Windows 10: Microsoft blockt Zugang zu Teilen der Systemsteuerung

Der Redmonder Konzern arbeitet seit dem Start von Windows 10 und genau genommen sogar noch länger daran, die Systemsteuerung durch ein “modernes” Interface zu ersetzen. Diesem Ziel kommt man Stück für Stück näher, nun hat man einen weiteren Schritt genommen.

Ob man nun die gute alte Systemsteuerung oder die neuen Einstellungen von Windows 10 bevorzugt oder auch “nur” mit letzterem zurechtkommt – eine Wahl hat man hier nicht. Denn Microsoft hat diesen Schritt längst beschlossen, ein Zurück gibt es definitiv nicht mehr. Deshalb geht manchen die Umstellung auch zu langsam, ganz nach dem Motto: Bringen wir es einfach schnell hinter uns.

Alte System-Seite nicht länger erreichbar

Nun berichtet Windows Latest, dass es der Systemsteuerung nun wieder etwas mehr an den Kragen geht: Denn in Preview-Builds wurden bereits früher Verweise auf “Hide_System_Control_Panel” entdeckt, Microsoft hat später auch bestätigt, dass das Oktober-2020-Update für Windows 10 die System-Seite im Control Panel, also der Systemsteuerung entfernt.

Für Nutzer mit Windows 10 October 2020 Update oder neuer bedeutet das nun, dass sie aktiv daran gehindert werden, auf die bisherige System-Seite zugreifen zu können. Microsoft hat hier eine Flag implementiert, die Nutzer von System in der Systemsteuerung in Richtung About (“PC-Infos”) in der Einstellungs-App umleitet.

Bisher ließ sich das noch umgehen, doch in den neuesten Previews hat Microsoft alle Shortcuts entfernt, die den Zugang zu den eigentlich bereits gesperrten Bereichen ermöglicht haben. Konkret bedeutet das, dass man nicht länger per Rechtklick im Datei-Explorer auf Eigenschaften klicken und so auch zum System gelangen kann.

Derzeit testet Microsoft außerdem ähnliche Umleitungen, die den Zugriff auf Programme und Features unterbinden und die Nutzer in Richtung Apps & Features in den Einstellungen leiten. In den nächsten Monaten werden sicherlich weitere Schritte dieser Art dazukommen.

Mit Windows 10 Support: Google startet sein Super-Betriebssystem, aber nicht für alle

Microsoft arbeitet an Windows 10X, hat aber dabei Probleme, das System wie geplant an den Start zu kriegen. In der Zwischenzeit schickt sich Google an, ein Super-Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Das lange unterschätzte Chrome OS kriegt jetzt Unterstützung für Windows-Programme. Doch die Einstiegshürden sind hoch und vorerst werden nur Unternehmen bedient.

Google ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich, stellt mit Chrome zum Beispiel den beliebtesten Browser und mit Android hat man ohnehin die Marktmacht auf Smartphones. Doch es gibt auch weniger beachtete Projekte. Schon seit rund 10 Jahren versucht Google Chrome OS erfolgreich zu machen. In den USA laufen viele Notebooks von Schülern damit und auch hierzulande gibt es günstige Laptops mit Chrome OS. Der große Durchbruch ist dem System aber noch nicht gelungen, zumindest nicht außerhalb von Nischen.

Doch der Markt für günstige Notebooks ist definitiv interessant. Nicht umsonst arbeitet Microsoft an Windows 10X, einem Konkurrenten für Chrome OS, der auch 32-Bit-Programme unterstützen will, damit wohl aber Schwierigkeiten hat. Jetzt startet Google zusammen mit Parallels durch und bringt Unterstützung für Windows-Programme auf Chrome OS. Das könnte Chrome OS einen satten Schub geben – doch zum Start handelt es sich um ein reines Angebot für Unternehmen. Privatnutzer bleiben zunächst außen vor.

Chrome OS lernt auch Windows

Chrome OS startete ursprünglich mit der Idee, dass man alles im Web-Browser machen kann und ohnehin immer online ist. Kein Wunder, dass das vor 10 Jahren noch holprig war, man könnte auch sagen, Google war seiner Zeit voraus. Doch Google hat daraus gelernt und immer wieder neue Features zu Chrome OS hinzugefügt.

Mittlerweile ist man von dem radikalen Online-Konzept abgekommen und erlaubt auch Offline-Nutzung von Tools. Dazu können unter Chrome OS Android-Apps genutzt werden, was schon ziemlich viel Futter bringt, und über Virtualisierung ist auch der Einsatz von Linux möglich. Doch das reicht Google noch nicht: Der nächste Schritt ist die Unterstützung von Windows-Programmen. Dafür holt man sich Hilfe von Parallels und verbaut Parallels Desktop nativ in Chrome OS. Ab Chrome OS 85 ist die Virtualisierungsfunktion an Bord.

