So verstecken Sie Folien in Microsoft Powerpoint

Präsentationen werden oft vor unterschiedlichen Gruppen gezeigt, jeweils beispielsweise vor einem Publikum mit Firmenmitarbeitern und vor externen Personen. Nicht alle Informationen sind jedoch für alle Gruppen geeignet.

Zum Teil behandeln einzelne Folien Themen, die (noch) nicht nach außen dringen sollen. In diesem Fall ist es ratsam, die entsprechenden Folien zu verstecken, damit sie während der Präsentation nicht versehentlich gezeigt werden. Damit Powerpoint eine Folie nicht einblendet, klicken Sie diese mithilfe der rechten Maustaste an und wählen Sie als Nächstes “Folie ausblenden”. Das Programm streicht die Nummer der Folie anschließend in der Übersicht durch und sie wird bei der Bildschirmpräsentation ausgelassen. Um die Folie von Neuem einzublenden, klicken Sie diese erneut mit rechts an und gehen daraufhin auf “Folie einblenden”.

Damit eine ausgeblendete Folie während einer schon laufenden Präsentation wieder angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die aktuelle Folie und dann auf “Alle Folien anzeigen”. Powerpoint wechselt nun zu einer Miniaturansicht aller Folien. Nach einem Klick mit der linken Maustaste auf eine ausgeblendete Folie vergrößert die Software diese zum Vollbild und setzt die Präsentation ab dieser Folie fort.

Apple baut bis 2025 Einsatz von Recycling-Rohstoffen stark aus

Apple will in zwei Jahren teils aus Konfliktregionen gewonnene Rohstoffe wie Kobalt oder Zinn in vielen Fällen nur aus dem Recycling verwenden.

So soll bis 2025 in den vom iPhone-Konzern entwickelten Batterien zu 100 Prozent zurückgewonnenes Kobalt genutzt werden. Die Magnete in den Geräten werden dann zudem vollständig aus Seltenen Erden aus dem Recycling bestehen, wie Apple am Donnerstag mitteilte. Darüber hinaus sollen von Apple entwickelte Leiterplatten nur aus recyceltem Zinn gelötet und mit recyceltem Gold beschichtet werden, hieß es.

Die Ankündigung ist ein großer Schritt zu dem vor einigen Jahren ausgerufenen Ziel, bei der Produktion neuer Geräte irgendwann nur noch Recycling-Material einzusetzen. In großem Stil setzt Apple bereits etwa recyceltes Aluminium ein.

Bei Rohstoffen wie Gold, Zinn oder Kobalt steht die gesamte Elektronikindustrie oft in der Kritik, weil die Metalle häufig unter riskanten und menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Apple hatte in den vergangenen Jahren Kontrollen in der Lieferkette eingesetzt, um die Herkunft der Materialien zu überwachen.

Zugleich wurde der Einsatz dieser Rohstoffe aus dem Recycling ausgebaut. So stammte Apple zufolge im vergangenen Jahr bereits ein Viertel des Kobalts in Apple-Produkten aus recyceltem Material, nach 13 Prozent 2021. Bei den Seltenen Erden sei der Recycling-Anteil binnen eines Jahres von 45 Prozent auf 73 Prozent gestiegen. Beim Metall Zinn waren es im vergangenen Jahr 38 Prozent.

Apple hat Roboter im Einsatz, die alte iPhones zum Recycling auseinandernehmen. Nach früheren Angaben des Konzerns kann etwa Kobalt aus den Batterien fast zu 100 Prozent für die Produktion neuer Akkus wiederverwendet werden. Apple setzte sich auch das Ziel, zum Jahr 2025 komplett auf Kunststoffe in seinen Verpackungen zu verzichten.

Samsung Galaxy Book3 mit Windows 11 Pro

Samsung hat seine Notebookreihe überarbeitet und fünf Galaxy Books mit Windows 11 Pro statt Home an den Start gebracht. Leistung und Sicherheit im Business, lautet die Devise.

Mit der Erweiterung des Galaxy Book3 Portfolios für den geschäftlichen Einsatz bietet Samsung ab sofort fünf neue Notebooks im hiesigen Markt an. Zu Windows 11 Pro für eine einfachere Netzwerkverwaltung und mehr Sicherheit bei Hard- und Software gesellen sich ein 3k-AMOLED-Display (2.880×1.800) und leistungsfähige Akkus für den mobilen Betrieb. Vielseitige Anschlussmöglichkeiten und Wi-Fi 6-Konnektivität sichern die Alltagstauglichkeit.

Die Topmodelle der Serie sind technisch auf dem aktuellen Stand, mit dem Microsoft Secure Core-PC Level-3 bewertet und Intel Evo-zertifiziert. Neben den Intel Core-Prozessoren der 13. Generation und der entsprechenden Plattform wurden auch die reichhaltigen Software-Beigaben von Samsung aktualisiert. Die fünf Business-Modelle umfassen das Galaxy Book3 Pro 360 mit S-Pen und das Galaxy Book3 Pro jeweils mit konvertiblem Display, das Galaxy Book3 360 mit 13- oder 15-Zoll-Bildschirm und extra starkem Akku sowie das Galaxy Book3.

Praktische Tools an Bord
Mit Multi Control können kompatible Samsung Galaxy Geräte über verschiedene Betriebssysteme hinweg gesteuert werden. Durch die Anmeldung über den Samsung Account auf dem Notebook können Dateien per Drag and Drop zwischen den Geräten kopiert und eingefügt werden. Per Quick Share können Dateien direkt an Samsung-Geräte gesendet werden, ohne dass eine Serververbindung nötig ist. Praktisch, wenn gemeinsam vor Ort an Dokumenten gearbeitet werden soll.

Das vom Smartphone bekannte Link to Windows ist auch dabei, ebenso wie die App Galaxy Book Smart Switch. Damit werden Dateien und Einstellungen werden sicher vom alten auf das neue Gerät übertragen. Mit dem Tool Private Share lassen sich Dateien mit Hilfe von Blockchain-Technologie verschlüsseln.

