So trennen Sie berufliche von privaten Daten auf Mac und iPhone

Die Datenschutzgrundverordnung ist seit bald vier Jahren in Kraft. Das müssen Sie bei der Trennung von Privatem und Beruflichem beachten.

Im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) müssen Unternehmen und auch Anwender sorgfältig sein, wenn es darum geht personenbezogener Daten von Dritten zu verarbeiten. Wir zeigen, welche Konsequenzen das für Apple-Geräte hat.

Apple und der Datenschutz
Grundsätzlich sieht sich Apple als datenschutzfreundliches Unternehmen. Das Unternehmen grenzt sich klar von Unternehmen ab, die den Verkauf von Daten als Geschäftsmodell betreiben. Apple investiert unter anderem weit über 50 Millionen US-Dollar in die Kampagne “Privacy on iPhone”. Im Rahmen der Kampagne sind iOS und iPadOS auch bereits so konfiguriert, dass der Datenschutz bereits ab Werk ein hohes Niveau hat. Jedoch sammelt auch Apple Standortdaten der Nutzer, die Rückschlüsse auf das Benutzerverhalten geben.

Hier müssen Anwender selbst Anpassungen vornehmen und den jeweiligen Apps und Einstellungen auf iPhone, iPad und macOS für besseren Datenschutz vorgeben. Dazu gehört auch Apples “App Tracking Transparency”: Benutzer müssen dem Tracken ihrer Daten explizit zustimmen. Im App-Store müssen Apps zudem zeigen, mit welchen Anbietern sie Daten teilen. Auch hier sollten Anwender und Unternehmen genau darauf achten welche Apps sie installieren. Es gibt einige App-Hersteller, die Daten explizit mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken teilen.

Work-Life-Balance auch für Daten
Vor allem für Anwender, die iPhone, iPad und Mac sowohl privat als auch geschäftlich nutzen, spielt hinsichtlich des Datenschutzes die Trennung von privaten und geschäftlichen Daten eine wichtige Rolle. Wenn Daten anderer Personen gespeichert oder verarbeitet werden, ist die Absicherung dieser Daten besonders wichtig. Ein weiteres Beispiel ist die strikte Trennung von privaten und beruflichen Kontakten. Nutzen Sie etwa Whatsapp, ergibt sich ein sehr großes Datenschutz-Problem. Das gilt erst Recht dann auch noch, wenn Sie auf dem gleichen Gerät auch berufliche Personendaten speichern. Eines ist aber klar: Wer seine privaten und beruflichen Kontakte und sonstige Daten trennt, muss mit Einbußen bei der Bedienung des iPhones, iPads und Macs rechnen.

Administratoren in Unternehmen können auch Richtlinien vorgeben, um zu steuern, wie Daten abgelegt werden. Im Gegensatz zu Android ist es für iOS nicht möglich, aber auch nicht notwendig, mehrere Benutzer für die Trennung von Daten zu erstellen. Allerdings gehen viele externe Anbieter solcher Lösungen, wie zum Beispiel SecurePIM einen ähnlichen Weg, und trennen private und geschäftliche Daten über Container voneinander.

Verwaltete Inhalte und Apps
Mit iOS und iPadOS können Administratoren für private wie beruflich genutzte Endgeräte steuern, welche Daten und Apps besonders geschützt und voneinander getrennt werden müssen. Apps, die über ein Mobile Device Management (MDM) auf den Geräten installiert, konfiguriert oder verwaltet werden, sind verwaltete Apps. Dabei kann es sich um selbst entwickelte Anwendungen handeln, aber auch um herkömmliche Apps aus dem App Store. Um eine optimale Trennung von privaten Daten zu erreichen, kommen Unternehmen und Profis kaum um eine kostenpflichtige MDM-Lösung herum. Der Nachteil dieser Lösungen: Sie sind kompliziert in Einrichtung und Verwaltung und nicht gerade günstig.

Um ohne diese Lösungen eine Datenschutzkonforme Umgebung zu schaffen, zum Beispiel für die Einhaltung der DSGVO, besteht die einfachste Methode darin, dass Apps mit datenschutzrechtlichen Problemen, wie zum Beispiel Whatsapp, gemieden werden – oder gar per IT-Policy des Unternehmen verboten sind. Bei anderen Apps muss genau steuerbar sein, auf welche Daten zugegriffen werden kann. Unternehmen und Organisationen, die das ignorieren riskieren hohe Geldstrafen.

Datenschutz geht auch günstig oder kostenlos – iMazing Profile Editor und ProfileCreator
Um macOS zu schützen, helfen Tools wie “iMazing Profile Editor” und ProfileCreator. Mit dem Tool können zentral Einstellungen auf iPgones, iPads und auch für macOS erstellt und verteilt werden. Ähnliche Funktionen bietet das Open Source-Tool ProfileCreator. Dieses steht sogar komplett kostenlos zur Verfügung.

Natürlich gehört bei den Tools einiges an Einarbeitung dazu, dafür ist nach der Umstellung sichergestellt, dass sich berufliche und private Daten einfacher voneinander trennen lassen. Das Tool kann auch auf Windows-Rechnern installiert werden. Die Tools arbeiten mit dem Apple Configurator 2 zusammen, um Daten auf Endgeräten besser zu trennen.

