Was für eine Überraschung, Microsoft: Windows 10X ist fertig – das kann das neue Windows

Eines der wirklich spannenden Microsoft-Projekte nennt sich Windows 10X – das schlanke, flexible Windows 10 ist das erste neue Betriebssystem seit über fünf Jahren. Der Start ist für das Frühjahr 2021 geplant, fertig ist das System aber jetzt schon.

Im Frühjahr nächsten Jahres soll die Windows-Familie nach über fünf Jahren um ein neues Mitglied erweitert werden: Windows 10X – das “X” wird wie der Buchstabe ausgesprochen und soll für “expression” stehen. Die spezielle Ausgabe von Windows 10 tauchte schon früher auch als Windows Lite oder mit dem Codenamen Santorini auf. Microsoft hat nun die erste RTM-Version fertiggestellt – konkret heißt das, das System ist nun soweit komplett. Am Launch im Frühjahr ändert sich dadurch allerdings nicht.

Ursprünglich wurde das System für Microsofts Dual-Screen-Laptop Surface Neo präsentiert. Eine hausinterne Präsentation von Microsoft verriet jedoch, dass Windows 10X nicht ausschließlich für Geräte mit zwei Displays oder faltbarem Bildschirm geplant ist. Auch auf gewöhnlichen Laptops mit normalem Bildschirm soll Windows 10X grundsätzlich nutzbar sein. Doch Nutzer werden ein neues Gerät kaufen müssen, um an Windows 10X zu kommen – denn eine separate Download-Möglichkeit ist nicht geplant.

Anfangs kein Support für klassische Programme

Windows 10X sollte eigentlich nicht nur Apps unterstützen, sondern über eine spezielle Container-Technik auch normale 32-Bit-Programme ausführen können. Damit wollte Microsoft aus Fehlern der Vergangenheit lernen, bei denen die Geräte zu stark abgespeckt wurden. Nutzer sollten ein optimiertes und verschlanktes Windows mit fast allen Schikanen kriegen.

Doch hier gibt es Probleme und Windows 10X wird wohl im Frühjahr 2021 ohne Unterstützung für klassische 32-Bit-Programme an den Start gehen. Aufgegeben hat man das Projekt bei Microsoft zwar nicht, aber vor 2022 ist nicht mit der Technik zu rechnen. Das ist eine schlechte Nachricht, denn die Nutzung von klassischen Programmen dürfte wohl für viele Nutzer mit das wichtigste Argument für Windows 10X sein. Lediglich mit Apps ausgestattet wird Windows 10X zwar noch eindeutiger zum Konkurrenten für Chrome OS, aber zu einem Konkurrenten mit weniger Vorteilen.

Windows 10X auf normalen Notebooks

Microsoft will Windows 10X jetzt erst mal fit für normale Notebooks machen. Das erklärt ein offizieller Blog-Beitrag. Der Grund ist die veränderte Situation durch die Corona-Pandemie mit vielen Menschen im Homeoffice und Schülern, die Zuhause lernen müssen.

Ein offizielles Release-Datum nennt Microsoft bis heute nicht, als Start für Windows 10X auf Geräten mit einem Display soll für das Frühjahr 2021 angepeilt werden. Das System ist seit Dezember planmäßig fertig und wird nun erst mal an die Hersteller verteilt. Die primäre Zielgruppe sollen Unternehmen und Bildungseinrichtungen sein, bei denen günstige Geräte mit einem leichtgewichtigen Betriebssystem gefragt sind. Windows 10X soll also Microsofts Alternative zu den beliebten Chromebooks werden.

Ein Jahr später, also im Frühjahr 2022, sollen dann Notebooks für Privatnutzer sowie Geräte mit zwei Displays und Windows 10X kommen.

Windows 10X bremst Windows 10

Egal, ob man sich jetzt ein neues Gerät mit Windows 10X kaufen möchte oder nicht, das neue Betriebssystem könnte Auswirkungen auf Windows 10 haben. Es geht dabei wohl auch einfach um Entwickler, die beide Systeme voranbringen sollen. Ein Doppel-Update pro Jahr für Windows 10, wie es die letzten fünf Jahre der Fall war, wird dann wohl nicht mehr möglich sein. Auch das ist nicht offiziell von Microsoft bestätigt, aber den Plan könnte so aussehen:

Frühjahr 2021: Release Windows 10X für Unternehmen und Bildungseinrichtungen ohne Win32-Support, nur Single-Screen-Geräte

Herbst 2021: Release von Windows 10 21H2

Frühjahr 2022: Release von Windows 10X Version 2 auch für Privatnutzer, auch Dual-Screen-Geräte, möglicherweise mit Win32-Support

Herbst 2022: Release von Windows 10 22H2

Das Release von Windows 10X im Frühjahr könnte also dazu führen, dass Windows 10 21H1 ausfällt bzw. als Windows 10 21H2 in den Herbst geschoben wird. Vielleicht ändert Microsoft dann auch die Bezeichnungen für Windows 10, wenn es nur noch ein Funktionsupdate pro Jahr gibt.

