Pixel 6 und Pixel 6 Pro: Das sind Googles neue Smartphones

Der Tech-Riese Google hat am 19. Oktober zwei neue Smartphone-Modelle vorgestellt. Das sind Pixel 6 und Pixel 6 Pro.

Mit zwei neuen Modellen möchte Google den Smartphone-Markt erobern. Das Unternehmen hat am 19. Oktober das Pixel 6 und das Pixel 6 Pro vorgestellt.

Die Geräte wurden neu designt und werden jeweils in drei unterschiedlichen Farben erhältlich sein. Das günstigere Pixel 6 kommt in “Stormy Black”, “Sorta Seafoam” und “Kinda Coral”. Neben einer schwarzen Variante des Pro-Modells wird es auch “Sorta Sunny” und “Cloudy White” geben. Hinzu kommen passende Cases. Beim Pixel 6 Pro fanden die Entwickler etwa Inspiration bei Oberflächen, die man bei Schmuck oder Uhren findet, erklärt das Unternehmen in einem neuen Blog-Beitrag.

Google sieht das Pixel 6 als “Allround-Smartphone”. Bei den genutzten Kameras spricht der Tech-Riese von den fortschrittlichsten, die bisher in Google-Geräten verbaut worden sind. Mit dabei sind unter anderem neue Ultraweitwinkelobjektive. Das Pro-Modell bietet außerdem ein Teleobjektiv mit 20-fachem Zoom und vierfachem optischen Zoom.

Energiesparmodus bietet Laufzeit bis zu 48 Stunden
Im Inneren der Smartphones, die auf Android 12 basieren, werkelt Google Tensor, der erste eigene Prozessor des Unternehmens. Das Pixel 6 bietet ein 6,4-Zoll-Display, das Pro ein 6,7-Zoll-Display. Und der Akku soll den ganzen Tag durchhalten. Die Geräte sollen automatisch lernen, welche Apps häufig verwendet werden und welche weniger häufig. Für weniger wichtige Anwendungen soll die Akkunutzung dann eingeschränkt werden. Im Extrem-Energiesparmodus soll die Laufzeit sogar bis zu 48 Stunden betragen.

Die Pixel-6-Variante wird 649 Euro kosten, das Pro-Modell gibt es ab 899 Euro. Erhältlich sind die neuen Smartphones ab dem 28. Oktober. Die Geräte können bereits vorbestellt werden.

Plattform Airbnb: 80 Prozent weniger Adressen in Amsterdam

Airbnb hat nach der Einführung einer Registrierungspflicht in Amsterdam etwa 80 Prozent seiner Adressen verloren. Die neue Regel wurde als Maßnahme gegen die Wohnungsnot in Amsterdam eingeführt.

Amsterdam (dpa) – Nach Einführung strengerer Regeln für private Zimmervermieter hat die Vermittlungsplattform Airbnb in Amsterdam etwa 80 Prozent ihrer Adressen verloren.

Das bestätigte ein Sprecher der Stadt gegenüber der Nachrichtenagentur ANP. Seit dem 1. Oktober gilt in Amsterdam eine Registrierungspflicht. Wer seine Wohnung an Touristen vermieten will, muss das vorher anmelden. Daraufhin war die Zahl der Anzeigen bei allen Online-Zimmervermittlern drastisch zurückgegangen, beim Marktführer Airbnb von mehr als 16 200 im Frühjahr auf nun auf etwa 2900.

Amsterdam hatte zuvor bereits mehrfach versucht, die private Zimmervermietung einzudämmen, vor allem um der großen Wohnungsnot in der niederländischen Hauptstadt entgegenzutreten und den Massentourismus einzudämmen. Ab Oktober müssen Vermieter nun eine Registrierungsnummer in ihre Anzeige aufnehmen. Dadurch wird es für die Behörden deutlich einfacher, illegale Vermieter aufzuspüren.

Airbnb entfernte alle Anzeigen, die diese Nummer nicht hatten. Die Plattform erwartet aber, dass mehr Touristen Unterkünfte am Rande der Stadt suchen würden.

Windows 11: Microsoft bringt kostenloses Update heraus

Microsoft wagt bei seinem Betriebssystem wieder einen Versionssprung: Windows 11 ist für Windows-10-Nutzer sogar kostenlos. Der Konzern verdient aber trotzdem damit Milliarden.

Redmond (dpa) – Microsoft räumt auf und verpasst seinem Betriebssystem Windows ein modernes Design.

