Chromebook-Markt bricht ein

2022 wurden weltweit fast 48 Prozent weniger Chromebooks verkauft als im Vorjahr. Laut den Zahlen der Marktforscher von Canalys ist erst im vierten Quartal 2022 eine leichte Besserung zu erkennen.

Chromebooks belegen im weltweiten PC- und Notebook-Markt nur eine Nische. Laut dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Canalys wurden 2022 weltweit rund 435 Millionen PCs und Tablets verkauft, knapp 18 Millionen davon waren Chromebooks.

Trotzdem konnte der Chromebook-Markt Jahr für Jahr zulegen. Doch damit war 2022 Schluss: Während der Gesamtmarkt für PCs und Tablets im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent zurück gegangen ist, musste der Chromebook-Markt mit einem Minus von fast 48 Prozent einen massiven Einbruch verzeichnen.

HP holt im Q4 wieder auf
Von den Top fünf der Chromebook-Produzenten hat Acer bei den Stückzahlen mit einem Rückgang von 17,6 Prozent am wenigsten gelitten. Auch Dell kam mit minus 17,7 Prozent noch einigermaßen glimpflich davon. Eklatant sind die Rückgänge bei Lenovo mit minus 54,4 Prozent, Asus mit minus 47,9 Prozent und HP mit minus 65,6 Prozent.

Das schlägt sich auch im Ranking nieder: So hat sich bei den Marktanteilen 2022 Acer an die Spitze gesetzt, gefolgt von Lenovo und HP. Allerdings konnte HP im vierten Quartal 2022 wieder aufholen und die Anzahl der im Vergleich zum Vorjahresquartal vertriebenen Geräte mehr als verdoppeln. Damit ist HP unter den großen Anbietern der einzige mit Zuwachs im Q4.

Wachstum ab 2024
Ishan Dutt, Senior Analyst bei Canalys, führt die leichte Erholung gegen Jahresende auf “starke Preisnachlässe im Einzelhandel” und “eine Belebung im Bildungsbereich” zurück. Die Kaufzurückhaltung der privaten Kunden und die schleppende Expansion in kommerziellen Umgebungen stellen laut Dutt aber weiterhin “eine Herausforderung” für den Markt dar.

So hoffen die Hersteller auf die anstehenden Erneuerungszyklen im Bildungsbereich, insbesondre in den Schlüsselmärkten Japan, USA und Europa. Canalys-Analyst Dutt bremst aber die Erwartungen: “Durch den Druck auf die Budgets des öffentlichen Sektors wird es dieses Jahr nur vereinzelt Chancen geben, da die Hersteller und der Channel vor Schulanfang zunächst die Lagerbestände abbauen wird”, lautet seine Prognose.

Signifikantes Wachstum wird sich laut Canalys erst wieder 2024 einstellen, da dann die während der Pandemie beschafften Geräte das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. “Es wird auch die Möglichkeit geben, höherwertige Produkte zu liefern, da Schüler und Lehrer höhere Erwartungen an Geräte haben”, meint Dutt. Da nun aber digitale Lehrpläne “fest im Bildungssystem verankert” sind, rechnet der Analyst für die Zukunft mit einer “beständigen und zyklischen Nachfrage” bei Chromebooks.

Welches Notebook ist besser für den Business-Alltag?

Die Unterschiede zwischen Mac und PC schrumpfen, doch die Entscheidung zwischen PC und Mac als Business-Notebook ist noch immer viel mehr als eine Lifestyle-Entscheidung. Sie ist auch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor.

PC oder Mac – seit über 40 Jahren müssen Nutzer, die einen neuen Rechner benötigen, mit dieser Entscheidung ringen. Im Business-Bereich dominierten in der Vergangenheit Windows-PCs, während vor allem Kreative im Text-, Bild- und Video-Bereich auf Macs setzten. Diese Trennlinie löst sich allerdings auf, Macs werden auch im Business-Bereich immer beliebter. Die Premium-Notebooks der Macbook-Reihe sind edel verarbeitet und dabei ausgesprochen funktional und zuverlässig – kein Wunder, dass so mancher Mitarbeiter sie dem Windows-Pendants vorzieht. Gibt es überhaupt noch ein “besser” für den Business-Einsatz?

Ähnlichkeiten und Unterschiede
Der größte Unterschied zwischen Mac und PC liegt tatsächlich im Betriebssystem: MacOS ist 1984 fester Bestandteil eines jeden Macs. Genau wie Windows hat das Betriebssystem eine Evolution durchgemacht: MacOS 13 ist ein ebenso modernes Betriebssystem wie Windows, mit einer leicht bedienbaren Oberfläche.

Der große Unterschied zwischen beiden Systemen ist – neben der Bedienung – der Kern: MacOS setzt – wie etwa Linux – auf ein Unix-System, Windows ist eben Windows, wobei das eher für die IT-Abteilung relevant ist. Deutlich wichtiger ist der (derzeitige) Performance-Unterschied: Apple setzt bei seinen Notebooks inzwischen auf hauseigene ARM-Prozessoren, die besonders leistungsstark und energieeffizient sind. Damit sind Akkulaufzeiten von bis zu 22 Stunden möglich – Werte, von denen die meisten PC-Notebooks derzeit nur träumen können.

Die Sache mit der Software
In der Vergangenheit war der Mac in Sachen Standard-Anwendungen oft problematisch. Inzwischen ist das kein Thema mehr: Standards wie Microsoft Office, die Adobe-Programme oder das in vielen Unternehmen nach wie vor verwendete Lotus Notes (beziehungsweise IBM- oder HCL-Notes) sind für MacOS erhältlich. Das gleiche gilt für Messenger und Konferenz-Software wie Zoom oder Teams oder das “digitale Büro” Slack. Moderne Anwendungen für den Business-Bereich sind ohnehin meist Web- und cloudbasiert, entsprechende Client-Software liegt in aller Regel für MacOS vor.

Altlasten können problematisch werden
Anders sieht es bei in vielen Unternehmen reichlich vorhandenen “Altlasten” aus: An so manchem Arbeitsplatz existieren aufwändige Office-Makros, die schon seit vielen Jahren im Einsatz sind und wichtige Säulen des Unternehmens sind. Diese sind oft nicht mit Microsoft Office für Mac kompatibel: Aus technischen Gründen hat MacOS zum Beispiel andere Pfade als Windows, auch viele einbezogene Funktionen gibt es nicht auf dem Mac. Das kann zu Problemen führen, die aufwändige Anpassungen oder sogar die Neuerstellung der Makros erfordern kann. Die gute Nachricht: Moderne Office-Versionen sind für Mac und Windows identisch, neu erstellte Automatisierungen sollten also auf beiden Plattformen laufen.

