Radeon RX 6900 XT: Taktlimit liegt angeblich bei 3.000 MHz

Einem Leaker nach kann man die Radeon RX 6900 XT stärker übertakten als die unlängst erschienene Radeon RX 6800 XT. Auch beim für Anfang Dezember geplanten Flaggschiff gibt es wohl wieder ein Taktlimit, allerdings hat AMD dieses einem Screenshot nach auf 3.000 MHz gesetzt.

Overclockern zufolge kann man RDNA-2-Grafikkarten gut übertakten. Weltrekorde scheitern derzeit aber noch an einem von AMD gesetzten Taktlimit. Jüngst erst wollte “der8auer” diese Grenze mit einer Radeon RX 6800 XT Red Devil aushebeln, kam aber trotz aller Modifikationen nicht über die von AMD per Software gesetzte Schwelle von 2.800 MHz. Laut Leaker Patrick Schur wird man auch die Radeon RX 6900 XT nicht unendlich hoch takten können, die Grenze allerdings liege hier bei 3.000 MHz.

Als Beleg dienen dem Leaker zwei Screenshots mit dem “MorePowerTool”, die er nebeneinanderstellt. Im Zusammenhang mit der Radeon RX 6800 XT zeigt das Bild die bekannten 2.800 MHz als maximalen GFX-Clock (Graphics Processor Frequency), während es bei der noch unveröffentlichten Radeon RX 6900 XT 3.000 MHz sind.

Das höhere Taktlimit ist auch insofern spannend, weil die Radeon RX 6900 XT zwar über mehr Compute Units verfügt – 80 statt 72, um genau zu sein. Laut AMD haben aber beide, die Radeon RX 6800 XT wie die Radeon RX 6900 XT, einen typischen GPU-Boost-Takt in Spielen von 2.015 MHz. Auch die typische, von AMD angegebene Leistungsaufnahme von 300 Watt ist in beiden Fällen identisch.

Chips höherer Güte?

In der Praxis schwankt die GPU-Frequenz natürlich stark. Das bedeutet im Falle der bereits getesteten Radeon RX 6800 XT, dass die kommunizierten Game-Boost-Frequenzen mindestens anliegen, in der Regel aber ein gutes Stück höher sind. Ob das auch für die Radeon RX 6900 XT noch gelten wird, bleibt abzuwarten. Die höhere OC-Schwelle – wie auch die gegenüber des kleineren Chips nicht erhöhte TDP – lässt erst einmal vermuten, dass AMD beim Flaggschiff GPUs mit besserem Binning verbaut.

Allerdings hat es aktuell den Anschein, als könnten Hardcore-Overclocker auch schon die Radeon RX 6800 XT über 2.800 MHz treiben, wenn AMD es denn nur zuließe. Das unterschiedliche Taktlimit könnte daher auch ein bewusster Einschnitt sein, um die Leistungsklassen auch beim Thema OC stärker auszudifferenzieren.

Radeon RX 6000: BIOS-Updates für Smart Access Memory von Gigabyte

Gigabyte hat BIOS-Updates für Mainboards mit I/O-Hub der 500er-Serie veröffentlicht, die AMDs Smart Access Memory freischalten. Neben einer Ryzen-5000-CPU setzt die Funktion auch eine Radeon-RX-6000-Grafikkarte voraus.

Wie Gigabyte bekanntgibt, stehen ab sofort BIOS-Updates für Mainboards bereit, die AMDs Smart Access Memory freischalten. Während Asrock die Technik mittels Beta-BIOS auch auf älteren Platinen freischaltet, umfassen die BIOS-Updates von Gigabyte nur Platinen mit X570-, B550- und A520-I/O-Hub. Außerdem erwähnt man zusammen mit den BIOS-Versionen den Rage Mode der Radeon-RX-6000-Serie – bei dem es sich eigentlich nur um ein von AMD erlaubtes Overclocking handelt, kein spezifisches Mainboard-Feature.

Um den Smart Access Memory zu aktiveren, bedarf es neben einer Grafikkarte der Radeon RX-6000-Serie noch eines Zen-3-Prozessors wie dem Ryzen 9 3900X oder Ryzen 5 5600X. Laut Gigabyte ist die Funktion nach der Aktualisierung aktiv, wenn man im UEFI “Above 4G Decoding” und “Re-Size BAR Support” aktiviert und sicherstellt, dass das BIOS auch tatsächlich im UEFI-Modus läuft. Im Gerätemanager, den man in der Systemsteuerung findet, könne man das Ganze auch nachprüfen. Wählt der Nutzer dort die Grafikkarte aus, sieht er bei aktivem SAM unter dem Reiter “Ressourcen” den Punkt “Large Memory Range”.