Notebook trifft Tablet mit Stift
Mit dem 360-Grad-Scharnier beim Galaxy Book3 Pro 360 und Galaxy Book3 360 lässt sich auf Wunsch das Notebook mit Tastatur in ein flexibles Tablet verwandeln. Durch das komplette Umklappen des touch-fähigen Displays vereint das leichte Multifunktionstalent im edlen Aluminiumgehäuse beide Systeme in einem Gerät. Das Galaxy Book3 Pro 360 ist zusätzlich mit dem S Pen, dem Eingabestift für handschriftliche Ideen und Skizzen ausgestattet. Für professionelle Online-Konferenzen sorgen moderne Video-Features wie Auto-Framing, Geräuschunterdrückung und eine Infrarotkamera mit Privatsphären-Verschluss.

Das Paket Samsung Care+ for Business (Onsite for NotePC) bietet neben einer Verlängerung der Garantiezeit von 24 auf 36 Monate einen Vor-Ort-Service für alle Samsung Galaxy Books. So können sich Unternehmenskunden im Garantiefall auf eine einfache und schnelle Reparatur ihrer Geräte verlassen. In Sachen Fernverwaltung können Administratoren auf Knox Manage für Galaxy Books und andere Galaxy-Geräte zugreifen.

“Ob im Homeoffice, auf Geschäftsreise oder beim Kunden vor Ort: Mit den Galaxy Books von Samsung kann an fast jedem Ort flexibel, sicher und effizient gearbeitet werden”, erklärt Christoph Gaußmann, Product & Solution Manager B2B von Samsung Electronics GmbH. “Viel Rechenpower sowie ein schneller Arbeitsspeicher liefern beim Galaxy Book3 Pro zudem starke Voraussetzungen für anspruchsvolles Multi-Tasking und eine kreative Bild-, Grafik- oder Videobearbeitung.”

Preis und Verfügbarkeit
Die ersten Modelle sollen bereits im Handel verfügbar sein. Die Preise für die neuen Business-Modelle mit Windows 11 Pro hat Samsung nicht veröffentlicht.

Apple-Flop vor Wiederauferstehung?

Die Ladematte Airpower hatte es nie über die Ankündigung hinausgeschafft. Erledigt ist das Projekt nicht.

Ein Apple kürzlich zugesprochenes Patent beschreibt, wie eine Ladematte für iPhone, Apple Watch und Co. doch noch funktionieren könnte. Ob sich daraus aber das Comeback der vor Jahren gescheiterten Airpower abzeichnet, bleibt vorerst Geheimnis.

Als Apple im September 2017 das iPhone X zusammen mit den iPhones 8 und 8 Plus vorstellte, kündigte es auch gleich eine Lösung für eines der Features an, welche beide so unterschiedliche Modellrehen gemeinsam hatten: drahtloses Laden per Qi-Standard, durch die Glasrückseite. Für das “kommende Jahr”, also 2ß18, versprach Apple mit der Airpower eine Ladematte, auf die man lediglich das iPhone irgendwo ablegen sollte, dazu auch noch die Apple Watch und eine Airpodsschachtel, schon bekämen bis zu drei Geräte drahtlos frische Energie.

Irgendwann im Lauf des Jahres 2019 gestand Apple sein Scheitern ein und zog Pläne für die Airpower zurück, die Lösung würde nicht die hohen Standards erreiche, die man gesetzt habe. Stattdessen kam im Herbst 2020 Magsafe auf das iPhone, dazu gab es einen passenden Ständer namens Magsafe Duo Charger, der immerhin iPhone und Apple Watch gleichzeitig laden sollte.

Apples Probleme mit der Technik
Das Problem bestand vor allem darin, dass durch ungenaue Platzierung die Ladeleistung weit geringer werden konnte als es etwa bei Magsafe der Fall ist, wo Magnete die Spulen für Senden und Empfangen von Energie exakt in Position halten. Unbestätigten Nachrichten zufolge hatte die Airpower im Testbetrieb auch mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen, um nennenswert Ladung in die schlecht positionierten Geräte zu bringen, drehte die Matte offenbar den Strom zu sehr auf.

Wann die Airpower 2 kommt – spät oder nie
Apple hat viele Techniken erfolgreich patentieren lassen, nicht jede ist Bestandteil eines Produkts – und noch weniger lassen neu gewährte Patente darauf schließen, dass tatsächlich daraus auch Produkte werden. Apple hatte aber erst in jüngster Vergangenheit ein Produkt eingestellt, das als gescheitert galt – und es nach einer Pause wieder mit modifizierter Technik in einer zweiten Version herausgebracht, den Homepod.

Dritthersteller wie Mophie oder Belkin deren Lösungen Apple teilweise auch in seinem Store anbietet, haben gezeigt, wie sich das Prinzip Ladematte mit einigen Kompromissen umsetzen lässt, an Magsafe-Batterien und -Ladegeräte gibt es ein großes Angebot, Apple verdient dabei mit MFi-Lizenzen immer mit. Der einzige Grund für das Comeback der Airpower könnte verletzte Eitelkeit sein, selten ist Apple so öffentlich gescheitert wie mit der Airpower. Sonst kündigt Apple Lösungen, die nicht die internen Standards erfüllen, gar nicht erst an und stellt die Entwicklung vorher ein.

4G auf dem Mond? Nokia und die Nasa arbeiten daran

Die Begeisterung für den Mond kehrt allmählich zurück, denn die ersten Menschen seit 1972 landen bald auf unserem Trabant. Wie bis dahin unter anderem ein Mobilfunknetz entstehen soll.
Im Rahmen der Artemis-Mission schickt die Nasa zum ersten Mal seit 1972 Menschen auf den Mond. Die vierköpfige Crew soll 2025 auf unserem Trabant landen. Untereinander und mit der Erde kommunizieren sollen sie dann über ein von Nokia bereitgestelltes 4G/LTE-Netz können. Das Equipment soll mit einem SpaceX-Flug noch 2023 auf den Mond geschickt werden.

Das genaue Datum für den Launch steht zwar noch nicht fest. Doch während der MWC-Mobilfunkmesse in Barcelona sprach Nokias Chef-Ingenieur Luis Maestro Ruiz de Termino davon, dass es schon in den kommenden Monaten soweit sein werde. Die Nasa und Nokia buchen sich für ihr Vorhaben einen Platz auf der SpaceX-Mission “Dear Moon”. Bei dieser handelt es sich um einen sechstägigen Mondumrundung-Privatflug des japanischen Milliardärs Yusaku Maezawa und dessen achtköpfige Crew aus Künstlerinnen und Kreativen.

