Sony A7 IV: Eine Quelle enthüllt neue Details

Eine Quelle enthüllt neue Details zur Sony A7 IV, die angeblich im Jahr 2021 zum Preis von etwa 2.500 Dollar auf den Markt kommen soll.

Zwei neue Kameras von Sony

Am 21. September 2020 hat die Webseite photorumors.com darüber berichtet, dass Sony derzeit an zwei spannenden neuen Kameras arbeitet, die im Jahr 2021 auf den Markt kommen sollen. Mit einer dieser beiden Kameras haben wir uns auch schon beschäftigt, es handelt sich dabei um die neue “Superkamera” von Sony, die angeblich zur Sony A9 Reihe gehören soll. Interessant ist, dass die Informationen zu dieser Superkamera in der Zwischenzeit von einer zweiten Quelle bestätigt wurden. Somit stehen die Chancen, dass die ursprünglichen Informationen von photorumors zu den beiden neuen Kameras korrekt sind, also nicht so schlecht.

Werfen wir also einen Blick auf die Infos zur zweiten Kamera Neuheit: der Sony A7 IV.

Neue Infos zur Sony A7 IV

Die Sony A7 IV soll angeblich in der zweiten Jahreshälfte von 2021 auf den Markt kommen und insgesamt mit einem etwas größeren Gehäuse als die A7 III ausgestattet sein. Verbesserungen seien außerdem sowohl beim elektronischen Sucher als auch beim Display geplant. Letzteres soll nämlich mit 1,44 und nicht mehr mit 0,92 Millionen Bildpunkten auflösen, während der EVF eine Auflösung von 3,68 Millionen Bildpunkten zu bieten haben soll. Bei der Sony A7 III waren es noch 2,36 Millionen Bildpunkte.

Das Herzstück der Sony A7 IV soll ein neu entwickelter Vollformatsensor mit einer Auflösung von 30 Megapixeln bilden. Dieser soll selbstverständlich beweglich gelagert sein und außerdem die Aufnahme von 4K-Videos mit 60 fps ermöglichen. Zu den weiteren Merkmalen der A7 IV sollen der Quelle zufolge Dual SD bzw. CFexpress Type A Kartenslots sowie das Menü der A7s III gehören. Preislich soll die Kamera bei 2.499 Dollar liegen.

Was mich noch skeptisch macht

Die technischen Daten sehen auf den ersten Blick realistisch aus. Was mich allerdings noch skeptisch macht ist die Tatsache, dass die Informationen ungefähr ein Jahr vor der angeblichen Präsentation schon so konkret sind. Das ist ziemlich ungewöhnlich. Manchmal wissen die Hersteller zwei Wochen vor der Präsentation einer neuen Kamera den exakten Preis noch nicht und hier soll die Summe von 2.499 Dollar schon ein Jahr vor der Markteinführung feststehen?

Fazit: Es ist gut möglich, dass die Sony A7 IV in dieser Form auf den Markt kommen wird. Aber es ist genauso gut möglich, dass in den nächsten Monaten noch jede Menge andere Informationen und Gerüchte auftauchen.

Xbox Series X: Microsofts Konsole lässt sich noch vorbestellen

Der Ansturm auf die Xbox Series X war genauso groß, wie der auf die PS5. Inzwischen ist die Konsole fast überall ausverkauft. Es gibt aber noch Möglichkeiten, sie vorzustellen.

Dieses Jahr scheinen sich die Spieler um die neuen Konsolen zu reißen. Sowohl bei der PS5 als auch bei der Xbox Series X waren die verfügbaren Exemplare bereits innerhalb kurzer Zeit zum Start der Vorbestellungen ausverkauft. Lediglich die Xbox Series S könnt ihr noch regulär kaufen.

Versucht euer Glück

Microsoft kündigte bereits an, weitere Konsolen zur Verfügung zu stellen. Wann das soweit ist, lässt sich momentan aber nicht sagen. Dennoch könntet ihr noch Glück haben. Denn es gibt tatsächlich noch Möglichkeiten, die Xbox Series X (jetzt kaufen ) vorzubestellen. Und zwar bieten euch sowohl Saturn als auch Media Markt die Option, noch verfügbare Konsolen in den Märkten zu bestellen.

Im Online Shop der beiden Händler könnt ihr nachlesen: “Der Artikel ist online ausverkauft. Vorbestellungen in den Märkten sind weiterhin möglich. Nur so lange der Vorrat reicht.”

Es ist in den Online Shops zwar möglich, die Konsole in den Warenkorb zu legen, ihr könnt aber keine Lieferung anwählen. Auch eine Abholung an den Märkten ist nicht möglich. Das heißt, ihr müsst vor Ort – oder telefonisch – bei den Märkten anfragen, ob diese noch Exemplare bekommen und ob ihr diese für eine Abholung am Releasetag vorbestellen könnt.

Der Online Shop von Expert zeigt ebenfalls eine interessante Information. Während der Eintrag bei der Playstation 5 den Hinweis liefert, dass dieses Produkt ausverkauft ist, heißt es bei der Xbox Series X: “Artikel ist beschaffbar”. Ihr könnt also auch hier bei den Märkten anrufen oder vorbeigehen und euch erkundigen, ob ihr noch eine der begehrten Konsolen für eine Abholung bestellen könnt.