Angeblich bis zu 17 Prozent mehr Leistung

Laut Gigabyte findet man die jeweiligen BIOS-Updates auf der Webseite des Herstellers. Dem Mainboard-Hersteller nach erzielt man mit Smart Access Memory und aktiviertem Rage Mode in Assassin’s Creed: Valhalla bis zu 17 Prozent höhere Bildraten in Full HD und immerhin noch zehn Prozent höhere, wenn man in 4K spielt.

AMDs Smart Access Memory basiert auf der BAR Resize und soll der CPU unbegrenzten Zugriff auf den Grafikspeicher ermöglichen. Die eigentliche Technik ist nicht neu und findet sich bereits in den PCI-Express-3.0-Spezifikationen – Nvidia soll daher an einer Alternative zum Smart Access Memory arbeiten. Ob wirklich nur BAR Resize hinter AMDs Technik steckt oder weitere Eingriffe vorgenommen wurden, bleibt unklar. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Special.

Radeon RX 6800 (XT): Die Custom-Designs sind teuer

Seit 15 Uhr dürfen auch die Custom-Designs mit Radeon RX 6800 (XT) getestet und verkauft werden. Wie zu befürchten war, sind die Preise aber hoch – noch höher als bei den schon teureren Referenzkarten. Auch die Verfügbarkeit ist mies.

Neues Spiel, neues Glück: Im Embargo-Marathon 2020 fällt die nächste Hürde. Nun dürfen auch die Partnerkarten mit Radeon RX 6800 (XT) verkauft und getestet werden. Wieder einmal zeitgleich, was viele Beobachter als unglücklich ansehen.

RX 6800 (XT): Es wird noch teurer

Das Preisniveau der Partnerkarten ist zum Launch-Tag wieder hoch. Wir erinnern uns: Eigentlich lautet die unverbindliche Preisempfehlung von AMD für Referenzkarten 579 Euro (RX 6800) bzw. 649 Euro (RX 6800 XT). Zu finden waren die Karten dann schlussendlich aber zwischen 729-764 Euro (RX 6800) bzw. 819-849 Euro (RX 6800 XT) – bis sie endgültig ausverkauft waren. Wo landen also dann die Partner-Designs preislich?

Wir haben unter anderem Alternate und Caseking überprüft. Bei Alternate kostet das günstigste Partnerdesign mit RX 6800 satte 829 Euro (die XFX RX 6800 MErc 319, die offiziell 700 US-D UVP hat), das teuerste kommt von Asus mit der Strix Gaming OC für 891 Euro. Bei Caseking geht es mit der Gigabyte RX 6800 im Referenzdesign für 797 Euro los, die Asus ROG Strix liegt bei 858 Euro.

Bei der RX 6800 XT startet Alternate mit 949 Euro (wieder XFX Merc 319), die Sapphire RX 6800 XT OC Nitro+ liegt bei 999 Euro. Die einzig aktuell kaufbare Karte ist die Asus Strix LC mit AiO-Wakü für 1.129 Euro. Bei Caseking sieht es ähnlich aus: Das Referenzdesign von Gigabyte startet bei 910 Euro, die Sapphire Nitro+ liegt bei 971 Euro und die Asus Strix LC bei 1.086 Euro.

Über die allgemeine Verfügbarkeit hüllen wir besser den Mantel des Schweigens: Wirklich besser lief auch dieser Start nicht. Beim PCGH-Preisvergleich mit Geizhals-Daten gibt es immer noch keine Datenbankeinträge und nur einzelne Suchtreffer ohne Ware. Bei anderen bekannten Shops wie Media, Saturn oder Notebooksbilliger findet man überhaupt nichts über die Suche. Mindfactory ist aktuell kaum erreichbar.

Radeon RX 6800 XT Red Dragon: PowerColor verpackt Navi 21 in einfacheres Custom Design

Neben der luftgekühlten Speerspitze Radeon RX 6800 XT Red Devil hat der Hersteller PowerColor mit der Radeon RX 6800 XT Red Dragon auch ein einfacher gehaltenes Custom Design mit Navi-21-GPU auf Basis der RDNA-2-Architektur in das eigene Portfolio aufgenommen. Die Belüftung erinnert aber an den großen Bruder.

