Wieso nicht gleich so, Microsoft? Gratis-Tool poliert Dark Mode in Windows 10 auf

Mit der schlanken Freeware Luna können Sie auf Ihrem Windows 10-PC automatisch zwischen Light-Theme und Dark Mode hin- und herwechseln. Zu festgelegten Uhrzeiten stellt das Tool Ihr Windows-Design automatisch um und bietet dabei praktische Zusatz-Features. Im Video zeigen wir Ihnen den Dark Mode von Windows 10.

Er sieht nicht nur schick aus, sondern ist obendrein schonend für die Augen: Der Dark Mode in Windows 10. Besonders wer längere Zeit am Stück vor dem Rechner sitzt oder seinen PC in den Abendstunden nutzen will, wird mit dem dunklen Windows-Theme sicher schon einmal in Berührung gekommen sein.

Einen Automatismus, etwa dass der Dark Mode sich ab einer bestimmten Uhrzeit automatisch einschaltet, suchen Windows-Nutzer allerdings vergebens. Mit dem Gratis-Tool Luna rüsten Sie dieses Feature ganz einfach nach und können zudem das Design des Dark Mode auf Ihre Wünsche anpassen.

Luna: Gratis-Tool ändert Windows 10 Theme

Das schlanke Tool Luna beschränkt sich im Wesentlichen auf eine Aufgabe: Den Wechsel zwischen Light-Theme und Dark Mode unter Windows 10 zu vorgegebenen Uhrzeiten automatisch auszuführen. So können Sie etwa Ihren Rechner morgens im hellen Light-Theme starten und gegen Abend in den augenschonenden Dark Mode wechseln.

Zudem entscheiden Sie, ob Luna nur die Farbe des System-Themes, beispielsweise der Programmleiste, ändert oder ob auch Apps wie der Explorer, Google Chrome und alle anderen Dark Mode kompatiblen Apps im dunklen Design erscheinen sollen. Das Desktop-Wallpaper können Sie ebenfalls für jedes Theme unterschiedlich wählen. Versierte Anwender, die benutzerdefinierte Theme-Dateien verwenden, können diese in Luna als Light- oder Dark-Theme festlegen.

Intel Rocket Lake: Neue Plattform mit PCIe 4.0, Thunderbolt 4 und Xe-Grafik

Ein von VideoCardz veröffentlichtes Schema zeigt Funktionen von Intels kommender Desktop-Plattform mit Rocket-Lake-CPU und Chipsatz der 500-Serie. Wie erwartet sollen die Prozessoren PCIe 4.0 unterstützen und eine integrierte Grafikeinheit mit neuer Xe-Architektur besitzen. Der Chipsatz soll Thunderbolt 4 unterstützen.

Rocket Lake mit neuer Architektur in 14 nm

Während Comet Lake-S (CML-S) als nächste Mainstream-Desktop-CPU noch nicht den Markt erreicht hat, sickern mehr Details zum Nachfolger Rocket Lake-S (RKL-S) durch. Ein Blockdiagramm zeigt die Ausstattung der Prozessoren, die abermals in einem verbesserten 14-nm-Prozess hergestellt werden, aber voraussichtlich mit neuer CPU-Architektur (Willow Cove?) wie auch GPU-Architektur (Xe) aufwarten werden.

Intels PCIe-4.0-Debüt im Desktop

Schon lange wird vermutet, dass Rocket Lake erstmals PCIe 4.0 in Intels Desktop-Portfolio einführt, eine Funktion, die es bei AMD Ryzen bisher exklusiv gibt. Angeblich soll ein RKL-S-Prozessor insgesamt 20 PCIe-4.0-Lanes bereitstellen, von denen 16 für eine Grafikkarte und vier weitere für eine PCIe-SSD bestimmt sind. Das Direct Media Interface (DMI) zur Anbindung an den Chipsatz soll parallel auf einen x8-Link aufgestockt werden.

Neben HDMI 2.0b und DisplayPort 1.4a werden Verbesserungen und neue Funktionen für die Bereiche Videokodierung und Overclocking genannt. Im hier nicht erwähnten aber erwarteten Sockel LGA 1200 werden bis zu vier DDR4-RAM-Riegel im Dual-Channel-Betrieb unterstützt. Das Diagramm spricht von einer „erhöhten DDR4-Geschwindigkeit“, weshalb zu vermuten ist, dass Rocket Lake-S offiziell zumindest DDR4-3200 unterstützt; bei CML-S soll es bei DDR4-2933 bleiben.

