Diese iPads werden nicht mehr unterstützt

Das iPadOS zieht demnach mit iOS gleich und unterstützt die gleichen Generationen von A-Chips.

Die französische Seite “PhoneSoft” behauptet, aus internen Quellen bei Apple erfahren zu haben, dass iPadOS 17 nicht mehr mit der ersten Generation der iPads Pro kompatibel sein wird (via “Appleinsider”). Noch ein iPad sei angeblich auf der Streichliste – das iPad der fünften Generation.

Alle drei iPads haben den Apple-Chip der neunten Generation eingebaut bekommen, so ist es nur nachvollziehbar, dass die drei Geräte auf der Streichliste stehen. Das iPad Pro 12,9 Zoll und das iPad Pro 9,7 Zoll habe allerdings eine etwas aufgepimpte Version als A9X erhalten, und wurden mit dem Abstand von fünf Monaten im November 2016 (iPad Pro 12,9) und im März 2016 (iPad Pro 9,7) auf den Markt gebracht. Das iPad 5 wurde gar 2017 veröffentlicht.

Methusalem-Chip in alten Tablets
Die drei iPads auf der Streichliste für iOS 17 scheinen uns konsequent zu sein: Der A9-Chip zusammen mit dem A8-Prozessor gehört bei Apple zu Methusalems unter den Chip-Generationen. Das iPad Air der zweiten Generation mit dem A8X wurde acht Jahre mit Updates versorgt. Der A8 ist auch in der ersten Generation von Apple TV HD eingebaut, das bis heute aktualisiert wird. Auch der A9 im iPhone 6S hatte sieben Jahre lang aktuelle iOS-Updates erhalten. Erst mit iOS 16 war Schluss.

Zudem ist “PhoneSoft” in Fragen iOS-Vorhersage recht treffsicher. Wir haben im Winter 2020 mit Berufung auf diese Quelle berichtet, dass iOS 14 das iPhone 6S und iPhone SE noch unterstützen wird. Das traf auch im Herbst 2020 so zu. Nur in einem Punkt lag damals “PhoneSoft” falsch – demnach sollten das iPad Air der zweiten Generation und das iPad Mini 4 von der Kompatibilitätsliste gestrichen sein, die blieben aber noch bis 2021, also bis einschließlich iOS 15 aktualisiert.

Unsere Meinung: Die Aufteilung in iOS und ein dediziertes iPadOS ist eindeutig von Vorteil, auch für die älteren iPads. Apple muss sich dann nicht an die strengeren Hardware-Vorgaben von iOS halten und kann mit iPadOS ältere Generationen länger unterstützen. Auch mit tvOS ist dies der Fall – siehe Beispiel von Apple TV 4 HD aus dem Jahr 2015, das bislang unter einem aktuellen Betriebssystem läuft.

Darauf müssen Sie vor dem Kauf achten

USB-C ist nicht gleich USB-C: Unter der Haube unterstützt die Schnittstelle mittlerweile viele mögliche Standards wie USB 3.2x, USB 4, Thunderbolt 3 und mehr. Wir erklären, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.Wer vorhat, ein Notebook, einen Desktop- PC oder auch Typ-C-Peripherie wie Adapter oder Kabel zu kaufen, muss sich mit den Fähigkeiten der USB-C-Schnittstelle auseinandersetzen. Denn den verdrehsicheren USB-Anschluss nutzt inzwischen eine verwirrend hohe Anzahl möglicher Standards.

Neben USB 3.2x in allen Varianten sind USB 4 und Thunderbolt 3 sowie 4 bereits möglich. Die Spezifikationen enthalten nicht nur Vorgaben zum Datentransfer, sondern beziehen auch Videosignale per Displayport und sogar Netzwerkfunktionen per PCI Express ein. Gleichzeitig stellt Typ-C auch die Stromversorgung sicher. Das Laden von Geräten regelt der separate Standard USB Power Delivery.

Damit aber nicht genug: Mit den Ende 2022 veröffentlichten, jüngsten Fassungen USB 4 Version 2 und Thunderbolt Next Gen stehen bereits die nächsten Standardgenerationen in den Startlöchern. Hier verdoppelt sich die Transferleistung von bisher maximal 40 auf 80 Gigabit pro Sekunde. Gleichzeitig bleibt auch hier die Abwärtskompatibilität zu älteren Standards vorgeschrieben.

Kein Wunder, dass Sie oft ratlos vor dem an sich praktischen Anschluss stehen, weil Sie nicht auf Anhieb sagen können, welche Datentransfergeschwindigkeiten, Videoauflösungen und Ladeleistungen im konkreten Fall gegeben sind. Der Ratgeber nimmt sich diesem Dilemma an und zeigt, wie Sie die Fähigkeiten Ihres Typ-C-Anschlusses in fünf Schritten auf den Grund gehen.

Schritt 1: Vor dem Kauf die technischen Angaben studieren

Egal, welches USB-C-Gerät Sie benötigen – es lohnt sich, die technischen Angaben zum Typ-C-Anschluss aufmerksam zu lesen. Denn so gewinnen Sie einen ersten Eindruck, mit welchen Funktionen die jeweilige Schnittstelle am neuen Gerät ausgestattet ist. Dabei hängt es jedoch vom Hersteller ab, wie genau die USB-C-Fähigkeiten beschrieben sind.

Beispielsweise finden Sie zum Notebook HP Spectre X360 16-f1075ng als Beschreibung der beiden USB-C-Anschlüsse “Thunderbolt 4 mit USB 4” inklusive des Zusatzes “40 Gbit/s Signalrate”. Diese Angaben werden Ihre Kaufentscheidung deutlich erleichtern. Denn in der Thunderbolt-4-Spezifizierung (TB 4) sind mehr Vorgaben enthalten, die auf jeden Fall eingehalten werden müssen, als es beim USB 4-Standard der Fall ist.

So können Sie bei TB 4 sicher davon ausgehen, dass sich zwei 4K-Monitore oder ein 8K-Schirm anschließen lassen. Bei USB 4 ist dagegen nur ein 4K-Bildschirm vorgeschrieben. Dazu muss ein TB-4-Port das Tunneln von PCIe-Verbindungen beherrschen, was USB 4 als optionale Funktion vorsieht.

Und auch beim Datentransfertempo gibt es Unterschiede: So erreicht ein TB-4-Typ-C-Port zwingend 40 Gigabit pro Sekunde, während bei einem USB-4-zertifizierten Anschluss auch die Hälfte vorgesehen ist. Das bedeutet: Der Vorteil an einer Typ-C-Anschluss-Kombination aus TB 4 und USB 4, wie sie das Beispiel des HP-Notebook-Modells vorsieht, liegt im Rundumschlag. Mit TB-4-Typ-C haben Sie am wenigsten Ärger, weil hier USB 4 eingeschlossen ist, Abwärtskompatibilität zu TB 3 vorhanden ist und sich vorhandene Geräte mit älteren USB-Standards weiter einsetzen lassen. Allerdings finden sich TB-4-Ports meist bei hochpreisigen Rechnern, die für den Business-Einsatz oder das Gaming gedacht sind.

