AMD Radeon RX 6800 XT: Sapphire stimmt Spieler auf die Nitro+ ein

Wieder hatte die Community aus dem ComputerBase-Forum den richtigen Riecher und hat diesmal die Sapphire Radeon RX 6800 XT Nitro+ entdeckt, die der Hersteller erst wenige Stunden zuvor auf Twitter angekündigt hat. Bereits in der Vergangenheit ist Sapphire als Exklusivpartner von AMD äußerst positiv in Erscheinung getreten.

Nitro+ weckt wieder hohe Erwartungen

Dementsprechend gefragt sind die Custom Designs des Herstellers auf Basis der Radeon RX 6800, 6800 XT und 6900 XT aus der Radeon-RX-6000-Serie, die „Gaming Ampere“ aus der GeForce-RTX-3000-Serie angreifen und der GeForce RTX 3090 (Test), 3080 (Test) und 3070 (Test) ab dem 18. November respektive 8. Dezember starke Konkurrenz machen soll. Dank des neuen Event-Kalenders von ComputerBase verpassen Leser solche Termine zukünftig nicht mehr.

Die Erwartungen an die Sapphire Nitro+ sind erneut sehr hoch, wusste der Hersteller doch mit seinen Custom Designs wie der Sapphire RX 5700 XT Nitro+ (Test) oder Radeon RX Vega 56 Nitro+ (Test) auf ganzer Linie zu überzeugen und stellte in der Vergangenheit nicht selten die besten Partnerkarten mit AMD-GPU.

Zuletzt wurden Diskussionen laut, dass das Referenzdesign der Radeon RX 6900 XT, 6800 XT und 6800 von Sapphire stammen soll und der Hersteller in dieser Generation deshalb auf eigene Custom Designs vom Typ Nitro+ oder der darunter positionierten Pulse verzichten könnte.

Diesen Gerüchten nimmt Sapphire mit seinem heutigen Tweet erfolgreich den Wind aus den Segeln – auch wenn technische Informationen noch Mangelware sind.

Kioxia XD6 Series: PCIe-4.0-SSDs im E1.S-Formfaktor für Server

Mit der XD6-Serie geht Kioxia neue Wege bei den eigenen Enterprise-SSDs und setzt auf den jungen Formfaktor E1.S, der im Bereich der Hyperscale-Rechenzentren Zukunft haben soll. Die 11 Zentimeter langen SSD-Module sollen in der Spitze 6,5 GB/s über PCIe 4.0 erreichen.

E1.S als Enterprise-Alternative zu M.2

Das E1.S-Format (S für Short) ist einer der neuen Enterprise and Datacenter SSD Form Factor (EDSFF), zu denen auch das von Intel bekannt gemachte und auffällige „Lineal-Format“ E1.L (Long) mit rund 32 Zentimetern Länge gehört. Die E1.S-Bauweise erinnert stark an den M.2-Formfaktor, ist im Gegensatz zu diesem aber explizit für den Unternehmensbereich bestimmt. Vor einigen Monaten hatte Samsung bereits die Datacenter-SSD PM9A3 mit PCIe 4.0 als Variante im E1.S-Format vorgestellt, die ebenso 6,5 GB/s erreichen soll.

Kioxia rühmt sich mit den ersten E1.S-SSDs, die die Anforderungen der „Open Compute Platform (OCP) NVMe Cloud SSD Specification“ in puncto Leistung, Energiebedarf und Wärmeentwicklung erfüllen, ohne dabei ins Detail zu gehen. Das neue Format soll Speicherdichte und Effizienz von Systemen steigern und zugleich die Handhabung vereinfachen. Gegenüber dem M.2-Formfaktor ist die Hot-Plug-Funktionalität bei E1.S ein klarer Vorteil.

