Bluechips neue Workstation WS3300

Hersteller und Distributor Bluechip aus dem thüringischen Meuselwitz stellt eine neue Workstation vor, die eine kompromisslose Performance für anspruchsvollste Anwendungen verspricht.

Das Herzstück der Bluechip Workstation WS3300 bildet die AMD Ryzen Threadripper Pro 5975WX-CPU, ein Prozessor mit 32 Kernen, und die leise, leistungsstarke Wasserkühlung. Das verbaute Mainboard der WS3300 bietet acht RAM-Steckplätze für bis zu maximal 2 Terabyte Gesamtkapazität, sieben PCIe 4.0 x 16-Steckplätze die bis zu vier High-End-Grafikkarten unterstützen. Damit werde eine überragende Leistung für professionelle Design-, Modellierungs-, Simulations- und Rendering-Anwendungen erreicht, verspricht Bluechip.

Umfassende Ausstattung und enorme Leistung
Weiterhin bietet die WS3300 eine satte Speicherbandbreite mit acht Speicherkanälen. Vielfältige Schnittstellen, unter anderem auch WLAN mit dem Intel Wi-Fi 6 AX200-Chip und zwei 10-Gigabit-LAN-Anschlüsse für eine ultraschnelle Konnektivität. Auch zwei USB-C-Ports, an einer Workstation noch nicht selbstverständlich, ergänzen die 12 USB 3.2 Gen 2- und die zwei USB 2.0-Anschlüsse, die für manche Peripheriegeräte – insbesondere aus dem Multimediabereich – noch immer notwendig sind.

“Die Bluechip WS3300 Workstation wurde entwickelt, um die unglaubliche Leistung der neuesten AMD-Ryzen-Threadripper-Pro-Prozessoren zu entfesseln und bildet ein zuverlässiges Fundament für professionelle Kreativarbeiten, die von Multi-Core-CPUs profitieren, wie Videobearbeitung und 3D-Rendering”, erklärt Thomas Stolze, Produktmanager Clients & Mobile bei Bluechip. “Hervorzuheben bei der WS3300 ist die verbaute Wasserkühlung, die trotz enormer Leistung für eine sehr geringe Geräuschentwicklung sorgt. Wie alle unsere Systeme, kann die Workstation entsprechend dem Einsatzszenario individuell konfiguriert und um verschiedenste Service-Angebote ergänzt werden.”

Preise und Verfügbarkeit
Mehr zur bereits verfügbaren Bluechip Workstation WS3300 und den Konfigurationsmöglichkeiten gibt es unter diesem Link. Die Preise verrät der Hersteller nach Registrierung und Anmeldung. Die Lieferzeit für das System beträgt rund fünf Werktage.

WLAN in Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn gestört

Durch einen Stromausfall bei einem externen Dienstleister sei das WLAN-Angebot in Zügen des Fernverkehrs derzeit nur eingeschränkt verfügbar, teilte ein Sprecher der Bahn am Samstagmittag auf Anfrage mit. “Die Entstörung läuft.” Reisende könnten jedoch uneingeschränkt auf ihren Geräten das interne ICE-Portal mit Fahrplanauskünften zum Reiseverlauf und Unterhaltungsangeboten nutzen.

Microsoft vergibt Partner-Awards 2022

Auch 2022 hat Microsoft die besten Vertriebspartner ausgezeichnet. Offiziell bekommen die Gewinner die Awards im Rahmen der weltweiten digitalen Microsoft-Partnerkonferenz „Inspire“ am 19. und 20. Juli überreicht.

Microsofts deutscher “Country Partner of the Year 2022” ist Capgemini. Mit dem Award würdigt Microsoft die technologische Expertise des Beratungsunternehmen. Capgemini engagiert sich in der Software-Defined-Vehicle-Arbeitsgruppe (SDV) der Eclipse Foundation, die Fahrzeuge auf Open-Source-Basis entwickeln möchte.

Darüber hinaus hat Capgemini mehrere Medizintechnik- und Pharmaunternehmen bei ihrer digitalen Transformation begleitet. Automobilhersteller wurden von dem IT-Dienstleister bei der Entwicklung von Konzepten zum autonomen Fahren und zum Einsparen von CO2 unterstützt.