Völlig offen lässt die Grafik, wie viele CPU-Kerne Intel bei Rocket Lake maximal bieten wird. Mit Comet Lake erhöht das Unternehmen zunächst von acht auf zehn Kerne im Mainstream-Desktop, doch gab es schon aus in der Regel gut informierter Quelle Hinweise, dass Rocket Lake-S nur maximal acht, dafür aber schnellere Kerne bieten wird. Danach (frühestens 2022) könnte Intel bei Alder Lake-S erstmals auf ein „big.LITTLE-Prinzip“ mit acht großen Kernen plus acht kleinen Kernen setzen.

500-Series-Chipsatz mit Thunderbolt 4 und USB 3.2 Gen 2×2

Bei den Rocket Lake zur Seite gestellten Chipsätzen der 500-Serie muss laut der Grafik auf PCIe 4.0 verzichtet werden. Der Chipsatz selbst soll hingegen erneut bis zu 24 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, während PCIe 4.0 allein über die CPU geboten wird. Neu hinzu kommt integriertes USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s). Zudem soll Thunderbolt 4 unterstützt werden, das offenbar wie der Vorgänger PCIe-3.0-Lanes des Chipsatzes nutzt.

Erst einmal kommt Comet Lake

Nicht nur bedingt durch die auch wirtschaftlich schwierigen Zeiten im Zeichen der Coronavirus-Krise wird sich Comet Lake-S als Frühjahrs-Update verspäten. Waren früher einmal Februar, März oder spätestens Anfang April für den Marktstart im Gespräch, hatte ein durchgesickertes Intel-Dokument jüngst einen Zeitrahmen von Mitte April bis Ende Juni erwähnt. Alle Zeichen weisen also auf den Startschuss für Comet Lake-S im zweiten Quartal 2020 hin.

Ob dies auch Verzögerungen für den Nachfolger Rocket Lake-S bedeutet, bleibt abzuwarten. Bisher war davon auszugehen, dass es zumindest noch bis Anfang 2021 dauern wird.

Das neue Dell XPS 13 9300 ist ein tolles Subnotebook, aber welche Ausstattung macht Sinn?

Wir haben kürzlich das brandneue Dell XPS 13 9300 in der Einstiegsversion für 1.500 Euro getestet. Dafür gibt es einen modernen Core-i5-Prozessor von Intel, 8 GB RAM und 512 GB PCIe-SSD-Speicher. Außerdem ist das Basismodell eine der wenigen Konfigurationen mit dem sehr guten matten IPS-Panel (1.920 x 1.200 Pixel, 16:10). Standardmäßig an Bord sind immer schnelles Wi-Fi 6, ein Fingerabdruckscanner und sehr gute Stereo-Lautsprecher.

Für viele Nutzer reicht diese Konfiguration vollkommen, doch im Online-Shop von Dell sind die Konfiguration sehr eingeschränkt, weshalb man hier gut abwägen sollte. Das matte IPS-Panel mit schwarzem Gehäuse ist derzeit zum Beispiel ausschließlich mit dem kleinen Core i5 und 8 GB RAM verfügbar. Wer also zum Beispiel 16 GB RAM möchte, muss zwangsläufig auch den größeren Core i7 bezahlen und bei fast allen Modellen entweder für das spiegelnde Full-HD-Panel mit Touch oder aber das spiegelnde UHD-Modell entscheiden. Der hochauflösende Bildschirm dürfte aber deutlich mehr Energie benötigen und damit die Akkulaufzeiten verkürzen.

Wenn es um die Prozessorleistung geht, reicht der kleinere Core i5 für die meisten Nutzer vollkommen aus. Ein Upgrade auf den Core i7 macht aus Sicht der CPU-Leistung nur wenig Sinn, da auch der Core i5 schon deutlich unter seinen Möglichkeiten arbeitet und auch nicht die Leistung des alten XPS 13 9380 mit dem älteren Core i5 erreicht. Allerdings könnte der Core i7 für manche Nutzer dennoch interessant sein, da er auch die deutlich schneller integrierte Grafikeinheit mit sich bringt. Die ideale Kombination wäre eigentlich das matte Panel mit dem i7 und 16 GB RAM, welches es im deutschen Online-Shop derzeit aber nur in Weiß für rund 1.800 Euro gibt.

Wir werden versuchen, die weiteren Modelle des neuen XPS 13 so schnell wie möglich zu testen, bis dahin verweisen wir für ausführliche Informationen auf unseren umfangreichen Testbericht der Basisversion. Übrigens bietet Dell die verschiedenen Konfigurationen des XPS 13 auch mit Linux an, sehr gut!