Einmal eingerichtet, sieht das in der Praxis so aus, dass ein kompletter Windows 10-Desktop im Fenster unter Chrome OS erscheint. Dort arbeitet man dann wie auf einem nativ installierten Windows und kann die installierten Programme nutzen.

Komplettes Windows unter Chrome OS

Mit Android kennt sich Google selbst aus und dessen Wurzeln liegen ja bei Linux, insofern war auch die Linux-Integration ein Projekt, das man selbst stemmen konnte. Für Windows holt man sich Unterstützung von Parallels, die vor allem für die Virtualisierung von Windows unter macOS bekannt sind, aber auch im Unternehmensumfeld einige wichtige Lösungen parat haben.

Die Windows-Integration in Chrome OS ist im ersten Schritt schon recht gut gelungen. Folgende Features sind an Bord:

Komfortfunktionen: Windows in Chrome OS nutzen, das klappt komfortabel. So lassen sich beliebig viele Windows-Programme parallel starten. Der Windows-Desktop ist dabei aber immer zu sehen, den eleganten Kohärenz-Modus von Parallels gibt es hier noch nicht. Wichtig auch, Windows-Programme können auch im Offline-Modus ausgeführt werden.

Zusammenarbeit: In der Praxis ist es auch wichtig, dass Chrome OS und Windows gut zusammenarbeiten. Das klappt zum Beispiel über eine gemeinsame Zwischenablage, über die man Texte und Bilder in beide Richtungen teilen kann. Auch ein gemeinsames Nutzerprofil gibt es, sodass wichtige Windows-Ordner, etwa für Dokumente und Downloads, auch direkt unter Chrome OS bereitstehen, wenn Windows nicht läuft. Auch Cloud-Ordner wie Google Drive oder OneDrive werden gemeinsam genutzt.

Grundfunktionen: Damit die Arbeit mit Windows unter Chrome OS nicht in Frust ausartet, hat Parallels wichtige Grundfunktionen implementiert, etwa eine dynamische Auflösung für das Windows-Fenster. Nutzer ziehen sich den Windows-Desktop einfach auf die gewünschte Größe und die Auflösung passt sich automatisch an. Auf Wunsch klappt auch der Betrieb im Vollbildmodus. Links lassen sich entweder in Chrome OS oder auch mit Windows-Browsern öffnen, ebenso integrieren sich Windows-Programme auch als Standardanwendungen unter Chrome OS. Auch wichtig: Drucker auf beiden Systemen lassen sich gegenseitig ansprechen.

Wer Chrome OS noch nie live erlebt hat, kann sich übrigens mit CloudReady das verwandte Chromium OS auf einem PC oder Notebook installieren.

Hohe Anforderungen: Vorerst nicht für Privatnutzer

Der größte Dämpfer für Nutzer, die sich schon auf günstige Chromebooks mit Windows-Support gefreut haben, dürfte sein, dass vorerst nur Firmen zum Zug kommen. Das liegt unter anderem an hohen Einstiegshürden für Hardware und Software. So empfiehlt Parallels Chromebooks mit Core i5 oder i7 mit 16 GByte RAM und 128 GByte großer SSD, etwa Google Pixelbook oder HP Elite c1030 Chromebook Enterprise. Diese Enterprise Chromebooks sind wesentlich teurer als die günstigen Schüler-Chromebooks.

Auch eine entsprechende Windows 10-Lizenz ist nötig, dazu die Google Admin Konsole zur Verteilung. Parallels selbst verlangt pro Jahr für die Virtualisierung rund 60 Euro für jeden Nutzer. Auf Nachfrage von CHIP, ob und wann man denn mit einem Angebot für Privatnutzer rechnen könne, zeigte sich Parallels wenig auskunftsfreudig. Erst wolle man den Markt für Unternehmen angehen, für Privatnutzer müsse man auch noch Dinge wie 3D-Performance verbessern, damit man vernünftig Games zocken könne. Auch die Frage, wie man Windows 10 auf Chrome OS für Privatnutzer installiert, müsse man beantworten.

Probleme mit Windows 10? Flinkes Tool macht kostenlosen Stabilitätstest

Es gibt nichts Nervigeres als YouTube-Videos, die ständig nachladen müssen, stotternde Spiele oder den gefürchteten Bluescreen. Sollten Sie auf diese Probleme stoßen, ist es meistens unumgänglich, dem Ursprung auf den Grund zu gehen. Ein guter erster Schritt hierbei ist ein Stabilitätstest für Windows 10. Mit dem kostenlosen Tool OCCT geht das schnell und unkompliziert.