Wer braucht Mobilfunk auf dem Mond?
Das Ziel sei Nokia zufolge, zu zeigen, dass terrestrische Netzwerke auch für den Einsatz im All geeignet sind, wie das amerikanische Nachrichtenportals “CNBC” berichtet. Demnach soll das Nokia-System während der Erdumrundung von der SpaceX-Rakete aus auf den Mond geschickt werden und autonom in der südlichen Mondregion des Shackleton-Kraters landen.

Das 4G-Netz spielt bei den weiteren Plänen der Nasa eine entscheidende Rolle: Per LTE-Signal sollen auf dem Mond künftig Rover ferngesteuert sowie Video-, Bild- und Telemetriedaten in Echtzeit zur Erde übertragen werden. Außerdem sehen die Pläne der Amerikaner vor, bis Ende des Jahrzehnts eine Forschungssiedlung auf dem Mond zu errichten.

Rückkehr nach mehr als einem halben Jahrhundert
Für November 2024 plant die Nasa ihre eigene bemannte Mondumrundung (Mission Artemis 2), in der weitere Vorbereitungen für die erste Mondlandung seit 1972 getroffen werden. Ein gutes Jahr später, im Dezember 2025 soll es nach den aktuellen Plänen so weit sein: Zum ersten Mal seit dem Astronaut Harrison Schmitt am 14. Dezember 1972 wird wieder ein Mensch auf dem Mond landen. Insgesamt zwölf Menschen waren zwischen 1969 und 1972 auf dem Mond. Im Rahmen von Artemis 3 sollen vier Personen dazukommen, darunter auch die erste Frau.

Die nützlichsten Distributionen

Zweitsysteme auf USB eignen sich als mobile Allzwecksysteme, als sichere Surfsysteme oder als Reparatur- oder Backup-Dienstleister. Für die erstgenannten Einsatzgebiete ist Geschwindigkeit Pflicht, aber auch generell darf es gerne schnell gehen.

Gesucht wird das schnellste und beste Linux auf USB als Allzweck-Zweitsystem. Was wir in diesem Beitrag empfehlen werden, sind dann allerdings nicht die typischen Minimalisten oder Live-Spezialisten, die sich als Kandidaten scheinbar aufdrängen. Denn das Ergebnis sollte mehrheitstauglich und halbwegs komfortabel ausfallen – und das wirft diverse typische Mobil-Spezialisten aus dem Rennen.

Zur Info: Alle aufgeführten USB-Bootzeiten wurden mit einem 64-GB-Stick Sandisk Ultra 3.20 gemessen, allerdings auf einem älteren PC mit USB 3.0 (Gen1). Die Leistung kann auf ganz moderner Hardware besser ausfallen als hier gemessen, schlechter nur mit USB 2.0.

Aussortiert: Spezialsysteme für Bastler
Es gibt einige bekannte Minimalisten, die sich auf den Livebetrieb als Zweit- oder Servicesystem spezialisiert haben. Ursprüngliche Zielsetzung von Live-Pionieren wie Knoppix und Puppy war allerdings eine Lösung für eine extreme Mangelsituation, die eigentlich aus der Zeit gefallen ist: Das System sollte mit CD-Kapazität zurechtkommen, die Nur-Lesbarkeit dieses Mediums muss mit virtuellen Dateisystemen im RAM kompensiert werden und dabei noch mit wenig RAM auf alter Hardware auskommen. Das sind Mangelbedingungen, die auf moderner Hardware und auf heutigen USB-Sticks eigentlich hinfällig sind. Minimalisten wie Porteus, Slax, Slitaz, Sparky, Tiny Core, Trisquel Mini oder Watt-OS setzen diese Techniken dennoch im Sinne einer Spezialisierung fort.

Aus diesem Grund sortieren wir außer Knoppix alle oben genannten Kandidaten aus, obwohl ein Slax ein USB-Schnellbooter ist (10 bis 12 Sekunden) und ein Puppy Linux wieselflink im Alltagsbetrieb arbeitet.

Es gibt aber noch weitere Gründe: Slitaz und Tiny Core sind Reduktionsrekorde ohne echte Alltagsrelevanz. Slax, Puppy Linux und Porteus sind allenfalls für Bastler relevant: Allein schon, deren nicht-hybride ISO-Images (nur auf CD/DVD-bootfähig) auf USB zu befördern, nötigt zu manuellen Schritten (Slax) oder zum Umweg über eine CD oder eine virtuelle Maschine (Puppy, Porteus).

Weiterführende Anpassungen des Livesystems sind entweder kompliziert (Slax, Porteus) oder inhaltlich unbefriedigend: Die Puppy-Systeme bieten für ihr eigenes Paketformat wenig Software und diese praktisch nur englischsprachig.

Bei etlichen weiteren Minimalisten wie Sparky, Trisquel oder Watt-OS ergeben sich keine offensichtlichen Vorteile gegenüber einem Debian oder Derivaten wie MX Linux und Q4-OS.

Ein pures, unveränderliches Livesystem taugt nicht als Zweitsystem. Erst eine Persistenzoption für eigene Dateien, Anpassungen und Nachinstallationen macht das Zweitsystem attraktiv. Die Auswahl solcher anpassungsfähiger Livesysteme wäre trotz der oben aussortierten Live-Spezialisten enorm, weil jedes Ubuntu-basierte ISO-Installationsmedium über das Tool Unetbootin mit Persistenz auf USB geschrieben werden kann. Sie müssen dazu im Unetbootin-Fenster neben der Option “Platz um Dateien zwischen Neustart zu erhalten” nur eine MB-Angabe eintragen. 2000 bis 8000 MB sind je nach Kapazität des USB-Sticks sinnvolle bis großzügige Werte. Unetbootin meldet dann beim Aktionsschritt 3 (“Installiere Startverwalter”) zusätzlich die Aktion “Erstellen der Persistenz”.