Die Xbox Series X erscheint am 10. November. Mit etwas Glück könnt ihr euch noch eine Konsole sichern. Ansonsten müsst ihr darauf warten, bis die zweite Welle an Vorbestellungen startet.

Nikon Z6s & Z7s: Besserer Autofokus, kein neuer EVF

Die Gerüchte rund um die Nikon Z6s und Z7s werden immer konkreter. Wichtige Verbesserungen sollen wohl unter anderem beim Autofokus zu finden sein.

Doch kein neuer elektronischer Sucher?

So langsam aber sicher sickern immer mehr Informationen zu den Nachfolgern der Nikon Z6 und Nikon Z7 durch, die entweder auf die Namen Z6s und Z7s oder Z6 II und Z7 II hören sollen.

Beginnen wir direkt mit den schlechten News, den neusten Gerüchten zufolge sollen die beiden Vollformat-DSLMs nämlich doch keinen neuen elektronischen Sucher erhalten. Vor einigen Tagen wurde noch gemunkelt, dass ein neuer EVF mit einer Auflösung von 5,76 Millionen Bildpunkten zum Einsatz kommen könnte, dem scheint nun aber doch nicht so zu sein. Stattdessen soll wieder der elektronische Sucher der aktuellen Generation mit 3,69 Millionen Bildpunkten verbaut werden.

Verbesserungen beim Autofokus

Eine kleine Baustelle der aktuellen Nikon Z6 und Z7 ist, im Vergleich mit den spiegellosen Vollformatkameras anderer Hersteller, der Autofokus. Hier möchte Nikon bei den Nachfolgern anscheinend nachbessern, vor allem in den Bereichen Gesichts- und Augenerkennung sowie beim Animal AF. Zu verdanken haben soll man die Verbesserungen unter anderem dem neuen Dual EXPEED Prozessor, der des Weiteren noch dazu führen soll, dass sich die Serienbildgeschwindigkeit verbessert und der Zwischenspeicher vergrößert.

Ob man zwei Speicherkarten wirklich braucht oder nicht, da scheiden sich die Geister. Fakt ist aber, dass zwei Speicherkartenslots im Jahr 2020 zur Standard-Ausstattung einer teuren Kamera gehören, dementsprechend sollen auch die Nikon Z6s und Nikon Z7s Platz für zwei Speicherkarten bieten. Auch im Video-Bereich rechnet man mit einigen Verbesserungen, so sollen unter anderem 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde möglich sein.

Viele kleine Verbesserungen

Wenn man sich alle aktuellen Gerüchte rund um die beiden neuen Nikon Kameras anschaut, dann erhält man den Eindruck, dass Nikon an einigen kleinen, aber äußerst wichtigen Stellschrauben drehen möchte. Die Nikon Z6s und Z7s werden das Rad nicht neu erfinden, aber wenn die Kameras mit einer Vielzahl von kleinen Verbesserungen daherkommen, dann werden sie sicherlich ihre Abnehmer finden und Nikon dabei helfen, wieder ein bisschen zur Konkurrenz aufzuschließen. Dass das bitter nötig ist, zeigen diese Kamera-Verkaufszahlen aus dem Jahr 2019.

Canon EOS R1: Das neue Flaggschiff soll 2021 erscheinen

Canon arbeitet an einer neuen High-End-DSLM, die das spiegellose Gegenstück zur Canon EOS-1D X Mark III bilden und im Jahr 2021 auf den Markt kommen soll.

Gerüchte und Fakten

Wenn die Webseite canonrumors.com eine Information mit dem Kürzel “CR3” kennzeichnet, sollte man aufhorchen. Denn CR3 bedeutet, dass die im Artikel enthaltenen Infos laut Canonrumors keine Gerüchte, sondern Fakten sind und dementsprechend von absolut zuverlässigen Quellen stammen. Mit CR3 Artikeln lag Canonrumors in der Vergangenheit meist goldrichtig, so zum Beispiel auch Anfang des Jahres, als Monate vor der offiziellen Präsentation korrekte Infos zur Canon EOS R5 und R6 geteilt wurden.

Canon EOS R1 soll 2021 vorgestellt werden

Die neusten Informationen, welche nun mit CR3 gekennzeichnet wurden, beziehen sich auf eine neue High-End-DSLM von Canon, die das spiegellose Gegenstück zur Canon EOS-1D X Mark III bilden soll. Diese Kamera wird laut Canonrumors definitiv im Jahr 2021 auf den Markt kommen, vermutlich in der zweiten Jahreshälfte. Genaue Details zu den technischen Daten sind noch nicht bekannt, es wird lediglich bestätigt, dass die neue DSLM nicht den Sensor der EOS-1D X Mark III übernehmen wird.

In der Gerüchteküche wird die Kamera vorerst Canon EOS R1 getauft. Das macht Sinn, schließlich hat sich Canon ja auch bei der Canon EOS R5 und Canon EOS R6 an den Gegenstücken aus dem Bereich der Spiegelreflexkameras orientiert.

Ein spannendes Jahr 2021 kündigt sich an

Man kann also festhalten: Sony ist nicht das einzige Unternehmen, das eine neue “Superkamera” in der Mache hat. Natürlich bleibt abzuwarten, ob Canon und Sony bei ihren neuen High-End-Kameras einen ähnlichen Weg einschlagen werden oder ob es doch größere Unterschiede zwischen den beiden Modellen geben wird. Doch eines ist schon jetzt klar: 2021 scheint mal wieder ein richtig spannendes Jahr zu werden. Denn zusätzlich zu Canon und Sony werden sicherlich auch die anderen Hersteller neue Kameras präsentieren.