PCIe 4.0 für mehr Leistung

Der Leistungsvorteil beruht allerdings nicht auf dem Format, sondern auf der Schnittstelle: PCIe 4.0 x4 ermöglicht die 6,5 GB/s beim sequenziellen Lesen, was allerdings auch M.2-SSDs mit gleicher Schnittstelle erreichen. In puncto Speicherdichte gibt es gegenüber den M.2-Modellen der Vorgängerserie XD5 mit PCIe 3.0 wiederum keinen Vorteil, denn zumindest vorerst hat Kioxia ebenfalls nur zwei Varianten mit 1,92 TB und 3,84 TB angekündigt, die Daten sequenziell mit bis zu 1,25 GB/s respektive 2,4 GB/s schreiben. Der Fokus auf Leseoperationen zeigt sich bei den 4K-Random-Werten: 850.000 IOPS lesend stehen 90.000 IOPS schreibend gegenüber. Die angesprochene Samsung PM9A3 gibt es wiederum mit bis zu 7,68 TB, höheren Schreibraten und bis zu 900.000 IOPS. Die XD6 Serie wird mit Bauhöhen von 9,5 mm, 15 mm und 25 mm angeboten; die obige Abbildung zeigt die 25-mm-Version mit Kühlkörper.

Weitere „Schlüsselmerkmale“ der XD6 Series hat Kioxia wie folgt angegeben:

Sequential read and write performance up to 6,500 megabytes per second (MB/s) and 2,400MB/s, respectively

15W power consumption

Security options: non-SED and TCG-Opal

Full end-to-end data path protection

Power loss protection

Expanded drive health information

Excellent Quality of Service

New KIOXIA-developed, hyperscale-optimized controller

Kioxia gibt an, dass derzeit die Bemusterung (Sampling) durch ausgewählte Geschäftskunden erfolge. Zu Preisen und Verfügbarkeit der neuen Enterprise-SSDs gibt es keine öffentlichen Angaben.

Ryzen 5000 und Radeon RX 6000: AMD zeigt Benchmarks zu Smart Access Memory

AMD Smart Access Memory erhöht die Leistung einer Radeon RX 6800, 6800 XT oder 6900 XT laut Hersteller um bis zu 11 Prozent, wenn diese mit einer Zen-3-CPU vom Typ Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X oder Ryzen 5 5600X kombiniert wird. AMD zeigt die Vorteile des direkten Speicherzugriffs nun anhand fünf ausgewählter Spiele auf.

Radeon RX 6000 profitiert von Ryzen 5000

Die drei am 18. November respektive 8. Dezember in den Markt startenden Grafikkarten der Radeon-RX-6000-Serie auf Basis der Navi-21-GPU und RDNA-2-Architektur, sollen in Kombination mit einem Zen-3-Prozessor aus der am 5. November erscheinenden Ryzen-5000-Serie bis zu 11 Prozent mehr Bilder pro Sekunde rendern, so AMD.

In fünf eigens durch den Hersteller ausgewählten Titeln, darunter das beliebte Open-World-Rennspiel Forza Horizon 4 (Test), das durch seine Referenzgrafik überzeugende Gears 5 (Test) sowie der Ego-Shooter Wolfenstein: Young Blood (Test) sowie Borderlands 3 und Hitman 2, erreicht eine Radeon RX 6800 XT gemeinsam mit einem Ryzen 9 5900X mit aktiviertem AMD Smart Access Memory durchschnittlich 5 bis 11 Prozent höhere Frameraten.

Während der Vorstellung der Radeon-RX-6000-Serie sprach Frank Azor, seines Zeichens Chief Architect of Gaming Solutions and Marketing bei AMD, davon, dass konventionelle Systeme der CPU nur in geringem Umfang Zugriff auf den Speicher der Grafikkarte einräumen, von maximal 256 MB war die Rede. Mit Smart Access Memory soll diese Begrenzung nun wegfallen und die CPU auf den ganzen Speicher der GPU zugreifen können, vorausgesetzt ein Ryzen 5000 sowie ein Mainboard mit einem PCH vom Typ X570 oder B550 (Test) steckt im System.

AMD kann somit das Featureset seiner CPUs und GPUs nutzen, um mehr Zen-3-Prozessoren sowie RDNA-2-Grafikkarten abzusetzen. Wie groß die Vorteile durch Smart Access Memory wirklich ausfallen, werden erste unabhängige Tests zeigen müssen.