Für Typ-C-Schnittstellen gibt es ein umfassendes Beschriftungsschema, das aus Symbolen und Zahlen besteht. Ein Blitz kennzeichnet die Thunderbolt-Anschlüsse, wobei nicht zwischen der Version 3 und 4 unterschieden wird, wenn sich der Port an einem Rechner befindet. Als erster, grober Hinweis auf die TB-Version dient das Rechneralter. Erst mit der den elften Intel-CPU-Generationen Tiger Lake für Mobilrechner und Rocket Lake-S für Desktop-PCs wird TB 4 und USB 4 überhaupt unterstützt. Ein Blick auf die eingebaute Prozessor-Generation bringt Sie damit schon einmal einen Schritt weiter. Dazu klicken Sie in den Windows-Einstellungen auf “System -› Info”.

Weitere Hinweise finden sich direkt am USB-C-Port. Dabei unterscheiden sich alte und neue Beschriftungen. Eine hochgestellte Zahl inklusive dem USB-Symbol und eventuellem Zusatz (etwa “SuperSpeed+ – SS+”) zeigt bei älteren Typ-C-Ports an, welches USB-Tempo über die Schnittstelle möglich ist. Eine hochgestellte “10” steht für USB 3.2 Gen2 mit einer maximalen Transferrate von 10 Gigabit pro Sekunde und wurde früher unter der Bezeichnung USB 3.1 geführt. Findet sich zusätzlich noch ein “D” am Port, lassen sich Audio- und Videosignale per Alternate Mode (Alt Mode) übertragen. Die Ladefunktion per USB Power Delivery (PD) symbolisiert ein Batterie-Symbol.Die vielen Kombinationsmöglichkeiten machen auch die Logo-Landschaft rund um Typ-C unübersichtlich. Seit dem Herbst 2022 sollen aktualisierte Portbeschriftungen Klarheit bringen. Sie gelten für USB, nicht aber für Thunderbolt, das weiter am Blitz-Symbol festhält. Neu ist, dass das USB-Symbol wegfällt. Die Betonung liegt jeweils auf der maximal möglichen Transfergeschwindigkeit. Lässt sich auch über den Typ-C-Anschluss laden, sind die Transferraten zusätzlich in einer Batterie eingebettet. Das Logo auf einer Verpackung soll anhand des Begriffs “Certified” außerdem verdeutlichen, dass die Angaben auf Tests beruhen und so auf jeden Fall geprüft sind.

Schritt 3: Typ-C-Port ohne Beschriftung entschlüsseln
Wenn mehrere USB-C-Anschlüsse im Gerät eingebaut sind, finden sich meist nur an den schnellsten Varianten entsprechend aussagekräftige Symbole und Ziffern. Vielfach fehlen bei langsameren Schnittstellen Hinweise auf die Transfergeschwindigkeit oder weitere Funktionen. Besonders auf schmalen Geräten wie etwa Ultrabooks fallen Beschriftungen am Port oft von vornherein weg, weil der Platz an den Gehäuseseiten nicht ausreicht. Ein weiteres Problem liegt darin, dass ein Typ-C-Port nicht alle Funktionen beherrschen muss. Er kann auch nur aufs Laden spezialisiert sein.

In vielen Fällen hilft ein Praxistest weiter. Um eine USB-C-Schnittstelle verlässlich zu untersuchen, muss die Verbindung aktiviert sein. Gleichzeitig müssen Sie sicher sein, dass ein möglichst schnelles USB-Peripheriegerät angesteckt ist. Da es derzeit jedoch noch an externen Geräten mit USB 4 oder TB 4 mangelt, ist das gar nicht so einfach. Hier hilft, dass beide Standards eng miteinander verknüpft sind und auf dem Vorgänger TB 3 basieren.

So sind etwa externe Festplatten nach TB-3-Norm gut erhältlich. Eventuell können Sie sich auch ein entsprechendes Gerät aus dem Freundeskreis für einen Test ausleihen. Ein externes TB- 3-Laufwerk bietet sich jedoch nur an, wenn Sie vermuten, dass es sich bei der zu testenden USB-C-Schnittstelle wirklich um TB 3, TB 4 oder USB 4 handelt. Bei einem reinen USB-Port aus einer früheren Generation wird ein externes TB-3-Laufwerk nicht erkannt, weil es einen entsprechenden Controller am Host voraussetzt.

Für den Test nutzen Sie das Systemtool Hwinfo. Schließen Sie zuerst das externe Laufwerk an den USB-C-Port an, den Sie untersuchen wollen, und installieren sowie starten Sie das Tool. Schließen Sie die “System-Zusammenfassung”, die Sie kurz nach dem Start sehen. Suchen Sie links im Fenster nach “Bus”, und öffnen Sie alle mit einem Plus gekennzeichneten Möglichkeiten, bis Sie die externe Festplatte finden. Wird Ihr Laufwerk korrekt erkannt, erscheint es unter dem entsprechenden PCIe-Controller – etwa als Thunderbolt-Gerät bei der CPU-Bezeichnung mit dem Zusatz “Integrated Thunderbolt”. Dass auch die Lane-Versorgung ausreicht, erkennen Sie daran, dass der PCI-Express-Bus mit “x4” gekennzeichnet ist.

Weniger eindeutig fällt der Praxis-Check aus, wenn sich die Typ-C-Schnittstelle als reines USB herausstellt. Denn hier wird der USB-3.2-Controller aktiv. Ein nach USB 4 zertifizierter USB-C-Anschluss kann darüber Verbindungen mit 20 oder sogar 40 Gigabit pro Sekunde herstellen. Der Standard schreibt das hohe Tempo jedoch nicht zwingend vor. Vielmehr ist er auch erfüllt, wenn 10 Gigbit pro Sekunde und damit USB 3.2 Gen2 gegeben sind.

Was iOS in 5 Jahren bieten könnte

Wir wagen einen Blick in die Kristallkugel: Diese coolen Features könnten uns bei iOS in fünf Jahren erwarten.

Seitdem Apple den Stein mit seinem ersten iPhone ins Rollen brachte, überschlägt sich die Smartphone-Branche mit cleveren Lifestyle-Ideen und neuen Meilensteinen. Oft steht Apple dabei selbst federführend an der Innovations-Spitze: Mit dem iPhone können wir heute Satelliten-Features nutzen, Autos aufsperren oder Haustiere mit Apple Airtags wiederfinden, wenn die mal ausgebüxt sind. iOS machts möglich.

Will man den Entwicklungs-Boom der vergangenen Jahre auf die Zukunft übertragen, muss man etwas Wichtiges beachten: Die Fortschritte, die noch vor uns liegen, erfolgen immer viel schneller als jene, die wir schon hinter uns haben.