Nokia 5.3: Neues Mittelklasse-Smartphone mit Android One für 209 Euro

HMD Global hat heute neben dem Nokia 8.3 mit 5G auch noch das neue Mittelklasse-Smartphone Nokia 5.3 vorgestellt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheint es voraussichtlich in der 19. Kalenderwoche, die am 4. Mai 2020 beginnt. Als Preis ruft man 209 Euro aus. Dieses Smartphone gehört zur Android-One-Riege, nutzt also das pure Android 10. Die restlichen Specs mögen nicht beachtlich sein, es scheint sich aber insgesamt um ein rundes Modell zu handeln.

So bietet das Nokia 5.3 etwa den Qualcomm Snapdragon 665 als SoC, 4 GByte RAM und 64 GByte Speicherplatz. Eher enttäuschend ist das Display, das nur mit 1.600 x 720 Bildpunkten bei einem Format von 20:9 auflöst – wäre für mich persönlich ein K.O.-Kriterium. Vielleicht hätte man da lieber etwas Geld bei der Quad-Kamera einsparen und in den Screen investieren sollen.

So bietet das Nokia 5.3 eine Vierfach-Kamera mit 13 + 2 + 5 +2 Megapixeln. Ich bin da ja der Meinung: Lieber ein guter Kamerasensor als vier mittelmäßige. Aber da gehört es heute natürlich zum Marketing, mit Triple-, Quad- oder gar Penta-Kameras zu protzen. Erscheinen wird das Nokia 5.3 in den Farben Charocalm Cyan und Sand. Alle weiteren technischen Daten findet ihr unten.

Nokia 5.3 – Die technischen Daten

Display 6,55 Zoll, HD+, 20:9, 720 x 1.600 (270 PPI) Selfie Notch, Helligkeit 450 nits, 2.5D, Corning Gorilla Glass 3

Betriebssystem Android 10

SoC Qualcomm Snapdragon 665

RAM 4 GByte

Speicherplatz 64 GByte (erweiterbar)

Hauptkamera 13 (Weitwinkel, f/1.8) + 2 (Tiefensensor) + 5 (Ultra-Weitwinkel) + 2 (Makro) Megapixel

Frontkamera 8 (f/2.0) Megapixel

Akku 4.000 mAh (10-Watt-Charging)

Schnittstellen USB Typ-C, Dual-SIM, microSD, 4G LTE, GPS, Bluetooth 5.0,Wi-Fi 802.11 ac, 3,5-mm-Audio, NFC

Maße / Gewicht 164,3 x 76,6 x 8,5 mm / 185 g

Farben Charcoal, Cyan, Sand

Lieferumfang Smartphone, Ladegerät plus Kabel, Kopfhörer, Anleitung, SIM-Nadel

Preis 209 Euro

Core i7-1065G7 für ~650 Euro vs. Core i7-1065G7 für ~1.250 Euro: Wie groß ist der Unterschied?

Obwohl das Lenovo IdeaPad S340-15IIL und der Microsoft Surface Laptop 3 15 beide mit dem Intel Core i7-1065G7 bestückt sind, ist Letzterer ca. doppelt so teuer. Hier könnte man als Laie vermuten, dass die CPU-Leistung der beiden 15-Zoll-Laptops identisch ist, allerdings zeigen unsere Testergebnisse unten, dass die Unterschiede sogar überraschend groß ausfallen.

In Cinebench R15 und Cinebench R20 liegen die Punktzahlen des günstigeren Lenovo-Laptops innerhalb von nur 10 Prozent von denen des teureren Microsoft-Laptops. Problematisch wird es erst, wenn man die gleichen Benchmarks in einer Schleife ausführt. Wie das Diagramm unten zeigt ist das IdeaPad dem Microsoft-System anfangs dicht auf den Fersen, allerdings bricht die CPU-Punktzahl im Laufe der Zeit um ganze 37 Prozent ein. Hier gelingt es dem Microsoft-Laptop, höhere Punktzahlen für einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten.

Ein Blick auf die CPU-Taktfrequenzen in HWiNFO zeigt, was genau passiert. Beim Ausführen von Prime95 auf beiden Laptops kann beobachtet werden, wie das IdeaPad auf 3,5 GHz boostet und seine Taktfrequenz anschließend nach nur ungefähr 5 Sekunden stetig auf bis zu 1,7 GHz zurückfährt. Währenddessen stabilisiert sich das Surface Laptop bei einer höheren Taktfrequenz von 2,7 GHz. Auch der Verbrauch des Surface Laptops ist während der Ausführung von Prime95 höher (43 W vs. 29 W), was sich mit der höheren Prozessorleistung deckt.