Neue Optik für Startmenü, Taskleiste und Info-Center

Natürlich kann Windows 10 schon immer mit mehreren Displays umgehen, viele Nutzer betreiben an einem Notebook einen separaten Bildschirm, aber Windows 10X kann mehr. Es ist für Dual-Screen-Geräte und Foldables bestimmt, die praktisch nur aus Displayfläche bestehen, wie das Surface Neo. Damit sich diese Geräte schön bedienen lassen, hat man die drei zentralen Elemente Startmenü, Taskleiste und Info-Center komplett überarbeitet:

Startmenü: Wieder einmal greift Microsoft ein Redesign des Startmenüs an. Dieses Mal sitzt der Startbutton zentral und öffnet ein aufgeräumtes Startmenü mit drei Bereichen. Ganz oben sitzt ein Suchfeld, mit dem Nutzer lokal und auch im Web suchen können. Damit können Sie zum Beispiel auch installierte Programme finden und direkt starten. Darunter sind die beliebtesten Apps und Webseiten für den Schnellzugriff angeordnet. Der dritte Bereich listet kürzlich genutzte Dinge wie bearbeitete Office-Dokumente oder besuchte Webseiten auf. Die gute Nachricht: Die Programmliste kann man auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und es gibt die Möglichkeit Ordner anzulegen, um mehrere Objekte zusammenzufassen. Unter dem Strich speckt Microsoft das Startmenü ab zu einem einfachen Launcher.

Taskleiste: Die Taskleiste wird flexibler und passt sich je nach Gerät an die Display-Einstellungen an. Die Icons sitzen mittig, das lässt sich aber auch ändern. Klassisch rechts gibt es einen kompakteren Infobereich mit Uhrzeit, WLAN und Akkuanzeige. Ist keine Tastatur angeschlossen, minimiert sich die Taskleiste, sobald ein Programm gestartet wird.

Info-Center: Das Info-Center lassen viele Windows 10-Nutzer immer noch links liegen. Bisher drängt es sich recht dick an den rechten Bildschirmrand. Windows 10X speckt auch hier ab und zerhackt das Info-Center in mehrere kleinere Bereiche. Das hat zwei Vorteile: Die Benachrichtigungen sind sauber getrennt und die Schnelleinstellungen kriegen mehr Möglichkeiten. Nutzer können dann direkt im Info-Center mehr Einstellungen vornehmen und werden nicht in die Systemeinstellungen weitergeleitet.

Mit Tastatur-Unterstützung

Doch so cool das Surface Neo aussieht, Microsoft vergisst auch nicht, womit man heute arbeitet und das ist nun einmal die Tastatur. Deshalb unterstützt Windows 10X das auch. Wird die Hardware-Tastatur hochgeklappt, schaltet sich das Gerät in den passenden Modus. Gearbeitet wird dann hauptsächlich auf einem Bildschirm, einen Großteil des zweiten Bildschirms bedeckt das Keyboard. Die restliche Display-Fläche wird zur Wonderbar, dort blendet Microsoft beispielsweise hilfreiche Elemente wie Emojis ein oder man kann die Fläche als Trackpad nutzen.

Installation und Updates wesentlich schneller

Schneller und schöner, das trifft auch auf die Installation von Windows 10X zu. Bisher sieht die Installation von Windows 10 noch immer sehr klassisch aus, Windows 10X gießt die bekannten Schritte in eine moderne App-Optik. Die Schritte sind sehr ähnlich, Sprache auswählen, WLAN festlegen, Microsoft-Account angeben, das alles fragt auch Windows 10X ab. Cortana soll angeblich aus dem Setup verschwunden sein, das wird nicht allzu viele Nutzer stören.

Der eigentliche Hammer kommt aber bei Updates: Funktions-Updates installieren vollkommen unbemerkt im Hintergrund. Erst wenn ein Neustart nötig wird, macht sich das Update bemerkbar. Je nachdem wie schnell das System dann bootet, ist ein großes Update in ein paar Minuten fix und fertig eingespielt. Möglich macht das die strikte Aufteilung von Komponenten wie Systemdateien, Treibern und Programmen.

Windows 10X ausprobieren

Geräte mit zwei Bildschirmen sind jetzt erstmal wieder ins zweite Glied zurückgetreten. Prio hat erstmal Windows 10X auf normalen Notebooks mit einem einzigen Bildschirm. Ein waschechtes Windows 10X gibt es noch gar nicht in freier Wildbahn. Doch man kann das neue Betriebssystem trotzdem schon ausprobieren. Möglich macht es der Microsoft Emulator. Wie das genau geht, erklären wir in diesem Beitrag. Doch Vorsicht, die Bastelei empfehlen wir nur fortgeschrittenen Nutzern.

Was für eine Überraschung, Microsoft: Windows 10X ist fertig – das kann das neue Windows

Eines der wirklich spannenden Microsoft-Projekte nennt sich Windows 10X – das schlanke, flexible Windows 10 ist das erste neue Betriebssystem seit über fünf Jahren. Der Start ist für das Frühjahr 2021 geplant, fertig ist das System aber jetzt schon.