Auch so manche Anwendungssoftware – etwa Abrechnungssysteme, Kommunikationslösungen, Datenbanken, Produktkatalog-Software oder CAD-Tools – kann problematisch sein, weil sie nur für Windows erhältlich ist. Setzt das Unternehmen speziell ans Unternehmen angepasste Legacy-Software ein, kann ein Mac-Notebook auch hier zum Problem werden. Daher ist es wichtig, vor dem Einsatz eines Macbooks alle vom Mitarbeiter eingesetzte Software auf Mac-Kompatibilität zu prüfen. Im Notfall kann aber auch auf dem Mac ein “Windows im Fenster” installiert werden, etwa über die Software Parallels.

Anschaffungs- und Betriebskosten: Vorsicht, Falle!
Viele IT-Abteilungen bügeln den Wunsch nach einem Mac mit dem Argument der Kosten ab: Macbooks sind im Vergleich zu PCs sehr teuer in der Anschaffung: Mindestens 1.200 Euro kostet derzeit das absolute Einstiegsmodell Macbook Air M1. Für diese Summe gibt es wirklich viel PC-Notebook – und das in vergleichbarer Hardwarequalität.

Allerdings ist es wichtig, neben den Anschaffungs- oder Leasingkosten auch die Folgekosten im Blick zu behalten – und hier schneiden Macbooks typischerweise deutlich besser ab als ihre PC-Pendants: Egal ob Sicherheit, Geschwindigkeit oder die durch solidere Software und Hardware weniger auftretende Produktivitätsausfälle: Im laufenden Betrieb sind Macbooks meist deutlich solider als Windows-Notebooks.

Allerdings zum hohen Preis der fehlenden Nachrüstbarkeit: Wenn Macs angeschafft werden, sollten sie daher auf zukünftige Anforderungen der rund 5 bis 8 Jahre Einsatz konfiguriert werden, was natürlich wieder den Anschaffungspreis in die Höhe schießen lässt. Eine von Apple kommissionierte Forester-Studie weist aktuellen Macbooks allerdings ein enormes Potential zur Kostensersparnis im laufenden Betrieb aus.

Schnittstellen und Zubehör: Hier kann der Mac zum Problem werden
Grundsätzlich setzen moderne Notebooks – egal ob Mac oder PC – mehr und mehr auf die USB-C- oder (baugleiche) Thunderbolt Schnittstelle und WLAN. USB-C und Thunderbolt unterscheiden sich hauptsächlich über die unterstützte Geschwindigkeit. Der Vorteil dieser Schnittstelle: Sie erlaubt mittels Adapter den Anschluss aller möglichen anderen Schnittstellen, vom klassischen USB über Monitor-Anschlüsse wie HDMI bis hin zu Ethernet und Audio-Schnittstellen. Damit sind Macbook und Windows-Notebooks zunächst gleichermaßen für den Anschluss an Peripherie geeignet.

Standard-Hardware, die ohne Treiber auskommt – Beamer, Monitore, Mäuse und Tastaturen – stellen für beide Plattformen kein Problem dar. Kritisch wird es allerdings bei Druckern: Der Mac zeigt sich oft störrisch bei der Unterstützung mancher Modelle, wenn es keinen passenden Treiber gibt. Noch problematischer wird es bei Scannern, auch wenn es hier Software-Lösungen wie VueScan zum Nachrüsten gibt. Als Faustregel gilt: Windows first! Je spezifischer die Hardware oder Peripherie, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine Mac-Treiber für das Gerät vorliegen – und der Mac das Gerät dadurch nicht ansteuern kann.

Ohnehin ist der Mac in Sachen Zubehör oft schlecht aufgestellt: Gerade günstige oder sehr spezifische Zusatz-Hardware ist selten mit Mac-Treibern ausgestattet. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass MacOS in vielen Fällen eine Basis-Kompatibilität mitbringt, die zum Beispiel den Einsatz eines Druckers – sofern es sich um ein älteres Modell handelt oder er AirPrint unterstützt – ohne zusätzliche Treiber ermöglicht.

Performance: Hier sind Macbooks ohne Tadel
Gesetzt dem Fall, dass alle gewünschten Anwendungen und Peripheriegeräte für den Business-Einsatz des Notebooks sowohl für den Mac, als auch für den PC vorliegen, spricht natürlich – vom Kaufpreis abgesehen – nur noch wenig gegen den Einsatz eines Macs: Die Geräte gelten als Produktivitätsmaschinen, weil sich die Nutzer mangels Problemen “drumherum” deutlich besser auf ihre Arbeit konzentrieren können.

Und nicht nur das: Aktuelle ARM-Macbooks mit Apple-Silicon-Technologie, also Geräte mit M-Prozessoren, sind extrem performant: Hier gibt es kaum noch Flaschenhälse, die den Mitarbeiter in Sachen Performance behindern. Und durch die hohe Effizienz der Prozessoren und die damit verbundene hohe Akkulaufzeit sind die Macbooks natürlich auch deutlich flexibler einsetzbar und in Situationen betriebsbereit, in denen mancher PC-Notebook-Nutzer noch nach dem Ladestecker sucht. Daraus resultiert insgesamt natürlich ein hohes Return of Investment (RoI), inklusive einer gewissen Zufriedenheit der Mitarbeiter, die sich gerade bei hochbezahlten Mitarbeitern schnell bezahlt machen dürfte.

Entscheidung zwischen Windows und MacOS
Am Ende des Tages lässt sich die Entscheidung zwischen Windows- oder Mac-Notebook im Business-Alltag vor allem auf zwei Fragen herunterbrechen: Wie viel wollen Sie investieren? Und funktionieren alle gewünschten geschäftlichen Anwendungen auf dem jeweiligen System? Anwendungsseitig ist der Windows-PC hier immer die sichere Bank: Er garantiert hohe Kompatibilität zu Hard- und Software bei relativ niedrigen Kosten. Das Macbook ist zunächst ein teures Prestigeobjekt, kann seine Anschaffungskosten aber, sofern der Einsatzzweck passt, durchaus amortisieren. Wer die Entscheidung fällen muss, sollte also vor allem darauf schauen, ob die gewünschten Anwendungsszenarien mit dem Mac möglich sind – dann spricht nichts gegen ein Macbook im Business-Einsatz.