Sicherheit durch Apps- SecureContact X Professional und Cortado
Natürlich können Anwender nicht eine eigene MDM-Lösung betreiben, nur um das eigene iPhone datenschutzkonform zu betreiben. Das ist zentrale Aufgabe des Unternehmens. Im Notfall brauchen Anwender für den beruflichen Einsatz ein eigenes iPhone, auf dem nur die geschäftlichen Daten gespeichert werden. Es gibt aber einige Apps, die das Problem lösen. SecureContact X Professional etwa trennt berufliche und private Kontakte voneinander. So kann auf dem iPhone WhatsApp genutzt werden, ohne dass berufliche Kontakte durch den Messenger-Dienst ausgelesen werden können. Allerdings ist die Verwendung von WhatsApp unter Datenschutzgesichtspunkten sehr schwierig. Hier sollten sich Unternehmen rechtlich beraten lassen. Profianwender, die auf dem iPhone berufliche Kontakte speichern und privat WhatsApp nutzen, kommen im Rahmen der DSGVO kaum um den Einsatz einer solchen Lösung herum.

Nicht nur berufliche Kontakten und Mails müssen Anwender schützen, sondern auch verschiedene Dokumente. Der beste Schutz besteht darin, auf dem iPhone, iPad oder Mac keine beruflichen Daten zu speichern, sondern mit Online-Versionen der Office-Programme zu arbeiten, und berufliche Daten im Unternehmensnetzwerk oder der Unternehmenscloud zu speichern. Daten, die nicht auf dem iPhone gespeichert sind, müssen auch nicht geschützt werden. Da Smartphones in den meisten Fällen ohnehin mit dem Internet und der Cloud verbunden sind, kann online auf Daten zugegriffen werden, ein Offline-Zugriff ist meistens nicht notwendig. Microsoft, Google und andere Anbieter stellen genügend Lösungen in diesem Bereich zur Verfügung.

Unternehmen, die ihre Daten nicht Cloud-Anbietern anvertrauen wollen, können auch eigene Server betreiben, oder mit Clouddiensten wie OwnCloud oder Nextcloud auf eine private Cloud-Lösung setzen. Es gibt für OwnCloud genügend Apps und Möglichkeiten, Dokumente nicht auf dem iPhone zu speichern, sondern direkt in der eigenen Cloud, geschützt durch eine Authentifizierung. Ansonsten kann man auf Cloud-Speicher aus der EU zu setzen, da hier die Daten in europäischen Rechenzentren gespeichert werden.

MDM-Lösungen bieten den meisten Schutz: Cortado und Jamf
Lösungen wie Cortado ermöglichen das Trennen von beruflichen und privaten Daten. Die Lösung kann 14 Tage kostenlos getestet werden und schützt iPhones und iPads gleichermaßen. Mit Cortado können Admins in Unternehmen genau steuern, welche Apps auf den Unternehmens-Smartphones eingesetzt werden können. Neben iOS und iPadOS unterstützt Cortado auch Android. Parallel zu den Datenschutzfunktionen ist es mit Cortado auch möglich aus der Ferne Daten von Geräten zu löschen.

Eine weitere Lösung in diesem Bereich ist Jamf. Auch dieses MDM-System lässt sich einige Zeit lang testen, ist aber ebenfalls eher an Profis gerichtet, die mehrere Endgeräte verwalten müssen. Unternehmen, die auf Microsoft 365 setzen, können Mobile Device Management-Funktionen auf verschiedener Basis nutzen, um die Endgeräte der Anwender abzusichern und zu verwalten. Neben Funktionen der mobilen Betriebssysteme und macOS, lassen sich auch Anwendungen verwalten, zum Beispiel Unternehmens-Apps oder Microsoft Office-Apps. Die MDM-Funktionen in Microsoft 365 unterstützen auch Android sowie iPhone/iPad. Sie können in Microsoft 365 alle Daten eines Smartphones/Tablets löschen, aber auch selektiv nur die Unternehmensdaten. Das ist ideal für Umgebungen mit Bring-Your-Own-Device-Ansätzen. Die Einrichtung von MDM in Microsoft 365 findet über Assistenten im Microsoft 365 Admin Center statt.

Sichere Browser nutzen – Firefox Klar und Onion Browser
Neben dem Absichern von beruflichen Kontakten und Mails über Apps, oder dem Arbeiten mit Online-Apps, ist es auch wichtig, dass die eingesetzten Browser sicher sind und das Teilen von Daten nicht ermöglichen oder nur das Teilen unter Einhaltung der DSGVO erlauben. Wenn Teilen notwendig ist, dann nur unter Einhaltung der Sicherheit.

Beispiele dafür sind Firefox Klar, Brave Private Internet Browser und Onion Browser. Die Browser schützen die Endgeräte und verhindern recht zuverlässig das Tracking.

Mehr Sicherheit mit dem Apple Configurator 2
Mit dem Apple Configurator 2 können Anwender auch ohne MDM-Lösung den Datenschutz auf iPhones und iPads verbessern, indem sie das einstellen, was in größeren Unternehmen von MDM-Lösungen automatisiert abläuft. Die App wird kostenlos angeboten und hat vor allem kleinere Unternehmen, Profi-Anwender oder Bildungseinrichtungen im Fokus. Den Apple Configurator bietet Apple über den Mac App Store an. Mit der Software lassen sich iPhones, iPads, iPod Touch und Apple TV einrichten.

Eine wesentliche Neuerung sind die „Blueprints“. Dabei handelt es sich um Vorlagen, mit denen Sie Ihre verschiedenen Gerätetypen verwalten und steuern können. Sie können vorhandene Vorlagen nutzen oder neue erstellen, um verschiedene Profile, Einstellungen oder Konfigurationen zu verteilen. Für jeden Geräte- oder Bereitstellungstyp erstellen Sie ein Blueprint. In diesem sind alle Einstellungen der Geräte zusammengefasst. Sinnvoll ist das zum Beispiel um verschiedene Einstellungen und Apps für iPhones, iPads und iPods zu verwalten. Im Rahmen der Einrichtung lässt sich Apple Configurator 2 auch an einen Mobile Device Management-Server (MDM) anbinden.