Eigentlich hatte der Konzern vor sechs Jahren in Aussicht gestellt, bei Windows 10 für immer zu bleiben: Doch nun hat der Softwaregigant seinem runderneuerten Betriebssystem eine neue Versionsnummer verpasst. Windows 11 startet am Dienstag (5. Oktober).

Zur Premiere wird das System auf jeden Fall auf neuen PCs verfügbar sein. Darunter sind zum einen die neuen Surface-Rechner von Microsoft selbst. Mit an Bord sind aber auch die zahlreichen Hardwarepartner wie Lenovo, HP, Dell, Acer, Huawei und viele andere.

Windows 11 wird jedoch auch als kostenloses Upgrade schrittweise auf bestehenden Rechnern mit Windows 10 installiert. Dabei werden allerdings nur PCs zum Zuge kommen, die eine lange Liste von Voraussetzungen erfüllen.

So wird ein vergleichsweise neuer Prozessor verlangt. Das sind die Intel-Prozessoren der achten Generation, Zen-2-Chips von AMD sowie ARM-Chips der Serien 7 und 8 von Qualcomm. Damit werden die Benutzer älterer Systeme mit Prozessoren aus Intels sechster oder siebter Generation sowie älteren AMD-Modellen vom Wechsel zu Windows 11 ausgeschlossen.

Sicherheitschip Voraussetzung

Bei vielen Modellen aus den Jahren 2017 und früher wird das Upgrade auf Windows 11 aber auch daran scheitern, dass auf der Hauptplatine der Rechner noch kein spezieller Sicherheitschip verbaut wurde. Dabei handelt es sich um das umstrittene Trusted Platform Module (TPM) 2.0.

Ob es Microsoft gelingen wird, mit dem neuen Windows 11 in Verbindung mit der Sicherheitshardware moderner PCs die rapide wachsende Cyberkriminalität einzudämmern, werden die kommenden Monate und Jahre zeigen. Klar ist: Bei der Abwehr von Schadprogrammen, die ganze Computernetzwerke erobern und komplette Datenbestände verschlüsseln, könnte die Kombination von Windows 11 und TPM eine wichtige Rolle spielen.

Umstritten wird das TPM aber vermutlich dennoch bleiben, auch wenn die PCs dadurch sicherer werden. Schließlich lassen sich mit dieser Architektur auch Identitäten genauer erkennen als es manchen Anwendern gefällt. Damit könnte beispielsweise ein Lizenzmanagement der installierten Programme viel rigider umgesetzt werden als bislang.

Windows 11 als “Erlebnispaket”

Die recht hohen Voraussetzungen für Windows 11 lösten Kritik aus. Microsoft rechtfertigte sich Ende Juni in einem Blog-Eintrag: Windows 11 sei als komplettes Erlebnispaket konzipiert und entwickelt worden. “Wir brauchen eine Mindestsystemanforderung, die es uns ermöglicht, Software und Hardware anzupassen, um mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Menschen Schritt zu halten und den wahren Wert und die Leistung des PCs zu nutzen, um jetzt und in Zukunft die besten Erfahrungen zu bieten.” Dazu gehöre auch der TPM-Chip, der unter anderem ein sicheres Hochfahren der Rechner ermögliche.

Anwenderinnen und Anwender, die mit ihren Maschinen nicht Windows 11 nutzen können, erleiden kurzfristig keine Nachteile. Die Softwareunterstützung für Windows 10 soll erst 2025 enden. Die Erfahrung bei der Ablösung von inzwischen stark veralteten Versionen wie Windows XP hat allerdings gezeigt, dass viele private Nutzer und auch gewerbliche Anwender sich vermutlich nicht rechtzeitig um einen sicheren Ersatz kümmern werden.

Es winkt ein großes Geschäft

Für Microsoft und seine Partner winkt mit dem geplanten Windows-10-Verfallsdatum aber ein riesiges Geschäft. Nach Expertenschätzungen sind derzeit rund 1,3 Milliarden Personal Computer mit Windows 10 im Einsatz. Davon werden mehrere hundert Millionen Geräte beim Check mit der “PC Health App” von Microsoft kein grünes Licht für einen Umstieg auf Windows 11 anzeigen. Diese Rechner werden über kurz oder lang ersetzt werden müssen. Und Microsoft macht mit jedem neuen PC durch die Lizenzgebühr der Hersteller schätzungsweise 25 Dollar Umsatz.