GPU-Gerüchte: Radeon RX 6900 soll mit mehr als 2 GHz bei 238 Watt takten

Die aktuelle Vorschau auf macOS 11 Big Sur soll interessante neue Erkenntnisse zu RDNA 2 und Big Navi liefern. Das Spitzenmodell der Radeon-RX-6000-Serie, die AMD Radeon RX 6900 mit Navi 21, soll demnach mit mehr als 2 GHz Boost bei einer TDP von maximal 238 Watt arbeiten. Eine RX 6800 soll gar mit „nur“ 170 Watt TDP auskommen.

macOS verrät Navi 21 und 22 im Detail

In der neusten Beta zu Apples nächstem Betriebssystem macOS 11 Big Sur, das ebenfalls noch für dieses Jahr erwartet wird, lässt sich über Radare2, ein Framework für das Reverse Engineering und die Analyse von Binärdateien, der folgende Dateipfad öffnen, der die entsprechende Firmware für Radeon RX 6000 mit RDNA 2 enthält.

Wer nach dem Eintrag _discovery_v2_navi21 sucht, wird schnell fündig und erhält unter _softPowerPlayTable2380 viele interessante Informationen zu den beiden neuen Grafikchips Navi 21 („RX 6900“) und Navi 22 („RX 6800“) sowie deren Varianten.

Navi 21 soll dabei sowohl als Navi 21 a als auch Navi 21 b aufgelegt werden, ob beide Varianten in dieser Form als Consumer-Grafikkarte auf den Markt kommen, kann selbstverständlich noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Die beiden Varianten des Chips sollen sich dabei primär beim maximalen Boost-Takt sowie der TDP unterscheiden. Während der Navi 21 a bis zu 2.050 MHz bei einer TDP von 200 Watt liefern soll, sehen die Einträge in der „Discovery Firmware“ für Navi 21 b gar bis zu 2.200 MHz bei einer TDP von 238 Watt vor. Die 80 CUs mit 5.120 Shadern sind bereits seit August dieses Jahres kein Geheimnis mehr.

Da es sich bei den Angaben zur Leistungsaufnahme („Socket Power Limit“) um den reinen Grafikprozessor handelt, könnte sich die TBP (“Total Board Power”) der Grafikkarte mit Big Navi am Ende bei rund 250 bis 300 Watt einpendeln. Mit einem GPU-Takt von 2.050 bis 2.200 MHz würde eine „Radeon RX 6900“ schlussendlich auf 21 bis 22,5 TFLOPS Rechen- respektive Shaderleistung kommen.

Auch Navi 23 („Dimgrey Cavefish“) findet sich im Code

Neben Navi 21 alias „Radeon RX 6900“ und Navi 22 alias „Radeon RX 6800“ zeigen sich auch Navi 23 als möglicher Nachfolger der AMD Radeon RX 5700 (Test) sowie der noch unbekannte Navi 31 in der Vorschau von macOS 11.

Big Navi: GDDR6 und HBM2 sind möglich

In seinem wenige Stunden alten Beitrag auf Reddit verrät u/stblr zudem die Breite des Speicherinterfaces von Navi 23, die in der Firmware mit 128-Bit zu finden ist, und weitere Details zur Speicherbestückung bei Navi 21, die sowohl mit GDDR6 als auch mit HBM2 realisiert werden können soll.

Zudem geht der Reddit-Nutzer noch einmal auf die bereits bekannten Informationen zu den kommenden AMD-APUs Rembrandt und Cezanne ein und zeigt Bilder eines AMD Ryzen 7 5700U im Benchmark, die von Twitter-Nutzer @TUM_APISAK stammen.

Ob sich die aus macOS ausgelesenen Informationen uneingeschränkt auf die Retail-Grafikkarten übertragen lassen, ist nicht sicher zu sagen. Sofern Apple den Einsatz der neuen Modelle in eigenen Systemen plant, könnte es sich auch erneut um speziell angepasste Varianten handeln.

Update 27.09.2020 16:07 Uhr

US-Händler nennt „Spezifikationen“ der Radeon-RX-6000-Serie

Einer der größten US-Onlinehändler für Hardware und Komponenten, Newegg, hat in seinem Blog jetzt die möglichen Spezifikationen der AMD Radeon RX 6700 XT, 6800 XT sowie 6900 XT aufgelistet und liefert neue Erkenntnisse hinsichtlich Speicherausbau und -anbindung.

Während der GPU-Takt mit jeweils 1.500 MHz für alle drei Modelle der Radeon-RX-6000-Serie eher wie ein Platzhalter anmutet, lassen die Informationen zur Speichermenge und dem verwendeten Speicherinterface aufhorchen.

Dennoch sollten auch diese Informationen mit der gebotenen Vorsicht eingeordnet werden. AMD selbst hat sich zu den Spezifikationen von Big Navi bislang noch nicht geäußert und wird dies auch erst am 28. Oktober tun.

