So funktionieren Online-Krankschreibungen

Online-Krankschreibungen sind ein beliebtes Mittel, um Zeit zu sparen und überfüllte Wartezimmer zu vermeiden. Unser FAQ erklärt Ihnen, was es dabei zu beachten gibt.

Diagnosen und Krankschreibungen über das Internet sind eine praktische Alternative zum Arztbesuch vor Ort. Sowohl der Mediziner als auch die Patienten sparen sich damit viel Zeit. Zudem lassen sich weitere Ansteckungen vermeiden, da die Patienten sich nicht in ein überfülltes Wartezimmer drängen. Das machte die Online-Krankschreibungen vor allem während der Corona-Pandemie so beliebt. Der digitale Arztbesuch ist allerdings nicht möglich. Dafür gibt es unsere FAQ, in der wir Ihnen die wichtigsten Punkte erklären.

Online-Krankschreibung: Definition
Bei der Online-Krankschreibung kann ein Arzt über das Internet eine digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen. Voraussetzung dafür ist die Diagnose einer Krankheit während eines persönlichen Gespräches. Dies geschieht nicht vor Ort in der Praxis oder dem Krankenhaus, sondern mittels “Telemedizin”. Das ist der Fachbegriff für die Videosprechstunde mit dem Arzt. Dabei untersucht der Arzt den Patienten, stellt Fragen und ermittelt dann eine Diagnose. Entscheidend dafür ist, dass der Arzt die Krankheit auch über Video und Audio erkennen können muss. Nicht nur muss der Patient die Symptome schildern, der Arzt muss sie auch selbst in der Videosprechstunde mit eigenen Augen und Ohren einschätzen können.

Stellt der Arzt eine Erkrankung fest, dann erstellt er das dazugehörige Attest mitsamt der Krankschreibung. Patienten können dieses dem Arbeitgeber, an der Schule oder Universität vorzeigen und sind damit rechtlich abgesichert. Das gilt allerdings nur für Atteste, welche mittels Telemedizin ausgestellt wurden. Krankschreibungen auf der Grundlage von Chats oder Online-Fragebögen haben keine rechtliche Grundlage. Ein solches Attest beim Arbeitgeber oder der Schule vorzuzeigen, wird nicht funktionieren. So entschied etwa das Arbeitsgericht Berlin im Falle einer beklagten Arbeitnehmerin.

Wie genau funktioniert eine Online-Krankschreibung?
Sie können nicht einfach so beim Arzt “anrufen” und sogleich Ihre Beschwerden in dem Online-Telefonat äußern. Sie müssen sich zunächst bei der Arztpraxis einen Termin besorgen. Der Arzt selbst setzt für die Telemedizin einen TÜV-geprüften und zertifizierten Videodienst ein. Oder Sie nutzen eine dafür verifizierte App. Solche gibt es bereits für Android und iOS. Allerdings besteht bei solchen Apps das Problem, dass der Arzt eine völlig unbekannte Person ist und nicht der Mediziner aus der Praxis, an welche Sie sich gewöhnlich wenden.

Während der Untersuchung stellt der Arzt eine Reihe von Fragen und fordert Sie auf, die betroffenen Stellen zu zeigen. Mitunter müssen Sie Bildmaterial nachliefern. Auf der Grundlage der Bilder und Ihren Antworten kann er dann ein Attest ausstellen. Sollten die Beschwerden und Schmerzen sehr schlimm sein, dann müssen Sie gegebenenfalls dennoch in der Praxis erscheinen. Denn nur hier kann der Arzt auch verlässliche Diagnosen stellen, für den Fall, dass es sich um eine ernste Erkrankung mit schweren Risiken handelt.

Kann ich Medikamente auch online bekommen?
Nicht jeder Arzt bietet das an, doch in Zukunft könnten Online-Rezeptausschreibungen wesentlich häufiger vorkommen. Sicherlich ist es vorteilhaft, bei einer Online-Krankschreibung auch gleich die dazu passenden Medikamente verschrieben zu bekommen. Damit Sie allerdings solche E-Rezepte auch über das Internet empfangen können, benötigen Sie eine App von Gematik. Diese gibt es für Android und iOS.

Ob diese E-Rezepte von den Ärzten und Apotheken so auch akzeptiert werden, muss sich mit der Zeit zeigen. Seit dem 1. September 2022 sollen alle Apotheken deutschlandweit über die notwendigen Geräte verfügen, um solche E-Rezepte einlösen zu können. Auch die Krankenkassen sollen diese dann verrechnen können. Allerdings heißt das noch nicht, dass der Arzt E-Rezepte auch ausstellt. Probleme gibt es etwa in Sachen Datenschutz. Schleswig-Holstein hat den E-Rezepten mittlerweile eine Abfuhr erteilt, denn deren Verschlüsselung ist fragwürdig. So versenden manche Ärzte die E-Rezepte per E-Mail. Damit ist nicht garantiert, dass deren QR-Code wirklich Ende-zu-Ende verschlüsselt ist. Jeder kann dann das Rezept einsehen, wenn er die E-Mail in die Finger bekommt.