Einen Umsatzschub könnte Windows 11 auch dem Segment der Produktivitäts-Software bescheren. So wird das Kommunikationstool Microsoft Teams in Windows integriert, so dass eine noch schnellere und einfachere Kontaktaufnahme mit Kollegen, Freunden und der Familie möglich ist. Das dürfte die Umsätze des dazugehörigen Programmpakets Office 365 fördern und Teams-Konkurrenten wie Zoom oder Slack Sorgen bereiten. Slack beschwerte sich wegen der Bündelung schon im Herbst bei der EU-Kommission.

Nicht ganz fertig

Nicht rechtzeitig fertig zum Start von Windows 11 wurde die Funktion, auch Android-Apps auf dem Windows-PC laufen zu lassen. Die Unterstützung für Android-Anwendungen soll nun erst im kommenden Jahr Einzug halten. Microsoft hat das Projekt zusammen mit Amazon entwickelt. Der Internetriese betreibt selbst einen App-Store für Android-Apps und macht damit Google Konkurrenz. Microsoft bekäme über diese Kooperationen zumindest in Ansätzen wieder einen Fuß in die Tür mit mobilen Apps, denn seit dem Aus für Windows Mobile verfügt der Softwaregigant nicht mehr über eine eigene Mobilplattform.

An der Börse kamen die angekündigten Windows-11-Innovationen gut an. Seit der ersten Vorstellung des Systems Ende Juni hat der Kurs der Microsoft-Aktie um rund zehn Prozent zulegt. Dabei hat auch eine Rolle gespielt, dass Windows 11 bei den Technik-Journalisten, die bereits mit der Beta-Version gearbeitet haben, durchweg gute Noten bekam.

Potentielle Käufer, die sich einen neuen PC zulegen wollten, sollten aber wenn möglich den Kauf um einige Monate verschieben, raten Verbraucherschützer. In der Corona-Krise haben Unternehmen, Organisationen und Schulen insbesondere den Laptopmarkt quasi leergekauft. Vor diesem Hintergrund haben die Hersteller keinen Grund, attraktive Schnäppchen anzubieten. Im Sommer 2022 könnte die Lage anders aussehen.

Onlinehandel: Amazon, Otto und Zalando dominieren

Corona hat dem Onlinehandel riesige Wachstumsraten beschert. Der große Anteil des Geschäfts bleibt fest in der Hand wenige Anbieter. Experten sehen aber Nischen für Bewegung.

Köln (dpa) – Der Onlinehandel in Deutschland wird weiter von den Platzhirschen Amazon, Otto und Zalando dominiert.

Die drei Internetriesen hätten auch im Corona-Jahr 2020 erneut ihre Plätze als umsatzstärkste Onlinehändler in der Bundesrepublik behauptet, sagte der Leiter des Forschungsbereichs E-Commerce des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI, Lars Hofacker, der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt profitierten die 1000 größten Onlineshops in Deutschland im vergangenen Jahr nach seine Worten deutlich von der Corona-Pandemie und steigerten ihren Umsatz um mehr als 33 Prozent auf knapp 69 Milliarden Euro. Das Wachstum fiel damit fast drei Mal so groß aus wie im Vor-Krisenjahr 2019.

Den Löwenteil des Geschäfts – immerhin 40 Prozent der Umsätze – sicherten sich dabei die zehn größten E-Commerce-Händler, zu denen laut EHI neben Amazon, Otto und Zalando auch Media Markt, Saturn, Lidl, Apple, Ikea, Notebooksbilliger.de und H&M gehören. Die Top 100 kamen zusammen sogar auf fast drei Viertel des Gesamtumsatzes. “Der Onlinehandel bleibt auch weiterhin hochkonzentriert”, sagte Hofacker. Ein besonders kräftiges Wachstum verzeichneten in der Pandemie die Onlineshops der Baumarktkette Hornbach, des Möbelhändlers Ikea und des Elektronikhändlers Saturn.

Bewegung könnte es in Zukunft nach Einschätzung des Branchenkenners bei den Internet-Marktplätzen geben, wo bislang noch Generalisten wie Amazon oder eBay dominieren. Denn derzeit versuchen in vielen Branchen von der Kosmetik bis zum Tierbedarf etablierte Branchengrößen wie Douglas oder Fressnapf mit eigenen auf ihre Kundengruppen spezialisierten Marktplätze Boden gegenüber den Platzhirschen gut zu machen. “Viele Verbraucher vertrauen ihnen. Deshalb hat dieser Vorstoß durchaus Erfolgschancen”, glaubt der EHI-Experte.