Das gilt besonders für die Welt von Computern und Smartphones, denn dort gilt das sogenannte Mooresche Gesetz. Es besagt (kurz gefasst), dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise innerhalb von ein bis zwei Jahren verdoppelt – die Rechenpower also exponentiell ansteigt. Die Entwicklung neuer Hardware hat damit quasi Siebenmeilenstiefel an: Wir dürfen für die nächsten fünf Jahre deutlich größere Entwicklungssprünge erwarten, als wir sie in den vergangenen fünf Jahren gesehen haben.

Weil mit neuer Hardware auch Betriebssysteme wie iOS ganz neue Möglichkeiten bekommen, wollen wir uns jetzt mal als Orakel versuchen: Diese abgefahrenen und ziemlich coolen Features können wir uns bei Apples iOS in fünf Jahren vorstellen.

Akku-Laden durch die Luft
Klar, in gewisser Weise gibt es das bereits: Induktives Laden funktioniert heute schon kabellos und ist ziemlich bequem. Wir legen Geräte einfach auf eine entsprechende Ladestation und sparen uns das Gestöpsel und den nervigen Kabelsalat.

Was der Technologie für die nächste Lifestyle-Revolution aber noch fehlt, ist Reichweite. Könnte man solche Induktionsfelder ausdehnen oder würde iOS zum Laden gleich Funkwellen anzapfen, müsste man sich nie wieder mit leeren Akkus herumärgern. Xiaomi hat bereits Anfang 2021 etwa eine revolutionäre Lade-Technik per Luft vorgestellt.

Theoretisch könnte man sich den Akku auch ganz sparen, Energie wäre ja überall vorhanden. So könnte man auch das Gewicht mobiler Endgeräte auf einen Bruchteil reduzieren, Kosten sparen und die Umwelt entlasten.

6G-Standard: Downloads mit Hyperspeed
Verraten Sie es den Schwurblern nicht: Nach 5G erwartet uns mit 6G schon der nächste Mobilfunk-Meilenstein. Einen exakten Termin für den Start des neuen Standards gibt es zwar noch nicht, in fünf bis sechs Jahren dürfte 6G aber bereits vor der Tür stehen.

Geplant sind dabei Transferraten von bis zu 400 Gbit/s. Damit könnte man sich einen kompletten Bluray-Film (50 GB) in einer Sekunde aufs iPhone ziehen. Da kann man nur hoffen, dass der Gerätespeicher ähnlich große Fortschritte macht. Vielleicht werden lokale Datenchips damit auch mehr oder weniger überflüssig, schließlich könnte man immense Datenvolumen in Sekundenbruchteilen aus der iCloud laden.

Künstliche Intelligenz – eines Tages vielleicht auch im iPhone
Zugegeben, wenn Siri eines Tages den Standard aktueller KI-Systeme wie ChatGPT erreichen sollte, dann wäre das schon ein beachtlicher Fortschritt – heute ist die Sprachassistentin ja nicht gerade als hellste aller Leuchten bekannt.

Das Thema KI und ihre Integration ins menschliche Leben sind für iOS aber trotzdem nach wie vor wichtige Themen. Die vollkommene Vernetzung aller Alltagstechnologien vom Auto über die Ernährungs-App bis hin zum Smart-Home sind heute, da sind sich Experten einig, nur noch eine Frage der Zeit.

Besonders Apple und sein Walled Garden könnten von hochintelligenten KI-Systemen dabei besonders profitieren. Schließlich müssen im Apple-Ökosystem immer mehr Applikationen geschmeidig zusammenarbeiten und zunehmend komplexe Aufgaben bewältigen – und das für immer anspruchsvollere Nutzer.

Das iOS der Zukunft fährt uns vielleicht das Auto vor die Haustüre, liest den Kindern (wenn sie brav waren) eine Gutenacht-Geschichte vor oder bittet den Chef automatisch um Verzeihung, wenn wir zu spät zur Arbeit kommen – glaubwürdige Ausrede inklusive.

Gedankensteuerung
Ja okay, das ist jetzt schon sehr gewagt – zumindest auf die nächsten fünf Jahre bezogen. Generell ist die Idee aber alles andere als abwegig, die Gedankensteuerung technischer Geräte funktioniert nämlich schon heute, auch wenn sie noch niemand in ein mobiles Betriebssystem implementiert hat.

Glauben Sie nicht? Dann sollten Sie sich jetzt besser hinsetzen. Neuralink, eine Firma von Elon Musk, hat einem Affen (Name: Pager) vor nicht allzu langer Zeit genau zu diesem Zweck einen Gehirn-Chip implantiert. Der eingepflanzte Schaltkreis kann Hirnsignale des Primaten direkt an ein per Funk verbundenes Smartphone senden.

Das Ergebnis sehen Sie im Video oben. Dass der Affe so leidenschaftlich an seinem Metallrohr nuckelt, liegt daran, dass er daraus einen Bananen-Smoothie als Belohnung bekommt. Am Ende des Videos sind haptische Bedienungsgeräte vollständig getrennt, der Affe steuert das Pong-Spiel nur noch mit seinen Gedanken.

Bis iOS dieses Feature an Bord nimmt, wird der Smoothie-Spender hoffentlich noch ersetzt und die Gehirn-OP würden wir uns auch gerne sparen. Ansonsten zeigt das Experiment aber in eine faszinierende, wenn auch etwas gruselige Richtung: Die Schnittstelle zwischen Mensch und Software könnte bald ganz anders aussehen.

Super-Apps für iOS
Man muss kein Orakel befragen, um diesen Trend kommen zu sehen: Zukünftig werden sogenannte Super-Apps eine immer wichtigere Rolle in unserem Alltag spielen. Auch ein futuristisches iOS wird dafür eine Plattform bieten müssen.

Super-Apps verbinden eine breite Palette von Diensten, Funktionen und Services zentral unter einem Dach. Denn so praktisch und vielseitig Apps heute schon sind: Nervt es Sie nicht auch, dass man davon so viele braucht? Jeder Social-Media-Kanal will mit einer eigenen App besucht werden. Wer Twitter, Facebook, YouTube oder Instagram nutzt, stürzt am Smartphone oft in den reinsten App-Salat.

Auch in vielen anderen Bereichen versprechen Super-Apps komfortable und vor allem zeitsparende Lösungen. Stichwort: Urlaub. Um den Flug oder das Hotel zu buchen, um Kalendereinträge vorzunehmen oder das Herzblatt einzuladen, um vor Ort gute Restaurants zu finden, einen Mietwagen zu organisieren oder um den Zimmerservice zu rufen, könnte in Zukunft vielleicht eine einzige App ausreichen.

iOS als reines AR-Betriebssystem?
Aktuell erwarten wir ja alle mit Spannung das erste Augmented-Reality-Headset von Apple, das wird erst mal auch sein eigenes Betriebssystem bekommen. Name: xrOS.