Allein die Annahme, AMD könnte den Nachfolger der Radeon RX 5700 XT mit weniger Speicher, Bandbreite und einem schmaleren Speicherinterface ausstatten, wirkt auf den ersten Blick wenig plausibel. Die Anzeichen für eine Radeon RX 6900 XT auf Basis von Navi 21 mit 80 CUs, 5.120 Shadern und 16 GB GDDR6 an einem 256- bis 320-Bit breiten Speicher-IF verdichten sich hingegen.

AMD Radeon RX 6000: Schon das kleinste Modell angeblich so schnell wie RTX 2080 Ti

Ein Tweet eines bekannten Hardware-Leakers lässt gerade aufhorchen. Kann die kleinste Radeon schon so schnell sein wie die RTX 2080 Ti?

Angeblich soll schon die kleinste der neuen Radeon-GPUs von AMD so schnell sein wie die Geforce RTX 2080 Ti und damit beinahe auch wie die Geforce RTX 3070 – wenn man Nvidia Glauben schenkt. Das zumindest will der bekannte Hardware-Leaker Apsiak wissen.

Konkret bezieht er sich auf geleakte Benchmarks aus Ashes of the Singularity, die er selbst vor knapp zwei Wochen via Twitter teilte. Darauf zu sehen eine namenlose »AMD Radeon (TM) Graphics« die bei 4K-Auflösung, höchster Detailstufe (Crazy_4k) und unter Verwendung von DirectX 11 im Bereich verschiedener Nvidia Geforce RTX 2080 Ti abschneidet.

Alle Benchmarks wurden zudem im Zusammenspiel mit einem Intel Core i9 9900K ohne Übertaktung erzielt, was sie relativ gut vergleichbar macht – auch wenn wir zum verwendeten Arbeitsspeicher samt dessen Taktrate nichts wissen.

Warum soll es sich dabei um die kleinste Radeon handeln?

Navi 23: In seinem aktuellen Tweet nennt Apsiak eine GPU mit dem Codenamen »Navy Flounder«. Die ist erst gestern via Reddit geleakt und dürfte aller Voraussicht nach die kleinste GPU auf Basis der RDNA2-Architektur bezeichnen – Navi 23.

Die Annahme basiert auf der Zahl der Compute Units, die sich aus den Angaben auf Reddit errechnen lässt. Demnach beherbergt Navy Flounder 40 CUs entsprechend 2.560 Rechenkernen (bei AMD Stream-Prozessoren genannt).

Navi 21: Für Big Navi, Codename Sienna Cichlid, hingegen werden schon seit längerer Zeit 80 Cus mit 5.120 Rechenkernen angenommen. Dass Navy Flounder nur die Hälfte der Kerne besitzt, wird allgemein als klarer Hinweis auf den Navi-23-Chip gedeutet.

Wie realistisch ist das?

Sollte sich Apsiaks Angabe bewahrheiten, würden wir eine enorme Leistungssteigerung bei den neuen Radeons sehen. Allerdings stößt das in den Kommentaren unter dem Tweet auf Ungläubigkeit. So zum Beispiel Nutzer LGFE: TriMrDito:

Eher Navi 22: Ein Performance-Plus von 40 Prozent pro Taktzyklus (IPC) scheint tatsächlich etwas weit hergeholt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass wir hier Navi 22 mit womöglich 60 Compute Units sehen, was sich mit einem kürzlich erfolgten Leak deckt, der ebenjene GPU in etwa auf dem Niveau einer RTX 2080 Super sieht.

LG K71: Neues Smartphone mit 6,81-Zoll-Display

Neuheit von LG: Der südkoreanische Konzern hat mit dem K71 still und leise ein weiteres XXL-Handy vorgestellt. Was das Gerät bietet, verrät Ihnen COMPUTER BILD.

Während die Technikwelt über LGs Entscheidung diskutierte, das Einsteiger-Handy LG K42 ohne viel Tamtam vorzustellen, bereitete das Unternehmen eine weitere Präsentation vor: Die Rede ist vom K71, das LG kurz darauf ebenfalls still und heimlich auf seiner Internetseite einpflegte. Auffallend dabei: Das Display ist mit 6,81 Zoll nicht nur rund 3 Prozent größer als das des K42, sondern auch deutlich schärfer (2460×1080 Pixel). Was das Smartphone außerdem auf dem Kasten hat? Die Infos!

LG K71 mit MediaTek-Prozessor

Das für viele Smartphone-Nutzer Wichtigste zuerst: der Prozessor, der für die Rechenarbeiten zuständig ist. LG setzt den vorliegenden Informationen nach auf den MT6765 mit acht Rechenkernen (bis zu 2,3 Gigahertz), der auch im Honor 8A steckt. Unterstützung erhält der Chip des in Taiwan ansässigen Herstellers MediaTek von einem 4 Gigabyte (GB) großen Arbeitsspeicher. Der interne Speicher beläuft sich auf 128 GB und lässt sich mittels microSD-Speicherkarte erweitern.

Fünf Kameras an Bord des LG-Smartphones

Das Highlight ist die Kameraausstattung: LG verbaut auf der Geräterückseite neben der Hauptkamera mit 48 Megapixeln (MP) einen 118-Grad-Weitwinkelsensor, der mit 5 MP auflöst. Als Tiefensensor für Porträtaufnahmen mit Bokeh-Effekt dient laut Hersteller eine ebenfalls mit 5 MP auflösende Kamera. Für Selfies steht eine 32-MP-Kamera zur Verfügung. Zur weiteren Ausstattung des Smartphones gehört neben Bluetooth 5.0, WLAN und LTE ein 4.000 Milliamperestunden fassender Akku. Als Betriebssystem kommt Android 10 mit LGs hauseigener UX-Nutzeroberfläche zum Einsatz.