Ein Ende des Onlinebooms sieht Hofacker derzeit nicht. “Das Wachstum wird weitergehen.” Allerdings sei nicht damit zu rechnen, dass die Wachstumsraten von 2020 wiederholt werden können. Eher bestehe die Gefahr, dass die weltweiten Probleme in den Lieferketten das Online-Wachstum etwas bremsen.

Zehn Jahre Siri: Wird sich die Assistentin bald mit Alexa unterhalten?

Seit zehn Jahren begleitet Siri nun schon viele Menschen durch den Alltag. Doch wie sieht die Zukunft für Apples Sprachassistentin und das Smart Home aus?

Mit der Veröffentlichung von Siri mit dem iPhone 4s hat vor mittlerweile zehn Jahren der Siegeszug von Sprachassistenten im Alltag begonnen. Fanden die intelligenten Assistenten zunächst vorwiegend über Smartphones Verbreitung, können sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher ein Leben ohne Apples Siri, Amazons Alexa oder den Google Assistant wohl kaum noch vorstellen.

65 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland, die Smart-Home-Geräte in ihrem Zuhause haben, greifen auf diese per Sprachbefehl zu. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom hervor, für die mehr als 1.250 Personen ab 16 Jahren befragt wurden. Ein Jahr zuvor waren es noch 52 Prozent. “Das Smart Home ist zum Haupteinsatzgebiet der Sprachassistenten geworden”, erklärt Dr. Sebastian Klöß, Bereichsleiter Consumer Technology bei Bitkom. “Zuletzt sind nicht nur die Berührungsängste gegenüber der Sprachsteuerung gesunken, sondern auch die Sorge etwa vor Hackerangriffen.”

41 Prozent der Menschen in Deutschland verfügen demnach derzeit über Smart-Home-Geräte in ihrem Zuhause. Und 88 Prozent davon glauben, dass die vernetzten Helfer künftig in jeden Haushalt Einzug halten werden. Vielleicht wird dabei der neue Standard Matter ausschlaggebend sein, der eines der größten Probleme der Nutzer beseitigen könnte.

Endlich sprechen alle miteinander
Durch zahlreiche unterschiedliche Standards müssen sich Kunden derzeit noch meist auf Produkte beschränken, die mit gewissen Sprachassistenten kommunizieren können. Smarte Lampen eines Herstellers funktionieren womöglich nur mit einem bestimmten Assistenten. Eine intelligente Steckdose eines anderen Herstellers jedoch nur mit einem weiteren Helfer. Wer mehrere Geräte in seinem Zuhause nutzen möchte, ist auf eines der Ökosysteme beschränkt, wenn er nicht mehrere Assistenten nutzen will. Doch das soll sich ändern.

Unter dem Mantel der Connectivity Standards Alliance (CSA) arbeiten derzeit mehr als 200 Firmen mit rund 2.000 Entwicklerinnen und Entwicklern an dem neuen Standard. Darunter befinden sich große Namen wie Apple, Amazon, Google und Ikea. Ebenso mit dabei ist unter anderem das Münchner Unternehmen Eve Systems, für das sich laut Geschäftsführer Jerome Gackel nicht die Frage stellt, ob Matter erfolgreich sein wird, sondern wann. Alle beteiligten Firmen besitzen in der Entwicklung das gleiche Mitspracherecht.

Heute sprechen die Geräte viele unterschiedliche Sprachen, in Zukunft vielleicht nur noch eine. Matter soll ein Smart-Home-Esperanto werden, wenn man so will. Es soll künftig die Sprache sein, die alle Geräte miteinander vernetzt – egal aus welchem Hause sie stammen. So soll es ganz egal werden, ob man beispielsweise lieber einen Smart Speaker mit Unterstützung von Siri, Alexa oder den Google Assistant nutzt, um eine Vielzahl an Geräten unterschiedlichster Hersteller zu steuern.

Die Devices müssen sich dann zudem durch besondere Funktionen oder Qualität auf dem Markt behaupten – und nicht nur durch die Zugehörigkeit zu einem Ökosystem. Dies dürfte dann ebenfalls den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugutekommen.

Ein Netzwerk aus Fäden
Der bevorzugte Kommunikationsweg ist unterdessen Thread. Dabei handelt es sich um eine neue Technologie, mit der Geräte besser vernetzt werden sollen. Über Thread wird ein Mesh-Netzwerk aufgebaut, in dem smarte Devices auch untereinander kommunizieren können. Das hilft unter anderem bei der Stabilität eines Systems. Fällt ein Gerät aus, kann direkt über das nächste kommuniziert werden. Zudem soll Thread deutlich schneller als etwa Bluetooth sein.