“In den vergangenen zwölf Monaten hat Capgemini in den Ausbau der Partnerschaft mit uns investiert”, sagt Edith Wittmann, Senior Director Global Partner Solutions bei Microsoft Deutschland. “Das Beratungsunternehmen treibt die nachhaltig digitale Transformation der deutschen Unternehmenslandschaft voran”, so Microsofts Channel-Chefin weiter.

Thilo Marquardt, Head of Alliances bei Capgemini Deutschland, freut sich über die Auszeichnung und betont die vertrauensvolle und kraftvolle Partnerschaft mit Microsoft: “Mit Technologieexpertise und Innovationskraft führen wir unsere Kunden in eine digitale und nachhaltige Zukunft. Unsere professionelle Zusammenarbeit ist dabei maßgeblich für den gemeinsamen Kundenerfolg.”

Den Runner-Up-Award für den zweiten Platz in der Kategorie “German Country Partner of the Year” teilen sich Cosmo Consult und SoftwareOne. Cosmo Consult überzeugte Microsofft einer eigenentwickelten Lösung zur beschleunigten Einführung von Microsoft Dynamics 365 Business Central für kleine und mittelständische Unternehmen. SoftwareOne erhält den Runner-Up-Award für ein selbst entworfenes System, das Kunden bei der Migration von SAP-Landschaften auf Microsoft Azure hilft.

Darüber hinaus haben es fünf deutsche Microsoft-Partner ins Finale der Channel-Championships geschafft:

Mit der Vergabe der sogenannten “Act to Accelerate”-Awards zeichet Microsoft die Vertriebspartner aus, die viel Wert auf für wirtschaftliches Wachstum und nachhaltigen Fortschritt legen.

Digitall hat beispielsweise mit bei Lufthansa Cargo die Kosten gesenkt, die Prozesse vereinfacht und die Workflows modernisiert. Die Dinext Group hat Schmitz Cargobull an ihr Security Operation Center angeschlossen. Den Microsoft-Partnern des Jahres 2019, Glück & Kanja sowie GAB, ist es nach dem Zusammenschluss 2020 gelungen, ihre offene Unternehmenskultur noch auszubauen. Mit speziellen digitalen, interaktiven Angeboten hat das Unternehmen das “Wir-Gefühl” unter den Beschäftigten gestärkt, so die Überzeugung von Microsoft.

Die Liste aller erfolgreichen Microsoft-Partner 2022 weltweit finden Sie hier.

Sonos verschiebt Produktstart

Warnsignal für die Unterhaltungselektronik-Branche: Der Lautsprecher-Anbieter Sonos sieht ein so schlechtes Umfeld für sein Geschäft, dass er den Start eines neuen Produkts verschiebt.

Das Gerät, bei dem es sich laut US-Medienberichten um einen günstigeren Subwoofer handelt, soll nun im Weihnachtsgeschäft statt bereits im laufenden Quartal auf den Markt kommen. Anleger ließen die Aktie im vorbörslichen Handel am Donnerstag um mehr als 16 Prozent fallen.

Sonos habe seit Juni eine Abschwächung der Nachfrage in seinen Geschäftsfeldern verzeichnet, sagte Unternehmenschef Patrick Spence in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Er führte es teilweise darauf zurück, dass Verbraucher ihr Geld aktuell eher für Dienstleistungen und Reisen statt für Waren ausgäben. Sonos hatte im Juni sein bisher günstigstes Soundbar-Modell auf den Markt gebracht – und es verfehlte die Absatzerwartungen “erheblich”, wie Spence sagte.

Der Umsatz von Sonos sank in dem Anfang Juli abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um rund zwei Prozent auf 371,8 Millionen Dollar. Unterm Strich gab es einen Verlust von knapp 600.000 Dollar nach schwarzen Zahlen von 17,8 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Spence verwies unter anderem darauf, dass der starke Dollar die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in US-Währung um 15 Millionen Dollar gedrückt habe.

Verkausfsstopp für Oppo

Oppo muss den Vertrieb in Deutschland vorerst einstellen. Zuvor hatte der aufstrebende chinesische Smartphone-Konzern im Streit um Patente vor dem Landgericht München gegen Nokia eine Niederlage hinnehmen müssen.