Es gibt mehrere Ursachen, die auf Ihren Windows-Rechner zu Problemen führen können. Möglicherweise ist Ihre Übertaktung doch ein wenig zu viel, vielleicht ist ein treiber der Übeltäter oder eins Ihrer Lieblingsprogramme hat einen Bug. Es kann aber auch vorkommen, dass RAM, CPU oder Grafikkarte Fehler produzieren.

Wenn Sie diese große Auswahl eingrenzen und herausfinden wollen, woher die Windows-Probleme kommen, ist ein Stabilitätstest – wie ihn das Tool OCCT durchführt – eine nützliche Sache. Denn auf diese Weise können Sie Hardware-Problemen auf die Schliche kommen.

In Version 7.0.0 bekommt das Tool eine neue Benutzeroberfläche. Die Aufteilung in die drei Bereiche “Test”, “Überwachung” und “System Info” sorgt nun für noch mehr Übersicht. Außerdem ist OCCT bei der Hardware-Analyse auf das bewährte Tool HWinfo umgestiegen. Eine detaillierte Übersicht über alle Neuerungen finden Sie auf der Seite des Herstellers.

Portabel und übersichtlich

OCCT ist ein portables Tool, Sie müssen nur die Exe-Datei ausführen und können danach gleich loslegen. Damit können Sie den Stabilitätstester auch recht einfach auf fremden PCs ausführen, etwa wenn Sie für einen Kumpel einem Computer-Problem nachstellen. OCCT öffnet sich mit einer praktischen Übersicht. Rechts im Fenster werden die wichtigsten Systemkomponenten im Monitoring-Modus angezeigt, CPU und Grafikkarte etwa mit aktuellen Temperaturwerten. Links ist die Systemauslastung zu sehen sowie die Felder für die Stabilitätstests.

Stresstest für die Hardware

Der Zweck von OCCT ist es, die Hardware einem echten Stresstest zu unterziehen. Dafür gibt es im Bereich “Testablauf” verschiedene Tests. “OCCT” ist der hauseigene CPU-Test, bei dem Sie die Größe des Datensatzes auswählen können. Wenn es um Fehlersuche geht, ist der große Datensatz die beste Wahl. Um die CPU an ihre Grenzen zu bringen, empfehlen die Macher den kleinen Datensatz.

Als alternativen CPU-Test liegt der Linpack-Benchmark bei, der vor allem für Intel-Prozessoren optimiert ist. Er lässt sich aber in der Regel auch auf AMD-Hardware nutzen. Der 3D-Test spürt dagegen Rendering-Fehler bei der Grafikkarte auf. Sie können dabei Shader-Komplexität, Auflösung und eine FPS-Grenze festlegen. Mit Memtest gibt es eine Implementierung des bekannten Speichertests für Grafikkarten. Mit dem Power-Test kombinieren Sie OCCT und 3D-Test, was die Stromversorgung sowie das Mainboard unter Stress setzt.

Tests, Monitoring und Hardware-Schutz

Tests werden einfach über den Play-Button gestartet. Beachten Sie, dass die Voreinstellung die Tests so lange laufen lässt, bis sie manuell abgebrochen werden. Unter “Testablauf” können Sie aber auch eine Zeitsteuerung festlegen. Während der Tests informiert OCCT mit zusätzlichen Werten und schließt das Ganze mit einem Report ab.

Sie können im rechten Teil des Fensters noch ein paar zusätzliche Monitoring-Werte abrufen, etwa zur Temperatur der einzelnen CPU-Kerne und deren genutzte Spannung.

Um das System nicht zu beschädigen, können Sie in den Optionen eine Temperaturgrenze festlegen. Wird diese während eines Tests erreicht, schaltet sich OCCT selbst ab.

Probleme mit optionalen Windows 10-Updates – Bug oder Absicht?

Mit den jüngsten optionalen Updates für die beiden Windows 10 Ver­sionen 1903 und 1909 gibt es Probleme. Dabei geht es aber nicht um Fehler, die das Arbeiten mit dem PC stören, sondern um ein Problem für bevorstehende Updates.

Über die Probleme mit den schon Mitte September erschienenen Update Previews für das Window 10 Mai 2019 Update und das November Update wurde unter anderem bei Desk­modder berichtet. Günter Born hat dann anschließend in seinem Blog die beschriebenen Probleme weiter analysiert. Dabei geht es darum, dass Nutzer nach der Installation des optionalen Updates KB4577062 bemerkt haben, dass ihnen das Feature-Update Windows 10 Version 2004 nicht mehr über die Windows-Update-Funktion angeboten wird. Das ist im Grunde kein großes Problem, denn wer jetzt noch die Windows 10 Version 1903 oder 1909 nutzt, hatte ja anscheinend nicht vor zu aktualisieren oder konnte das aus Gründen nicht. Verwunderlich ist es aber schon, meldeten die beiden Online-Magazine.