Sollte Apple damit die erhofften Erfolge feiern, dürfte das AR-Segment im Konzern schnell eine noch wichtigere Rolle spielen und sich womöglich auch in andere Bereiche ausdehnen – in die mobile Sparte zum Beispiel.

Früher oder später müsste iOS dann auch VR- oder AR-Elemente beherrschen. Bei konsequenter Fortentwicklung könnten sich iOS-Geräte damit sukzessiv selbst in AR-Applikationen verwandeln. Langfristig halten auch Insider das nicht für abwegig.

Ob es aber schon in fünf Jahren so weit ist, darf man wohl bezweifeln – wahrscheinlich muss man eher mit 10 Jahren rechnen. Vorausgesetzt, die Technologie kann bei Apple überhaupt Fuß fassen.

Das iPhone komplett in der Cloud
Zum Schluss lehnen wir uns mal weit aus dem Fenster. Alles, was guter Haptik am iPhone im Wege steht, kann man eigentlich auf eines zurückführen: Die Hardware. Wenn Sie jetzt sagen, dass von den Geräten ohne Hardware nicht viel übrigbleibt, dann haben Sie natürlich recht. Aber genau darin besteht ja der Reiz. Denn wer sagt denn, dass schwere oder energiehungrige Komponenten wie der Akku, CPU-Strukturen oder sogar die Tasten unbedingt am Smartphone verbaut werden müssen?

Auch die Touch-Bedienung auf dem gleichen Display, in das man ja hineinsehen will, ist doch eigentlich kein allzu großer Geniestreich – schließlich schaut man sich dabei ständig auf die Finger.

In Anbetracht immer kleinerer Bauteile und immer besserer Übertragungstechnik lssen sich Hardware-Komponenten in ein paar Jahren vielleicht großzügig auslagern. Wenn schon der Speicherplatz und das Benutzerkonto in der fernen iCloud liegen, wieso sollte man dort nicht auch gleich die Software ausführen?

CPU, GPU, RAM und Gerätespeicher müssten Nutzer dann nicht mehr mit sich herumschleppen. Das iPhone ließe sich auf ein reines Displaymodul reduzieren, die Bedienung könnte man an einer parallelen Apple Watch erledigen (oder in Gedanken, Pager lässt grüßen).

Wenn es dann noch mit der Stromversorgung im universellen Induktionsfeld klappt, könnten sich die Geräte in papierdünne und grammschwere Leichtgewichte verwandeln.

Für iOS könnten solche SciFi-Features bedeuten, dass man es ebenfalls nicht mehr bei sich haben muss. Womöglich könnte man das mobile Betriebssystem auf einem fernen Server also quasi wieder stationär machen. Dann müsste man sich auch nicht mehr mit aufdringlichen und teils nervigen iOS-Updates herumärgern.

Oder klingt das jetzt zu utopisch? Denn Voraussetzung wäre natürlich flächendeckendes und superschnelles Internet. Und das in Deutschland?

5G-Mobilfunk legt in Westeuropa schneller zu als erwartet

Die Mobilfunkanbieter weltweit stecken Milliarden in den Aufbau der fünften Mobilfunkgeneration (5G). Aber längst nicht alle Kunden sind bereit, auch einen 5G-Vertrag zu buchen. Gerade in Westeuropa zeigten sie sich bislang eher zurückhaltend. Das ändert sich aber gerade.

Die Nutzung der fünften Mobilfunkgeneration (5G) in Westeuropa nimmt schneller als erwartet Fahrt auf. Bis Ende 2022 wuchs die Anzahl der 5G-Verträge in Westeuropa auf 69 Millionen, wie aus dem Ericsson Mobility Report hervorgeht, der am Mittwoch in Stockholm veröffentlicht wurde. Das entspricht einem Marktanteil von 13 Prozent. Der letzte Report von November 2022 ging für Westeuropa nur von einem Anteil von elf Prozent oder 63 Millionen 5G-Verträgen aus.

Im internationalen Vergleich liegt Westeuropa aber immer noch deutlich hinter anderen Weltregionen zurück. Führend beim lokalen 5G-Marktanteil sind aktuell Nordamerika (41 Prozent aller dortigen Mobilfunk-Verträge sind 5G-Verträge), Nordostasien (30 Prozent) und die Region des Golfkooperationsrates (18 Prozent).

Mittel- und langfristig erwarten die Experten von Ericsson aber, dass sich der 5G-Markt in Westeuropa dynamischer entwickeln wird als in anderen Regionen. Ende dieses Jahres sollen demnach in Westeuropa 143 Millionen Verträge abgeschlossen sein und bis Ende 2028 soll die Marktdurchdringung bei 88 Prozent liegen. Gleichzeitig erwartet Ericsson, dass Mobilfunknetze der dritten Generation (UMTS) abgeschaltet werden, um bei den knappen Funkfrequenzen für 4G und 5G Platz zu schaffen.

Die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) bietet deutlich höhere Datenübertragungsraten als die bisherigen Standards UMTS (3G) und LTE (4G). Außerdem fällt die Verzögerungszeit (Latenz) geringer aus, so dass man 5G auch für Echtzeit-Anwendungen wie das Steuern einer Maschine aus der Ferne oder Telemedizin-Anwendungen verwenden kann. 5G-Technik ist auch besser als 3G oder 4G geeignet, Massen online zu bringen, etwa die Besucher in einem großen Fußballstadion.

Im weltweiten Vergleich legt die 5G-Nutzung derzeit vor allem in Indien kräftig zu. Die Anzahl der 5G-Verträge in Indien erreichte bis Ende 2022 etwa zehn Millionen. Bis Ende 2028 werden sie schätzungsweise 57 Prozent der Mobilfunkabonnements im Land ausmachen, was das Land zur am schnellsten wachsenden 5G-Region weltweit macht.

Festplatte aufräumen unter Windows

Im Laufe der Zeit füllt sich selbst die größte Festplatte mit Daten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie wieder Ordnung schaffen und Platz freigeben.

Langsam, aber sicher…

Selbst, wenn Sie sehr sorgfältig vorgehen, wird sich der freie Speicherplatz auf der Festplatte im Laufe der Monate und Jahre immer weiter reduzieren. Grund dafür sind etwa Softwareinstallationen, Windows-Updates oder ganz einfach persönliche Daten wie Bilder oder Dokumente auf Ihrem Rechner. Im schlimmsten Fall wird es so irgendwann unmöglich, weitere Daten zu speichern oder auch sicherheitskritische Windows-Updates herunterzuladen. Glücklicherweise liefert das Betriebssystem aber alle notwendigen Tools mit, um ein wenig aufzuräumen.