Finale Beta von Android 13 verfügbar

Früher als erwartet hat Google die vierte und finale Beta des mobilen Betriebssystems Android 13 veröffentlicht.

Google hat in dieser Woche die vierte und letzte Beta zu Android 13 veröffentlicht. In der Ankündigung dazu heißt es, dass die offizielle Veröffentlichung von Android 12 “nur noch wenige Wochen entfernt“ sei. Damit ist Google mit seinem jährlichen Update 2022 schneller als im Vorjahr. Android 12 erschien im Oktober 2021. Ein konkreter Termin für die finale Version von Android 13 wurde jedoch bislang nicht genannt.

Feinabstimmungen in der vierten Beta
Neue Funktionen im Vergleich zur dritten Android-13-Beta bietet die vierte Beta nicht. Die Plattformstabilität hatte Google bereits mit dem letzten Update erreicht. Mit der vierten Beta kommen nun nur noch weitere Feinabstimmungen hinzu. Zu den neuen Funktionen von Android 13 zählen unter anderem Support für die neuen Bluetooth-LE-Audiostandards, Gestaltungsmöglichkeiten für App-Symbole und eine Fotoauswahl, mit der sich die Bilder einschränken lassen, auf die Apps zugreifen können.

Beta für Endkunden und Entwickler
Mit den Beta-Versionen können interessierte Android-Nutzer noch vor dem Release einen Blick auf das neue Betriebssystem werfen. App-Entwickler profitieren ebenfalls von den Vorab-Versionen. Sie haben damit genügend Zeit, ihre Apps an neue Funktionen anzupassen. Wer die vierte Beta von Android 13 ausprobieren möchte, findet auf der Google-Entwicklerplattform eine Anleitung sowie eine Auflistung der unterstützten Geräte.

Samsung und Apple trotzen Smartphone-Abschwung

Die beiden größten Smartphone-Anbieter Samsung und Apple haben zuletzt nach Berechnungen von Experten ihre Marktanteile in einem insgesamt geschrumpften Geschäft ausgebaut.

Bei Samsung sei der Marktanteil im zweiten Quartal im Jahresvergleich von 18 auf 21 Prozent gestiegen, wie die Analysefirma Canalys am Montag berichtete. Der Marktanteil von Apples iPhones legte demnach von 14 auf 17 Prozent zu. Insgesamt seien die Verkäufe um neun Prozent auf weniger als 300 Millionen Smartphones geschrumpft.

Die chinesischen Hersteller Xiami, Oppo und Vivo verzeichneten unterdessen sinkende Marktanteile angesichts der schwachen Nachfrage im Heimatmarkt. So sei der Anteil von Xiami am weltweiten Smartphone-Absatz binnen eines Jahres von 17 auf 14 Prozent gesunken.

Wegen der Inflation hätten Verbraucher weniger frei verfügbares Einkommen, betonte Canalys-Analyst Toby Zhu. Zugleich entspanne sich aber die Lage bei den monatelangen Komponenten-Engpässen.

Wie iOS 16 mit Captchas umgeht

In iOS 16 und macOS Ventura haben Apple-Ingenieure einen neue Methode vorgestellt, wie sich ein Nutzer auf einer Seite anmelden kann.

Ab iOS 16 und macOS Ventura werden die Nutzer und Nutzerinnen deutlich seltener mit den Captcha-Angaben konfrontiert (via Macrumors). Apple bereitet stattdessen eine neue Verifikationsmethode vor, die komplett im Hintergrund abläuft, und keine wichtigen Daten an Server-Betreiber oder Zertifikat-Ersteller weitergibt.

In einem Video von der WWDC 2022 erklärt Apples Entwickler Tommy Pauly Hintergründe der Captcha-Anwendung und wie Apple dies zu ersetzen gedenkt. Captcha (Akronym für “Completely automated public Turing test to tell computers and humans apart”) ist seit Langem im Netz verbreitet, um legitime Nutzer von Angreifern und Bots zu unterscheiden. Während sich die Seitenbetreiber durch Captcha absichern, gestaltet sich der Anmeldeprozess für Endnutzer durch das ständige Auswählen von Ampeln, Zebrastreifen, Schiffen, Motorrädern oder Hydranten als recht langwierig. Nutzer mit manchen Behinderungen sind gar ausgeschlossen.

Apple löst Probleme mit Captchas
Apples Lösung dafür sind “Private Access Tokens”, die Captchas zu umgehen. Die Prämisse dabei ist, dass die legitimen Nutzer bewiesen haben, dass sie keine Roboter sind, noch bevor sie eine bestimmte Seite aufsuchen. Als Grundlage für ein menschliches Verhalten dienen ein Gerät mit der verifizierten Apple-ID, oder eine gestartete App, deren Code bereits signiert ist, oder sie haben ihr Gerät zuvor mit dem Passwort, der Touch-ID oder der Face-ID entsperrt. Private Access Tokens sind gewissermaßen ein Echtheitszertifikat, die gegenüber dem Webseiten-Betreiber beweisen, dass der Besucher oder die Besucherin ein Mensch ist, ohne die Identität dieses Menschen zu verraten.

