Lenovo IdeaPad S540-13API Laptop im Test: Schlanker Ryzen-Begleiter mit langer Laufzeit

Lenovo bietet die Notebooks seiner IdeaPad-Reihe mit vielfältigen Ausstattungsvarianten und unterschiedlichen Displaygrößen an. Zuletzt war bei uns zum Beispiel das Lenovo IdeaPad S540-15IWL mit 15,6 Zoll großem Bildschirm und Intel-Hardware im Test. Dieses machte bei Verarbeitung und Leistung einen guten Eindruck. Das Display hätte aber besser sein dürfen. In einem Vergleich konnte zudem die AMD-Variante eine bessere Leistung erzielen.

Mit Hardware von AMD kommt auch unser Testmodell des IdeaPad S540-13API. Ein Ryzen 5 3550H und 16 GB RAM sorgen für einen flotten Systembetrieb. Hinzu kommen die interne Grafikeinheit AMD Radeon RX Vega 8 und eine 512 GB fassende SSD. Für einen Preis von unter 1.000 Euro ist diese Ausstattung ordentlich und muss sich mit der unten aufgelisteten Konkurrenz messen lassen. Unter jedem Vergleich lassen sich außerdem weitere Notebooks aus unserer Datenbank hinzufügen.

Gehäuse & Ausstattung – Robustes Aluminium und geringe Wartungsmöglichkeiten

Beim Design des IdeaPad S540 setzt Lenovo auf einen schlichten Auftritt, der durch die matte Aluminiumoberfläche aber nicht billig wirkt. Das kleine Notebook ist an allen Stellen gut verarbeitet und weist keine groben Spaltmaße oder ähnliches auf. Das Scharnier erlaubt es den Deckel bis zu einem Winkel von circa 140° zu öffnen und hält das Display fest in der gewünschten Position. Die Lautsprecher befinden sich an der vorderen, leicht abgeschrägten Unterseite des Notebooks. Der Boden lässt sich zudem relativ leicht entfernen, nachdem alle Schrauben gelöst wurden. Daraufhin wird der Zugriff auf die Lüfter, die SSD und das WLAN-Modul frei. Ein Austauschen oder Erweitern des Arbeitsspeichers ist allerdings nicht möglich.

Mit Anschlüssen geht das IdeaPad S540-13API sehr sparsam um und bietet beispielsweise keinen HDMI-Port. Die beiden USB-Typ-C-Ports erlauben aber auch den Anschluss eines Bildschirms mit einem entsprechenden Adapter und können beide zum Laden des ultramobilen Laptops verwendet werden. Für drahtlose Verbindungen stehen Nutzern Bluetooth 5.0 und Wi-Fi 6 mit schnellem 802.11 ac-Standard zur Verfügung. Trotz 2×2-MIMO-Antennetechnik liegen die Geschwindigkeiten in unserem WLAN-Test bei nur durchschnittlich guten 501 MB/s beim Datenempfang und eher mäßigen 447 MB/s bei der Übertragung von Daten.

Eingabegeräte – Gute Lenovo-Tastatur mit etwas kleinen Tasten

Die Tastatur des Lenovo IdeaPad S540 eignet sich gut für die Eingabe längerer Texte. Das Feedback ist gut und der Druckpunkt etwas schwammig. Für große Hände könnten die Tasten etwas zu klein ausfallen, außerdem ist deren Abstand zueinander recht schmal. Unser Testmodell bietet auch eine weiße Hintergrundbeleuchtung, die sich in zwei Stufen an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Als Mausersatz steht Nutzern ein Clickpad zur Verfügung. Die Oberfläche ist sehr glatt und erlaubt eine präzise Navigation des Mauszeigers. Auf per Touch ausgelöste Mausklicks reagiert das Pad ebenfalls gut. Ein leichter Druck auf den unteren unteren Rand löst zudem einen linken bzw. rechten Mausklick aus, der durch ein sanftes Klickgeräusch quittiert wird.