In Deutschland werden vorerst offiziell keine Smartphones der Marken Oppo und OnePlus vertrieben. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, hat das Landgericht München1 einen Verkaufsstopp für die Smartphones des Oppo-Konzerns inklusive der Premiummarke OnePlus erlassen.

Oppo zählt zu den Newcomern auf dem deutschen Markt, hat aber in recht kurzer Zeit beachtliche Marktanteile gewonnen. Das Markforschungsunternehmen Canalys spricht im ersten Quartal 2022von einem weltweiten Marktanteil von 10 Prozent (ChannelPartner berichtete). Zusammen mit OnePlus soll sich der Marktanteil hierzulande in ähnlicher Größenordnung bewegen.

Nokia hält eine Reihe von essenziellen Mobilfunkpatenten und verlangt entsprechende Lizenzgebühren pro verkauftes Gerät. Offensichtliche liegen Vorstellungen der Streitparteien über die Höhe der verlangten Gebühren weit auseinander.

Updates und Support gewährleistet
Oppo hat nun den Vertrieb von Smartphones zunächst eingestellt. Zubehör wie Kopfhörer sollen aber weiterhin zu haben sein. Auf der Oppo-Webseite www.oppo.com/de wurden sogar sämtliche Produktinformationen zu den Smartphones entfernt. “Aktuell sind Produktinformationen auf unserer Website nicht verfügbar”, heißt es dort. Stattdessen weist Oppo darauf hin, dass die Produkte “weiterhin uneingeschränkt” genutzt werden können und dass sowohl Support als auch Updates gewährleistet seien.

Wie es nun mit Oppo hierzulande weitergeht, ist noch unsicher. Weitere juristische Auseinandersetzungen kosten Zeit, die der Smartphone-Hersteller zumindest im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft nicht hat. Die Modelle, die zum Jahresende in den Regalen des Handels landen, müssen jetzt produziert und verschifft werden.

Existenzgefährdend dürfte der Verkaufsstopp allerdings nicht sein, denn nur ein Bruchteil der Smartphones werden in Deutschland verkauft. Vor allem in Dritte-Welt- und Schwellenländern sind die Oppo-Modelle gefragt. Und dort nimmt man es mit den Patenten häufig nicht so genau oder Patentinhaber scheuen den hohen administrativen und finanziellen Aufwand, ihr geistiges Eigentum zu registrieren und zu schützen.

Effizienter als Bleibatterien

In Rechenzentren sichern USV-Anlagen bei Netzausfällen die Stromzufuhr. Lange wurden sie ausschließlich mit Blei-Säure-Batterien betrieben. Doch Performance, Platzbedarf und Gesamtkosten sprechen mittlerweile für Lithium-Ionen-Akkus. Mit ihrem hohen Wirkungsgrad und einer langen Lebensdauer sorgen sie für einen energieeffizienten, nachhaltigen Betrieb.

Sturm, Gewitter, Blitzschlag: Naturgewalten können Stromnetze erheblich beschädigen und die Energieversorgung beeinträchtigen – von starken Spannungsschwankungen bis zum vollständigen Stromausfall. Gegen solche Gefahren wappnen sich Rechenzentren mit Notstromaggregaten und USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), damit Geschäftsanwendungen weiter abrufbar sind und keine Daten verloren gehen. USV-Anlagen mit einer durch Batterien gestützten Autonomiezeit sorgen dafür, dass keine Unterbrechung der Stromversorgung entsteht und keine Beschädigungen an den IT-Systemen auftreten, sodass der Betrieb hoch verfügbar weiterläuft.

Über Jahrzehnte waren für solche USV-Anlagen Blei-Säure-Batterien das Mittel der Wahl. Mittlerweile beginnt eine neue Generation von Akkus auf Basis von Lithium-Ionen-Technologie, Einzug in Rechenzentren zu halten. Lange galten sie als zu teuer, doch in den letzten Jahren hat sich ihr Preis deutlich verringert – von 400 Euro pro Kilowattstunde im Jahr 2013 auf aktuell unter 90 Euro, Tendenz weiter fallend. Auch in der Gesamtkostenanalyse (Total Cost of Ownership) haben Lithium-Ionen-Akkus aufgrund längerer Lebensdauer, größerer Kapazität und geringerem Platzbedarf gegenüber Bleibatterien die Nase vorn.