Es hängt am Aktivierungspaket

Doch nun taucht eine weitere Möglichkeit auf, die das Problem im Zusammenhang mit den optionalen Updates erklären könnte: Es wird erwartet, dass Microsoft in Kürze das nächste Feature-Update, also die Windows 10 Version 2009, auch genannt 20H2, freigeben wird. Für diese Versionswechsel hat Microsoft dabei seit einiger Zeit ein sogenanntes Aktivierungs­paket vorgesehen, welches die neuen Funktionen in der neuen Version freischaltet. Im Support-Dokument für das Update KB4577062 wird das Problem mit den beiden alten Windows-Version aus dem Jahr 2019 nun so umschrieben.

Da heißt es:

“Wenn Sie von einer früheren Version von Windows 10 auf Windows 10, Version 1903, oder Windows 10, Version 1909, aktualisieren, erhalten Sie möglicherweise oben das ‘Kompatibilitätsbericht’-Dialogfeld mit dem Hinweis ‘Worum Sie sich kümmern sollten’ und die Fehlermeldung ‘Bei Fortsetzung der Installation von Windows werden einige optionale Funktionen entfernt. Nach Abschluss der Installation müssen Sie sie möglicherweise wieder unter Einstellungen hinzufügen.’ Möglicherweise wird diese Kompatibilitätswarnung angezeigt, wenn LOKALE SYSTEM-Konten durch eine Firewall vom Zugriff auf das Internet über HTTP blockiert werden. Der Grund dafür ist, dass das Dynamische Update (DU) für das Windows 10 Setup nicht in der Lage ist, erforderliche Pakete herunterzuladen.”

Windows scheint also nach dem jüngsten Update nicht in der Lage zu sein, das Akti­vierungspaket zu laden. Das könnte dabei sogar Absicht sein. Das betroffene Update ist ja nur eine Preview für den Patch-Day, erst am Patch-Day wird die finale Version veröffentlicht. Zum Patch-Day wird sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit das Aktivierungspaket ändern, um das Update statt auf Version 2004 auch auf Version 2009 zuzulassen. Zumindest steckt Microsoft in den Vorbereitungen für die Freigabe.

Solche Bugs im Vorfeld einer großen Veröffentlichung sind Microsoft in den letzten Jahren immer wieder vor die Füße gefallen. Inwieweit das Windows-Team das Ganze nun im Griff hat oder nicht, dürfte sich bereits am kommenen Patch-Day am 13. Oktober zeigen.

Wow, Microsoft, wie genial: Dieses versteckte Feature in Windows 10 kann jeder gebrauchen

Sie ist bereits seit einiger Zeit ein fester Bestandteil von Windows 10, doch die meisten Nutzer dürften sie höchstens mal versehentlich geöffnet haben: die “Xbox Game Bar”. Was nach einem Tool für Zocker klingt, ist in Wahrheit ein ganzer Werkzeugkasten, der für jeden Windows-10-Nutzer ein paar Features parat hat. Nun hat Microsoft den Funktionsumfang der Game Bar noch erweitert.

Für eines hat Microsoft in den letzten Jahren gesorgt: Windows 10 ist vollgepackt mit Werkzeugen. Viele davon sind nicht gerade das, was die meisten Nutzer suchen, doch so manche Tools können sich wirklich sehen lassen. Eines davon ist wirklich gut versteckt: Kaum ein Nutzer dürfte die Xbox Game Bar schon mal angetroffen haben, es sei denn, beim Entfernen vorinstallierter Werkzeuge.

Das ist durchaus verständlich: Die Namensgebung weist darauf hin, dass dieses Tool ausschließlich für Gamer gedacht ist, vielleicht sogar Xbox-Gamer. Dem ist aber definitiv nicht so: Mit der Game Bar bekommen Sie ein nützliches Overlay, das Sie jederzeit aufrufen können, und das die verschiedensten Tools enthält. Vom Screenshot-Werkzeug bis hin zur Anbindung an Spotify ist alles mit an Bord.

Doch damit nicht genug: Microsoft bringt immer wieder neue Komponenten an den Start. Schon bald soll in der Game Bar sogar ein Task Manager integriert werden – mit einem Trick lässt sich das Feature jetzt schon testen. Wer das Dashboard selbst begutachten möchte: Die Bar lässt sich ganz einfach mit der Tastenkombination Windows + G öffnen.