Im Frühjahr nächsten Jahres soll die Windows-Familie nach über fünf Jahren um ein neues Mitglied erweitert werden: Windows 10X – das “X” wird wie der Buchstabe ausgesprochen und soll für “expression” stehen. Die spezielle Ausgabe von Windows 10 tauchte schon früher auch als Windows Lite oder mit dem Codenamen Santorini auf. Microsoft hat nun die erste RTM-Version fertiggestellt – konkret heißt das, das System ist nun soweit komplett. Am Launch im Frühjahr ändert sich dadurch allerdings nicht.

Ursprünglich wurde das System für Microsofts Dual-Screen-Laptop Surface Neo präsentiert. Eine hausinterne Präsentation von Microsoft verriet jedoch, dass Windows 10X nicht ausschließlich für Geräte mit zwei Displays oder faltbarem Bildschirm geplant ist. Auch auf gewöhnlichen Laptops mit normalem Bildschirm soll Windows 10X grundsätzlich nutzbar sein. Doch Nutzer werden ein neues Gerät kaufen müssen, um an Windows 10X zu kommen – denn eine separate Download-Möglichkeit ist nicht geplant.

Anfangs kein Support für klassische Programme

Windows 10X sollte eigentlich nicht nur Apps unterstützen, sondern über eine spezielle Container-Technik auch normale 32-Bit-Programme ausführen können. Damit wollte Microsoft aus Fehlern der Vergangenheit lernen, bei denen die Geräte zu stark abgespeckt wurden. Nutzer sollten ein optimiertes und verschlanktes Windows mit fast allen Schikanen kriegen.

Doch hier gibt es Probleme und Windows 10X wird wohl im Frühjahr 2021 ohne Unterstützung für klassische 32-Bit-Programme an den Start gehen. Aufgegeben hat man das Projekt bei Microsoft zwar nicht, aber vor 2022 ist nicht mit der Technik zu rechnen. Das ist eine schlechte Nachricht, denn die Nutzung von klassischen Programmen dürfte wohl für viele Nutzer mit das wichtigste Argument für Windows 10X sein. Lediglich mit Apps ausgestattet wird Windows 10X zwar noch eindeutiger zum Konkurrenten für Chrome OS, aber zu einem Konkurrenten mit weniger Vorteilen.

Windows 10X auf normalen Notebooks

Microsoft will Windows 10X jetzt erst mal fit für normale Notebooks machen. Das erklärt ein offizieller Blog-Beitrag. Der Grund ist die veränderte Situation durch die Corona-Pandemie mit vielen Menschen im Homeoffice und Schülern, die Zuhause lernen müssen.

Ein offizielles Release-Datum nennt Microsoft bis heute nicht, als Start für Windows 10X auf Geräten mit einem Display soll für das Frühjahr 2021 angepeilt werden. Das System ist seit Dezember planmäßig fertig und wird nun erst mal an die Hersteller verteilt. Die primäre Zielgruppe sollen Unternehmen und Bildungseinrichtungen sein, bei denen günstige Geräte mit einem leichtgewichtigen Betriebssystem gefragt sind. Windows 10X soll also Microsofts Alternative zu den beliebten Chromebooks werden.

Ein Jahr später, also im Frühjahr 2022, sollen dann Notebooks für Privatnutzer sowie Geräte mit zwei Displays und Windows 10X kommen.

Windows 10X bremst Windows 10

Egal, ob man sich jetzt ein neues Gerät mit Windows 10X kaufen möchte oder nicht, das neue Betriebssystem könnte Auswirkungen auf Windows 10 haben. Es geht dabei wohl auch einfach um Entwickler, die beide Systeme voranbringen sollen. Ein Doppel-Update pro Jahr für Windows 10, wie es die letzten fünf Jahre der Fall war, wird dann wohl nicht mehr möglich sein. Auch das ist nicht offiziell von Microsoft bestätigt, aber den Plan könnte so aussehen:

Frühjahr 2021: Release Windows 10X für Unternehmen und Bildungseinrichtungen ohne Win32-Support, nur Single-Screen-Geräte

Herbst 2021: Release von Windows 10 21H2

Frühjahr 2022: Release von Windows 10X Version 2 auch für Privatnutzer, auch Dual-Screen-Geräte, möglicherweise mit Win32-Support

Herbst 2022: Release von Windows 10 22H2

Das Release von Windows 10X im Frühjahr könnte also dazu führen, dass Windows 10 21H1 ausfällt bzw. als Windows 10 21H2 in den Herbst geschoben wird. Vielleicht ändert Microsoft dann auch die Bezeichnungen für Windows 10, wenn es nur noch ein Funktionsupdate pro Jahr gibt.

Neue Optik für Startmenü, Taskleiste und Info-Center

Natürlich kann Windows 10 schon immer mit mehreren Displays umgehen, viele Nutzer betreiben an einem Notebook einen separaten Bildschirm, aber Windows 10X kann mehr. Es ist für Dual-Screen-Geräte und Foldables bestimmt, die praktisch nur aus Displayfläche bestehen, wie das Surface Neo. Damit sich diese Geräte schön bedienen lassen, hat man die drei zentralen Elemente Startmenü, Taskleiste und Info-Center komplett überarbeitet:

Startmenü: Wieder einmal greift Microsoft ein Redesign des Startmenüs an. Dieses Mal sitzt der Startbutton zentral und öffnet ein aufgeräumtes Startmenü mit drei Bereichen. Ganz oben sitzt ein Suchfeld, mit dem Nutzer lokal und auch im Web suchen können. Damit können Sie zum Beispiel auch installierte Programme finden und direkt starten. Darunter sind die beliebtesten Apps und Webseiten für den Schnellzugriff angeordnet. Der dritte Bereich listet kürzlich genutzte Dinge wie bearbeitete Office-Dokumente oder besuchte Webseiten auf. Die gute Nachricht: Die Programmliste kann man auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und es gibt die Möglichkeit Ordner anzulegen, um mehrere Objekte zusammenzufassen. Unter dem Strich speckt Microsoft das Startmenü ab zu einem einfachen Launcher.