Um dieses Zertifikat herzustellen und zu verifizieren, schalten sich zwischen dem Client, also dem Besucher und dem Server noch zwei zusätzliche Instanzen ein. Der sogenannte iCloud-Attester bearbeitet die Anfragen der Endnutzer für ein neues Token. Anhand der gültigen Schlüssel in Secure Enclave des Geräts, und/oder anhand bestimmten Verhaltensmuster stellt iCloud-Attester fest, dass die Anfrage von einem Menschen kommt. Gleichzeitig bekommt er aber nicht mit, für welchen Server genau die Anfrage bzw. der Token ausgestellt werden soll. Wird der Client, also der Nutzer durch den iCloud-Attester validiert, schickt der Attester eine weitere Anfrage an den Zertifikat-Hersteller für einen neuen Token. Der Zertifikat-Hersteller erhält keine Informationen zur Person des Nutzers, da es aber dem Attester vertraut, wird ein neuer einmaliger Token erstellt. Diese Bestätigungsdatei wird durch iCloud-Attester dem Client weitergegeben, dieser kann sich wiederum gegenüber dem Server-Anbieter ausweisen. Der Service-Provider kann anhand des öffentlichen Schlüssels des Zertifikat-Herstellers überprüfen, dass die Bestätigungsdatei gültig ist, das heißt, dass der Besucher ein Mensch ist, hat jedoch keine näheren Informationen wie IP-Adressen zur Person, kann aber den Zugang zu eigenen Inhalten gewähren.

Was nach einem komplizierten Konstrukt aussieht, funktioniert zumindest in Apples Demo recht schnell, auf jeden Fall schneller als eine Captcha-Eingabe. Apple hat zudem angekündigt, dass beim iOS-16-Start Cloudflare und Fastly als Zertifikat-Hersteller aktiv sein werden. Weitere Anbieter können sich unter register.apple.comdafür anmelden.

Private Access Tokens basieren auf einem öffentlichen Protokoll von IETF (Internet Engineering Task Force), da in der Arbeitsgruppe neben Apple, Cloudflare und Fastly auch Google-Mitarbeiter teilnehmen, kann man vermuten, dass die Captcha-Umgehung ebenfalls in Android implementiert (wird).

Nicht noch eine Sprachnachricht!

“Hätte man das nicht kürzer schreiben können?”: Sprachnachrichten sorgen bei manchen Empfängern für Frust. Andere freuen sich über die persönliche Botschaft. Warum polarisieren Audionachrichten so?
Die Bässe dröhnen, die Freundin klingt überglücklich – wer eine Sprachnachricht abspielt, ist sofort mitten im Geschehen. Ohne viele Worte hören zu müssen, ist klar, die Party ist gut.

Manche lieben das. Allein beim größten Messengerdienst Whatsapp werden nach Unternehmensangaben täglich sieben Milliarden Sprachnachrichten versendet. Nutzer könnten sich damit “schneller, einfacher und auch auf einer persönlicheren Ebene miteinander austauschen”, hält der Konzern fest. Trotzdem gibt es nicht nur Fans.

“Man kann im Alltag beobachten, dass sich viele Menschen sehr darüber aufregen, wenn sie Sprachnachrichten bekommen. Bei dem eigenen Kind ist die Toleranzgrenze vielleicht noch höher. Aber alles, was über den engsten emotionalen familiären Bereich hinausgeht, wird irgendwann für die allermeisten sehr, sehr nervig”, sagt Digital-Experte Gerald Lembke. Er ist Professor für Medienwirtschaft und Medienmanagement in Mannheim und hat auch Sprachnachrichten und deren Nutzung untersucht.

“Die Nutzer sagen: Sie verschicken zwar gern Sprachnachrichten, aber sie hören sie nicht gern an. Warum? Etwas aufzuzeichnen, so nebenbei, an der Kasse stehend oder im Auto sitzend, ist sehr einfach, aber eine Sprachnachricht anzuhören erfordert eine Aktion”, erklärt Lembke. Denn die Kommunikation mit Sprachnachrichten ist asynchron, also zeitversetzt: Einer nimmt sie auf, sendet sie ab, dann werden sie angehört.

Kommunikation als Einbahnstraße
“Sprachnachrichten sind eine Einbahnstraßenkommunikation”, sagt Lembke. Aus theoretischer Sicht sei das sogar eine Vereinfachung: “Man ist unabhängig von der Reaktion des Empfängers und das macht Kommunikation grundsätzlich zuerst mal einfacher, weil sie nur in eine Richtung ist und nicht auf Interaktion ausgelegt ist.”

Wenn jemand vorübergehend nicht erreichbar sei und eine Angelegenheit nicht dringend sei, mache diese Art der Kommunikation “durchaus Sinn”, so Lembke. Aber: Gehe es etwa um Absprachen mit vielen Leuten, sei das synchrone Telefongespräch effektiver und produktiver.

“Wenn man zum Beispiel ein Datum kommunizieren möchte, sollte man das nicht in einer mehrminütigen Sprachnachricht einbetten, sondern als Text schicken, weil der Empfänger es dann sofort sehen und später leicht nachschauen kann”, sagt auch Dorothea Adler. Sie forscht am Lehrstuhl für Medienpsychologie der Universität Würzburg unter anderem zu Sprachnachrichten.

Man kommt ins Plaudern – und die Nachricht wird immer länger
So mancher schweift beim Aufnehmen etwas ab: “Gesprochene Sprache ist weniger planbar als geschriebene Sprache. Man kann sich zwar vorher überlegen, was man erzählen möchte, aber vermutlich besteht dennoch zwischen dem Geplanten und Gesagten eine Diskrepanz”, erklärt Adler.