Festplatte aufräumen: Schritt für Schritt
Um Ihnen zu zeigen, wie Sie Ihren Speicherplatz kontrollieren und freigeben, haben wir eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie verfasst, die sich am aktuellen Stand von Windows 10 orientiert:

Zuerst öffnen Sie über die Windows-Taste + I die Systemeinstellungen (Sie können sie natürlich auch auf anderen Wegen öffnen). Danach klicken Sie auf “System” und anschließend auf “Speicher”.

Rechts im Fenster sehen Sie jetzt “Lokaler Speicher”. Dort zeigt Ihnen das System an, welche Festplatten (sowohl HDDs als auch SSDs) es erkennt. Die Balken geben den relativen Füllstand der Laufwerke an, anhand der ausgeschriebenen Zahlen sehen Sie auch noch einmal die Belegung in Gigabyte.

Weiter geht es, indem Sie auf das Systemlaufwerk (meistens C:) klicken. Der folgende Vorgang kann ein wenig dauern, denn Windows scannt jetzt alle vorhandenen Ordner. Als Ergebnis sehen Sie dann eine Tabelle namens “Speichernutzung”. Diese ist in Kategorien unterteilt, wie etwa OneDrive, Apps und Spiele, E-Mail, Bilder und so weiter. Unter “Weitere” finden Sie dann abschließend noch diverse Ordner, die sich nicht klar zuordnen lassen. Wenn Sie jetzt einen Ordner anklicken, öffnet sich dieser im Windows Explorer.

Lohnenswert ist immer ein Klick auf “Apps und Spiele”: Dort zeigt Windows alle installierten Programme an, die Sie auch nach ihrem Speicherverbrauch staffeln dürfen. Welche Anwendung verschlingt am meisten Platz? Windows sagt es Ihnen – und erleichtert es so, selten genutzte Applikationen von der Festplatte zu schmeißen. Gerade produktiv einsetzbare Programme wie Photoshop verschlingen gerne mehrere Gigabyte. Deinstallieren Sie sie, falls Sie sie nicht mehr benötigen.

Viel Speicherplatz freigeben können Sie auch über “Temporäre Dateien”. Klicken Sie darauf und lassen Sie Windows einen Augenblick arbeiten. Anschließend sehen Sie einige Einträge, die Sie mit einem Haken auswählen können. Aktivieren Sie alle Kästchen und klicken Sie dann auf “Dateien entfernen”. Keine Angst: Es handelt sich ausschließlich um Dateien, die überflüssig sind.

Vor allem nach der Installation großer Windows-Updates, die Microsoft in der Regel alle sechs Monate veröffentlicht, gewinnen Sie durch den Löschvorgang der temporären Daten viel Kapazität zurück. Über “Vorherige Windows-Installation(en)” stellen Sie sicher, dass diese Dateien gelöscht werden.

Praktisch ist auch die automatische Beseitigung der genannten temporären Dateien. In den Systemeinstellungen gehen Sie dazu auf “Speicher” und dann rechts auf “Speicheroptimierung”. Schalten Sie diese Funktion ein. Sobald der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird, löscht Windows dann automatisch Daten, die nicht mehr notwendig sind.

Den Zeitpunkt der Laufwerkspflege können Sie ebenfalls ändern, und zwar über “Automatische Freigabe von Speicherplatz ändern”. Dort finden Sie ein Feld, in dem Sie festlegen können, ob täglich, wöchentlich oder monatlich gefegt werden soll. Ebenfalls einstellen können Sie hier, ob Dateien im Papierkorb irgendwann automatisch gelöscht werden sollen oder was mit getätigten Downloads passiert.

Festplatte aufräumen per Datenträgerbereinigung
Eine Alternative zu den genannten Schritten erhalten Sie, wenn Sie über das Startmenü die “Datenträgerbereinigung” aufrufen. Wählen Sie dort das Systemlaufwerk aus und gehen Sie dann weiter zu “Systemdaten bereinigen”. Die Bereinigung wird dann neu gestartet. Wählen Sie hier außerdem noch das Laufwerk aus, falls notwendig. Welche Daten Sie genau löschen möchten, aktivieren Sie auch hier über Häkchen. Klicken Sie auf “OK”, um den Vorgang zu starten. Abhängig vom Zustand der Festplatte dauert dies nur wenige Sekunden oder auch mehrere Minuten.

Lenovo bringt neue Edge-Server auf den Markt

Lenovo hat drei leistungsstarke neue Server vorgestellt, die KI-Berechnungen auch am Rand des Netzwerks möglich machen sollen.

Lenovo erweitert seine Server-Palette um mehrere neue Modelle. Der ThinkEdge SE360 V2 bietet nach Angaben des IT-Herstellers nicht nur die höchste GPU-Dichte im kleinsten verfügbaren Formfaktor, er wurde auch speziell für den Edge-Bereich entwickelt. Dort soll er vor allem KI-Berechnungen “an der Datenquelle” durchführen.

Intel Xeon D-2700 mit bis zu 16 Kernen
Das 2U große Gehäuse enthält eine Intel-CPU Xeon D-2700 mit bis zu 16 Kernen und bis zu 256 GByte RAM, die in vier Riegeln mit jeweils bis zu 64 GByte Größe angeordnet sind. Verbaut werden können zudem zwei NVMe-Laufwerke im 2,5-Zoll-Format sowie zwei M2-2280-NVMe-Laufwerke. An Anschlüssen bietet Lenovo unter anderem vier 10/25 schnelle GBit/s Glasfaser-Ports, zwei 2,5 schnelle GBit/s TSN-Ports, einen 1 GBit/s schnellen Management-Port sowie vier 1 GBit/s schnelle Ethernet-Ports.

Auch WLAN bis AX sowie sogar Geotracking sind verfügbar. Dazu kommen zwei PCIe-Anschlüsse der vierten Generation sowie zwei PCIe-Erweiterungs-Slots für Netzwerkverbindungen. Lenovo unterstützt Nvidia A2, Nvidia L4, Intel Data Center GPU Flex 140 sowie Qualcomm Cloud AI 100 und AI Inference.

Daneben hat Lenovo den ThinkEdge SE350 V3 vorgestellt. Bei ihm soll es sich laut Hersteller um die “vielseitigste, beschleunigte Rechenplattform auf dem Markt” handeln, die speziell für KI entwickelt wurde. Er unterstützt das Nvidia HGX 4-GPU-System und 4-DW-PCIe-GPU- oder 8-DW-PCIe-GPU-Server in einem 3U großen Gehäuse.

Das ebenfalls neue ThinkSystem SR675 V3 basiert auf den Epyc-9004-Prozessoren von AMD. Die Server unterstützen bis zu acht doppelte GPUs, Nvidia H100 und L40 Tensor Core GPUs sowie die Nvidia HGX H100 4-GPU mit NVLink und die Hybrid-Flüssigkeits-Luft-Kühlung Lenovo Neptune.