Nutzt man den Laptop hauptsächlich für gestreamte Videos, die Textverarbeitung oder zum Surfen, so kann man die Leistungsunterschiede zwischen dem Prozessor des IdeaPad und Surface vernachlässigen. Für alle, die gelegentlich Spiele spielen, Videos schneiden oder Bilder bearbeiten möchten, ist das Yoga C940 oder das Surface Laptop eine bessere Wahl als das IdeaPad, da Intels Ice-Lake-Reihe ihr Potenzial dort besser entfalten kann.

Motorola Moto G8 Power: Akkumonster im Test

Motorola setzt seine “Power-Reihe” mit dem neuen Moto G8 Power fort. Im Zentrum steht ein Riesenakku, doch auch der Rest kann sich sehen lassen.

Im vergangenen Jahr überzeugte das Motorola Moto G7 Power (Testbericht) vor allem mit seinem 5000 mAh starken Akku, der das Mittelklasse-Smartphone zum echten Dauerläufer machte. In diesem Jahr legt der Hersteller nach und bringt das Moto G8 Power auf den Markt. Es behält den Riesenakku bei, packt ansonsten aber überall eine Schippe drauf. Vor allem die Kamera macht zumindest auf dem Papier eine überraschend gute Figur – und das für nur 230 Euro in der UVP.

Design

Dass bei diesem Verkaufspreis kein edles Glas und kein Metallrahmen auf den Käufer warten, sollte klar sein. Dennoch wirkt das Moto G8 Power trotz Kunststoffrückseite nicht billig, sondern durchaus ausreichend schick. Das liegt an der insgesamt guten Verarbeitung, dem satten Gewicht, das Wertigkeit vermittelt und der glänzenden Oberfläche der Rückseite. Sie sieht zumindest optisch fast wie Glas aus und punktet zudem mit einer leichten Schraffur. Auch in einem anderen Punkt erinnert die Rückseite mit ihren sanften Rundungen zum Kunststoffrahmen an Glas: Fingerabdrücke verunzieren genauso schnell die ansonsten hübsche Rückseite. Die Front wirkt dank erfreulich kleiner Punchhole-Notch moderner als beim Vorgänger.

Apropos Rahmen: Wenn es etwas an Design oder Verarbeitung beim Moto G8 Power zu bemängeln gibt, dann die etwas zu scharfen Kanten beim Übergang von Front und Rücken in den Rahmen. Das fühlt sich nämlich nicht übermäßig hochwertig an. Beides bemerken Nutzer aber nicht mehr, sobald das Smartphone in der mitgelieferten Schutzhülle steckt. Die schützt zumindest vor Kratzern, gegen Wasser ist das Gerät nur mittels IP-52-geschützt. Untertauchen überlebt das Moto G8 Power vermutlich nicht, einen Regenschauer schon. Übrigens: Durch den langgestreckten Formfaktor bleibt das Motorola-Smartphone trotz des großen Displays noch halbwegs handlich – sofern man davon bei 156 × 76 × 10 Millimeter und 197 Gramm überhaupt sprechen kann.

Display

6,4 Zoll misst das LCD, das in ausreichend schmale Ränder gebettet ist und im Gegensatz zum Vorgänger Moto G7 Power (Testbericht) nun nicht mehr mit HD+-Auflösung, sondern mit FHD+ im 19:9-Format daherkommt. Das ergibt eine hohe Bildschärfe von rund 400 PPI (Pixel pro Zoll) und ein entsprechend klares Bild, das nur von der erwähnt kleinen Punchhole-Notch unterbrochen wird. Die Helligkeit des Screens geht mit bis zu 430 cd/m² in Ordnung, ohne übermäßig stahlkräftig zu sein. Auch Kontraste und Farbintensität machen keinen herausragenden, aber im Hinblick auf den aufgerufenen Preis absolut vertretbaren Eindruck. Positiv hervorzuheben ist die gute Blickwinkelstabilität des Panels.

Kamera

Bei der Kamera macht das Motorola Moto G8 Power die größten Fortschritte – zumindest auf dem Papier. So baut der Hersteller jetzt gleich vier Kameras auf der Rückseite ein: Normal-, Weit-, Macro- und Telelinse. Die Hauptkamera hat dabei 16 Megapixel, eine Blende von f/1.7 und sowohl Phasenvergleichs-, als auch Laser-Autofokus. Die Weitwinkeloptik kommt mit 8 Megapixel und f/2.2, gleiches gilt für die Teleoptik. Die Makrolinse hat wie so oft bei neueren Modellen der unteren Mittelklasse nur 2 Megapixel. Ein optischer Bildstabilisator fehlt.