Taskleiste: Die Taskleiste wird flexibler und passt sich je nach Gerät an die Display-Einstellungen an. Die Icons sitzen mittig, das lässt sich aber auch ändern. Klassisch rechts gibt es einen kompakteren Infobereich mit Uhrzeit, WLAN und Akkuanzeige. Ist keine Tastatur angeschlossen, minimiert sich die Taskleiste, sobald ein Programm gestartet wird.

Info-Center: Das Info-Center lassen viele Windows 10-Nutzer immer noch links liegen. Bisher drängt es sich recht dick an den rechten Bildschirmrand. Windows 10X speckt auch hier ab und zerhackt das Info-Center in mehrere kleinere Bereiche. Das hat zwei Vorteile: Die Benachrichtigungen sind sauber getrennt und die Schnelleinstellungen kriegen mehr Möglichkeiten. Nutzer können dann direkt im Info-Center mehr Einstellungen vornehmen und werden nicht in die Systemeinstellungen weitergeleitet.

Mit Tastatur-Unterstützung

Doch so cool das Surface Neo aussieht, Microsoft vergisst auch nicht, womit man heute arbeitet und das ist nun einmal die Tastatur. Deshalb unterstützt Windows 10X das auch. Wird die Hardware-Tastatur hochgeklappt, schaltet sich das Gerät in den passenden Modus. Gearbeitet wird dann hauptsächlich auf einem Bildschirm, einen Großteil des zweiten Bildschirms bedeckt das Keyboard. Die restliche Display-Fläche wird zur Wonderbar, dort blendet Microsoft beispielsweise hilfreiche Elemente wie Emojis ein oder man kann die Fläche als Trackpad nutzen.

Installation und Updates wesentlich schneller

Schneller und schöner, das trifft auch auf die Installation von Windows 10X zu. Bisher sieht die Installation von Windows 10 noch immer sehr klassisch aus, Windows 10X gießt die bekannten Schritte in eine moderne App-Optik. Die Schritte sind sehr ähnlich, Sprache auswählen, WLAN festlegen, Microsoft-Account angeben, das alles fragt auch Windows 10X ab. Cortana soll angeblich aus dem Setup verschwunden sein, das wird nicht allzu viele Nutzer stören.

Der eigentliche Hammer kommt aber bei Updates: Funktions-Updates installieren vollkommen unbemerkt im Hintergrund. Erst wenn ein Neustart nötig wird, macht sich das Update bemerkbar. Je nachdem wie schnell das System dann bootet, ist ein großes Update in ein paar Minuten fix und fertig eingespielt. Möglich macht das die strikte Aufteilung von Komponenten wie Systemdateien, Treibern und Programmen.

Windows 10X ausprobieren

Geräte mit zwei Bildschirmen sind jetzt erstmal wieder ins zweite Glied zurückgetreten. Prio hat erstmal Windows 10X auf normalen Notebooks mit einem einzigen Bildschirm. Ein waschechtes Windows 10X gibt es noch gar nicht in freier Wildbahn. Doch man kann das neue Betriebssystem trotzdem schon ausprobieren. Möglich macht es der Microsoft Emulator. Wie das genau geht, erklären wir in diesem Beitrag. Doch Vorsicht, die Bastelei empfehlen wir nur fortgeschrittenen Nutzern.

Diese sieben versteckten Windows-Funktionen sollten Sie kennen

Diktierfunktion, „Fenster schütteln“ oder virtuelle Desktops: Einige nützliche Funktionen von Windows 10 sind vielen Nutzern gänzlich unbekannt. Doch es kann sich lohnen, sie zu aktivieren. Denn beim Arbeiten hat das oft viele Vorteile.

Sie arbeiten mit Windows 10 und glauben, sich gut auszukennen? Dann lassen Sie uns doch mal schauen. Einige Funktionen sind selbst langjährigen Nutzerinnen und Nutzern unbekannt.

Entweder, weil sie standardmäßig deaktiviert sind oder, weil sich einem das Potenzial vieler Features noch nicht erschlossen hat. Sieben unbekannte, aber äußerst nützliche Funktionen im Überblick.

Virtuelle Desktops von Windows 10

Sie sind besonders hilfreich für alle, die mit vielen offenen Anwendungen, Fenstern oder in verschiedenen Tätigkeitsbereichen arbeiten. „So kann man zum Beispiel einen Arbeitsdesktop und einen privaten Desktop einrichten“, sagt Sebastian Klöß vom IT-Branchenverband Bitkom.