Tablets im Business-Einsatz 2023

Tablets sind leicht und funktional – und haben dank der Stift-Funktion im Alltag deutliche Vorteile gegenüber klassischen Notebooks. Doch wer ein Tablet für den Business-Einsatz sucht, steht schnell vor der Frage: iPad, Windows oder Android?

Tablet-Rechner sind für viele Menschen längst Teil des Alltags: Als großflächige Alternative zum Smartphone oder handlicher Notebook-Ersatz sind sie aus dem Privatleben kaum noch wegzudenken. Doch wie sieht es im beruflichen Alltag aus? Hier punkten Tablets vor allem durch ihr geringes Gewicht, ihre einfache Handhabung – und die Stift-Unterstützung.

All dies befähigt Tablets unter anderem dazu, das papierlose Büro voranzutreiben: Sie eignen sich genauso gut zum Abarbeiten von Checklisten, wie als Notizblock in Meetings oder Kundengespräch, eignen sich als Scanner und können natürlich längst auch für Verträge und Unterschriften eingesetzt werden. Je nach Einsatzzweck sind sie zudem inzwischen durchaus in der Lage, vollwertige Notebook-PCs und -Macs zu ersetzen, denn viele wichtige Standard-Anwendungen sind längst auch auf dem Tablet angekommen.

Welches Betriebssystem darf’s denn sein?
Kurzum: Es gibt viele gute Gründe, auch im professionellen Umfeld ein Tablet einzusetzen. Allerdings stellt sich hier schnell die Frage nach dem richtigen Betriebssystem: Windows, Android – oder doch lieber iPadOS? Diese Frage ist nicht immer einfach zu beantworten, denn alle drei Systeme haben ihre Stärken und Schwächen – sind dabei aber allesamt für den professionellen Einsatz in Unternehmen, Inhouse wie im Kundentermin, geeignet.

Integrierbarkeit in Geschäftsprozesse und Infrastruktur
Vorab: Es gibt nicht “das perfekte Tablet” für den Business-Einsatz. Denn es gibt natürlich eine Reihe von Kriterien, die den Einsatz dieses oder jenes Tablet-Betriebssystems zwingend erforderlich machen: Die Integrierbarkeit in bestehende Unternehmensprozesse, ferner die Infrastruktur und bestimmte Software, die zum Einsatz kommen muss, sowie deren Verfügbarkeit auf der jeweiligen Plattform. Zusätzlich sollte auch der geplante Einsatzzweck bedacht werden: Sollen die Tablets als Notebook-Ersatz dienen – oder sie nur in bestimmten Bereichen ergänzen? Das ist oft auch eine Kostenfrage.

Kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige sind hier natürlich flexibel und können gegebenenfalls bei Bedarf einfach die App wechseln, natürlich immer mit Blick auf DSGVO und andere Gesetze und Vorschriften für die Datenlagerung und -verwendung. In größeren Unternehmen ist die Auswahl neuer Apps und Anwendungen aber oft ein langwieriger Prozess, weshalb hier die Anwendung die Entscheidung für das richtige Tablet treibt: Windows, iPad oder Android, das entscheiden in diesem Fall vor allem die Compliance und die IT-Abteilung.

Die Kompatibilitätsprobleme schwinden
Die gute Nachricht: Standard-Anwendungen für den Office-Alltag – etwa Microsoft Word, Excel, Powerpoint und Outlook, Slack, Zoom oder der Adobe Reader – sind längst für alle Plattformen erhältlich. Auch VPN und andere Sicherheitsmaßnahmen sind in allen Systemen integrierbar. Die zunehmende Zahl von Web- und cCoud-basierten Lösungen sorgt für mehr Entscheidungsfreiheit, denn moderne Browser, noch dazu mit ähnlichem technischen Unterbau, gibt es mit Microsoft Edge, Google Chrome und Apple Safari auf allen drei Systemen. Kurzum: Die Kompatibilitätsprobleme schwinden und die Auswahl einer bestimmten Plattform muss keine Sackgasse mehr sein.

Drei Geräteklassen, drei Software-Hersteller
Grundsätzlich können Tablets heutzutage in drei Klassen einsortiert werden: Mini-Tablets und klassische Tablets unterhalb von 10 Zoll Bilddiagonale, klassische Tablets zwischen 10 und 12 Zoll und Hybride oder Convertibles mit größeren Bildschirmen. Alle Typen gibt es mit Windows, iPadOS oder Android, bei allen steigen Preis und Gewicht, aber auch die Qualität bei der Verwendbarkeit als Notebook-Ersatz mit der Größe.

Apple: Langlebig, breite Unterstützung, hoher Preis
Zunächst ein Blick auf die Mutter aller Tablets, das iPad: Das bietet Apple inzwischen in vielen Größen und Varianten an, die sich aber nur in der (immer hohen) Qualität der Hardware und Größe des Bildschirms unterscheiden. Als Betriebssystem kommt immer iPadOS zum Einsatz, das sich durch seine weite Verbreitung und die hohe Zahl an Apps problemlos in viele geschäftliche Abläufe integrieren lässt.

Apple-Tablets gelten als flott, weitestgehend sicher und werden mindestens 5 Jahre von Apple mit System- und Sicherheitsupdates versorgt.

Diese Vorteile haben natürlich ihren Preis, selbst die günstigste iPad-Variante ist deutlich teurer als so manches vergleichbare Android- oder Windows-Gerät. Zudem ist Apples iPadOS-Betriebssystem stark eingeschränkt: Was nicht per App oder im Browser machbar ist, geht schlicht nicht.

Windows: Flexibel und in allen Preisklassen erhältlich
Windows-Tablets gibt es eher in größeren Bildschirmgrößen und in Form von Convertibles und Hybriden. Da Windows nicht an einen bestimmten Hardware-Hersteller gebunden ist, gibt es hier eine breite Auswahl an Endgeräten in allen Preis- und Größenklassen, allerdings zeigt Windows auf dem Tablet vor allem dort seine Stärke, wo ein Notebook ersetzt werden soll.

Premium-Geräte wie das Surface Pro von Microsoft sind preislich auf einem ähnlichen Niveau wie vergleichbare Apple-Lösungen, haben aber den großen Vorteil, dass hier mit Windows 11 ein vollwertiges Betriebssystem arbeitet mit allen Vor- und Nachteilen. Das ist für den Tablet-Betrieb nicht immer optimal, dafür garantieren Windows-Tablets die reibungslose Integration in die IT-Infrastruktur des Unternehmens.

Auch anwendungsseitig ist Windows nach wie vor die Nummer 1, wodurch viele professionelle Anwendungen nach wie vor nur für Windows erhältlich sind.