Eve Systems wird bis Ende 2021 insgesamt zwölf Produkte bieten, die mit Thread funktionieren. Mit Eve MotionBlinds sollen dann ab Januar 2022 intelligente Rollos erhältlich sein und zur Mitte des kommenden Jahres möchte das Unternehmen die erste Firma sein, die ein für Matter zertifiziertes Produkt auf dem Markt hat. Ob man dieses per Siri bedient, per Alexa oder den Google Assistant, wird egal sein. Schließlich spricht das Gerät dann Technik-Esperanto.

Apple warnt vor anderen App Stores auf dem iPhone

Als Teil großer Digitalmarkt-Reformen in der EU soll es auch mehr Konkurrenz auf digitalen Plattformen geben. Auf dem iPhone würde das die Möglichkeit bedeuten, Apps auch aus anderen Quellen als von Apple selbst zu laden.

Cupertino (dpa) – Apple verschärft angesichts der Pläne für neue EU-Regeln die Warnungen vor Risiken durch eine Öffnung des iPhones für App Stores anderer Anbieter.

Nutzer wären mehr gefährlichen Apps ausgesetzt, und Apple könnte sie schlechter davor schützen, argumentierte der Konzern in einem am Mittwoch veröffentlichten rund 30-seitigen Papier.

Auf dem iPhone können Apps nur aus der hauseigenen Plattform des Konzerns installiert werden. Apple verweist darauf, dass damit alle Apps und Updates auf seiner Plattform von Software und menschlichen Prüfern untersucht werden, um schädliche Anwendungen herauszufiltern. Außerdem müssten sich Entwickler an Apple-Vorgaben zum Datenschutz halten. Beim sogenannten Sideloading, bei dem Apps auf das iPhone aus anderen Quellen als dem offiziellen Store geladen werden, entfielen diese Sicherheitsvorkehrungen, warnt Apple.

In dem Digital Markets Act (DMA), der gerade in der EU entwickelt wird, ist geplant, die Öffnung von Plattformen für konkurrierende Anbieter vorzuschreiben, um den Wettbewerb zu stärken. Bei digitalen Artikeln und Dienstleistungen, die über Apples Plattform verkauft werden, wird eine Abgabe von 15 oder 30 Prozent an den Konzern fällig. Auf Geräten mit dem Google-System Android gibt es bei Verkäufen über den Play Store des Konzerns eine ähnliche Kommission an Google – auf der Plattform sind aber auch andere App Stores erlaubt. Apple stellte sich bereits im Juni gegen die EU-Pläne.

“Sideloading über direkte Downloads oder andere App Stores würde Apples Schutzmechanismen für Sicherheit und Privatsphäre untergraben”, warnte der iPhone-Konzern in seinem neuen Papier. Das sei nicht im Interesse der Nutzer. Apple spricht unter anderem von gefälschten Apps, die sich als populäre Anwendungen tarnten und manipulierten Updates des Betriebssystems. Speziell verweist der Konzern auf gefährliche Android-Apps, die im Umlauf sind und zum Beispiel versuchen, an Login-Informationen und andere Daten zu kommen. Die Online-Kriminellen bekämen bei einer Öffnung mehr Anreize, auch das iPhone anzugreifen, hieß es.

Apple-Kritiker verweisen darauf, dass auf den Mac-Computern des Konzerns Programme aus allen möglichen Quellen geladen werden können. Apple kontert, dass die Lage bei Smartphones anders sei, weil sie viel privatere Informationen enthielten. Auch US-Gesetzesentwürfe für mehr Wettbewerb in der Tech-Branche nehmen das Geschäftsmodell ins Visier. In den USA konnte Apple jüngst aber einen Erfolg bei der Verteidigung seines App-Systems auf dem iPhone verbuchen. Eine Richterin lehnte die Forderung der Spielefirma Epic Games nach einer Öffnung der Plattform für andere App Stores ab.

Apple geht in Berufung gegen Urteil in App-Store-Prozess

Im Rechtsstreit um die Spielregeln im App Store ist vor einem Monat ein Urteil erfolgt. Jetzt legt Apple Rechtsmittel beim Berufungsgericht ein.

San Francisco (dpa) – Apple versucht, die Umsetzung eines Gerichtsurteils hinauszuzögern, mit dem mehr App-Entwickler am Konzern vorbei digitale Artikel an ihre Nutzer verkaufen könnten.

Apple argumentiert, dass dadurch Schaden für Verbraucher und die Integrität der App-Store-Plattform drohe, wie aus am Wochenende veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Das Urteil fiel Anfang September in dem Prozess zwischen Apple und der Firma Epic Games, von der das populäre Online-Spiel “Fortnite” stammt. Epic ging bereits in Berufung dagegen – und Apple nun auch.

