Microsoft entfernt mehr Windows-7-Funktionen aus Windows 10

Aero Shake kann Fenster durch Schütteln des aktiven Fensters minimieren. Die Funktion soll wohl deaktiviert werden – wie das Snipping-Tool.

Microsoft macht bei der Ummodellierung von Windows 10 Fortschritte. In einem aktuellen Previewbuild wird klar, dass immer mehr aus Windows 7 bekannte Funktionen optional gemacht oder komplett entfernt werden. Das berichtet das Techmagazin Windows Latest. Betroffen ist hier die Funktion Aero Shake, die durch schnelles Hin- und Herbewegen eines Fensters alle sichtbaren Fenster bis auf dieses minimiert. Ursprünglich wurde die Funktion mit der Vorstellung von Windows 7 und der überarbeiteten Aero-Benutzeroberfläche eingeführt.

Im Preview-Patch und später auch in der Live-Version von Windows 10 könnte das allerdings komplett über einen internen Flag deaktiviert werden. Bisher ist dies nur über einen manuell eingestellten Registry-Eintrag möglich. Dazu muss ein neuer Dword-32-Bit-Schlüssel mit der Bezeichnung NoWindowMinimizingShortcuts und dem Wert 1 im Verzeichnis HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows angelegt werden.

Aero Shake von Einigen unerwünscht

Viele Suchergebnisse im Internet zeigen Tutorials, wie das aus Windows 7 bekannte Aero Shake abgeschaltet werden kann. Das lässt vermuten, dass zumindest ein Teil der Windows-10-Community die Funktion eher als hinderlich ansieht. Dass Microsoft das Feature entfernt, könnte also eine Reaktion auf User-Feedback sein.

Microsoft plant, auch weitere Windows-7-Funktionen standardmäßig zu deaktivieren. So soll das Windows-7-Snipping-Tool für das Erstellen von Bildschirmfotos ausgeschaltet und als optionales Modul manuell aktivierbar werden. In dieser Liste befinden sich auch andere Legacy-Anwendungen wie der Internet Explorer 11, der mittlerweile von Microsoft Edge auf Chromium-Basis und mit integriertem Internet-Explorer-Modus ersetzt wurde. Als Ersatz soll es Snip and Sketch geben, welches auf Microsofts UWP-Design basiert und im Microsoft Store heruntergeladen werden kann.

Windows 7/8/10: Löschtaste funktioniert nicht richtig – so beheben Sie das

Es wirkt wie verhext: Sie tippen zweimal dasselbe Zeichen auf der Tastatur, doch es erscheint nur einmal. Beispielsweise wollen Sie “Aal” oder “CCleaner” schreiben – und das Betriebssystem verschluckt das zweite “a”/”C”. So lauten die Begriffe irrtümlich “Al” und “Cleaner”. Ein weiteres Problem: Zum Entfernen getippter Buchstaben drücken Sie mehrfach die Löschtaste oder halten sie gedrückt – doch Windows entfernt nur ein einziges Zeichen. Möglich ist, dass dahinter eine im Hintergrund laufende Software steckt, die sich auf das Tippen auswirkt; womöglich finden Sie sie als Symbol im Infobereich neben der Windows-Uhr. Wenn Sie in jüngster Zeit neue Software installiert haben, suchen Sie nach so einer Anwendung und beenden Sie sie. Hat kürzlich jedoch kein neues Programm den Weg auf die Platte gefunden, sollten Sie bei der Windows-Systemsteuerung ansetzen und eine Einstellung kontrollieren.

Die kritische, zu checkende Windows-Funktion heißt “Anschlagsverzögerung”. Das nachfolgende Vorgehen entstört Windows 7, 8.1 und 10 (getestet mit Version 1909).

Löschen-Taste reparieren

Falls die Anschlagsverzögerung von Windows der Übeltäter ist, beheben Sie das Problem über einen Unterbereich der Systemsteuerung. Öffnen Sie sie mit Windows-R und dem Befehl control. Begeben Sie sich im erscheinenden Fenster in den Abschnitt “Erleichterte Bedienung > Funktionsweise der Tastatur ändern”. Hier schauen Sie, ob ein Häkchen vor der Einstellung “Anschlagverzögerung aktivieren” gesetzt ist. Falls ja, schaffen Sie wahrscheinlich durch das Entfernen des Hakens Abhilfe. Nachdem Sie die Einstellung auf diese Weise geändert haben, speichern und verlassen Sie das Fenster, indem Sie auf “Übernehmen > OK” klicken und anschließend Alt-F4 drücken.