Wie bekommt mein Arbeitgeber oder die Schule das digitale Attest?
Den digitalen Attest dem Arbeitgeber, der Schule oder der Universität vorzuzeigen, ist problemlos möglich. Sie müssen lediglich die Online-Krankschreibung als PDF mittels E-Mail versenden. Oder Sie drucken das Dokument aus und schicken es als Brief. In beiden Fällen sollten der Arbeitgeber oder die Schule das Schreiben anerkennen. Ab dem Jahr 2023 wird Ihnen diese Aufgabe sogar abgenommen. Ab da an sollen die Krankassen selber die Krankschreibungen an das Unternehmen oder die Schule senden.

Muss der Arbeitgeber die Online-Krankschreibung akzeptieren?
Der Arbeitgeber kann die Krankschreibung ablehnen, jedoch muss er das gut begründen. Laut den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses sind die Atteste rechtsgültig. Dabei handelt es sich um das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitswesens. Dem Arbeitgeber steht zu, das Attest überprüfen zu lassen, sollte er einen Verdacht hegen.

Sind die Apps seriös und vertrauenswürdig?
Bei der Telemedizin handelt es sich noch immer um ein recht junges Feld. Gerade im Zuge der Corona-Pandemie haben sich die Angebote in Sachen Online-Arztpraxen und Diagnose-Apps stark vergrößert. Deren Seriosität kann jedoch nicht immer garantiert werden. Bevor Sie eine App nutzen, informieren Sie sich am besten und suchen Sie nach den etablierten und vertrauenswürdigen Anbietern. Achten Sie dabei auf die Datenschutzbestimmungen und auf die Kosten.

Lassen sich online auch Folgekrankschreibungen ausstellen?
Derzeit kann eine Krankschreibung nur einmal online ausgestellt werden. Für eine Folgekrankschreibung, sobald sie dieselbe Krankheit betrifft, müssen Sie in der Arztpraxis erscheinen. Eine Verlängerung auf unbestimmte Zeit ist über das Internet nicht möglich. Jedoch können Sie eine Folgekrankschreibung mittels Online-Diagnose erhalten, wenn die erste Krankschreibung in der Arztpraxis erfolgte.

Wie kann ich mit einer Online-Krankschreibung Krankengeld beantragen?
Das ist mit einer Online-Krankschreibung durchaus möglich. Die Arztpraxis kann die Krankschreibung direkt an die Krankenkasse weiterleiten und damit die Auszahlung des Krankengeldes in die Wege leiten. Sechs Wochen lang zahlt der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung. Für die Krankschreibung über einen Zeitraum, der über diese sechs Wochen hinausgeht, zahlt die Krankenkasse. Der Betrag ist jedoch mit 112,88 Euro pro Tag gedeckelt und liegt grundsätzlich bei 70 Prozent des Arbeitseinkommens.

Kann ich mich per Telefon krankschreiben lassen?
Das ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich und nur bis zum 30. November. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden die Regeln gelockert, davor war die telefonische Krankschreibung abgeschafft worden. In der Regel sind Krankschreibungen per Telefon nur bei leichten Atemwegserkrankungen möglich und sind nur für bis zu sieben Tage gültig. Einmal lässt sich damit eine Folgekrankschreibung ausschreiben. Anschließend müssen Sie ebenfalls persönlich in der Praxis erscheinen.

Selbstreparatur-Service von Apple gestartet

Apple hat bekannt gegeben, seinen Dienst für Selbstreparatur der iPhones und Macbooks auch in Deutschland zu starten.

Per Pressemitteilung hat Apple bekanntgegeben, seinen Selbstreparatur-Service auf acht europäische Länder, darunter auch Deutschland auszuweiten. Mit dabei sind außerdem Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und Schweden.

Auf der dezidierten Webseite Selfservicerepair.eu kann man Deutsch als Sprache auswählen und Preise in Euro sowie die Oberfläche in deutscher Sprache erhalten. Erhältlich sind Ersatzteile und Reparaturanleitungen für die vier Modelle des iPhone 12 und das iPhone 13 sowie das iPhone SE der dritten Generation. Neben Smartphones kann man mit Apples Werkzeugen auch selbstständig Macbooks mit Apple Silicon reparieren. In der Liste der möglichen Reparaturen befinden sich das Macbook Air M1, Macbook Pro 13 Zoll M1 und die beiden Macbooks Pro 14 und 16 Zoll.

Eine Ausleihe von Apples Reparatur-Kit fürs iPhone 13 Mini kostet für sieben Tage beispielsweise 59,95 Euro. Man kann sich ebenfalls Originalteile von Apple für eine Ersatzreparatur bestellen. So kostet ein Batterie-Bundle fürs iPhone 13 Mini 77,02 Euro. Darin enthalten ist eine neue Batterie, ein Schraubendrehersatz, Displayklebeband und Sicherheitsschrauben. Möchte man den ausgetauschten alten Akku Apple zurückgeben, erhält der Reparateur noch eine Gutschrift in Höhe von 26,25 Euro. So reduziert sich der Preis auf 50,77 Euro.

Reparatur im Apple Store ist billiger
Allerdings ist der selbstständige Batterietausch mit dem Reparatur-Kit wesentlich teurer als Apples Dienstleistung im Apple Store: Apple verlangt für einen Batterietausch der neueren Modelle ohne Apple Care+ 74,99 Euro. Das Reparatur-Kit zusammen mit den Ersatzteilen kostet bei der Selbstreparatur 110,72 Euro. Bei einer Reparatur im Apple Store spart man also knapp 35 Euro.

