Microsoft passt Cloud-Lizenzen endlich an

Kunden hatte sich schon 2019 beschwert, dass die Nutzung von Windows- und Office-Lizenzen bei anderen Cloud-Diensten als Microsoft Azure überteuert sei. Lange blieb Redmond untätig. Jetzt legt der Konzern Details vor, wie weit er einlenken will.

In letzter Zeit gab es mehrere Anzeichen dafür, dass Microsoft bei dem für den Konzern immer wichtiger werdenden Cloud-Geschäft offener wird. Zum Beispiel erleichtert es eine Kooperation mit Oracle, Datenbanken in der Oracle Cloud mit Workloads in Microsoft Azure zu verbinden. Außerdem soll es die zur Inspire 2022 vorgestellte “Microsoft Cloud for Sovereignty” durch regionale Speicherung und Verarbeitung der Daten Behörden erleichtern, Microsoft 365, Dynamics 365 und Azure zu nutzen. Außerdem hat Microsoft die Deadline für die zwangsweise Umstellung von dauerhaften Lizenzen auf Software-Abonnements im Rahmen der “New Commerce Experience” erst kürzlich auf unbestimmte Zeit verschoben.

Jetzt hat der Konzern in mehreren Blog-Posts sein im Mai angekündigtes Einlenken in Bezug auf Preisgestaltung und Lizenzbedingungen für Windows-, Windows-Server-, SQL-Server- und Office-Lizenzen beim Betrieb außerhalb der Microsoft-Azure-Cloud bestätigt und Details zur Umsetzung genannt. Damit sollen die von Kunden und Cloud-Anbietern seit 2019 als unfair angeprangerten Lizenzbedingungen korrigiert werden. Sie hatte auch schon das Interesse der EU-Kartellwächter geweckt. Eine diesbezügliche Kartellbeschwerde des französischen Anbieters OVHcloud kam erst kürzlich hinzu und könnt das Einlenken beschleunigt haben.

Microsoft hatte die Beschwerden 2019 zwar zur Kenntnis genommen und auch eingeräumt, dass sie berechtigt seien, bislang aber nicht mit spürbaren Änderungen darauf regiert. Jetzt geht es dann relativ schnell: Schon zum 1. Oktober 2022 sollen die “bedeutsamen Korrekturen und Verbesserungen an den Outsourcing- und Hosting-Bedingungen” in Kraft treten. Dadurch soll es für Kunden einfacher und günstiger werden, Microsoft-Software auf Cloud-Plattformen der Wettbewerber zu nutzen.

Verbesserungen für Microsoft-Partner
Für Microsoft-Partner soll es ebenfalls einfacher und günstiger werden, Angebote für Hosted Desktops und gehostete Server-Lösungen für ihre Kunden zu bauen. “Partner haben Microsoft gebeten, die Lizenzierung zu vereinfachen und die Palette der Produkt zu erweitern, die Kunden zu Festpreisen für längere Laufzeiten angeboten werden können, und wir nun dieser Bitte entsprochen”, schreibt Nicole Dezen, Corporate Vice President bei Microsoft. “Wir möchten unseren Kunden auch mehr Möglichkeiten bieten, Microsoft-Software auf der Infrastruktur von Partnern hosten zu lassen”, erklärt Dezen weiter.

Speziell für europäische Cloud-Provider hat Microsoft zudem das neue Angebot “Flexible Virtualization” vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Option, Windows Server Virtual Core im Rahmen von Software Assurance und Subskriptionen zu lizenzieren. Außerdem fällt für Microsoft 365 F3, Microsoft 365 E3, and Microsoft 365 E5 die Verpflichtung weg, das Add-on “Virtual Desktop Application” (VDA) mit zu lizenzieren.

Im Rahmen von Microsofts Cloud Solution Provider Program lassen sich gehostete Angebote nun entweder mit Lizenzen der Kunden oder mit Lizenzen ausstatten, die über den Partner bereitgestellt werden. “Diese Änderungen werden es Kunden erleichtern, ihre Lizenzen in die Cloud eines Partners zu verschieben, gemeinsam genutzte Hardware zu verwenden und geben ihnen mehr Flexibilität bei den Bereitstellungsoptionen für ihre Softwarelizenzen”, erklärt Microsoft.

Vodafone bringt 5G-Schlüsselfunktion auch in 4G-Netze

5G bietet vor allem höhere Bandbreiten und kürzere Daten-Laufzeiten. Gleichzeitig kann man mit 5G das Mobilfunknetz in spezialisierte Segmente aufteilen. Das soll künftig auch in anderen Netzen möglich sein.

Vodafone wird künftig auch in seinen 4G-Netzwerken eine Technologie einführen, bei der jede Anwendung genau das Stück vom Netz bekommt, das sie braucht. Das kündigte das Unternehmen am Montag in Düsseldorf an. Das sogenannte Network Slicing war bislang nur in den Netzen der fünften Mobilfunk-Generation (5G) verfügbar.

Vodafone reagiert damit auf die Tatsache, dass verschiedene Netzanwendungen auch in den herkömmlichen LTE-Netzen (4G) sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten, Datenraten oder Kapazitäten benötigen können. So wird beim Videostreaming für einen längeren Zeitraum eine gleichbleibend hohe Bandbreite benötigt. Bei einem selbstfahrenden Auto kommt es eher darauf an, viele unterschiedliche Datensätze immer wieder zu aktualisieren. Und in der Logistik müssen zahlreiche Geräte gleichzeitig zuverlässig mit dem Netz verbunden werden, die dann aber nur geringe Datenmengen übertragen.

Um die unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen, wird beim “Network Slicing” das Netz bildlich gesprochen in Scheiben geschnitten. Jede dieser Scheiben ist separat konfigurierbar und individuell anpassbar. Ursprünglich war diese Funktion ausschließlich 5G-Netzen vorbehalten. Netzwerk-Ausrüster wie Nokia haben aber die Scheibchen-Technik auch für die weit verbreiteten 4G-Netzen nutzbar gemacht.

Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden bei Vodafone Deutschland, sagte, mit dem Verfahren werde ein Teil des Netzes für Slicing-Kunden reserviert und stehe dann zur Verfügung, wenn es unter normalen Bedingungen eng in der Funkzelle werden könnte. Die erste Praxis-Probe habe das 4G-basierte Network Slicing erst kürzlich bei der mobilfunkbasierten Live-Übertragung der ADAC GT Masters am Nürburgring bestanden. Trotz einer ohne Auslastung des Netzes hätten die Kamerabilder des TV-Teams verlässlich direkt aus der Boxengasse über 4G-Slicing an das Sendezentrum übertragen werden können.

Apple kündigt Event für 7. September an

Apple wird das nächste iPhone-Modell voraussichtlich etwas früher als in den vergangenen Jahren auf den Markt bringen.

Der Konzern kündigte am Mittwoch ein Neuheiten-Event für den 7. September an. Auch wenn Apple wie immer nicht mitteilte, worum es geht, werden bei den September-Terminen traditionell die neuen iPhones vorgestellt.

Seit 2017 präsentierte der Konzern die nächsten iPhone-Generationen meist in der zweiten September-Woche, im Corona-Jahr 2020 sogar erst im Oktober. Eine zusätzliche Woche mit dem neuen Modell kann einigen Einfluss auf die Zahlen für das Ende September endende Geschäftsquartal haben. Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt und brachte zum Beispiel im vergangenen Quartal knapp die Hälfte der Konzernerlöse ein.

Der Smartphone-Markt insgesamt schwächelte zuletzt inmitten von steigender Inflation und Konjunktursorgen. Die beiden größten Anbieter Samsung und Apple konnten jedoch ihre Verkäufe ausbauen.

Vodafone: 5G-Schlüsselfunktion “Slicing” auch in 4G-Netzen

Höhere Bandbreiten und kürzere Daten-Laufzeiten – 5G liefert einige Vorteile. Zudem kann man das Mobilfunknetz in spezialisierte Segmente aufteilen. Das soll künftig auch in anderen Netzen möglich sein.
Vodafone wird künftig auch in seinen 4G-Netzwerken eine Technologie einführen, bei der jede Anwendung genau das Stück vom Netz bekommt, das sie braucht. Das kündigte das Unternehmen am Montag in Düsseldorf an. Das sogenannte Network Slicing war bislang nur in den Netzen der fünften Mobilfunk-Generation (5G) verfügbar.

Vodafone reagiert damit auf die Tatsache, dass verschiedene Netzanwendungen auch in den herkömmlichen LTE-Netzen (4G) sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten, Datenraten oder Kapazitäten benötigen können. So wird beim Videostreaming für einen längeren Zeitraum eine gleichbleibend hohe Bandbreite benötigt. Bei einem selbstfahrenden Auto kommt es eher darauf an, viele unterschiedliche Datensätze immer wieder zu aktualisieren. Und in der Logistik müssen zahlreiche Geräte gleichzeitig zuverlässig mit dem Netz verbunden werden, die dann aber nur geringe Datenmengen übertragen.

Um die unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen, wird beim “Network Slicing” das Netz bildlich gesprochen in Scheiben geschnitten. Jede dieser Scheiben ist separat konfigurierbar und individuell anpassbar. Ursprünglich war diese Funktion ausschließlich 5G-Netzen vorbehalten. Netzwerk-Ausrüster wie Nokia haben aber die Scheibchen-Technik auch für die weit verbreiteten 4G-Netzen nutzbar gemacht.

Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden bei Vodafone Deutschland, sagte, mit dem Verfahren werde ein Teil des Netzes für Slicing-Kunden reserviert und stehe dann zur Verfügung, wenn es unter normalen Bedingungen eng in der Funkzelle werden könnte. Die erste Praxis-Probe habe das 4G-basierte Network Slicing erst kürzlich bei der mobilfunkbasierten Live-Übertragung der ADAC GT Masters am Nürburgring bestanden. Trotz einer ohne Auslastung des Netzes hätten die Kamerabilder des TV-Teams verlässlich direkt aus der Boxengasse über 4G-Slicing an das Sendezentrum übertragen werden können.

Deutsche Wirtschaft bleibt stabil

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz der Folgen des Ukraine-Krieges im Frühjahr relativ stabil. Die Kassenlage des Fiskus verbessert sich kräftig. Die Zukunftsaussichten haben sich allerdings deutlich eingetrübt.

Deutschland geht mit etwas Rückenwind in die drohenden harten Monate. Die Kassenlage des Fiskus verbesserte sich im ersten Halbjahr vor allem dank sprudelnder Steuereinnahmen deutlich. Zugleich wuchs Europas größte Volkswirtschaft überraschend auch im Frühjahr. “Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen 2022 behauptet”, sagte Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, am Donnerstag.

In den kommenden Quartalen rechnen Volkswirte angesichts der Gaskrise infolge des Ukraine-Krieges, rekordverdächtiger Inflationsraten und anhaltender Lieferengpässe mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Schrumpft das Bruttoinlandsprodukt zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer so genannten technischen Rezession. Diese ist aber nicht vergleichbar mit einem Konjunktureinbruch im Gesamtjahr.

Im ersten Halbjahr gab der Fiskus nach vorläufigen Daten der Statistiker 13,0 Milliarden Euro mehr aus als er einnahm. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung bei nur noch 0,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2021 war ein Minus von 4,3 Prozent verzeichnet worden.

Robuster Arbeitsmarkt trägt alles
Sprudelnde Steuereinnahmen, die das Niveau vor der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2019 den Angaben zufolge überstiegen, und sinkende Ausgaben für Corona-Wirtschaftshilfen sorgten für Entlastung. Auch der robuste Arbeitsmarkt mit weniger Kurzarbeit trug dazu bei.

Einen großen Anteil an den gestiegenen Steuereinnahmen hatten den Angaben zufolge die Unternehmenssteuern. In der Corona-Krise konnten besonders betroffene Unternehmen und Selbstständige Steuerzahlungen stunden lassen. Die Zahlungen wurden möglicherweise nun nachgeholt. Auch unter dem Einfluss der hohen Inflation seien zudem die Einnahmen des Fiskus aus der Umsatz- und Einfuhrumsatzsteuer (plus 15,5 Prozent) gestiegen, erläuterte die Wiesbadener Behörde.