Windows Anschlagverzögerung deaktivieren

Die problematische Anschlagverzögerung spüren Sie nicht nur – Sie sehen sie zudem: in Form eines Infobereich-Symbols. Das Icon rechts in der Taskleiste ist als Uhr-Symbol dargestellt – und versprüht visuell einen Hauch von Langsamkeit. Eventuell verbirgt sich das Tray-Icon hinter einem Pfeil im Infobereich. Per Klick auf den Pfeil blenden Sie die versteckten Symbole gegebenenfalls ein. Klicken Sie doppelt auf das Verzögerungssymbol, erreichen Sie ebenso wie mit den oben beschriebenen Schritten die Systemsteuerung, worin Sie die Funktion per zu entfernendem Haken abschalten.

Windows 7 Support endet in einem Monat: Diese Alternativen haben Sie

In rund einem Monat war es das mit Windows 7, genauer gesagt gibt es am 14. Januar 2020 zum letzten Mal Sicherheits-Updates für das beliebte Windows-System. Ab diesem Tag kann man davon ausgehen, dass es verstärkt Angriffe auf bestehende Sicherheitslücken geben wird. Es ist also ratsam, auf ein anderes Betriebssystem zu wechseln. CHIP zeigt die Alternativen zu Windows 7.

Nicht bei Windows 7 bleiben

Stichtag für das Ende der Sicherheits-Updates für Windows 7 ist der 14. Januar 2020. Bis dahin raten wir Ihnen zum Wechsel des Systems. Wer das nicht schafft, aus welchen Gründen auch immer, findet in diesem Artikel Tipps, wie man Windows 7 noch für eine kurze Übergangszeit weiter nutzen kann. Beachten Sie, dass Sie dafür mehr Zeit investieren müssen, etwa in Handarbeit mit den Anti-Exploit-Tool EMET. Doch Vorsicht, die Betonung liegt auf “kurz”, denn für Hacker und Datendiebe wird es sicher ein Fest werden, nicht geschlossene Windows 7-Lücken auszunutzen. Die Strategie “Augen zu und durch” sollten Sie nicht zu lange fahren.

Windows 8.1: Das vergessene Windows

Auch wenn man es gern vergisst, zwischen Windows 7 und Windows 10 gab es noch ein anderes Betriebssystem, genau Windows 8. Mittlerweile mit einem großen Update ausgestattet wurde Windows 8 zu Windows 8.1 und es wird noch bis 10. Januar 2023 mit Updates versorgt. Es ist also die Windows-Alternative schlechthin für alle Nutzer, die zwar von Windows 7 weg wollen, aber auf Windows 10 keine Lust haben.

Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Während Microsoft das Update von Windows 7 auf Windows 10 verschenkt, muss man für den Zwischenschritt auf Windows 8.1 blechen. Wer noch nicht auf einer 64-Bit-Version unterwegs ist, könnte dem Umstieg nutzen, um die Architektur zu wechseln.

Das kostenlose Windows

Der logische Weg für Windows 7-Nutzer bis zum Support-Ende führt zu Windows 10. Zwar kann man den Schritt zu Windows 8.1 gehen und hat danach drei Jahre Ruhe, aber Windows 10 wird auch dann warten. Microsoft verschenkt das Upgrade nach wie vor, sprich Sie können einfach von Windows 7 zu Windows 10 wechseln, ohne auch nur einen Cent investieren zu müssen.

Gegen Windows 10 sprechen die laxen Datenschutzeinstellungen und das Chaos rund um Funktions-Upgrades. Wenn es geht, vermeiden Sie die Home-Version, mit Windows 10 Pro kriegen Sie nicht nur ein paar interessante Features mehr, Sie können auch Upgrades länger zurückstellen.

Linux als Windows-Alternative

Linux ist für sich gesehen ein großer Erfolg, aber auf dem Desktop konnte man sich nie wirklich etablieren. Die typischen Linux-Nutzer haben heute entweder überdurchschnittliches Technik-Know-How oder sorgen sich stärker um die Privatsphäre. Zwar sind Linux-Distris wie Ubuntu oder Linux Mint ausgereift, stabil und sicher, aber man trifft in der Praxis immer mal wieder auf Probleme, die man unter Windows oder macOS nicht hat oder dort blitzschnell lösten kann. Für Linux sind die Lösungswege oft verschlungen und man muss mehr Zeit für die Konfiguration einplanen.

