Erster Teardown des neuen iMac bestätigt schlimmen Verdacht

Von außen sieht der neue 27-Zoll-iMac genau so aus wie das alte Modell, doch nachdem der Zubehörhersteller OWC den Desktop-Rechner auseinandergenommen hat, wird zur traurigen Gewissheit, was schon aufgrund interner Unterlagen von Apple klar war: Die SSDs sind fest aufgelötet, lassen sich weder austauschen noch durch weitere Speicher intern ergänzen.

Warum hat OWC so ein Interesse am neuen iMac?

Das Unternehmen bietet Erweiterungssets für Macs an, unter anderem RAM und SSDs. In der Vergangenheit war das ein gutes Geschäft. Wer einen iMac hatte und den erweitern wollte, konnte über OWC vergleichbar günstig Hardware ordern. Für RAM gilt das weiterhin – der iMac ist in diesem Punkt immer noch vom Nutzer aus aufrüstbar, doch bei SSDs ist jetzt offenbar Schluss.

Beim Auseinandernehmen des iMacs fiel OWC auf, dass die eingebaute Webcam, die nun 1080p auflöst, an den LCD angeschlossen ist – beim Öffnen kann schnell ein Kabel abreißen und dann ist der Jammer groß. Außerdem gibt es ein nun zwei Mikrofone, die ans Gehäuse angeklebt sind. Beim alten Modell war es nur ein Mikrofon. Apple will mit dem Doppelmikro die Aufnahmetonqualität deutlich verbessern.

Wie oben erwähnt fehlen SATA-Anschlüsse auf der Logikplatine. Beim 4- und 8-TByte-Modell gibt es jedoch Lötstellen für eine Erweiterungsplatine zur Aufnahme weiterer SSDs. Ganz kaputt ist das Zubehörgeschäft von OWC also nicht, aber bei den kleineren und vor allem auch deutlich günstigeren Ausstattungen mit 256 GByte, 512 GByte und 1 TByte sowie 2 TByte großen SSDs gibt es keine SATA-Ports. Es empfiehlt sich als sehr weise bei der Entscheidung zu sein, wieviel Speicherplatz intern vonnöten ist. Natürlich lässt sich der Speicher auch durch externe Festplatten, SSDs und NAS erweitern.