Apple hatte sich in dem Prozess weitgehend durchgesetzt. Doch die Richterin entschied auch, dass Apple Entwicklern nicht mehr verbieten dürfe, Nutzer auf Möglichkeiten zum günstigeren Kauf der Artikel außerhalb des App Stores hinzuweisen. Diese Änderung soll dem Urteil zufolge am 9. Dezember greifen, Apple fordert, dass sie vorerst ausgesetzt wird.

Apple erlaubt den Kauf digitaler Güter – wie etwa virtueller Artikel in Spiele-Apps – grundsätzlich über die hauseigene Bezahlplattform. Dabei wird eine Abgabe von 15 oder 30 Prozent an den Konzern fällig. Apple argumentiert unter anderem, dass durch das Verfahren Nutzer vor Betrugsversuchen und einem Missbrauch ihrer Daten geschützt würden. Einige App-Entwickler kritisieren, dass die Abgabe ungerechtfertigt hoch sei.

Richterin Yvonne Gonzalez Rogers kam in dem Verfahren zu dem Schluss, dass Apple berechtigt sei, eine Kommission in seinem App Store zu verlangen. Und sie lehnte auch Epics Forderung nach einer Öffnung der Plattform für andere App Stores ab. Sie sah aber eine Wettbewerbsverletzung darin, dass Apple Entwicklern verbot, Nutzer auf günstigere Kaufmöglichkeiten anderswo zu verweisen. Deshalb dürfe Apple die App-Macher nicht daran hindern, entsprechende Links und Buttons zu platzieren.

Darüber, wie diese Entscheidung ausgelegt werden kann, zeichnet sich nun Streit ab. Apple warnt, dass einige Entwickler aus Sicht des Konzerns die Entscheidung der Richterin zu großzügig interpretierten und auch ganze alternative Bezahl-Abläufe hinter die Links packen wollten. Wie der Konzern argumentiert, könnten dadurch böswillige Entwickler Nutzerdaten missbrauchen, während Apple dies nicht verhindern könnte.

Apple geht in Berufung gegen Urteil in App-Store-Prozess

Im Rechtsstreit um die Spielregeln im App Store ist vor einem Monat ein Urteil erfolgt. Jetzt legt Apple Rechtsmittel beim Berufungsgericht ein.

San Francisco (dpa) – Apple versucht, die Umsetzung eines Gerichtsurteils hinauszuzögern, mit dem mehr App-Entwickler am Konzern vorbei digitale Artikel an ihre Nutzer verkaufen könnten.

Apple argumentiert, dass dadurch Schaden für Verbraucher und die Integrität der App-Store-Plattform drohe, wie aus am Wochenende veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Das Urteil fiel Anfang September in dem Prozess zwischen Apple und der Firma Epic Games, von der das populäre Online-Spiel “Fortnite” stammt. Epic ging bereits in Berufung dagegen – und Apple nun auch.

Apple hatte sich in dem Prozess weitgehend durchgesetzt. Doch die Richterin entschied auch, dass Apple Entwicklern nicht mehr verbieten dürfe, Nutzer auf Möglichkeiten zum günstigeren Kauf der Artikel außerhalb des App Stores hinzuweisen. Diese Änderung soll dem Urteil zufolge am 9. Dezember greifen, Apple fordert, dass sie vorerst ausgesetzt wird.

Apple erlaubt den Kauf digitaler Güter – wie etwa virtueller Artikel in Spiele-Apps – grundsätzlich über die hauseigene Bezahlplattform. Dabei wird eine Abgabe von 15 oder 30 Prozent an den Konzern fällig. Apple argumentiert unter anderem, dass durch das Verfahren Nutzer vor Betrugsversuchen und einem Missbrauch ihrer Daten geschützt würden. Einige App-Entwickler kritisieren, dass die Abgabe ungerechtfertigt hoch sei.

Richterin Yvonne Gonzalez Rogers kam in dem Verfahren zu dem Schluss, dass Apple berechtigt sei, eine Kommission in seinem App Store zu verlangen. Und sie lehnte auch Epics Forderung nach einer Öffnung der Plattform für andere App Stores ab. Sie sah aber eine Wettbewerbsverletzung darin, dass Apple Entwicklern verbot, Nutzer auf günstigere Kaufmöglichkeiten anderswo zu verweisen. Deshalb dürfe Apple die App-Macher nicht daran hindern, entsprechende Links und Buttons zu platzieren.