Drei Lüfter in zwei Größen auf 2,5 Slots

Wie bei der Radeon RX 6800 XT Red Devil vertraut AMD-Exklusivpartner PowerColor auch bei der für gewöhnlich preislich etwas niedriger positionierten Radeon RX 6800 XT Red Dragon auf ein Kühlkonzept mit insgesamt drei Lüftern in zwei Größen. Ein kleinerer zentral positionierter Lüfter wird von zwei größeren Ventilatoren flankiert.

Der rote Drache muss sich allerdings mit einer Kühllösung mit einer Höhe von 2,5 Slots zufrieden gegeben, während der rote Teufel auf ein 3-Slot-Design zurückgreifen kann und dadurch mehr Kühlreserven verspricht. Bei den Lüftern selbst scheint es sich um die selben Modelle wie bei der Red Devil zu handeln. Zugespielt wurden diese Informationen einmal mehr der Website VideoCardz.

Der I/O-Bereich der Grafikkarte bietet neben drei Ausgängen vom Typ DisplayPort 1.4a zudem einmal HDMI 2.1 für 4K mit bis zu 120 Hz. Um die Energieversorgung kümmern sich zwei traditionelle 8-Pin-PCIe-Anschlüsse. Weitere Spezifikationen der Grafikkarte konnten bislang noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

Custom Designs starten morgen

Die Verkaufsfreigabe für die Custom Designs auf Basis der Radeon RX 6800 XT und RX 6800 (Test) erfolgt morgen am 25. November. Am 8. Dezember folgt dann das Referenzdesign der Radeon RX 6900 XT.

Ein Leak verrät viele Details zu Intel Tiger Lake-H: Acht Kerne für leistungsstarke Gaming-Notebooks

Boyd Phelps, Intels Vice President der Client Computing Group, hat bereits im September offiziell bestätigt, dass Tiger Lake-H-Chips mit bis zu acht Kernen sowie mit einem Last Level Cache von 24 MB ausgestattet sein werden – damit dürften Gaming-Notebooks und mobile Workstations im Vergleich zu Tiger Lake-U fast die doppelte Prozessorleistung bieten können.

Nun wurde ein Tiger Lake-H-Chip bei UserBenchmark gesichtet, sodass einige weitere Spezifikationen bekannt sind. Das Notebook mit der Bezeichnung “Insyde TigerLake” ist vermutlich ein Prototyp, der mit 20 GB DDR4-3.200-Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Der Eintrag gibt eine Basis-Taktfrequenz von 3,1 GHz sowie eine Boost-Taktfrequenz von 2,75 GHz an – das deutet auf einen frühen Prototyp hin, den Benchmark-Resultaten sollte man daher vorläufig noch nicht allzu viel Beachtung schenken. Der Basistakt ist damit aber bereits höher als beim Core i7-1185G7, in Verbindung mit der deutlich höheren Anzahl an Rechenkernen dürfte die Leistung bei Tiger Lake-H wesentlich höher ausfallen.

Gerüchten zufolge werden Tiger Lake-H-SoCs wahlweise mit vier, sechs oder acht Kernen und mit einer TDP von 35 oder 45 Watt mit einer cTDP von maximal 65 Watt erhältlich sein, wobei die stromsparenden Varianten eine Intel Iris Xe iGPU mit nur 32 Execution Units (EUs) bieten sollen, während die 45 Watt SoCs mit der schnellen Iris Xe G7 mit 96 EUs ausgestattet sein sollen. Die ersten Notebooks auf Basis von Intel Tiger Lake-H werden in der ersten Hälfte des Jahres 2021 erwartet.

AMD Smart Access Memory: MSI macht Mainboards startklar für Radeon RX 6000

MSI hat damit begonnen die ersten BIOS-Updates für Mainboards zu verteilen, die den AMD Smart Access Memory zwischen den vier Zen-3-CPUs Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X aus der Ryzen-5000-Serie (Test) und kommenden GPUs vom Typ Radeon RX 6000 mit Navi-21-GPU auf RDNA-2-Basis freischalten.