Die Einrichtung eines weiteren Desktops ist kinderleicht: Man muss einfach unten links in der Taskleiste auf die Schaltfläche „Aktive Anwendungen“ klicken und anschließend ganz oben links auf „Neuer Desktop“. Unter „Aktive Anwendungen“ sind aber auch alle geöffneten Programmfenster miniaturisiert auf einen Blick zu sehen.

Wenn man es nicht ausgeschaltet hat, kann man in der Ansicht sogar herunterscrollen und sieht die Aktivitäten der letzten Tage. „Windows 10 merkt sich nämlich, was wir in der Vergangenheit gemacht haben“, sagt Klöß. Mit Angabe des Datums findet sich dann dort beispielsweise das zuletzt bearbeitete Word-Dokument.

Windows 10: „Fenster schütteln“

Diese spannende Funktion hilft, wenn viele Fenster gleichzeitig geöffnet sind, sagt Klöß. Wer mit der linken Maustaste ein Fenster an seiner oberen Leiste „festhält“ und schüttelt, minimiert nach und nach alle anderen Fenster.

Erweiterte Zwischenablage unter Windows 10

Sie wurde mit der Windows-10-Version 1809 eingeführt. „Die Funktion ist standardmäßig nicht aktiviert und bleibt daher vielen Anwendern verborgen“, sagt Jörg Hähnle, Windows-Sachbuchautor und Betreiber des Hilfeportals Paules-PC-Forum.de. Vor dem Update war es nur möglich, genau ein Element in die Zwischenablage aufzunehmen, nun sind es bis zu 25.

Allerdings muss die Zwischenablage einmalig durch den Nutzer oder die Nutzerin in den Windows-Einstellungen aktiviert werden. Dort findet sich unter „System“ die Einstellung „Zwischenablage“. „Der Zwischenablageverlauf kann nun auf der rechten Seite im gleichnamigen Abschnitt aktiviert werden“, erläutert Hähnle.

Die Elemente fügt man weiter wie gewohnt mit der Tastenkombination „Strg+C“ oder über die rechte Maustaste und „Kopieren“ der Ablage hinzu. Über die Tastenkombination „Windows+V“ lässt sich der Zwischenablageverlauf einsehen.

„Eine Liste zeigt alle bisher abgelegten Elemente an“, erklärt Hähnle. Nutzer können so das gewünschte Element auswählen und einfügen. „Es ist überdies sogar möglich, Einträge dauerhaft in der Liste zu speichern, sodass diese auch bei einem Neustart des Rechners wieder zur Verfügung stehen.“

Nachtmodus von Windows 10

„Der Nachtmodus unter Windows 10 reduziert den Blauanteil des vom Bildschirm abgegebenen Lichts und sorgt so für einen wärmeren Farbton“, erklärt Hähnle. Das soll für einen besseren Schlaf sorgen.

Der Nachtmodus könne aber auch am Tag problemlos genutzt werden. Er lässt sich aktivieren, indem man mit der rechten Maustaste auf den Desktop klickt und dann die „Anzeigeeinstellungen“ wählt. Dort findet er sich unter „Farbe“.

Dort lässt sich nicht nur die Start- und Endzeit für den Nachtmodus einstellen, sondern auch die Stärke des Filters dosieren. „Bei der ersten Verwendung ist der Nachtmodus gewöhnungsbedürftig“, sagt Hähnle. Aber nach einigen Minuten habe sich das Auge an das Bild gewöhnt.

Die Diktierfunktion von Windows 10

Wer unter Windows 10 etwas schreiben möchte, muss nicht zwingend tippen. „Unter Windows 10 kann man sehr einfach Texte einsprechen und sich so einiges an Tipparbeit sparen“, sagt Hähnle.

Die Diktierfunktion lässt sich zum Beispiel in Programmen wie Wordpad nutzen und kann mit der Tastenkombination „Windows+H“ gestartet werden. Spricht man „Diktat beenden“ aus, endet die Transkription.

Voraussetzung ist natürlich ein angeschlossenes Mikrofon, bei Laptops ist meist eines integriert. Allerdings, so schränkt Hähnle ein, müsse man die Texte im Nachhinein noch einmal kontrollieren. Windows erkenne nicht immer alle gesprochenen Wörter fehlerfrei. Hintergrundgeräusche verschlechtern das Ergebnis.

Digitale Post-its anlegen

Kleine Notizen lassen sich in Windows 10 bequem über die Funktion „Kurznotizen“ anlegen. Die „Zettel“ finden sich im Startmenü und sind mit einem einfachen Mausklick erstellt. Sie können dann frei auf dem Desktop platziert und in ihrer Größe sowie Farbe angepasst werden.

„Statt auf Klebezetteln auf dem Monitorrand finden sich die Notizen dann auf dem Desktop“, erklärt Jörg Hähnle. Die virtuellen Notizen können aber anders als Papier-Post-its durchsucht werden.

Seiten vergrößern

Nicht nur fürs Schreiben und Notieren hat Windows 10 praktische Anwendungen im Repertoire, sondern auch fürs Lesen. „Die Texte auf vielen Internetseiten sind sehr klein gehalten und gerade bei längeren Texten kann das Lesen schon mal für die Augen anstrengend werden“, beschreibt Hähnle das Problem.