Darüber, wie diese Entscheidung ausgelegt werden kann, zeichnet sich nun Streit ab. Apple warnt, dass einige Entwickler aus Sicht des Konzerns die Entscheidung der Richterin zu großzügig interpretierten und auch ganze alternative Bezahl-Abläufe hinter die Links packen wollten. Wie der Konzern argumentiert, könnten dadurch böswillige Entwickler Nutzerdaten missbrauchen, während Apple dies nicht verhindern könnte.

20 Jahre Google Deutschland: Zwischen Helene Fischer und Vuvuzela

Am 10. Oktober feiert Google Deutschland seinen 20. Geburtstag. Hier einige Meilensteine des Internetriesen und beliebte Suchbegriffe aus zwei Dekaden.

Am 10. Oktober ist es 20 Jahre her, dass in einem kleinen Mietbüro in Hamburg alles angefangen hat: Google eröffnete dort sein erstes Büro in Deutschland. Aber warum fiel die Wahl auf die Hansestadt? Und was ist noch so in den vergangenen zwei Dekaden passiert?

Einige Meilensteine aus 20 Jahren
Der Grund für die Standortwahl hat offiziell nicht viel mit Logistik oder dergleichen zu tun. Holger Meyer, der erste Mitarbeiter in Deutschland, wohnte einfach in Hamburg. Derartige Überlegungen sind heute wohl undenkbar, denn nach Angaben des Weltkonzerns besitzt das Unternehmen mittlerweile alleine in Deutschland rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2003 zog Google dann in die ABC-Straße um. Neben dem Hauptbüro in Hamburg gibt es heute Offices in Berlin, München und Frankfurt am Main. Noch im selben Jahr wurde Google News eingeführt, im April 2006 folgte Google Maps unter anderem in Deutschland und im Oktober wurde die beliebte Videoplattform YouTube Teil des Unternehmens. Im Dezember 2008 startete dann der Browser Google Chrome und ab Ende 2010 konnten Nutzerinnen und Nutzer als erste Ortschaft in Deutschland Oberstaufen per Street View begutachten.

2012 wurde Google Mail auch in Deutschland zu Gmail, ab März 2013 waren Chromebooks das erste Mal erhältlich und im März 2014 folgte der Streaming-Player Chromecast. Im Oktober 2016 kam schließlich das Pixel-Smartphone auf den Markt und im Juli 2017 der smarte Lautsprecher Google Home. Seit Mitte 2018 können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland mit Google Pay bezahlen.

Allerlei Suchanfragen
In 20 Jahren kommen so einige interessante und kuriose Suchanfragen zusammen. Als Google Deutschland 2001 an den Start ging, waren unter anderem Suchen nach “Harry Potter”, “Herr der Ringe” und dem Videospiel “Moorhuhn” beliebt. Die drei meistgesuchten Bands waren damals die Beatles vor U2 und NSYNC. Zu den meistgesuchten Händlern und Marken zählten unterdessen Amazon, Ikea, Nokia, Sony und BMW. Die ehemalige Tennisspielerin Anna Kournikova (40) dominierte die Anfragen im Bereich Sport.

Ein Schlagerengel führte in den vergangenen Jahren zusammen mit einem Rapper die Liste der meistgesuchten Persönlichkeiten und Stars an. Von 2006 bis 2008 wurde besonders häufig nach Bushido (43) gesucht, in den Jahren 2013, 2015 und 2019 nach Helene Fischer (37). Ex-US-Präsident Donald Trump (75) lag 2017 und 2020 vorne. Weitere meistgesuchte Personen: Michael Jackson (2009), Lena Meyer-Landrut (2010), Justin Bieber (2011), Cro (2012), Michael Schumacher (2014), Sarah Engels (2016) und Daniel Küblböck (2018). Für die Jahre 2001 bis 2005 liegen keine Statistiken für Deutschland vor.

Neben “Moorhuhn” gab es in den vergangenen 20 Jahren zudem viele andere ungewöhnliche Trend-Suchbegriffe. 2004 war das kleine Krokodil “Schnappi” beliebt, 2009 neben der “Abwrackprämie” auch das “Katzenklo” und 2010 zur Fußball-Weltmeisterschaft die “Vuvuzela”. Trends wie “Der Gerät” (2011), “Gangnam Style” (2012), der “Harlem Shake” (2013) und “Fidget Spinner” (2017) durften nicht fehlen. Und 2020 suchten die Bürgerinnen und Bürger dann nicht nur im Supermarkt nach “Toilettenpapier”.