Optimal sind Live-Ubuntus allerdings nicht, weil sie aufgrund eines standardisierten Checks des Livemediums nicht sonderlich schnell booten. 40 Sekunden sind auch bei kleinem Lubuntu oder Xubuntu für jeden Start einzurechnen. Aus Leistungsgründen sind Ubuntu-Distributionen daher eher ein Fall für ordentliche Installation auf USB.

Noch ein zweiter Grund spricht gegen Live-Ubuntu auf USB: Es gibt dabei keine Möglichkeit, das USB-Medium durch Verschlüsselung zu schützen.

Das Debian-basierte Knoppix ist der Live-Klassiker schlechthin und ein “No-Brainer”. Wem der relativ einfache LXDE-Desktop nicht zu schlicht ist, kann mit Knoppix definitiv nichts falsch machen. Deutschsprachig, mit exzellenter Hardwareerkennung, opulenter Softwareausstattung und anspruchslosem LXDE-Desktop ist Knoppix erste Wahl für ein Zweit- oder Surfsystem.

Mit USB-Bootzeiten von 20 Sekunden zum eingabebereiten Desktop gehört Knoppix zu den schnellen Livestartern, wenngleich er mit Spezialisten wie Slax oder Porteus nicht ganz mithalten kann.

Im laufenden Betrieb und beim Start von Programmen ist die Knoppix-Leistung durchschnittlich, aber jederzeit agil. Knoppix hat aber zusätzlich den unschätzbaren Vorteil, dass weder der LXDE-Desktop viel Eingewöhnung fordert noch Software nachinstalliert werden muss. Knoppix hat wirklich alles an Software und Tools am Start.

Der Download von einem der Mirrorserver unter www.knopper.net/knoppix-mirrors beträgt für die aktuellste Version 9.1 circa 4,4 GB. Achten Sie in der Liste der ISO-Dateien auf “-DE” im Dateinamen (“Knoppix_V9.1DVD-2021-01-25-DE.iso”). Das hybride ISO-Abbild kann mit den üblichen Tools auf USB-Stick kopiert werden.

Für häufige Nutzung ist die Persistenzoption unentbehrlich, die bei Knoppix “Overlay-Partition” heißt. Dazu müssen Sie aber aus einem bereits laufenden Knoppix ein zweites erstellen. Das maßgebliche Tool “Flash Knoppix” finden Sie unter “Knoppix -› Knoppix auf Flash kopieren”. Nach Auswahl des Zieldatenträgers folgt die “Installation auf FAT32 mit zusätzlicher Overlay- Partition”. Die Abfrage zur Größe der Overlaypartition können Sie auf einem USB-Stick einfach mit “OK” übernehmen. Dann erhält die Overlaypartition auf dem Stick die komplette Restkapazität, die das eigentliche Knoppix-System übriglässt. Eine letzte Frage betrifft den optionalen Verschlüsselungsschutz der Overlaypartition. Es handelt sich um die einzige Möglichkeit, einen USB-Stick mit Knoppix systemweit zu schützen, weil Knoppix als Livesystem keine Benutzerverwaltung hat. Die Verschlüsselung schützt neben dem Knoppix-System auch die persönlichen Daten auf dem USB-Stick.

Mit Overlaypersistenz erlaubt Knoppix Anpassungen aller Art, auch Nachinstallationen und Entfernen überflüssiger Pakete. (De-)Installationen sind wahlweise über apt im Terminal zu realisieren oder auch über Synaptic.

ChatGPT kommt unter die deutsche Lupe

Die Datenschützer der Bundesländer nehmen einem Bericht zufolge den auf künstlicher Intelligenz basierenden Text-Automaten ChatGPT genauer unter die Lupe.

“Die Taskforce KI der Datenschutzkonferenz hat das Thema übernommen”, sagte die Vorsitzende des Gremiums, Schleswig-Holsteins Datenschützerin Marit Hansen, dem Medienhaus Table.Media. “Offensichtlich sind die Risiken umfassender als “nur” Datenschutz, sodass nicht nur Datenschutzaufsicht und Landesmedienanstalten gefordert sind, sondern auch Politik und Gesetzgebung”, sagte die Landesbeauftragte.

Die Konferenz der Datenschutzbehörde beschäftigte sich dem Bericht zufolge am Montag “aus aktuellem Anlass” mit dem Thema. In Italien wurde ChatGPT bereits vorläufig gesperrt.

Die Datenschützer in Rom werfen dem Start-up OpenAI vor, dass es seinen Nutzern nicht mitteile, welche Informationen von ihnen gespeichert werden. Zudem habe das Unternehmen keine rechtliche Grundlage für die Sammlung und Speicherung der Daten. Darüber hinaus gebe es keine adäquaten Filter oder Sperren für Kinder unter 13 Jahren, die laut Geschäftsbedingungen die Software ChatGPT nicht nutzen dürften.

ChatGPT hat in den vergangenen Monaten damit beeindruckt, wie gut die Software menschliche Sprache imitieren kann. Zugleich gibt es Sorgen, dass solche Technik auf Basis künstlicher Intelligenz zum Beispiel für die Verbreitung falscher Informationen missbraucht werden könnte.

Warum sich das sofortige Update auf iOS 16.4 lohnt

Wenn Sie sonst zu den Leuten gehören, die mit der Aktualisierung ihres iPhones ein paar Wochen warten, sollten Sie das vielleicht noch einmal überdenken – und am besten sofort das Update laden.

“Punkt-Updates” von iOS unterscheiden sich deutlich: Es gibt solche, die nicht viel zu verändern scheinen, und solche, die einen Haufen interessanter neuer Funktionen auf Ihr iPhone bringen. Das am Montagabend veröffentlichte iOS 16.4 gehört zu letzteren.

Neue Sicherheitsupdates sind normalerweise ein guter Grund, Ihr iPhone sofort zu aktualisieren, aber im Fall von iOS 16.4 erhalten Sie eine Reihe von Verbesserungen, die sich auf die Art und Weise auswirken werden, wie Sie Ihr iPhone verwenden. Dies sind die drei wichtigsten neuen Funktionen, auf die Sie sich nächste Woche freuen dürfen.

Neue Home-Architektur
Apple hat die versprochene neue Home-Architektur erstmals in iOS 16.2 veröffentlicht, aber die Benutzer hatten Probleme mit der Aktualisierung, sodass sie nur wenige Tage später wieder zurückgezogen wurde. (In einigen Fällen ist die Umstellung aber problemlos gelungen, Anm. d. Red.) Nach gut drei Monaten wagt Apple mit iOS 16.4 einen neuen Anlauf.