Im Haushalt des Bundes klaffte noch ein Loch von 42,8 Milliarden Euro (1. HJ 2021: 60,7 Mrd Euro). Länder, Gemeinden und Sozialversicherung wiesen hingegen Überschüsse aus.

Stabilitäts- und Wachstumspakt geift wieder ab 2023
Der deutsche Fiskus hatte vor allem wegen milliardenschwerer Hilfen für die Wirtschaft in der Corona-Krise im ersten Pandemie-Jahr 2020 erstmals seit 2011 wieder ein Haushaltsdefizit verbucht. Die EU-Staaten setzten in der Krise die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts aus, wonach das Haushaltsdefizit nicht über drei Prozent und die Gesamtverschuldung nicht über 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen darf. 2023 soll der Pakt wieder greifen. Die EU-Kommission will im Herbst Reformvorschläge vorlegen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal unter anderem dank der Konsumlust der Verbraucher leicht um 0,1 Prozent. Nach dem Ende der Corona-Beschränkungen gaben die Menschen wieder mehr Geld aus, etwa für Restaurantbesuche und Freizeitaktivitäten. In einer ersten Schätzung waren die Statistiker von einer Stagnation der Wirtschaftsleistung im Frühjahr ausgegangen.

Nach Einschätzung von Ökonomen steht Deutschland nun vor harten Monaten. Der Konsum dürfte als Konjunkturmotor ausfallen, weil die hohe Inflation die Budgets der Verbraucher belastet. Die bisherigen Entlastungen reichten bei weitem nicht, “um die Belastungen der kommenden Monate und erst recht nicht die absehbaren Belastungen durch steigende Gas- und Strompreise 2023 auszugleichen”, sagte Sebastian Dullien vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung.

Extrem hohe Energiepreise in Deutschland
Zugleich klagt die Industrie über hohe Herstellungskosten aufgrund gestiegener Energiepreise und anhaltender Lieferengpässe. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübte sich im August den dritten Monat in Folge ein. Das Ifo-Geschäftsklima fiel auf den niedrigsten Stand seit Juni 2020.

“Die Wirtschaft wird schrumpfen – die Frage ist nur noch, wie stark und wie lange”, sagte Jörg Zeuner, Chefvolkswirt des Fondsanbieters Union Investment.

Volkswirte der staatlichen Förderbank KfW rechnen für dritte Quartal und vor allem für das Winterhalbjahr 2022/2023 mit einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes. Im Gesamtjahr 2022 erwartet die KfW aber ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. “Angesichts der weiter hohen Fachkräfteengpässe gehen wir auch von relativ stabiler Beschäftigung aus, weil Unternehmen trotz angespannter Wirtschaftslage zweimal nachdenken, bevor sie Mitarbeitenden kündigen”, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib.

Die Deutsche Bundesbank hält eine sinkende Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr inzwischen für “deutlich wahrscheinlicher”. “Die hohe Unsicherheit über die Gasversorgung im kommenden Winter und die starken Preissteigerungen dürften die privaten Haushalte und Unternehmen deutlich belasten”, hieß es im jüngsten Monatsbericht der Notenbank. Sie geht davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland im Herbst “eine Größenordnung von zehn Prozent” erreichen könnte.

Die Bundesregierung versucht die wirtschaftlichen Folgen des Krieges für Verbraucher und Wirtschaft abzumildern. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte unlängst ein drittes Entlastungspaket an.

Warum heißt Acer eigentlich Acer?

Haben Sie sich schon mal gefragt woher Acer seinen Namen hat? Oft verbergen sich spannende Geschichten hinter den Namen der Unternehmen, mit denen wir tagtäglich zu tun haben.

Die Herkunft von Firmen- und Markennamen haben oft eine interessante Geschichte. Wir haben für Sie Beispiele gesucht. Wissen Sie, warum Acer eigentlich Acer heißt? Wir geben Ihnen drei Erklärungen, wie es zu dem Namen des Herstellers kam.

Wie kam Acer zu seinem Namen?
Acer leitet sich von der Pflanzengattung der Ahorngewächse (Aceraceae) ab. Dem 1983 in Toronto / Kanada gegründeten Unternehmen diente das kanadische Ahornblatt als Vorbild. Das erste Acer-Logo bestand auch aus einem grünen Ahornblatt mit Acer-Schriftzug. Im Zuge der internationalen Ausrichtung des Konzerness in den 90ern verschwand das Blatt und es blieb nur der grüne Acer-Schriftzug. Zunächst produzierte Acer im eigenen Werk in Toronto Elektronikbauteile für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. Mittlerweile ist dort nur noch die Forschung und Entwicklung untergebracht, die Fertigung wurde längst nach Asien ausgelagert. Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 8.000 Mitarbeiter.

Acer wurde 1976 von Stan Shih ursprünglich unter dem Namen Multitech in Taiwan gegründet. 1987 wurde Multitech in Acer nach dem lateinischen Wort für scharf, hitzig, feurig umbenannt. Acer war schon früh einer der weltweit größten PC-Hersteller, allerdings nicht unter eigenem Label sonder als OEM-Hersteller, beispielsweise für IBM. Durch die 2007 erfolgten Übernahmen von Gateway und Packard-Bell konnte Acer seine Marktposition ausbauen. Das Unternehmen erreichte 2012 einen Umsatz von rund 430 Milliarden Neuen Taiwan Dollar, das entspricht nach derzeitigem Wechselkurs knapp 11 Milliarden Euro.

