Canon EOS-1D X Mark III enttäuscht im Test von DxOMark

Die Canon EOS-1D X Mark III weiß im Test von DxOMark nicht zu überzeugen. Sogar das vier Jahre alte Vorgängermodell schneidet besser ab.

Tests von DxOMark

Wer sich über die Leistungsfähigkeit eines bestimmten Kamerasensors informieren möchte und an Ergebnissen aus dem „Labor“ interessiert ist, der wird früher oder später unweigerlich auf die Tests von DxOMark stoßen. Wie viel Bedeutung man solchen Tests im Allgemeinen beimessen sollte, daran scheiden sich die Geister. Trotzdem sind die Testergebnisse eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, um die Leistungsfähigkeit verschiedener Sensoren miteinander zu vergleichen.

Canon EOS-1D X Mark III mit enttäuschendem Ergebnis

Kürzlich hat DxOMark den ausführlichen Testbericht zur Canon EOS-1D X Mark III veröffentlicht. Das Gesamtergebnis dieses Tests ist, das muss man leider so deutlich sagen, enttäuschend. Die EOS-1D X Mark III bringt es gerade mal auf 83 Punkte, was für sich genommen erstmal nach einem „guten“ Ergebnis klingt. Doch wenn man andere Testergebnisse zum Vergleich heranzieht, dann wird schnell klar, dass Canon weit hinter der Konkurrenz zurückfällt.

Und nicht nur das, Canon kann selbst mit der eigenen Canon EOS-1D X Mark II, die im Jahr 2016 vorgestellt wurde, nicht mithalten. Diese brachte es im Test nämlich auf 88 Punkte, genauso wie die ebenfalls 2016 vorgestellte Nikon D5.

Die Sony A9 II, die als Kamera in die gleiche Kategorie wie die 1D X Mark III fällt, schafft im Test 93 Punkte. Das sind 10 Punkte Unterschied. Und Vollformatkameras wie die Sony A7r IV, Nikon D850 und Panasonic S1R liegen allesamt bei ca. 100 Punkten, wobei man hier natürlich im Hinterkopf behalten muss, dass es sich um Kameras mit einem völlig anderen Fokus handelt.

Ist die Canon EOS-1D X Mark III wegen dieses Testergebnisses jetzt eine schlechte Kamera? Selbstverständlich nicht. Canons Flaggschiff ist vollgepackt mit potenter Technik, der Sensor ist da nur ein Bestandteil von vielen. Trotzdem darf man natürlich hoffen, dass Canon mit der kommenden Canon EOS R5 in Sachen Sensor-Performance mal wieder ein Schritt nach vorne gelingt.

Canon EOS R5: Stellt euch auf 4.500 € ein

Preislisten aus Europa deuten den finalen Preis der Canon EOS R5 in Höhe von 4.500 Euro an. Das klingt realistisch.

Canon EOS R5: Preis von 4.500 € aufgetaucht

Ein kurzes Update zum Preis der Canon EOS R5, der nach wie vor noch nicht offiziell von Canon bestätigt wurde: Nachdem man in den letzten Wochen mehrfach lesen konnte, dass die Canon EOS R5 in den USA weniger als 4.000 Dollar kosten soll, ist nun ein konkreter Preis für den europäischen Markt aufgetaucht. Canonrumors hat nämlich Preislisten von Händlern erhalten, auf denen die Canon EOS R5 für 4.500 Euro gelistet wird.

Der Preis ist realistisch

Dieser Preis von 4.500 Euro ist aus mehreren Gründen realistisch. Zum einen musste man anhand der letzten Gerüchte bereits annehmen, dass die Canon EOS R5 in Deutschland mindestens 4.350 Euro kosten wird. Denn wenn in den USA ein Preis von 3.999 Dollar aufgerufen werden würde, dann müsste man bei uns noch die Mehrwertsteuer ergänzen und die Währung umrechnen – und würde dann schlussendlich bei rund 4.350 Euro landen. Nun ist es absolut keine Seltenheit, dass die Hersteller zusätzlich zur Mehrwertsteuer und zur Währungsumrechnung noch ein paar Euro oben drauf schlagen, 4.500 Euro klingen also durchaus plausibel.

Des Weiteren hatte Canon vor einiger Zeit offiziell bestätigt, dass die Canon EOS R5 gewissermaßen das spiegellose Pendant zur Canon EOS 5D Serie werden soll. Sehen wir die R5 also mal für einen Moment als „Canon EOS 5D Mark V“.

Die Canon EOS 5D Mark IV wurde vor einigen Jahren mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 3.499 Dollar bzw. 4.129 Euro auf den Markt gebracht. Dass nach einigen Jahren bei der Präsentation der nächsten Generation die Preise erhöht werden, ist absolut üblich, auch in dieser Hinsicht würde der Preis von 4.500 Euro also ins Bild passen.

Mit der offiziellen Präsentation der neuen Canon EOS R5 rechnet man nach wie vor im Zeitraum Anfang Juli.

Canon EOS C300 Mark III vorgestellt mit Dual-Gain-Output (16 Blendenstufen)

Ende 2011 stellte Canon seine revolutionäre C300 vor und legte damit den Grundstein für die hauseigene EOS Cinema Kamera-Sparte. 2015 wurde dieses Modell durch die zweite Version abgelöst, die erstmals interes 4K beherrschte. Aktuell -und (mit)gefühlt zur virtuellen Eröffnung der NAB 2020- hat Canon nun die dritte Version seines Klassikers vorgestellt.