Android: Preiswerte Innovation
Durch die Dominanz von Windows- und iPad-Tablets haben “klassische” und hochpreisigere Android-Tablets inzwischen einen schweren Stand. Stattdessen dominiert das Betriebssystem inzwischen vor allem im Bereich besonders kleiner, leichter und preiswerter Tablets den Markt. Gleichzeitig gibt es auch eine Menge Premium-Smartphones mit Android, die durch einen großen oder sogar faltbaren Bildschirm samt Stift-Unterstützung gleichzeitig für den Betrieb als Tablet und Smartphone geeignet sind. Innovative Lösungen kommen ebenfalls oft aus dem Android-Lager.

Die große Stärke von Android ist seine Flexibilität: Es gibt keine Smartphone- oder Tablet-Größenklasse, die nicht auch mit Android erhältlich ist. Natürlich gibt es auch hier “Billigheimer” und Premium-Geräte, allerdings bietet das System auch “Exoten”, etwa besonders robuste Geräte, die speziell für den Einsatz auf Baustellen oder in Industrieunternehmen entwickelt wurden.

Ähnlich wie bei iPadOS ist das Betriebssystem an vielen Stellen deutlich beschränkter als Windows-Tablets, zudem sind für Android nicht immer alle Apps erhältlich. Ansonsten ist Android aber immer dort eine gute Alternative, wo Apple zu beschränkt und Windows zu komplex ist.

Zusatz-Hardware im Auge behalten
Je nach Einsatzzweck ist es im Geschäftsalltag natürlich oft notwendig, hier und da Peripherie anzuschließen: Drucker, Maus- und Tastatur, externe Bildschirme, Fernsehgeräte oder Beamer. Grundsätzlich gibt es hier dank der weiten Verbreitung des USB-C-Anschlusses samt seiner Adaptierbarkeit älterer Anschlüsse wie HDMI oder VGA inzwischen nur noch selten Einschränkungen gegenüber “normalen” PCs: Alle Tablet-Systeme können mit dieser Art von Peripherie via Bluetooth oder sogar USB umgehen. In Sachen Tastatur und Maus/Trackpad gibt es zudem für die meisten Geräte passende mobile Lösungen seitens der Hersteller oder von Drittanbietern.

Gerade der Druck am Office-Drucker und -Scanner kann sich allerdings als Problem erweisen: Während Windows-Tablets hier ebenso reibungslos eingerichtet werden können, sind Android und iPadOS an dieser Stelle oft stark eingeschränkt: Wenn die passende App des Drucker-Herstellers fehlt, lassen sich beide Betriebssysteme nur über Umwege wie AirPrint, einen webbasierten Printserver oder PDF-Austausch zur Zusammenarbeit mit dem Drucker und Scanner bewegen.

Die Entscheidung: es kommt auf den Einsatz und die Präferenzen an
Am Ende des Tages eignen sich alle Tablet-Plattformen mehr oder weniger gut für den Geschäftsalltag. Es hängt stark vom geplanten Einsatzzweck und der Infrastruktur ab, welche Lösung eingesetzt werden kann und soll. Windows-Tablets sind hier, vor allem als Convertibles oder Hybride, definitiv die sicherste Bank: Dank ihres vollwertigen Betriebssystems sind sie für alle Aufgaben geeignet, die auch ein normaler Office-Rechner erfüllt – und können ihn damit ersetzen.

Apples iPads sind dem Premium-Segment zuzuordnen und glänzen als Tablets vor allem durch Prestige, Sicherheit und einfache Bedienung. Im Kundentermin und als möglichst “reibungslose” Ergänzung zu einer bestehenden Windows- oder Mac-Infrastruktur im Unternehmen eignen sie sich hervorragend, sind aber teuer.

Android-Tablets bilden die Brücke zwischen beiden Plattformen: Sollen eher günstige, besonders handliche, robuste oder flexible Lösungen zum Einsatz kommen und ist hauptsächlich der Einsatz als Tablet gedacht, sind sie sicherlich die beste Wahl.

Noch mehr Spaß mit WhatsApp: Wie erstellt man eigene Sticker?

Auf WhatsApp aus allen möglichen Bildern individuelle Sticker zu machen und zu versenden, ist bei vielen Usern beliebt. So einfach funktioniert es.
Ist der Junggesellenabschied oder der Urlaub mit Freunden nicht noch ein bisschen schöner, wenn in der gemeinsamen WhatsApp-Gruppe nach der Veranstaltung jemand Sticker der gemeinsamen Zeit postet? Und wenn am 14. Februar der Valentinstag ansteht, freut sich die Partnerin oder der Partner mit Sicherheit ebenfalls über einen persönlichen Sticker-Gruß. Der weltweit größte Messenger macht es inzwischen simpel, aus jedem Bild einen Sticker anzufertigen. So klappt’s.

Um eigene Sticker zu erstellen, müssen die Bilder, die zu einem Sticker werden sollen, auf einem Laptop oder PC liegen. Auf diesem ist entweder die PC-Version von WhatsApp zu installieren oder, noch einfacher, die Browser-Version zu öffnen. Für den ersten Login müssen User ihr Smartphone bereithalten und dort über die drei Menüpunkte in der rechten oberen Ecke die Option “verbundene Geräte” aufrufen. Anschließend öffnet sich die Kamera des Handys, mit der man den QR-Code im Browser oder Desktop-App abscannt. Der Login erfolgt danach automatisch.

Sticker in Sekundenschnelle erstellen
Im Anschluss klickt man einfach auf die Büroklammer links des Textfeldes. Im sich daraufhin öffnenden Pop-up-Menü wählt man den Punkt “Sticker” (dunkelblau). WhatsApp öffnet dann die übliche Übersicht der Dateien des Computers oder Laptops. Nach der Wahl des Bildes wird dieses vergrößert dargestellt und man kann es nach Lust und Laune ausschneiden, beschriften oder mit weiteren Stickern kombinieren. Ist das Bild nach Wunsch zu einem Sticker bearbeitet, fehlt nur noch ein Klick auf das Senden-Symbol.

Der Sticker wird dann automatisch in den Chat gepostet, von dem aus man das Sticker-Menü aufgerufen hat. Für die Zukunft ist es unter den kürzlich verwendeten Stickern hinterlegt. Zurück auf dem Smartphone kann man den Sticker danach anklicken und zu seinen Favoriten speichern, um ihn dauerhaft zur Verfügung zu haben.

