Aorus 17G: Mechanische Tastatur trifft hohe Akkulaufzeit

7,5 Stunden Internetsurfen per WLAN bei mittlerer Leuchtkraft: Was nach einem mobilen Business-Laptop klingt, ist auch für den riesigen 94-Wh-Akku des Aorus 17G möglich. Die meisten High-End-Notebooks müssen mit weniger als 80 Wh vorliebnehmen. Käufer dürfen sich außerdem über ein grandioses Keyboard freuen. Das mechanische Omron-Modell punktet in beinahe jeder Beziehung und lässt die Gaming-Konkurrenz alt aussehen.

Leistung und Bildqualität liegen ebenfalls auf einem sehr guten Niveau. Zwar löst der IPS-Screen “nur” mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf, bietet dafür jedoch eine hohe Geschwindigkeit (240 Hz). Als Tüpfelchen auf dem i lässt Gigabyte das Display X-Rite Pantone zertifizieren, was für genaue Farben sorgt.

Größere Abstriche gibt es kaum. Neben der Webcam könnte zum Beispiel auch die Geräuschentwicklung besser sein.

Das Honor MagicBook 14 ist der Preis-Leistungskracher

Für rund 600 Euro muss man bei Laptops eigentlich immer irgendwelche Kompromisse machen. Entweder gibt es nur eine kleine SSD oder gar eine HDD, TN-Panels, Kunststoffgehäuse oder alt Komponenten. Dass es auch anders geht, beweist Honor mit dem MagicBook 14. Das 14 Zoll große Notebook basiert auf dem Huawei MateBook D 14, welches jedoch einige Euro teurer ist. Im Prinzip sind die Unterschiede aber gering und beschränken sich auf die Farbgebung des Gehäuses. Insgesamt kann das Metallgehäuse überzeugen und könnte es auch mit deutlich teureren Geräten aufnehmen.

Aber auch an den anderen Stellen muss man keine großen Kompromisse eingehen. Das matte Display setzt auf die IPS-Technik und ist hell genug, lediglich die Farbgenauigkeit lässt etwas zu wünschen übrig. Für alltägliche Aufgaben spielt das aber keine Rolle. Zudem gibt es eine vernünftige Tastatur mit einer zweistufigen Hintergrundbeleuchtung.

Das Highlight ist aber sicherlich die gute Systemperformance, denn dank dem schnellen Ryzen5-3500U-Prozessor, der integrierte Vega-8-Grafik, 8 GB Dual-Channel RAM und der schnellen PCIe-SSD von Samsung bekommt man im Alltag ein extrem flinkes System, was auch durchaus mit anspruchsvolleren Aufgaben zurechtkommt. Selbst ein wenig Spielen ist kein Problem, wenn man mit reduzierten Details leben kann. Dabei bleibt der Lüfter aber immer angenehm leise. Zuletzt bleiben noch die guten Akkulaufzeiten von 9,5-11 Stunden in unseren praxisnahen Tests. Mehr kann man für den Kaufpreis wirklich nicht erwarten.

Für weitere Informationen inklusive Benchmarks und Messwerten empfehlen wir einen Blick in unseren ausführlichen Testbericht zum Honor MagicBook 14.

Apple MacBook Air 2020 im Test: Ist der Core i3 die bessere Wahl?

Nachdem wir kürzlich bereits das neue MacBook Air mit dem Quad-Core-Prozessor von Intel getestet haben, sehen wir uns nun die Einstiegsversion mit dem kleineren Core-i3-Prozessor an. Dieser bietet nur 2 Kerne und erinnert damit sehr stark an das alte MacBook Air (Jahrgang 2019 und älter). Besonders gespannt sind wir dabei auch auf die Emissionen, denn die Lautstärke des Lüfters stellte sich bei unserem Test des Quad-Core-Modells als problematisch heraus. 

Unser Testgerät in Gold ist das Einstiegsmodell für 1.199 Euro. Neben dem besagten Core-i3-Prozessor bekommt der Kunde noch 8 GB RAM und 256 GB SSD-Speicher. Zudem ist auch in dieser Version die aktualisierte Tastatur (Magic Keyboard) verbaut, die nach vielen Jahren wieder auf einen konventionellen Scherenmechanismus setzt. Da es weder beim Gehäuse, den Anschlüssen oder den Eingabegeräten Unterschiede zu unserem letzten Testgerät gibt, werden wir uns in diesem Artikel auf die Leistung des kleinen Prozessors und die Emissionen fokussieren. Für alle weiteren Informationen steht unser umfangreicher Testbericht des MacBook Air 2020 Core i5 zur Verfügung.

Display – Retina-Display leuchtet unter Windows heller

Beim Display gibt es keine großen Unterschiede zum letzten Testgerät. Die Panel-ID lautet auch in diesem Fall APPA042 und die Auflösung liegt erneut bei 2.560 x 1.600 Pixeln (16:10). Der subjektive Bildeindruck ist sehr gut und auch die Messwerte entsprechen mit kleinen Abweichungen dem früheren Testgerät. Diese lassen sich aber nur mit Messgeräten erfassen, mit dem Auge erkennt man die Unterschiede nicht. Mit einer Helligkeit von rund 400 Nits und einem Kontrastverhältnis von mehr als 1.200:1 gehen die Ergebnisse in Ordnung, auch wenn die Windows-Konkurrenz hier teilweise deutlich höhere Werte erreicht.

Ein PWM-Flimmern können wir ab einer Helligkeit von 75 % und weniger feststellen, mit 119 kHz ist die Frequenz jedoch sehr hoch. Wie die größeren Brüder unterstützt auch das kleine MacBook TrueTone (automatische Anpassung der Farbtemperatur an die Umgebung) und bietet auch einen Helligkeitssensor.