Qualcomm Snapdragon 875: Ein neuer Benchmark-Leak deutet auf einen knappen Sieg gegen den Kirin 9000

Erst kürzlich hat ein Benchmark-Leak angedeutet, dass der Samsung Exynos 2100 die Leistung des Qualcomm Snapdragon 875 übertreffen könnte, nun hat der bekannte Leaker Digital Chat Station auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo neue Benchmark-Ergebnisse geteilt, die einen weiteren Einblick in die Performance von Qualcomms Flaggschiff-SoC der nächsten Generation bieten.

Dabei handelt es sich um einen Smartphone-Prototyp, der auf einen Chip mit dem Codenamen “Lahaina” setzt – ein klarer Hinweis auf den Qualcomm-SoC, denn Lahaina ist ein Ort auf Hawaii, und der Chip wird voraussichtlich am 1. Dezember in Hawaii offiziell vorgestellt. Der SoC soll wie erwartet auf einen großen und leistungsstarken ARM Cortex-X1-Prozessorkern sowie auf drei Cortex-A78-Rechenkerne setzen, bei der GPU dürfte die aktuellste ARM Mali-G78 zum Einsatz kommen.

Der Prozessor erreicht dabei Taktfrequenzen von bis zu 2,84 GHz, der Prototyp ist mit 12 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Das Benchmark-Ergebnis von 899.401 Punkten kann sich durchaus sehen lassen, zumindest verglichen mit dem direkten Vorgänger, denn der Snapdragon 865 kommt auf “nur” 820.220 Punkte.

Deutlich knapper fällt der Vergleich mit dem HiSilicon Kirin 9000 aus dem Huawei Mate 40 Pro (ca. 1.200 Euro auf Amazon) aus, der immerhin 875.308 Punkte erreicht – obwohl dabei nur ältere Cortex-A77-Prozessorkerne zum Einsatz kommen. Die CPU-Leistung vom Huawei-Chip fällt dabei mit 275.862 vs. 333.269 Punkten tatsächlich deutlich geringer aus, die Grafikleistung liegt dank der Mali-G78-GPU mit 24 Kernen knapp vorne.

Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen Prototypen des Snapdragon 875 handelt, der finale Chip mit den fertigen Treibern könnte ein noch besseres Ergebnis erzielen. Der Kampf um die Performance-Krone bleibt weiterhin spannend, vor allem der Samsung Exynos 2100 könnte Qualcomm einen harten Kampf liefern.

Radeon RX 6000: Zweitschnellste GPU mit 2.400 MHz Game Clock und 255 Watt?

Sollte eine große GPU wirklich so hoch takten? Gerüchte des Leakers Patrick Schur bringen Navi 21 XT mit einem Game Clock von rund 2.400 MHz in Verbindung. Bei AMD steht der Game Clock für die typischerweise in Spielen anliegenden Taktraten, also nicht den maximalen Boost-Takt. Dieser könnte also noch mal eine Spur höher sein. Zum Vergleich: Beim Referenzdesign der Radeon RX 5700 XT, einem Modell der oberen Mittelklasse, beträgt der Game Clock 1.755 MHz und der maximale Boost 1.905 MHz. Custom-Karten nehmen auch schon mal die 2,0-GHz-Schwelle. Allerdings sieht ein anderer bekannter Leaker erst den Boost-Takt der Navi 21 XT bei 2,2-2,4 GHz.

Navi 21 XT wird als zweitschnellste RDNA2-GPU gehandelt. Jüngsten Gerüchten nach sei sie aber nur fünf bis zehn Prozent langsamer als eine Geforce RTX 3080, während “Big Navi” in seiner maximalen Ausbaustufe als Navi 21 XTX angeblich auf dem Niveau des genannten Modells von Nvidia liegt. Vor dem Hintergrund liest sich eine weitere Zeile aus dem von Patrick Schur verbreiteten Gerücht interessant: Die Total Graphics Power liege bei “nur” 255 Watt.