“Während man bei Text nochmal durchlesen kann, was man geschrieben hat, und Dinge abändern kann, damit es besser zur Nachricht des Empfängers passt, kommt man bei der gesprochenen Sprache wahrscheinlich eher ins Plaudern. Dadurch entsteht wohl auch manche Länge. Manche Menschen mögen es, wenn jemand ins Reden kommt und über seine Gedanken und Gefühle spricht. Während eine Textnachricht auch persönlich sein kann, ist diese wohl dennoch eher etwas konzentrierter und fokussierter.”

Manches werde schon durch den Hintergrund vermittelt. “Ich höre zum Beispiel, wenn eine Freundin noch auf der Party ist und Musik läuft. Dadurch kann ich viel besser daran teilnehmen und durch die Sprache die authentischen Emotionen wahrnehmen und mich dadurch auch der Person näher fühlen”, nennt Adler ein Beispiel. “Nicht nur erzählt sie mehr, sondern sie erzählt vielleicht auch ein bisschen schneller und melodischer, wenn sie fröhlich ist. Dadurch kriege ich natürlich nicht nur über das gesprochene Wort mit, wie es der Person geht, sondern auch über die Stimme und Stimmlage.”

“Es geht auch um Feingefühl”
Lachen, schneller reden, flüstern, eine Denkpause einlegen – all das könne eine Botschaft vermitteln. Aber: Wichtig ist, dass beide Seiten mit den Sprach- statt Textnachrichten einverstanden sind. “Es geht auch um Feingefühl: Wenn ich jemandem eine Sprachnachricht schicke und mein Gegenüber mir konstant mit Text antwortet, dann würde ich wahrscheinlich irgendwann vermuten, der will das nicht und nachfragen oder keine Sprachrichten mehr verschicken”, so Adler. Umgekehrt könne man als Empfänger auch ansprechen, dass man lieber telefoniere oder Geschriebenes bekomme.

Auch Lembke rät dazu, eine klare Entscheidung zu treffen – “Ja, das will ich, oder nein, das will ich nicht. Wenn ich sage, ich will keine Sprachnachrichten, dann kann ich das mit denjenigen am Telefon erörtern, die mir welche schicken. Aber mit dieser Entscheidung tun sich viele schwer.”

Bildschirm am iPhone drehen – so geht es

An neueren iPhones unter aktuellem iOS gibt es nur einen Weg, den Bildschirm am iPhone zu drehen.

Dank der zahlreichen Sensoren muss man am iPhone nicht viel einstellen, um die Anzeige des Bildschirms vom Hoch- in das Querformat und umgekehrt umzustellen, man dreht das iPhone einfach um 90 Grad. Das funktioniert jedoch nur, wenn die Bildschirmsperre aufgehoben ist. Erstaunlich genug, diese wichtige Einstellung findet sich auf dem iPhone nur im Kontrollzentrum, weder in der Einstellungen-App noch per Seitentasten kann man die Bildschirmsperre steuern. Und so schaltet man die Bildschirmsperre ein oder aus:

Wischen Sie beim aktivierten Bildschirm von der rechten oberen Ecke;

Tippen Sie auf das Schlosssymbol mit dem runden Pfeil herum;

Ist das Schloss weiß und entsperrt, ist die Bildschirmsperre aufgehoben;

Ist das Schloss rot und geschlossen, ist die Bildschirmsperre aktiviert, der Bildschirm wird sich an die Position des iPhones nicht anpassen.

Bei iPhones mit Home-Taste, also dem iPhones SE, ab iPhone 6S und bis iPhone 8, wird das Schlosssymbol bei der aktivierten iPhone-Sperre noch in der Menü-Leiste ganz oben am Bildschirm angezeigt. Wegen der Kerbe für die Face-ID bleibt ab iPhone X kein Platz dafür. Man muss den Status der Bildschirmsperre im Kontrollzentrum überprüfen.

Wenn sich der Bildschirm des iPhones nicht dreht
Wenn die Bildsperre ausgeschaltet wird und sich der Bildschirm trotzdem nicht dreht, kann es unterschiedliche Ursachen und dementsprechend unterschiedliche Lösungen haben:

Eine Dritt-App ist nicht an den Querbildschirm angepasst: Viele Spiele bieten nur eine Option an, entweder im Quer- oder Hochformat, eine Alternative ist einfach von dem Entwickler nicht vorgesehen.

Wenn Sie jedoch wissen, dass Sie bereits in der bestimmten App Bilder oder andere Inhalte im Querformat konsumiert haben, kann es sein, dass die Einstellung auf dem iPhone “sich verschluckt” hat. Schalten Sie die Bildschirmsperre ein und wieder aus. Wenn das nicht funktioniert, gibt es einen universellen Tipp aus grauer Vorzeit der IT: Schalten Sie das iPhone aus und wieder ein.

Android: Geheimcodes für versteckte Funktionen

Kennen Sie die App „Secret Codes for All Mobiles“? Das Tool zeigt Codes, mit denen Sie auf Ihrem Android-Smartphone versteckte Funktionen aktivieren und nutzen können.

Wir wissen, dass Ihr Android-Smartphone mit einer Vielzahl an Funktionen ausgeliefert wird – dennoch können Sie diese erweitern. Es gibt nämlich verschiedene Codes, über die Sie gut versteckte Features aktivieren oder generell hilfreiche Informationen erhalten können. Zum Teil sind die Funktionen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, zum Teil gelten Sie aber für alle Handys.