Hat man sich aber einmal eingearbeitet, kriegt man sehr gut ausgestattete Systeme, bei denen man auch die eigenen Daten besser unter Kontrolle hat. Wer nach Windows 7 also etwas für den Datenschutz tun möchte, sollte sich Linux ansehen. Am besten probieren Sie eine Distri wie Ubuntu mal im Live-Modus aus und prüfen so, ob Ihre Hardware unterstützt wird.

Umstieg auf den Mac

Bei Linux muss man funktional ein paar Abstriche machen bzw. Zeit einplanen, um Dinge, die bei Windows selbstverständlich sind selbst zu konfigurieren. Wer ein nahezu perfektes System aus abgestimmter Hard- und Software möchte, kann auch auf macOS wechseln. Dafür muss man sich aber auch mit teurer Apple-Hardware eindecken. Das Erlebnis ist dabei ähnlich gut wie bei einem iPhone, sprich das System ist einfach zu bedienen, funktioniert gut und man kriegt eine gute Versorgung mit Programmen.

Abstriche muss man bei der Systemauswahl machen, denn es gibt teure Geräte und sehr teure Geräte. Auch wenn man es unter Windows gewohnt war, fast alles einstellen zu können, wird man unter macOS erstmal stutzen, dass man nicht jeden Stein umdrehen kann. Hier prallen dann oft Welten aufeinander, denn die Mac-Philosophie lautet dann eher weniger Funktionen, dafür aber die richtigen.

Neue Wege gehen

Der Boom von Smartphones, Tablets und Cloud-Diensten sorgt schon seit Jahren für Stimmen, die behaupten, dass klassische PCs und Notebooks eigentlich immer unwichtiger werden. Übersetzt bedeutet das, auch ein Desktop-Windows wie Windows 7 ist überflüssig. Warum also nicht das Support-Ende für einen radikalen Schritt nutzen und den PC oder das Notebook aussortieren? Ob das für Sie wirklich möglich ist, können wir natürlich nicht sagen, aber es dienen sich verschiedene Systeme an:

Apple zum Beispiel vermarktet das iPad Pro als PC-Ersatz und auch die App-Ausstattung kann sich sehen lassen. Mit angedockter Tastatur mag ein bisschen Notebook-Feeling aufkommen, aber an den Funktionsumfang echter Windows-Programme kommen Apps nicht ran. Auch auf Mausunterstützung sowie Schnittstellen muss man dann verzichten.

Ein anderer Ansatz wäre der Umstieg auf ein Chromebook. Google wirft die Notebooks günstig unters Volk, denn damit man die volle Leistung nutzen kann, muss man praktisch immer online sein und sollte kein Problem damit haben, Google die eigenen Daten anzuvertrauen. Ein breites Spektrum an Cloud-Diensten ersetzt lokale Software.

Windows 7 Support-Ende: Vollbildschirm-Warnungen deaktivierbar

Wir berichteten bereits darüber, dass Microsoft bald damit beginnt, per Bildschirm-Warnungen im Vollbildformat Windows-7-Nutzer darüber zu informieren, dass ihr Betriebssystem seinen End-of-Service (EoS)-Zeitpunkt erreicht hat und somit keine Sicherheits- und Softwareupdates mehr erfahren wird oder aber dass überhaupt noch technischer Support für das Produkt angeboten wird. Generell empfiehlt es sich, bei Möglichkeit auf Windows 10 zu aktualisieren.

Da es aber noch den einen oder anderen Windows-7-Nutzer geben wird, der sein liebgewonnenes System weiter so benutzen möchte und dennoch nicht andauernd die Vollbild-Meldungen sehen will, informiert BleepingComputer nun darüber, dass die mittlerweile zwei Prozesse dahinter per Eingriff in die Registry von Windows manipuliert werden können und ihr damit erst einmal Ruhe haben solltet. EOSNotify und EOSNotify2 heißen die beiden. Einer meldet sich direkt nach jedem Windows-Login, der andere jeden Tag mittags um 12.

Eingriffe in die Registry sollten immer mit Bedacht ausgeführt werden und nur dann, wenn ihr wirklich wisst, was ihr da tut. Ansonsten lässt sich da nämlich auch allerlei Bockmist verzapfen und das will sicher niemand. Seid ihr euch hingegen sicher, dann navigiert zum Eintrag

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\EOSNotify] „DiscontinueEOS“=dword:00000001 

wo ein Datum von vor dem 15. Januar 2020 eingestellt werden muss. Der 15. Januar markiert das Datum, von dem an Microsoft 7 offiziell keinen Support mehr erhält. Die beiden EOSNotify-Prozesse verlassen sich auf das hinter dem Registry-Eintrag eingetragene Datum und schalten so entweder die Meldungen aktiv oder eben nicht.