Ist das LG K71 nicht für den europäischen Markt?

Das Smartphone ist den vorliegenden Informationen nach derzeit vorerst nur in Honduras und El Salvador erhältlich. Wie viel der Hersteller dort für das LG K71 verlangt, ist ebenso ungewiss wie die Frage, ob es auch in Deutschland verfügbar sein wird.

GeForce RTX 3080: Inhaber berichten vermehrt von Abstürzen in Spielen

Viele Interessenten warten noch auf die Möglichkeit, eine GeForce RTX 3080 überhaupt kaufen zu können, da berichten erste Inhaber von Problemen. Sie sollen sich über Abstürze bei Taktraten von über 2,0 GHz äußern, die den Spieler zurück auf den Desktop werfen. Meldungen liegen ganz unterschiedliche Varianten zu Grunde.

Abstürze bei mehr als 2,0 GHz Takt

Bereits am Freitag vergangener Woche hatte ein Anwender bei LinusTechTips von Abstürzen in Spielen mit der Zotac GeForce RTX 3080 Trinity berichtet, am Dienstag folgten Inhaber der MSI GeForce RTX 3080 Ventus 3X OC in einem inzwischen viel diskutierten Beitrag im Forum von Overclockers.co.uk. Mittlerweile gibt es auch im Forum von ComputerBase derartige Meldungen. Die gemeldeten 2,0 GHz liegen höher als der typische GPU-Takt der GeForce RTX 3080 in Spielen.

Bei einem Boost-Takt von 2,00 bis 2,05 GHz kommt es demzufolge bei den betroffenen Besitzern vermehrt zu einem CTD (Crash to Desktop) in Spielen und deren Integrierten Benchmarks wie beispielsweise Assassin‘s Creed Odyssee (Test).

Die Karte boostet mit Default-Settings in Spielen nach nur wenigen Sekunden mit bis zu 2.040 MHz deutlich zu hoch, was dann natürlich einen Crash verursacht.

R-47, Community-Mitglied

Auch im offiziellen Nvidia-Forum mehren sich vergleichbare Meldungen, die darauf schließen lassen, dass es sich hierbei nicht um eine Eintagsfliege handelt und eine Vielzahl an Spielen, aber auch Grafikkarten betroffen sind: Auch Inhaber von EVGA-Modellen sowie der Gaming-(X-)Trio-Variante von MSI melden ein vergleichbares Verhalten. Im Forum von TomsHardware, Reddit und Tweakers.net finden sich weitere „Hilferufe“.

Liegt es am Netzteil oder Treiber?

Die Inhaber der Grafikkarten haben sie nach eigenen Angaben nicht übertaktet, die genutzten Netzteile sind oft 750 Watt stark oder stärker. Ein klares Bild ergeben die vielen Beiträge in den verschiedensten Foren aber noch nicht. Die Bandbreite der genannten Modelle lässt auch ein Treiberproblem wahrscheinlich erscheinen. ComputerBase konnte das Verhalten in der Redaktion mit der Founders Edition, der MSI Gaming X Trio sowie der Asus TUF Gaming OC bisher kein einziges Mal nachvollziehen – und der Testparcours ist umfangreich und beinhaltet auch längere Volllastphasen. Das Netzteil ist 1.500 Watt stark.

Offset sorgt vorerst für Abhilfe

Hersteller haben sich bisher noch nicht zu den gemeldeten Problemen geäußert, die Redaktion steht seit heute im Kontakt. Nutzer haben sich in der Zwischenzeit selbst „geholfen“.

Ein negatives Offset von mindestens 100 MHz beim GPU-Takt kann vorerst Abhilfe schaffen, auch steht das Windows-10-Feature „Hardware-beschleunigte GPU-Planung“ im Verdacht, die Probleme im aktivierten Zustand zu verstärken. Diese kann unter Windows 10 über „Einstellungen > System > Anzeige > Grafikeinstellungen“ deaktiviert werden.

Die Boost-Frequenzen selbst, die seit Pascal verschlüsselt im BIOS der Grafikkarte hinterlegt sind, lassen sich nicht direkt bearbeiten – ein entsprechender Offset für den GPU-Takt lässt sich allerdings über den MSI Afterburner einstellen.

Um den Takt der Ampere-Generation entsprechend anzupassen, wird der MSI Afterburner 4.6.3 Beta 2 benötigt, der auch über das Download-Archiv von ComputerBase heruntergeladen werden kann.

Die Redaktion dankt Community-Mitglied „R-47“ für seinen Hinweis zu dieser Meldung.

Core i7-1165G7U: Intel bringt Tiger Lake-U in High-End-Chromebooks

Passend zur AMDs Vorstellung neuer APUs für den Chromebook-Markt legt auch Intel nach und präsentiert den ersten Tiger Lake. Dafür nutzt Intel das bisher nicht benannte Modell Core i7-1165G7U, der vermutlich die gleiche Basis hat, jedoch wie bei AMD eine spezielle Kennzeichnung für Chromebooks erhält.