Display – Spiegelnder Bildschirm im IdeaPad S540-13API

Der Bildschirm des Lenovo IdeaPad S540 besteht aus einem 13,3 Zoll großen IPS-Panel und bietet eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten. Die Bildschirmoberfläche ist glänzend und spiegelt dementsprechend stark. Die Helligkeit ist mit durchschnittlich 314 cd/m² ausreichend hoch und reicht für den ersten Platz in unserem Testfeld. Dasselbe gilt für die sehr gute Ausleuchtung von 94 Prozent. Unsere Messungen zeigen außerdem, dass für die Helligkeitsregelung kein PWM eingesetzt wird.

Alternative Displays hat Lenovo für das IdeaPad S540 nicht im Angebot.

Unsere Messungen bescheinigen dem IdeaPad S540-13API ein gutes Kontrastverhältnis von 1.689:1 und einen sehr guten Schwarzwert von 0,19 cd/m². Dadurch wirken Farben gut voneinander abgegrenzt und schwarze Bildinhalte sind tief und satt. Mit einer Farbraumabdeckung von 98,4 Prozent (sRGB) und 64,5 Prozent (AdobeRGB) liegt das Display des Lenovo-Notebooks ebenfalls auf einem hohen Niveau.

Die CalMAN-Analyse zeigt außerdem, dass der Bildschirm Farben bereits ab Werk nur mit einer geringen Abweichung und lediglich leicht erhöhtem Blauanteil anzeigt. Durch eine Kalibration lässt sich die Darstellung aber nochmals verbessern. Die entsprechende ICC-Datei lässt sich im Fenster oben rechts neben der Grafik zur Ausleuchtung des Bildschirms herunterladen.

Im Freien lässt sich das IdeaPad S540 aufgrund des spiegelnden Bildschirms nur eingeschränkt verwenden. An trüben Tagen treten auch im Schatten noch Spiegelungen von Objekten in der Umgebung auf. Daher sollte spätestens im Sommer auf einen Einsatz außerhalb geschlossener Räume verzichtet werden. Das verbaute IPS-Panel ist dabei sehr blickwinkelstabil, sodass Bildinhalte nicht verzerrt oder mit verfälschten Farben angezeigt werden.

Leistung – Mehr Leistung unter Dauerlast mit Ryzen 5 3550H

In unserem Testmodell des IdeaPad S540-13API verbaut Lenovo einen AMD Ryzen 5 3550H mit integrierter Radeon-RX-Vega-8-Grafikeinheit, 16 GB RAM und einer 512 GB fassenden SSD. Damit eignet sich das kleine Notebook für vielfältige Office-Anwendungen und kann einfache Bildbearbeitungen ohne Schwierigkeiten durchführen. Während der 16 GB große Arbeitsspeicher bereits den Maximalausbau darstellt, kann das IdeaPad S540 auch mit Ryzen-7-APU und bis zu 1 TB großer SSD geordert werden.

Über die Lenovo-Vantage-App lassen sich Energieeinstellungen unabhängig von Windows auswählen. Alle Benchmarks wurden mit dem Profil “Intelligente Kühlung” durchgeführt. Mit aktiviertem Profil “Höchstleistung” erzielten wir in den Benchmarks ähnliche Ergebnisse mit dem einzigen Unterschied, dass die Lüfter auch im Idle-Betrieb ganz leise zu hören waren.

Prozessor

Der AMD Ryzen 5 3550H ist ein Vierkernprozessor der bis zu 8 Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Der Aufbau ist dabei identisch zum AMD Ryzen 5 3500U, das TDP wird aber mit 35 statt lediglich 18 Watt angegeben. Dadurch verspricht diese CPU eine höhere Leistung im Dauerbetrieb, wobei die endgültige Performance von der Leistung des Kühlsystems abhängt. Die Taktraten bleiben mit einem Basistakt von 2,1 GHz und einem Turbotakt von 3,7 GHz wiederum identisch zum Ryzen 5 3500U.

In unseren Cinebench-R15-Dauerlasttest zeigt AMDs Ryzen 5 3550H zu Beginn ähnliche Spitzenwerte wie das Acer Swift 3 SF314, der Leistungseinbruch fällt aber mit circa 7 Prozent nicht so stark aus. Daher können Nutzer mit dem Ryzen 5 3550H über einen längeren Zeitraum tatsächlich mit einer höheren Leistung rechnen als es beim Ryzen 5 3500U der Fall ist.