Gemeint ist also der Gesamtstromverbrauch der Karte, nicht nur jener der GPU selbst. Dazu gesellen sich laut Leak 16 GiByte GDDR6-Speicher. Die TGP einer Geforce RTX 3080 liegt mit 320 Watt also deutlich oberhalb der mutmaßlichen TGP eine Navi 21 XT-GPU. Dabei hat die Geforce lediglich 10 GiByte (GDDR6X) zu versorgen. Da Navi 21 XTX ihre kleine Schwester laut Gerüchten nicht um Welten, sondern nur um etwa 10 Prozent überflügeln soll, kann man vermuten, dass auch das kommende Radeon-Flaggschiff in Summe nicht mehr als 300 Watt zieht. Alles natürlich unter dem Vorbehalt, dass in den Gerüchten ein wahrer Kern steckt.

Patrick Schur bezieht sich in einem Leak übrigens auf ein Custom-Modell mit Verbrauch und Frequenzen oberhalb eines Referenz-Designs. Ein solches könnte einen Game Clock von 2.300 MHz in die Waagschale legen – bei einer TDP von vielleicht nur 240 bis 250 Watt. Ob diese Annahmen zutreffen oder auch zu optimistisch sind, wird sich natürlich erweisen müssen. Die Vorstellung der RX-6000-Serie plant AMD jedenfalls für den 28. Oktober. Sollte man sich an das gleiche Schema wie bei den Ryzen-5000-Prozessoren halten, was aktuell nur eine Vermutung ist, würden entsprechende Karten aber erst am 25. November in den Handel kommen.

Radeon RX 6000: Umfangreiche Gerüchte zu Navi 21 und Navi 22

In weniger als zwei Wochen fällt der Vorhang für Big Navi. Vorab brodelt es in der Gerüchteküche um AMDs kommende GPUs ordentlich und erste Eckdaten zu Navi 21 seien bereits in freier Wildbahn gesichtet worden. Via Twitter verbreitete sich indessen eine Barrage an Gerüchten, die vom Nutzer “Avery78” ausgehen.

Wohlgemerkt bezeichnet sich dieser nicht als “Leaker”. Stattdessen teile er nur Informationen, die er aufgeschnappt oder die ihm zugespielt wurden. Im Falle der RX-6000-Reihe handle es sich um Gerüchte, die in letztere Kategorie fallen. Aus welchem Umfeld diese Informationen stammen, ist unbekannt. Lediglich, dass die Quelle schon einmal nützliche Angaben gemacht habe, wird im Eingangs-Tweet erwähnt. Dementsprechend sind die nachfolgenden Infos mit der gewohnten Portion an Skepsis zu genießen, da nicht verifiziert werden kann, ob es sich um tatsächliche Leaks handelt.

Navi 21 XTX angeblich auf Augenhöhe mit Geforce RTX 3080

Sofern sich die Informationen jedoch bewahrheiten, würde Navi 21 in einer “XTX”-Variante tatsächlich teurer und stromhungriger als Nvidias aktuelle Geforce RTX 3080 ausfallen, gleichwohl sie bei der Performance jedoch mithalten könne. Geht es um traditionelle Workloads, befände sich die GPU bei 4K-Auflösungen auf Augenhöhe und liefere sich, abhängig vom Spiel, einen sehr engen Schlagabtausch. Im Gesamtschnitt schneide Navi 21 XTX womöglich etwas besser als die Geforce RTX 3080 ab. Ausgenommen sei davon jedoch die Raytracing-Leistung, was angesichts Nvidias Vorerfahrungen durch Turing nicht verwundert und absehbar war beziehungsweise ist. Nvidias Ampere-Speerspitze, der Geforce RTX 3090, kann AMD allerdings nicht das Wasser reichen.

Unterhalb von Navi 21 XTX siedle sich eine beschnittene Navi 21 XT-GPU an. Die Leistungsdifferenz zum Vollausbau sei mit etwa 5-15 Prozent allerdings nicht allzu hoch. Im Vergleich mit Nvidias Geforce RTX 3080 läge der Malus bei 5 bis 10 Prozent hinsichtlich 4K-Gameplay mit traditioneller Rasterisierung. Geht es allerdings um die Raytracing-Performance, so sei die Lage im Kopf-an-Kopf-Duell schon erheblich schlechter. Nimmt man die Performance von Nvidias Turing-Spitzenmodell, der Geforce RTX 2080 Ti, zum Vorbild, so werde diese von Navi 21 XT mit einem Plus von etwa 25 Prozent geschlagen. Nvidias gehobene Ampere-Mittelklasse, die RTX 3070, sei indessen rund 12 bis 15 Prozent langsamer. Für den Performance-Vorsprung müsse allerdings auch mehr Geld hingeblättert werden. Laut den Gerüchten peile AMD einen Marktpreis von 599 US-Dollar an, wobei es Spielraum in beide Richtungen gäbe, sodass der finale Verkaufspreis zwischen 549 und 649 US-Dollar liegen könne.

Navi 22 im Performance-Schlagabtausch mit Geforce RTX 2080 Super, Stromverbrauch im Bereich der Radeon RX 5700XT
Wer mit Oberklasse-Grafikkarten allgemein weniger am Hut hat, für den dürfte AMDs kommende Mittelklasse nach den Gerüchten schon interessanter sein. Auch diesbezüglich liefert der Avery78 angebliche Informationen. Konkret geht es um Navi 22. Die zuvor bereits kolportierten 40 Compute Units gepaart mit einem 192-Bit-breitem Speicherinterface sowie auf 12 GiByte an Grafikspeicher seien gemäß den Tweets zutreffend. Hinzu gesellen sich angeblich auch “sehr hohe Taktraten”.

Bei diesen “sehr hohen Taktraten” handle es sich allerdings nicht um die im Vorfeld in Umlauf geratene Angabe von 2.500 MHz, gehe es um Referenz-Designs sowie auch Partnerkarten. Spricht man über Custom-Designs der AMD-Boardpartner, so sollen entsprechende Modelle etwa 2.350 MHz an GPU-Takt erreichen. Das Referenz-Design von AMD läge leicht darunter. Der Stromverbrauch läge indessen auf dem Niveau oder etwas über jenem der Radeon RX 5700 XT bei etwa 35 Prozent höherem Takt, während sich die Performance auf dem Level einer Geforce RTX 2080 Super befindet.

Nimmt man AMDs vorangegangene Aussagen zur Energieeffizienz zur Vorlage, bei dem sich der zugesicherte Performance-per-Watt-Zugewinn bei 50 Prozent bewegen soll, ist das hier gezeichnete Bild allerdings weniger stimmig, entspräche der Leistungsgewinn von Navi 22 gegenüber der RX 5700 XT lediglich 25 Prozent bei gleichem beziehungsweise leicht erhöhtem Stromverbrauch. Somit müsste eine der beiden Seiten zumindest in einigen Aspekten in Frage gestellt werden.

Wer derweil auf Raytracing-Support in der AMD-Mittelklasse hofft, soll laut den Gerüchten enttäuscht werden. Support für DirectX Raytracing böten angeblich ausschließlich Navi 21-GPUs.

Letztliche Antworten lassen noch eine Weile auf sich warten. Erst am 28. Oktober fällt offiziell der Vorhang für AMDs kommendes GPU-Aufgebot. Einen ersten, aber nicht unbedingt vielsagenden Vorgeschmack gab es bereits auf AMDs kürzlichen Event zu Zen 3.

GeForce RTX 3080: EVGA lässt die FTW3 Ultra mit 450-Watt-BIOS von der Leine

Während Käufer noch immer auf eine breite Verfügbarkeit der GeForce-RTX-3000-Serie warten, hat EVGA ein neues BIOS für die GeForce RTX 3080 FTW3 Ultra freigegeben und lässt die Grafikkarte mit 450 Watt TDP noch weiter von der Leine. Bereits im Auslieferungszustand ist diese mit 400 Watt durchaus großzügig bemessen.