Wesentlich interessanter, auch für das breite Publikum, sind Apples Reparaturbücher, die sich auf dem Support-Portal von Apple befinden. Zum ersten Mal veröffentlicht Apple genaue Angaben zu den Bestandteilen eines iPhones. Bislang konnte man diese Informationen als interessierter Nutzer höchstens bei iFixit erhalten. Etwas kurios, aber nachvollziehbar: Für das Festschrauben des SIM-Fachs verwendet der Hersteller sechs unterschiedliche Schrauben in Farbe des Smartphones: Mitternacht, Polarstern, Rosa, Rot, Blau und Grün.

Apple führt Notruf-Nachrichten per Satellit ein

Diese Funktion kann Leben retten: Mit einem Signal per Satellit kann der User auch ohne Mobilfunkempfang mit den neuesten iPhones eine Notruf absetzen.
Apple bringt die Möglichkeit, mit den neuesten iPhones Notfall-Mitteilungen per Satellit zu verschicken, rund einen Monat nach dem Start nach Deutschland. Die Funktion ist für die Situationen gedacht, in denen man keinen Mobilfunk-Empfang oder WLAN-Internet hat. Ab Dienstag ist der Satelliten-Notruf auch in Frankreich, Großbritannien und Irland verfügbar, wie Apple mitteilte.

Notfall-Nachrichten per Satellit können Leben retten, wenn Menschen in Gegenden ohne Mobilfunk-Empfang in Gefahr geraten. Früher benötigte man dafür spezielle Telefone mit größeren Antennen. Apple integrierte dagegen beim iPhone 14 ein hauseigenes System zur Kommunikation mit Satelliten in die herkömmlichen Gehäusegrößen.

Übermittlung kann mehrere Minuten dauern
Allerdings bleibt die Verbindung eine technische Herausforderung. So muss das iPhone direkt auf den Satelliten gerichtet sein, und die Übermittlung kann 15 Sekunden oder mehrere Minuten dauern. Da die Satelliten nicht mit bloßem Auge sichtbar sind, bekommen die Nutzer Hilfe zur Ausrichtung der Geräte mit einer Grafik auf dem Bildschirm. Satelliten bewegen sich schnell und haben eine geringe Bandbreite, wie Apple betonte.

Deswegen müssen Nutzerinnen und Nutzer bei der Funktion Notruf SOS über Satellit zunächst einige Fragen beantworten. Die übermittelte Nachricht enthält die Antworten auf die Fragen sowie den Standort, einschließlich der Höhe, den Batteriestatus des iPhones und Informationen aus dem Notfallpass, falls dieser aktiviert ist. Die Konversation und die Folgemeldungen werden über Satellit an Vermittlungszentralen weitergeleitet, die mit von Apple geschulten Fachleuten besetzt sind. Diese können im Namen der Nutzer Hilfe rufen. Das Transkript kann auch an Notfallkontakte weitergeleitet werden, um diese auf dem Laufenden zu halten.

Mit der Technologie können Nutzer, die außerhalb des Mobilfunk-Netzes unterwegs sind, zudem auch ohne einen Notfall ihren Standort Freunden oder der Familie übermitteln. Die Qualität der Verbindung kann in einem Demo-Modus getestet werden. Der Dienst ist zunächst für zwei Jahre kostenlos verfügbar.

Kaufen Sie lieber das iPhone 12!

Das iPhone 12 ist zwar schon älter, aber aktuell die bessere Wahl für jeden, der ein modernes iPhone für “wenig” Geld will.

Wer kein iPhone mit Pro-Features benötigt, greift zum “normalen” iPhone. Da das brandneue iPhone 14 hierzulande aber etwas teurer geworden ist, wirken auch die älteren Modelle auf viele Nutzerinnen und Nutzer plötzlich besonders attraktiv. Einen Vergleich zwischen iPhone 14 und iPhone 13 haben wir bereits vorgenommen. Nun ist das iPhone von 2020 an der Reihe. Das iPhone 12 ist in vielerlei Hinsicht besonders: Es bekam nach einigen Jahren ein neues Gehäusedesign und ist mit Features ausgestattet, die auch in Zukunft wichtig sein werden. Warum sich das iPhone 12 im Vergleich zum iPhone 14 für Sie vermutlich eher lohnt als das iPhone 14.

iPhone 14 vs 12: Gemeinsamkeiten
Das iPhone 14 (alle Infos) und iPhone 12 sehen auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Tatsächlich haben sie auch eine Menge Gemeinsamkeiten, wie etwa:

ein 6,1 Zoll großes Super Retina XDR Display

eine Notch mit Face ID

ein Zwei-Kamera-System mit Haupt- und Ultraweitwinkelkamera

2x optischen Zoom

5G

Magsafe

Schutz vor Wasser und Staub (nach IEC Norm 60529)

Portrait- und Nachtmodus

4K Videoaufnahme

iPhone 14 vs. 12: Unterschiede
Natürlich unterscheiden sich die beiden Modelle auch in gewissen Punkten. So hat das iPhone 14 eine 20 Prozent kleinere Notch als das iPhone 12. Apple führte die kleinere Einkerbung am oberen Bildschirmrand im iPhone 13 ein. Rückblickend betrachtet hatte die kleinere Notch aber eher einen größeren Marketing- als Praxisnutzen: Wer sich von der größeren Notch im iPhone 12 gestört fühlt, wird wohl auch mit der kleineren Notch so seine Probleme haben.