Die neue Architektur bietet noch keine wirklich neuen Funktionen. Es handelt sich lediglich um eine komplette Überarbeitung der Funktionsweise der Home-App und von HomeKit im Hinblick auf Effizienz, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit. Wenn Sie bereits das Upgrade vollzogen haben, bevor Apple es im Dezember letzten Jahres zurückgezogen hat, sollten Sie es nicht nochmal erledigen müssen, für alle anderen sollte die Prozedur reibungsloser funktionieren als beim letzten Mal.

Sobald Sie auf iOS 16.4 aktualisiert haben, können Sie die Home-App öffnen, auf die Schaltfläche (…) in der oberen rechten Ecke tippen und dann Home-Einstellungen auswählen. Die Aufforderung zur Aktualisierung wird oben auf dem Bildschirm angezeigt. Beachten Sie, dass alle anderen Apple-Geräte (insbesondere Home Hubs wie Apple TV oder HomePod) ebenfalls aktualisiert werden müssen.

Neue Emojis
Wer liebt sie nicht, die Emojis? In iOS 16.4 fügt Apple 21 neue Emojis hinzu (31, wenn man Hauttonvariationen mitzählt). Neu sind:

Herz: Blau, Rosa, Grau

Smiley: Schüttelndes Gesicht

Gesten: Nach rechts und nach links schiebende Hand mit jeweils fünf Hauttönen

Tiere: Esel, Elch, Gans, Flügel, Qualle

Natur: Hyazinthe, Erbsenschote, Ingwer

Gegenstände: Faltbarer Handfächer, Hair Pick, Flöte, Maracas

Symbole: Khanda, drahtlos

Push-Benachrichtigungen für Webanwendungen
Lange Zeit war eines der größten Probleme mit “Web-Apps” – Websites, die man dem Startbildschirm hinzufügt und die wie Apps funktionieren – die fehlende Möglichkeit, Push-Benachrichtigungen zu senden. Mit iOS 16.4 können Web-Apps, die dem Startbildschirm hinzugefügt werden, die HTML5-Standard-Web-Push-API verwenden, um Push-Benachrichtigungen zu senden, komplett mit Badge-Symbolen. Natürlich müssen sie dafür wie jede andere App um Erlaubnis bitten, unter “Einstellungen > Benachrichtigungen” lässt sich die Art und Weise anpassen, wie die Web-App benachrichtigt.

Dies gilt nur für Apps, die zu Ihrem Startbildschirm hinzugefügt werden. Im Gegensatz zu Safari auf dem Mac können normale Websites, die in Safari auf iOS aufgerufen werden, immer noch keine Push-Benachrichtigungen senden.

Dieser Artikel ist zuerst auf Macworld.com erschienen und wurde aus dem Englischen übersetzt.

US-Gericht entscheidet gegen Apple

Apple hat fast acht Jahre nach dem Start seines Musikstreaming-Dienstes einen Rückschlag beim Streit um den dazugehörigen Markennamen in den USA erlitten.

Ein Berufungsgericht in Washington stellte sich am Dienstag auf die Seite eines Musikers, der gegen die Anmeldung des Namens Apple Music vorgeht. Der Trompeter Charles Bertini macht geltend, dass er seit 1985 die Marke Apple Jazz unter anderem für Live-Auftritte verwende und eine Verwechslungsgefahr sehe.

Apples Weg zur Verwendung des eigenen Firmennamens bei allem, was mit Musik zu tun hat, war schon früher schwierig – und das hat mit den Beatles zu tun. Die Mitglieder der legendären Band stellten 1968 das Londoner Unternehmen Apple Corps für Geschäfte rund um ihre Musik auf die Beine.

Zehn Jahre später verklagte Apple Corps die von Steve Jobs und Steve Wozniak frisch gegründete Firma Apple Computer mit dem Vorwurf der Markenrechtsverletzung. Der Streit wurde in den 80er Jahren mit einem Deal beigelegt: Apple Computer hält sich aus dem Musikgeschäft heraus, Apple Corps aus der Computer-Branche.

Die Einigung wurde auf die Probe gestellt, nachdem der in Kalifornien ansässige Apple-Konzern die Download-Plattform iTunes startete. Apple Corps warf der Gegenseite Vertragsbruch vor, verlor aber vor Gericht. Danach kaufte Jobs der Beatles-Firma 2007 ihre gesamten Markenrechte auf den Namen Apple ab.

Dadurch kann Apple nun darauf verweisen, Inhaber einer seit 1968 im Musikgeschäft genutzten Marke zu sein – der grüne Apfel von Apple Corps findet sich etwa auf Schallplatten und CDs der Beatles. Im Streit mit Bertini konnte der iPhone-Konzern in erster Instanz mit dem Argument einer früheren Verwendung überzeugen.

Das Berufungsgericht sah jedoch ein Problem. Der Konzern hatte die Marke Apple Music unter anderem auch für Live-Auftritte angemeldet. Das sei aber etwas anderes als die Nutzung der Apple-Marke durch die Beatles für Musik-Aufnahmen, entschieden die Berufungsrichter – und lehnten die Registrierung von Apple Music ab. Ob Apple dagegen in Berufung gehen und vor das Oberste Gericht der USA ziehen will, war zunächst unklar.

Bertini vertreibt seit Mitte der 90er Jahre unter dem Namen Apple Jazz auch aufgezeichnete Musik seiner Musikfirma. Den Streaming-Dienst Apple Music startete der Konzern im Juni 2015.

Gesundheitliche Risiken durch Smartphones, Notebooks & Tablet-PCs vermeiden

Smartphones, Tablets und Notebooks können ernste gesundheitliche Probleme verursachen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie trotzdem gesund bleiben.

Verbringen Sie auch nur fünf Minuten an einer belebten Straßenkreuzung und Sie werden ihnen begegnen: Leuten, die ihr Tablet oder Smartphone so benutzen, dass sie sich selbst in Gefahr bringen. Zum Beispiel diejenigen, die ihr Smartphone am Steuer eines PKWs bedienen. Doch Ablenkung während der Fahrt ist längst nicht die einzige Gefahr, die hinter der Benutzung von Smartphones, Tablets und Co. lauert.

