Windows 10: Microsoft bringt den ungewöhnlichsten Build des Jahres

Die Entwickler Microsofts haben den Windows 10 Insider Preview Build 20279 veröffentlicht. Damit haben sie kurz vor Weihnachten noch das wohl ungewöhnlichste Test-Release des Jahres bei den Teilnehmern des Insider-Programms platziert.

Diese dürften sich inzwischen daran gewöhnt haben, dass neue Ausgaben nur geringfügige Veränderungen mitbringen. Build 20279 sticht hier dahingehend hervor, dass erstmals überhaupt keine neuen Code-Bestandteile enthalten sind. Man bekommt also das, was bereits mit dem Build 20277 geliefert wurde, zum zweiten Mal angeboten.

Bemerkenswert ist auch der Tag der Veröffentlichung. Normalerweise schickt Microsoft neue Test-Builds zum Ende der Woche ins Rennen. Dann sind die Ergebnisse der letzten Arbeitstage enthalten und die Tester haben am Wochenende Zeit, diese unter die Lupe zu nehmen. Ein Montag als Tag für das Release der neuesten Preview ist somit mehr als ungewöhnlich.

Normaler Build in Arbeit

Im Blog-Beitrag zur neuesten Ausgabe bringen die Redmonder allerdings Licht ins Dunkel. Demnach handle es sich hier keinesfalls um ein Versehen – aber durchaus um eine Art Probealarm. Man habe einfach nur mal ausprobieren wollen, ob man auch in der Lage sei, einen neuen Build kurzfristig und außer der Reihe in die Test-Kanäle zu schieben.

Build 20279 wird jenen Testern angeboten, die Build 20277 installiert haben oder auf einem vorhergehenden Stand sind. Wer bereits Build 21277 nutzt – beispielsweise um den neuen x64-Emulator für ARM-Systeme zu testen – bekommt den hier beschriebenen Null-Build aufgrund dessen niedrigerer Versionsnummer nicht angeboten. Die Microsoft-Entwickler betonten, dass sie ungeachtet der jetzt erfolgten Veröffentlichung an der normalen Preview arbeiten, die dann in einigen Tagen folgen wird. Nach den Feiertagen will man die Tester im Dev-Channel außerdem wieder auf einen einheitlichen Entwicklungsstand bringen.

Versteckte Funktionen in Windows 10? Kleines Tool offenbart praktische Tools

Windows 10 kann mehr als man auf den ersten Blick erwartet. Doch viele Funktionen sind nur schwer aufzuspüren oder man muss sich an die Registry wagen. Ein kleines Gratis-Tool will versteckte Windows 10-Features einfacher zugänglich machen. Im Video zeigen wir Ihnen zusätzliche Windows-Tools, die nicht nur schön aussehen, sondern auch praktisch sind.

Ein Betriebssystem wie Windows 10 ist ein sehr komplexes Stück Software. Die Kunst besteht darin, diese Komplexität so gut es geht zu verbergen und den Nutzern die Funktionen an die Hand zu geben, die sie am häufigsten brauchen und so ein möglichst einfaches Arbeiten mit dem PC zur ermöglichen.

Möchten Sie jedoch Ihr Windows individuell einstellen, kann es sein, dass die entsprechenden Windows-Funktionen nicht so einfach zu erreichen sind. Das kostenlose Tool Hidden Windows 10 Features will Abhilfe schaffen und versteckte Windows-Funktionen einfacher zugänglich machen.

Rund 50 versteckte Funktionen in sechs Rubriken

Das Tool Hidden Windows 10 Features bündelt aktuell rund 50 versteckte Funktionen. Der Aufbau des Tools ist denkbar einfach: Die Features werden aufgelistet und Nutzer aktivieren sie über Checkboxen. Damit das Ganze übersichtlich bleibt, untergliedert das Tool seine Funktionen in die sechs Rubriken This PC, Taskbar, Context menu, System, Security und Privacy.

Leider ist die Software bisher nur in englischer Sprache zu haben. Praktisch ist aber, dass hinter fast jeder Funktion ein Preview-Button angefügt ist. Dieser zeigt eine Vorschau und somit, was mit der jeweiligen Einstellung gemeint ist.

Simple Bedienung, andere können mehr

Die Bedienung von Hidden Windows 10 Features ist einfach: Gewünschte Funktion abhaken und auf “Apply” klicken. Sie können in einem Rutsch auch mehrere Punkte einschalten und dann aktivieren. Ein Systemwiederherstellungspunkt lässt sich über das Tool allerdings nicht erstellen und es fehlen kurze Erklärungen oder aussagekräftigere Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Punkten. Praktisch ist eine Import-Export-Funktion für die gesetzten Einstellungen. Diese sind erreichbar über das Zahnrad unten links.

Die Tweaks sind ganz gut ausgesucht, etwa um das Kontextmenü zu erweitern, einen Godmode-Ordner anzulegen oder Cortana zu deaktivieren. Andere Tweaker können aber deutlich mehr, etwa Winaero Tweaker oder Ultimate Windows Tweaker bieten deutlich mehr Optionen. Doch das kann dann auch schnell wieder unübersichtlich werden.

Microsoft entfernt mehr Windows-7-Funktionen aus Windows 10

Aero Shake kann Fenster durch Schütteln des aktiven Fensters minimieren. Die Funktion soll wohl deaktiviert werden – wie das Snipping-Tool.

Microsoft macht bei der Ummodellierung von Windows 10 Fortschritte. In einem aktuellen Previewbuild wird klar, dass immer mehr aus Windows 7 bekannte Funktionen optional gemacht oder komplett entfernt werden. Das berichtet das Techmagazin Windows Latest. Betroffen ist hier die Funktion Aero Shake, die durch schnelles Hin- und Herbewegen eines Fensters alle sichtbaren Fenster bis auf dieses minimiert. Ursprünglich wurde die Funktion mit der Vorstellung von Windows 7 und der überarbeiteten Aero-Benutzeroberfläche eingeführt.

Im Preview-Patch und später auch in der Live-Version von Windows 10 könnte das allerdings komplett über einen internen Flag deaktiviert werden. Bisher ist dies nur über einen manuell eingestellten Registry-Eintrag möglich. Dazu muss ein neuer Dword-32-Bit-Schlüssel mit der Bezeichnung NoWindowMinimizingShortcuts und dem Wert 1 im Verzeichnis HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows angelegt werden.

Aero Shake von Einigen unerwünscht

Viele Suchergebnisse im Internet zeigen Tutorials, wie das aus Windows 7 bekannte Aero Shake abgeschaltet werden kann. Das lässt vermuten, dass zumindest ein Teil der Windows-10-Community die Funktion eher als hinderlich ansieht. Dass Microsoft das Feature entfernt, könnte also eine Reaktion auf User-Feedback sein.

Microsoft plant, auch weitere Windows-7-Funktionen standardmäßig zu deaktivieren. So soll das Windows-7-Snipping-Tool für das Erstellen von Bildschirmfotos ausgeschaltet und als optionales Modul manuell aktivierbar werden. In dieser Liste befinden sich auch andere Legacy-Anwendungen wie der Internet Explorer 11, der mittlerweile von Microsoft Edge auf Chromium-Basis und mit integriertem Internet-Explorer-Modus ersetzt wurde. Als Ersatz soll es Snip and Sketch geben, welches auf Microsofts UWP-Design basiert und im Microsoft Store heruntergeladen werden kann.

Windows 10: Microsoft veröffentlicht Dezember-Updates

Nutzer mit Windows-System können bald einen Blick in die Einstellungen werfen, vermutlich werden da mehr oder weniger Updates auf euch warten, denn bei Microsoft hat man für diverse Windows-Versionen die Update-Schleusen für den Dezember-Patch-Bay geöffnet.

Microsoft weist noch einmal gesondert auf das endgültige Ende des Flash-Supports hin. Ab dem 21. Januar werden Flash-Inhalte, die im Flash Player ablaufen sollen, geblockt. Ferner nennt man Sicherheitsupdates für Microsoft Edge Legacy, die Microsoft-Grafikkomponente, Windows Media, Windows Fundamentals und Windows Virtualization. Eine Übersicht über die geschlossenen Lücken bekommt man auch auf dieser Seite.

Windows 10: Microsoft ändert Updates – das müssen Nutzer jetzt wissen

Updates von Windows 10 sind für die meisten Nutzer des Betriebssystems eher nervig. Nun hat auch Microsoft erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Ein anderes Verfahren soll Abhilfe schaffen – und neue Funktionen könnten bald auch ohne große Aktualisierungen bei den Kunden ankommen.

Windows 10: Änderung bei Updates geplant

Wer einen Rechner mit Windows 10 als Betriebssystem nutzt, der kennt es nur zu gut: Immer wieder werden Aktualisierungen eingespielt, die im besten Fall nur einen Neustart erfordern, im schlechtesten Fall aber neue Fehler und Unzulänglichkeiten unter Windows 10 verbreiten. Dann müssen Patches für gerade erst eingespielte Updates bereitgestellt werden – und manchmal beginnt das Spiel dann wieder von vorne. Jetzt überlegt sich Microsoft, Aktualisierungen in Zukunft anders zu behandeln. Fehlerbehebungen und neue Funktionen sollen demnach getrennt voneinander behandelt werden.

Eine vollständige Umkehr vom bisher praktizierten Prinzip dürfte in nächster Zeit aber eher nicht geplant sein. Klassische Feature-Updates soll es weiterhin geben. Neu hingegen ist das sogenannte Windows Feature Experience Pack, das nun in einer ersten Version bereitsteht und von interessierten Nutzern des Windows-Insider-Programms eingespielt werden kann. Hier sind kleinere Verbesserungen für Windows-Funktionen zu finden, die unabhängig vom Betriebssystem selbst konzipiert wurden. Entsprechend landen sie auch nicht mit klassischen Updates auf den Rechner an.

Zu Beginn ist die Liste der Verbesserungen noch ziemlich klein. Dem entsprechenden Blogeintrag zufolge wurde die Snipping-Funktion von Windows 10 überarbeitet, damit Bildschirmausschnitte direkt in einem vom Nutzer definierten Ordner gespeichert werden. Auch die Verwendung von Touch-Tastaturen im Hochformat wurde verbessert.

Windows 10X: So sieht die Zukunft des Betriebssystems aus.

Windows 10: 2021 wird ein wichtiges Jahr

Das jetzt vorgestellte Windows Feature Experience Pack dürfte einen Vorgeschmack auf das bieten, was sich Microsoft für Windows 10 im kommenden Jahr vorstellt. 2021 soll ein wichtiges Jahr für das Betriebssystem werden. Man arbeitet an einer Modernisierung, die einer „Wiederbelebung“ gleichkommen soll. Geplant ist unter anderem eine Auffrischung des Startmenüs.

Neues Windows 10-Build startet “Multi-Apps-Erfahrung” für Android

Microsoft hat eine weitere Vorschau-Version im Windows 10 Insider-Programm veröffentlicht. Dabei testet man im Dev-Channel jetzt die vor einiger Zeit angekündigte Option, mehrere Android-Apps gleichzeitig auf dem Windows-Desktop zu nutzen.

Das hat Windows-Manager Brandon LeBlanc jetzt in einem Blogbeitrag für die Windows Insider bestätigt. Die Möglichkeit, mit einem Samsung-Smartphone, der Begleiter-App “Ihr Smartphone” und einer Windows 10 Vorschau-Version Android-Apps auf dem PC zu nutzen, ist eines der interessantesten neuen Funktionen, an denen Microsoft derzeit arbeitet.

“Multi-Apps-Erfahrung” gestartet

Mit dem neuen Windows 10 Insider Preview-Build 20257 (FE_RELEASE) kann man nun auch mit mehreren Android-Apps gleichzeitig auf dem Windows-PC arbeiten. Die “Multi-Apps-Erfahrung” kann damit nun von allen Insidern, die sich für den Dev Channel entschieden haben, ausprobiert werden. Die Anwendungen werden dazu in separaten Fenstern gestartet, so dass Sie mit mehreren Anwendungen gleichzeitig interagieren können. Die “Ihr Smartphone”-App muss dabei im übrigen nicht geöffnet sein.

Die Multi-Apps-Funktion ist auf unterstützten Samsung Galaxy-Handys (Note20 5G, Note20 Ultra 5G, Z Fold2 5G, Z Flip, Z Flip 5G), auf denen Android 10 mit Link to Windows (LTW)-Integration läuft, verfügbar. Die nötigen Änderungen wurden dafür bereits in der vergangenen Woche serverseitig gestartet.

Neben der Neuerungen bringt das Insider-Update eine Vielzahl an Fehlerbehebungen. Ganz ausgemerzt ist die lange Liste an Problemen aber nicht.

Zu den weiteren bekannten Problemen gehört:

Wir prüfen Berichte über den Aktualisierungsprozess, die über längere Zeiträume hängen, wenn versucht wird, ein neues Build zu installieren.

Live-Vorschauen für angeheftete Sites sind noch nicht für alle Insider aktiviert, so dass Sie möglicherweise ein graues Fenster sehen, wenn Sie mit der Maus über die Miniaturansicht in der Taskleiste fahren. Wir arbeiten weiter daran, dieser Erfahrung den letzten Schliff zu geben.

Wir arbeiten daran, die neue Taskleisten-Erfahrung für bestehende angeheftete Sites zu aktivieren. In der Zwischenzeit können Sie die Site aus der Taskleiste lösen, sie von der Seite edge://apps entfernen und dann neu anheften.

Wir untersuchen Berichte, dass einige Benutzer den Fehler 0x80070426 sehen, wenn sie sich mit ihrem Microsoft-Konto bei verschiedenen Anwendungen anmelden. Wenn er bei Ihnen auftritt, kann ein Neustart Ihres PCs dies beheben.

Wir untersuchen ein Problem, bei dem nach diesem Build keine Laufwerke unter Einstellungen > System > Speicher > Laufwerke und Volumes verwalten angezeigt werden. Als Workaround können Sie Ihre Datenträger mit dem klassischen Datenträgerverwaltungstool verwalten.

Wir untersuchen Berichte, dass einige Bildschirme fälschlicherweise schwarzen Text auf dunklen Hintergründen anzeigen, wenn das Dunkle Theme aktiviert ist.

SSDs verursachen Bluescreens: Erstes massives Problem im Windows 10 Oktober Update

Mit Windows 10 20H2 hat Microsoft kürzlich das zweite große Funktionsupdate für das beliebte Betriebssystem in diesem Jahr veröffentlicht. Das kommt trotz seiner kleinen Größe mit einigen deutlich sichtbaren Neuheiten. Doch wo ein Windows-Update ist, sind auch die Probleme nicht weit. Ein Bluescreen im Zusammenspiel mit SSDs sticht heraus.

Bereits seit Mitte August war es fertig, am 20. Oktober hat Microsoft das Windows 10 Oktober Update final veröffentlicht. In den nächsten Wochen und Monaten soll das Update, das auch als Windows 10 20H2 bekannt ist, nach und nach an alle Nutzer ausgerollt werden. Zwei Mal jährlich gibt es für Nutzer von Windows 10 ein größeres Funktionsupdate. Das Oktober Update ist vergleichsweise schlank und sollte schnell installiert sein, bietet aber dafür jede Menge sichtbare Neuerungen, darunter auch das neu entworfene Startmenü.

Ungeduldige können sich die neue Windows 10 Version zum Beispiel per Media Creation Tool einfach herunterladen – wir raten aber, die ersten Wochen noch abzuwarten. Denn es kommt nicht selten vor, dass bei Funktionsupdates der ein oder andere fiese Bug enthalten ist. Bereits jetzt führt Microsoft im offiziellen Katalog einige Probleme auf, ein Bluescreen im Zusammenspiel mit SSDs sticht dabei heraus.

Windows 10 20H2: Diese Bugs und Probleme sind bekannt

Zu jedem Update führt Microsoft eine offizielle Liste mit bekannten Problemen, die Nutzern Orientierung geben. Schon mit dem Release waren zwei “Known Issues” bei Windows 10 20H2 gelistet, die allerdings auch schon beim Vorgänger Windows 10 2004 auftraten. Es geht dabei um Audio-Treiber, die Fehlermeldungen und sogar Bluescreens verursachen können.

Neu hinzugekommen ist ein Problem, das im Zusammenspiel von Oktober Update und SSDs ebenfalls Bluescreens heraufbeschwören kann. Betroffen sind davon Thunderbolt NVMe SSDs, die unter Windows 10 20H2 einen Stop-Fehler mit der Meldung “DRIVER_VERIFIER_DMA_VIOLATION (e6) An illegal DMA operation was attempted by a driver being verified.” verursachen können. Da Windows 10 20H2 sehr eng mit dem Vorgänger verwandt ist, tritt das Problem auch unter Windows 10 2004 auf. Microsoft hat die Verteilung des Updates auf entsprechende System jetzt gestoppt. Bis Ende November will Microsoft eine Problemlösung am Start haben.

Untersucht wird von Microsoft außerdem ein weiterer Bug, der beim Update dazu führt, dass Windows-Installationen sämtliche Zertifikate verlieren. Dieses Problem tritt in Firmen auf, die Update-Management-Tools einsetzen. Hierzu soll es in den kommenden Wochen einen Fix geben.

Von Problemen betroffen? Windows 10 20H2 deinstallieren

Viele Probleme, die ein größeres Windows-Update mit sich bringt, beschränken sich nur auf einen kleinen Teil der Nutzer. Gehören Sie jedoch zu diesen und haben einen Bug erwischt, der das Arbeiten mit dem betroffenen Rechner unmöglich macht, hilft nur eines: Die Deinstallation des Updates.

Das ist zum Glück unter Windows 10 relativ einfach möglich. Zur Deinstallation navigieren Sie in den Einstellungen zu “Windows Update” und klicken dort auf “Updateverlauf anzeigen”. Oben finden Sie die Option “Updates deinstallieren”. In der anschließend angezeigten Liste suchen Sie nach dem entsprechenden Update und wählen mit einem Rechtsklick die Option “Deinstallieren” aus. Damit werden Sie die Probleme, die das Update verursacht hat, wieder los. Wir raten Ihnen, Windows 10 20H2 allerdings wieder zu installieren, sobald der betreffende Bug gefixt ist.

Must-Have für Windows 10: Dieser Dateimanager ist viel besser als der Explorer

Microsoft bastelt seit Jahren an einer Explorer App mit flacherem Design und klarerer Struktur. Doch wirklich vorwärts geht da schon länger nichts mehr. Wie man es machen könnte, zeigt Files UWP. Von dieser kostenlosen Explorer App mit schickem Design und pfiffigen Features sollte sich Microsoft eine Scheibe abschneiden.

Beim Datei Explorer in Windows scheiden sich die Geister. Die einen wollen mehr Power-Features, die anderen lieber cooleres Design oder schnellere Kopiervorgänge. Was schon wieder in Vergessenheit geraten ist: Microsoft versteckt in Windows 10 seit dem Creators Update eine Datei-Explorer App. Sie können den abgespeckten Datei-Manager mit der passenden Verknüpfung aktivieren, versprechen Sie sich aber nicht zu viel von der App, sie ist auch unter dem aktuellsten Windows 10 nicht wirklich brauchbar.

Besser macht es Files UWP, eine kostenlose Explorer-Alternative, die es auch über den Microsoft Store gibt. Sie kombiniert schickes Design mit nettes Detailfunktionen. Hier sollte Microsoft sich mal was abschauen.

Klasse Design

Wenn Apps unter Windows gegen die klassischen Programme antreten, stehen zwei Dinge meist fest: Die Klassiker haben mehr Features, die Apps sehen dafür viel schicker aus. Das ist auch bei Files UWP so. Versteckte Dateien lassen sich zum Beispiel gar nicht erst anzeigen, ebensowenig die Größe von Ordnern. Wer also einen Power-Ersatz für den Explorer sucht, ist hier falsch. Doch Files UWP ist richtig schick, zeigt ein schönes flaches Design mit minimalistischen Icons, schmaler Menüleiste, Tabs und klar strukturierten Kontextmenüs.

Damit Files UWP auf das Dateisystem zugreifen darf, verlangt Windows eine explizite Erlaubnis durch den Nutzer. Beim ersten Zugriffsversuch führt Sie die App zu den entsprechenden Einstellungen. Sie finden den Aktivierungsschalter unter “Datenschutz/Dateisystem”.

Durchdachte Funktionen

Auch wenn der Entwickler selbst sagt, dass Files UWP eine Preview ist, sind viele grundlegende Funktionen an Bord. Beispielsweise werden alle Laufwerke eingebunden, es gibt eine Verknüpfung mit OneDrive sowie eine Anzeige von Favoriten und Ordnern, auf die man kürzlich zugegriffen hat. Dark- und Light-Modus sowie eine Seitenleiste im Acrylic-Design verstehen sich fast schon von selbst.

Es wird auch mit den Funktionen: Über einen eigenen Button kann man in der Datei-Hierarchie nach oben navigieren, aktuelle Pfade lassen sich einfach kopieren und während eines Löschvorgangs wird jetzt auch eine Fortschrittsanzeige eingeblendet. Ordner und auch Dateien lassen sich für den schnelleren Zugriff festpinnen und wer will, öffnet aus Files UWP heraus ganz einfach den ausgewählten Ordner auf der Kommandozeile. Aber noch funktionieren nicht alle Einstellungen, etwa gibt es zum Einblenden versteckter Ordner einen Schalter, der sich aber nicht nutzen lässt, ebenso ist noch keine Suchfunktion implementiert.

Windows 10: Zwei frische Probleme mit dem Oktober-2020-Update

Microsoft hat das Oktober-Update für Windows 10 vor rund zwei Wochen freigegeben und wie üblich gibt es auch bei der neuesten Aktualisierung diverse Bugs – glücklicherweise allerdings nichts Schwerwiegendes. Kleinere Fehler gibt es aber, nun hat Microsoft zwei weitere bestätigt.

Bugs und Oktober-Update ist eine Kombination, die bei Microsoft schlechte Erinnerungen zurückbringt, denn vor zwei Jahren musste im Herbst die damalige Aktualisierung von Windows 10 aufgrund schwerwiegender Fehler zurückgezogen werden. Das ist 2020 nicht der Fall, dennoch läuft auch dieses Jahr nicht alles perfekt.

Probleme mit Office-Updates

Wie Windows Latest berichtet, hat Microsoft nun bestätigt, dass die aktualisierte Version des Betriebssystems an einem Problem leidet, bei dem Office-Produkte nicht aktualisiert werden können. In einem Support-Dokument teilte der Redmonder Konzern mit, dass es hier zu einem Zertifikatsverlust kommt. Dieses Problem tritt offenbar dann auf, wenn man das System per ISO oder einem Medien-Installations-Tool aktualisiert – also nicht, wenn die Daten per Windows Update ausgeliefert werden.

Konkret geht es hier um Updates für Microsoft Office 365, die herkömmliche Standalone-Version von Office sollte also keine Probleme bereiten. Nach der Installation des Oktober-2020-Updates bekommen Nutzer eine Benachrichtigung, dass der Office 365-Download gescheitert sei (“Download of Office 365 file failed, error =”).

Einen Workaround gibt es bislang nicht, wer davon betroffen ist, der muss den Oktober-Patch deinstallieren, Office aktualisieren und den Oktober-Patch erneut aufspielen.

In einem weiteren Support-Dokument bestätigt Microsoft einen weiteren Bug mit einem Zertifikatsverlust, hierbei kann es zu Problemen beim Zugriff auf einige Apps, Dienste oder Webseiten kommen. Generell empfiehlt Microsoft deshalb, vorerst auf Updates per USBs, DVDs oder ISOs zu verzichten.

Viel schicker als Microsoft: Geniales Tool lässt Windows 10 wie iOS aussehen

So sehr viele Fans an Windows 10 hängen, eins muss man Apple lassen: Das Design von macOS und iOS sind hervorragend. Kein Wunder, dass Windows-Nutzer die schicken Systemkomponenten ebenfalls haben wollen. Mit einem Tool lässt sich nun der komplette Windows-Desktop dem Apple-Stil nachempfinden und die Widgets von iOS 14 nachrüsten.

Auch der festgefahrenste Windows-Fan muss zugeben: Was das Design der Betriebssysteme betrifft, hat Apple seit Jahren die Nase vorn. Windows 10 ist keine Schönheit, macOS und iOS hingegen schon – vor allem die neuen Versionen iOS 14 und macOS Big Sur. Mit an Bord sind jede Menge schicker Widgets, die den Desktop in eine echte Augenweide verwandeln. Die beste Nachricht? Dank fleißiger Fans lassen sich die Widgets auch auf Windows 10 nutzen.

Das iOS 14 Theme für Windows 10 bringt die besten Widgets und Hintergründe aus iOS 14 und macOS auf Windows 10. Anders als bei anderen Themes wird hier auch kein Patcher benötigt, der Systemfiles überschreibt, sondern lediglich das Desktop-Tool Rainmeter. Damit lassen sich selbstgebaute oder heruntergeladene Widgets, genannt Skins, auf dem Desktop platzieren.

iOS 14 Widgets für Windows 10 mit Rainmeter

Das iOS 14 Theme für Windows 10 bringt neben einem passenden Hintergrund jede Menge Widgets mit. Darunter sind Wetter, Bibliothek, Notizen, Uhr, Musikwiedergabe sowie eine To-Do-Liste und ein Systemmonitor. Die einzelnen Widgets lassen sich auch anpassen. So können Sie mittels der Koordinaten einen eigenen Ort für die Wetteranzeige einstellen oder den RSS-Feed mittels Link wechseln.

Auch die Installation gestaltet sich denkbar einfach: Wer Rainmeter bereits installiert hat, muss nur noch die Skin-Datei öffnen, anwenden und sich durch das leicht verständliche Tutorial klicken. Dabei können Sie Hintergründe anpassen, die Sprache wechseln oder zwischen Dark und Light Mode wählen.

TaskbarX: So ergänzen Sie den Look perfekt

Nicht nur iOS 14, sondern auch das kommende macOS 11 namens Big Sur lässt sich in Windows 10 nahezu perfekt nachbauen. Neben den passenden Widgets und dem Hintergrund, die über das Theme geliefert werden, können Sie mit den richtigen Tools auch das charakteristische Dock am unteren Menürand ergänzen. Wer die Windows-Taskleiste behalten möchte, sollte zu TaskbarX greifen. Damit zentrieren Sie die Icons und erhalten einen transparenten Stil. Wollen Sie die komplette Taskleiste ersetzen, helfen Tools wie Nexus und RocketDock.

Auch die für macOS typische Menüleiste am oberen Bildschirmrand lässt sich nachbauen – hier hilft auch wieder Rainmeter. Mit Skins wie Droptop ist die Leiste im Nu installiert.