Dell XPS 13 7390 2-in-1 im Test: Lohnt sich das Convertible 2026 noch?

Das Dell XPS 13 7390 2-in-1 gehört zu den besonders gelungenen Premium-Convertibles seiner Generation. Mit einem 13,4-Zoll-Display im 16:10-Format, Intel Ice Lake, Iris Plus Grafik, Thunderbolt 3 und einem hochwertigen Aluminiumgehäuse war es bereits zum Marktstart auf Mobilität und Produktivität ausgelegt.

Auch 2026 kann das Dell XPS 13 7390 2-in-1 als gebrauchtes Business- und Office-Notebook interessant sein. Allerdings gibt es bei einem mehrere Jahre alten Gerät einen Punkt, der wichtiger ist als die Frage nach dem letzten Prozent CPU-Leistung: der Zustand des Akkus.

Das Wichtigste zuerst: Akkuzustand entscheidet beim Gebrauchtkauf

Wer ein gebrauchtes Dell XPS 13 7390 2-in-1 kauft, sollte nicht nur Prozessor, RAM und SSD kontrollieren. Der originale 51-Wh-Akku hat inzwischen mehrere Jahre hinter sich. Selbst wenn Windows noch eine normale Akkulaufzeit anzeigt, kann die tatsächliche Kapazität deutlich unter dem ursprünglichen Wert liegen.

Ein verschlissener XPS 13 Akku kann sich beispielsweise durch deutlich kürzere Laufzeit, unerwartetes Abschalten oder eine stark schwankende Restlaufzeit bemerkbar machen.

Für ein generalüberholtes Gerät ist deshalb ein hochwertiger Dell Akku häufig eine sinnvollere Investition als ein vermeintlich günstiger Laptop mit stark gealterter Originalbatterie.

Wer das Gerät langfristig weiterverwenden möchte, sollte einen passenden XPS 13 Akku daher bereits beim Kaufpreis beziehungsweise bei der Kalkulation einer Aufarbeitung berücksichtigen.


Premium-Gehäuse und 360-Grad-Konzept

Das Design ist eine der größten Stärken des Dell XPS 13 7390 2-in-1. Das CNC-gefertigte Aluminiumgehäuse vermittelt auch heute noch einen hochwertigen Eindruck. Mit rund 1,33 kg bleibt das Convertible angenehm mobil.

Dank des 360-Grad-Scharniers kann das Gerät als klassisches Notebook, Tablet, Stand- oder Tent-System verwendet werden.

Für Office, PDF-Dokumente, Präsentationen und Reisen ist dieses Konzept besonders praktisch. Gerade unterwegs zeigt sich der Vorteil gegenüber einem gewöhnlichen Notebook: Das Gerät kann je nach Situation schnell an die jeweilige Nutzung angepasst werden.


13,4 Zoll und 16:10: Das Display ist weiterhin ein Highlight

Eine der interessantesten Eigenschaften ist das 16:10-Display.

Das Dell XPS 13 7390 2-in-1 wurde unter anderem mit folgenden Touchscreen-Varianten angeboten:

  • 1920 × 1200 Pixel
  • 3840 × 2400 Pixel
  • bis zu 500 Nit Helligkeit
  • Touch-Unterstützung

Die UHD+-Version bietet zudem eine sehr hohe Farbraumabdeckung und eignet sich deshalb besonders für Nutzer, die Fotos und andere visuelle Inhalte bearbeiten.

Für einen Gebrauchtkauf 2026 ist die FHD+-Variante allerdings oft die vernünftigere Wahl. Sie benötigt weniger Rechen- und Akkureserven und passt damit besser zum mobilen Charakter des Geräts.

Gerade bei einem älteren Dell XPS 13 7390 2-in-1 sollte man deshalb nicht automatisch das 4K-Modell bevorzugen. Ein gutes FHD+-Gerät mit 16 GB RAM und einer gesunden Batterie kann im Alltag die bessere Kombination sein.


Intel Ice Lake und Iris Plus: Noch genug Leistung für Office

Je nach Konfiguration arbeitet das Convertible mit Core i3, Core i5 oder Core i7. Besonders interessant ist der Core i7-1065G7 mit vier Kernen und acht Threads sowie Intel Iris Plus Graphics.