Doch indem man die Strg-Taste gedrückt hält und dazu das Mausrädchen dreht, lassen sich Internetseiten vergrößern und verkleinern. Dieser Trick funktioniert im Prinzip in allen Browsern.

Die eingestellte Schriftgröße wird dann automatisch für den nächsten Besuch der Webseite gespeichert. Mit der Tastenkombination „Strg+0“ wird die Größe wieder auf den Standardwert zurückgesetzt.

Windows Neu-Installation endlich überflüssig: WinToHDD klont Ihr Betriebssystem

Wer mit seinem PC auf eine neue Festplatte oder SSD umsteigen will, kann Windows entweder komplett neu aufsetzen oder einfach klonen. Die zweite Variante ist deutlich einfacher – vor allem mit einem praktischen Gratis-Helfer wie WinToHDD.

Wer jemals die Festplatte seines PCs gewechselt hat, der weiß, wie langwierig so ein Umzug sein kann. Denn für gewöhnlich sieht der Prozess so aus: Backup der wichtigen Nutzerdateien anlegen, System mit neuer Festplatte/SSD neu aufsetzen und dann die gesicherten Daten wieder einspielen. Der Grund: So startet man mit einem frischen System ohne Altlasten. Es gibt aber auch eine Abkürzung: Das Klonen der aktuellen Installation. WinToHDD ist ein kleines Tool, das Ihnen dabei hilft.

Das ist jetzt in Version 4.8 erschienen – das Update liefert die Unterstützung für das neue Windows 10 20H2. Darüber hinaus haben die Entwickler ein paar Bugfixes mitgeliefert. Den kompletten Changelog finden Sie auf der offiziellen Herstellerseite.

WinToHDD: Windows-Kopie anfertigen

WinToHDD funktioniert schon ab Windows Vista und erledigt seinen Job zuverlässig. Trotzdem sollten Sie niemals auf Backups verzichten, denn auch das Klonen kann grundsätzlich schief gehen. Am einfachsten hängen Sie die neue Festplatte oder SSD per USB-Gehäuse an Ihr aktuelles System oder bauen sie als zusätzliches Laufwerk ins Gehäuse ein, wenn Sie noch Platz haben.

Starten Sie WinToHDD und klicken dann auf “System klonen”. WinToHDD zeigt Ihnen dann einen Überblick über Ihr System an, also welche Windows-Version Sie haben, Infos über System- und Boot-Partitionen sowie den BIOS-Modus. Jetzt müssen Sie nur noch das Ziel für die Windows-Kopie wählen. WinToHDD bietet keinen zusätzlichen Schnick-Schnack, kann zum Beispiel den Klon nicht verkleinern, im Gegenteil. Die neue Festplatte bzw. SSD muss rund 20 Prozent mehr Platz bieten als die vorhandene. Im Tool können Sie System- und Bootpartition trennen oder beides auf eine Partition legen. Eine Zusatzoption erlaubt eine sektor-basierte Festplattenkopie.

Windows im laufenden Betrieb klonen

Dann klicken Sie “Weiter” und bestätigen die Warnmeldung mit “Ja”. Nach ein paar Minuten kommt noch einmal eine Warnmeldung, die ankündigt, dass die neue Festplatte/SSD jetzt komplett überbügelt wird. Ein Klick auf “Ja” lässt WinToHDD das System klonen. Damit das klappt, war lange Zeit ein Reboot fällig; seit Version 3 ist das nicht mehr nötig. Eine Prozentanzeige gibt Hinweise auf die Klon-Dauer, die je nach Größe der Installation stark variiert. Zum Schluss müssen Sie nur noch die Boot-Reihenfolge im BIOS ändern und können dann die geklonte Festplatte/SSD testen.

Windows neu installieren ohne DVD oder USB-Stick

WinToHDD hat auch noch andere Funktionen parat, die in manchen Situationen nützlich sind. So kann man mit der Software Windows ohne DVD oder USB-Stick neu installieren, entweder um eine bestehende Installation zu ersetzen oder um eine zweite Installation aufzusetzen.

Einzig ein Image der entsprechenden Windows-Version ist dafür nötig. Unterstützt werden dabei verschiedene Formate, etwa klassische ISO-Dateien, aber auch ESD oder WIM. Aktuelle Windows-Images können Sie sich zum Beispiel mit dem Microsoft Windows ISO Downloader gratis und legal direkt von Microsoft laden.

Vor diesem Windows warnt das FBI: Wer es nutzt, sollte dringend updaten

Auch wenn die Zahlen zurückgehen, so läuft auch ein halbes Jahr nach dem Support-Ende noch auf vielen PCs das Uralt-System Windows 7. Das führt zu erheblichen Sicherheitsmängeln – nach 6 Monaten ohne Updates ist jedes Gerät mit dem System großer Gefahr durch Angreifer ausgesetzt. Sogar das FBI hat eine Warnung vor Windows 7 herausgegeben.