Neu in der Xbox Game Bar: Ersatz für den Task Manager

Microsoft arbeitet aktiv an der Xbox Game Bar und stellt immer wieder neue Features für die Nutzer bereit, die sich über den Microsoft Store laden lassen. Die neueste Funktion ist ein Task Manager, der sich als Modul im Dashboard einblenden lässt. Darin sind nicht nur aktive Programme, sondern auch Systemprozesse aufgeführt, inklusive der RAM-, CPU- und GPU-Belastung sowie einer Möglichkeit, den Prozess zu beenden.

Wer den Task Manager und weitere neue Features vorab testen möchte, benötigt lediglich ein Microsoft-Konto und den Xbox Insider-Hub. Damit können Sie nicht nur an Betatests für Xbox- und PC-Spiele teilnehmen, sondern auch neue Windows 10 Features rund um Gaming ausprobieren. Zum Freischalten der Preview-Version für die Xbox Game Bar melden Sie sich im Hub an, navigieren zu Insider-Inhalte, wählen die Game Bar und anschließend den Preview-Ring aus. Nach einer kurzen Wartezeit bekommen Sie das Update auf die Preview-Version über den Microsoft Store.

Xbox Game Bar: Dashboard mit CPU-Monitor, Screencast-Tool & mehr

Die Xbox Game Bar ist anders, als der Name vermuten lässt, mehr als nur eine schnöde Leiste. Vielmehr bekommen Sie mit der kompakten App per Tastenkombi ein Dashboard eingeblendet, das nicht nur in Games funktioniert. Mit integriert sind diverse Social Media Services wie Xbox Social, Spotify oder Twitter. Auch ein Modul für Audioeinstellungen, ein Leistungsmonitor und ein schnelles Tool für Screenshots oder Bildschirmvideos verstecken sich in der Game Bar.

Nutzer, denen die mitgelieferten Komponenten noch nicht ausreichen, bekommen mit dem Widget Store eine Möglichkeit, die Game Bar beliebig zu erweitern. Mit dabei sind spezifische Tools von Hardwareherstellern wie Razer und Corsair, aber auch einfache Utilities werden angeboten. So lässt sich beispielsweise ein Taschenrechnermodul nachrüsten und auch ein Browser-Widget ist verfügbar.

Windows 10 Insider Preview Build 20221 bringt neue Funktionen mit

Windows Insider im Dev Channel bekommen ab sofort ein Update mit neuen Funktionen angeboten. Windows 10 Insider Preview Build 20221 bringt Meet Now, das Feature aus Skype, in die Taskleiste. Kann mir vorstellen, dass das nicht wirklich überall mit Freunde angenommen wird.

Dieses Feature wird zunächst einer Untergruppe von Insidern im Dev Channel zur Verfügung gestellt, damit man Probleme, die sich auf Leistung und Zuverlässigkeit auswirken können, schnell identifizieren kann.

Die Benachrichtigungen der „Ihr Smartphone“-App lassen sich nun im Benachrichtigungs-Feed anpinnen. Mit dem Pinning von Benachrichtigungen können Nutzer wichtige Benachrichtigungen einfach anheften und speichern, sodass sie leicht zugänglich sind und sich von den übrigen Benachrichtigungen unterscheiden.

Des Weiteren gibt es kleine Fehlerbehebungen, aber auch bekannte Probleme. Die Liste findet man direkt bei Microsoft.

Windows 10 Insider Preview Build 20190 bringt hilfreiche Tipps mit

Gestern erst hat Microsoft den großen Patch Day ausgerufen, heute folgt bereits auf anderer Schiene die neue Windows 10 Insider Preview Build 20190 im Developer-Kanal. Ganz frisch dabei: Lehrreiches für Einsteiger.

Bei Microsoft wisse man, dass es nicht immer klar ist, was sich bei einer größeren Aktualisierung geändert hat oder wie man neue Funktionen und Verbesserungen kennenlernen und ausprobieren kann. Das bedeutet, dass Aktualisierungen zeitaufwendig sein können, ohne dass Nutzer davon wirklich profitieren – und eben jenes wolle man ändern.

Mit der Tipps-Anwendung stelle man eine neue First-Run-Erfahrung vor, die die Highlight-Änderungen auf dem PC nach der Installation eines größeren Windows 10-Feature-Updates hervorhebt.

Nach der Installation dieses Builds werden Insider sehen, wie die Tipps-Anwendung gestartet wird und einige der neuen Funktionen aus den neuesten Insider-Preview-Builds im Dev-Channel hervorhebt. Um das Ganze auf eurem Gerät zu sehen, stellt sicher, dass das Kontrollkästchen „Windows-Begrüßungserlebnis anzeigen“ unter Einstellungen > System > Benachrichtigungen & Aktionen aktiviert ist.