Als Ende der 80er Jahre die ersten Laptops entwickelt wurden, gründeten der japanische Hersteller Toshiba und der koreanische Hyundai-Konzern 1988 ein Joint-Venture zur Entwicklung von Flachbildschirmen für portable Geräte, die Asian Cooperation for Engineering Research (ACER). Dieser Schritt galt zu dieser Zeit als sehr ungewöhnlich, da zwischen japanischen und koreanischen Firmen kaum Geschäftsbeziehungen gepflegt wurden. 1991 wurde der erste tragbare Computer, der Aspire A1 unter dem Acer-Brand verkauft. 1992 hatte die Partnerschaft dann ein Ende und die Hyundai Group übernahm die Toshiba-Anteile. Heute wirtschaftet Acer unter eigenem Namen, ist aber immer noch Bestandteil der Hyundai Corporation mit Sitz in Seoul / Korea.

Die Antwort ist…
Na, haben Sie es gewusst? Die Lösung lautet 2!

Die Ahorngewächse aus Antwort 1 heißen tatsächlich Aceraceae, doch als Namensgeber dienten die Bäume mit den markanten Blättern nicht. Das einzig richtige an Antwort 1 ist die Mitarbeiterzahl des Konzerns. Auch Antwort 3 ist frei erfunden, Acer hatte nie etwas mit Toshiba und Hyundai zu tun. Richtig ist somit Antwort 2: Acer ist ein taiwanischer Elektronikhersteller mit Sitz in Taipeh, dessen Namen sich vom lateinischen Adjektiv acer ableitet.

iPhone-VPN-Apps sind “Betrug” – und Apple weiß es

VPN-Apps für das iPhone seien nicht sicher, behauptet ein Experte. Apple wisse darüber Bescheid, unternehme aber nichts.

In einem Blog mit dem Titel ” VPNs on iOS are a scam” (VPNs auf iOS sind ein Betrug) beschuldigt ein bekannter Sicherheitsforscher VPNs, die auf einem iPhone oder iPad installiert sind, Daten auszuspähen, während Apple ein Auge zudrückt. In dem Artikel, der erstmals im Mai 2022 veröffentlicht wurde, aber regelmäßig mit neuen Informationen aktualisiert wird, behauptet Michael Horowitz, er habe die Datenlecks mit mehreren VPN-Typen und Software von mehreren VPN-Anbietern bestätigen können. Zuletzt hat er mit einem iPhone mit iOS 15.6 getestet.

Ein VPN (Virtual Private Network) soll eine sichere und verschlüsselte Verbindung zwischen einem Gerät und dem Internet herstellen – ein privater Tunnel, durch den Ihre Daten und Ihre Kommunikation reisen können. Horowitz erklärt jedoch, dass alle Sitzungen und Verbindungen, die vor der Aktivierung des VPN aufgebaut wurden, beendet werden sollten, was standardmäßig nicht geschieht.

Das Problem liegt wohl im System – Apple schweigt
Horowitz untersuchte daraufhin, ob ein iOS-VPN-Anbieter eine Option namens “Kill TCP sockets after connection” (TCP-Sockets nach Verbindung beenden) implementiert hatte, die diese Verbindungen beenden würde. Er schreibt: “Ich habe eine Handvoll iOS-VPN-Clients für andere VPN-Anbieter überprüft und keinen gefunden, der eine Option zum Beenden bestehender Verbindungen/Sockets beim Aufbau des VPN-Tunnels bietet.”

Der Hauptkritikpunkt an dieser Stelle ist, dass VPNs oft implementiert werden, weil ein Benutzer seine Daten schützen möchte, aber wenn die Daten das Gerät verlassen und nicht durch den VPN-Tunnel laufen, erfüllt das VPN seine Aufgabe nicht. Es ist möglich, dass das Problem eher bei iOS als bei den VPN-Clients liegt, räumt Horowitz ein.

Apple hat sich jedoch noch nicht zu dem Problem geäußert (zumindest nicht öffentlich), und es ist bereits zwei Jahre her, dass es erstmals angesprochen wurde. Im März 2020 wurden in einem Bericht von ProtonVPN Details zu einem scheinbar gleichen Fehler gefunden, der zu einem VPN-Datenleck in iOS 13 und 14 führte. Damals schrieb John Dunn von Sophos, dass ein Patch “möglicherweise erst in einigen Wochen erscheint”. Leider ist es schon ein wenig länger her.

Bis Apple reagiert, schlägt Horowitz vor, die VPN-Verbindung über eine VPN-Client-Software in einem Router und nicht auf einem iOS-Gerät herzustellen.

Wir haben mehrere VPN-Entwickler um eine Stellungnahme gebeten. Nord, das behauptet, sein Team prüfe Optionen, mit denen es “die Situation verbessern” könne, hat Folgendes zu sagen: “Apple unterhält isolierte, dauerhafte Verbindungsmechanismen, die von der App Space-Umgebung aus nicht zugänglich sind. Das bedeutet, dass Entwickler nur sehr begrenzte (wenn überhaupt) Möglichkeiten haben, sie zu ändern. Abgesehen davon ist die Aussage, dass VPN unter iOS nutzlos ist, ein wenig gewagt. Nachdem eine VPN-Verbindung hergestellt wurde, wird jede neue HTTP-Sitzung verschlüsselt und durch einen VPN-Tunnel geleitet. Zugleich werden alle dauerhaften Verbindungen von Apple selbst verschlüsselt. Auch wenn es sehr enttäuschend ist, dass Apple die Forderungen der Industrie jahrelang ignoriert hat, können VPN-Dienste dennoch gewisse zusätzliche Datenschutz- und Sicherheitsvorteile für iOS bieten.”

So nutzen Sie alte Smartphones sinnvoll

Zum alten Eisen gehören nicht mehr genutzte Smartphones garantiert nicht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Geräte trotz einer Neuanschaffung einer sinnvollen Aufgabe zuführen können.

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Alt, aber nicht nutzlos
Im Smartphone-Zeitalter sind Geräte, die mehr als zwei Jahre alt sind, praktisch schon antik. Die rasende Entwicklung in diesem Bereich ist dafür verantwortlich, dass viele Menschen zu Hause noch Geräte ohne echten Nutzen aufbewahren – obwohl diese eigentlich noch einwandfrei funktionieren. Wenn sogar das Kind das alte Smartphone irgendwann nicht mehr verwenden möchte, bleibt meistens nur noch die Entsorgung.