Für eigenständige Alben braucht es externe Software oder Know-how
Wer sich hingegen ein komplettes Album erstellen möchte, muss auf eine der externen Apps zurückgreifen, auf die WhatsApp aus der mobilen Version heraus verlinkt. Dazu einfach auf das Emoji-Icon neben dem Textfeld klicken, Sticker auswählen und danach auf das kleine Plus-Symbol in der unteren rechten Bildschirmecke. Es öffnet sich das Menü “Alle Sticker”. Fängt man in diesem zu scrollen an, erscheint am unteren Bildschirmrand die Option “Sticker Apps Entdecken”.

Wer diese Option anklickt, wird von WhatsApp in den App- oder Playstore geschickt, wo es eine große Auswahl an Apps gibt, mit denen sich Sticker und Stickeralben erstellen lassen. Alternativ bietet WhatsApp eine Anleitung an, wie man ein Stickeralbum als eigenständige App in den App- oder Playstore lädt, um es anschließend für WhatsApp herunterladen zu können.

Studie: ChatGPT meistert Fragen eines US-Medizinexamens

Der Hype um Chatbots hat nun auch die Wissenschaft erreicht. Zumindest könnte ChatGPT im Prinzip Examensfragen beantworten, für die normalerweise eine jahrelange medizinische Ausbildung nötig wäre.
Der Text-Roboter ChatGPT würde sich in einem Examen für angehende Mediziner in den USA beachtlich gut schlagen.

Die KI-Software konnte bei den drei theoretischen Teilen des United States Medical Licensing Exam (USMLE) unter bestimmten Bedingungen mehrfach die vorgeschriebene Mindestpunktzahl erreichen. Dies berichten US-Experten im Fachjournal “PLOS Digital Health”. Allerdings hatte das Team um Victor Tseng vom kalifornischen Start-up AnsibleHealth einige Fragen ausgeklammert.

Das USMLE ist eine standardisierte dreiteilige Prüfung, die Medizinstudentinnen und -studenten ablegen müssen, um in den USA ärztlich tätig werden zu dürfen. Dabei wird das Wissen aus den meisten medizinischen Disziplinen – von Biochemie über diagnostisches Denken bis hin zu Bioethik – bewertet.

Die Autoren der Studie mussten bei dem Test mit ChatGPT jedoch Rücksicht darauf nehmen, dass die KI-Software von OpenAI nur Texteingaben entgegennehmen kann. Nachdem bildbasierte Fragen entfernt wurden, testeten die Autoren die Software an 350 öffentlich zugänglichen Fragen, die im vergangenen Sommer Bestandteil der USMLE-Prüfung waren.

Eindeutigkeit ist gefragt
Nachdem zudem nicht eindeutige Antworten entfernt wurden, erzielte ChatGPT bei den drei USMLE-Prüfungsteilen jeweils 52,4 bis 75 Prozent der dann noch erreichbaren Punkte. Die Ergebnisse fielen je nach Prüfungsteil und Art der Aufgabenstellung – etwa Ankreuztests oder offene Fragen – unterschiedlich aus. Die Schwelle zum Bestehen liegt bei rund 60 Prozent und ändert sich je nach Jahr leicht. Wurden die nicht eindeutigen Antworten in das Ergebnis einberechnet, erreichte ChatGPT 36,1 bis 61,5 Prozent der dann möglichen Punkte.

Den Autoren zufolge übertraf ChatGPT die Leistung von PubMedGPT, einem Gegenmodell, das ausschließlich auf biomedizinische Fachliteratur trainiert wurde.

Das Team kam zu der Erkenntnis, dass ChatGPT das Potenzial habe, die medizinische Ausbildung und damit auch die klinische Praxis zu verbessern. “Das Erreichen der Mindestpunktzahl für diese notorisch schwierige Expertenprüfung, und das ganz ohne menschliche Unterstützung, ist ein bemerkenswerter Meilenstein in der Entwicklung der klinischen KI”, schrieben die Autoren.

Auch Jura-Prüfungen bestanden
Zuvor hatte sich der Text-Roboter ChatGPT bereits in anderen Hochschulfächern behauptet, auch wenn er in den Examen keine Bestnoten erreichte. So hat das KI-Chatbot-Tool nach Angaben von Professoren der Universität von Minnesota in vier Kursen und an der Wharton School of Business der Universität von Pennsylvania in einem weiteren Kurs die Jura-Prüfungen bestanden.

In der Tech-Branche liefern sich nach dem öffentlichen Start von ChatGPT durch das kalifornische Start-up-Unternehmen OpenAI im November 2022 etliche Player ein regelrechtes Wettrennen um die Gunst der Anwenderinnen und Anwender. OpenAI wird dabei von Microsoft mit Milliarden-Summen unterstützt. Im Gegenzug darf Microsoft die Technik in seine Suchmaschine Bing und andere Produkte integrieren. Großer Gegenspieler von OpenAI und Microsoft ist Google. Der Suchmaschinengigant hat am Dienstag seinen eigenen Chat-Bot Bard gestartet. An dem Wettrennen nehmen aber auch kleinere Player wie You.com des deutschen KI-Forschers Richard Socher teil. Socher stammt aus Dresden, lebt und arbeitet aber seit Jahren in den USA.

Dell streicht 6.650 Jobs

Der amerikanische PC-Hersteller Dell will angesichts der Schwäche auf dem PC-Markt Tausende Stellen streichen.

Dell reiht sich in die Entlassungswelle bei Tech-Unternehmen ein. Einer internen Nachricht von Top-Manager Jeff Clarke zufolge sieht sich das Unternehmen Marktbedingungen gegenüber, die sich weiter verschlechtern und eine unsichere Zukunft mit sich brächten. Der Konzern mit Sitz im texanischen Round Rock bestätigte am Montag der Nachrichtenagentur Bloomberg, der Clarkes interne Mitteilung vorliegt, dass es sich bei der Kürzung der angestrebten 6.650 Stellen um etwa fünf Prozent der weltweiten Beschäftigten handle. Clarke schrieb in der Mitteilung, bislang eingeleitete Sparmaßnahmen wie Reisebeschränkungen reichten nicht mehr aus.

Nach dem Boom in der Pandemie haben Verbraucher ihre Nachfrage nach Technologie-Hardware wie Smartphones und Laptops deutlich reduziert. Die hohe Inflation und unsichere wirtschaftliche Aussichten trüben die Kauflaune. Laut dem Marktforscher IDC hat Dell in den vergangenen drei Monaten des Jahres 2022 37 Prozent weniger Computer ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Dell macht gut die Hälfte seines Umsatzes mit PCs.