Darüber hinaus gab Lenovo bekannt, bisher schon mehr als 2 Milliarden US-Dollar Umsatz im Bereich der KI-Infrastruktur erzielt zu haben. In den kommenden drei Jahren will das Unternehmen daher rund 1 Milliarde Dollar in das Themenfeld KI investieren. Man wolle die Kunden unterstützen, indem man “KI an die Quelle ihrer Daten” bringe, sagte Kirk Skaugen, Präsident der Lenovo Infrastructure Solutions Group.

Neues Android-Update löscht Kontakte

Ein neues Update für Android-Smartphone versetzt einige Nutzer in Panik – denn es löscht augenscheinlich sämtliche Kontakte vom Handy. Zum Glück gibt es einen einfachen Weg, diese wiederherzustellen.

Die Kontakte im Smartphone werden von oft über Jahre gepflegt und sind für viele kaum zu ersetzen – übrigens ein guter Grund, um gelegentlich ein Backup anzulegen. Doch was, wenn die Kontakte plötzlich vom Smartphone verschwunden sind. Das passiert derzeit vielen Android-Besitzern, wie Gizchina berichtet – und vielleicht sind Sie auch betroffen.

Das Update 23.20 der Google Play Services (je nach Ihren Einstellungen wurde das Update möglicherweise automatisch installiert) hat eine kleine, aber wesentliche Änderung daran vorgenommen, wie Kontakte auf Ihrem Android-Gerät verwaltet werden. Und diese kann dafür sorgen, dass plötzlich die Kontakte von Ihrem Gerät verschwinden.

Kontakte verschwinden nach Update – das steckt dahinter
Das Problem ist die Synchronisierung mit Google Kontakte, Googles Cloud-Lösung für das Sichern von Kontaktdaten. Für das Aktivieren und Deaktivieren dieser Funktion gibt es einen Regler in den Einstellungen Ihres Android-Handys.So stellen Sie die Kontakte wieder her
Es kann also gut sein, dass ein ahnungsloser Nutzer die Synchronisierung deaktiviert und wenig später feststellt, dass alle Kontakte verschwunden sind. Die gute Nachricht ist: Dadurch, dass lediglich die in der Cloud abgespeicherten Kontakte von Ihrem Smartphone verschwinden, gehen letztlich keine Daten verloren. Sie sind lediglich nicht mehr auf Ihrem Gerät. Um die Kontakte wiederherzustellen, müssen Sie die Synchronisierung mit Google Kontakte wieder aktivieren:

Gehen Sie dafür in die Einstellungen Ihres Android-Smartphones und dann Konten und Synchronisieren > Google (Synchronisieren-Button klicken) > Google (Google-Konto auswählen) > Synchronisierung. Hier müssen Sie den Schalter bei “Kontakte” aktivieren. Ist dieser nicht vorhanden und stattdessen ein Haken bei “Automatisch Synchronisieren” gesetzt, ist die Synchronisierung mit der Cloud bereits aktiviert und Ihr Problem liegt woanders.

Hinweis: Je nachdem, welche Android-Version auf Ihrem Smartphone installiert ist, können die Menüs anders bezeichnet sein oder sich an anderer Stelle befinden.

Nachdem Sie die Einstellung korrigiert haben, sollten die Kontakte auch wieder auf Ihrem Gerät gespeichert sein. Der Synchronisierungsvorgang kann einige Minuten dauern. Sie können außerdem alle Kontakte, die Sie bei Google gespeichert haben, über die Web-Version von Google Kontakte aufrufen.

Vor dem Update 23.20 war es so, dass Ihre in der Cloud gespeicherten Kontakte, wenn Sie die Synchronisierung mit Google Kontakte deaktivieren, weiterhin lokal auf Ihrem Gerät vorhanden bleiben. Das hat sich mit dem Update geändert und wenn Sie jetzt die Synchronisierung mit Google Kontakte ausschalten, verschwinden die betroffenen Kontakte auch von Ihrem Smartphone.

Google schließt Sicherheitslücken in Android 11 bis 13

Google hat für Android 11 bis 13 das Security Bulletin für Juni veröffentlicht. Darin sind die in dem Mobilsystem beseitigten Schwachstellen aufgeführt. Die Pixel-Updates verspäten sich mal wieder.

Mit dem Android Security Bulletin für Juni dokumentiert Google die Schwachstellen des Mobilbetriebssystems, die dessen Entwickler in den offenliegenden Quelltexten (AOSP, Android Open Source Project) beseitigt haben. Hinzu kommen Sicherheits-Patches aus dem Linux-Kernel sowie sicherheitsrelevante Bug-Fixes der Chiphersteller.

Die geschlossenen Sicherheitslücken verteilen sich stets auf zwei so genannte Patch Level. Das erste, 2023-06-01, enthält die geschlossenen AOSP-Lücken. Im Patch Level 2023-06-05 sind die behobenen Lücken im Linux-Kernel (soweit sie Android betreffen) und in den Chipsätzen verschiedener Zulieferer dokumentiert.

Patch Level 2023-06-01 mit drei kritischen Lücken
Für das Patch Level 2023-06-01 weist das Security Bulletin im Juni 23 beseitigte Sicherheitslücken in den Kernkomponenten des Betriebssystems aus. Drei Schwachstellen sind als kritisch eingestuft. Alle anderen Lücken sind als hohes Risiko ausgewiesen. Bei den kritischen Schwachstellen handelt es sich um RCE-Lücken (remote code execution). Angreifer könnten aus der Ferne Code einschleusen und ausführen.

Die neuesten Sicherheits-Updates
Die Framework-Lücke CVE-2023-21127 betrifft Android 11 bis 13 und kann ohne besondere Ausführungsberechtigungen ausgenutzt werden. Allerdings ist die Mithilfe des Benutzers nötig. Diese kann etwa im Antippen eines Links bestehen. Auch die System-Lücke CVE-2023-21108 betrifft alle unterstützten Android-Versionen. Sie kann über Bluetooth ohne Benutzerhilfe ausgenutzt werden, sofern das Bluetooth-Profil HFP (Hands-free-Profile, für Freisprecheinrichtungen) aktiviert ist. Für CVE-2023-21130 ist hingegen nur Android 13 anfällig.

Patch Level 2023-06-05 mit 0-Day-Lücke
Für das Hardware-nahe Patch Level 2023-06-05 führt das Juni-Bulletin insgesamt 33 Lücken auf. Zwei Schwachstellen sind als kritisch, alle anderen als hohes Risiko einstuft. Der Chipzulieferer ARM (Mali-GPUs) hat drei Lücken gestopft, darunter mit CVE-2022-22706 eine, die bereits seit einiger Zeit für Angriffe ausgenutzt wird. Die beiden als kritisch ausgewiesenen Sicherheitslücken stecken in Qualcomm-Chips (Snapdragon und andere).