Auch funktionell hat man Neuerungen parat. Auf Basis von Kundenfeedback habe man „bedeutende“ Änderungen vorgenommen, die der Erfahrung der Kunden mit den Grafikeinstellungen zugutekommen werden.

*Man habe die Grafikeinstellungen aktualisiert, damit die Benutzer eine Standard-GPU mit hoher Leistung angeben können.

*Man habe Grafikeinstellungen aktualisiert, damit Benutzer einen bestimmten Grafikprozessor pro Anwendung auswählen können.

Wenn man ein Power-User mit mehreren Hochleistungs-Grafikprozessoren im Rechner ist und angeben möchte, welcher dieser Grafikprozessoren für Hochleistungs-Anwendungsfälle verwendet werden soll, kann man dies jetzt tun, indem man zu Einstellungen > System > Anzeige > Grafikeinstellungen oder Einstellungen > Spiele > Grafikeinstellungen geht und das Ganze eben justiert.

Viele der kleineren Neuerungen und Verbesserungen zählt dann der entsprechende Microsoft-Beitrag zur neuen Insider-Build auf.

Während Windows 10 kämpft: Google baut das perfekte Betriebssystem

Microsoft arbeitet an Windows 10X, hat aber dabei anscheinend Probleme das System wie geplant an den Start zu kriegen. Auch in Windows 10 tut sich weniger als geplant. In der Zwischenzeit schickt sich Google an, ein Super-Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Das lange unterschätzte Chrome OS kriegt Unterstützung für Windows-Programme.

Google ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich, stellt mit Chrome zum Beispiel den beliebtesten Browser und mit Android hat man ohnehin die Marktmacht auf Smartphones. Doch es gibt auch weniger beachtete Projekte. Schon seit rund 10 Jahren versucht Google Chrome OS erfolgreich zu machen. In den USA laufen viele Notebooks von Schülern damit und auch hierzulande gibt es günstige Laptops mit Chrome OS. Der große Durchbruch ist dem System aber noch nicht gelungen, zumindest nicht außerhalb von Nischen.

Doch der Markt für günstige Notebooks ist definitiv interessant. Nicht umsonst arbeitet Microsoft an Windows 10X, einem Konkurrenten für Chrome OS, das auch 32-Bit-Programme unterstützen will, damit wohl aber Schwierigkeiten hat. Jetzt arbeitet Google zusammen mit Parallels daran, Windows-Programme unter Chrome OS laufen zu lassen. Das könnte Chrome OS einen satten Schub geben.

Chrome OS lernt auch Windows

Chrome OS startete mit der Idee, dass man alles im Web-Browser machen kann. Kein Wunder, dass das vor 10 Jahren noch holprig war – schließlich war es damals noch eine Herausforderung, ständig online zu sein und auch Web-Dienste waren nicht so weit wie heute. Doch Google hat daraus gelernt und immer wieder neue Features hinzugefügt.

Google ist von dem radikalen Online-Konzept abgekommen und erlaubt auch Offline-Nutzung von Tools. Dazu können unter Chrome OS Android-Apps genutzt werden, was schon ziemlich viel Futter bringt, und über Virtualisierung ist auch der Einsatz von Linux möglich. Doch das reicht Google noch nicht. Der nächste Schritt ist die Unterstützung von Windows-Programmen, wie Chrome OS Produktmanager Cyrus Mistry in einem Interview erklärte.

Komplettes Windows unter Chrome OS

Mit Android kennt sich Google selbst aus und dessen Wurzeln liegen ja bei Linux, insofern war auch die Linux-Integration ein Projekt, das man selbst stemmen konnte. Für Windows holt man sich Unterstützung von Parallels, die vor allem für die Virtualisierung von Windows unter macOS bekannt sind.

Der Plan sieht vor, dass man unter Chrome OS eine komplette virtuelle Maschine mit Windows starten kann. Dort taucht dann der bekannte Windows-Desktop auf und man kann beliebige Windows-Programme aus der virtuellen Maschine heraus starten und nutzen. Als Zielgruppe hat Google aber vor allem Firmen im Visier, die ihre Angestellten mit günstiger Hardware und Chrome OS versorgen können. Die meiste Arbeit soll dabei im Browser erledigt werden, aber es soll eben auch die Möglichkeit geben, bestimmte Aufgaben unter Windows zu erledigen.

In einem weiteren Schritt will man die Windows-Integration in Chrome OS eleganter machen, sprich man muss dann nicht mehr die virtuelle Maschine starten, sondern kann gezielt Windows-Programme öffnen und nutzen. Das dafür nötige Windows bleibt völlig unsichtbar, User sehen nur das Programm, als ob es nativ unter Chrome OS laufen würde. Von der Dual-Boot-Idee von Chrome OS und Windows hat sich Google aber mittlerweile verabschiedet.