Rivalen wie HP Inc Inc. und IBM haben zuletzt ebenfalls angekündigt, Tausende Mitarbeiter loswerden zu wollen. Bei HP sollen bis zu 6.000 Jobs wegfallen, bei IBM etwa 3.900. Auch bei US-Softwarekonzernen gibt es eine Kündigungswelle, nachdem sie das Personal während der Pandemie stark aufgestockt hatten.

Wie KI-Chatbots die Internet-Suche revolutionieren können

Bisher konnte Microsoft mit seiner Bing-Suche nur wenige User begeistern. Doch nun soll künstliche Intelligenz des Textroboters ChatGPT dem Google-Konkurrenten zum Durchbruch verhelfen. Doch wie funktioniert die KI überhaupt?
Bei der Internet-Suche verfügt Google bislang über einen Vorsprung, der uneinholbar erschien. Nun stellte Microsoft eine neue Suchmaschine mit künstlicher Intelligenz vor, die die Google-Dominanz brechen soll. Das könnte nicht nur die Machtverhältnisse im Netz umkrempeln, sondern auch die Art und Weise, wie im Internet gesucht wird.

Warum sind Google und Microsoft plötzlich bei KI so aktiv?
Tatsächlich arbeiten Google und Microsoft sowie andere Tech-Konzerne wie IBM und Salesforce seit Jahren daran, ihre Produkte mit Funktionen künstlicher Intelligenz (KI) zu verbessern. Das Spektrum reicht von der automatischen Übersetzung von Texten bis hin zur Berechnung von Reiserouten in einer Navigations-App.

Das Thema KI hat aber seit dem vergangenen November eine ganz neue Sichtbarkeit bekommen. Damals machte das kalifornische Start-up OpenAI seine KI-Sprachmodelle mit einem Text-Roboter für die Öffentlichkeit zugänglich, obwohl sie noch nicht fertig waren. Der Wagemut von OpenAI-Chef Sam Altman wurde belohnt. Die Nutzung von ChatGPT stieg explosionsartig an. Das System ist in aller Munde.

Was ist denn an Systemen wie ChatGPT so innovativ?
Die Grundtechnologie von ChatGPT wurde schon vor fünf Jahren vor allem von Google-Forschern entwickelt. Dabei werden riesige Mengen Text mit Algorithmen, die Nervenzellen im Gehirn nachahmen, analysiert. Diese “neuronalen Netze” können dann erkennen, welche Wörter häufig zusammen vorkommen, beispielsweise “Hannover”, “Landeshauptstadt” und “Niedersachsen”. Damit kann ChatGPT mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, welches Wort als Nächstes in einem Satz vorkommt und dadurch plausibel klingende Sätze formulieren.

Neuartig ist, dass dabei verschiedene KI-Funktion miteinander kombiniert werden können. So kann man ChatGPT zum Beispiel auffordern, ein bestimmtes Thema für einen Eintrag in einem Karrierenetzwerk wie LinkedIn auf Englisch mit einer Länge von 300 Wörtern zu verfassen.

Welche Anwendungen sind konkret denkbar?
Systeme wie ChatGPT können Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zusammenfassen. So erhält man beispielsweise bei der Suche nach einem Reiseziel, das nicht mehr als vier Flugstunden entfernt ist, nicht Links auf Angebote von Reise-Portalen. Der Chatbot liefert vielmehr einen von der KI ausformulierten Text, in dem Marrakesch, Lissabon, Faro, Istanbul, Kreta und Reykjavík als mögliche Ziele mit jeweils einer Kurzbeschreibung vorgeschlagen werden.

Wie funktionierte die Technik bisher bei Suchmaschinen?
Die führende Suchmaschine Google hat bislang zwei Methoden, um Anfragen zu beantworten. Zum einen gibt es den “Knowledge Graph”, das ist ein Wissenspool, den Google mit Hilfe von Quellen wie Wikipedia und vielen Datenbanken direkt anzeigen kann. Kerngeschäft ist aber die Anzeige von Internet-Links, die zu einem Suchbegriff passen. Über die Reihenfolge entscheidet der geheim gehaltene Google-Algorithmus. Ein wichtiger Faktor ist die Popularität der Site, also wie oft das Angebot verlinkt ist. Parallel zu diesen generischen Suchergebnissen zeigt Google von Werbekunden bezahlte Links an.

Könnte Bing das neue Google werden?
Das erhofft sich Microsoft-CEO Satya Nadella zumindest. In den vergangenen Jahren hat es Bing nie geschafft, Google ernsthaft Konkurrenz zu machen. Google hält nach Angaben von Statcounter.com einen Marktanteil von knapp 93 Prozent weltweit, während Bing nur auf drei Prozent kommt. “Diese Technologie wird so ziemlich jede Softwarekategorie, die wir kennen, umgestalten”, sagte Nadella. Dies erklärt auch, warum sein Konzern mehrere Milliarden Dollar in OpenAI und die Nutzungsrechte an ChatGPT gesteckt hat.

Google wird allerdings seinem Erzrivalen Microsoft, mit dem man vor allem im Cloud-Geschäft konkurriert, nicht kampflos das Feld überlassen. Einen Tag vor dem Microsoft-Event kündigte Google-CEO eine umfassende KI-Produktinitiative an.

Welche Probleme gibt es bei der Nutzung von KI-Chatbots?
Die sprachliche Eloquenz der Antworten erweckt den Eindruck, dass auch alle Fakten hieb- und stichfest sind. Das ist aber nicht der Fall. ChatGPT spuckt immer wieder Antworten aus, die frei erfunden sind. Selbst die Macher des Chatbots warnen davor, die Ergebnisse ungeprüft zu übernehmen.

Besonders große Schwierigkeiten haben Chatsysteme bei der Personensuche. Dabei kann es passieren, dass unterschiedliche Leute mit gleichem Namen zu einer neuen virtuellen Person verschmelzen. So könnte es sein, dass das System fälschlicherweise glaubt, dass der CSU-Politiker Gerd Müller auch derjenige war, der im Finale der Fußball-WM 1974 das Siegtor für die deutsche Nationalmannschaft erzielt hat.

Können KI-Bots auch missbraucht werden?
Ja, das ist möglich. Zwar versuchen die Anbieter bösartige Anfragen zu blockieren – etwa nach einer Anleitung für den Bau einer Bombe. Doch im Netz kann man immer wieder Beispiele sehen, wie diese Sperren umgangen werden können.

ChatGPT und das Pendant “Bard” von Google eignen sich außerdem dafür, bei Prüfungen und Hausaufgaben in der Schule und an der Uni zu schummeln. Bislang gibt es keine wirksame Methode, einen von einer KI erzeugten Inhalt eindeutig als Robotertext zu erkennen.