Bei der Leistungssteigerung verspricht Intel ganz ähnliche Zahlen, wie zuletzt bereits mehrfach genannt. Im ersten Vorab-Test konnte Tiger Lake-U überzeugen, vor allem in leichten Workloads, für die Chromebooks primär stehen, präsentierte sich Tiger Lake extrem stark.

Huawei Watch GT 2 Pro im Test: Smartwatch mit Langlauf-Akku

Eine Pro-Version ist immer besser und teurer, so auch bei der neuen Huawei Watch GT 2 Pro. Was das genau bedeutet haben wir im Test zusammengefasst.

Die Huawei Watch GT 2 (Testbericht) gehört zu den beliebtesten Smartwatches 2020 – und das, obwohl sie eigentlich gar keine echte Smartwatch ist. Denn App können beispielsweise nicht auf ihr installiert werden und auch das direkte Beantworten von Nachrichten ist nicht möglich. Bei der neuen Huawei Watch GT 2 Pro soll alles besser werden. Die Uhr kommt mit hochwertigeren Materialien, bietet neue und mehr Features und kostet natürlich auch mehr – ist sie dadurch auch wirklich die bessere GT 2?

Der Test der Huawei Watch GT 2 Pro erscheint im Rahmen unserer Themenwelt zu Sportuhren. Dort sind bereits Tests zu Geräten wie der Fitbit Versa 2 (Testbericht), der Suunto 7 (Testbericht) oder der Huawei Watch Fit (Testbericht) zu finden.

Design

Den größten Fortschritt macht die Huawei GT 2 Pro im Vergleich zur GT 2 (Testbericht) ohne Pro-Zusatz bei der Materialwahl. Die Pro-Version kommt im dunklen Titan- statt Edelstahlgehäuse zum Nutzer, das Display wird von kratzfestem Saphirglas geschützt und auf der Unterseite gibt es Keramik statt Kunststoff. Das sieht nicht nur deutlich hochwertiger aus, sondern trägt sich angenehmer. Dass auch die Pro noch als Sportuhr ausgelegt ist, zeigt das Silikon-Armband der Sport Edition, die etwas hellere Classic Edition kommt alternativ mit Lederarmband und Silikonband. Noch schicker wird es mit der Porsche Design Edition, die direkt mit einem Armband aus Titan kommt. Mit dieser Kombination will Huawei seine Uhr nicht nur Sportlern ans Herz (oder besser: ans Handgelenk) legen, sondern sie auch im Sportjacket eine gute Figur machen lassen. Noch sind zusätzliche Armbänder von Huawei nicht zu bekommen, Besitzer der Uhr können sich aber mit 22-Millimeter-Bändern von Drittherstellern behelfen.

Schick für Laufstrecke und Laufsteg gelingt. Die nicht drehbare Lünette der GT 2 mit aufgedruckter Zeitskala wie bei einer Taucheruhr ist verschwunden oder zumindest deutlich reduziert, das Armband geht nun direkt in das Gehäuse über. Wechselbar ist es ebenfalls. Bei der GT 2 wird es von deutlich aus dem Gehäuse ragenden Stegen gehalten, die Pro ist mehr aus einem Guss. Das wirkt moderner. Gleichzeitig ist sie aber nicht nur schwerer, sondern auch größer und dicker geworden – genau das will man eigentlich bei einer Smartwatch überhaupt nicht. Tatsächlich fällt das aber nur im direkten Vergleich auf, im Alltag macht das kaum einen Unterschied. Denn die Watch GT 2 Pro ist nur einen knappen Millimeter länger und breiter geworden, in der Dicke hat sie ebenfalls einen knappen Millimeter auf 11,4 Millimeter zugenommen. Das Gewicht wächst von 41 auf 52 Gramm – plus Armband.

Was die reinen Zahlen belegen, versucht der Hersteller bei der Pro-Version nicht einmal mit optischen Tricks zu kaschieren. Ist bei der GT 2 die bereits erwähnte Lünette noch deutlich nach außen abgeflacht und selbst in der silbernen Version die Rückseite schwarz und versteckt damit am Handgelenk getragen bei einem Blick von der Seite noch einen weiteren Teil der tatsächlichen Gehäusedicke, so verzichtet die Pro auf derartige Tricks. Ihr Display steht insgesamt sogar deutlich sichtbar aus dem Gehäuse hervor. Der auch hier schwarze Keramikboden kann diesen vergleichsweise klobigen Screen-Aufsatz entsprechend gar nicht mehr beschönigen – trotz ihres sportlicheren Auftritts ist die GT 2 (Testbericht) filigraner. Da hilft es auch nichts mehr, dass der Rand der beiden seitlichen Druckknöpfe bei der Huawei Watch GT 2 Pro fein geriffelt ist. Genau genommen ist das sogar Unsinn, denn drehen – und nur dafür wäre diese Riffelung für besseren Gripp sinnvoll – lassen sich die Knöpfe ohnehin nicht.

So hinterlässt die Pro-Version ein ambivalentes Bild. Einerseits ist die neue Uhr klar edler und auch moderner, was an der gehobenen Materialwahl und dem fließenden Übergang des Armbandes ins Gehäuse liegt. Andererseits ist die GT 2 Pro dicker und zumindest ihr aufgesetztes Display wirkt weniger grazil. Perfekt sind – auch wenn das sicherlich immer auch Geschmackssache ist – beide Uhren nicht. Uns gefallen sie dennoch beide so gut, dass wir sie gern je nach Tageslaune oder Kleidungsstil wechseln würden. Zum Glück ist das gleichzeitige Verbinden von zwei Smartwatches mit der benötigten Health-App möglich, dann reicht ein Klick, um auszuwählen, welche gerade getragen wird.