Bei unserer Analyse mit der professionellen CalMAN-Software und dem X-Rite i1 Pro 2 Spektralfotometer erkennen wir eine sehr gute Kalibrierung ab Werk. Es gibt keinen Farbstich und alle Abweichungen liegen deutlich unterhalb der wichtigen Marke von 3. Mit unserer Kalibrierung konnten wir die Werte nur minimal weiter verbessern. Eine zusätzliche Kalibrierung von Seiten des Nutzers ist daher also überflüssig. Der kleine sRGB-Farbraum wird vollständig abgedeckt, daher ist auch die Bildbearbeitung kein Problem. Hier sieht man übrigens auch einen Unterschied zu den teureren MacBook-Pro-Modellen, die den größeren P3-Farbraum abdecken.

Beim Testen ist uns zudem noch aufgefallen, dass man unter Windows eine deutlich höhere maximale Helligkeit erreichen kann. bei unserem Testgerät waren es mehr als 30 %, was schon beachtlich ist. Gleichzeitig ist der Schwarzwert aber auch etwas höher, an dem Kontrastverhältnis von rund 1.200:1 ändert sich aber nichts. Welche Gründe es für diese unterschiedlichen Helligkeitswerte gibt haben wir bereits in einem eigenen Artikel behandelt. Bei der Farbgenauigkeit ist Windows allerdings etwas im Nachteil und einige Farben verfehlen (auch nach einer Kalibrierung) den wichtigen Grenzwert von 3. 

Leistung – Reicht der Core i3 im MacBook Air?

Neben den reinen macOS-Benchmarks haben wir auch Windows 10 via Bootcamp installiert, um unsere gewohnten Tests durchzuführen und eine gewisse Vergleichbarkeit mit Windows-Geräten zu ermöglichen. Allerdings muss man hierbei immer beachten, dass die BootCamp-Treiber von Apple nicht perfekt optimiert sind. Der Betrieb von Windows ist zwar problemlos möglich, die Benchmarks sind aber nicht immer vollkommen aussagekräftig. Zudem ist der Stromverbrauch unter Windows deutlich höher.

Prozessor – MacBook Air mit Ice-Lake Core i3

Das Basismodell des MacBook Air 2020 ist ebenfalls mit einem aktuellen Ice-Lake-Chip ausgestattet, allerdings bietet der Core i3-1000NG4 im Gegensatz zum Core i5 und Core i7 nur zwei Kerne (4 Threads) und erinnert uns damit mehr an das alte MacBook Air aus den Jahren 2018 und 2019. Der neuere Core i3 ist aber ein wenig schneller als der alte Core i5-8210Y des Vorgängers, aber besonders groß ist der Vorsprung nicht. 

Zudem fällt die Leistung auch sehr schnell ab, denn nachdem der Prozessor ganz kurz bis zu 18 Watt verbrauchen darf (2x 3,2 GHz), fällt dieser Wert schon innerhalb von wenigen Sekunden auf nur auf 10-11 Watt ab (2x 2,-2,4 GHz). Auch bei der Cinebench Multi-Schleife pendelt sich der Verbrauch dort ein.

Bei dem MacBook Air mit dem Quad-Core i5 konnten wir noch größere Schwankungen feststellen. Bei der Multi-Core-Leistung hat der i5 einen Vorsprung von rund 35 %, doch bei der Single-Core-Leistung, die im Alltag ja oftmals immer noch wichtiger ist, sind die beiden sogar gleichauf. Im Akkubetrieb wird die Leistung übrigens nicht weiter reduziert. Die versammelte Windows-Konkurrenz mit den 15-Watt-Chips bietet durchweg mehr Prozessorleistung.

System Performance – MacBook Air ist im Alltag schnell genug

Die Benchmark-Ergebnisse sind das eine, der subjektive Leistungseindruck ist aber viel wichtiger, vor allem bei einem Gerät wie dem MacBook Air, welches sich primär an Casual-User richtet. Hier hat natürlich jeder Nutzer seine eigene Routine, doch bei alltäglichen Dingen konnten wir während des Tests keine Einschränkungen erkennen. Darunter fallen für uns ganz normale Dinge wie das Schreiben von Mails, Chats via Skype oder Discord, das Surfen im Internet, die Wiedergabe von YouTube-Videos oder das Streamen von Videos (wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+). Hier profitiert das MacBook Air vor allem von der schnellen SSD und dem leistungsstarken Video-Decoder. Für diese Dinge reicht auch die CPU-Leistung des Dual-Cores vollkommen aus. 

Allerdings sollte man sich beim Thema Multitasking zurückhalten und auch nicht zu viele Tabs im Browser nutzen. Andernfalls kann es schon mal zu leichten Hängern kommen. Für Power-User eignet sich das MacBook Air sowieso nur bedingt, und das gilt auch für die optionalen Quad-Core-Prozessoren. In dem Fall sollte man sich lieber direkt für ein MacBook Pro 13 entscheiden.

Grafikkarte – Iris Plus Graphics G4

Der Core-i3-Prozessor besitzt im Vergleich zu den optionalen Quad-Core-Chips auch eine langsamer Version der Intel Iris Plus Graphics. Das G4-Modell bietet nur 48 Recheneinheiten, die schnellere G7-Version hingegen 64. Allerdings wird auch hier die Grafikleistung durch die geringe TDP begrenzt, denn andere G4-iGPUs in unserer Datenbank sind je nach Test 30 – 70 % schneller. Das MacBook Air 2020 mit der G7-Version ist zwar noch einmal etwa 50 % schneller, doch insgesamt ist das Leistungsniveau recht gering. Im Alltag wird man diese Unterschiede kaum bemerken und hier reicht auch der kleine Prozessor aus. Die Wiedergabe von hochauflösenden Videos ist beispielsweise überhaupt kein Problem, nur beim Spielen ist das MacBook Air in der Regel überfordert. Lediglich sehr anspruchslose Titel laufen auf minimalen Details flüssig, aber auch nicht für lange Zeit. Der 3DMark Fire Strike Stresstest wird mit nur rund 70 % nicht bestanden, man muss also mit Einbußen bei längerer Belastung rechnen. Zumindest wird die Grafikleistung im Akkubetrieb nicht noch weiter reduziert.