Wer Chrome OS noch nie live erlebt hat, kann sich übrigens mit CloudReady das verwandte Chromium OS auf einem PC oder Notebook installieren.

Fünf Jahre Windows 10: Zukunftspläne und Dauerbaustellen

Windows 10 ist am 29. Juli 2020 fünf Jahre alt geworden. Zeit für einen Blick auf aktuelle Trends, eine Menge Kosmetik und altbekannte Update-Bugs.

Am 29. Juli 2020 feiert Windows 10 seinen fünften Geburtstag. Für die nähere Zukunft des Betriebssystems sind zahlreiche Trends erkennbar: Microsoft möchte seine Kunden weg von On-Premises-Produkten in Richtung Cloud schieben, schraubt weiter an seiner Update-Strategie und will Optik und Benutzerfreundlichkeit von Windows 10 verbessern.

Zum Jubiläum beleuchten wir geplante Neuerungen und teils erfreuliche Entwicklungen, die mitunter allerdings von weniger guten Ideen und dauerhaft unbeseitigten Qualitätsdefiziten überschattet werden.

20H2: Starker Fokus auf Design und Usability

Einen Blick auf mögliche Windows-10-Neuerungen in näherer Zukunft gestatten die Insider Previews. In puncto Design setzt Microsoft in der für den Herbst 2020 erwarteten Windows 10 Version 20H2 auf optische Anpassungen des Startmenüs an das jeweils verwendete Theme.

Ein Teil der Windows-10-Entwickler arbeitet derzeit außerdem daran, den neuen Chromium-basierten Edge-Browser besser in das Betriebssystem zu integrieren. Wie Microsoft in einem Blogeintrag zur aktuellen Insider Preview Build 19042.421 erläutert, soll der Taskmanager über die Tastenkombination Alt+Tab künftig nicht nur geöffnete Apps und Anwendungen, sondern auch im Edge-Browser geöffnete Webseiten zum Abrufen anbieten.

In den Insider Previews werden derzeit zudem eine personalisierte Taskleiste sowie diverse Usability-Verbesserungen beim Tablet-Modus getestet.

Apropos Usability: Die klassische Windows-Systemsteuerung abzulösen und stattdessen alle Einstellungen in die Einstellungen-Seite zu verlagern, diskutiert Microsoft bereits seit Jahren. Wann dieser Umzug abgeschlossen sein wird (und ob es überhaupt jemals dazu kommt), steht derzeit aber in den Sternen.

Künftig jährliche statt halbjährlicher Funktionsupdates?

Aus dem Ausblick auf mögliche Neuerungen aus der Insider Preview ergibt sich die grundsätzliche Frage, wie Funktionsupdates künftig auf das System gelangen werden. Mit der Veröffentlichung von Windows 10 war es zunächst Microsofts erklärtes Ziel, zweimal im Jahr ein Funktionsupdate für das Betriebssystem herauszubringen. Mit dieser Herangehensweise erlitt das Unternehmen in den letzten Jahren jedoch erkennbar Schiffbruch: Versionen wurden im Frühjahr oder Herbst oft verspätet fertig und wiesen so gravierende Fehler auf, sodass sie, wie das Windows 10 Oktober 2018 Update, teilweise zurückgezogen werden mussten.

Bereits 2019 zog Microsoft Konsequenzen aus diesen Problemen. Nachdem das Frühjahrsupdate auf Version 1903 noch als klassisches Funktionsupdate erfolgte, wurden die Funktionen des Herbst-Updates (Version 1909) mit Hilfe eines nur knapp 500 KByte großen “Enablement Package” freigeschaltet. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Microsoft für die kommende Version 20H20 die für Nutzer deutlich reibungslosere und zeitsparendere Vorgehensweise eines “kleinen Updates” beibehalten wird, das auf das “große” Funktionsupdate (Win 10 Version 2004) vom Mai folgt.

Mehr Kontrolle über Telemetriedaten für Admins

Auch bei der Telemetriedatenerfassung durch das Betriebssystem, die speziell aus Sicht von Datenschützern einen großen Kritikpunkt darstellt, tut sich etwas.

In den vergangenen Jahren musste Microsoft aus datenschutzrechtlichen Gründen immer wieder nachbessern, um Administratoren in Unternehmen bessere Kontrollmöglichkeiten über die Telemetriedatenerfassung bereitzustellen. Vor ein paar Tagen hat das Unternehmen nun einen speziellen “Data Processor Service” für Administratoren von Windows 10 Enterprise vorgestellt. Mit ihm können Unternehmen in EU-Ländern unter Berücksichtigung der DSGVO künftig selbst vorgeben, welche Telemetriedaten durch Microsoft verarbeitet werden dürfen.