Werden KI-Bots immer besser?
Ja, das werden sie. Zur Qualitätsverbesserung trägt auch die Öffnung für eine massenhafte Nutzung von ChatGPT bei. Die Macher bei OpenAI fordern nämlich die Anwenderinnen und Anwender dazu auf, die Qualität der Antworten zu bewerten. Dieses Feedback hilft der KI dabei, systematische Schwächen zu erkennen und diese auszumerzen.

Analyst rechnet fest mit faltbarem iPad

Der renommierte Analyst Ming-Chi Kuo wagt sich mit einem neuen Bericht weit aus dem Fenster. Neue iPads können aber noch bis 2024 auf sich warten lassen.

Der angesehene Analyst Ming-Chi Kuo berichtet auf Twitter, dass Apple im nächsten Jahr ein “komplett neu designtes faltbares iPad” mit einem “Kohlefaser-Ständer” auf den Markt bringen wird. Seinen Quellen aus der Lieferkette zufolge ist Kuo “positiv” gestimmt, was die Markteinführung des Tablets der nächsten Generation angeht – eine seltene Ankündigung des Analysten, der sich normalerweise eher vorsichtig gibt.

Kuo gibt nur wenige Details über das neue Gerät bekannt, aber es gibt bereits Gerüchte, dass Apple an einem iPad arbeitet, das größer als das 12,9-Zoll-iPad Pro ist, möglicherweise sogar 16 Zoll groß. Es ist nicht klar, wie Apple das Gerät vermarkten würde oder wie klein es im gefalteten Zustand wäre.

Obwohl die Konkurrenz von Samsung, Motorola und Oppo schon etliche faltbare Smartphones auf den Markt brachte, hat Apple noch kein faltbares Gerät im Angebot, und es gibt nur wenige Gerüchte, die darauf hindeuten, dass ein solches Gerät kurz bevorsteht. Trotz der von Samsung im Jahr 2022 fast 10 Millionen verkauften faltbaren Smartphones handelt es sich immer noch um eine Nische.

Welche Details Kuo zu kennen glaubt – und was nicht
Ein Ständer aus Karbonfaser wäre laut Kuo “leichter und haltbarer”. Es ist nicht klar, ob er sich auf eine Funktion des iPads selbst oder auf ein Zubehörteil bezieht, da Apple noch nie ein Gerät mit einem eingebauten Ständer hergestellt hat, allenfalls Hüllen und Zubehör wie das kürzlich veröffentlichte Magic Keyboard Folio.

Über das faltbare iPad ist nur wenig bekannt, z. B. ob es wie das Galaxy Z Fold über einen Außenbildschirm verfügt, der im gefalteten Zustand verwendet werden kann, oder wie es sich schließen wird, ohne eine Lücke zu hinterlassen. Samsungs faltbare Geräte haben alle eine kleine U-förmige Öffnung, wenn sie aufgrund des Scharniers geschlossen werden, eine Designwahl, die Apple höchstwahrscheinlich nicht verwenden wird. Ein kürzlich veröffentlichtes Patent zeigt, dass Samsung ein “wassertropfenartiges Scharnier” entwickelt hat, mit dem sich das Gehäuse bündig zusammenfalten lässt, das aber noch nicht in ein Produkt umgesetzt wurde.

Laut Kuo wird das faltbare iPad auf eine beispiellose Veröffentlichungsflaute folgen, die mehr als ein Jahr ohne ein neues iPad umfassen könnte. Apple hat im Oktober das M2 iPad Pro und das iPad der 10. Generation herausgebracht, aber Kuo rechnet in den nächsten neun bis zwölf Monaten nicht mit neuen Modellen. Er erwartet, dass das iPad Mini, das zuletzt im September 2021 mit einem kompletten Redesign aktualisiert wurde und wahrscheinlich nicht viel mehr als einen neuen Prozessor bringen wird, erst im ersten Quartal 2024 komme.

Neue Cyberattacke verursacht auch in Deutschland Schäden

Ein großer Cyberangriff zielt auf eine Sicherheitslücke, die eigentlich längst geschlossen wurde. Manche IT-Verantwortlichen auch in Deutschland haben allerdings nicht ihre Hausaufgaben erledigt.
Bei einer groß angelegten globalen Cyberangriffswelle mit Erpressungssoftware sind auch Firmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland geschädigt worden. “Nach aktuellem Kenntnisstand scheint es in Deutschland eine mittlere dreistellige Zahl an Betroffenen zu geben”, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Montag in Bonn auf dpa-Anfrage mit.

Konkretere Aussagen zum Ausmaß der Schäden seien derzeit noch nicht möglich. Bereits am Sonntag hatte die italienische Cyber-Sicherheitsbehörde ACN vor der Angriffswelle gewarnt und dazu aufgefordert, dass Organisationen Maßnahmen ergreifen sollten, um ihre Systeme zu schützen.

Die Cyberattacken richten sich gegen Anwender einer speziellen Virtualisierungs-Lösung des Herstellers VMWare, so genannte ESXi-Server, die einen physischen Server in mehrere virtuelle Maschinen aufteilt. Nach Angaben des BSI lag der regionale Schwerpunkt der Angriffe auf Frankreich, den USA, Deutschland und Kanada. Auch weitere Länder seien betroffen. Bei den so genannten Ransomware-Angriffen dringen die Angreifer in die Systeme ein, übernehmen die Kontrolle und sperren die Opfer aus. Dabei werden in der Regel die Daten verschlüsselt und nur nach Zahlung eines Lösegeldes wieder zugänglich gemacht.

Sorglosigkeit beim Aktualisieren
Die Sicherheitslücke bei der VMWare-Software wurde nach Angaben des BSI bereits im Februar 2021 durch eine Aktualisierung des Programms geschlossen. Die Behörde habe zu dieser Zeit auch vor der Ausnutzung von Schwachstellen im entsprechenden Produkt gewarnt.

Rüdiger Trost, Head of Cyber Security Solutions der IT-Sicherheitsfirma WithSecure, sagte der dpa, weltweit seien etwa 84.000 Server mit der betroffenen Software installiert, in Deutschland etwa 7000. Welche davon noch verwundbar seien, lasse sich aber nicht sagen. Der Experte verwies darauf, dass die Sicherheitslücke bereits vor geraumer Zeit entdeckt und geschlossen worden sei. “Wer jetzt noch Opfer wird, sollte seine Schutzmaßnahmen überprüfen.”