Bei Tageslicht macht das G8 Power durchaus ordentliche Bilder. Sie sehen zumindest in der Vollbildbetrachtung gut aus, überzeugen mit ausgeglichener Bilddynamik, zeigen wenig Bildrauschen und ausreichend viele Details. Das gilt auch für Tele- und Weitwinkelobjektiv. In der Vergrößerung wird allerdings schnell erkennbar, dass die Software zu stark nachschärft und Aufnahmen dadurch gezoomt recht grob strukturiert sind. Gleichzeitig verschwinden feine Strukturen im Pixelmatsch. Für die Mittelklasse geht das aber in Ordnung. Wie die meisten günstigeren Modelle endet der gute Ersteindruck bei Fotos mit abnehmendem Licht recht schnell. Trotz der nominell lichtempfindlichen Blende stellt sich dann schnell Bildrauschen ein und das Bild wird auch in der Vollbildansicht farbloser und matschig. Ähnliches gilt für die Frontkamera mit 16 Megapixel, die für schwächeres Licht Pixel Binning anbietet. Bilder sind dann nur noch 4 Megapixel groß. Bei Tageslicht gibt es kaum einen sichtbaren Unterschied, bei wenig Licht bieten die 4-Megapixel-Aufnahmen einen leichten Qualitätsvorteil.

Videos sehen recht ordentlich aus, vor allem in 4K. Leider ist die Bildwiederholungsrate auf 30 FPS beschränkt, was Schwenks wie immer zu einer unschönen Ruckelorgie macht. Außerdem braucht man mangels ausreichender Bildstabilisierung für 4K eine sehr ruhige Hand beim Filmen.

Hardware

Trotz des niedrigen Verkaufspreises setzt Motorola beim Moto G8 Power auf einen Qualcomm-Chipsatz, der noch dazu weder alt, noch im Einsteigersegment beherbergt ist. Der Snapdragon 665 mit seinen acht Rechenkernen sorgt im Zusammenspiel mit einer Adreno 610 und 4 GByte RAM im Alltag für überwiegend performante Leistung, bei der Ruckler normalerweise Fehlanzeige sind. Nur hin und wieder gibt es eine kurze Gedenk-Millisekunde, das machen andere Android-Smartphones der Mittelklasse aber auch nicht besser. Im Antutu-Benchmark bestätigt das Smartphone zwar, dass der Namenszusatz sich nicht auf die Leistung, sondern den Akku bezieht, schlecht sind die 162.000 Punkte aber in Anbetracht des niedrigen Verkaufspreises nicht. Selbst Spiele laufen auf dem Smartphone recht vernünftig, unter Umständen notfalls mit abgespeckter Grafik für schnellere Bildwiederholungsrate.

Was das G8 Power beim Chipsatz gut macht, vermasselt es – hart ausgedrückt – bei der restlichen Ausstattung, zumindest teilweise. So baut der Hersteller zwar eine 3,5-Millimeter-Buchse ein und setzt auf Bluetooth 5.0, verzichtet aber auf WLAN ac und entsprechend das 5-GHz-Band. Gerade in Zeiten von immer mehr WLAN-fähigen Geräten ist das in Ballungsräumen vielleicht kein absolutes NoGo, aber definitiv ein berechtigter Kritikpunkt. Auch NFC fehlt. Das ist erst recht unverständlich, da das teurere Moto G8 Plus mit gleichem Chipsatz NFC unterstützt – sollte Motorola da etwa das günstigere Power künstlich beschnitten haben, um eine bessere Differenzierung zwischen den einzelnen Modellen zu erreichen? Beim Speicher kann man Motorola hingegen nichts vorwerfen. 64 GByte interner Speicher sind in der 200-Euro-Klasse absolut in Ordnung, auf Wunsch dürfen Nutzer eine Micro-SD oder eine zweite SIM in das Smartphone einlegen. Der Stereolautsprecher des Modells klingt zudem recht voluminös und kräftig.

Motorola setzt übrigens auf Android 10, verzichtet aber auf die One-Version und entsprechend auf ein Update-Versprechen. In der Vergangenheit versorgte der Hersteller seine G-Modelle aber normalerweise mit mindestens einem größeren Update, sodass sich Interessenten auch beim G8 Power wenig Sorgen um die Zukunftssicherheit machen müssen.

Akku

Kommen wir zum namensgebenden Prunkstück des G8 Power, nämlich zum Akku. Der fasst wie beim Vorgänger 5000 mAh und zählt damit zu den größten Powerpacks in „normalen“ Smartphones. Wie schon beim Moto G7 Power ist die Laufzeit des aktuellen G8 Power vorbildlich: Über 14 Stunden Laufzeit im Battery Test von PCmark sind eine Ansage, das schafft kaum ein anderes Smartphone. Wer seine Nutzung hier nicht zu ausufernd gestaltet, kommt auch schon mal auf eine Laufzeit von 3 oder 4 Tagen. Wiederaufladen dauert bei der Größe auch etwas länger: Knapp über 2 Stunden sind heute recht lang, in Anbetracht der gebotenen Leistung geht das aber in Ordnung. Kabelloses Laden gibt es nicht.