Emissionen

Geräuschemissionen – Dual-Core MB Air ist leiser

Im Vergleich zum Quad-Core-Modell des MacBook Air dauert es unter Last länger, bis der Lüfter seine maximale Drehzahl erreicht. Zudem bleibt der Gehäuselüfter insgesamt spürbar leiser. Bei mittlerer Last (z. B. auch beim Spielen) wird der maximale Wert ebenfalls erreicht, doch es kann durchaus einige Minuten dauern. Nichtsdestotrotz ist die passive Kühlung mit dem Gehäuselüfter alles andere als optimal. Andere Hersteller schaffen es, solch einen Prozessor komplett passiv zu kühlen.

Temperatur – Core i3 bleibt kühler

Bei der Temperaturentwicklung hat das günstigere MacBook Air ebenfalls einen Vorteil, vor allem der Hotspot auf der Oberseite der Tastatur bleibt unter Last einige Grad kühler. Maximal 44 °C merkt man beim Tippen natürlich schon, doch es gibt keine Beeinträchtigungen. Auch maximal 40 °C auf der Unterseite sind kein Problem. Bei weniger anspruchsvollen Aufgaben wird das Gerät in der Regel maximal lauwarm.

Wie schon bei der reinen Prozessorlast pendelt sich der Stromverbrauch des Prozessors im Stresstest recht schnell bei knapp 11 Watt ein. Allerdings muss das jetzt für den Prozessor und die integrierte Grafikkarte ausreichen, was natürlich den Takt beeinflusst. Die CPU arbeitet nur noch mit 2x 1,5 GHz und die iGPU mit 400 MHz. Nach dem Stresstest ist die Leistung aber nicht beeinträchtigt.

Energieverwaltung – Sparsamer Ice-Lake-SoC

Energieaufnahme

Bei den Idle-Messungen schneidet das Core i3 MacBook Air nochmals etwas besser ab, unter Last gibt es aber keinen Unterschied. Hier zeigt sich erneut, dass die TDP-Einstellung bzw. die Kühlung der limitierende Faktor für die Leistung ist.

Akkulaufzeit – macOS mit klarem Vorteil

Die Akkulaufzeiten fallen etwas besser aus als beim MacBook Air mit dem Quad-Core i5-Prozessor. Sowohl im WLAN-Test als auch beim Video-Test (macOS, beide mit 150 Nits) ermitteln wir rund 11 Stunden. Wenn wir die Helligkeit auf das Maximum erhöhen, reduziert sich die Laufzeit im WLAN-Test auf 7:17 Minuten (macOS). 

Der Vollständigkeit halber haben wir den WLAN-Test auch noch unter Windows durchgeführt und wie erwartet sind die Ergebnisse deutlich schlechter. Bei einer Helligkeit von 150 Nits sind es rund 7,5 Stunden, bei der vollen Helligkeit sogar nur etwas mehr als 4 Stunden.

Fazit – Für den Alltag ist der Core i3 die bessere Wahl

Bei all den Diskussionen um die Leistung und die neuen Quad-Core-Optionen muss man sich darüber im Klaren sein, dass es sich beim MacBook Air nach wie vor um ein Gerät für Nutzer handelt, die vor allem alltägliche und einfache Aufgaben bewältigen wollen. Dazu gehören Dinge wie das Schreiben von Mails, die Wiedergabe von Videos oder das Surfen im Internet. Hiermit hat das MacBook Air, auch dank der schnellen SSD, überhaupt keine Probleme. Aufgrund der begrenzten TDP-Konfiguration ist das kleine MacBook Air bei der Single-Core-Leistung, die im Alltag immer noch wichtig ist, auch überhaupt nicht langsamer als der Core i5 mit 4 Kernen. Zudem gibt es ganz klare Vorteile bei den Emissionen, und vor allem der Lüfter bleibt leiser und erhöht seine Drehzahl auch langsamer. Selbst bei etwas höherer Anforderungen bleibt das Air mit dem i3 also länger leise. 

Das MacBook Air mit dem Dual-Core i3-Prozessor ist der bessere Begleiter bei alltäglichen Aufgaben. Der subjektive Leistungseindruck ist bei einfachen Dingen sehr gut und gleichzeitig bleibt der Lüfter leiser. Das gute Display und die verbesserte Tastatur bekommt man auch im Einstiegsmodell. 

Nichtsdestotrotz gibt es auch hier Nachteile, denn das Leistungsniveau ist insgesamt sehr gering. Das wäre ja eigentlich auch nicht weiter schlimm, doch warum schafft Apple es denn nicht, das Gerät dann komplett passiv zu kühlen? Ein komplett lautloses MacBook Air wäre eine tolle Sache, doch hier bleibt das Gefühl, dass Apple das Gerät absichtlich zurückhält. Vielleicht kommt der Schritt zu einer vollständig passiven Kühlung erst mit den viel spekulierten ARM-Prozessoren.