Auch nach dem Support-Ende von Microsoft liegt das Uralt-Betriebssystem Windows 7 den Mai-Zahlen des Marktforschungsdienstes NetMarketShare zufolge noch immer bei rund 23,3 Prozent Marktanteil. Immerhin ist der Wert seit Mai unter die Marke von 25 Prozent gesunken, allerdings ist der Anteil nach wie vor erschreckend hoch. Denn es ist zu erwarten, dass das Uralt-Betriebssystem in Zukunft immer mehr ungefixte Sicherheitslücken aufweist, die von Angreifern einfach ausgenutzt werden können. Die ersten schwerwiegenden Lücken sind bereits bekannt.

Nun hat auch das FBI vor der Nutzung von Windows 7 gewarnt. Die US-amerikanische Sicherheitsbehörde erläutert in einem Untersuchungsdokument, dass ein Ansteigen der Cyberattacken auf ungeschützte Windows-7-Geräte mehr als wahrscheinlich ist. Besonders brisant: Der Untersuchung zufolge nutzen über 70 Prozent der Geräte im öffentlichen Gesundheitssektor nach wie vor Windows 7 oder sogar ältere Windows-Versionen. Das sind zwar US-amerikanische Zahlen, die Verteilung in Deutschland dürfte aber wohl ähnlich aussehen. Doch gerade für Privatanwender ist die Gefahr ebenso hoch, Opfer von Angriffen zu werden. Wer also noch mit Windows 7 arbeitet, sollte möglichst schnell auf ein aktuelleres System umsteigen.

Windows 7: Immer mehr Sicherheitslücken

Unternehmen und Organisationen können sich bei Microsoft eine Gnadenfrist erkaufen und weiterhin kostenpflichtige Updates erwerben. Privatanwender hingegen haben keinen Zugang mehr zu den Sicherheitsupdates.

Doch selbst Unternehmen und Behörden gehen beim Ignorieren des Support-Endes für Windows 7 nicht nur ein höheres Risiko ein, weil dies Cyberangriffe erleichtert. Sie verstoßen nach Experteneinschätzungen auch gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die EU-Richtlinie verlangt, bei der Verarbeitung sowie Nutzung personenbezogener Daten den “Stand der Technik” einzuhalten.

Unternehmen sowie Ärzte oder Anwälte, die personenbezogene Daten verarbeiten und speichern, handeln hier, wenn Sie weiterhin Windows 7 oder Server 2008 einsetzen, entgegen der DSGVO, meint Experte Uhlemann. “Bei Datendiebstählen personenbezogener Daten wird das Bußgeld durch Datenschützer entsprechend höher ausfallen. Versicherungen könnten dann auch hier die Leistung verweigern.”

Obwohl Windows 7 allgemein als ausgereift gilt, wurden in jüngster Zeit immer mehr Sicherheitslücken in dem betagten System entdeckt. So wurden im Jahr 2010 nur 64 Sicherheitslücken bei Windows 7 gefunden, 2019 erreichte die Anzahl mit 250 offiziell registrierten Problemen einen Höchststand. Der könnte in diesem Jahr allerdings erneut in die Höhe schießen.

Windows 7: Befürchtung vor Angriffswelle

Mit dem Ende des kostenlosen Produktsupports für Windows 7 kann es unter ungünstigen Umständen so laufen wie einst beim Supportende von Windows XP. 2017 kompromittierten die Verschlüsselungs-Trojaner WannaCry und Petya die Personal Computer, bei denen die “EternalBlue”-Schwachstelle nicht geflickt worden war. Für Windows XP gab es damals schon seit drei Jahren keine Updates mehr, sodass die verbliebenen XP-Installationen besonders betroffen waren.

Vor diesem Hintergrund befürchten nun auch die Sicherheitsforscher von ESET eine neue Angriffswelle: Die Schwachstellen des Systems, die nun nicht mehr kostenlos geflickt werden, können Cyberangriffe erleichtern. Entwickler von Schadprogrammen hätten bereits gezielt Schadcodes für bekannt gewordene Windows-Schwachstellen programmiert. “Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich”, sagte Uhlemann. “Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.”

Völlig kostenlos: Update auf Windows 10

Mit dem Windows 10 Update Assistenten können Windows-7-Nutzer nach wie vor völlig kostenlos auf Windows 10 umsteigen. Das Tool prüft, ob Ihr System für das moderne Microsoft-OS geeignet ist und lädt dann im Hintergrund Windows 10 herunter. Danach beginnt die Installation, die mindestens mit einem Neustart verbunden ist.

Alternativ können Sie auch eine Neuinstallation von Windows 10 auf Ihrem System durchführen. Dafür empfehlen wir das Media Creation Tool von Microsoft.

Outlook unter Windows stürzt direkt ab

Ihr seid für die IT zuständig oder einfach nur Nutzer? Ihr habt es mit dem Client von Outlook unter Windows (Outlook365 oder Outlook 16) zu tun? Dann könntet ihr ein haariges Problem zur Stunde haben.

Outlook stürzt sang- und klanglos ab. Ihr seid also auf keinen Fall alleine, Microsoft ist sogar schon am Ball. Man untersuche, ob ein kürzlich bereitgestelltes Update die Ursache für dieses Problem sein könnte. Um dieses Problem zu umgehen, können Benutzer Outlook im Web oder auf ihren mobilen Clients verwenden.