Die EOS C300 Mark III bleibt dabei dem klassischen Cinema-Sensor-Format treu und besitzt hierfür einen neuen Super-35mm 4K-CMOS-Bildwandler. Gegenüber dem fünf Jahre alten Vorgänger fällt dieser besonders durch seinen Dual-Gain-Output (DGO) auf, der einen sagenhaften Dynamikumfang von mehr als 16 Blendenstufen verspricht..

Hierfür wird jedes Pixel/Sensel mit zwei verschiedenen Gain-Werten ausgelesen, die dann zu einem Pixelwert kombiniert werden. Die Auslesung mit höherem Gain soll eine Verstärkung mit Low-Noise-Priorität bieten, um saubere Details in dunklen Bereichen zu erfassen. Die Auslesung mit niedrigerem Gain soll eine Verstärkung mit Sättigungspriorität nutzen, um die Details in helleren Bereichen zu erfassen. Durch die Kombination beider Signale soll sich der Dynamikumfang pro Sensel entsprechend erhöhen.

Weiters unterstützt der neue Sensor auch wieder den bewährten Dual Pixel CMOS Autofokus. Dieser soll in der neuen C300 MkIII die Zielfokusebene noch weicher anfahren können, als seine Vorgänger.

Intern kann das neue Modell 4K mit bis zu 120 fps in Cinema RAW Light oder XF-AVC auf CFexpress aufzeichnen. In XF-AVC landet das Signal bei 4K DCI oder UHD-Auflösung in 4:2:2 10 Bit (ALL-I oder Long-GOP) auf der Karte. Daneben stehen auch 2K und Full HD-Formate zur Verfügung, die durch Oversampling die gesamte Sensorfläche nutzen können.

Das Gehäuse basiert auf der bereits eingeführten EOS C500 Mark II, weshalb sich an der der Kamera auch das gleiche Zubehör nutzen lässt. Beispielsweise das EU-V1 Erweiterungsmodul (Genlock/Sync, Remote und Ethernet) oder das EU-V2 (wie EU-V1 plus XLR-Eingänge, 12-pol Schnittstelle und V-Lock Akku-Halterung).

Nicht zuletzt kann auch an der neuen C300 Mark 3 das Objektivbajonett zwischen EF-, PL- und EF mit Cinema Lock gewechselt werden, ohne dass die Kamera an ein autorisiertes Service Center geschickt werden muss.

Bis auf einen beweglichen Sensor scheint dieser Kamera kaum etwas Nennenswertes zu fehlen. Somit könnte sich die dritte C300 im S35-Bereich in naher Zukunft als eine neue Referenz in dieser Geräteklasse erweisen. Wir sind deswegen schon schwer auf die ersten Praxis-Eindrücke gespannt….

Die EOS C300 Mark III soll ab Juni für 11.899 EUR inkl. MwSt. verfügbar sein. Und das ist überraschenderweise sogar deutlich günstiger, als die Einführungspreise der Vorgänger.

Spiegelreflexkamera Nikon D780: Allrounder mit Vollformatchip

Nikon startet mit der Vollformat-Spiegelreflex D780 ins neue Jahr. Beim Autofokus orientiert sie sich an den spiegellosen Systemkameras.

Die erste Nikon-Kamera des neuen Jahres hat einen Spiegel: Die D780 gehört zu den Vollformat-DSLR und richtet sich an erfahrene Fotografen, die einen robuste und vielseitige Kamera mit hoher Bildqualität suchen. Sie folgt auf die 2014 eingeführte D750 (ab 949 €) und bietet wie diese eine Auflösung von 24 Megapixeln.

Optisch setzt sie sich mit einem kantigeren Design vom Vorgänger ab. Nachgearbeitet hat Nikon aber vor allem bei den inneren Werten. So bietet die Neue nun ein Hybrid-Autofokussystem bei LiveView-Aufnahmen über das Display, welches Phasen- und Kontrastmethode miteinander kombiniert. Laut Nikon stammt es aus der spiegellosen Schwester Nikon Z6 (ab 1399 €). Wer über den optischen Sucher fotografiert, arbeitet mit einem Autofokussystem mit Phasenerkennung und 51 Messfeldern (15 Kreuzensoren). Es kam bereits in der Vorgängerin zum Einsatz.

Höhere Serienbildrate im LIveView

Das neue Autofokussystem bringt außerdem eine höhere Serienbildrate. Im LiveView und im Modus “Stille Auslösung” sollen nun zwölf Bilder pro Sekunde bei nachgeführter Belichtungs- und Autofokusmessung möglich sein. Über den optischen Sucher schafft die D780 laut Nikon etwa sieben Bilder pro Sekunde. Außerdem schrumpft die kürzeste Verschlusszeit von 1/4000 s auf 1/8000 s.

Dazu hat Nikon auch die Auflösung seines rückseitigen Monitors nach oben geschraubt. Dar 3,2 Zoll große Touchscreen bietet nun 2,36 Mio. Pixel (1024 × 768 Bildpunkte) – XGA statt VGA. Und auch beim Video sind die Zahlen gewachsen. Die D780 beherrscht nun 4K-Aufnahmen (3840 × 2160) mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Beide Kartenfächer der Kamera sollen außerdem UHS-II-kompatibel sein.

Bereits Ende Januar wird die Nikon D780 voraussichtlich in den Handel kommen und dann knapp 2500 Euro kosten.