Ein weiteres Problem ist natürlich der Preis, denn für 1.200 Euro bekommt man in der Windows-Welt deutlich mehr Leistung. Mit dem hochwertigen Gehäuse, dem guten Panel und der sehr guten Optimierung in Bezug auf das Betriebssystem bietet das Air aber dennoch ein sehr rundes Gesamtpaket im Alltag. Wer mehr Leistung benötigt oder weiß, dass er sein MacBook Air oft fordert, sollte unserer Meinung nach die teureren Modelle des Air mit Quad-Core-Prozessoren lieber meiden und direkt auf das MacBook Pro 13 umsteigen.

Leak: Das Asus ZenBook UX425 kommt mit Intel Ice Lake & AMD Ryzen Renoir im dünneren Gehäuse

Asus hat bereits vor einem Monat in einer Pressemeldung auf ein neues ZenBook UX425 hingewiesen. Dabei spricht das Unternehmen von einem Notebook, das 13,9 Millimeter dünn und 1,15 Kilogramm leicht ist, wodurch es ein wenig kompakter wäre als etwa das Asus ZenBook UX433 (ca. 1.199 Euro auf Amazon), das 15,9 mm dick und 1,19 kg schwer ist.

Darüber hinaus spricht Asus von einem besonders energieeffizienten Display, das 450 Nits hell ist und durch die schmalen Ränder an drei Seiten eine Screen-to-Body-Ratio von immerhin 90 Prozent erreicht. Dieses Panel könnte allerdings wie bei vielen Ultrabooks üblich exklusiv im Intel-Modell zu finden sein. Im oberen Rand soll eine Infrarot-Kamera untergebracht sein, die den Login über Windows Hello ermöglichen dürfte.

Der bekannte Leaker @_rogame hat im unten eingebetteten Tweet nun noch mehr Details enthüllt. Demnach wird das Notebook wahlweise mit einem Intel Core i7-1065G7 oder aber mit einem AMD Ryzen Renoir-Chip ausgestattet sein, vom Ryzen 5 4500U bis hin zum Ryzen 7 4700U. 

Nähere Informationen zum neuen ZenBook fehlen noch, im Hinblick auf die restlichen Modelle des Herstellers scheint es aber wahrscheinlich, dass zumindest ein Modell eine dedizierte GPU mitbringen wird. Da das Gerät aber bereits einen Red Dot Design Award gewonnen hat und alle geplanten Prozessoren bereits verfügbar sind könnte der Launch unmittelbar bevorstehen. 

Was kann der Core i9 10900K? – High-End-CPU im Check

Der Core i9 10900K mit zehn Kernen und 20 Threads ist Intels neues Flaggschiff für den Desktop und könnte beachtliches Potenzial zum Übertakten bieten. Dazu passend kommt von Intel außerdem die neue Z490-Plattform, die von verschiedenen Herstellern wie ASUS mit passenden Boards unterstützt wird.

Was das Spielern bringt, wieviel Power drinsteckt und wie’s 2020 mit CPUs und Mainboards weitergeht, bespricht Hardware- und Overclocking-Spezialist Roman Hartung alias “Der8auer” mit GameStar-Hardware-Redakteur Nils Raettig und Michael Obermeier.

Test Motorola Moto G8 Smartphone – 200-Euro-Handy mit flexibler Kamera

Motorolas Moto-G-Serie steht schon seit Jahren für zuverlässige Smartphones in der Mittelklasse. Das Moto G8 ist günstiger als sein Vorgänger und bringt erstmals eine Zoom-Kamera mit. Klingt nach einem guten Angebot, oder?

Den Großteil seiner Moto G8-Serie hat Motorola schon vor einigen Monaten in den Handel gebracht, nur das Kernstück, das klassische Moto G8 hat etwas länger auf sich warten lassen. Sowohl das Moto G8 Plus als auch das Moto G8 Power haben wir bereits getestet und fanden beide gut. Das Moto G8 Plus besaß allerdings ein etwas ungewöhnliches Kamerakonzept, bei dem die Weitwinkelkamera um 90° gedreht war und nur als Action-Cam nutzbar. Das war eine nette Idee, wer aber gerne Weitwinkelfotos aufnimmt, der guckte in die Röhre.

Beim Moto G8 ist das Kamerakonzept klassischer und auch ansonsten wirkt das Moto G8 angenehm unspektakulär: Ein dedizierter Fingerabdrucksensor an der Rückseite, ein 3,5mm-Audioport an der Oberseite und ein recht klassisches Design, das allerdings auf das ikonische runde Kameramodul der früheren Motorola-Smartphones verzichtet.

Dann schauen wir mal, ob das Motorola Moto G8 für knapp 200 Euro Herstellerpreis ein guter Deal ist.

Gehäuse – Stabiler Kunststoff

Das Motorola Moto G8 kommt mit einem klassischen Kunststoffgehäuse in Weiß oder Blau, jeweils mit leichter Struktur unter der Oberfläche. Das Gehäuse wirkt hochwertig, obwohl es kein Metall oder Glas an der Rückseite gibt, durch die abgerundete Form der Kanten liegt das Smartphone zudem sehr gut in der Hand. Um den Bildschirm auf der Vorderseite gibt es einen klar sichtbaren Rand, oben links ist die Frontcam als Punchhole-Kamera im Display verbaut.

Das Gehäuse ist stabil, Druck kommt nicht zum Bildschirm durch und verwinden lässt sich das Gerät kaum, was sehr zum Qualitätseindruck beiträgt. Mit 188 Gramm ist das G8 deutlich schwerer als sein Vorgänger.

Ausstattung – Bluetooth 5.0 an Bord

In Sachen Ausstattung zeigt sich Motorola zurückhaltend und liefert ein Mittelklassegerät, wie man es in dieser Preisklasse erwarten würde, mit modernem Bluetooth 5.0 und USB-C-Port als kleinen Highlights.

Zwei SIM-Slots bringt unser Testgerät mit, einen davon kann man auch opfern, um eine microSD-Karte einzulegen, die maximal 521 GB fasst.