Mehr Leistung auf gleichem Raum
Lithium-Ionen-Akkus können Energie kompakter speichern. Das verbessert nicht nur die Energieeffizienz von Rechenzentren, diese kommen auch mit weniger Platz aus. Bestehende Rechenzentren können also größere USV-Leistungen bei gleich bleibendem Raumangebot zur Verfügung stellen. Und neue Rechenzentren lassen sich vom Start weg kleiner planen – ein relevanter Kostenvorteil, gerade in Ballungsgebieten.

Längere Lebensdauer und hoher Wirkungsgrad
Auch mit ihrer Laufzeit von zwölf bis 15 Jahren lassen Lithium-Ionen-Akkus die Blei-Säure-Batterien hinter sich. Hinzu kommt, dass sie modular aufgebaut sind und sich durch ein Managementsystem ständig überwachen lassen. So können Rechenzentren-Betreiber defekte Zellen und Komponenten im laufenden Betrieb austauschen – das so genannte Hot Swapping. Diese Möglichkeit vereinfacht die Wartung der USV-Anlage, gleichzeitig steigt auch ihre Ausfallsicherheit. Bei Blei-Säure-Batterien ist hingegen das Risiko eines Komplettaustausches deutlich höher, da ein einzelner defekter Block einen ganzen Strang zerstören kann. Hinzu kommt, dass sich eine regelmäßige Überwachung von Einzelblöcken bei Bleisäurebatterien nur gegen einen erheblichen Aufpreis realisieren lässt, während in Lithium-Ionen-Akkus das Monitoring bereits eingebaut ist.

Lithium-Ionen-Akkus sind zudem deutlich unempfindlicher gegenüber hohen Temperaturen – damit sinken Energieverbrauch und Klimatisierungskosten. Da der Betriebstemperaturbereich von Akkus und USV-Elektronik identisch ist, lassen sich USV-Anlage und Batterie im gleichen Raum unterbringen. Darüber hinaus haben Lithium-Ionen-Akkus nur etwa ein Drittel des Gewichts konventioneller Batterien. Unter dem Strich erreichen sie einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 97 Prozent. Rechenzentren können Lithium-Ionen-Akkus im Parallelbetrieb mit Blei-Säure-Altsystemen testen und so schrittweise auf den neuen Typus umsteigen – und die Akku-Batteriestränge jederzeit modular erweitern, um bei Bedarf ihre Leistung zu steigern.

Monitoring und Brandschutz
Um Risiken wie Überhitzung, Überladung und Kurzschluss vorzubeugen, braucht es ein umfassendes Monitoring der Batterien durch ein Management-System, das Parameter wie Temperatur und Spannungsregelung regelmäßig überprüft. Via USV-Anlage lässt sich das Batterie-Management-System in das so genannte “Data Center Infrastructure Management” (DCIM) integrieren und abrufen.

Ratgeber: Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) als Basis der Digitalisierung

Professioneller Brandschutz ist für den Betrieb von USV-Anlagen unerlässlich – so verfügt die SmartLI-Lösung von Huawei bereits über ein eingebautes Brandschutzsystem. Falls Lithium-Ionen-Batterien einen Kurzschluss verursachen, setzen die eingebundenen Materialien zusätzlich Sauerstoff frei, was den Brand weiter anfacht. Um genau diesen Effekt zu verhindern, nutzt Huawei eine Lithium-Eisen-Phosphat-Verbindung, die mehr Sicherheit bietet als das in früheren Akkus genutzte Gemisch aus Lithium-Cobalt oder die derzeit verbreiteten Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Verbindungen.

Recyclingprozess in Arbeit
Noch existiert kein standardisierter Recyclingprozess für Lithium-Ionen-Akkus. Allerdings sind die Hersteller durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) schon jetzt verpflichtet, alle Komponenten für USV-Anlagen zurückzunehmen, wenn sie nicht mehr genutzt werden. Die Wiederverwertung von Lithium-Batterien ist jedoch noch nicht geregelt – wäre aber eine unverzichtbare Voraussetzung für eine flächendeckende Akzeptanz und Ausweitung der E-Mobilität. Denn die Lithium-Ionen-Akkus versorgen nicht nur Rechenzentren, sondern auch unzählige Mobilgeräte wie Smartphones – und nicht zuletzt E-Autos. Daher ist damit zu rechnen, dass für Lithium-Ionen-Batterien aus Rechenzentren zeitgerecht ein verbindlicher Recyclingprozess zur Verfügung stehen wird – Hersteller wie Huawei und internationale Gremien, etwa in der EU, arbeiten bereits daran.