Preis

Das Motorola Moto G8 Power ist in Deutschland offiziell in Schwatz und Blau erhältlich, technisch unterschiedliche Varianten gibt es nicht. Zum Testzeitpunkt lag der Straßenpreis bei 229 Euro, das entspricht der UVP.

Fazit

Das Motorola Moto G8 Power ist die richtige Wahl für alle, die mit ihrem Smartphone länger als die normalerweise maximalen 2 Tage Laufzeit haben wollen. Verzichten müssen Nutzer trotzdem auf nicht übermäßig viel, zuerst zu nennen sind hier vielleicht noch NFC und auch die Abwesenheit von WLAN ac. Dafür reichen Speicher und Leistung des Chipsatzes, um auch in zwei Jahren mangels Hardware-Ressourcen keinen Briefbeschwerer aus dem Smartphone machen zu müssen. Die Kamera deckt dank zusätzlichem Weitwinkel-, Tele- und Makroobjektiv viele Aufgaben ab und zumindest bei Tag ist die Bildqualität für den aufgerufenen Preis des Gerätes voll in Ordnung. Wer mehr will, muss auch mehr zahlen.

Noch mehr bieten wie so oft Konkurrenzprodukte aus Fernost oder etwas ältere Modelle mit ursprünglich höherem Preis. Zu nennen sind hier Geräte wie das Xiaomi Redmi Note 8 Pro (Testbericht), Wiko View 3 Pro (Testbericht) oder Nokia 7.2 (Testbericht). Für wenig mehr gibt es ein Samsung Galaxy A50 (Testbericht). Smartphones bis 200 Euro haben wir zudem in einer Bestenliste zusammengefasst, außerdem haben wir speziell Smartphones mit OLED bis 300 Euro zusammengetragen.

IronWolf 510: Seagate bringt schnelle NVMe-SSDs für NAS

Mit der IronWolf 110 hatte Seagate erstmals eine für den Einsatz in Netzwerkspeichern (NAS) bestimmte SSD-Serie herausgebracht. Während diese noch ein 2,5-Zoll-Gehäuse mit SATA-Schnittstelle nutzt, folgt nun die IronWolf 510 mit schnellerem PCIe Express und NVMe im kompakteren M.2-Formfaktor.

Mit PCIe/NVMe ist die IronWolf 510 schneller als die 110
Mit bis zu 3.150 MB/s beim sequenziellen Lesen und 345.000 IOPS beim wahlfreien Lesen ist die IronWolf 510 deutlich leistungsfähiger als die IronWolf 110 mit maximal 560 MB/s. Für die simple Ablage von Dateien ist die neue Serie nicht gedacht, sondern soll zum Beispiel als Zwischenspeicher (Cache) im NAS den Leistungsbedarf von „Kreativprofis“ und kleinen bis mittleren Unternehmen, „die Speicher für Dauerbetrieb und mehrere Benutzer benötigen“, befriedigen, so der Hersteller. Ein SSD-Cache kann Datenzugriffe auf einen HDD-Verbund im NAS durch kurze Zugriffszeiten und hohen Durchsatz wesentlich beschleunigen.

Im M.2-2280-Formfaktor werden Speicherkapazitäten von 240 GB bis 1,92 TB geboten. Dabei setzt Seagate auf verbreiteten TLC-3D-NAND mit drei Bit pro Speicherzelle. Informationen zum Controller liegen zur Stunde nicht vor.

Große Leistungsunterschiede je nach Speicherkapazität
Die im Datenblatt (PDF) angegebene Leistung variiert stark je nach Modell und dessen Speicherbestückung. Das kleinste Modell mit 240 GB Nutzspeicher soll Daten sequenziell mit 2.450 MB/s Lesen und wahlfrei mit 100.000 IOPS verarbeiten. Die 960-GB-Variante liefere hingegen weitaus höhere 3.150 MB/s und 345.000 IOPS und ist damit noch ein Stück schneller als die 1,92-TB-Variante. Auf den ersten Blick ungewöhnlich niedrig fallen die sequenziellen Schreibraten mit 290 MB/s bis 1.000 MB/s aus, was aber daran liegt, dass nicht die kurzfristig mögliche Spitzenleistung, sondern die dauerhaft mögliche Leistung angegeben wird.