Diese Codes gelten für alle Android-Handys:

Über die App ” Secret Codes for All Mobiles”, die gratis heruntergeladen werden kann und die sogar ohne Werbung arbeitet, finden Sie weitere Codes. Wenn Sie die App starten, sehen Sie eine Liste der verschiedenen Hersteller und in weiterer Folge dann einen Überblick über alle Codes, die verfügbar sind.

Sobald Sie eine für Sie interessante Funktion gefunden haben, kopieren Sie den zugehörigen Code in die Zwischenablage und fügen ihn danach in der Telefon-App ein, als ob Sie eine Nummerwählen. Schon wird der Code vollautomatisch ausgeführt, und Sie sehen beispielsweise die aktuellsten WLAN-Informationen oder nähere Angaben zu Ihrem Mobilfunkanbieter.

Ein Tipp: Bevor Sie einen Code verwenden, sollten Sie sich die Beschreibung ganz genau durchlesen. Nicht alle sind harmlos, mit manchen werden App-Daten gelöscht oder gar das komplette Smartphone auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

iPhone 14 Pro mit Always-On-Display

Ein immer eingeschaltetes Display war schon lange auf unserer Wunschliste für die iPhones, nun wird es Apple wohl implementieren.

Bloomberg-Journalist Mark Gurman spekuliert in seinem jüngsten Newsletter “Power On” über alle Neuerungen, die Apple in der zweiten Hälfte 2022 und Anfang 2023 noch bringen muss. Darunter ist selbstverständlich das iPhone 14, das wir im September 2022 erwarten. Laut Gurman weist das vor drei Wochen veröffentlichte iOS 16 auch auf eine Hardware-Funktion hin. Der überarbeitete Sperrbildschirm mit Individualisierungsmöglichkeiten und neuen Widgets nach Apple-Watch-Manier sollte demnach perfekt zu einem Alway-On-Display passen, allerdings nur für die teureren iPhones 14 Pro.

Die Widgets im Sperrbildschirm sollten die Infos wie Wetter, Kalender, Aktivitätsanzeigen der Apple Watch und andere Angaben auf dem Display mit weniger Helligkeit und unter einer langsameren Bildschirmrate anzeigen. Im gesperrten Zustand werden sensitive Informationen ausgeblendet oder anonymisiert angezeigt, wie dies der Fall mit Widgets auf der Apple Watch ist oder mit den Benachrichtigungen auf den iPhones mit der Face-ID ist.

Über ein Always-On-Display wurde noch vor der Veröffentlichung vom iPhone 13 gemunkelt. Der Leaker Max Weinbach hat behauptet, die Pro-Modelle vom Vorjahr werden die Funktion bekommen, weil sie auch Bildschirme mit der veränderbaren Bildwiederholrate von 120 Hz erhalten. Das Gerücht von 120-Hz-Bildschirmen hat gestimmt, auf Always-On müssen wir noch warten. Auch Mark Gurman hat im vergangenen Jahr das immer eingeschaltete Display noch für iPhone 13 Pro prognostiziert. Für Apple wäre dies keine echte Herausforderung, denn die Apple Watch seit der Series 5 hat genau diese Funktion eingeführt.

PCs wachsen nicht auf Bäumen

Die Herstellung und der Vertrieb von Notebooks und PCs ist immer mit Ressourcenverbrauch verbunden. Daher geht es bei den Herstellern darum, Fertigung und Vertriebsprozesse im Rahmen der Möglichkeiten möglichst nachhaltig zu gestalten.

PCs wachsen nicht auf Bäumen. Komplette Notebooks aus nachwachsenden Rohstoffen zu produzieren ist nach heutigem Stand der Technik unmöglich. Jedes neu gefertigte IT-Gerät verbraucht bei der Produktion und beim Transport Rohstoffe und Energie. Umso wichtiger ist es, den negativen Effekt auf die Umwelt möglichst gering zu halten. Ein weiterer Aspekt nachhaltiger Unternehmenspolitik ist es dabei auch dafür Sorge zu tragen, dass die Produktionsbedingungen für die dort arbeitenden Menschen sozial sind.

Die PC- und Notebook-Hersteller sind sich darüber bewusst, dass jedes produzierte Gerät einen Eingriff in die Umwelt darstellt. Sie leben aber davon, immer wieder neue Produkte in Verkehr zu bringen. Sie müssen den Spagat zwischen Produktion und Nachhaltigkeit schaffen. “Selbstverständlich hat auch die Wortmann AG ein großes Interesse daran, möglichst viele Produkte der Eigenmarke Terra zu verkaufen”, räumt Leiter Qualitätsmanagement und Sicherheitsingenieur Meik Blase ein.

Er spricht aber von “Laufzeiten von fünf Jahren oder länger”. So bietet der IT-Hersteller und Distributor Serviceverlängerungen von bis zu acht Jahren an. Zudem produziert Wortmann im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern in Deutschland am ostwestfälischen Firmensitz in Hüllhorst. “Durch den Vertrieb, die Produktion und den Service aus Deutschland zahlt Wortmann hier Steuern und sichert mehr als 700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze”, gibt Blase zu bedenken.

Bei Fujitsu setzt man ebenfalls auf langlebige Produkte: “Wir stellen Business Devices her, die bereits im Vorfeld so konzipiert werden, dass langlebig sind”, erklärt Santosh Wadwa, Head of Product Channel Sales, CE bei Fujitsu. Neben Langlebigkeit, Robustheit und Stabilität spielt auch die Energieeffizienz eine wichtige Rolle. Beim zweiten Lebenszyklus der Produkte arbeitet Fujitsu mit dem gemeinnützigen Verein AfB zusammen. “Refurbishment ist da ein wichtiger Bestandteil, gerade wenn es um einen nachhaltigen Produktzyklus geht”, bekräftigt Wadwa.