In den Cinebench-R15-Einzeltests erreicht das Lenovo IdeaPad S540-13API nur durchschnittliche Ergebnisse. Im Single-Core-Test erreicht das Notebook zwar nur den letzten Platz in unserem Testfeld, das Ergebnis liegt aber über dem Durchschnitt anderer von uns getesteter Geräte mit dieser CPU. Der Multi-Core-Wert liegt knapp unter dem Ergebnis des Ryzen 5 3500U im Acer Swift 3 SF314. In anderen Notebooks konnte der Ryzen 5 3550H um bis zu 13 Prozent bessere Werte erzielen.

Im Akkubetrieb erreicht das IdeaPad S540 einen Cinebench-R15-Multi-Core-Wert von 570 Punkten.

System Performance

Im PCMark-10-Test zur Systemperformance erreicht das Lenovo Legion S540-13API den ersten Platz in der Gesamtscore. In den Einzeldisziplinen muss es sich aber jedes Mal knapp dem Acer Swift 3 SF314-41 geschlagen geben. Der tägliche Betrieb läuft mit dem kleinen 13-Zoll-Notebook reibungslos. Es zeigen sich keine Mikroruckler und auch das Betriebssystem sowie Programme werden schnell geladen.

Welche Leistung andere Notebooks in unseren Tests erzielen konnten, lässt sich auf unserer CPU-Benchmarkseite nachlesen.

Massenspeicher

Lenovo verbaut in unserem Testmodell des IdeaPad S540 eine 512 GB große SSD von Samsung. Diese erreicht in unseren Benchmarks sehr schnelle Schreib- und Leseraten, mit denen sie den ersten Platz in unserem Testfeld belegt. Die guten Ergebnisse äußern sich auch in einem sehr schnellen Dateizugriff, der ohne spürbare Wartezeiten möglich ist.

Mit welchen Werten andere Massenspeicher in unseren Test glänzen konnten, kann unserer HDD-/SSD-Benchmarkliste entnommen werden.

Grafikkarte

Im IdeaPad S540 sorgt die interne Grafikeinheit AMD Radeon RX Vega 8 für die Darstellung von Bildinhalten. Gegenüber den von uns gewählten Notebooks der Konkurrenz zeigt diese GPU die besten Ergebnisse in den 3DMark-Benchmarks. Da die Leistung der RX Vega 8 stark vom verbauten Arbeitsspeicher abhängt, profitiert das Lenovo-Notebook hier besonders vom 16 GB großen Arbeitsspeicher, der zudem im Dual-Channel-Modus verbaut ist. Bei einer geringeren RAM-Konfiguration müssen Anwender daher auch mit einer niedrigeren Leistung der Grafikkarte rechnen.

Welche Leistung andere Grafikkarten im Vergleich zur hier verbauten AMD Radeon RX Vega 8 erreichen, lässt sich unserer GPU-Benchmarkliste entnehmen.

Gaming Performance

Die Spieleleistung der hier verbauten AMD Radeon RX Vega 8 hängt stark vom verbauten Arbeitsspeicher ab. Mit den 16 GB RAM im Dual-Channel-Modus lassen sich viele Titel zumindest in HD-Qualität flüssig darstellen, bei älteren Spielen ist auch FullHD möglich. Die von uns getesteten Titel liefen mit den entsprechenden Einstellungen gut.

In unserer GPU-Spieleliste lässt sich nachlesen, welche Leistung von AMDs Radeon RX Vega 8 zu erwarten ist.

Emissionen & Energie – Leises 13-Zoll-Notebook mit guter Akkulaufzeit

Geräuschemissionen

Im täglichen Betrieb ist das IdeaPad S540 sehr leise und auch unter Last sind die beiden Lüfter kaum zu hören. Spulenfiepen oder ähnliches konnten wir bei unserem Testmodell ebenfalls nicht feststellen. Dadurch eignet sich das Lenovo-Notebook sehr gut für den Einsatz in lärmsensiblen Umgebungen.

Temperatur

Laut unseren Messungen liegen die Oberflächentemperaturen des IdeaPad S540-13API im Leerlauf bei bis zu 28 °C und erreichen unter Last bis zu 42,9 °C. Dabei fühlt sich das kleine Notebook von Lenovo zwar warm an, wird aber nie zu heiß, um es beispielsweise auf den Oberschenkeln verwenden zu können.

Während unseres circa einstündigen Stresstest kamen durch AMDs Skin Temperature Power Management (STAPM) drei verschiedene Powerlimits zum Einsatz. Zu Beginn konnte mit einem Limit von 30 Watt der Basistakt noch kurz gehalten werden. Darauf folgte recht schnell ein Sprung auf 25 Watt, wobei die Taktraten auf lediglich 1,8 GHz und sank. Nach wenigen Minuten fiel die Frequenz mit dem Powerlimit von 20 Watt nochmals auf 1,6 GHz. Da ein solches Stressszenario im Alltag nahezu ausgeschlossen ist, müssen Anwender aber nicht mit Einschränkungen wegen zu hoher Temperaturen im Inneren des Notebooks rechnen.

Zum Vergleich: Während unseres Cinebench-R15-Dauerlasttests lagen die Taktraten bei einem Powerlimit von 20 W bei 2,6 GHz. Bei 25 Watt erreichte die CPU 2,9 GHz und bei 30 Watt 3,1 GHz.

Lautsprecher

Die Lautsprecher des Lenovo IdeaPad S540-13API bieten eine mittlere Lautstärke und ein Klangspektrum, das die Mitten und höhere Töne ausgeprägt wiedergibt. Dadurch fehlt es Audiowiedergaben etwas an Kraft, für den gelegentlichen Konsum von Medieninhalten sind die Speaker aber durchaus geeignet.

Energieaufnahme

Laut unseren Messungen zeigt das Lenovo-Notebook einen Energiebedarf von mindestens 5,6 Watt im Leerlauf und bis zu 48,3 Watt unter Last. Damit entspricht die Leistungsaufnahme der verbauten Hardware. Das mitgelieferte USB-Typ-C-Netzteil bietet eine Ausgangsleistung 65 Watt und ist damit ausreichend hoch dimensioniert, um das IdeaPad S540 jederzeit mit ausreichend Energie versorgen zu können.

Akkulaufzeit

In unserem praxisnahen WLAN-Test erreicht das IdeaPad S540-13API eine Laufzeit von circa zehneinhalb Stunden. Damit liegt es im oberen Mittelfeld der von uns gewählten Vergleichsgeräte und kann die Kapazität des 65 Wh starken Akkus gut ausnutzen. Mit der maximalen Helligkeit wird in unserem WLAN-Test noch eine Laufzeit von etwas weniger als sieben Stunden erreicht.

Fazit – IdeaPad S540-13API ist ultramobil und bietet gute Leistung

Das Lenovo IdeaPad S540-13API zeigt sich in unserem Test als äußerst performantes Notebook. Die verbaute Hardware lässt im Alltag kaum Wünsche offen und stemmt die meisten Aufgaben mühelos. Das höhere TDP des AMD Ryzen 5 3550H wirkt sich dabei vor allem auf die Leistung über einen längeren Zeitraum positiv aus. So können Nutzer auch etwas länger an anspruchsvollen Aufgaben arbeiten, ohne dass die Performance dabei stark abfällt. Die hier verwendete Ausstattung mit 16 GB in Dual-Channel-Konfiguration wirkt sich auch äußerst positiv auf die Leistung der internen AMD Radeon RX Vega 8 aus. Dadurch sind sogar nicht allzu leistungshungrige Spiele möglich.

Mit dem Lenovo IdeaPad S540-13API erhalten Käufer einen leistungsstarken und ultramobilen Begleiter, der nur kleine Schwächen aufweist.

In unserem WLAN-Test glänzt der mobile Laptop zudem durch eine sehr lange Akkulaufzeit und auch die Eingabegeräte machen eine gute Figur. Bei der Geschwindigkeit in drahtlosen Netzwerken wäre aber noch etwas mehr möglich gewesen. Die einzigen wirklichen Kritikpunkte liegen bei der geringen Anschlussausstattung und dem spiegelnden Bildschirm. Mit angeschlossenem Netzteil stehen zudem nur noch ein USB-Typ-C- und -Typ-A-Port zur Verfügung. Einen Speicherkartenleser hätten wir ebenfalls gern gesehen.