435 TB bis 3,5 PB Mindestschreibvolumen
Die Massenspeicher sind mit 1 Drive Write Per Day (DWPD) spezifiziert. Seagate garantiert damit, dass sich die SSDs einmal am Tag über die vollständige Kapazität beschreiben lassen und zwar für den Garantiezeitraum von 5 Jahren. Beim 240-GB-Modell lässt sich dies in ein Mindestschreibvolumen von 438 TB (435 TB laut Hersteller) umrechnen, beim Modell mit 1,92 TB sind es etwa 3.500 TB oder 3,5 Petabyte. Die Leistungsaufnahme beziffert Seagate mit durchschnittlich 1,75 Watt bis 2,0 Watt im Leerlauf und bis zu 5,3 Watt bis 6,0 Watt im aktiven Betrieb.

Seagate nennt eine sofortige Verfügbarkeit der IronWolf 510 SSD zu Preisen (UVP) von 114 Euro (240 GB), 159 Euro (480 GB), 319 Euro (960 GB) und 519 Euro (1,92 TB).

Western Digital hat mit der WD Red SA500 ebenfalls eine eigene SSD-Serie für NAS im Programm, die aber noch auf langsames SATA setzt.

GHF51: SBC im Raspberry Pi-Format bringt starken AMD-Prozessor mit

Einplatinenrechner wie der Raspberry Pi bedienen nicht nur Maker, sondern auch Nutzer auf der Suche nach einem besonders kompakten System und auch und insbesondere kommerzielle Anbieter. Dabei sind viele Einplatinenrechner häufig mit speziellen Ein- und Ausgängen ausgestattet, welche die besonders einfache Anbindung von Aktoren und Sensoren erlauben – allerdings stellt dies keine zwangsläufige Voraussetzung dar.

Ein Rechner ohne eine konventionelle GPIO-Leiste stellt der GHF51 dar. Das lediglich 84 x 55 Millimeter große Modell ist mit einem Ryzen Embedded R1000 ausgestattet, dessen zwei Rechenkerne je nach konkret verwendetem Chip mit bis zu 3,3 GHz oder 3,5 GHz (R1505G/R1606G) takten. Der Chip kann Herstellerangaben zufolge auf einen bis zu acht Gigabyte großen DDR4-Arbeitsspeicher zugreifen, welcher mit 3.200 MHz taktet.

Der interne eMMC-Speicher misst je nach Modellvariante 16, 32 oder 64 Gigabyte. Die Anbindung an ein Netzwerk erfolgt via Gigabit-Ethernet, Zubehör kann via USB 3.2 im Typ C angebunden werden. Die Anbindung von Displays wird via zwei micro-HDMI-Ports realisiert, wobei die Ausgabe auch von hochauflösenden 4K-Material möglich sein soll, konkret mit 4.096 x 2.160 Pixeln und 24 Hz.

Durch den vorhandenen Mini-PCIe-Port kann der DFI GHF51 zumindest potentiell einfach durch entsprechende Karten erweitert werden, wobei der Anschluss der PCIe-Generation 2 entsprechen soll. Ein DIO-Anschluss und ein SMBus gehören zur Ausstattung.

Aktuell liegen keine Informationen zur genauen Preisgestaltung oder dem Veröffentlichungstermin vor. Der GHF51 dürfe auch nicht zwangsläufig einfach für Endkunden erhältlich sein.

Besseres Huawei P40 Pro Bild: Kein 10x-Zoom aber neue 52 MP Ultra-Vision-Kamera

Nicht alle Gerüchte und Leaks bewahrheiten sich zwangsweise – manchmal ist wohl auch schlicht die Phantasie mit den Leakern durchgegangen. Aktuell betrifft das die Huawei-Neuheit P40 Pro, die im März in Paris zusammen mit dem regulären P40 vorgestellt werden soll. Erst vor wenigen Stunden tauchten die ersten Bilder beider P40-Varianten in Form offizieller Renderbilder und allen geplanten Farbvarianten auf – leider noch in recht schlechter Qualität.

Doch kein 10x-optischer Zoom

Mit dem nun frisch geleakten offizellen Renderbild des P40 Pro in Schwarz passt die Auflösung, man erkennt nicht nur das neue Quad-Curved-Design an der Front sondern auch Details der rückseitigen Quad-Cam mit 3D-TOF-Sensor an der Seite. Der Schriftzug, traditionell alle Leica-Kameras von Huawei-Phones begleitend, widerlegt nun auch alle Gerüchte, die bisher von einem 10-fachen optischen Periskop-Zoom ausgegangen sind. Auch 2020 bleibt das Huawei P40 Pro bei einem Brennweitenbereich von 18 bis 125 mm äquivalent und damit beim bekannten 5x-Periskop-Zoom wie er schon im P30 Pro oder auch im Oppo Reno 10x Zoom zu finden war und wohl auch im Samsung Galaxy S20 Ultra auftauchen wird.

Neuer 52 Megapixel Hauptsensor

Das ist zwar schade für alle Ornithologen, Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger dürfte es aber dennoch geben und zwar bei der Ultraweitwinkel-Kamera, die nun wie beim Mate 30 Pro auf einen 40 Megapixel Cine-Lens-Sensor baut und vor allem auch beim neuen 52 Megapixel Hauptsensor, angeblich wieder eine Spezialanfertigung von Sony, mit 1/1.3 Zoll Größe, welche die vermeintliche “Nonacell-Technologie” von Samsungs neuem 108 Megapixel-Sensor im Galaxy S20 Ultra in den Schatten stellen soll.

16-in-1-Tech: Quad-Quad-Bayer

Bestätigt ist die Info zwar noch nicht – Vorsicht ist deswegen durchaus angebracht – doch wenn die Leaks aus China stimmen, dann bietet dieser 52 Megapixel-Sensor einen Quad-Bayer-Filter zum Quadrat. Die chinesische Presse nennt das auch “16-in-1”-Technologie, weil der 52 Megapixel-Sensor offenbar 16 Pixel zu einem kombinieren kann – für eine sehr geringe Auflösung von nur mehr 3,25 Megapixel aber nochmal deutlich erhöhter Sensibilität bei Low-Light-Aufnahmen. Angeblich soll dieser “16-in-1”-Modus nur bei besonders niedrigem Licht zum Einsatz kommen – vermutlich wird Huawei die erstellten Photos und Videos anschließend auch hochskalieren.

Ultra-Vision, Quad Curve Overflow

Ob all diese Infos stimmen oder nicht, werden wir wohl in den nächsten Wochen, spätestens aber zum Launch im März 2020 erfahren. Huawei hat sich übrigens einige neue Trademarks schützen lassen, die ebenfalls auf die neuen Sensor-Features hinweisen, darunter etwa “Ultra Vision Camera” und “Ultra Vision Sensor”, es könnte also durchaus was an den Gerüchten dran sein. Apropos Trademarks – auch der Begriff “Quad Curve Overflow” wird wohl in Huaweis Marketing-Materialien auftauchen – im neuen Renderbild unten kann man das an allen vier Seiten leicht gekrümmte Display bereits recht gut erkennen, das bisher nur auf Basis geleakter CAD-Modelle visualisiert wurde.

Samsung Galaxy S20: Mehr RAM als manch ein Gaming-PC, 16GB beim Topmodell

In unseren Kauftipps und Specials rund um Gaming-PCs wie zuletzt noch Anfang Dezember rund um PCs zu Weihnachten schlagen wir zwar schon seit einer Weile 16 Gigabyte Arbeitsspeicher vor – allerdings können sparsame Naturen auch mit acht Gigabyte RAM noch gut auskommen. Kurz gesagt: Viele Spiele-PCs oder auch Gaming-Laptops haben nur acht Gigabyte RAM. Diese RAM-Menge wird die kommende Samsung Galaxy-Reihe offenbar locker übertreffen, denn das Topmodell soll sogar mit seinen 16 Gigabyte die Menge eines ordentlichen Gaming-PCs bieten. Dies berichten auch unsere Kollegen von Golem, auch auf US-Websites wie engadget gab es entsprechende Berichte.

Samsung Galaxy S20 Ultra

Am 11. Februar ist eine Präsentation der neuen Galaxy-Reihe von Samsung geplant, bei der wir genauere Details erfahren werden und auch sehen, ob die aus mutmaßlich vertraulicher Quelle stammenden Informationen stimmen. Klar sei demnach unter anderem auch, dass die nächsten Modelle nicht, wie man erwarten könnte, Galaxy S11 heißen werden. Vielmehr springt Samsung angeblich direkt zur Ziffer 20 über, so dass uns in diesem Jahr offenbar die neuen Samsung Galaxy S20-Modelle erwarten werden. Das Flaggschiff mit 16GB RAM soll das Samsung Galaxy S20 Ultra sein und auch als Version mit “nur” 12GB auf den Markt kommen. Dies ist mehr RAM als manch ein Einsteiger-Smartphone insgesamt als Festspeicher zur Verfügung hat. Smartphones mit 12GB gibt es bereits auf dem Markt, allerdings sind es nicht viele Modelle: Das One Plus 7 Pro ist mit 750 Euro das günstigste Modell, hinzu kommen das Asus ROG Phone II sowie von Samsung das Galaxy S10+, Note 10+ und Gold 5G gibt es mit 12GB Arbeitsspeicher.