Für typische Produktivitätsaufgaben reicht die Leistung auch heute noch aus:

  • Microsoft Office
  • Webbrowser
  • Videokonferenzen
  • PDF-Dokumente
  • Programmierung
  • VS Code
  • leichte Bildbearbeitung
  • Medienwiedergabe

Die Iris Plus Grafik ist gegenüber älteren integrierten Intel-Grafikeinheiten ein deutlicher Fortschritt. Für ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele reicht sie aus, ein modernes Gaming-Notebook ersetzt das XPS 13 7390 2-in-1 jedoch nicht.


16 GB RAM sind die beste Wahl

Eine Besonderheit des Geräts ist der LPDDR4X-3733-Speicher. Je nach Modell sind bis zu 32 GB erhältlich.

Das Problem: Der RAM ist fest verlötet.

Eine spätere Aufrüstung ist daher nicht möglich.

Für einen gebrauchten Dell XPS 13 7390 2-in-1 würde ich deshalb möglichst 16 GB oder 32 GB wählen. 8 GB funktionieren für einfache Office-Aufgaben, sind langfristig aber deutlich weniger flexibel.

Auch bei der SSD lohnt sich eine vernünftige Konfiguration. 512 GB sind für Windows, Office, Browser, Entwicklungsumgebungen und persönliche Dateien wesentlich praktischer als 256 GB.


Anschlüsse: Thunderbolt 3 ist stark, USB-A fehlt

Das Convertible besitzt zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse. Darüber sind unter anderem Datenübertragung, DisplayPort und USB-C Power Delivery möglich.

Für einen modernen Arbeitsplatz ist das durchaus leistungsfähig. Mit einem Thunderbolt-Dock lassen sich externe Monitore, USB-Geräte und Netzwerkanschlüsse ergänzen.

Allerdings fehlt ein klassischer USB-A-Port.

Wer häufig ältere USB-Sticks, Tastaturen, Mäuse oder andere Peripheriegeräte verwendet, benötigt deshalb einen Adapter oder ein Dock.


Kühlung: Gut für kurze Last, weniger für Dauerstress

Das dünne Gehäuse stellt die Kühlung vor eine typische Herausforderung.

Bei Office-Aufgaben arbeitet das System angenehm, bei längerer CPU-Volllast steigen Temperatur und Lüfteraktivität jedoch deutlich an. Das ist bei einem 1,3-kg-Convertible keine Überraschung.

Das Dell XPS 13 7390 2-in-1 ist daher vor allem für mobile Produktivität optimiert und nicht für stundenlange maximale CPU-Last.

Für Büro, Programmierung, Internet und Multimedia ist die Leistung weiterhin gut geeignet.


51-Wh-Akku: Der wichtigste Verschleißpunkt

Ab Werk besitzt das Gerät einen 51-Wh-Akku. Für die damalige Gerätegröße war diese Kapazität durchaus angemessen.

2026 sieht die Situation jedoch anders aus.

Ein mehrere Jahre alter Akku kann einen erheblichen Teil seiner ursprünglichen Kapazität verloren haben. Deshalb sollte man bei einem gebrauchten Gerät die Full Charge Capacity mit der ursprünglichen Design Capacity vergleichen.

Wenn beispielsweise statt rund 51 Wh nur noch etwa 35 Wh verfügbar sind, liegt die tatsächliche Kapazität nur noch bei ungefähr 69 Prozent.

In diesem Zustand kann ein XPS 13 Akku die Alltagstauglichkeit des Geräts deutlich verbessern.

Für Händler und Reparaturbetriebe ist ein passender Dell Akku deshalb ein besonders wichtiger Bestandteil bei der Aufbereitung gebrauchter XPS-Modelle.

Und auch private Käufer sollten beim Preisvergleich berücksichtigen, ob bereits ein neuer XPS 13 Akku eingesetzt wurde.


45-Watt-USB-C-Ladegerät

Das Notebook wird über USB-C mit Power Delivery geladen. Das originale Netzteil liegt bei 45 Watt.

Wichtig ist deshalb, nicht jedes beliebige USB-C-Netzteil als gleichwertig anzusehen. Für zuverlässiges Laden sollte das Ladegerät USB Power Delivery unterstützen und eine ausreichende Leistung bereitstellen.