Software – Recht pures Android 10

Motorola ist bekannt dafür, auf ein recht pures Android zu setzen, mit nur wenigen zusätzlich installierten Apps. Das ist auch beim Moto G8 so, hier ist Android 10 vorinstalliert mit Sicherheitspatches von Anfang März 2020, was zum Testzeitpunkt noch einigermaßen aktuell ist.

Mit Moto GameTime bietet der Hersteller mittlerweile auch Einstellungen an, die sich explizit an Gamer richten: So kann man Benachrichtigungen während eines Spiels stummschalten oder die Helligkeitsanpassung abschalten.

Kommunikation und GPS – Nur WiFi 4

In Sachen WLAN ist WiFi 4 an Bord, das Motorola Moto G8 kann in unserem standardisierten Test mit dem Referenzrouter Linksys Nighthawk AX12 allerdings nicht viel rausholen: Unter den Vergleichsgeräten bietet es zusammen mit dem Xiaomi Redmi 8 die langsamsten Übertragungsraten. Das mag daran liegen, dass das Moto G8 das 5-Ghz-Band nicht nutzen kann.

Bei der maximalen LTE-Geschwindigkeit zeigt sich das Motorola-Handy recht flott und bietet bis zu 400 MBit/s. Der Empfang ist im städtischen Bereich und im gut ausgebauten deutschen D2-Netz recht gut, auch in Gebäuden haben wir in unserem Testzeitraum zumindest halben Empfang. Die Anzahl der unterstützten LTE-Netzwerke ist durchschnittlich, bei Reisen in exotischere Länder könnte es also passieren, dass das Moto G8 sich nicht in das lokale LTE-Netz einwählen kann.

In unserem Praxistest, einer Fahrradrunde zu der wir als Vergleichsgerät das Garmin Edge 520 mitnehmen, schlägt sich das Moto G8 passabel, besonders auf der Brücke und bei der Rückkehr zum Startpunkt fällt aber auf, dass das Gerät uns nicht exakt auf der Fahrbahn verordnet. Andererseits meistert das Smartphone die Fahrt durch enge Altstadtgassen recht gut. Wer keine absolute Präzision von seinem Navigationsgerät verlangt, der sollte mit dem Moto G8 zurechtkommen.

Telefonfunktionen und Sprachqualität – Distanzierter Mikroklang

Motorola nutzt die Standard-Telefonapp von Google. Diese ist übersichtlich zu bedienen und bietet den Vorteil, dass Nutzer sie vielleicht von anderen Android-Smartphones schon kennen.

Der Ohrhörer des Smartphones überträgt die Stimme unseres Gegenübers mit ordentlicher Qualität, die maximale Lautstärke ist hoch, dann ist allerdings ein leichtes Dröhnen vernehmbar. Stellt man die Lautstärke etwas runter, so wird der Klangeindruck besser. Das Mikrofon gibt unsere Stimme verständlich weiter, wir klingen aber nach dem Eindruck des Gegenübers recht weit entfernt und unsere Stimme klingt auch nicht sonderlich warm. Per Lautsprecher wird unser Gegenüber ebenfalls nur mit durchschnittlicher Klangqualität wiedergegeben, unserer Stimme wird vom Freisprechmikrofon ebenfalls wieder sehr weit entfernt wiedergegeben, zudem darf man nicht zu leise sprechen, sonst kommt nichts beim Gegenüber an.

Kameras – Vier Cams im Motorola-Smartphone

Mit einer 16-Megapixel-Kamera ist das Moto G8 gut aufgestellt für seine Preisklasse, zudem bietet es mit Makrokamera und Weitwinkelobjektiv weitere Möglichkeiten der Bildgestaltung. Zwischen Weitwinkel- und Standardobjektiv ist ein direkter Zoom möglich, das Makroobjektiv muss man dediziert auswählen.

Unter normalen Lichtbedingungen macht das Motorola Moto G8 durchaus gute Fotos mit ordentlicher Schärfe und Detailtiefe. Bei wenig Licht und hohen Kontrasten allerdings gehen Details schnell verloren.

Videos lassen sich maximal in 4K und 30 fps aufzeichnen. Während der Aufnahme kann man nicht zwischen den Objektiven wechseln und 4K-Videos lassen sich ohnehin nur mit dem Hauptobjektiv aufzeichnen. Die Bildqualität ist ordentlich, auch bei etwas weniger Licht. Man sollte auch hier keine High-End-Videos erwarten, aber für private Aufnahmen ist die Kamera durchaus ausreichend.

An der Vorderseite besitzt das Smartphone eine 8-Megapixel-Linse. Diese macht ganz ordentlicht Aufnahmen, die schön aufgehellt sind, Details wirken aber schnell verwaschen.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Auch im Labor muss sich die Hauptkamera beweisen. Das Testchart wird gut, aber ab und an mit abfallendem Kontrast wiedergegeben. Dadurch geht auch die Farbbrillanz an manchen Stellen verloren. Bei 1 Lux Helligkeit wird ein sehr körniges Bild aufgenommen, auf dem man immerhin noch einige Details erkennen kann.

Farben werden unter perfektem Licht recht gut wiedergegeben.

Zubehör und Garantie – Bumper in der Packung

In der Packung findet sich neben dem Smartphone auch ein Ladegerät, ein USB-Kabel, ein Silikonbumper und ein SIM-Tool.

Motorola bietet in Mitteleuropa 24 Monate Garantie auf seine Smartphones, das kann aber je nach Land variieren.