EVGA schärft Ampere-Gaming nach

Vor wenigen Stunden hat der EVGA-Support über das offizielle Forum des Unternehmens bekanntgegeben, dass die GeForce RTX 3080 FTW3 Ultra insgesamt zwei neue BIOS-Versionen für das Dual-BIOS der Ampere-Grafikkarte erhält. Beide Versionen wurden auch bereits im Forum von EVGA als Beta freigegeben.

Die neuen BIOS-Versionen tragen die Kennung 94.02.24.48.88 und ersetzen das BIOS mit der Kennung 94.02.26.80.2C. Das neue reguläre BIOS ersetzt das alte BIOS, wenn sich der BIOS-Switch auf „Normal“ befindet, das neue OC-BIOS tritt an die Stelle des alten BIOS, wenn der Schalter auf „OC“ steht.

Zur Installation der neuen BIOS-Versionen gibt EVGA den Nutzern entsprechende Instruktionen mit auf den Weg:

BIOS Instructions (Windows Installation): Download the correct .zip file below for your graphics card below.

Extract the files to a location on disk.

Make sure no programs are running in the background, and double click Update.exe

Press “Y” to begin the update.

After update, restart PC.

NOTE: There are 2 BIOS’s, one is for the BIOS when switched to the normal stock position, the other if switched to the OC position

Hersteller empfiehlt ein Netzteil mit mindestens 850 Watt

Wie Asus zuvor, empfiehlt auch EVGA für die mit höherer TDP versehenen Grafikkarten der GeForce-RTX-3000-Serie besonders leistungsstarke Netzteile.

Im Falle der EVGA GeForce RTX 3080 FTW3 Ultra mit neuem OC-BIOS empfiehlt der Hersteller mindestens ein Netzteil mit 850 Watt Leistung und einer Gold-Zertifizierung nach 80Plus.

AMD Ryzen 5000: DDR4-4000 ist das neue Optimum für Zen 3

Während AMD das Optimum in Sachen Arbeitsspeicher für Ryzen 3000 (Test) alias Zen 2 mit DDR4-3600 und einem synchronen IF-Takt von 1.800 MHz angegeben hat, sollen die am 5. November erscheinenden Zen-3-CPUs der Ryzen-5000-Serie mit einem nochmals höheren Fabric– und RAM-Takt arbeiten. DDR4-4000 wird das neue Optimum für RAM.

DDR4-4000 ist das neue DDR4-3800

Nachdem sich bereits andeutet, dass die vier neuen CPUs Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X die Konkurrenz von Intel auch in Spielen sowie den Single-Core-Lasten werden schlagen können, legt AMD auch in Sachen RAM noch einmal nach. Während mit Zen-2-CPUs wie dem Ryzen 9 3950X (Test) bei einer Speicherfrequenz von 3.800 MT/s Schluss war, sollen nun 4.000 MT/s drin sein.

Dies verrät eine Seite aus einer offiziellen AMD-Präsentation, die erst mit dem Test der neuen Ryzen-5000-Serie veröffentlicht werden sollte, jetzt aber von der türkischen Website TechnoPat publik gemacht wurde.

Demnach bleibt DDR4-3600 der „Sweet Spot“ und seitens AMD die Empfehlung für die ebenfalls mit bis zu DDR4-3200 spezifizierten Prozessoren auf Zen-3-Basis.

Das neue Optimum stellt jedoch DDR4-4000 mit einem synchronen IF- respektive Fabric-Takt (FCLK) sowie Speichercontroller-Takt (ULCK) von 2.000 MHz dar.

Alle Arbeitsspeicher-Tests auf der AM4-Plattform mit Ryzen 3000 haben gezeigt, die Grenze lag bisher bestenfalls bei DDR4-3800 mit einem synchronen IF-Takt von 1.900 MHz.

Keine Garantie für hohen Speichertakt

Damit sollte klar sein, dass DDR4-4000 und die 2.000 MHz für den Speichercontroller (IMC) sowie die AMD Infinity Fabric keinesfalls garantiert sind. Anwender die sich aber intensiv mit der Materie Overclocking auseinandersetzen, können sich mit Ryzen 5000 und Zen 3 nun höhere Ziele setzen als noch mit Ryzen 3000 und Zen 2.