Weniger dramatisch aber nicht minder gefährlich sind die Risiken, von denen die meisten Nutzer nicht einmal wissen, dass sie existieren. Ergonomie-Risiken beispielsweise sind Computernutzern nicht neu. Notebooks hingegen, die den Desktop-PC in puncto Verkaufszahlen mittlerweile überholt haben, bergen ihre ganz eigenen gesundheitlichen Gefahren. Und auch durch Touchscreens drohen gesundheitliche Risiken.

Gesundheitliche Risiken für PCs, Notebooks, Tablets
Medizin-Experten haben drei Kategorien von Computer-basierten Krankheiten herausgearbeitet, die sowohl für die Nutzung traditioneller Desktop-PCs gelten, als auch für die neueren, mobilen Touchscreen-Geräte:

Verletzungen durch ständig wiederholte Bewegungen
Diese Krankheit ist auch bekannt als RSI: Repetitive Stress Injuries, also “(sich) wiederholende Stress-Verletzungen”. RSI resultiert aus immer wiederkehrenden großen und kleinen Bewegungen, die Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven belasten. Menschen, die etwa regelmäßig ihre beiden Daumen benutzen, um an einem Smartphone Kurznachrichten zu tippen, entwickeln manchmal das Quervain-Syndrom – eine schmerzhafte Krankheit, die die Sehnen befällt, die für die Bewegung des Daumens zuständig sind.

Krankheiten durch unnatürliche Haltung und Krafteinwirkung
Diese Krankheitsstörungen treten auf, wenn Menschen ihren Körper auf eine Weise benutzen, die physischen Stress bedeutet – etwa, wenn sie ihre Handgelenke beim Tippen unnatürlich stark drehen und neigen, oder sie dabei zu fest anspannen. Das Karpaltunnel-Syndrom – das wohl bekannteste Krankheitsbild dieser Kategorie – entsteht zum Beispiel durch zu starken, lang anhaltenden Druck auf den Medianus-Nerv im Handgelenk.

Augenkrankheiten
Wer damit zu kämpfen hat, Texte auf einem Bildschirm zu entziffern – sei es, weil die Schrift zu klein ist, oder weil Spiegelungen oder ähnliches die Sicht erschweren – riskiert Augenleiden, die von ärgerlich und lästig bis hin zur Arbeitsunfähigkeit reichen. Die Symptome, oft als “Computer Vision Syndrome” zusammengefasst, umfassen unter anderem Augenschmerzen und Rötungen, getrübte oder gedoppelte Sicht, sowie Kopfschmerzen.

Viele Menschen sind zudem über die Strahlung besorgt, die sowohl alte CRT-Monitore als auch Smartphones, Tablets und WLAN-Geräte ausstrahlen. Die Forschung lieferte hierzu bislang allerdings widersprüchliche Ergebnisse. Wie es scheint, ist das Risiko aber gering, sofern Sie den Richtlinien des Herstellers für den sicheren Gebrauch des Gerätes folgen.

Touchscreens und Notebooks bergen neue Risiken
Dank diverser Gesundheitsorganisationen und Aufklärungsstrategien sind viele Menschen heutzutage besser mit den Möglichkeiten vertraut, um sich vor bestimmten Risiken zu schützen, als es noch vor 10 oder 15 Jahren der Fall war. Verkäufer von Computern, Peripherie-Geräten und Büro-Möbeln heben ergonomische Vorteile ihrer Produkte besonders stark hervor und Handbücher und Bedienungsanleitungen geben Hinweise darüber, wie man mit dem Produkt sicher und gesundheitsschonend arbeitet. Unglücklicherweise ist das Bewusstsein über Risiken und Gefahren, wie man sie aus dem PC- Bereich kennt, aber noch nicht so richtig in den Bereich neuerer Touchscreen-Geräte und Notebooks vorgedrungen. Wir wollen sie Ihnen im Folgenden aufzeigen:

Gesundheitsrisiken bei der Notebook-Nutzung
Jahrelang waren Notebook-Nutzer gezwungen, auf Leistung zu Gunsten der geringeren Gewichts zu verzichten. Mittlerweile stechen aber Notebooks mitunter sogar Desktop-PCs in puncto Geschwindigkeit und Speicherplatz aus. Aus diesem Grund erfüllen Notebooks oft beide Zwecke: Arbeiten von unterwegs und zu Hause, beziehungsweise im Büro und am Arbeitsplatz. Leider schränkt ihre Bauform die Notebooks ergonomisch ziemlich ein. Weil Bildschirm und Tastatur direkt aneinander haften, können Sie sie beispielsweise nicht optimal für Ihre Bedürfnisse positionieren.

Perfekt vorm Notebook sitzen
Als Ersatz für einen Desktop-PC und längere Arbeitsstunden am Laptop sollten Sie deshalb über einen externen Monitor nachdenken. So können Sie die Tastatur Ihres Notebooks auf Desktop-PC-Höhe positionieren – also so, dass Ihre Ellbogen in einem 90-Grad-Winkel auf dem Schreibtisch aufliegen – und gleichzeitig den Bildschirm auf Augenhöhe ausrichten. Wenn Ihnen diese Anschaffung zu kostspielig ist, besorgen Sie sich ein erhöhtes Standpult für Ihren Laptop-Bildschirm und dazu eine separate Tastatur. Beides richten Sie dann genauso aus, wie eben beschrieben.

Externe Tastatur für Notebook verwenden
Notebooks bergen aber noch mehr Gefahren, wenn Sie sie an bequemen oder ungewohnten Orten benutzen, etwa an einem Guest-Desk im Büro oder am Schreibtisch eines Hotelzimmers. Dort ist es umso schwieriger, eine Position zu finden, die Nacken, Schultern, Arme, Handgelenke und Hände schont. Wenn Sie viel von unterwegs arbeiten, tragen Sie am besten immer eine leichte, externe Tastatur und Maus bei sich. Und verschaffen Sie dem Laptop mit einem darunter gelegten Buch oder einem ähnlichen Hilfsmitteln eine erhöhte Arbeitsposition.