Eingabegeräte & Bedienung – Dedizierter Fingersensor

Das System lässt sich meist flüssig bedienen, bei aufwändigeren Apps kommt es aber zu Rucklern und leichten Verzögerungen. Der Touchscreen funktioniert zuverlässig, auch in den Ecken und an den Rändern. Die Standby-Taste ist leicht geriffelt und lässt sich dadurch sicher und leicht ertasten.

Der Fingerabdrucksensor an der Rückseite entsperrt das Smartphone zuverlässig und mit nur minimaler Verzögerung.

Display – Weniger Auflösung beim Moto G8

Das Display löst mit 1.560 x 720 Pixel auf, das ist ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem Vorgänger, bei dem bereits 2.270 x 1.080 Pixel bereitstanden. Auch die Helligkeitsverteilung ist diesmal etwas ungleichmäßig, die Helligkeit ist insgesamt aber auf recht ähnlichem Niveau wie beim Vorgänger und damit auf üblichem Niveau für die Preisklasse.

Die Darstellung auf dem Bildschirm ist klar, aber Farben wirken nicht sonderlich kräftig.

Der Schwarzwert ist recht gering und so ergibt sich ein ordentlicher Kontrastwert, der bei der Unterscheidung feiner Farbnuancen hilft.

In unserem Test mit dem Spektralfotometer und der Software CalMAN ergeben sich mäßige Farbabweichungen, beim Samsung Galaxy A30s gibt es allerdings noch bessere Werte. Bei den Graustufen wiederum ist die Abweichung mit bloßem Auge kaum erkennbar, wir sehen erfreulicherweise auch keinen Blaustich.

Im Freien kann man das Motorola Moto G8 auch an helleren Tagen verwenden, bei direkter Sonneneinstrahlung reicht die Helligkeit des Bildschirms aber höchstens für einen ungefähren Bildeindruck.

Die Blickwinkel sind nicht zu bemängeln.

Leistung – Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Qualcomm Snapdragon 665 ist ein kräftiger Mittelklasse-Prozessor für Smartphones, der insgesamt acht Kerne mitbringt, die in zwei Cluster unterteilt sind: Einen für aufwändige Aufgaben mit viel Rechenpower und einen für weniger anspruchsvolle Tätigkeiten mit geringem Stromverbrauch.

Das Moto G8 schafft es mit diesem SoC die ähnlich teure Konkurrenz klar hinter sich zu lassen. Auch im Vergleich zum Vorgänger ist das Mehr an Power mit etwa 15 – 20 % spürbar. Auch in Sachen Grafikpower ist das Moto G8 etwas leistungsstärker, als man das in dieser Klasse erwarten müsste.

Beim Surfen im Internet kommt das Motorola-Handy auf mittlere Positionierungen im Vergleich mit anderen Smartphones der Preisklasse. In der Praxis muss man beim Aufbau von Websites ab und an etwas warten und beim Scrollen dauert es etwas, bis neue Inhalte und vor allem Bilder geladen werden.

In Sachen Speicher zeigt sich das Moto G8 vergleichsweise flott, das Honor 9X mit UFS-2.1-Speicher kann es aber nicht schlagen.

microSD-Karten werden problemlos gelesen, die Geschwindigkeit ist hier gerade noch OK, wie wir im Test mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M501 feststellen.

Spiele – 30 fps gibt es nicht immer

Mit Gamebench messen wir die Frameraten von einigen beliebten Mobile Games: PUBG Mobile und Arena of Valor. Asphalt 9 versagt leider den Dienst. Ganz hohe Einstellungen lassen sich in PUBG mit diesem Smarpthone nicht auswählen, in der Einstellung “Balanced” ergeben sich knapp 20 fps, das Spiel erlaubt auch hier keine höhere Bildrate. Nur in “Smooth”, also mit minimalen Einstellungen kann man die Bildrate auf circa 30 fps bringen. Arena of Valor hingegen hat kein Problem damit, die 30 fps bereitzustellen.

Die Steuerung gefällt uns in unserem Test gut, der Touchscreen und der Lagesensor funktionieren zuverlässig.

Emissionen – Kein Drosseln

Temperatur

Unter Last erwärmt sich das Motorola Moto G8 auf maximal 41,6 °C. Diesen Wert messen wir an der Rückseite im oberen Bereich, an der Vorderseite ist die Erwärmung etwas geringer. Das ist eine spürbare Erwärmung, die aber noch nicht problematisch ist und auch im Sommer nicht allzu unangenehm werden sollte. Bei sehr geringer Belastung erwärmt sich das Gerät nur leicht.

Mit dem GFXBench Akkutest können wir überprüfen, ob die Leistung auch bei längerer Last konstant bleibt, dies ist beim Motorola-Handy der Fall.

Lautsprecher

Der kleine Monolautsprecher an der Unterkante ist nicht ganz so laut wie beim Vorgänger, liefert aber immer noch sauberen Klang, der auf maximaler Lautstärke ein wenig zu höhenlastig ist. Dies ist aber deutlich weniger ausgeprägt als bei vielen anderen Smartphones und man hört auch noch ein paar tiefe Mitten, sodass der Klang insgesamt recht ausgewogen ist.

Audioenthusiasten werden wohl dennoch den Anschluss von Kopfhörern oder Lautsprechern bevorzugen, das geht per 3,5mm-Anschluss an der Oberseite oder per Bluetooth 5.0. Beide Wege liefern sauberen Klang.

Akkulaufzeit – Das reicht lange aus

Energieaufnahme

Ein ausgesprochener Energiesparmeister ist das Motorola Moto G8 nun nicht gerade, es braucht etwas mehr Energie als der Vorgänger und deutlich mehr Power als das Xiaomi Redmi 8 oder das Galaxy A30s. Das Honor 9X ist allerdings nochmal deutlich energiehungriger. In allen Szenarios ist der Energieverbrauch im Vergleich zu den anderen Geräten erhöht, dabei sollte man aber natürlich auch bedenken, dass das Moto G8 deutlich leistungsfähiger ist, als einige der Vergleichsgeräte.

Akkulaufzeit

Trotz der recht hohen Verbrauchswerte profitiert das Moto G8 klar vom deutlich kapazitätsstärkeren Akku im Gegensatz zum Vorgänger: 4.000 mAh stehen nun zur Verfügung, das ist mittlerweile in dieser Preisklasse auch üblich. Das Xiaomi Redmi 8 bietet nochmal 1.000 mAh mehr, und kann entsprechend auch noch längere Laufzeiten bieten. Mit 16:28 Stunden in unserem WLAN-Test schlägt sich das Motorola Moto G8 aber sehr gut, im Alltag sollte das auch mal für drei Tage mäßige Nutzung ausreichen.

Geladen wird das Smartphone über das mitglieferte TurboPower-Ladegerät mit 10 Watt maximaler Ladeleistung. Da dies mittlerweile die übliche Ladeleistung darstellt, sprechen wir nicht mehr von Schnellladen, hier gibt es deutlich schnellere Technologien. Um die 2 Stunden sollte man für eine volle Ladung mindestens einberechnen.

Fazit – Kamera mit echtem Mehrwert

Das Motorola Moto G8 ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone für den eher kleinen Geldbeutel. Im Vergleich zum Moto G8 Plus bietet es ein wesentlich konventionelleres Kamera-Setup, dass dadurch aber auch im Alltag eher brauchbar ist. Die Kameras machen ordentliche Fotos für die Preisklasse und man kann Zoomen, der Kontrast ist aber ab und an zu niedrig.

Gut gefallen uns auch die Akkulaufzeiten, die überdurchschnittlichen Leistungswerte und das stabile Gehäuse. Auch der physische Fingerabdrucksensor macht Spaß. Die Erwärmung ist nicht zu hoch und der Lautsprecher ist zu gebrauchen.

Das Motorola Moto G8 ist recht günstig und bietet mehrere Kameraobjektive mit echtem Mehrwert.

Dass das Motorola Moto G8 etwas günstiger ist als sein Vorgänger, merkt man am niedriger auflösenden Bildschirm, der aber immer noch eine ordentliche Darstellung bietet. Im Rahmen der Vergleichsgeräte sticht das Moto G8 vor allem durch seine flexible Kamera heraus, das mag aber auch daran liegen, dass viele Mittelklasse-Smartphones des Jahres 2020 erst noch kommen. Für den günstigen Preis bietet Motorola aber auf jeden Fall ein gutes Gesamtpaket ohne größere Schwächen.

ThinkPad X1 Extreme Gen 2: Lenovo löst den Tastatur-Bug

Wenn ThinkPads für etwas bekannt sind, dann vor allem für ihre Eingabegeräte. TrackPoint und insbesondere die Tastatur genießen immer noch einen hervorragenden Ruf. In der Zeit immer kürzerer Tastenwege haben ThinkPads oft wesentlich mehr Tastenhub und den ThinkPad-typisch definierten Druckpunkt.

Das Lenovo ThinkPad X1 Extreme Gen 2 stellt da keine Ausnahme dar. Dennoch gab es einige Beschwerden über die Tastatur des teuren Multimedia-Laptops: Tastenanschläge wurden manchmal einfach nicht erkannt. Ein sehr frustrierendes Problem, über das sich seit Ende 2019 zahlreiche Nutzer im Lenovo-Forum beschwert haben. Wir haben darüber auch in unserem ausführlichen Review zum Lenovo ThinkPad X1 Extreme Gen 2 berichtet. Ebenfalls betroffen: Der baugleiche Workstation-Ableger Lenovo ThinkPad P1 Gen 2.

Nach monatelanger Wartezeit will Lenovo das Problem nun behoben haben: Die neue UEFI-BIOS-Version 1.29 in Verbindung mit einem Embedded-Controller-Update auf Version 1.22 soll das Problem beheben. Laut Changelog ist der Fix (“Fixed an issue where keystroke might missing.”) die einzige Änderung dieses Firmware-Updates.

Uns würde es interessieren, von Besitzern des Lenovo ThinkPad X1 Extreme Gen 2 oder ThinkPad P1 Gen 2 zu hören. Behebt das neue Update tatsächlich das Problem, oder gibt es immer noch fehlerhafte Eingaben bei diesen ThinkPad Laptops?

Windows 7/8/10: Löschtaste funktioniert nicht richtig – so beheben Sie das

Es wirkt wie verhext: Sie tippen zweimal dasselbe Zeichen auf der Tastatur, doch es erscheint nur einmal. Beispielsweise wollen Sie “Aal” oder “CCleaner” schreiben – und das Betriebssystem verschluckt das zweite “a”/”C”. So lauten die Begriffe irrtümlich “Al” und “Cleaner”. Ein weiteres Problem: Zum Entfernen getippter Buchstaben drücken Sie mehrfach die Löschtaste oder halten sie gedrückt – doch Windows entfernt nur ein einziges Zeichen. Möglich ist, dass dahinter eine im Hintergrund laufende Software steckt, die sich auf das Tippen auswirkt; womöglich finden Sie sie als Symbol im Infobereich neben der Windows-Uhr. Wenn Sie in jüngster Zeit neue Software installiert haben, suchen Sie nach so einer Anwendung und beenden Sie sie. Hat kürzlich jedoch kein neues Programm den Weg auf die Platte gefunden, sollten Sie bei der Windows-Systemsteuerung ansetzen und eine Einstellung kontrollieren.

Die kritische, zu checkende Windows-Funktion heißt “Anschlagsverzögerung”. Das nachfolgende Vorgehen entstört Windows 7, 8.1 und 10 (getestet mit Version 1909).