RAM-OC: Hilfe aus der Community

Die AMD Ryzen – RAM OC Community bietet neben Tipps und Tricks und vielen aktiven Mitgliedern eine sehr ausführliche RAM-OC-Anleitung (PDF), die unter Federführung von Community-Mitglied cm87 durch die Community erstellt wurde und auch über alle benötigten Programme informiert.

Intel bringt günstigen Ryzen-3-Konter

Intel hat den Core i3-10100F in die hauseigene Ark-Datenbank aufgenommen, der Prozessor dürfte in den nächsten Tagen im Handel verfügbar sein. Mit einem Listenpreis von bis zu 97 US-Dollar ist der Chip deutlich günstiger als der reguläre Core i3-10100 für 122 US-Dollar, welcher für knapp 110 Euro im Handel steht.

Der Core i3-10100F entspricht dem Core i3-10100, hat jedoch keine (aktive) integrierte Grafikeinheit. Ansonsten gibt es vier Kerne mit Hyperthreading bei 3,6 GHz bis 4,3 GHz sowie 6 MByte an L3-Cache. Intel dürfte mit dem Core i3-10100F den Ryzen 3 3100 (Test) preislich unterbieten, der für rund 95 Euro lieferbar ist. Der schnellere Ryzen 3 3300X (Test) hingegen findet sich kaum bei Händlern, wenn doch, kostet er zumeist über 130 Euro.

Intel musste Hyperthreading nachrüsten

Mit der Comet-Lake-Generation als 10th Gen Core hatte Intel die Core-i3-Klasse deutlich aufgewertet, da Hyperthreading für die doppelte Anzahl an logischen Kernen freigeschaltet wurde. AMD hatte Simultaneous Multithreading (SMT) bei den älteren Ryzen 3 1300X/1200 (Test) ebenfalls nicht geboten, weshalb Intel erst mit den Ryzen 3 3300X/3100 unter Zugzwang geraten war. Diese nutzen zudem die Zen-2-Technik und sind pro Takt deutlich leistungsstärker als Zen(1).

Bei den Pentium-Modellen war der Schritt zu Hyperthreading schon 2017 erfolgt, seit 2020 gibt es zudem eine Unterstützung für die AVX-Befehlssatzerweiterung, die für einige Spiele zwingend erforderlich ist. Zuletzt war dies bei Anthem und Apex Legends der Fall, auch Star Citizen erfordert mittlerweile einen Prozessor mit AVX-Support. Ansonsten gibt der Titel eine Fehlermeldung aus und startet nicht, allerdings fällt die Performance selbst mit einem aktuellen Comet-Lake-Pentium sehr schlecht aus. Zwei Kerne und vier Threads sind für die Weltraumsimulation schlicht zu wenig, was aber auch die Systemanforderungen so wiedergeben.

GPU-Gerüchte: Radeon RX 6900 soll mit mehr als 2 GHz bei 238 Watt takten

Die aktuelle Vorschau auf macOS 11 Big Sur soll interessante neue Erkenntnisse zu RDNA 2 und Big Navi liefern. Das Spitzenmodell der Radeon-RX-6000-Serie, die AMD Radeon RX 6900 mit Navi 21, soll demnach mit mehr als 2 GHz Boost bei einer TDP von maximal 238 Watt arbeiten. Eine RX 6800 soll gar mit „nur“ 170 Watt TDP auskommen.

macOS verrät Navi 21 und 22 im Detail

In der neusten Beta zu Apples nächstem Betriebssystem macOS 11 Big Sur, das ebenfalls noch für dieses Jahr erwartet wird, lässt sich über Radare2, ein Framework für das Reverse Engineering und die Analyse von Binärdateien, der folgende Dateipfad öffnen, der die entsprechende Firmware für Radeon RX 6000 mit RDNA 2 enthält.

Wer nach dem Eintrag _discovery_v2_navi21 sucht, wird schnell fündig und erhält unter _softPowerPlayTable2380 viele interessante Informationen zu den beiden neuen Grafikchips Navi 21 („RX 6900“) und Navi 22 („RX 6800“) sowie deren Varianten.

