Huawei prämiert die besten Partner

2022 ist Huawei weltweit nach zwei Jahren wieder gewachsen, in Deutschland hat der Hersteller um beachtliche 38 Prozent zugelegt. Seine Channel-Strategie präsentierte Huawei auf der zehnten Ecosystem Partner Conference Ende Mai in München

Die rund 200 Vertreter der Huawei-Partner aus Deutschland konnten in München auch die neuen Produkte des Herstellers in Augenschein nehmen und sich mit dessen Channel-Strategie besser vertraut machen. Dort prämierte der Hersteller auch seine erfolgreichsten Partner.

Huawei ist wieder gewachsen
In seiner Eröffnungsrede erklärte Tommy Zhou, CEO Huawei Deutschland, dass sich das Unternehmen nach schwierigen Krisenjahren wieder im Aufwind befinde. So sei der Umsatz weltweit im vergangenen Jahr erstmals wieder gestiegen – und zwar um ein Prozent. “Eine kleine Zahl, die uns aber sehr viel bedeutet. Denn sie zeigt, dass wir weiterwachsen”, sagte Zhou in seiner Rede und bedankte sich bei in München anwesenden Partnern für ihr bisheriges Engagement.

Anschließend skizzierte Kevin Liu, Managing Director bei Huawei Deutschland, den aktuellen Status und die künftigen Aussichten für das Geschäft des Herstellers mit Unternehmenskunden. Immerhin erzielte Huawei hierzulande im Jahr 2022 ein Wachstum von beachtlichen 38 Prozent: “Neben diesem beeindruckenden Umsatzanstieg freuen wir uns vor allem über das große Vertrauen unserer Kunden und Partner in unsere Lösungen”, so Liu. Vor allem in der öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheitssektor habe das Unternehmen die eigenen Erwartungen übertroffen.

In den kommenden Jahren möchte der Anbieter mit seinen Lösungen vor allem den Bildungsbereich sowie IT- und Telekommunikationsdienstleister in den Fokus nehmen. Aber auch Branchen wie Handel, Logistik oder den Finanzsektor adressiert das Unternehmen mit neuen Produkten. “Wir bringen in diesem Jahr mehr als 300 neue IP- und Storage-Produkte auf den deutschen Markt. Wir bieten schnell verfügbare und maßgeschneiderte Lösungen für zahlreiche Unternehmen und Anwendungsfälle”, erklärte Liu und sicherte den deutschen Vertriebspartnern volle Unterstützung zu: “Lokale Partnerschaften sind für uns der wichtigste Faktor, um gemeinsam eine digitale Zukunft aufzubauen.”

Kooperation mit dem BSI
Darüber hinaus möchte der Anbieter das Vertrauen der deutschen Kunden und Partner in die eigene Technologie weiter stärken. Michael Lemke, Chief Security Officer (CSO) bei Huawei Deutschland, betonte in seinem Vortrag den wachsenden Stellenwert von Sicherheit, Vertrauen und Resilienz in der Digitalwirtschaft. “Vertrauen entsteht vor allem, indem unsere Produkte weltweit geltende Standards erfüllen und wir sie verlässlich liefern können”, so Lemke.

Technische Sicherheit soll laut Huawei dadurch gewährleistet sein, dass die ausgelieferten Produkte überprüfbaren industriellen Standards und Regularien entsprechen. Die Cyber Security Transparency Centres, eines davon in Brüssel, informieren über Huaweis Verschlüsselungsmaßnahmen und Vorkehrungen zur Cybersicherheit. Außerdem kooperiert der Hersteller mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), welches die Technologie bis auf die Softwareebene prüft. “Aktuell durchlaufen viele unserer Produkte einen vom BSI autorisierten Verifizierungsprozess. Dieser liefert unseren Partnern und Kunden Zertifikate, die nachweisen, dass unsere Produkte unbedenklich und verlässlich sind”, erklärt Huawei-CSO Lemke.

Vodafone startet mit 5G-Telefonaten

Seit fast vier Jahren gibt es die neueste Mobilfunk-Generation 5G in Deutschland. Um einen Bereich machte sie bisher einen Bogen.

Schonend für den Akku und schneller beim Verbindungsaufbau: Der Mobilfunkstandard 5G wird von einem kleinen Teil der Vodafone-Kunden nun auch zum Telefonieren benutzt. Als erster deutscher Netzbetreiber schaltete das Unternehmen entsprechende Technik in einem begrenzten Rahmen frei – und zwar insgesamt gut 300 Funkstandorte in Düsseldorf, Leipzig und Frankfurt, wie Vodafone am Freitag mitteilte. Die Wettbewerber Deutsche Telekom und Telefónica (O2) haben die 5G-Telefonie für ihre Kunden noch nicht gestartet.

5G-Netze gibt es seit 2019 in Deutschland, diese aber nur für die Datennutzung. Künftig ist dies bei Vodafone auch bei der Telefonie der Fall, die bisher über die Funkstandards 2G und 4G lief. Die Datennutzung ist im Internetzeitalter zwar deutlich wichtiger als die klassische Telefonie, zumal viele Gespräche inzwischen über Dienste wie WhatsApp und Signal laufen, also die Internet-Datenübermittlung.

Die Vorteile von 5G
Dennoch bleiben klassische Telefonate für viele Menschen wichtig. Für diesen Bereich läutet Vodafone nun das 5G-Zeitalter ein. Telefonate über 5G schonen den Angaben zufolge etwas den Akku, weil die Energie-Effizienz im Netz höher ist. Grund ist, dass die Handyverbindung in einem Netz bleibt und nicht zwischen 2G, 4G und 5G wechselt.

Ein weiterer Vorteil: Die Verbindung zum Angerufenen baut sich schneller als bisher auf – die Wartezeit von mitunter ein, zwei Sekunden verkürzt sich spürbar. Außerdem bekommen die Nutzer auch in großen Menschenmengen eine gute Telefonverbindung – wären sie in Fußballstadien oder Großkonzerten nur im 4G-Netz, wäre das schwieriger.

Vorerst profitieren nur Vodafone-Kundinnen und -Kunden von der Neuerung, die ein Samsung S23 nutzen. Andere Handymodelle und weitere Städte sollen in den kommenden Monaten schrittweise dazu kommen. “Heute haben wir 5G-Telefonie an mehr als 300 Mobilfunkstandorten aktiviert”, sagte die Netzchefin von Vodafone Deutschland, Tanja Richter. Nach und nach werde die Verbesserung immer mehr Orte und immer mehr Kunden erreichen. Die Übertragung geschieht über reine 5G-Technik, sogenanntes 5G-Standalone. Hybridtechnologie mit 4G-Komponenten wird nicht mehr genutzt.