Eine Besonderheit sei, dass sich im aktuellen Fall der Angriff nicht gegen eine Windows-Software richte, sondern gegen eine Lösung, die auf dem Betriebssystem Linux läuft. “Viele denken fälschlicherweise, eine Linux-Ransomware gibt es nicht und verzichten auf entsprechende Schutzmaßnahmen”, sagte Trost.

Macbook Pro (2023) vs. Macbook Pro (2021)

Das Macbook Pro M2 Pro/Max unterscheidet sich äußerlich nicht vom Vorgänger, Apples Angaben zur Performancesteigerung harren der Überprüfung. Was die Macbooks Pro von 2023 von ihren Vorgängern im Detail unterscheidet.

Im Oktober 2021 legte Apple mit den Macbooks Pro M1 Pro und Max die ersten Profi-Rechner mit seinen eigenen Chips auf, im Januar 2023 kommen die Nachfolger der zweiten Generation. Was unterscheidet die neuen Macbooks Pro M2 Pro/Max aber von ihren Vorgängern, könnte sich gar ein Upgrade von diesen aus lohnen?

Farbe, Größe, Form
Auf den ersten Blick sind die Macbooks Pro 14/16 der Jahrgänge 2021 und 2023 nicht zu unterscheiden. Die äußeren Maße bleiben gleich (siehe Details in den Tabellen), auch die Farben, die sich seit 2016 nicht mehr geändert haben: Space Grau und Silber. Auch wenn man auf den Bildschirm blickt, wird man die gleiche Notch sehen, die Apple im Herbst 2021 auf das Macbook Pro brachte.

Die äußerliche Unveränderlichkeit über Jahre hinweg bei verbesserten Komponenten hat bei Apple Tradition. Die letzten Macbooks Pro mit Intel-Chip, die Apple im Herbst 2016 herausbrachte, blieben bis auf Details mit der Touchbar optisch unverändert, das aktuelle Macbook Pro M2 13 Zoll hat noch das Design aus dieser Ära.

Neues beim Prozessor, längere Laufzeiten
Hatte Apple in der Intel-Ära immer wieder auf wesentliche Neuerungen der Core-Chips warten müssen, hat es die Weiterentwicklung jetzt weitgehend selbst in der Hand. Die ersten Apple-Silicon-Chips für den Mac, die M1-Familie, baute im Wesentlichen auf den A14-Prozessor des iPhone auf. Die M2-Reihe setzt wie der A15 und der A16 auf verbesserte 5-nm-Prozesser von TSMC, die eine messbare, im Alltag aber kaum merkbare Leistungssteigerung bringen – aber auch mehr Effizienz.

Diese bemerkt man an den Akku-Laufzeiten, Apple gibt nun maximal 18 Stunden für das Macbook Pro 14 Zoll an, eine Stunde mehr als bisher, der größere Akku des 16-Zöllers soll gar bis zu 22 Stunden durchhalten, so lange wie noch nie ein mobiler Mac. Mehr Details werden wir erst in unseren Tests ermitteln können.

WLAN und Bluetooth werden schneller
Die tatsächlichen Akkulaufzeiten hängen natürlich vom jeweiligen Einsatzszenario ab, mit der Zeit wird der Akku auch schwächer werden, das liegt in der Natur der Dinge. Doch gegenüber den Macbooks Pro mit Intel-Chips sind die Laufzeiten deutlich höher geworden, schon mit der Generation M1. Was dem Akku auch zugutekommt: Man muss bei rechenintensiven Aufgaben das Macbook Pro nicht mehr mit Netzteil betreiben, um die volle Leistung zu erhalten, im Batteriebetrieb drosseln Apples Chips nicht – weder die M1- noch die M2-Familie.

Apples Chips sind aber nicht die einzigen im Macbook Pro, insbesondere bei den drahtlosen Schnittstellen ist Cupertino noch auf Zulieferer angewiesen. Die von Broadcom bezogenen Komponenten leiten eine neue Ära ein, denn sie unterstützen Bluetooth 5.3 und WiFi 6E. Damit sollen sie im WLAN doppelt so hohe Datendurchsätze erreichen. Aber nur, wenn auch der Router den neuen Standard beherrscht. In Deutschland lauert das Nadelöhr ohnehin dahinter: die Leitung des Telekommunikationsanbieters.

Viele schnelle Schnittstellen
Bei den Anschlüssen hat sich ansonsten gegenüber den Vorgängermodellen nichts geändert, hier hatte Apple schon zur Modellreihe von 2021 seine Hausaufgaben gemacht und sich von der Idee gelöst, nur noch Thunderbolt / USB-C anzubieten. Thunderbolt-4-Buchsen sind immer noch dabei, drei Stück, dazu HDMI, einen Slot für SDXC-Cards, einen Kopfhöreranschluss und für den Strom ein Magsafeport, so reichen drei Thunderbolt-4-Buchsen auch völlig aus.

Netzteile sind beim Macbook Pro M2 Pro zwei unterschiedliche dabei, das Basismodell kommt mit einem 67-Watt-Charger, 96 Watt sind beim besseren M2 Pro und dem M2 Max dabei. Die 16-Zöller bekommen alle ein 140-Watt-Netzteil – der Akku ist schließlich größer.

Der Preis ist heiß
Die gute Nachricht: Apple hat die Preise in US-Dollar nicht erhöht. Die schlechte Nachricht: Der ungünstige Wechselkurs führt zu signifikanten Preissteigerungen in Deutschland. Dabei legt das Einstiegsmodell mit 150 Euro gegenüber dem Vorgänger noch am wenigsten zu, bei den Spitzenmodellen legt man bis zu 250 Euro mehr hin, als es noch bis Ende letzter Woche der Fall gewesen wäre.

Erscheinen Preise von 2.399 Euro und mehr für Laptops dieser Ausstattung und Qualität noch als angemessen, stutzt man bei den Aufpreisen für den Arbeitsspeicher und die SSD dann doch. Für jeden Schritt mehr an Arbeitsspeicher (von 16 GB auf 32 GB auf 64 GB auf 96 GB) zahlt man jeweils 460 Euro Aufpreis, SSDs werden noch teurer: 460, 1.150 und 2.530 Euro für 2, 4 und 8 TB. Aufrüsten geht nicht, der gemeinsame Speicher ist fester Teil des SoC (System-on-a-Chip) namens M2 Pro/Max, die SSD ist fest verlötet. Einziger Ausweg: Wer mehr Datenspeicher benötigt, investiert in ein externes Thunderbolt-Laufwerk.