Navi 21 soll dabei sowohl als Navi 21 a als auch Navi 21 b aufgelegt werden, ob beide Varianten in dieser Form als Consumer-Grafikkarte auf den Markt kommen, kann selbstverständlich noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Die beiden Varianten des Chips sollen sich dabei primär beim maximalen Boost-Takt sowie der TDP unterscheiden. Während der Navi 21 a bis zu 2.050 MHz bei einer TDP von 200 Watt liefern soll, sehen die Einträge in der „Discovery Firmware“ für Navi 21 b gar bis zu 2.200 MHz bei einer TDP von 238 Watt vor. Die 80 CUs mit 5.120 Shadern sind bereits seit August dieses Jahres kein Geheimnis mehr.

Da es sich bei den Angaben zur Leistungsaufnahme („Socket Power Limit“) um den reinen Grafikprozessor handelt, könnte sich die TBP (“Total Board Power”) der Grafikkarte mit Big Navi am Ende bei rund 250 bis 300 Watt einpendeln. Mit einem GPU-Takt von 2.050 bis 2.200 MHz würde eine „Radeon RX 6900“ schlussendlich auf 21 bis 22,5 TFLOPS Rechen- respektive Shaderleistung kommen.

Auch Navi 23 („Dimgrey Cavefish“) findet sich im Code

Neben Navi 21 alias „Radeon RX 6900“ und Navi 22 alias „Radeon RX 6800“ zeigen sich auch Navi 23 als möglicher Nachfolger der AMD Radeon RX 5700 (Test) sowie der noch unbekannte Navi 31 in der Vorschau von macOS 11.

Big Navi: GDDR6 und HBM2 sind möglich

In seinem wenige Stunden alten Beitrag auf Reddit verrät u/stblr zudem die Breite des Speicherinterfaces von Navi 23, die in der Firmware mit 128-Bit zu finden ist, und weitere Details zur Speicherbestückung bei Navi 21, die sowohl mit GDDR6 als auch mit HBM2 realisiert werden können soll.

Zudem geht der Reddit-Nutzer noch einmal auf die bereits bekannten Informationen zu den kommenden AMD-APUs Rembrandt und Cezanne ein und zeigt Bilder eines AMD Ryzen 7 5700U im Benchmark, die von Twitter-Nutzer @TUM_APISAK stammen.

Ob sich die aus macOS ausgelesenen Informationen uneingeschränkt auf die Retail-Grafikkarten übertragen lassen, ist nicht sicher zu sagen. Sofern Apple den Einsatz der neuen Modelle in eigenen Systemen plant, könnte es sich auch erneut um speziell angepasste Varianten handeln.

Update 27.09.2020 16:07 Uhr

US-Händler nennt „Spezifikationen“ der Radeon-RX-6000-Serie

Einer der größten US-Onlinehändler für Hardware und Komponenten, Newegg, hat in seinem Blog jetzt die möglichen Spezifikationen der AMD Radeon RX 6700 XT, 6800 XT sowie 6900 XT aufgelistet und liefert neue Erkenntnisse hinsichtlich Speicherausbau und -anbindung.

Während der GPU-Takt mit jeweils 1.500 MHz für alle drei Modelle der Radeon-RX-6000-Serie eher wie ein Platzhalter anmutet, lassen die Informationen zur Speichermenge und dem verwendeten Speicherinterface aufhorchen.

Dennoch sollten auch diese Informationen mit der gebotenen Vorsicht eingeordnet werden. AMD selbst hat sich zu den Spezifikationen von Big Navi bislang noch nicht geäußert und wird dies auch erst am 28. Oktober tun.

Allein die Annahme, AMD könnte den Nachfolger der Radeon RX 5700 XT mit weniger Speicher, Bandbreite und einem schmaleren Speicherinterface ausstatten, wirkt auf den ersten Blick wenig plausibel. Die Anzeichen für eine Radeon RX 6900 XT auf Basis von Navi 21 mit 80 CUs, 5.120 Shadern und 16 GB GDDR6 an einem 256- bis 320-Bit breiten Speicher-IF verdichten sich hingegen.