Dass es auch anders geht, zeigen wir Ihnen jetzt. Vorausgesetzt, alles funktioniert noch wie vom Hersteller geplant, können Sie dem Smartphone vielleicht noch eine der folgenden zehn Aufgaben zukommen lassen. Los geht’s!

Dafür kann man ein altes Smartphone sinnvoll nutzen

Smart-Home-Steuerung ohne Zusatzkosten

Heute sind nicht nur Menschen intelligent, sondern auch Häuser. Das Smart-Home-Konzept automatisiert viele typische Arbeitsschritte zu Hause: Regulierung der Heizung, Nutzung der Lampen, Steuerung der Türschlösser. Populäre Lösungen sind Google Home oder Amazons Alexe-Assistentin. Im Bereich der Beleuchtung sind die Hue-Lampen von Philips sehr bekannt – und auch Überwachungskameras sind eher die Norm als die Ausnahme.

Hier können Sie gut ein altes Smartphone zum Einsatz kommen lassen, das praktisch aller Funktionen beraubt wird und nur noch als Fernsteuerung dient. Mit einer Wandhalterung (die Sie mit Hausmitteln vielleicht auch selbst basteln können) stecken Sie das Smartphone oder Tablet an eine Wand und nehmen es bei Bedarf – um vielleicht abends die Türschlösser zu verriegeln – kurz in die Hand und erledigen diese kleine Aufgabe.

Kleiner Nachteil: Sie müssen das Gerät natürlich permanent mit Strom versorgen, die Montage in der Nähe einer Steckdose ist also Pflicht. Sie werden danach feststellen, dass das Aufsuchen Ihrer Smart-Home-Steuerung langsam, aber sicher sowohl morgens als auch abends zur Routine wird.

Multifunktionale Fernbedienung für Geräte

Vielleicht besitzen Sie Fernseher, Soundbar, Receiver, einen HDMI-Stick à la Amazon Fire und viele andere Geräte – dann werden Sie wahrscheinlich auch eine eben solche Menge unterschiedlicher Fernbedienungen Ihr Eigen nennen. Das ufert abends beim Fernsehabend dann schnell aus, aber es geht auch sehr viel einfacher.

Je nach TV-Modell kann es nämlich sein, dass Sie es auch mit Ihrem Smartphone steuern können. Eine virtuelle Fernsteuerung via App wird direkt von den Herstellern selbst angeboten. Mit im Boot sind beispielsweise Samsung und LG oder auch Hi-Sense – und natürlich Amazon mit der Fire-App. Hin und wieder setzen die Hersteller der Produkte sogar ein Smartphone voraus. Sonos beispielsweise bietet einige Lautsprecher an, die Sie ohne App gar nicht nutzen können.

Schauen Sie also am besten einfach im Google Play Store vorbei und versuchen Sie, eine passende Fernbedienung für Ihr Gerät zu finden. Die restlichen Fernbedienungen können dann erstmal in einer Schublade verschwinden.

Mausersatz für bestimmte Nutzergruppen

Für einige Aufgaben ist ein Trackpad, wie Sie es etwa von Notebooks kennen, eine gute Sache. Mit der kostenlos verfügbaren App ” Remote Mouse” können Sie ein altes Smartphone (oder Tablet) in genau so ein Trackpad verwandeln. Die einzige Voraussetzung ist, dass sich der Ziel-PC und das Handy im selben Netzwerk befinden.

Die Verbindung zwischen Computer, Smartphone und App wird über ein PC-Programm namens “Remote Mouse Server” hergestellt. Auf der offiziellen Webseite des Projektes finden Sie diese Software sowohl für Windows als auch macOS und Linux. Starten Sie das Programm und lassen Sie es einfach im Hintergrund laufen, während Sie auf dem Smartphone die Remote-Mouse-App starten. Dort sollten Sie dann den Computer als Zielgerät finden. Verbinden Sie ihn mit dem Smartphone.

Anschließend können Sie das Display des Smartphones als Trackpad verwenden, um die Maus auf dem PC zu steuern. Auch andere Funktionen stehen dort bereit, wie etwa die Steuerung eines Audioplayers oder das Starten bestimmter Programme.

Webcam-Alternative ohne Zusatzkosten

In Notebooks ist die Webcam zwar fester Bestandteil, Computermonitore bringen sie aber normalerweise nicht mit. Auch hier kann das Smartphone eine gute Lösung darstellen – und die teilweise eher bescheidenen Kameras von Notebooks können Sie mit dem Handy ebenfalls ersetzen, ohne viel Geld für eine gute, externe Lösung auszugeben.

Um dieses Ziel umzusetzen, müssen Sie sich einmal mehr in den Google Play Store begeben und dort die App ” Droid Cam Wireless” herunterladen. Sie sorgt dafür, dass Sie die Smartphone-Kamera entweder über USB oder WLAN mit dem PC verbinden können. Starten Sie die App, um einige Zugangsdaten angezeigt zu bekommen. Diese benötigen Sie, um die Konfiguration auf dem PC abzuschließen. Dort brauchen Sie außerdem ein entsprechendes Programm, das Sie auf der Webseite der Entwickler unter https://www.dev47apps.com finden.

Sobald Sie die Software starten, tragen Sie die IP-Adresse, die Ihnen die App angezeigt hat, in das Feld “Device IP-Adresse” ein. Nun klicken Sie auf “Start” (in beiden Programmen), um die Verbindung zwischen den Geräten zu etablieren. Danach sollten Sie sofort das Bild, das Ihnen die Smartphone-Kamera anzeigt, auf dem PC sehen können.

Webcam-Alternative ohne Zusatzkosten

In Notebooks ist die Webcam zwar fester Bestandteil, Computermonitore bringen sie aber normalerweise nicht mit. Auch hier kann das Smartphone eine gute Lösung darstellen – und die teilweise eher bescheidenen Kameras von Notebooks können Sie mit dem Handy ebenfalls ersetzen, ohne viel Geld für eine gute, externe Lösung auszugeben.