Laptop-Pflege: So verlängern Sie die Lebensdauer

Notebooks scheinen Schmutz und Staub manchmal geradezu magisch anzuziehen. So können Verbraucher ihr Gerät richtig reinigen.

Wie das Smartphone, den Desktop-PC oder andere Elektrogeräte sollten Verbraucher auch in regelmäßigen Abständen ihren Laptop reinigen – und das nicht nur aus Hygienegründen. Auch die Lebensdauer eines Laptops kann so unter Umständen verlängert werden. Generell gilt: Das Gerät sollte während des Vorgangs ausgeschaltet sein. Auch den Akku sollten Verbraucher zuvor entfernen.

So pflegen Sie Ihr Notebook:
Oberflächen

Wie auch bei den anderen Komponenten eines Notebooks sollte auf harte Hilfsmittel wie manche Bürsten oder dergleichen verzichtet werden, um Kratzer zu vermeiden. Bestenfalls kommt etwa ein Mikrofasertuch zum Einsatz. Bei einer hartnäckigeren Verschmutzung können Verbraucher auch einen geeigneten Kunststoffreiniger sparsam verwenden oder ein leicht befeuchtetes Tuch. Dabei sollte man darauf achten, dass keine Flüssigkeit in die unterschiedlichen Öffnungen des Laptops fließt. Im schlimmsten Fall könnte es sonst später womöglich zu einem Kurzschluss kommen.Bei der Reinigung der Oberseite sollten Nutzer zudem nur wenig Druck ausüben, damit das darunterliegende Display des Geräts nicht beschädigt wird.

Display

Auch beim Display selbst sollten Mikrofasertücher und geeignete Reiniger eingesetzt werden. Bestenfalls das Mittel nicht direkt auf den Bildschirm sprühen, sondern auf das Tuch. Es gibt auch feuchte Display-Reinigungstücher. Die Ecken können unter anderem vorsichtig mit Wattestäbchen gereinigt werden. Abermals sollten Nutzer darauf achten, nicht zu viel Druck auszuüben, um mögliche Beschädigungen zu vermeiden.

Tastatur

Um Krümel und dergleichen von der Tastatur zu entfernen, können Nutzer das Gerät umdrehen und vorsichtig auf die Rückseite klopfen, um das Gröbste schon einmal zu entfernen. Druckluftsprays oder auch spezielle Reinigungsgels können ebenfalls hilfreich sein. Danach können ein leicht mit Wasser befeuchtetes Tuch oder ein geeigneter Reiniger zum Einsatz kommen. Flüssigkeit sollte aber auch hier nicht ins Innere des Geräts laufen. Es gibt zudem spezielle Tastaturstaubsauger oder entsprechende Aufsätze. Abermals ist jedoch Vorsicht geboten, damit etwa einzelne Tasten nicht aufgesaugt werden.

Lüfter

Um den Lüfter reinigen zu können, muss das Notebook in den meisten Fällen geöffnet werden beziehungsweise entsprechende Abdeckungen müssen entfernt werden. Auch dies sollte vorsichtig geschehen, damit beim Entfernen nicht etwa Teile abbrechen. Auch sollten Nutzer sich merken, wie das Gerät wieder richtig zusammengesetzt wird. Mit feinen Wattestäbchen können Verbraucher dann den Staub vom Lüfter entfernen. Entsprechende Lüftungsöffnungen am Laptop sollten ebenfalls gereinigt werden, damit die warme Luft während der späteren Nutzung des Geräts ungehindert entweichen kann.

Akku

Datenmüll auf der Festplatte sollte ebenso in regelmäßigen Abständen entfernt werden. So schaufeln Nutzer nicht nur wieder mehr Platz für wichtige Dateien frei, auch die Performance kann unter Umständen verbessert werden. Hierzu bieten sich Software-Helfer wie der “WinOptimizer” von Ashampo oder der “Ccleaner” an.

Daten und Festplatte

Nicht zuletzt sollte man darauf achten, wie der Akku eines Laptops aufgeladen wird, um dessen Lebensdauer zu verlängern. Zum einen sollten kurze Ladezeiten vermieden werden, zum anderen sollte der Akku immer vollständig aufgeladen werden. Auch bevor der Akku komplett leer ist, sollte der Laptop wieder ans Stromnetz angeschlossen werden. Wird der Laptop über längere Zeit nicht benutzt oder ist ständig mit einer Stromquelle verbunden, empfiehlt es sich zudem, den Akku ganz zu entfernen.