Display

Beim Display selbst gibt es keine Unterschiede zur normalen GT 2 – warum auch? Schließlich brillierte der Screen auch in der älteren Uhr schon mit seinen 1,39 Zoll Durchmesser bei scharfer Darstellung dank 456 × 456 Pixel und 464 Pixel pro Zoll. Dank OLED als Technologie ist die Darstellung äußerst kontrastreich, Schwarz zudem im Gegensatz zum gräulichen Farbton bei LCDs tiefschwarz. Farben werden intensiv dargestellt, die Blickwinkelstabilität ist hervorragend. Im Verbund mit der guten Helligkeit, die sich in fünf Stufen oder automatisch bestimmen lässt, haben Nutzer auch im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung kaum Probleme mit der Ablesbarkeit. Dann kann es aber schon mal nötig werden, das optional nutzbare Always-on-Display zu übergehen und das Display voll anzuschalten. Ansonsten reicht das AOD für flüchtige Blicke zur Uhrzeit aus.

Ausstattung

Die Hardware der neuen Huawei Watch GT 2 Pro ist grundsätzlich mit der GT 2 (Testbericht) identisch. Entsprechend dürfte hier wieder ein Kirin A1 für flüssige Bedienung sorgen, rund 2 der 4 GByte interner Speicher stehen für Musik und andere Daten zur Verfügung und auch die Pro-Version ist nur bis 5 ATM wasserdicht. “Nur”, da das – auch wenn Huawei selbst von Schwimmen als mögliche Sportart spricht – eigentlich nicht wirklich zum Schwimmen gedacht ist. Denn 5 ATM bedeutet eigentlich eher Schutz gegen Spritzwasser. Durch schnelle Schwimmbewegungen kann allerdings der Wasserdruck auf das Gehäuse so stark erhöht werden, dass der Zeitmesser Schaden nimmt. Daher ist auch die Pro-Variante eher was für die Dusche, als für eine Ärmelkanal-Ddurchquerung.

Mit dabei ist auch wieder der TruSeen-Sensor, jetzt in Version 4.0+. Er misst den Puls des Trägers nach Angaben des Herstellers jetzt noch genauer, einen großen Unterschied zu Version 3 konnten wir aber nicht beobachten. Das dürfte aber in erster Linie daran liegen, dass wir auch schon mit den Sensoren in der GT 2 (Testbericht) weitestgehend zufrieden waren. Bis auf einen leichten Zeitversatz hatten wir hier nichts zu bemängeln. Ein Unterschied zur GT 2 ist das Fehlen der Pogo-Pins, die bei der älteren Uhr zum Laden benötigt werden. Die neue Pro-Version setzt hier vollständig auf kabelloses Laden per Induktion und lässt sich daher auf (fast) jeder beliebigen Qi-Ladematte (Ratgeber) laden. Ansonsten ist wieder alles dabei: GPS, Kompass, Barometer, Schrittzähler, Mikrofon und Lautsprecher sind mit dabei. Eine eSIM fehlt, Telefonate können also nur in Verbindung mit einem per Bluetooth 5.1 LE verbundenen Smartphone entgegengenommen und geführt werden. Das klappt zumindest in halbwegs ruhiger Umgebung gut.

Sport

Über 100 Sportarten erkennt die Uhr theoretisch selbständig, wir raten aber erfahrungsgemäß zum manuellen Start von Messungen. Das ist auch bei der ebenfalls neuen Huawei Watch Fit (Testbericht) so, im Gegensatz zur GT 2 Pro bietet die sogar noch hübsch animierte Trainings- oder Entspannungsübungen. Das fehlt der GT 2 Pro, sie versteht sich dafür zusätzlich zu den Sportarten von GT 2 und Fit auch noch auf Skifahren, Snowboarden und Golfen. Dabei misst die Uhr per Künstlicher Intelligenz Back- und Downswing und die Geschwindigkeit des Schlages und erlaubt so, daran zu arbeiten – glaubt man Huawei, wird so jeder zum nächsten Tiger Woods.

Generell unterstützt die KI bei den vielen Lauftrainings und hilft, die richtige Laufgeschwindigkeit zu finden, mit dem vorherigen Lauf mitzuhalten oder selbst bestimmte Zielzeiten zu erreichen. Dafür gibt der Trainingsassistent auf Wunsch per Sprache nach jedem Kilometer einen Zwischenstand bekannt und bewertet auf einer Skala von –10 bis +10, wie der Streckenabschnitt im Vergleich war. neben weiteren Auswertungen sieht der Sportler außerdem, ob er sich gerade im aeroben oder anaeroben Zustand befindet und kann seine Laufgeschwindigkeit entsprechend anpassen. Das ist locker auf dem Niveau von bekannten Größen wie Garmin Fenix 6S (Testbericht) oder Polar Grid X (Testbericht).

Neu ist die Route-Back-Funktion. Wer sich während des Trainings verläuft, findet mit ihrer Hilfe auch ohne Smartphone zurück. Dabei bietet die Uhr sogar eine einfache grafische Darstellung, anhand derer entweder der Rückweg wie zuvor oder auf direktem Weg zum Ausgangspunkt eingeschlagen werden kann. Außerdem warnt die Uhr anhand des eingebauten Barometers auch vor aufziehenden Wetterumschwüngen.

Neu ist außerdem offenbar die Möglichkeit, Apps auf der Uhr zu installieren. Derzeit ist diese Funktion noch sehr eingeschränkt, lediglich zwei Spiele lassen sich zur Premiere dieser Funktion auf Huawei-Uhren angeblich auf der GT 2 Pro hinzufügen. Außerdem soll dafür nicht nur die Health-App von Huawei benötigt werden, sondern die AI-Life-App. Das ist nicht nur umständlich, sondern funktionierte im Test bei uns leider auch nicht. Schade, denn damit macht Huawei aus der GT 2 Pro theoretisch erstmals eine echte Smartwatch, schließlich ist das Installieren von Apps auf der Uhr ein Merkmal einer echten Smartwatch. Aber was nicht ist, das kann ja noch kommen – das gilt auch für mögliches kontaktloses Bezahlen mit der Uhr. Denn NFC ist durchaus eingebaut, mangels Google-Diensten ist diese Funktion derzeit aber noch nicht nutzbar. Das könnte sich im Laufe des Jahres ändern, wenn Huawei Pay in Deutschland verfügbar wird. Derzeit lässt sich NFC aber etwa schon zum schnellen Koppeln mit dem Smartphone nutzen. In diesem Zusammenhang etwas seltsam: Das Huawei-Konto kann neben MyFitnessPal auch mit Google Fit verbunden werden.

Ansonsten ist alles wie gehabt: Die Health-App dient als Anlaufstelle für Daten wie Puls, Stresslevel, Blutsauerstoff, Schritte und mehr. Hier finden Nutzer zahllose Auswertungen, um ihre Fitness, aber auch das Schlafverhalten zu optimieren. Wünsche bleiben dabei nicht offen.

Akku

Wie bei der GT 2 (Testbericht) gibt Huawei auch für die neue GT 2 Pro eine Laufzeit von 14 Tagen an. Überraschend dabei: Bei dieser Angabe handelt es sich nach Angaben des Herstellers nicht um eine theoretische Zahl, die im Alltag ohnehin nicht erreicht werden kann, sondern Huawei macht dazu konkrete Angaben. 10 Tage Laufzeit erreicht die Uhr demnach mit aktivierter Herzfrequenzüberwachung, aktivierter Schlafüberwachung, 90 Minuten Training pro Woche (mit GPS), 30 Minuten Musikwiedergabe, Bluetooth aktiviert, Benachrichtigungen aktiviert (50 SMS-Nachrichten, 6 Anrufe und 3 Alarme pro Tag) und 200-maligem Einschalten des Display pro Tag.

Größter Stromfresser ist GPS, hier gibt Huawei 30 Stunden permanente GPS-Nutzung als Maximum an. In unserem Test, bei dem sofern möglich das Always-on-Display immer aktiv ist, hält die Pro gut eine Woche durch – ein sehr guter Wert, der zuvor auch schon von der GT 2 erreicht wurde. Das Auflegen auf das Pogo-Pin-freie Ladepad ist einfacher als zuvor, da jetzt nicht mehr auf die Ausrichtung der Uhr geachtet werden muss. Fünf Minuten Ladung reichen übrigens für bis zu 10 Stunden Nutzung, eine Stunde zur vollständigen Ladung.

Preis

299 Euro (UVP) kostet die Huawei Watch GT 2 Pro als Sport- und Classic-Variante. Die Sport Edition ist dabei etwas dunkler als die Classic gehalten. Später kommt noch eine Version mit Porsche Design, die 699 Euro kostet und unter anderem mit einem Titan-Armband ausgestattet ist. Technisch gibt es keine Unterschiede.

Fazit

299 Euro sind eine Menge Geld für eine Uhr, die technisch kaum mehr als die deutlich günstigere GT 2 ohne Pro-Zusatz kann. In erster Linie ist der höhere Preis den verwendeten Materialien geschuldet: Titan statt Edelstahl, Saphierglas für das Display und Keramik statt Kunststoff auf der Unterseite. Außerdem lädt die neue Uhr jetzt per Induktion statt über Pogo-PINs und kann daher auch einfach auf eine Qi-ladematte gelegt werden – praktisch. Allerdings hält der Akku ohnehin sehr lang – eine der großen Stärken der Uhr – und entsprechend ist wegen seltener Ladestopps der Komfortgewinn nicht übermäßig hoch. Neue Sportarten wie Skilaufen oder Golf, der Outdoor-Assistent und Unwetterwarnungen dürften dank überarbeiteter Software auf die Uhr gekommen sein, das könnte also als Update auch GT-2-Nutzer demnächst erfreuen.

So gesehen ist die GT 2 Pro eigentlich überflüssig – wenn sie nicht so hochwertig wirken würde. Wen das eh nicht interessiert, der sollte einen Blick auf die “normale” GT 2 (Testbericht) werfen. Die kann fast das gleiche und kostet deutlich weniger. Noch günstiger, aber ähnlich gut und mit eckigem Display wird’s mit der neuen Huawei Watch Fit (Testbericht). Wer eine Alternative zu Huawei sucht, sollte einen Blick in unsere Themenwelt Sportuhren werfen.