Klimaneutraler Betrieb von Rechenzentren
Klimaneutrale Rechenzentren sind in Reichweite – und Lithium-Ionen-Batterien leisten ihren Beitrag dazu. So arbeitet Huawei intensiv an einem Szenario für klimaneutrale Datenzentren, wobei mit Solarzellen oder Windrädern erzeugte Energie in Lithium-Ionen-Batterien zwischengespeichert und für den Betrieb von IT-Infrastruktur genutzt wird – oder beispielsweise in Ladestationen für Elektroautos zum Einsatz kommt. Unternehmen und Rechenzentrumsbetreiber können USV-Anlagen mit Lithium-Ionen-Batterien im Data Center Lab von Huawei in Nürnberg unter die Lupe nehmen und im Live-Betrieb ausprobieren – auch in Corona-Zeiten.

Lindy knackt Entfernungsrekord bei USB 3.0

Auf expliziten Kundenwunsch hin hat Lindy jetzt Glasfaser-Kabel entwickelt, die die maximale Entfernung von USB-3.0-Verbindungen erheblich ausweiten.

Normalerweise lassen sich mit USB-3.0-Verbindungen nur über drei oder vielleicht fünf Meter stabile Datenraten erreichen. Der Peripheriehersteller Lindy hat nun eine Glasfaser-Verlängerung entwickelt, die diese Entfernung erheblich vergrößern soll. Lindy spricht sogar von bis zu 300 Meter.

Glasfaser sei Dank
Die neuen Fibre Optic USB 3.0 Kabel gibt es in mehreren Ausführungen. Die Standardvariante deckt eine Distanz von bis zu 30 Meter ab. Die größere Lösung bis zu 100 Meter und bei einer zweimaligen Kaskadierung sind dann sogar die genannten 300 Meter möglich.

Die USB-Signale werden dabei nach Angaben des Herstellers bei gleichbleibend hohen Datentransferraten von bis zu 5 GBit/s verlustfrei übertragen. Das Kabel ist auch nicht star, sondern laut Lindy flexibel, leicht und nur 3 Millimeter dünn. Aufgrund der geringen elektromagnetischen Störausstrahlung (EMV) und Funkfrequenzstörungen (RFI) kann es sogar im Kabelkanal oder neben anderen stromführenden Kabeln sowie in sensiblen Umgebungen verlegt und betrieben werden.

Das Kabel ist außerdem kompatibel mit 4K-Webcams und Videokonferenzsystemen, die USB 3.0 oder 3.1 nutzen. Am USB-Sender wird das Kabel mit einem USB-Stecker Typ A angeschlossen und hier gleichzeitig mit Strom versorgt. Auf der Empfängerseite muss die USB-Typ-A-Buchse über einen zusätzlichen USB-Stecker mit Strom versorgt werden.

Immer wieder sei man von Kunden sowohl aus dem privaten als auch industriellen Bereich gefragt worden, wie sie die unterschiedlichsten, weiter entfernt stehenden USB-Geräte mit einer schnellen und stabilen Lösung ansteuern können, erläutert Axel Kerber, Global Brand & Marketing bei Lindy. “Durch die wiederholt aufgekommenen Anforderungen haben wir uns entschlossen, eine solche und zudem noch kaskadierbare Lösung herauszubringen.”

Das “30m Fibre Optic USB 3.0 Kabel” kostet 221,55 Euro zzgl. MwSt., das “100m Fibre Optic USB 3.0 Kabel” 320,27 Euro zzgl. MwSt. Beide Kabel sind mit einem integrierten USB-Stromversorgungskabel mit Stecker Typ A auf der Empfängerseite ausgestattet. Eine besondere Installation oder zusätzliche Treiber benötigen die Produkte laut Lindy nicht, sofern sie unter aktuellen Windows- oder Mac-Systemen betrieben werden.

Als Bezugsquelle listet die Handelsvergleichsplattform ITscope neben Lindy selbst noch pilot, api und COS Computer auf. Bei Also und Medium sind sie “im Zulauf”.

Samsung Galaxy Unpacked: Das können die neuen Foldables

Samsung hat am Mittwoch seine neuen foldable Smartphones Galaxy Z Flip4 und Galaxy Z Fold4 vorgestellt. Besonders der FlexCam-Modus ist vielversprechend.
Am 10. August hat Samsung zu einem weiteren Event unter dem Motto “Galaxy Unpacked” geladen. Der südkoreanische Elektronik-Riese konzentrierte sich vor allem auf die Vorstellung der neuen Foldables Galaxy Z Flip4 und Galaxy Z Fold4 – also auf Smartphones, die zusammengeklappt werden können. Der Hersteller wolle mit den Foldables nicht nur unkonventionelle Wege gehen, sondern diese auch zum Mainstream machen, hieß es in der Präsentation.

Das Galaxy Z Flip4
Zunächst stellte Samsung das neue Galaxy Z Flip4 vor, das mit einem verbesserten Kamerasystem daherkommt, das eine Weitwinkel- und eine Ultra-Weitwinkelkamera mit jeweils 12 Megapixeln sowie eine Frontkamera mit 10 Megapixeln bietet. Spannend ist besonders der sogenannte FlexCam-Modus, der aktiviert wird, wenn Nutzerinnen und Nutzer das Smartphone nur teilweise aufklappen. Damit können sie Bilder und Videos nicht nur in unterschiedlichen Winkeln aufnehmen, auch ein Stativ wird damit überflüssig.

Ausgeklappt besitzt das Display des Geräts im vollen Rechteck eine Diagonale von 6,7 Zoll. Viele der Funktionen können User des Galaxy Z Flip4 unterdessen auch über ein Frontdisplay nutzen, ohne das Smartphone aufzuklappen. Sie können nicht nur Anrufe tätigen und Nachrichten beantworten, sondern beispielsweise auch beim Einkaufen digital bezahlen.

Im Inneren werkeln ein Snapdragon-8+-Prozessor der ersten Generation und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Ein Akku mit 3.700 mAh sorgt für ausreichend Power, um das Smartphone anzutreiben und kann dank einer Schnellladefunktion laut Angaben des Herstellers in rund einer halben Stunde bis zu 50 Prozent aufgeladen werden. Und natürlich wird auch der 5G-Standard unterstützt.

Das Galaxy Z Flip4 kommt in den Farben “Bora Purple”, “Graphite”, “Pink Gold” und “Blue”, ist aber exklusiv online auch in einer Bespoke-Edition erhältlich, bei der Nutzerinnen und Nutzer dem Gerät eigene Farbkombinationen geben können. Das Smartphone kann ab sofort vorbestellt werden und soll ab dem 26. August in den USA, Korea und mehreren europäischen Ländern verfügbar sein. Je nach Ausführung – bis zu 512 Gigabyte Speicherplatz erhältlich – kostet das Gerät zwischen 1.099 Euro und 1.279 Euro.

Das Galaxy Z Fold4
Der große Bruder, das Galaxy Z Fold4, bietet ebenfalls unter anderem einen Flex-Modus, der bei Winkeln zwischen 75 und 115 Grad funktioniert. Eine neue Taskbar, über die zuletzt verwendete oder bevorzugte Apps aufgerufen werden können, soll zudem unter anderem ein ähnliches Layout wie an einem PC ermöglichen.

Verbaut ist hier ein Kamerasystem mit einer Weitwinkelkamera mit 50 Megapixeln, einer Ultra-Weitwinkelkamera (12 MP) und einem Teleobjektiv (10 MP) sowie auf der Vorderseite einer Under-Display- (4 MP) und einer Frontkamera (10MP). Das Hauptdisplay bietet ausgeklappt im vollen Rechteck 7,6 Zoll und eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Auch hier kommt zudem ein Snapdragon-8+-Chip zum Einsatz. In Sachen Arbeitsspeicher stockt Samsung jedoch auf 12 Gigabyte auf.

Geboten wird zudem abermals eine 5G-Unterstützung für eine schnelle Internetverbindung. Zwei Akkus liefern eine Gesamtkapazität von 4.400 mAh und sollten Nutzerinnen sowie Nutzer damit ebenfalls durch den Tag bringen. Wie beim Flip-Modell bietet Samsung auch hier eine Schnellladefunktion.

Beide Geräte sollen laut des Herstellers die bisher robustesten Foldables von Samsung sein. Sie sind IPX8 zertifiziert und damit wasserresistent.

Das Galaxy Z Fold4 gibt es in den Farben “Graygreen”, “Beige” und “Phantom Black” sowie exklusiv im Online-Shop auch in “Burgundy”. Das Gerät – bis ein Terabyte Speicherplatz – kann ebenfalls bereits vorbestellt werden, ist genauso ab dem 26. August erhältlich und kostet zwischen 1.799 Euro und 2.159 Euro.

Das iPhone nachts lieber ausschalten?

Viele Nutzer schalten Ihr Smartphone über Nacht aus – um den Akku zu schonen oder sich vor Strahlen zu schützen. Doch was ist an den Gerüchten dran? Bringt das wirklich was und worauf ist dabei zu achten? Wir verraten, wie die Nacht mit dem Smartphone harmonisch und erholsam verläuft.

Für viele ist das Smartphone ein ständiger Begleiter. Schon der Gedanke an einen leeren Akku oder den Verlust des Handys löst oft Unbehagen aus. Bis zum Ende des Tages ist das Gerät stets greifbar – doch was passiert dann? Verharrt das iPhone aktiv auf dem Nachttisch oder wird es auch in eine wohlverdiente Ruhephase geschickt?

Keine Angst vor Strahlung
Der wohl häufigste Grund, der die Leute dazu bewegt, nachts ihr iPhone auszuschalten, ist die Angst vor Strahlenbelastung. Diese ist unbegründet, es gibt keine validen Studien oder Metastudien, die eine solche Gefahr belegen. Smartphones dürfen gewisse SAR-Werte nicht überschreiten: Aktuelle iPhones etwa führen aus 5 mm Entfernung zu Gewebe, das menschlichem nachgestellt ist, zu einer spezifischen Leistungsaufnahme von 1,2 Watt pro Kilogramm – weit unter den Grenzwerten, die Behörden als potenziell ungesund einstufen.

In der Nacht liegt das iPhone auch eher weiter als 5 mm entfernt und kommuniziert nicht dauerhaft mit dem nächsten Funkmast oder dem WLAN-Router im Haus. Störende Strahlung emittiert das iPhone allenfalls in Form von Licht, wenn mal wieder eine Benachrichtigung oder andere Push-Meldung den Bildschirm kurz aufleuchten lässt. Dem kann man aber abhelfen, indem man den Schlaf-Fokus einstellt (Einstellungen > Fokus) – dann kommen keine Störungen mehr durch. Das iPhone auf den Bildschirm legen, hilft aber auch schon ein wenig.

Handy ausschalten beim Laden? Gut gemeint, aber unnötig
Speziell bei Smartphones, in denen der Akku fest verbaut ist, sind Ladezyklen und ein schonendes Laden ein wichtiges Thema, um die Langlebigkeit zu garantieren. Schwankungen beim Konsum der gelieferten Amperestunden könnten den Akku belasten. Sobald ein iPhone mit einem Ladekabel verbunden ist, wird der Verbrauchsstrom allerdings vom Netzteil bezogen. Der Akku muss also nicht gleichzeitig Kapazitäten aufnehmen und abgeben.

Seit iOS 13 ist die Funktion „Optimiertes Laden“ zudem in den Einstellungen standardmäßig aktiviert. Sie sorgt dafür, dass der Akku bei angeschlossenem Ladekabel zunächst nur zu 80 % geladen und der Prozess dann gestoppt wird. Eine KI lernt aus Ihren Gewohnheiten und antizipiert, wann die restlichen 20 % geladen werden müssen, damit das iPhone beim Aufstehen die volle Kapazität erreicht hat. Das schont den Akku und vermeidet eine dauerhafte Stromzufuhr. Bei welcher Leistungsfähigkeit der verbaute Akku ist, lässt sich übrigens komfortabel ablesen. Unter iOS finden sich unter „Einstellungen > Batterie > Batteriezustand“ entsprechende Informationen.

Ins Reich der Mythen gehört auch die These, dass ein Neustart des Handys für bessere Performance sorgt. Anders als bei typischen Desktop-Systemen ist das Speichermanagement unter iOS hochoptimiert. Gestartete Apps, die nicht im Vordergrund laufen, werden automatisch ausgesetzt. Dabei wird der Zustand der App im Speicher abgelegt, darüber hinaus aber keine CPU-Ressourcen zugeteilt. Die App ruht und verweilt, bis sie wieder aktiviert wird. Sollte der Speicher des Geräts an seine Grenzen stoßen, schließt iOS-Apps vollautomatisch. Es gibt also keinen Grund, Apps zum Schonen von Ressourcen manuell zu schließen oder durch einen Neustart des Handys aktiv einzugreifen.

Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit Tabs in Safari. Geöffnete, aber nicht mehr aktive Tabs werden von iOS bei Bedarf verworfen, sobald sie die Speicherkapazität überschreiten. Wird ein solches Tab reaktiviert, lädt Safari den entsprechenden Seiteninhalt neu. Auch hier muss man sich also lediglich zugunsten der Übersichtlichkeit Gedanken über das manuelle Schließen machen.

Entspannen und auf iOS vertrauen
Aus technischer Sicht spricht also nichts dafür, das Handy über Nacht auszuschalten. Dank optimiertem Laden und intelligentem Speichermanagement ist das iPhone darauf ausgelegt, im Dauerbetrieb zu sein. Weder Akku noch Performance profitieren davon, die smarten iOS-Mechanismen durch manuelle Interventionen auszuhebeln.

Eine Anleitung, wie Sie unterschiedliche iPhone-Modelle ausschalten, finden Sie direkt im dazugehörigen Support-Dokument von Apple.

Lancom stellt schnelle Wi-Fi-6-APs für Außenbereiche vor

Die neue OX-6400-Serie besteht aus zwei Access Points, die entweder nur mit internen Antennen ausgestattet sind oder sich mit verschiedenen externen Antennen bestücken lassen.

Bereits Anfang des Jahres hat Lancom Systems den Outdoor-AP OW-602 vorgestellt. Nun bringt der deutsche Netzwerkhersteller die OX-6400-Serie auf den Markt. Während der OW-602 Übertragungsraten von bis zu 1.775 MBit/s erreicht, sind es bei der der neuen Serie bis zu 3.550 MBit/s. Damit eignet sie sich nach Angaben des Anbieters auch für Freiflächen mit vielen gleichzeitigen Nutzern.

Flexible Austattungsmöglichkeiten
Aktuell besteht die OX-6400-Serie aus zwei Modellen. Der OX-6400 ist mit einer internen Dualband-Sektorantenne (Öffnungswinkel 70°) ausgestattet, während der OX-6402 mit externen Antennen bestückt wird. Vier beim OX-6402 mitgelieferte Dualband-Rundstrahl-Antennen ermöglichen eine weitläufige WLAN-Ausleuchtung. Optional sind auch Sektorantennen erhältlich, die für eine gezielte Abdeckung von bestimmten Bereichen sorgen.

Die Verwaltung der APs kann entweder über eine Web-Oberfläche, lokale WLAN-Controller oder die Lancom Management Cloud erfolgen. Demnächst soll zudem ein kostenfreies Firmware-Update veröffentlicht werden, das Punkt-zu-Punkt- und Punkt-zu-Multi-Punkt-Verbindungen zwischen mehreren Access Points möglich macht.

Zur Stromversorgung dient Power over Ethernet (PoE) nach IEEE 802.3at oder IEEE 802.3bt. In letzterem Fall kann der AP auch per PoE-Passthrough ein weiteres PoE-fähiges Endgerät wie etwa eine IP-Kamera mit Strom versorgen. Das soll die nötige Verkabelung in Außenbereichen reduzieren und somit Installationskosten sparen. Ein integriertes BLE-Funkmodul (Bluetooth Low Energy) kann zum Beispiel zum Asset Tracking oder zum Zählen von Besuchern verwendet werden.

Die Gehäuse der neuen APs sind gegen Staub und Strahlwasser nach IP67 geschützt. Der maximale Temperaturbereich liegt bei -30°C bis +65°C. Als Bezugsquelle listet die Handelsvergleichsplattform ITscope bislang Komsa auf. Bei Ingram Micro und Also sind sie im Zulauf, bei Comstex über das Außenlager verfügbar. Der OX-6400 soll 1.590 Euro netto (UVP) kosten, der OX-6402 1.790 Euro netto (UVP).