AMD Ryzen 5000: MSI veröffentlicht BIOS-Updates für Zen 3 auf B450

Nach Asus und ASRock macht jetzt auch MSI erste Mainboards mit B450-Chipsatz per BIOS-Update fit für AMD Ryzen 5000 (Test) mit Zen 3 in Form von Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X sowie Ryzen 5 5600X. Den Anfang macht einmal mehr die MAX-Modellreihe mit dem AMD AGESA ComboAm4v2PI 1.1.0.0.

Auch MSI bringt Zen 3 auf B450

Nachdem Asus und ASRock vorangegangen sind und Mitte November als erste Hersteller Zen 3 per BIOS-Update auf B450 gebracht haben, zieht jetzt auch MSI nach und aktualisiert die Firmware der ersten Hauptplatinen auf ein aktuelles AGESA.

Damit löst auch MSI das Upgrade-Versprechen von AMD ein, welches vorsieht, dass bis zum Januar 2021 der im Mai dieses Jahres versprochene Beta-Support für ausgewählte Mainboards der 400er-Serie ausgerollt wird.

Zum Start am 5. November wurden die vier neuen Zen-3-Prozessoren ausschließlich von Mainboards mit AM4-Chipsätzen vom Typ X570, B550 (Test) und A520 unterstützt. Ein Umstand, der sich mit den jetzt freigegeben BIOS-Updates auch bei MSI ändert.

Sobald der Hersteller weitere BIOS-Updates mit neuer AGESA-Firmware für weitere B450- und X470-Mainboards folgen lässt, wird diese Tabelle um entsprechende Downloads ergänzen.

Eine Übersicht der BIOS-Updates für die Chipsätze X570, B550 und A520 liefert der Artikel BIOS-Updates für Ryzen 5000: Diese Mainboards unterstützen AMD Zen 3, der ebenfalls um die neusten BIOS-Versionen mit dem finalen AMD AGESA ComboAM4v2 1.1.0.0 erweitert wird.

Hinweise zu neuen BIOS-Versionen werden von der Redaktion gerne entgegengenommen.

AMD Ryzen 5000: DDR4-4000 ist das neue Optimum für Zen 3

Während AMD das Optimum in Sachen Arbeitsspeicher für Ryzen 3000 (Test) alias Zen 2 mit DDR4-3600 und einem synchronen IF-Takt von 1.800 MHz angegeben hat, sollen die am 5. November erscheinenden Zen-3-CPUs der Ryzen-5000-Serie mit einem nochmals höheren Fabric– und RAM-Takt arbeiten. DDR4-4000 wird das neue Optimum für RAM.

DDR4-4000 ist das neue DDR4-3800

Nachdem sich bereits andeutet, dass die vier neuen CPUs Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X die Konkurrenz von Intel auch in Spielen sowie den Single-Core-Lasten werden schlagen können, legt AMD auch in Sachen RAM noch einmal nach. Während mit Zen-2-CPUs wie dem Ryzen 9 3950X (Test) bei einer Speicherfrequenz von 3.800 MT/s Schluss war, sollen nun 4.000 MT/s drin sein.

Dies verrät eine Seite aus einer offiziellen AMD-Präsentation, die erst mit dem Test der neuen Ryzen-5000-Serie veröffentlicht werden sollte, jetzt aber von der türkischen Website TechnoPat publik gemacht wurde.

Demnach bleibt DDR4-3600 der „Sweet Spot“ und seitens AMD die Empfehlung für die ebenfalls mit bis zu DDR4-3200 spezifizierten Prozessoren auf Zen-3-Basis.

Das neue Optimum stellt jedoch DDR4-4000 mit einem synchronen IF- respektive Fabric-Takt (FCLK) sowie Speichercontroller-Takt (ULCK) von 2.000 MHz dar.

Alle Arbeitsspeicher-Tests auf der AM4-Plattform mit Ryzen 3000 haben gezeigt, die Grenze lag bisher bestenfalls bei DDR4-3800 mit einem synchronen IF-Takt von 1.900 MHz.

Keine Garantie für hohen Speichertakt

Damit sollte klar sein, dass DDR4-4000 und die 2.000 MHz für den Speichercontroller (IMC) sowie die AMD Infinity Fabric keinesfalls garantiert sind. Anwender die sich aber intensiv mit der Materie Overclocking auseinandersetzen, können sich mit Ryzen 5000 und Zen 3 nun höhere Ziele setzen als noch mit Ryzen 3000 und Zen 2.

RAM-OC: Hilfe aus der Community

Die AMD Ryzen – RAM OC Community bietet neben Tipps und Tricks und vielen aktiven Mitgliedern eine sehr ausführliche RAM-OC-Anleitung (PDF), die unter Federführung von Community-Mitglied cm87 durch die Community erstellt wurde und auch über alle benötigten Programme informiert.