Beta-BIOS schaltet AMD Smart Access Memory frei

Bisher weder offiziell kommuniziert noch in irgendeiner Weise angedeutet, bedarf es offensichtlich eines BIOS-Updates für die Freischaltung von AMD Smart Access Memory auf AM4-Mainboards mit den Chipsätzen X570 und B550 (Test). Zumindest MSI hat soeben entsprechende Updates der Firmware veröffentlicht.

n den offiziellen Release Notes der Beta-BIOS verschiedener AM4-Hauptplatinen des Herstellers – beispielsweise für das hochpreisige MSI MEG X570 Unify – heißt es:

Support for AMD SAM (Smart Access Memory) Function

MSI

Nachdem der Hersteller bereits Anfang November neue BIOS-Versionen mit der Firmware AMD AGESA ComboAm4v2PI 1.1.0.0 Patch C freigegeben hatte, kommen die heutigen Updates durchaus überraschend.

BIOS-Updates kommen überraschend

Bisher war nicht bekannt, dass eine Unterstützung von AMD Smart Access Memory, der erstmals mit der Radeon RX 6800, RX 6800 XT und 6900 XT eingeführt wird, vorab ein BIOS-Update für die Ryzen-5000-Serie notwendig machen würde.

Radeon RX 6800 (XT): Erster europäischer Händler listet die Sapphire Nitro+

In Finnland listet ein erster europäischer Händler die Sapphire Nitro+ vom Typ Radeon RX 6800 und RX 6800 XT zu hohen Preisen und bietet die Grafikkarten der am Mittwoch erscheinenden Radeon-RTX-6000-Serie ab 732,90 Euro bereits im Vorverkauf an. Auch bei den drei Grafikkarten mit Navi-21-GPU kann das Angebot knapp werden.

Sapphire Nitro+ ab 732,90 Euro

Der finnische Computerhändler Multitronic bietet alle drei Grafikkarten mit Navi-21-GPU auf Basis der RDNA-2-Architektur bereits im Vorverkauf an, die Preise übersteigen den UVP des jeweiligen Referenzdesigns deutlich. Auch wenn erst die Verkaufsfreigabe der Radeon RX 6800 und Radeon RX 6800 XT im Referenzdesign am Mittwoch den 18. November Klarheit bringen wird, dürfte auch die neue Generation von AMD nur mit Mühe und Not die Nachfrage befriedigen können.

Darauf deuten die bereits jetzt aufgerufenen Preise für die traditionell guten Custom Designs von Sapphire hin, auch wenn erst ein Händler seine Preise öffentlich gemacht hat und sich diese bis zur Verkaufsfreigabe noch geringfügig bewegen können. Das Szenario von „Gaming Ampere“ und Zen 3 wiederholt sich mit RDNA 2 sehr wahrscheinlich.

Für die Sapphire Radeon RX Radeon 6800 Nitro+ mit dem in ersten Leaks sehr taktfreudigen Navi 21 XL ruft der finnische Händler 732,90 Euro auf, während die Sapphire Radeon RX 6800 XT Nitro+ mit 899,00 Euro zu Buche schlagen soll.

Das Flaggschiff Sapphire Radeon RX 6800 XT Nitro+ SE (Special Edition) ist gar erst für 929,00 Euro zu haben. Der UVP der Radeon RX 6800 und RX 6800 XT im Referenzdesign beträgt 579,00 respektive 649,00 US-Dollar.

RX 6800 XT PulseRX 6800 Pulse
GPUNavi 21 XTNavi 21 XL
Shader46083840
GPU-Takt?
Speicher16 GB GDDR6
Speichertakt16? Gbps
Anschlüsse1 × HDMI 2.1
3 × DisplayPort 1.4
Lüfter3
Slots2,72,5
Abmessungen (L×B×H)313 × 134,8 × 53,4 mm303 × 127,3 × 53,8 mm
Stromanschlüsse2 × 8 Pin
RGBk. A.
Netzteilempfehlung750 W650 W

Sapphire selbst hat für die Radeon RX 6800 Nitro+, RX 6800 XT Nitro+ sowie die RX 6800 XT Nitro+ SE (Special Edition) indes noch keinen UVP bekanntgegeben.

RDNA 3: AMD verspricht eine 50 Prozent bessere Performance pro Watt für Radeon RX 7000

In einem Interview mit The Street hat AMDs Executive Vice President Rick Bergman ein paar interessante Informationen zu den Prozessoren und Grafikkarten der nächsten Generation verraten. Demnach soll die RDNA 3-Architektur im Vergleich zu RDNA 2-Grafikkarten wie beispielsweise der Radeon RX 6800 XT ähnliche Performance pro Watt-Verbesserungen erhalten wie RDNA 2 im Vergleich zu RDNA 1.

Bei derselben TGP soll demnach eine um 50 Prozent höhere Leistung erzielt werden, sodass Nutzer eine deutlich bessere Gaming-Performance erhalten werden, ohne ein stärkeres Netzteil kaufen zu müssen. Gerüchten zufolge werden die Radeon RX 7000-Grafikkarten in TSMCs 5 nm-Verfahren gefertigt, was zumindest teilweise für die bessere Effizienz verantwortlich sein dürfte. Rick Bergman hat darüber hinaus versprochen, dass bereits die aktuellen RDNA 2-GPUs flüssiges Gameplay samt Raytracing bei 1.440p-Auflösung ermöglichen sollen.

Auch auf Nvidias Deep Learning Super Sampling (DLSS) hat AMD bald eine Antwort parat, und zwar in Form von FidelityFX Super Resolution (FSR). DLSS ermöglicht es, ein Spiel mithilfe von künstlicher Intelligenz auf eine höhere Auflösung zu skalieren, um die Darstellungsqualität ressourcenschonend zu verbessern. Ein Zeitplan für die Verfügbarkeit dieses Features ist aber noch nicht bekannt. Allerdings hat Rick Bergman versprochen, dass das Feature nicht von der jeweiligen Software unterstützt werden muss, nähere Informationen dazu sollen bereits im nächsten Jahr folgen.

AMD Radeon RX 6800 XT: Sapphire zeigt Herstellerkarten Nitro und Pulse

Sapphire hat als erster Hersteller eigene Versionen von AMDs Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 enthüllt. Fünf Modelle zeigt die Firma auf der eigenen Produktseite, die mit dem RDNA-2-Grafikchip Navi 21 alias “Big Navi” und 16 GByte GDDR6-RAM erscheinen:

Radeon RX 6800 XT Nitro+ SE

Radeon RX 6800 XT Nitro+

Radeon RX 6800 Nitro+

Radeon RX 6800 XT Pulse

Radeon RX 6800 Pulse

Die Nitro-Versionen nutzen dem Bildmaterial zufolge alle das gleiche PCB und den gleichen Kühler. Die Grafikkarten sind 310 mm lang, 55,3 mm hoch und 134,3 mm dick, belegen also etwa 2,7 Steckplätze. Sapphire sollte folglich mehr Kühlfläche unterbringen als AMD bei den Referenzmodellen (267 mm lang, 2,5 Slots dick).

Wie schon bei Sapphires früheren Eigenvarianten der Radeon R9 Fury, Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 56 überragt der Kühler die Platine, sodass ein Teil des Luftstroms ungehindert nach oben abgeführt wird. Nvidia und dessen Partnerhersteller haben das gleiche Prinzip bei den GeForce-RTX-3000-Grafikkarten eingeführt.

Special Edition mit RGB-Lüftern

SE steht bei Sapphire üblicherweise für Special Edition und beinhaltet bei der Radeon RX 6800 XT Nitro+ SE einzeln ansteuerbare RGB-LEDs in den drei Lüftern und einen USB-C-Anschluss mit DisplayPort-1.4-Altmode sowie Power Delivery. Die normalen Nitro-Modelle haben RGB-LEDs ausschließlich auf der Rückseite sowie der Oberkante und ersetzen den Typ-C-Anschluss durch einen dritten DisplayPort 1.4 (nebst einmal HDMI 2.1). XT und Nicht-XT unterscheiden sich durch den GPU-Ausbau mit 72 beziehungsweise 60 Compute Units (4608 vs. 3840 Shader).

Die Radeon RX 6800 XT Pulse nutzt den Bildern zufolge den gleichen Kühler wie die Nitro-Grafikkarten, allerdings ohne RGB-LEDs und anderer Lüfterabdeckung. Die Radeon RX 6800 Pulse (nicht XT) ist mit 2,5 Slots schmaler gebaut. Alle fünf Grafikkarten gemein sind die zwei achtpoligen Stromanschlüsse sowie umschaltbare Dual-BIOSe. Taktfrequenzen und Powerlimits nennt Sapphire auf den Produktseiten noch nicht.

AMD bringt die Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 am 18. November 2020 für 650 beziehungsweise 580 US-Dollar in den Handel – Euro-Preise bestätigte der Chiphersteller noch nicht.

Sapphire: Radeon RX 6800 (XT) als Nitro+ und Pulse im Detail

Nach ersten Appetithäppchen enthüllt Sapphire die neuen Radeon-Grafikkarten der Nitro-Serie im Detail mit zahlreichen Bildern. Hinzu kommen Radeon RX 6800 (XT) der Serie Pulse. Den USB-C-Anschluss liefert nur die Special Edition.