Noch kein Pixel-Bulletin
Wie schon in den Wintermonaten hat Google im Juni die zusätzlichen Updates für seine Pixel-Geräte noch nicht ausgeliefert. Auch das separate Pixel-Bulletin ist noch nicht erschienen. Updates erhalten die Modelle Pixel 4a und neuer. Für das Pixel 4 und ältere Geräte hat Google die Update-Versorgung bereits eingestellt.

Informationen zu Geräte-Updates nach Hersteller:

Fairphone

Gigaset

Google (Pixel-Geräte)

Huawei

LG

Motorola (Lenovo)

Nokia (HMD Global)

Samsung

Sony

Die Zahl der Smartphone- und Tablet-Hersteller, die mehr oder weniger regelmäßig Sicherheits-Updates für ihre Geräte bereitstellen, hat sich zwar in den letzten Jahren erhöht, jedoch ist noch immer viel Luft nach oben. Umso mehr, als manche Hersteller nur für ihre teuren Top-Modelle monatliche Updates anbieten. Während Samsung die Updates zeitnah ausliefert, oft sogar noch vor Google, hinken andere Hersteller teilweise mehrere Wochen (oder länger) hinterher.

Apple App Store ist ein Billionen-Markt

App-Entwickler verdienten 2022 mehr als 100 Millionen Dollar durch iOS-Apps, Abos und In-App-Käufe. Zusammen mit den über die Apps erwirtschafteten Umsätzen werden über eine Billion Dollar erzielt.

App-Store-Entwickler:innen haben laut Apple im Jahr 2022 insgesamt 1,1 Billionen Dollar an Verkäufen und Umsätzen über das App-Store-Ökosystem erwirtschaftet. Dennoch sind es umgekehrt die Nutzerinnen und Nutzer im App Store, die für den ordentlichen Umsatz sorgen. Die Zahlen basieren laut Apple auf einer unabhängigen Studie von Ökonomen der Analysis Group (“The Continued Growth and Resilience of Apple’s App Store Ecosystem”, PDF).

Die Ökonomen dieser Analysis Group schätzen demnach, dass Entwickler:innen im App Store im vergangenen Jahr insgesamt 910 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von physischen Waren und Dienstleistungen (beispielsweise durch Lieferdienste, die eine Pizza oder Ähnliches ins Büro oder nach Hause bringen), 109 Milliarden Dollar aus In-App-Werbung sowie den bereits genannten 104 Milliarden Dollar für digitale Waren und Services erwirtschaftet haben.

Faktoren des Wachstums
Die Studie der Analysis Group wirft dem Bericht zufolge einen genaueren Blick auf die wesentlichen Faktoren hinter dem Wachstum des App-Store-Ökosystems – darunter auch die wieder anziehende Nachfrage in Bereichen wie Reisen und Fahrdiensten und dem starken Wachstum der Werbeausgaben bei Apps aus den Bereichen Social Media und Einzelhandel.

Die Umsätze und Verkäufe der Entwickler:innen sind demnach zwischen 2019 und 2020 um 27 Prozent, zwischen 2020 und 2021 um 27 Prozent und zwischen 2021 und 2022 um 29 Prozent gestiegen. Vor allem kleine Entwickler:innen hatten im App Store enormen Erfolg – sie haben das Wachstum der größeren Entwickler:innen übertroffen und ihre Einnahmen zwischen 2020 und 2022 um 71 Prozent gesteigert.

Die Ökonomen der Analysis Group sehen in solchen Wachstumsraten positive Indikatoren, die ihrer Meinung nach für einen florierenden Markt voller Dynamik, Innovation und Wettbewerb stehen. Insgesamt seien die Verkäufe und Umsätze der Entwickler:innen aus den USA seit 2019 um mehr als 80 Prozent gestiegen.

In Europa sind die Verkäufe und Umsätze der Entwickler:innen seit 2019 sogar überdurchschnittlich stark um 116 Prozent gestiegen, heißt es dazu weiter. Mehr als 90 Prozent der Umsätze und Verkäufe komme dabei ausschließlich Entwickler:innen und Unternehmen jeder Größe zugute -, ohne dass Apple dafür eine Provision erhalte.

Wichtige Rolle von Angeboten wie Reisen, Fahrdiensten oder Gesundheit
Interessante Ergebnisse gibt es der Studie zufolge auch bei Branchen und in App-Kategorien einen deutlichen Nachfrageanstieg in den Bereichen, die durch COVID-19 eine Zeit lang brachlagen. Das ist insbesondere in App-Kategorien wie Reisen und Fahrdiensten der Fall, bei denen es demnach einen spürbaren Nachfrageanstieg gab: Die Verkäufe von Reisen über iOS-Apps seien 2022 um 84 Prozent gestiegen, während laut der Studie die Verkäufe über Apps für Fahrdienste um 45 Prozent gewachsen sind.

Auch im Bereich der Lebensmittelnachfrage seit 2019 oder allgemein für die Beliebtheit von Unternehmens-Apps gab es einen deutlichen Anstieg. Das breit angelegte Wachstum des Geschäfts der Entwickler:innen über alle App-Kategorien hinweg zeige, wie sehr sich Apple-Nutzer:innen in vielen Bereichen ihres Lebens “auf ihre Lieblings-Apps verlassen” – ob für Spiele oder Produktivität, bei Bildung oder sozialen Medien. Immer wieder in dem Bericht unterlegt Apple das auch mit konkreten Beispielen von erfolgreichen Apps oder App-Kategorien.

App Store seit 2008 mit starkem Wachstum
Und immerhin: Der App Store, nach seinem Start im Jahr 2008, wird fünfzehn! Insgesamt haben iOS-Entwickler:innen von 2008 bis 2022 laut der Pressemitteilung mehr als 320 Milliarden Dollar im App Store verdient. Die Studie der Analysis Group habe ergeben, dass iOS-Anwender:innen von 2008 bis 2022 mehr als 370 Milliarden Apps geladen haben. Heute stehen im App Store knapp 1,8 Millionen zur Auswahl, das seien mehr als 123 Mal so viele Apps im Vergleich zu den tausenden, die Ende 2008 im App Store verfügbar gewesen sind, freut sich Apple.

Weitere Aspekte wie die Unterstützung von Arbeitsplätzen
Der sehr umfangreiche Artikel betont noch weitere Aspekte, wie die Rolle des App Stores bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. Demnach habe das Ökosystem mehr als 2,1 Millionen Arbeitsplätze allein in den USA unterstützt. Dazu kommt die Betonung der App-Store-Regeln und -Richtlinien zum Schutz der User. Apple hebt hervor, dass Sicherheit, Datenschutz und Qualität der Apps im App Store höchste Priorität haben.

Und auch Apples Engagement für Bildung und Unterstützung von Entwickler:innen kommt zur Sprache: Apple erwähnt Initiativen wie die “App Development with Swift”-Programme, die dazu beitragen, das technische Know-how zu fördern und die nächste Generation von Entwickler:innen zu inspirieren.