Falls das nicht infrage kommt, dann versucht es vielleicht mal mit einem Workaround, der zumindest bei unserem Leser Conrad temporär hilft. Rollback per „officec2rclient.exe /update user

updatetoversion=16.0.12827.20470“ könnte Abhilfe schaffen. Probiert das gerne aus. Alternativ gibt es ein paar Threads bei Reddit.

Microsoft Windows: Kumulative Updates werden verteilt

Wieder einmal ist der Patch-Dienstag von Microsoft da. An diesem erhalten normalerweise alle unterstützten Versionen von Windows ihre Updates. Wie normalerweise üblich erhalten die Windows-10-Versionen 1909 und 1903 das identische Update. Das Update KB4549951 bringt die Build-Nummer auf 18363.778 bzw. 18362.778. Nutzer können es hier manuell herunterladen (alternativ natürlich die Update-Suche anwerfen), und dies sind die nennenswerten Punkte im Changelog:

*Updates zur Verbesserung der Sicherheit bei der Verwendung von Microsoft Office-Produkten.

*Updates zur Verbesserung der Sicherheit, wenn Windows grundlegende Operationen ausführt.

*Updates zum Speichern und Verwalten von Dateien.

Das Windows-Update für Version 1809 erhält heute ebenfalls einen neuen Patch mit der Build-Version 17763.1158 (KB4549949), der die gleichen Korrekturen enthält wie die oben erwähnten für das Update KB4549951. Alle anderen Systeme lassen sich hier Changelog-technisch einsehen, ebenfalls ist ein manueller Download machbar.

Microsoft bringt neue Funktionen in Windows Admin Center Preview

Microsoft hat nach langer Durststrecke jetzt eine neue Vorschau für das Windows Admin Center herausgegeben. Die neue Preview 1910.2 ist da und bringt, wie die Versionsnummer vermuten lässt, nur geringe Ände­rungen im Vergleich zur im November erschienenen Version 1910. Microsoft stellt ab sofort eine neue Test-Version für die browserbasierte Remote-Server-Verwaltung zur Verfügung, die Preview steht ab sofort zum Download parat. Das Windows Admin Center gibt es nun als Version 1910.2. Das Update hat einige Verbesserungen erhalten, zudem gibt es in dem Dateien-Tool die neue Funktion, Dateien oder ganze Ordner zur kopieren, auszuschneiden und einzufügen.

Wie die neue Funktion wurden auch noch weitere Ver­bes­serungen des Admin Centers von Nutzern vorgeschlagen und jetzt vom Windows-Team implementiert. In einem Blogeintrag erläutert Brandon LeBlanc in seiner Funktion als Senior Programm-Manager für das Insider Programm die Änderungen. Zudem verweist er auf noch bestehende Probleme.

Andere wichtige Ergänzungen

Schnelle Cluster-Aktualisierung – Auf dem Cluster-Dashboard erscheinen Aktualisierungen für verbundene Teilnehmer unter dem Abschnitt “Alerts”.

Datei-Upload: Wenn der Upload einer großen Datei fehlschlägt, können Sie den Datei-Upload nun erneut versuchen.

Filter für virtuelle Maschinen: Bei der Anzeige einer Liste von VMs mit mehreren angewandten Filtern verschwinden die VMs nach einiger Zeit nicht mehr.

Azure-Update-Verwaltungsanmeldung: Benutzer erhalten keinen Anmeldefehler mehr, wenn sie versuchen, die Azure-Update-Verwaltung nach der Einrichtung der Azure-Überwachung einzurichten.

Erstellung von Active Directory-Konten: Es wurde ein Fehler in Active Directory Domain Services behoben, bei dem Konten mit Passwörtern erstellt werden konnten, die nicht den Komplexitätsanforderungen entsprachen.

Zusätzlich zu den oben genannten neuen Funktionen und Korrekturen arbeitet Microsoft weiterhin an der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Dazu gehört unter anderem eine Verbesserung der Tastaturnavigation.

Bekannte Probleme

Derzeit gibt es noch einige bekannte Probleme mit der Vorschau, die Auswirkungen halten sich aber in Grenzen. Microsoft schreibt dazu folgendes:

Die Diagramme für die Leistung von Werkzeugen für virtuelle Maschinen sind falsch formatiert. Dies wird im nächsten Release Candidate Build behoben.

Azure Monitor Onboarding: Wenn Sie einen Server oder einen Cluster mit “Verwalten als”-Zugangsdaten verwalten, kann das Onboarding fehlschlagen.

Netzwerk: Wenn Sie einen Azure Network Adapter konfiguriert haben, wird der Wert unter Microsoft Azure Virtual Network Gateway Address als Hyperlink formatiert, der führt aber zu einer ungültigen Adresse.

Chrome-Benutzer sehen möglicherweise “403 Verbotene Antwort von WAC” nach dem Upgrade. Die Abhilfe besteht darin alle offenen Chrome-Tabs zu schließen (stellen Sie sicher, dass keine chrome.exe-Prozesse laufen). Nach dem Neustart von Chrome funktioniert alles normal.

Registrierte Insider können die Windows Admin Center-Preview 1910.2 direkt von der Windows Server Insider Preview Download-Seite herunterladen, unter der Dropdown-Liste “Zusätz­liche Downloads”. Informationen für dieses Insider-Programm gibt es unter Windows Server Insider-Preview.