Löschen-Taste reparieren

Falls die Anschlagsverzögerung von Windows der Übeltäter ist, beheben Sie das Problem über einen Unterbereich der Systemsteuerung. Öffnen Sie sie mit Windows-R und dem Befehl control. Begeben Sie sich im erscheinenden Fenster in den Abschnitt “Erleichterte Bedienung > Funktionsweise der Tastatur ändern”. Hier schauen Sie, ob ein Häkchen vor der Einstellung “Anschlagverzögerung aktivieren” gesetzt ist. Falls ja, schaffen Sie wahrscheinlich durch das Entfernen des Hakens Abhilfe. Nachdem Sie die Einstellung auf diese Weise geändert haben, speichern und verlassen Sie das Fenster, indem Sie auf “Übernehmen > OK” klicken und anschließend Alt-F4 drücken.

Windows Anschlagverzögerung deaktivieren

Die problematische Anschlagverzögerung spüren Sie nicht nur – Sie sehen sie zudem: in Form eines Infobereich-Symbols. Das Icon rechts in der Taskleiste ist als Uhr-Symbol dargestellt – und versprüht visuell einen Hauch von Langsamkeit. Eventuell verbirgt sich das Tray-Icon hinter einem Pfeil im Infobereich. Per Klick auf den Pfeil blenden Sie die versteckten Symbole gegebenenfalls ein. Klicken Sie doppelt auf das Verzögerungssymbol, erreichen Sie ebenso wie mit den oben beschriebenen Schritten die Systemsteuerung, worin Sie die Funktion per zu entfernendem Haken abschalten.

Lenovo kündigt ThinkPad E14 & E15 mit AMD Ryzen 4000 an

Lenovos Ryzen-Lineup wächst, heute um zwei ThinkPads: Das Lenovo ThinkPad E14 und das Lenovo ThinkPad E15 erscheinen nun auch mit AMD Ryzen 4000.

ThinkPad E14 und ThinkPad E15 erschienen schon Anfang des Jahres, allerdings nur mit Intel-Prozessoren. Die günstigen ThinkPad Laptops waren 2019 auch schon mit AMD-Prozessoren erhältlich, damals noch unter dem Namen ThinkPad E495 und ThinkPad E595.

Aufgrund des bisherigen Fehlens von AMD-Versionen von E14 und E15 gab es schon Spekulationen, dass Lenovo diese Serie einstellen wird. Dem schiebt Lenovo mit der Ankündigung einen Riegel vor.

Wie die Intel-Versionen haben auch die E14 AMD und E15 AMD im Vergleich zum E495 und E595 ein überarbeitetes, kompakteres Design. Dafür verlieren beide allerdings auch einen RAM-Slot, sodass der maximale RAM-Ausbau nur noch 32 statt 64 GB beträgt. Zudem läuft der Arbeitsspeicher dadurch nur im Single-Channel-Modus.

ThinkPad E14 und ThinkPad E15 haben wir schon als Intel-Versionen getestet, wobei wir beim E14 die Version ohne dedizierte GPU und beim E15 die Version mit Grafikchip getestet haben. Die AMD Ryzen ThinkPads werden vom Kühlsystem vermutlich der iGPU-Version entsprechen. Als stärksten Prozessor bei Lenovo ThinkPad E14 und E15 wird der AMD Ryzen 7 4700U angeboten.

Das ThinkPad E14 AMD und das ThinkPad E15 AMD sollen schon im Juni auf den Markt kommen. Das kleinere 14-Zoll-Modell soll 716 Euro kosten, während das Lenovo ThinkPad E15 einen Grundpreis von 705 Euro hat.

Sony Xperia 10 II: Offizieller Euro-Preis & Kamera-Samples machen die iPhone SE-Alternative noch attraktiver

Mit dem iPhone SE (ab 479 Euro auf Amazon) hat Apple vor einigen Wochen den Mittelklasse-Markt angegriffen. Das Gerät ist vor allem deswegen spannend, weil es mit dem A13 Bionic SoC ausgestattet ist, den man so auch im sehr viel teureren iPhone 11 Pro (ab 1.092 Euro auf Amazon) findet. Der Qualcomm Snapdragon 665 kann da zwar nicht ganz mithalten, dafür bietet das Sony Xperia 10 II eine spannende Ausstattung.

Das Gerät kommt mit einem 6 Zoll OLED-Display im 21:9-Format mit einer Auflösung von 2.520 x 1.080 Pixel, 4 GB Arbeitsspeicher, 128 GB Flash-Speicher und einem MicroSD-Kartenleser. Der Akku fasst 3.600 mAh, auch ein Kopfhöreranschluss ist mit dabei. Dazu gibt’s gleich drei Kameras auf der Rückseite: Eine 12 MP Hauptkamera, die auch 4K-Videos aufnehmen kann, sowie jeweils eine 8 MP Ultraweitwinkel- und Tele-Kamera. 

Die ersten Sample-Fotos dieser Kameras, die unten eingebettet zu sehen sind, werden aber keine Preise gewinnen: Der Weißabgleich wirkt inkonsistent, helle Bereiche enthalten kaum Details und der Nachtmodus vermag im Jahr 2020 kaum zu beeindrucken. Für viele Nutzer dürfte die Qualität in Anbetracht der praktischen Ausstattung aber ausreichend sein.

Besonders spannend ist nämlich auch der Preis: Das Gerät kostet in Deutschland und Österreich 369 Euro – durchaus konkurrenzfähig im Hinblick auf die Ausstattung. Das Sony Xperia 10 II soll in den nächsten Wochen auf den Markt kommen, wobei das Startdatum für spezifische Regionen noch nicht bekannt ist.