Sapphire RX 6800 (XT) Nitro+

Drei unterschiedliche Modelle plant Sapphire für die Serie Nitro+, die augenscheinlich den gleichen Kühler nutzen. Im 2,7-Slot-Design mit drei Axial-Lüftern bringen es die Grafikkarten auf rund 31 Zentimeter Länge, wobei die eigentliche Platine deutlich kürzer ausfällt. Die Stromversorgung erfolgt über zwei 8-Pin-Buchsen.

Das Flaggschiff Radeon RX 6800 XT Nitro+ SE (Special Edition) bietet als einziges Modell der Serie einen USB-C-Anschluss sowie RGB-LED-Leuchteffekte an transparent gestalteten Lüftern. Weitere Anschlüsse bilden einmal HDMI und zweimal DisplayPort. Die Taktraten hat Sapphire noch für kein Modell verraten, diese dürften bei der SE-Variante aber am höchsten sein.

Die Radeon RX 6800 XT Nitro+ ohne SE-Suffix sowie die RX 6800 Nitro+ mit kleinerer GPU erscheinen mit schwarzen Lüftern ohne RGB etwas schlichter und bieten statt USB-C einen weiteren DisplayPort. Für die RX 6800 Nitro+ nennt Sapphire marginal andere Abmessungen, was aber auch Tippfehlern geschuldet sein kann – rein optisch erscheinen beide identisch. Die steuerbare RGB-Beleuchtung (ARGB) beschränkt sich hier auf die Logos auf der Flanke und Backplate der Grafikkarten.

RX 6800 XT Nitro+ SERX 6800 XT Nitro+RX 6800 Nitro+
GPUNavi 21 XTNavi 21 XL
Shader46083840
GPU-Takt?
Speicher16 GB GDDR6
Speichertakt16? Gbps
Anschlüsse1 × HDMI 2.1
2 × DisplayPort 1.4
1 × USB-C
1 × HDMI 2.1
3 × DisplayPort 1.4
Lüfter3
Slots2,7
Abmessungen (L×B×H)310 × 134,3 × 55,3 mm310,5 × 134,2 × 55,2 mm
Stromanschlüsse2 × 8 Pin
RGBARGB (Lüfter, Flanke, Backplate)ARGB (Flanke, Backplate)
Netzteilempfehlung850 W750 W

Sapphire RX 6800 (XT) Pulse

In der Pulse-Serie kommt in ähnlichen Dimensionen mit drei Lüftern mehr Schwarz als Silber zum Einsatz. Auf steuerbare RGB-Leuchteffekte wird augenscheinlich verzichtet, ob eines der Logos dennoch leuchtet, geht aus den bisherigen Informationen nicht hervor.

Die RX 6800 XT Pulse fällt ebenfalls rund 31 Zentimeter lang aus und belegt 2,7 Slots, während die RX 6800 den Angaben zufolge etwas kürzer und schmaler ausfällt und nur auf 2,5 Slots kommt. Die Anschlüsse sind mit einmal HDMI, dreimal DisplayPort und zweimal 8-Pin wiederum bei beiden identisch. Auch hier lässt Sapphire die Taktraten für GPU und Speicher noch offen. Die gegenüber den Nitro-Modellen niedrigeren Netzteilempfehlungen deuten bereits an, dass Sapphire die Pulse-Modelle mit geringeren Taktraten ins Rennen schickt.

RX 6800 XT PulseRX 6800 Pulse
GPUNavi 21 XTNavi 21 XL
Shader46083840
GPU-Takt?
Speicher16 GB GDDR6
Speichertakt16? Gbps
Anschlüsse1 × HDMI 2.1
3 × DisplayPort 1.4
Lüfter3
Slots2,72,5
Abmessungen (L×B×H)313 × 134,8 × 53,4 mm303 × 127,3 × 53,8 mm
Stromanschlüsse2 × 8 Pin
RGBk. A.
Netzteilempfehlung750 W650 W

Am 18. November will AMD die Radeon RX 6800 und die Radeon RX 6800 XT im Referenzdesign offiziell einführen, dann wird auch mit ersten Tests gerechnet. Die Partnerkarten, wie sie neben Sapphire zum Beispiel auch Asus, MSI und PowerColor angekündigt haben, werden voraussichtlich etwas später kommen.