Wiederverwertung ist auch bei HP ein wichtiges Thema: “Den Anteil der wiederverwendeten Geräte zu erhöhen ist im Sinne der Nachhaltigkeit”, weiß auch Manager Nachhaltigkeit Siegfried Dewald. Dazu hat der Konzern verschiedene Programme wie das HP Device Recovery Programm ins Leben gerufen, um Hardware ein zweites Leben zu ermöglichen. Im Rahmen des Programms nimmt HP PCs zurück und bereitet sie für eine neue Nutzung auf.

Dewald sieht auch einen Vorteil von Device-as-a-Service- und Managed-Print-Vertriebsmodellen, da hier die Geräte bedarfsgerecht eingesetzt und bei veränderten Kundenansprüchen gegebenenfalls gegen andere Produkte ausgetauscht werden können. “Aktuell entwickeln wir ein Sustainable Device-as-a-Service-Angebot bei dem Kunden alte Notebooks durch generalüberholte Geräte ersetzen können”, berichtet Dewald.

Umweltgerechte Produktion
Doch auch bei der Produktion können die Fertiger schon die richtigen Weichen für einen nachhaltigen Lebenszyklus der Produkte stellen. “Wir setzen schon seit längerem darauf, den Anteil an recycelten Materialien in neuen Produkten kontinuierlich zu erhöhen”, erläutert Oliver Rootsey, Director Sales Channel Deutschland & Österreich bei Lenovo.

So hat man sich bei Lenovo zum Ziel gesetzt, bis 2025 in allen PC-Produkten recycelte Materialien einzusetzen. Zudem sieht man eine starke Nachfrage nicht nur bei neuen, sondern auch bei gebrauchten und generalüberholten Geräten: “Mit unserem neuen Recertified Programm und dem bereits seit zehn Jahren existierenden Asset Recovery Programm bedienen wir diese Nachfrage”, erklärt Rootsey.

Neben umweltgerechter Produktion und langlebigen Produkten kann schon beim Produktdesign darauf geachtet werden, dass Geräte einfach wieder aufgearbeitet und aufgerüstet werden können. Der Schweizer Hersteller Prime Computer nennt dies “Circular Modularity”. So sollen IT-Lösungen möglichst lange im Wirtschaftskreislauf gehalten werden. “Daher bieten wir seit März 2022 erste Circular-Modularity-Produkte wie das PrimeBook Circular an, welches einen wesentlich längeren Lebenszyklus aufweist als die meisten anderen Notebooks am Markt”, berichtet Karl Tucholski, Managing Director Germany & Austria bei Prime Computer. Die PrimeMini-PCs sollen zur Jahresmitte auch dieser Philosophie folgen. Für das komplette Portfolie bietet Prime Computer zudem ein 2nd Life Cycle Programm an.

Emanuel Lippmann, Global Program Manager Social Impact bei Dell Technologies, weiß ebenfalls, dass langlebigen Produkte wesentliche Rolle zukommen: “Wir haben großes Interesse daran, dass unsere Produkte so lange wie möglich eingesetzt werden”, betont er. Auch bei Dell achtet man bei der Konzeption der Produkte auf einem modularen Aufbau. “Dadurch lassen sich Bauteile einfacher austauschen, wodurch die Geräte einfacher repariert und für neue Anforderungen aufgerüstet werden können”, erläutert Lippmann.

Ausrangierte Geräte werden oft dem Zweitmarkt zugeführt und über den Dell Outlet Store weiterverkauft. Wenn sich die Ware nicht mehr als Komplettsystem verwenden lässt, werden nutzbare Komponenten ausgebaut und als Ersatzteile eingesetzt. Die restlichen Rohmaterialien werden schließlich so getrennt, dass sie beim Bau neuer Geräte in einer Kreislaufwirtschaft wieder zum ‘Einsatz kommen können.

Man sehe sich in der Verantwortung, einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. “Außerdem sind wir fest davon überzeugt, dass Unternehmen, die nachhaltig agieren, auch geschäftlich davon profitieren”, meint Lippmann. So könne man sich bei Kunden und Partnern ein positives Image schaffen und sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Grünes Image ist wichtig
So machen die Hersteller keinen Hehl daraus, dass es auch ums Image geht. Sofern tatsächlich nachhaltige Unternehmensstrukturen dahinterstehen, ist dies nicht verwerflich. Für Kunden und Partner ist es aber mitunter schwer herauszufinden, ob ihr Zulieferer tatsächlich umweltbewusst handelt, oder dies nur aus Marketing-Gründen vorgibt. Häufig veröffentlichen die Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte, in denen die Maßnahmen, Zertifikate und Prüfsiegel aufgelistet sind.

Um eine unabhängige Beurteilung zu gewährleisten, unterziehen sich die Firmen Audits und lassen ihre Produktionsstätten durch unabhängige Organisationen und Behörden überprüfen. “Glaubwürdigkeit ist der Schlüssel”, weiß auch Siegfried Dewald von HP. Neben den eigenen Konzernstrukturen achtet man bei HP auch darauf, dass den Partnern mit “HP Amplify Impact” im Rahmen des Partnerprogramms ein nachhaltiger Vertrieb ermöglicht wird.