Das iPhone 14 kommt außerdem mit Unfallerkennung (das iPhone erkennt Autounfälle und ruft im Ernstfall Hilfe), dem A15 Bionic Chip (das iPhone 12 hat den A14 Bionic Chip, und somit einen GPU-Kern weniger) und unterschiedlich großen Speicherkapazitäten und Gehäusefarben. Die Kamera ist beim iPhone 12 senkrecht angeordnet, während das iPhone 14 die diagonale Anordnung des iPhone 13 übernimmt.

Die neue Photonic Engine kann im iPhone 14 dank A15-Chip und leicht verbesserter Blendenwerte mehr aus Ihren Fotos herausholen, allerdings können sich auch die Schnappschüsse vom iPhone 12 sehen lassen. Mit Features, wie Deep Fusion, Smart HDR 3, Portraitmodus “mit fortschrittlichem Bokeh”, Nachtmodus und Videoaufnahmen in 4K (24, 25, 30 oder 60 fps) sowie einer 12-MP-Frontkamera sind Sie mit dem iPhone 12 auch 2022 noch bestens ausgerüstet.

Farben & Speicherkapazität

Das iPhone 14 ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich, das iPhone 12 sogar in sechs. Die Farbtöne variieren jedoch leicht von Generation zu Generation:

iPhone 14: Blau, Violett, Mitternacht, Polarstern, (PRODUCT)RED

iPhone 12Blau, Violett, Weiß, Schwarz, (PRODUCT)RED, Grün

Wenn Ihnen weniger Speicher ausreicht, sind Sie mit dem iPhone 12 besser bedient, weil dieses bereits bei 64 GB anfängt. Dementsprechend günstig sind aktuell auch die Preise für ein solches Gerät. Die maximale Speicherkapazität beträgt beim iPhone 12 nur 256 GB, während Sie beim iPhone 14 von 128 GB bis 512 GB wählen können.

Preise

Kaufen Sie das iPhone 12 direkt bei Apple, beginnen die Preise bei 799 Euro. Wenn Sie mehr Speicher wollen, zahlen Sie für die 849 Euro (128 GB) oder 969 Euro (256 GB). Sie bekommen das iPhone 12 aber bereits deutlich günstiger, wenn Sie nicht bei Apple direkt kaufen.

Das iPhone 14 startet bei 999 Euro (128 GB), wenn Sie mehr Speicher benötigen, zahlen Sie 1.129 Euro (256 GB) oder 1.389 Euro (512 GB).

Fazit
Für wen eignet sich das iPhone 14 – und für wen das iPhone 12? Diese Frage können nur Sie am besten beantworten. Wenn Ihnen die größeren Speicherkapazitäten, die (leicht abgewandelten) Farben und natürlich die neuen Features im iPhone 14 zusagen, sind Sie natürlich am besten mit dem aktuellen Modell bedient. Wir sind jedoch der Meinung: Lassen Sie lieber die Finger vom iPhone 14, sparen Sie Geld und legen sich lieber ein älteres Modell zu – auch wenn Sie auf eine kleinere Notch, größeren Akku oder neue Funktionen wie “Unfallerkennung” verzichten müssen. Das iPhone 12 kommt mit jeder Menge Features, die für die nächsten Jahre völlig ausreichend sind: ein modernes Gehäuse-Design mit tollem Kamerasystem zum Fotografieren und Filmen, 5G, Magsafe und das alles zu einem mittlerweile vernünftigen Preis.

iPhone 14 (Pro) vs. iPhone 13 (Pro)

Zeit für einen Vergleich! iPhone 14 (Pro) gegen das Vorjahresmodell iPhone 13 (Pro): Alle Unterschiede im Überblick.

Die neue iPhone-14-Generation wurde im Rahmen des “Far Out”-Events ( Zusammenfassung) vorgestellt. Natürlich drängt sich da die Frage auf: Inwiefern unterscheiden sich die neuen Modelle zum Vorgänger? Wir machen den großen Vergleich in den wichtigsten Kategorien.

Modelle
Die iPhone-13-Generation besteht aus vier verschiedenen Modellen:

iPhone 13 mini (5,4?)

iPhone 13 (6,1?)

iPhone 13 Pro (6,1?)

iPhone 13 Pro Max (6,7?)

Wie man bereits im Vorfeld spekulierte, hat Apple nun tatsächlich das 5,4-Zoll große Mini-iPhone gegen ein 6,7-Zoll großes Plus der Nicht-Pro-Geräte ausgetauscht. Damit ergibt sich folgendes iPhone-14-Line-Up:

Design
Das Design hat sich auf den ersten Blick nicht großartig verändert: Sowohl die 13er- als auch die 14er-Generation erscheinen im kantigen Design, welches Apple mit dem iPhone 12 (wieder) einführte. Während Apple bei allen iPhone-13-Modellen die Notch um 20 Prozent kleiner gestaltete, wurde diese in den Pro-Modellen des iPhone 14 komplett gegen eine neue “dynamische Insel” ausgetauscht. Was es damit auf sich hat und welche neuen Features damit auf die Pro-Modelle kommen, erklären wir Ihnen hier.

Die Nicht-Pro-Modelle kommen weiterhin mit der Einkerbung am oberen Bildschirmrand. Ansonsten ist das Kamera-Modul auf der Rückseite gewachsen. Genauere Einzelheiten zu den unterschiedlichen Kamera-Specs lesen Sie weiter unten.

Preis
Wie zu erwarten war, hat Apple die Preise etwas angehoben. Zum Vergleich: So viel kostete das iPhone 13 bei Apple bis zuletzt:

iPhone 13 Mini: ab 799 Euro (699 US-Dollar)

iPhone 13: ab 899 Euro (799 US-Dollar)

iPhone 13 Pro: ab 1.149 Euro (999 US-Dollar)

iPhone 13 Pro Max: ab 1.249 Euro (1099 US-Dollar)

In der EU hat Apple die Preise für das iPhone angehoben:

iPhone 14: ab 999 Euro

iPhone 14 Plus: ab 1.149 Euro

iPhone 14 Pro: ab 1.299 Euro

iPhone 14 Pro Max: ab 1.449 Euro

Zur großen Überraschung verkauft Apple auch weiterhin das iPhone 13 mini und iPhone 13, an den Preisen hat sich allerdings nichts verändert.

Farben
Das iPhone 14 (Plus) ist – genau wie das iPhone 13 – in fünf verschiedenen Farben erhältlich (Blau, Violett, Mitternacht, Polarstern, (PRODUCT)RED), während das iPhone 13 in einer weiteren Farbe erhältlich ist: Grün. Diese Farbe wurde jedoch erst nach der offiziellen iPhone-13-Keynote im Frühling 2022 vorgestellt. Daher ist es gut möglich, dass Apple im kommenden Frühling noch eine weitere iPhone-14-Farbe ankündigt.

Beim iPhone 14 Pro (Max) ersetzt Apple das Sierra Blau vom iPhone 13 Pro durch ein neues Dunkellila. Die 13-Pro-Geräte sind außerdem noch in Grün erhältlich.

Display
Apple hat die Gehäuseränder im iPhone 14 (Pro) im Vergleich zum iPhone 13 (Pro) etwas schmaler gestalten können, sodass das Display dadurch noch größer wirkt. Leider kommen weiterhin nur die Pro-Modelle mit einem Pro-Motion-Display. Als Premiere führt Apple auf dem iPhone 14 (Pro) nun erstmals ein Always-On-Display ein. Damit können Nutzer die wichtigsten Informationen vom Startbildschirm ablesen, ohne das iPhone aufwecken zu müssen. Apple hat sich dabei jedoch etwas Besonderes einfallen lassen: Im Gegensatz zu bereits bekannten Always-On-Displays wird das Display nicht komplett schwarz, sodass man das eingerichtete Hintergrundbild durchweg sehen kann. Laut Apple hat dies jedoch keine Auswirkungen auf die Akku-Laufzeit.

Kamera
An der Kamera-Grundausstattung der iPhone-14-Modelle hat sich nicht viel verändert, heißt: Die Pro-Modelle kommen wie zuvor auch schon mit einem Tele-Objektiv, Weitwinkel und Ultraweitwinkel, während die Standard-Geräte auf ein Tele-Objektiv verzichten müssen. Außerdem bleibt der LiDAR-Scanner noch immer den Pro-Modellen vorbehalten. Dank größerem Sensor kann das iPhone 14 Pro nun dank neuem 48-MP-Sensor (im Vergleich: iPhone 13 Pro mit 12-MP-Sensor) aber bessere Bilder unter schlechten Lichtverhältnissen schießen. Dank Pixel Binning erstellt das iPhone 14 Pro trotzdem Fotos mit einer 12-MP-Auflösung. Wer 48-MP-Fotos schießen will, muss Apples ProRAW-Format verwenden.

Im Vergleich zum iPhone 13 hat sich die Kamera des iPhone 14 nur minimal verbessert: Die Hauptkamera hat in der neuen 14er-Generation verbesserte Blendenwerte (f/1.5 statt f/1.6). Ob die verbesserte Software zu merklich besseren Bildern führt, werden unsere Praxistests zeigen.

Chip
Eine kleine Sensation: Apple spendiert den neuen A16-Chip nur den iPhone-14-Pro-Modellen. Bisher war es üblich, dass auch die Nicht-Pro-Geräte den jeweils aktuellen Chip verbaut bekommen. Während iPhone 14 Pro und Pro Max die maximale Performance-Leistung des A16-Chips genießen, befindet sich im iPhone 14 und 14 Max ein leicht überarbeiteter A15-Chip aus der iPhone-13-Generation.

Batterie
Apple konnte die Batterielaufzeit im iPhone 13 (Pro) leicht verbessern, die Akkuleistung im iPhone-14-Line-Up ist nochmal etwas stärker geworden. Auf Apples Webseite heißt es, dass die Video-Wiedergabe (Apples Maßeinheit für die Akku-Kapazität) um eine Stunde verbessert werden konnte. Welchen mAh-Wert die Akkus haben, werden erste Tear-Downs zeigen müssen.

Speicherkapazität
Das iPhone 13 und 13 Mini waren bisher mit einer Speicherkapazität von 128, 256 oder 512 GB erhältlich, die 13-Pro-Modelle gab es zusätzlich mit bis zu 1 TB Speicher. Daran hat sich auch bei der neuen iPhone-14-Generation nichts geändert.

Dekra und PWC stellen KI auf den Prüfstand

Auf der Straße, im Smartphone oder im Garten: Künstliche Intelligenz umgibt uns schon heute in vielen Lebensbereichen. Ein neues Unternehmen will sich nun der Sicherheit solcher Anwendungen annehmen.

Künstliche Intelligenz (KI) steckt etwa im Rasenmähroboter oder in Autonomen Fahrzeugen – um solche Produkte künftig zu testen und zu zertifizieren, tun sich der Prüfkonzern Dekra und der Wirtschaftsprüfer PWC zusammen. Unter dem Namen “CertifAI” soll ein eigenständiges Unternehmen entstehen, das KI-Produkte von der Entwicklung bis zur Marktreife begleiten soll, wie beide Seiten mitteilten. Beteiligt ist auch der Innovationsstarter Fonds Hamburg.

Er wisse, dass es in der Gesellschaft noch Vorbehalte gegenüber KI-basierten Produkten gebe, sagte der Chef von Dekra Digital, Kerim Galal. “Als das Automobil eingeführt wurde, gab es ähnliche Sorgen und Ängste.” Vielen Menschen begegne jedoch schon heute KI im Alltag, etwa bei der Spracherkennungsfunktion im Handy oder beim Mähroboter.

CertifAI soll zweistellige Millionenumsätze erwirtschaften
Der operative Startschuss soll – vorbehaltlich der Freigaben durch die Wettbewerbsbehörden – schon zu Beginn des Jahres 2023 fallen, wie Hendrik Reese von PWC sagte. Geplant sei, eine mittlere zweistellige Zahl an KI-Experten anzuheuern. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll “CertifAI” dann jährlich zweistellige Millionenumsätze erwirtschaften. Alle Gesellschafter zusammen investieren einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Vom globalen KI-Markt versprechen sich die Unternehmen eine Verzehnfachung bis 2028 und ein Gesamtvolumen von 150 Milliarden US-Dollar (rund 145 Mrd Euro).

Auch beim Autonomen Fahren gebe es sowohl von den Insassen als auch von anderen Verkehrsteilnehmern ein großes Interesse daran, dass die Technologien abgenommen und geprüft sind, sagte Reese. “Es gibt einen erheblichen Anspruch aus der Gesellschaft, dass diese Produkte sicher sind”. Andererseits sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, ihre Produkte schneller zur Marktreife zu bringen. Aktuelle Regulatorik sei oft noch nicht spezifisch auf KI ausgerichtet.

Dies mahnte auch Galal an. “Die notwendigen Regulierungen als Grundlage für Prüfungen und Zertifizierungen müssen mit der rasanten Entwicklung im KI-Sektor Schritt halten”, forderte er. Nur so lasse sich die Sicherheit der Nutzer gewährleisten und Vertrauen in KI auf- und ausbauen.

KI im Unternehmen und Personalmanagement
Künstliche Intelligenz (KI) birgt ein enormes Potenzial für Unternehmen, zum Beispiel beim Einsatz im Personalmanagement. Joachim Skura, Thought Leader Human Capital Management bei Oracle, nennt Vorteile der KI sowie wichtige Faktoren, die bei der Planung sowie Nutzung zu beachten sind.

Fünf iOS-16-Einstellungen, die Sie ändern sollten

Schon das neue iOS 16 installiert? Diese Einstellungen sollten Sie sofort ändern.

iOS 16 ist ein lohnenswertes Update, das eine Reihe nützlicher Funktionen auf Ihr iPhone bringt, Sicherheitslücken schließt und das allgemeine Erscheinungsbild verbessert. In einigen Fällen hat Apple neue Elemente hinzugefügt, die eher stören. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie diese deaktivieren können. Einige äußerst willkommene neue Optionen sind hingegen standardmäßig deaktiviert, und wir zeigen Ihnen, wie Sie diese wiederum aktivieren können.

  1. Batterieanzeige in Prozent anzeigen
    Mit der Einführung von iOS 16 hat Apple die prozentuale Batterieanzeige zurückgebracht, die 2017 aus der Statusleiste des iPhones entfernt wurde. Allerdings müssen Sie diese gezielt einschalten, um sie zu aktivieren.

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Batterie und aktivieren Sie Batterieladung in %

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels unterstützen die iPhone-Modelle XR, 11, 12 mini und 13 Mini diese Funktion nicht, obwohl es Grund zur Hoffnung gibt, dass sie in einer späteren iOS-16-Version unterstützt werden.

  1. Neue Suchfunktion deaktivieren
    Auf dem Startbildschirm von iOS 15 sehen Sie ein kleines Symbol zwischen dem Dock und den anderen App-Symbolen. Es zeigt eine Reihe von Punkten an, die angeben, wie viele Homescreens Sie haben und auf welchem Sie sich befinden. Nach dem Update auf iOS 16 wird dieses Symbol durch ein Lupen-Symbol ersetzt, das die Spotlight-Funktion dupliziert, auf die man durch Wischen nach unten auf dem Startbildschirm zugreifen kann. Wenn Sie dies als unnötig und/oder ablenkend empfinden, können Sie dieses Feature auch deaktivieren:

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Home Bildschirm

Deaktivieren Sie Auf Home-Bildschirm anzeigen

  1. Haptische Tastatur aktivieren
    In iOS 16 bietet Apple endlich eine Option zum Einschalten des haptischen Tastaturfeedbacks auch ohne Tastaturgeräusche. Diese Funktion müssen Sie jedoch erst aktivieren:

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Töne & Haptik

Tippen Sie auf Tastaturfeedback und aktivieren Sie die Haptik

  1. E-Mails abbrechen: Auf bis zu 30 Sekunden verlängern
    Seit iOS 16 können Sie mit Apples Mail-Programm das Senden von E-Mails abbrechen. Die Funktion ist standardmäßig auf 10 Sekunden eingestellt, aber Sie können diese Zeitspanne auf bis zu 30 Sekunden verlängern.

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Mail

Scrollen Sie ganz nach unten und tippen Sie auf Verzögerung des Sendewiderrufs

Wählen Sie aus 10 Sekunden, 20 Sekunden oder 30 Sekunden

  1. Kein versehentliches Beenden von Anrufen mehr
    Viele iPhone-Besitzer kennen das Problem, dass sie während eines Telefonats versehentlich die Seitentaste drücken. Standardmäßig wird dadurch der Anruf beendet – aber in iOS 16 fügt Apple eine neue Option hinzu, mit der dies nicht mehr möglich ist. Dieses Feature heißt Beendigung von Anrufen durch Sperren verhindern. Wenn Sie weiterhin die Anrufe über die Seitentaste beenden möchten, müssen Sie das Feature wieder deaktivieren:

Öffnen Sie die Einstellungen

Tippen Sie auf Bedienungshilfen

Wählen Sie Tippen und deaktivieren Sie das Feature Beendigung von Anrufen durch Sperren verhindern

Smartphone, Kopfhörer, Watch: So macht sich die Pixel-Serie im Alltag

Was mit einer eigenen Smartphone-Serie begann, hat sich inzwischen zu einer mobilen Geräte-Reihe ausgewachsen. So machen sich die Pixel-Geräte im Test.
Google hat mit seiner Pixel-Smartphone-Serie die letzten Jahre Maßstäbe bei Android-Smartphones gesetzt. Die mittelpreisigen Geräte überzeugten mit ihrer Kamera und ihre Optimierung auf das hauseigene Betriebssystem, ehe sich mit den Pixel Buds die ersten Kopfhörer dazugesellten. Mittlerweile hat Google seine Serie um KI-Prozessoren in seinen Smartphones erweitert, eine upgedatete Version der Kopfhörer veröffentlicht und seine erste eigene Smartwatch auf den Markt geworfen. So schlagen sich die Pixel-7-Geräte, die Pixel Buds Pro und die Pixel-Watch im Alltag.

Bereits für die Vorgängerserie, das Pixel 6 und 6 Pro, erhielt Google viel Lob, insbesondere dank seines Tensor-Chips, dem ersten eigens von Google designten Prozessor. Dessen KI-Fähigkeit ermöglicht “Speech to Text”-Funktionen lokal statt auf eine Cloud angewiesen zu sein und hebt Bildbearbeitungsmöglichkeiten auf ein neues Level. Im Pixel 7 und Pixel 7 Pro legt Google mit dem Tensor G2 nach. Das Ergebnis sind zwei Smartphones, die in Sachen Preis-Leistung gute Argumente auf ihrer Seite haben und es problemlos mit den teureren Flaggschiffen der Konkurrenz aufnehmen können.

Marginale Unterschiede zwischen Standard- und Pro-Variante
Für viele Userinnen und User dürfte die kleinere Pixel-7-Variante aufgrund ihres Preises und ihres äußeren Designs das interessantere Gerät sein. Dass die Standardversion technisch schwächer auf der Brust ist, fällt nämlich im Alltagsgebrauch kaum auf. Dass die charakteristische, horizontale Kameraleiste aufgrund ihrer Hochglanz-Optik beim Pixel 7 Pro schneller verkratzt und sein abgerundetes Display bei falscher Handhabung zu ungewollten Eingaben führt, hingegen schon. An Letzteres gewöhnt man sich nach einer gewissen Zeit zwar, besonders wenn man zuvor bereits Geräte mit abgerundeten Displays genutzt hat. Doch speziell für Menschen mit kleineren Händen wird das 6,7 Zoll große Display in dieser Hinsicht immer eine Herausforderung bleiben. Ihnen liegt das 6,3 Zoll große Pixel 7, das sogar minimal kleiner ausfällt als die Standardversion des Pixel 6, besser in der Hand.

Wer sich daran nicht stört, bekommt beim Pixel 7 Pro ein exzellentes 120-Hertz-OLED-Display, dessen QHD+Auflösung auch die anspruchsvollsten Videos und Spiele butterweich darstellt und selbst in starkem Sonnenlicht überzeugt. Das Pixel 7 muss sich dagegen mit Full-HD und einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz begnügen. In der Praxis stört das allerdings ebenso wenig wie der Unterschied zwischen 12 und 8 GB Arbeitsspeicher. Viel eher fällt der Unterschied bei der Akkuleistung auf, denn die Kapazität des Pixel-7-Akkus ist rund 650 mAh geringer als die des Pixel 7 Pro (4.926 mAh). Durch den Tag kommen Userinnen und User mit beiden Geräten in der Regel problemlos, im Ultra-Energiesparmodus verspricht Google bis zu 72 Stunden Laufzeit, allerdings ist die Funktionalität dann eingeschränkt.

Kameras und Preis
Auch hinter der Kameraleiste gibt es zwischen Pixel 7 und Pixel 7 Pro einen Unterschied, der nicht bei allen Usern gleich ins Gewicht fallen dürfte. Beide Geräte sind mit den gleichen 50-Megapixel-Weitwinkelkameras und 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkameras ausgestattet. Aber: Beim Pixel 7 Pro kommt eine 48-Megapixel-Telekamera mit fünffachem optischen Zoom hinzu. Die Frontkamera verfügt bei beiden Varianten über 10,8 Megapixel und kann Videos in 4K aufzeichnen. Insgesamt hat Google bei der Videoqualität einen spürbaren Schritt nach vorn gemacht, kann aber in dieser Disziplin mit den neuesten iPhones nicht ganz mithalten.

Ganz anders bei den Fotos. Dank Googles Fotoalgorithmus und der Power des Tensor-G2-Chips müssen sich die Pixel-7-Geräte in puncto Fotoqualität vor keinem anderen Smartphone auf dem Markt verstecken. Besonders fällt das beim verbesserten Nachtaufnahme-Modus auf, der die gewünschte Aufnahme deutlich schneller einfängt als die Pixel-6-Geräte. Inwiefern sich die 250 Euro Aufpreis des Pixel 7 Pro (ab 899 Eur) im Vergleich zum Pixel 7 (ab 649 Euro) bei den jeweiligen Varianten mit 128 GB internem Speicher wirklich lohnen, müssen Verbraucher letztlich selbst abwägen.

Pixel Buds Pro: Die neuen Android-Airpods?
Google bietet unter dem Pixel-Dach außerdem eine upgedatete Version ihrer Pixel-Kopfhörer an. Die Pixel Buds Pro sind für 219 Euro zu bekommen und liegen damit etwa auf dem Niveau der als Goldstandard geltenden Airpods von Apple. Mit 6,2 Gramm pro Earbud fallen sie im Vergleich zu anderen Bluetooth-Buds relativ schwer aus, fügen sich im Test dank ihrer Form allerdings angenehm in die Ohrmuschel.

Dank Touch-Oberfläche lassen sich die Kopfhörer intuitiv und simpel steuern, allerdings müssen Brillenträger und Menschen mit längeren Haaren darauf achten, sie nicht aus Versehen zu betätigen. Abgesehen davon überzeugt insbesondere die Akkuleistung: Bei aktiviertem ANC (Active Noice Cancelling) liefern die Pro-Buds annähernd sieben Stunden lang Sound, mit dem in der Hülle verbauten Akku kommen weitere 20 Stunden Kapazität hinzu.

Geladen werden sowohl die Smartphones als auch die Kopfhörer-Hülle per USB-C oder Induktion. Dank der “Battery Share”-Funktion der Pixel-Smartphones (auch das Pixel 6 und 6 Pro unterstützen die Funktion) kann das Buds-Gehäuse direkt am Smartphone kabellos geladen werden. Dass Google bei den Buds beinahe gänzlich auf Pixel-exklusive Features verzichtet, verdient zusätzliches Lob und macht deutlich, wohin das Unternehmen mit den Geräten möchte: der neuer High-End-Standard für Android-Geräte.

Pixel Watch: Kommt da noch was?
Ähnliches gilt für die Pixel Watch, Googles erste eigenständige Smartwatch. Sie punktet mit schlichtem Design, das sich durch eine für die Steuerung elementare Krone auszeichnet und optisch dank austauschbarer Armbänder und den unterschiedlichsten Darstellungen des Ziffernblatts (Watch Faces) enorm wandelbar ist. Die Integration des Fitbits und der dazugehörigen Fitness- und Health-Tracking-Apps ist zwar gelungen, fällt aber derzeit schlanker aus, als auf vollwertigen Fitbit-Geräten. So ist etwa ein Sensor zur Blutsauerstoffmessung in der Uhr verbaut, bislang allerdings nicht nutzbar. Hier dürfte zwar mit einem Update zu rechnen sein, doch wann es soweit ist, stellt Google bislang nicht in Aussicht.

Wer sich die LTE-Variante (429 Euro, Standardvariante ab 379 Euro) gönnt, kann eine e-SIM in die Uhr laden und so beispielsweise während des Joggens YouTube Music oder Spotify von seiner Uhr streamen. Alternativ kann man sich auch Musikdateien direkt auf die für eine Smartwatch großzügigen 32 Gigabyte integrierten Speicher kopieren. Außerdem ist ein NFC-Chip an Bord, der kontaktloses Bezahlen ermöglicht.

Dank zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und zwei Prozessoren ist die Uhr, die auf das aktuelle Betriebssystem Wear OS 3.5 setzt, fast immer flott unterwegs – und im Verbund mit dem Smartphone äußerst praktisch. Per Kamera-App auf der Uhr lassen sich etwa die Handy-Kamera oder mit der “Google Home”-Integration die Smarthome-Geräte steuern. Abstriche muss die Pixel Watch angesichts all dieser Funktionalität bei der Akkuleistung machen. Dieser wird über eine mitgelieferte Induktionsschale geladen und hat eine Kapazität von 294 mAh und soll 24 Stunden lang reichen. In der Praxis erreicht man diesen Wert allerdings selten, insbesondere wenn GPS zum Einsatz kommt.