Die erfassten Daten werden weiterhin in der Azure-Cloud gespeichert, werden dort aber laut Microsoft gut abgesichert und befinden sich weiterhin unter der Kontrolle des jeweiligen Unternehmens. Weitere Details nennt ein Informationsdokument zum Data Processor Service. Wer lieber gar keine Daten verschicken will, der schaltet die Telemetrie weiterhin komplett ab.

Trend zu Microsoft-Konten und zur Cloud

Mindestens mit gemischten Gefühlen dürften viele Nutzer Microsofts Marschrichtung in die Cloud betrachten. Firmen und Behörden soll Microsoft 365, bestehend aus Windows 10, Office 365 und weiteren Diensten, als Abonnement schmackhaft gemacht werden. 2025, wenn Windows 10 genau 10 Jahre alt wird, läuft nicht nur der Support für Windows 10 Version 1507 LTSC, die erste RTM-Version mit 10 Jahren Langzeitsupport, aus: Auch Microsoft Office 2019 erreicht das Ende seines Lebenszyklus und für weitere On-Premise-Produkte gilt das Gleiche.

Gut möglich, das Microsoft dann den Stecker für lokal installierte On-Premise-Produkte zieht und nur noch Abonnement-Lösungen mit Anschluss an die Cloud bietet. Neben berechtigten Datenschutzbedenken ergibt sich daraus das Problem einer starken Abhängigkeit von Microsoft-Konten. Aus einer Sperrung durch Microsoft, ob berechtigt oder nicht, können sich für Firmen (mindestens kurzfristig) problematische Situationen ergeben. Die anschließende Entsperrung durch den Support kann Erfahrungsberichten zufolge zu einer langwierigen Angelegenheit werden.

Zukunftswunsch: Qualität vor Kosmetik

Unter einer dicken Schicht “Kosmetik” in Gestalt kleinerer und größerer Änderungen an den aktuellen Insiderversionen von Windows 10 verbirgt sich leider noch manches gravierende Qualitätsproblem.

Verzögert fertig gestellte Funktionsupdates, die bei der allgemeinen Freigabe noch dicke Bugs enthielten, verärgerten in den letzten Jahren so manchen Anwender. Und selbst das aktuelle Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) enthält auch sieben Monate nach dem Einfrieren der Entwicklung und zwei Monate nach der generellen Verfügbarkeit mehr als ein halbes Dutzend von Microsoft bestätigte Bugs.

Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang, dass Microsoft sich mit den vorhandenen grundlegenden Problemen befasst, statt schlecht kaschierte Dauerbaustellen als (wackelige) Basis für seine Zukunftspläne zu nutzen.

Windows 10: Juli-Updates werden verteilt

Wie auch im letzten Monat gibt es bei Microsoft wieder den großen Patch-Tag, an dem es Updates für die unterschiedlichen Versionen von Windows 10 hagelt. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Updates nicht mehr Probleme bereiten als sie beheben sollen – das ist ja schon mehrere Male vorgekommen, dass hinterher der Wurm drin ist. Updates gibt es für unterschiedliche Versionen von Windows 10, unter anderem Version 2004, 1903, 1909, 1809, 1803, 1709, 1703, 1607 und 1507.

Microsoft nennt in den jeweiligen Changelogs verschiedene Fehlerbehebungen, aber auch geschlossene Sicherheitslücken in den Server-Versionen. Dabei ist beispielsweise ein Update für die unter CVE-2020-1350 geführte Sicherheitslücke, eine kritische RCE-Schwachstelle (Critical Remote Code Execution) im Windows DNS Server, die als „wurmgefährdet“ eingestuft wird und eine CVSS-Basisbewertung von 10,0 hat. Dieses Problem resultiert aus einem Fehler in der DNS-Serverrollenimplementierung von Microsoft und betrifft alle Windows-Server-Versionen. Nicht-Microsoft-DNS-Server sind nicht betroffen.

Ab Juli 2020 werden auch alle Windows-Updates die RemoteFX vGPU-Funktion aufgrund einer Sicherheitslücke deaktivieren. Weitere Informationen über die Sicherheitslücke finden Nutzer unter CVE-2020-1036 und KB4570006. Sobald diese Funktion deaktiviert ist, schlagen Versuche, virtuelle Maschinen (VMs) zu starten, fehl, und Meldungen wie die folgende werden angezeigt:

“The virtual machine cannot be started because all the RemoteFX-capable GPUs are disabled in Hyper-V Manager.”

“The virtual machine cannot be started because the server has insufficient GPU resources.”

Wer mag, der kann die Patches manuell herunterladen – oder man lehnt sich entspannt zurück und wartet klassisch auf das Windows-Update.