Ryzen Threadripper 3960X: der8auer köpft den 1.500 Euro teuren 24-Kerner

Der bekannte Übertakter der8auer hat untersucht, ob man den über 1.500 Euro teuren Ryzen Threadripper 3960X zwecks besserer Kühlung köpfen kann. Im Video klappt das tatsächlich – brachte aber Probleme mit sich.

Durch das sogenannte Köpfen von Prozessoren kann man am Taktlimit bessere Temperaturen erreichen. Ganz unproblematisch ist das Verfahren allerdings nicht, weshalb es eher im Bereich des professionellen Overclockings zum Einsatz kommt. Roman “der8auer” Hartung ließ sich vom Risiko, den Prozessor unbrauchbar zu machen, auch im Hochpreissegment nicht abschrecken. Kurzerhand köpfte er einen Ryzen Threadripper 3960X – der aktuell für fast 1.500 Euro den Besitzer wechselt.

Der Influencer ging dabei zunächst wie gewohnt vor. Erst wurde der Kleber am Rande des Heatspreaders vorsichtig mit einem Cutter-Messer eingeschnitten. Anschließend wanderte der HEDT-Prozessor in den Ofen, damit sich das Indium-Lot zwischen den CPU-Dies und dem Heatspreader verflüssigt. Nun konnte der der8auer den Heatspreader mit einer speziellen Vorrichtung recht mühelos abnehmen.

Weiteres Video geplant

Probleme bereitete ihm allerdings das Montagesystem des Mainboards. Damit er seinen Wasserkühlkörper, einen Heatkiller IV Pro, auf dem Asus ROG Strix TRX40-E befestigen konnte, musste er die Haltevorrichtung erst mit dem Dremel bearbeiten. Der Wasserblock ließ sich im Anschluss tatsächlich montieren, saß aber recht locker. Entsprechend schlecht fielen beim anschließenden Benchen die Temperaturen der CPU aus. Eine dicke Schicht Flüssigmetall brachte zwar eine Verbesserung. Letztlich führte sie aber nur zu Temperaturen, wie man sie schon im Ausgangszustand hatte.

Und so lautet das vorläufige Fazit: Köpfen funktioniert zwar, bringt aber im aktuellen Zustand keinen Nutzen. Roman “der8auer” Hartung hat allerdings schon angekündigt, sich weiter mit dem Thema zu befassen. Im nächsten Video könnte er möglicherweise schon eine Lösung für das Kühlerproblem gefunden haben.

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