Huawei stellt MateBook X Pro und 16s vor

Zwei Neuheiten gibt es aus dem Hause Huawei zu vermelden. Beiden Matebooks ist innovative Technologie in Verbindung mit Intel Core Prozessoren der 13. Generation gemein.

Nicht nur optisch und in Sachen CPU wurden die Matebooks renoviert, sondern sie weisen auch einige technische Besonderheiten auf, wie etwa SuperHub, SuperTurbo oder die neue Huawei Metaline Antenne, die eine Reichweite bis zu 270 Meter schaffen soll. Bei Bestellungen bis zum 15. Juni 2023 gibt es zudem einen MateView SE-Bildschirm, einen Style Rucksack und eine Wireless Mouse von Huawei gratis dazu.

Wo Schönheit auf Leistung trifft
Mit dem neuen MateBook X Pro bringt Huawei ein Flaggschiff-Notebook auf den Markt, das innovative Technologie und exquisites Design vereint. Die neue Generation des chinesischen Herstellers ist mit einem 14,2-Zoll Real Colour FullView Display mit einer Auflösung von 3120 x 2080 Pixeln ausgestattet. Das Design des Laptops fällt durch ein Soft-Touch-Metallgehäuse mit einer einzigartigen matten Oberfläche auf, die per Micro-Arc-Oxidation-Technologie (Mikrolichtbogenoxidation) eine warme, angenehme Haptik bieten soll. Das Huawei MateBook X Pro besteht aus einer Magnesiumlegierung und ist in Ink Blue erhältlich.

Das FullView-Farbdisplay wartet mit einer Farbgenauigkeit von Delta E < 1 sowohl im P3- als auch im sRGB-Farbraum auf. Dazu kommen die TÜV Rheinland Eye Comfort 3.0-Zertifizierung und eine magnetisch gesteuerte nano-optische AR-Beschichtung, die laut Huawei Reflexionen um bis zu 60 Prozent für ein angenehmeres Lesen reduzieren kann. Neben dem Intel Core i7-1360P sind 16 GB LPDDR5-RAM und 1 TB NVMe SSD-Speicher für die Leistung des Evo-zertifizierten Geräts verantwortlich.

Innovative “Super”-Tools
Der von Huawei selbst entwickelte Super Turbo integriert und optimiert Hardware, Systeme und Nutzungsszenarien für verbesserte Energieeinsparung, hohe Leistung und reibungslosen Betrieb. Schnelles Einschalten, Software-Startup-Booster und SuperCharge Turbo sollen für höhere Produktivität sorgen. Die Metaline-Antenne ermöglicht Verbindungen mit extrem hoher Reichweite und bietet stabile und schnelle Netzwerkverbindungen – auch dort, wo viele Benutzer gleichzeitig aktiv sind, teilt Huawei mit.

Huawei verbessert mit dem MateBook X Pro das “Konferenzerlebnis” durch die Unterstützung kabelloser Kopfhörer, Geräuschunterdrückung und gute Sprachverständlichkeit in lauten Umgebungen durch vier Digitalmikrofone und 6 Lautsprecher. Die KI-Kamera bietet zwar nur 720p Auflösung, unterstützt dafür Hintergrundwechsel, eine “Schönheitsverbesserung auf Hardwareebene” und Modi wie FollowCam und Blickkontakt, die den Anwender jederzeit ins rechte Licht rücken.

Weitere Tools zur Produktivität sind Super Device-Funktionen zur Datenübertragung von Telefon, Tablet und PC, ohne dass USB-Sticks oder Apps von Drittanbietern benötigt werden. Der SuperHub wiederum vereinfacht den Datentransfer zwischen kompatiblen Geräten durch Ziehen, Ablegen und automatischer Einordnung der Dateien.

Das neue Huawei MateBook 16s
Weniger auf Eleganz, dafür stärker auf Leistung ausgerichtet, präsentiert Huawei das MateBook 16s mit dem Intel Core i9-13900H der 13. Generation. Zielgruppe sind Multitasking-Profis und Kreative, die einen großen Bildschirm und ein solides, mobiles und zuverlässiges System benötigen. Huawei übernimmt den 2,5K 16-Zoll großen 10-Punkt-Touchscreen im Seitenverhältnis 3:2 der vorherigen Generation und verbessert Helligkeit und Klarheit des Bildschirms von 300 auf 400 nits.

Die bereits angesprochene Metaline-Antenne wird durch die Wi-Fi 6-Fähigkeit ergänzt. Auch hier sorgen 16 GB LPDDR5 RAM und die 1 TB NVMe für genügend Speicherkapazität und flottes Arbeiten. Mit 14 Kernen und 20 Threads taktet der Intel Core i9-13900H in der höchsten Stufe mit 5 GHz. Gleichzeitig verwendet der Prozessor eine hybride Architektur aus leistungsstarken (P-Kerne) und energieeffizienten E-Kernen, wobei erstere für anspruchsvolle Aufgaben wie Spiele, Echtzeit-Rendering und Videobearbeitung aktiv werden und die E-Kerne eher Hintergrundaufgaben wie Downloads, Internet oder Audio übernehmen.

Huawei will mit dem MateBook 16s hybrides Arbeiten so nahtlos und einfach wie möglich gestalten. Mit Super Device können Nutzer ihre Geräte durch einfaches Drag and Drop sofort und ohne lästige Kabel mit dem PC verbinden. So können etwa Grafikdesigner ein Tablets zwecks Multi-Screen anschließen oder als zweiten Bildschirm für schnelle Notizen, Skizzen und Illustrationen verwenden.

Das Huawei MateBook 16s schreitet mit Smart Conferencing weiter voran und integriert eine AI Camera mit 1080p FullHD-Auflösung und AI Sound mit zwei Mikrofonen und zwei Lautsprechern. Mit virtuellen Hintergründen und einem Algorithmus zur Geräuschunterdrückung soll so jederzeit die Teilnahme an virtuellen Konferenzen möglich sein. Die FollowCam-Funktion stellt sicher, dass man immer perfekt im Bild ist. Personal Voice Enhancement verstärkt die Stimme der Nutzer bei Präsentationen und unterdrückt störende Hintergrundgeräusche. Die neuen Huawei MateBook 16s ermöglichen nun den Anschluss von kabellosen und USB-Type-C-Kopfhörern.

Preis und Verfügbarkeit
Das Huawei MateBook X Pro ist seit Juni 2023 zu einer unverbindliche Preisempfehlung inklusive Mehrwertsteuer von 2.199 Euro bei Huawei sowie im Handel verfügbar. Das Huawei MateBook 16s ist gleichzeitig gestartet und für 1.799 Euro verfügbar. Beide Modelle sind nur mit Windows 11 Home ausgestattet.

Weitere Informationen stehen für Interessierte unter diesem Link für das Huawei MateBook X Pro und hier für das MateBook 16s zur Verfügung.