Bei einem Gebrauchtgerät sollte außerdem geprüft werden, ob beide USB-C-/Thunderbolt-Anschlüsse problemlos laden.


Reparatur und Wartung: Akku austauschbar, RAM nicht

Bei der Reparierbarkeit zeigt sich ein interessantes Bild.

Der Akku kann ausgebaut und ersetzt werden. Damit lässt sich ein älteres Gerät technisch sinnvoll weiterverwenden.

Der Arbeitsspeicher kann dagegen nicht nachgerüstet werden.

Für die Aufarbeitung bedeutet das:

Akku austauschbar – RAM nicht aufrüstbar.

Deshalb ist die Wahl der ursprünglichen RAM-Konfiguration beim Gebrauchtkauf besonders wichtig.


Was sollte man beim gebrauchten XPS 13 7390 2-in-1 prüfen?

Vor dem Kauf empfiehlt sich eine systematische Kontrolle.

Display

Prüfen:

  • Pixelfehler
  • Touch-Funktion
  • Kratzer
  • Helligkeitsunterschiede
  • Flackern
  • Glaszustand

Scharnier

Alle vier Betriebsarten testen:

Laptop → Tent → Stand → Tablet

Das Scharnier sollte gleichmäßig laufen und keine ungewöhnlichen Geräusche oder übermäßiges Spiel zeigen.

Akku

Design Capacity und Full Charge Capacity vergleichen.

Ein stark gealterter Akku sollte bei der Preisverhandlung berücksichtigt werden.

USB-C

Beide Anschlüsse auf:

  • Laden
  • Datenübertragung
  • Monitorbetrieb
  • Thunderbolt-Funktion

testen.

Tastatur

Besonders häufig benutzte Tasten wie Leertaste, Enter, Shift und die Pfeiltasten kontrollieren.


Welche Konfiguration lohnt sich 2026?

Für den Gebrauchtmarkt würde ich folgende Varianten bevorzugen:

KonfigurationBewertung
Core i3 + 4 GB❌ nicht empfehlenswert
Core i3 + 8 GB⭐⭐⭐
Core i5 + 8 GB⭐⭐⭐
Core i5 + 16 GB⭐⭐⭐⭐
Core i7 + 16 GB + 512 GB⭐⭐⭐⭐⭐
Core i7 + 32 GB + 512 GB⭐⭐⭐⭐⭐
Core i7 + 16 GB + UHD+⭐⭐⭐⭐

Die beste Balance bietet meiner Einschätzung nach Core i7-1065G7, 16 GB RAM, 512 GB SSD und FHD+.


Fazit: Ein gutes gebrauchtes Convertible – wenn der Akku stimmt

Das Dell XPS 13 7390 2-in-1 ist 2026 natürlich kein modernes High-End-Notebook mehr. Trotzdem besitzt es Eigenschaften, die im Gebrauchtmarkt weiterhin attraktiv sind: hochwertiges Aluminiumgehäuse, geringes Gewicht, 16:10-Touchscreen, 360-Grad-Scharniere, Thunderbolt 3 und eine für Office-Aufgaben noch ausreichend starke Ice-Lake-Plattform.

Der größte Schwachpunkt ist heute weniger die CPU als der Alterungszustand der Batterie.

Wer ein gebrauchtes Gerät kauft, sollte deshalb nicht nur auf Prozessor und SSD achten. Ein guter XPS 13 Akku kann für die weitere Nutzung entscheidender sein als ein kleiner Unterschied zwischen zwei CPU-Konfigurationen.

Für Händler, Reparaturbetriebe und private Käufer ist ein hochwertiger Dell Akku deshalb eine sinnvolle Option, wenn ein XPS 13 7390 2-in-1 aufgrund einer schwachen Batterie ansonsten noch technisch in sehr gutem Zustand ist.

Wer sein gebrauchtes Convertible langfristig weiterverwenden möchte, sollte daher neben Display, Scharnier, SSD und USB-C-Anschlüssen insbesondere den Akku prüfen – und bei Bedarf einen passenden XPS 13 Akku als Teil einer professionellen Aufarbeitung einplanen.

Gesamtbewertung: 8,7/10

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