Um dieses Ziel umzusetzen, müssen Sie sich einmal mehr in den Google Play Store begeben und dort die App ” Droid Cam Wireless” herunterladen. Sie sorgt dafür, dass Sie die Smartphone-Kamera entweder über USB oder WLAN mit dem PC verbinden können. Starten Sie die App, um einige Zugangsdaten angezeigt zu bekommen. Diese benötigen Sie, um die Konfiguration auf dem PC abzuschließen. Dort brauchen Sie außerdem ein entsprechendes Programm, das Sie auf der Webseite der Entwickler unter https://www.dev47apps.com finden.

Sobald Sie die Software starten, tragen Sie die IP-Adresse, die Ihnen die App angezeigt hat, in das Feld “Device IP-Adresse” ein. Nun klicken Sie auf “Start” (in beiden Programmen), um die Verbindung zwischen den Geräten zu etablieren. Danach sollten Sie sofort das Bild, das Ihnen die Smartphone-Kamera anzeigt, auf dem PC sehen können.

Dies ist auch keine Spielerei: Sofern Kamera und Mikrofon im Gerätemanager von Windows erkannt wurden, können Sie die Smartphone-Webcam in jedem beliebigen anderen Programm, das Webcam-Support anbietet, verwenden. Bei jedem Neustart müssen Sie jedoch die oben genannte Prozedur wiederholen.

Autoüberwachung aus der Ferne

Autodiebstahl mag nicht besonders häufig vorkommen, aber eine Realität ist dieses Szenario trotzdem. Dagegen helfen können Sie sich mit GPS-Trackern, die dazu dienen, gestohlene Autos nachzuverfolgen und damit der Polizei ihre Arbeit zu erleichtern. Möchten Sie dafür kein Geld ausgeben, kommt ein Smartphone in Frage: Installieren Sie dafür die App ” GPS Phone Tracker” aus dem Google Play Store. Anschließend erhalten Sie Informationen über Bewegungen des Autos (und auch den Standort, während es stillsteht).

Notwendig sind dafür zwei Handys: Das alte Modell, das Sie im Auto lassen und dort mit dem Strom verbinden, und Ihr normales Gerät, mit dem Sie die Position des Smartphones im Auto überwachen. Auf der Karte in der App sehen Sie dann sowohl die Position des eigenen Handys als auch die des Gerätes im Auto. Sofern sich das Auto in einer Stadt befindet, teilt Ihnen die App auch die genaue Adresse mit.

Bei Bedarf definieren Sie ausgesuchte Orte etwa als “Zuhause” oder “Arbeit”. Dann wird Ihnen die App sofort Alarm geben, wenn sich das Auto von einem dieser Plätze entfernt. Auf der interaktiven Karte können Sie dann nachverfolgen, wohin sich das Auto gerade bewegt.

Zu bedenken ist, dass die GPS-Verbindung nur funktioniert, wenn sich im Smartphone im Auto eine SIM-Karte mit einem aktiven Datentarif befindet – denn irgendwie müssen die Daten schließlich übertragen werden. Da Sie aber bereits ab ungefähr drei Euro pro Monat entsprechende Tarife auf dem Markt finden, sollte dies keine große Hürde sein. Auch die Investition in eine großformatige Powerbank kann eine gute Idee sein, falls Sie Ihr Auto oft über einen längeren Zeitraum stehenlassen und das Smartphone ohne Ladung zwischendurch überleben muss.

Musikaufnahme im eigenen Tonstudio

Bei Apple und iOS ist die App ” Garage Band” sehr bekannt, um mit Musik zu experimentieren. Unter Android hört ein vergleichbares Produkt auf den Namen ” Walk Band”: Darin finden Sie ein Tonstudio, mit dem Sie mehrspurige Aufnahmen abmischen, diverse eigene Musikinstrumente von Gitarre über Keyboard bis zum Schlagzeug und vieles mehr – kurz: alles, was Amateure brauchen.

Die verfügbaren Elemente erweitern Sie bei Bedarf durch Plug-ins, sodass noch Luft nach oben ist. Um die App freizuschalten, müssen Sie sich einen einzigen Werbefilm anschauen. In der App selbst stoßen Sie dann nur gelegentlich auf Werbung. Mit der Bedienung sollten Sie keine Probleme bekommen, da alles sehr intuitiv aufgebaut ist. Nach kurzer Zeit sollten also die ersten eigenen Akkorde aus den Lautsprechern schallen. In der “Musikzone” der App finden Sie von anderen Nutzern erstellte Stücke, die teilweise recht gut produziert sind.

Falls all das über das Ziel hinausschießt, wenden Sie sich stattdessen an die App ” Diktiergerät”: Wie der Name schon sagt, ersetzt Ihr Smartphone damit ein Diktiergerät. Sehr praktisch immer dann, wenn Sie beruflich Gespräche aufnehmen und Ihr privates Smartphone nicht dafür verwenden möchten. Durch die simple Bedienung (Start, Stopp und Aufnahme sind die einzigen Buttons) können Sie keinen Fehler machen.

Serverersatz ohne hohe Kosten

Die vergleichsweise hohe Rechenleistung moderner Smartphones bedeutet, dass sie sich auch für die Nutzung als Server recht gut anstellen. Vor allem bei Geräten mit microSD-Möglichkeit können Sie das Gerät so als lokalen Server mit recht viel Kapazität verwenden, um Daten innerhalb des Netzwerks zu verteilen. Eine gute App für diesen Einsatzzweck ist ” Servers Ultimate”.

Schon in der kostenlosen Variante der App finden Sie über 60 vorkonfigurierte Serveroptionen. So erstellen Sie ohne große Vorkenntnisse beispielsweise E-Mail-Server, FTPs, einen Proxyserver oder auch einen Webserver auf der Basis von Caddy. Natürlich stellt all dies gewisse Anforderungen an das Smartphone: Je höher dessen Leistung, desto mehr Aktionen kann der Server auch gleichzeitig verwalten. Die genannten Aufgaben übernimmt aber selbst ein mehrere Jahre altes Smartphone ohne großen Aufwand oder Probleme.

Medienserver ohne Zusatzgerät

Einen spezialisierten Server setzen Sie hingegen mit der App ” iMedia Share” auf: Der kümmert sich vorrangig um Filme, MP3s, Videos, Bilder und ähnliche Mediendaten. Die dafür notwendigen Protokolle DLNA und UPnP werden unterstützt, was bedeutet, dass Sie etwa von kompatiblen Smart-TVs über das Netzwerk auf die Medieninhalte des Smartphones zugreifen können. Natürlich muss auch das Smartphone oder das Tablet diese Sprache verstehen, was aber bei praktisch allen modernen Modellen der Fall ist.

Nach dem Start der App sucht diese automatisch alle Mediendateien auf dem Gerät zusammen und ordnet diese in drei übersichtlichen Rubriken (Videos, Fotos und Musik). Befindet sich ein DLNA-kompatibles anderes Gerät im Netzwerk – etwa ein Smart-TV -, können Sie von dort aus auf die Inhalte des Smartphones zugreifen und diese abspielen. Probleme bekommen Sie eventuell, wenn es um das Streaming von HD-Inhalten geht – denn dann reicht die WLAN-Qualität oftmals nicht aus.

Smartphone als kleine Spielekonsole

Sind Sie bereits ein eher älteres Semester, können Sie sich vielleicht noch an die ersten Spiele à la Donkey Kong oder Pac Man erinnern. Möglicherweise packt Sie hin und wieder auch der Geist der Nostalgie und Sie würden diese alten Klassiker gerne wiederaufleben lassen. Dafür existieren seit geraumer Zeit Emulatoren, mit denen Sie diese alten Spiele zum Laufen bringen und fast in ihrer Urform genießen können.

Eine gute Idee dafür ist die App ” Classic Boy”, die vom ersten Game Boy bis zur PlayStation und Nintendo 64 alle wichtigen Konsolen unterstützt. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass Spiele aus lizenzrechtlichen Gründen natürlich nicht mitgeliefert werden. Zwar befinden sich viele der Spiele seit Jahrzehnten nicht mehr im Verkauf, weiterverbreitet werden dürfen sie aber trotzdem nicht. Vor allem Nintendo schaut hier sehr rigoros auf jede Verletzung der Urheberrechte.

Downloads aus dem Internet existieren zwar, die sind aber meist illegaler Natur. Eine Lösung bietet die Homebrew-Szene, die Sie etwa unter https://pdroms.de finden. Nicht kommerziell agierende Entwickler stellen dort ihre Spiele kostenlos zur Verfügung, sodass Sie sie unterwegs auf dem Smartphone genießen können. Die Steuerung über das Display sagt Ihnen gar nicht zu? Über einen OTG-Adapter verbinden Sie typische USB-Controller (etwa einen Xbox-Controller oder auch das Modell der Nintendo Switch) mit dem Smartphone. Ab zehn Euro sind Sie in diesem Fall schon dabei.

Auslagerung von Rechenkapazitäten

Ein Smartphone allein mag eine eher überschaubare Rechenleistung bieten – doch alle Geräte auf der Welt bieten extreme Leistungsreserven, die in der Regel aber ungenutzt im Schrank liegen. Hier können Sie eine gute Tat vollbringen und die Kapazität Ihres Smartphones für Forschungsprojekte zur Verfügung stellen.

Eine dafür passende App ist ” Dream Lab”. Die Vodafone Foundation arbeitet dafür mit dem Imperial College in London zusammen, um so viele Smartphones wie möglich miteinander zu verbinden und auf diese Weise praktisch einen virtuellen Supercomputer zu errichten.

Sie sind hier auch nicht zu 100 % an die Bedingungen des Colleges gebunden: Nach dem Start der App wählen Sie in “Projekte” aus, welches der aktuellen Forschungsvorhaben Sie unterstützen möchten. Wenden Sie sich beispielsweise der Krebstherapie zu oder sagen Sie, zumindest aktuell, dem Coronavirus den Kampf an.

Wie sich die App letztendlich verhält, können Sie selbst definieren. Beispielsweise schaltet sich Dream Lab immer dann ein, wenn sich die Akkuleistung auf mehr als 80 % beläuft – und die App schaltet sich auf Wunsch unterwegs aus, um das Datenvolumen zu schonen. Wer mag, startet das Programm einfach selbst und lässt es rund um die Uhr rechnen. Dann sollten Sie das alte Smartphone aber permanent an den Strom hängen.

Alternative: spenden!

Sollten alle zehn Tipps nicht so ganz ins Schwarze treffen, bleibt noch die Übermittlung der Geräte an gemeinnützige Organisationen. Hier zeigen sich die Hersteller und Unternehmen auch gerne großzügig: NABU arbeitet etwa mit Telefonica Deutschland zusammen, alternativ schauen Sie sich vielleicht unter https://www.handysfuerdieumwelt.de um. Auch die Deutsche Telekom betreibt ein solches Projekt, das Sie unter https://www.handysammelcenter.de aufrufen können. Mit dem Verkauf und Recycling alter Smartphones sammelt das Unternehmen Geld, um damit soziale Projekte zu unterstützen.

Dass sich diese Projekte lohnen könnten, wird nach einem Blick auf die blanken Zahlen deutlich: Das normalerweise verlässliche Bitkom Research hat in einer Studie festgestellt, dass ungefähr 200 Millionen ungenutzte Handys in den Schubladen der Deutschen ihr Dasein fristen. Würden all diese Geräte einem guten Zweck zukommen, wäre vielen geholfen. Machen Sie im Zweifelsfall also den ersten Schritt und gehen Sie mit gutem Beispiel voran!

Dell startet XPS 13 Plus Developer Edition

Das Spitzenmodell Dell XPS 13 Plus ist das erste Ubuntu zertifizierte Notebook des Herstellers für die Business-Klientel. Konfiguration und Bestellung sind ab sofort möglich.

Das Dell XPS 13 Plus Developer Edition ist ab sofort mit vorinstalliertem Ubuntu 22.04 LTS lieferbar. Durch das Ubuntu-Zertifizierungsprogramm werde sichergestellt, dass alle Komponenten im Business-Notebook wie erwartet funktionieren. So sei garantiert, dass der Anwender von Anfang an das beste Nutzererlebnis hat, verspricht der Hersteller.

Die Ubuntu-zertifizierten Geräte erhalten falls erforderlich die notwendigen Treiber und spezielle Software, die sich von der Standarddistribution unterscheiden. Diese stellt Dell in einem Meta-Paket zur Verfügung, das automatisch die optimale Konfiguration von Paketen, Treibern und Kernel installiert, um bestmögliche Resultate zu erzielen. Mehr zur Ubuntu-Ausstattung haben die Kollegen der Computerwoche hier ausführlich berichtet.

Weitere Infos zur Ausstattung und den Konfigurationsmöglichkeiten bietet Dell in seinem Online-Shop unter diesem Link. Dort finden sich bei Verfügbarkeit auch die Preise, die bei rund 1.900 Euro für das exklusive Arbeitsgerät beginnen müssten.

Markt für Gaming-Hardware schrumpft

Derzeit trifft sich die Gaming-Welt wieder zur Leitmesse Gamescom in Köln. Doch rückläufige Zahlen bei Gaming-Hardware-Produkten trüben die Stimmung. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Die Gaming-Branche konnte sich in den vergangenen Jahren immer über ordentliche Zuwachsraten freuen. Einen weiteren Schub bekamen die Markteilnehmer durch die Corona-Pandemie: In Zeiten von Lockdowns und Kontaktbeschränkungen war Spielen in den eigenen vier Wänden ein beliebter Zeitvertreib.

Pünktlich zur Gamer-Messe Gamescom in Köln muss die erfolgsverwöhnte Sparte aber einen Rückschlag hinnehmen: Laut der aus dem Abverkauf der Distribution erhobenen Zahlen des Marktforschung- und Beratungsunternehmens Context ging nicht nur der Verkauf von Gaming-Notebooks, Gaming-PCs und Gaming-Monitoren stark zurück, auch bei Grafikkarten und Zubehör wie Headsets sowie speziellen Tastaturen und Computermäusen lag vor allem das zweiten Quartal 2022 deutlich hinter den Vergleichsquartalen der Vorjahre.

Amanuel Dag, Country Director DACH-Region bei Context, hat mehrere Gründe für die schwächelnde Branche ausgemacht: “Einer davon ist die hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr, als das Gaming-Segment ein sehr starkes zweites Quartal verzeichnen konnte. Ein weiterer ist die bei Verbrauchern aufgrund der Inflation und der Diskussion um Energie- und Spritpreise gesunkene Kauflaune”, erläutert der Context-DACH-Chef.

Absturz nach Rekordjahr
Der Markt für Gaming-Notebooks, Gaming-PCs und Gaming-Zubehör war ursprünglich einer der großen Gewinner der Pandemie – und das obwohl auch hier die Anbieter unter den bekannten Störungen der Lieferketten litten. Dessen ungeachtet war 2021 für die Branche ein Rekordjahr. Dafür sorgte nicht zuletzt eine hohe Nachfrage im oberen Preissegment, wie die Zahlen von Context aus der Distribution belegen.

Bei der Kategorisierung von Gaming-Notebooks und Gaming-PCs orientiert sich Context an der Einstufung von videocardbenchmark.net. Demnach gehören alle Rechner mit Benchmarking-Werten von 1.300 bis 5.999 zum Segment “Casual Gaming”. Eine Stufe höher folgt mit Werten von 6.000 bis 9.499 Punkten das Segment “VR Ready”. Darüber liegen QDD-fähige Modelle (9.500 bis 12.499 Punkte im Benchmark) und UHD-fähige Modelle (mehr als 12.500 Punkte).

Insgesamt wird bei der rückläufigen Entwicklung im Gaming-Markt deutlich: Obwohl Notebooks für Casual Gaming ihren Anteil am Markt stetig erweitern konnten, gingen die verkauften Stückzahlen in den zurückliegenden drei Quartalen um 3, 23 und zuletzt 39 Prozent zurück. Die Zugewinne bei Desktop-PCs für Casual Gaming (18 und 9 Prozent in Q4/2021 und Q1/2022) konnten das nicht ausgleichen, da der Umsatz mit Gaming-PCs insgesamt inzwischen pro Quartal meistens nicht einmal mehr ein Drittel des Umsatzes mit Gaming-Notebooks erreicht.

Aktuelle durchschnittliche Verkaufspreise
Bei Desktop-PCs lag der ASP (Average Selling Price) für Casual-Gaming-Modelle im zweiten Quartal 2022 bei 659 Euro. QHD-fähige (972) und UHD-fähige (1.060 Euro) Modelle liegen nahe beieinander. VR-ready-Modelle bieten das schlechteste Preis-Leistungsverhältnis und kosten im Durchschnitt 1.176 Euro. Vor zwei Jahren lag deren Durchschnittspreis noch bei 719 Euro. Insgesamt haben sich die Preise deutlich über denen von 2020 etaliert. Nur bei den UHD-fähigen-Modellen müssen heute im Durchschnitt rund 100 Euro weniger bezahlt werden als im Q2/2020.

Ganz anders sieht es bei Gaming-Notebooks aus. Hier liegen die Durchschnittspreise außer bei QHD-fähigen Modellen überall unter denen des zweiten Quartals 2020. Mit 962 Euro liegt auch der durchschnittliche Verkaufspreis der QHD-fähigen Notebook-Modelle unter dem der Desktop-PCs der gleichen Leistungsklasse. Lediglich UHD-fähige Gaming-Notebooks sind mit einem ASP von 1.385 Euro deutlich teurer als ihre PC-Pendants. Hier haben die Preise zuletzt auch wieder stark angezogen. Im Q1/2022 erreichten sie mit 1.115 Euro einen Tiefpunkt, in den fünf Quartalen zuvor schwankten sie zwischen 1.199 und 1.286 Euro