“Transparenz ist für uns sowie für unsere Kunden und Partner ein sehr wichtiges Thema”, bestätigt auch Fujitsu-Channel-Chef Wadwa. Bei Wortmann achtet man nicht nur bei der Produktion auf umweltgerechte Prozesse. Eine Reihe von Maßnahmen wie Photovoltaik auf den Firmengebäuden, den Einsatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen mit Ladestationen auf dem Firmengelände, der Einsatz von Papier statt Folie beim Verpackungsmaterial soll das unterstreichen. “Wir sagen was wir tun und wir tun was wir sagen”, so ist Meik Blase sicher, dass die Botschaft bei Kunden und Partnern ankommt. “Davon dürfen sich unsere Kunden auch gerne jederzeit persönlich hier vor Ort überzeugen”, bietet er an.

Investition in die Zukunft
Auch wenn umweltbewusstes und nachhaltiges Handeln mittlerweile zu den Kernthemen der Branchen zählt, gibt es doch noch Defizite bei der Umsetzung. “Sollte die Implementierung von nachhaltigen Prozessen mit größeren Investitionen einher gehen, gibt es aktuell aufgrund der drei großen Krisen mit globalen Auswirkungen eine deutliche Zurückhaltung”, hat Wortmann-Manager Blase festgestellt. Dies will er aber nicht als Ausrede gelten lassen. “Bei ohnehin anstehenden Maßnahmen sehen wir keine Gründe, diese nicht nachhaltig umzusetzen. Denn auch im Channel sollte inzwischen jedem bewusst sein, dass nachhaltiges Handeln Ressourcen und Umweltschutz bedeutet. Und das geht schließlich uns alle an”, unterstreicht Blase.

Für Santosh Wadwa von Fujitsu ist dieses Bewusstsein für den Umweltschutz aber noch nicht überall angekommen: “Nachhaltigkeit muss sich monetarisieren und Prozesse hierfür aufzubauen kostet natürlich kurzfristig gesehen Geld”, weiß er. “Wir unterstützen unsere Partner aber durch unsere eigenen Nachhaltigkeitsstrukturen”, verspricht Wadwa. Die höheren Kosten sollen dabei nicht zu hundert Prozent auf die Produkte umgelegt werden. “Wir sehen es vielmehr als unser Investment in eine lebenswerte Zukunft”. Langfristig werde sich das auszahlen.

Dabei kommt den Fachhändlern und Systemhäusern eine wichtige Rolle zu: “Für viele Anwender ist es eine Herausforderung bei all den Entwicklungen in der IT-Welt den Überblick zu behalten”, gibt Dell-Experte Lippmann zu Bedenken. Systemhäuser haben seiner Ansicht nach die Aufgabe, das Beste aus Ökologie und Ökonomie miteinander zu verbinden.

So sieht Karl Tucholski bei Prime Computer nach Nachholbedarf beim Fokus des Channels auf diese Themen und beim Knowhow der Protagonisten. “Mit zunehmender Gewichtung der Umweltthemen und Reduzierung der Bedeutung des Pricings werden sich mit der Zeit die Hindernisse reduzieren”, gibt er sich optimistisch. Tucholski rechnet damit, dass die Gesellschaft und auch der Gesetzgeber hierzu “einen wichtigen Betrag”, leisten werden.

Xiaomi stellt Smartphone mit 1-Zoll-Sensor vor

Das neue Mi 12S Ultra von Xiaomi setzt auf einen großen Kamera-Sensor im 1-Zoll-Format.

Xiaomi hat in dieser Woche mit dem Mi 12S Ultra ein neues Smartphone vorgestellt. Das Gerät bietet einen AMOLED-Bildschirm im 6,73-Zoll-Format, eine Auflösung von 3.200 x 1.440 Pixel und 120 Hz Bildwiederholrate. Im Gehäuse werkeln Qualcomms Snapdragon 8 Plus Gen 1 sowie zwölft Gigabyte RAM. Beim internen Speicher können Käufer aus 256 und 512 Gigabyte wählen.

Kamera mit 1-Zoll-Sensor
Das herausragendste Feature des neuen Mi 12S Ultra dürfte die Rückseiten-Kamera sein. Sie nimmt mit ihrem runden Modul fast die Hälfte des Gehäuses ein. Die Besonderheit: Als Hauptkamera mit 50 Megapixel kommt ein 1-Zoll-Sensor zum Einsatz, der von Leica und Sony entwickelt wurde. Die größere Sensor-Fläche soll für detailreichere Bilder bei wenig Licht sorgen. Ergänzt wird die Hauptlinse von einer Ultraweitwinkel-Kamera mit 48 Megapixel und einer Telekamera mit 5-fach optischem Zoom und 48 Megapixel Auflösung. An der Smartphone-Front verbaut Xiaomi eine Selfie-Linse mit 32 Megapixel.

Release-Termin für Deutschland noch nicht bekannt
Zur weiteren Ausstattung des Mi 12S Ultra gehören ein Akku mit 4.860 mAh, Stereo-Lautsprecher, Dual 5G und Bluetooth 5.2. Als mobiles Betriebssystem kommt Android 12 mit der Xiaomi-Bedienoberfläche MIUI 13 zum Einsatz. Das Xiaomi 21S Ultra wird zuerst in China auf den Markt kommen. Dort kostet die Version mit 256 Gigabyte Speicher umgerechnet 870 Euro, während die größere Variante mit 512 Gigabyte Speicher mit rund 1.014 Euro zu Buche schlägt. Wann das Mi 12S Ultra nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt.