Vor diesem Windows warnt das FBI: Wer es nutzt, sollte dringend updaten

Auch wenn die Zahlen zurückgehen, so läuft auch ein halbes Jahr nach dem Support-Ende noch auf vielen PCs das Uralt-System Windows 7. Das führt zu erheblichen Sicherheitsmängeln – nach 6 Monaten ohne Updates ist jedes Gerät mit dem System großer Gefahr durch Angreifer ausgesetzt. Sogar das FBI hat eine Warnung vor Windows 7 herausgegeben.

Auch nach dem Support-Ende von Microsoft liegt das Uralt-Betriebssystem Windows 7 den Mai-Zahlen des Marktforschungsdienstes NetMarketShare zufolge noch immer bei rund 23,3 Prozent Marktanteil. Immerhin ist der Wert seit Mai unter die Marke von 25 Prozent gesunken, allerdings ist der Anteil nach wie vor erschreckend hoch. Denn es ist zu erwarten, dass das Uralt-Betriebssystem in Zukunft immer mehr ungefixte Sicherheitslücken aufweist, die von Angreifern einfach ausgenutzt werden können. Die ersten schwerwiegenden Lücken sind bereits bekannt.

Nun hat auch das FBI vor der Nutzung von Windows 7 gewarnt. Die US-amerikanische Sicherheitsbehörde erläutert in einem Untersuchungsdokument, dass ein Ansteigen der Cyberattacken auf ungeschützte Windows-7-Geräte mehr als wahrscheinlich ist. Besonders brisant: Der Untersuchung zufolge nutzen über 70 Prozent der Geräte im öffentlichen Gesundheitssektor nach wie vor Windows 7 oder sogar ältere Windows-Versionen. Das sind zwar US-amerikanische Zahlen, die Verteilung in Deutschland dürfte aber wohl ähnlich aussehen. Doch gerade für Privatanwender ist die Gefahr ebenso hoch, Opfer von Angriffen zu werden. Wer also noch mit Windows 7 arbeitet, sollte möglichst schnell auf ein aktuelleres System umsteigen.

Windows 7: Immer mehr Sicherheitslücken

Unternehmen und Organisationen können sich bei Microsoft eine Gnadenfrist erkaufen und weiterhin kostenpflichtige Updates erwerben. Privatanwender hingegen haben keinen Zugang mehr zu den Sicherheitsupdates.

Doch selbst Unternehmen und Behörden gehen beim Ignorieren des Support-Endes für Windows 7 nicht nur ein höheres Risiko ein, weil dies Cyberangriffe erleichtert. Sie verstoßen nach Experteneinschätzungen auch gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die EU-Richtlinie verlangt, bei der Verarbeitung sowie Nutzung personenbezogener Daten den “Stand der Technik” einzuhalten.

Unternehmen sowie Ärzte oder Anwälte, die personenbezogene Daten verarbeiten und speichern, handeln hier, wenn Sie weiterhin Windows 7 oder Server 2008 einsetzen, entgegen der DSGVO, meint Experte Uhlemann. “Bei Datendiebstählen personenbezogener Daten wird das Bußgeld durch Datenschützer entsprechend höher ausfallen. Versicherungen könnten dann auch hier die Leistung verweigern.”

Obwohl Windows 7 allgemein als ausgereift gilt, wurden in jüngster Zeit immer mehr Sicherheitslücken in dem betagten System entdeckt. So wurden im Jahr 2010 nur 64 Sicherheitslücken bei Windows 7 gefunden, 2019 erreichte die Anzahl mit 250 offiziell registrierten Problemen einen Höchststand. Der könnte in diesem Jahr allerdings erneut in die Höhe schießen.

Windows 7: Befürchtung vor Angriffswelle

Mit dem Ende des kostenlosen Produktsupports für Windows 7 kann es unter ungünstigen Umständen so laufen wie einst beim Supportende von Windows XP. 2017 kompromittierten die Verschlüsselungs-Trojaner WannaCry und Petya die Personal Computer, bei denen die “EternalBlue”-Schwachstelle nicht geflickt worden war. Für Windows XP gab es damals schon seit drei Jahren keine Updates mehr, sodass die verbliebenen XP-Installationen besonders betroffen waren.

Vor diesem Hintergrund befürchten nun auch die Sicherheitsforscher von ESET eine neue Angriffswelle: Die Schwachstellen des Systems, die nun nicht mehr kostenlos geflickt werden, können Cyberangriffe erleichtern. Entwickler von Schadprogrammen hätten bereits gezielt Schadcodes für bekannt gewordene Windows-Schwachstellen programmiert. “Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich”, sagte Uhlemann. “Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.”

Völlig kostenlos: Update auf Windows 10

Mit dem Windows 10 Update Assistenten können Windows-7-Nutzer nach wie vor völlig kostenlos auf Windows 10 umsteigen. Das Tool prüft, ob Ihr System für das moderne Microsoft-OS geeignet ist und lädt dann im Hintergrund Windows 10 herunter. Danach beginnt die Installation, die mindestens mit einem Neustart verbunden ist.

Alternativ können Sie auch eine Neuinstallation von Windows 10 auf Ihrem System durchführen. Dafür empfehlen wir das Media Creation Tool von Microsoft.

Canon EOS R5: „Ein Fotograf wird diese Kamera lieben“

Chris und Jordan von DPReview haben die Canon EOS R5 getestet und kommen in ihrem Testvideo zu zwei sehr unterschiedlichen Fazits.

Vor einigen Tagen haben Chris und Jordan von DPReview ihr Testvideo zur Canon EOS R5 veröffentlicht. In dem Video haben sie sowohl den Foto- als auch den Videobereich der Kamera unter die Lupe genommen und für alle diejenigen, die das Video noch nicht gesehen haben, gibt es hier die deutsche Zusammenfassung.

Die Canon EOS R5 als Fotokamera

Chris ist von der Canon EOS R5 als Fotokamera absolut begeistert. Die Kamera wird „vermutlich eine seiner absoluten Favoriten“ werden und jedem, der hauptsächlich fotografiert und nicht filmt, sagt er:

„Diese Kamera ist wunderbar und du wirst sie lieben!“

Der Gehäuse hinterlässt bei Chris einen sehr guten Eindruck, der Griff ist angenehm groß, das Menü durchdacht, der Body robust und wetterfest. Der 5-Achsen-Bildstabilisator ist laut Chris der beste, den er bisher in einer Vollformatkamera gesehen hat. Außerdem ist es interessant zu wissen, dass die Canon EOS R5 auch mit den Bildstabilisatoren von alten EF-Objektiven zusammenarbeiten kann, sodass man sich auch hier auf eine wirklich gute Stabilisierung freuen darf.

Mit den Sensoren und der Bildqualität von Canon Kameras waren die Tester in der Vergangenheit nicht immer zufrieden, bei der Canon EOS R5 ist das aber nun anders. Zwar ist es nicht so, dass die R5 die Konkurrenz auf einmal alt aussehen lässt, aber man ist nun zumindest auf Augenhöhe, was Canon Fans natürlich freuen dürfte. Auch im Low-Light-Bereich soll die Canon EOS R5 hervorragende Bilder liefern.

Lob gibt es ebenfalls für den Autofokus, der schnell, zuverlässig, flexibel und einfach einzurichten ist. Für den elektronischen Sucher gibt es ebenfalls nur Lob und auch das Display hinterlässt einen guten Eindruck, auch wenn es bei hellem Sonnenschein schwierig sein kann, die Inhalte abzulesen.

Alles in allem soll die Canon EOS R5 aber wie eingangs bereits erwähnt für Fotografen eine absolut fantastische Wahl sein.

Die Canon EOS R5 als Videokamera

Canon hat die Canon EOS R5 in den Wochen vor der offiziellen Präsentation aggressiv als potente Videokamera beworben, insofern kann und muss man die R5 auch als solche beurteilen. Dafür war wie immer Jordan zuständig, der in seinem Fazit zu den Videofunktionen eindeutige Worte findet und die Canon EOS R5 als „ziemlich enttäuschend“ bezeichnet.

Grundsätzlich handele es sich bei der Canon EOS R5 um eine sehr gute Videokamera. Die Bildqualität der High-Quality 4K-Videos sei hervorragend, auch 4K mit 120 fps und 8K mit 30 fps seien wirklich interessante und fortschrittliche Optionen. Zudem hinterlassen der neue Dual-Pixel-Autofokus und der Bildstabilisator einen hervorragenden Eindruck.

Problem sind laut Jordan allerdings die regelmäßig auftretenden Überhitzungen der Kamera sowie die langen Wartezeiten, bis die Kamera nach einer Überhitzung wieder einsatzbereit ist. Mit der Canon EOS R5 an einem normalen Produktionstag zu arbeiten, sei aufgrund dieser langen Abkühlzeiten seiner Meinung nach sehr mühselig: „Es ist furchbar so zu arbeiten“. Lediglich bei normalem 4K habe man keine Probleme mit Überhitzungen, hier sei die Bildqualität aber sehr durchschnittlich und er würde eine Canon EOS R6 wegen der besseren Bildqualität bevorzugen. Hinauszögern könne man die Überhitzungen aber durch den Einsatz eines externen Rekorders.

Weitere Kritikpunkte sind seiner Meinung nach die auf 29:59 Minuten limitierte Aufnahmezeit sowie die Tatsache, dass man Videos generell nicht gleichzeitig auf beide Speicherkarten schreiben kann.

Für Videografen bietet die Canon EOS R5 in der Theorie also jede Menge interessante Optionen und Auflösungen, in der Praxis ist sie aber zu limitiert, als dass man sie als herausragende Videokamera bezeichnen könnte.