Wer das November Update für Windows 10 jetzt schon hat, sollte nach der Installation einige wichtige Schritte unternehmen – denn nicht immer läuft alles rund. Bei der Prüfung geht es weniger um Neuheiten, sondern um einen grundlegenden PC-Check.
Das November 2019 Update zählt für einen Großteil der Nutzer nicht zu den großen Windows-Updates. Wer das Mai Update installiert hat, für den ist das November Update von Windows 10 nur ein kumulativer Patch, wie man ihn jeden Monat im Rahmen der Sicherheits-Updates kriegt. Aktualisiert man von früheren Windows 10-Versionen, zählt das November Update aber zu den klassischen Feature-Updates, die man von Windows 10 zwei Mal pro Jahr gewohnt ist.
Probleme kann es bei kleinen und großen Updates geben, doch sie fallen unter Umständen nicht immer sofort auf. Nach der Installation des November Updates sollten Sie am besten gleich mal den Computer nutzen. Starten Sie die Programme, die Sie am liebsten verwenden, werfen Sie Games an, bearbeiten Sie Fotos und gucken Sie Videos. Wichtig dabei: Verwendet Windows noch die von Ihnen bevorzugten Standardprogramme oder haben sich Edge & Co. wieder in den Vordergrund gedrängt? Doch neben diesem Praxis-Check sollten Sie auch einen strukturierten Funktions-Check machen.
Gleich nochmal das Windows-Update anwerfen
Ja, auch wenn es komisch klingt, nach dem Einspielen des November Updates rufen Sie bitte noch einmal Windows-Update auf. Der Grund: Das verteilte November Update ist schon ein paar Tage alt. Microsoft hat aber in der Zwischenzeit weiter an Windows 10 gearbeitet, sodass es einen sogenannten Day-One-Patch gibt, also gleich am ersten Tag ein Update für das Update. Das gilt auch, wenn Sie sich per Media Creation Tool bedient haben. Ihr System ist aktuell, wenn der Befehl “winver” die Build-Nummer 18363.476 zeigt (Stand Mitte November).
Windows 10: Check in 60 Sekunden
Wie gut steht Ihr Windows nach der Installation des November Update da? Ein Schnell-Check verrät es. Windows hat einige Profi-Tools zur Selbstüberwachung eingebaut, darunter die sogenannte Leistungsüberwachung (Performance Monitor). Mit diesem mächtigen Tool lässt sich auch ein Schnell-Check machen. Der Befehl “perfmon /report” ist alles, was Sie eintippen müssen, den Rest erledigt Windows selbst. Den Ausführen-Dialog starten Sie einfach mit dem Shortcut [Windows] + [R]. Geprüft werden Systemdateien, Festplatten und SSDs, Antwortzeiten und mehr. Das Tool spuckt einen Report aus, mit dem Sie weiterarbeiten können. In der Mehrheit werden Sie dort über Treiberfehler stolpern, die Sie per Update beheben können.
Schutzstatus prüfen
Das November Update kann sich mit Ihrer Sicherheits-Software in die Haare geraten. Prüfen Sie deshalb nach, ob Ihr Virenscanner läuft und ob dieser mit aktuellen Signaturen ausgestattet ist. Dieser Tipp betrifft natürlich in erster Linie Nutzer, die Drittanbieter-Software zum Schutz einsetzen. Wer auf den eingebauten Defender setzt, sucht den Bereich Windows-Sicherheit auf und überzeugt sich dort davon, dass alle Schutzkomponenten laufen.
Datenschutz-Check durchführen
Was Windows gerne mal bei Updates macht, ist die Datenschutzeinstellungen zurücksetzen. Beim November Update konnten wir das zwar nicht feststellen, aber sicher ist sicher. Also ab in die Einstellungen und dort die Datenschutzfunktionen abklappern. Wer gänzlich neu ist bei dem Thema, kann auch ein Tool wie O&O ShutUp10 nehmen und sich mit wenigen Klicks sinnvolle Datenschutzeinstellungen einrichten lassen.
November Update wieder loswerden
Es gibt zwei Möglichkeiten nach dem Update auf das November Update und den ersten Schritten: Entweder läuft alles und Sie sind zufrieden oder es gibt Probleme, die sich nicht so einfach aus der Welt schaffen lassen. Wenn alles top ist, können Sie die Datenträgerbereinigung starten, dort auf “Systemdateien bereinigen” klicken und den Punkt “Vorherige Windows-Installationen” abhaken. In der Spalte dahinter sehen Sie, wie viel Speicherplatz das Entfernen dieser nun nicht mehr benötigten Installationsdateien bringt.
Bei ernsten Problemen sollten Sie stattdessen mit einem Backup zurück auf den Stand vor das Mai Updates wechseln. Sie haben kein Backup? Dann können Sie in den Einstellungen unter “Update und Sicherheit” über “Wiederherstellung” zur vorherigen Windows-Version zurückkehren. Achtung: Dieser Notfallweg ist nur für 10 Tage gangbar, danach fehlt die Option.