Notebook im Bett verwenden
Wenn Sie darauf bestehen, Ihren Laptop im Bett oder während des Fernsehens auf dem Sofa zu benutzen, widerstehen Sie wenigstens der Versuchung, auf der Seite zu liegen und Ihren Kopf mit einem Arm abzustützen: das schädigt Ihren Nacken und macht es zudem nahezu unmöglich, in einer halbwegs natürlichen Position die Tastatur zu bedienen. Im Bett sollten Sie mit einem aufrechten Rücken sitzen, unterstützt von einem festen Kissen.

Stopfen Sie zudem ein weiteres Kissen unter Ihre Knie und richten Sie den Bildschirm Ihres Laptops so aus, dass etwaige Lichtquellen hinter Ihnen nicht vom Display reflektiert werden. Selbst wenn Sie diese Vorsichtsmaßnahmen treffen, sollten Sie Ihren Laptop in solchen Positionen nicht länger als 5 bis 10 Minuten am Stück verwenden, ohne eine Pause einzulegen. Müssen Sie länger als eine halbe Stunde am Laptop arbeiten, wechseln Sie besser zu einem Schreibtisch – auch wenn der vielleicht weniger kuschelig und bequem erscheint.

Gesundheitliche Risiken durch Smartphones und Tablets
Wo Notebooks bereits Leute dazu verführen, sie an den unmöglichsten Orten zu verwenden, setzen Smartphones und Tablets nochmal eins drauf. Denn sie können tatsächlich überall verwendet werden und außerdem in nahezu jedweder Körperhaltung – von denen die meisten nicht unbedingt gesundheitsfördernd sind. Ihr Nacken und die Halswirbelsäule reagieren höchst empfindlich auf Fehlhaltungen.

Auf Dauer kann das auch zu Quetschungen oder Überdehnungen derjenigen Nervenbahnen führen, die durchs Rückenmark verlaufen. Verzichten Sie auf vermeintlich wohltuende Dehnungen des Kopfes nach vorn oder hinten, sowie auf Drehungen und Neigungen zur rechten und linken Seiten. Machen Sie stattdessen lieber regelmäßige Pausen von der Bildschirmarbeit. Fühlen Sie Schmerzen, Taubheit oder ein Kribbeln, hören Sie mit dem, was Sie gerade tun, sofort auf und nehmen Sie wieder eine komfortablere Position ein.

Tablets besser horizontal verwenden
Im Gegensatz zu Laptops funktionieren Tablets wie Apples iPad und E-Reader wie Amazons Kindle sowohl horizontal als auch vertikal. Die horizontale Benutzung ist in aller Regel schonender, sofern sich das Tablet in einer komfortablen Position für Ihre Arme und Hände befindet – hier gilt in etwa die gleiche Regel wie für die Benutzung einer Tastatur am Desktop-PC. Dadurch, dass sich das Tablet aber normalerweise auf Höhe des Schoßes befindet, ist eine Überstreckung des Nackens quasi unabdingbar – was wiederum zu Haltungsschäden führen kann.

Nutzen Sie Touchscreens nicht vertikal
Vertikal benutzte Touchscreens sind rein ergonomisch im Nachteil. Sie beanspruchen die großen Muskeln in Schultern und Armen auf eine Art und Weise, die die Muskeln schneller erschöpfen lässt. Auch der ehemalige Apple-CEO Steve Jobs stellte auf einer Pressekonferenz im Oktober 2010 klar: “Touch-Oberflächen wollen nicht vertikal benutzt werden!” Je senkrechter der Bildschirm also aufgebaut ist, desto mehr müssen Sie Ihr Handgelenk zum Tippen beugen – eine Haltung, die von Anatomen als “Dorsalflexion” bezeichnet wird. Diese Dorsalflexion übt deutlich mehr Druck auf den Medianus-Nerv und andere Strukturen im Karpaltunnel des Handgelenkes aus.

Vertikal ausgerichtete Touchscreen-Monitore verlangen, dass Sie Ihren Arm ausstrecken und entgegen der Schwerkraft anheben, um den Bildschirm zu benutzen, was Ihre Muskeln extrem schnell erschöpft. In gewissem Maße passiert das auch, wenn Sie eine Maus oder ein Trackpad bedienen und zu weit vom Schreibtisch weg sitzen. Da wäre die Lösung allerdings simpel: setzen Sie sich einfach näher ran.

Im Gegensatz zu Desktop-PCs, bei denen es sogar gut ausgearbeitete Richtlinien darüber gibt, wie man sie ergonomisch vorteilhaft benutzt, sind solche Empfehlungen für Touchscreen-Nutzer eher spärlich und sogar widersprüchlich – denn sie sind abhängig davon, welche Arbeit genau Sie am Touchscreen verrichten. Wenn Sie nur etwas lesen, sollten Sie das Gerät am besten so positionieren, dass Sie den kompletten Bildschirm klar und deutlich erkennen können. Das ist in aller Regel ein leicht geneigter, nicht ganz 90 Grad erreichender Winkel auf Ihrer Augenhöhe. Kurz gesagt: eben die Ausrichtung eines Standard-Desktop-Monitors. Zum Tippen und Navigieren sind hingegen flache Winkel mit etwa 30 Grad am besten.

Handgelenke werden durch Touchscreens belastet
Die Position Ihrer Handgelenke hängt eng damit zusammen, ob Sie sich bei einer Multitouch-Geste eine Verletzung zuziehen oder nicht. Alan Hedge, Direktor des “Human Factors and Ergonomics”-Labors an der Universität Cornell meint, je mehr man das Handgelenk “dorsalflektiere”, desto größer sei das Risiko einer Verletzung. Er fügt aber auch hinzu, dass die meisten Gesten auf einem Touchscreen kaum Druckstärke benötigen – Sie sind also auf der sicheren Seite, sofern Sie Ihr Handgelenk nicht absichtlich überstrecken oder Gesten zu schnell und hektisch hintereinander wiederholen.

