacBook Air oder gar um ein 12 Zoll MacBook, das neue 16 Zoll MacBook Pro könnte daher erneut auf einen Intel-Prozessor in Kombination mit einem AMD-Grafikchip setzen – Comet Lake-H in Verbindung mit einer AMD Radeon RX 6000 GPU könnte dennoch ein spannendes Upgrade ergeben.

Acer TravelMate P4 und Spin P4: Zwei neue Business-Notebooks

Acer hat diese Woche auch noch seine Reihe an Business-Notebooks, die TravelMate, aufgestockt. Mit dabei ist das neue Convertible TravelMate Spin P4. Diesem Modell stellt man aber auch eine konventionellere Clamshell-Variante zur Seite. Bis auf die Convertible-Funktion, den Touchscreen und einen Stylus, ist die Hardware bei beiden Modellen identisch.

Was steckt also im Inneren? Nun, das sind Intel Core der 11. Generation mit Iris-Xe-Grafik, bis zu 32 GByte DDR4-RAM und PCI-SSDs mit bis zu 1 TByte. Als Akkulaufzeit nennt Acer bis zu 15 Stunden. Was das Display betrifft, so bieten die beiden TravelMate Spin P4 und P4 14 Zoll mit FHD als Auflösung. Auch ein Acer Active-Stylus ist integriert. Die Notebooks sind zusätzlich nach Militärstandard MIL-STD-810G zertifiziert.

Für unterwegs sind sie zudem eSIM-fähig und können dann über 4G LTE unabhängig von Wi-Fi-Netzwerken loslegen. Acer visiert mit den beiden Geräten Geschäftskunden, professionelle Anwender und den Education-Bereich an. Das TravelMate Spin P4 sei nur 1,53 kg leicht und komme auf 18 mm Bauhöhe. Das Gehäuse besteht aus Aluminium bzw. Aluminium-Magnesium. Als weitere Schnittstellen sind Wi-Fi 6, USB Typ-C mit Intel Thunderbolt 4 und Co. genannt.

Integriert ist für mehr Sicherheit auch ein Trusted Platform Module (TPM) 2.0. Zudem kann die Anmeldung via Windows Hello erfolgen. Dafür sind IR-Kameras und ein Fingerabdruckleser erkannt. Die Webcam der Notebooks verfügt über eine integrierte Abdeckung, sollte euch bei dem Gedanken unwohl sein, sie offenzulassen. Wie eingangs schon angedeutet: Das TravelMate P4 weicht dabei von der Spin-Version nur dadurch ab, dass es das 360°-Scharnier, die Touchscreen-Funktion und damit verbunden auch die Stifteingabe streicht. Dafür ist es dann auch 120 Euro günstiger.

Preise und Verfügbarkeit

Das Acer TravelMate Spin P4 ist voraussichtlich ab Dezember zu unverbindlich empfohlenen Endkundenpreisen ab 999 Euro verfügbar.

Das Acer TravelMate P4 ist voraussichtlich ab Dezember zu unverbindlich empfohlenen Endkundenpreisen ab 879 Euro verfügbar.