Taktiles Feedback fehlt bei Touchscreens
In der Theorie bergen die Onscreen-Tastaturen von Tablets und Smartphones die gleichen Risiken für RIS und verwandte Verletzungen wie physische Tastaturen. Aktuell ist das größte Problem der virtuellen Tastaturen jedoch ihr fehlendes, taktiles Feedback. Im Gegensatz zu mechanischen Tasten, die sich bewegen und Widerstand geben, reagieren virtuelle Tasten nicht, wenn sie gedrückt werden. Als Ersatz erlauben viele Hersteller das Hinzuschalten hörbarer Klick-Laute, was aber nicht immer effektiv ist – insbesondere nicht in lauten Umgebungen.

Das Resultat, sagt Hedge, ist, dass Nutzer virtuelle Tasten bis zu acht Mal kraftvoller anschlagen als physische. Und das kriegen Finger, Handgelenke und Unterarme zu spüren. Wenn Sie also regelmäßig mehr als ein paar Sätze auf Tablet oder Smartphone tippen müssen, denken Sie über die Anschaffung einer Bluetooth- oder einer anderen, externen Tastatur nach. Gleichzeitig haben virtuelle Tastaturen aber auch gewisse Vorteile; etwa die Möglichkeit, eigene Tastenlayouts anzulegen. Unglücklicherweise setzen noch nicht allzu viele Hersteller auf diese Bonus-Funktion.

Muskeln werden ständig angespannt
Große Krafteinwirkung kann auch dann zum Problem werden, wenn Ihre Finger gerade gar nicht auf die Tastatur einhämmern. Sie in ständiger, krampfhafter Erwartung auf den nächsten Tipper zu halten, erfordert sogenannte “isometrische Spannung”, die Muskeln und Sehnen stark beansprucht. Machen Sie doch mal ein kleines Experiment: lassen Sie Ihren Arm in völliger Entspannung einfach locker zur Seite hängen, entspannen Sie Ihre Finger. Nun behalten Sie die Armposition bei und bringen Ihre Hand aber in die Position, die sie beim pausierten Tippen auf der Tastatur einnimmt. Spüren Sie den Unterschied? Sowohl für kleine als auch für große Muskeln gilt: je entspannter sie sind, desto besser.

Augenprobleme
Es scheint eine Binsenweisheit zu sein, dass Ihre Augen desto mehr leiden, je mehr sie sich anstrengen müssen, um etwas auf einem Touchscreen zu erkennen. Ein ähnliches Phänomen eben, wie wenn man im Halbdunkel über Stunden ein Buch zu lesen versucht. Das führt nicht selten zu Kopfschmerzen, Augenschmerzen und anderen Leiden. Auch wenn die physischen Mechanismen hinter diesen Leiden erstaunlich obskur sind, sind ihre Symptome doch nicht minder real.

Grob gesagt hängt das Risiko von Augenproblemen durch Tablets und Smartphones direkt von drei Attributen des Displays ab: der Auflösung (und damit der Schärfe des Bildes), dem Kontrast (also wie hell oder dunkel Buchstaben und Bilder im Vergleich zum Hintergrund sind), und der Helligkeit (also wie viel Licht das Display abgibt). Seit den ersten Schritten mit schummrigen, niedrig aufgelösten PDA-Displays, hat die Technologie in allen drei Bereichen große Fortschritte gemacht. Mittlerweile sind scharfe, helle Displays wie das in Apples iPhone und Samsungs Galaxy-Smartphones glücklicherweise die Norm.

Immer kleinere Darstellung
Doch neuere, hochauflösende Bildschirme bergen ihre ganz eigenen Risiken. Da sie immer mehr Pixel auf einen Quadrat-Zoll packen, können sie auch Schriften immer kleiner und kleiner darstellen. Ebenso wie kleine Schriftgrößen bei gedruckten Texten, sind auch kleine Schriftgrößen bei virtuellen Dokumenten schwer lesbar und verursachen Augenprobleme – selbst, wenn Sie die Helligkeit des Bildschirms auf ein Maß hochschrauben, das perfekt auf die Umgebungsbeleuchtung abgestimmt ist. Smartphones mit Touchscreens, die Multitouch-Zoom unterstützen, helfen Ihnen zwar bei Schriften, die zu klein zum Lesen sind; doch die ständige Scrollerei im herangezoomten Dokument ist schnell ebenso erschöpfend. Spezielle Brillen zum Lesen von Tablet-Displays können helfen – vor allem, wenn Ihre Sehkraft altersbedingt bereits nachgelassen hat.

Umweltfaktoren spielen ebenso eine Rolle bei der Verstärkung gewisser visueller Beschwerden. Im Gegensatz zu Desktop-PCs, wo es in aller Regel nicht schwer ist, einen Platz für den Monitor zu finden, wo sich nichts auf dem Display spiegelt, werden Mobilgeräte oft an Orten eingesetzt, wo sich die Umgebung ständig verändert. Ähnlich wie beim Laptop sollten Sie also darauf achten, was sich in Ihrer Umgebung befindet, um Spiegelungen und störende Reflektionen auf dem Display zu vermeiden. Und weil trockene Umgebungsluft einige Symptome fördert, vermeiden Sie trockene, überhitzte Orte oder fragen Sie Ihren Optiker nach speziellen Feuchtigkeits-Augentropfen.

Virtuelle Tastaturen mit taktilem Feedback
Über Gesundheitsprobleme, ausgelöst durch den Gebrauch von Laptops und Mobilgeräten, wird selten berichtet. Zum Teil, weil die Leute oft nicht darüber Bescheid wissen und bestimmte Symptome eher anderen Ursachen zuordnen. In den 1990er Jahren führte das erhöhte Bewusstsein der Bevölkerung über Computer-basierte Krankheiten zu einer Flut von Beschwerden und rief eine Industrie ins Leben, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, leidenden Desktop-Computer-Nutzern zu helfen.

Auch, wenn es unwahrscheinlich ist, dass wir heutzutage nochmals eine ähnliche Reaktion der Öffentlichkeit erleben, arbeiten Hersteller bereits an Lösungen, die unserer Gesundheit dienen – etwa virtuelle Tastaturen mit taktilem Feedback. Vielleicht dürfen wir in Zukunft sogar mit Geräten rechnen, die uns warnen, wenn wir sie falsch oder gesundheitsgefährdend benutzen. Bis dahin müssen Sie allerdings selbst auf sich aufpassen und möglichen Risiken mit unseren Tipps entgegenwirken.