MacBook Pro: Apple M1 ist schneller, läuft länger und verbindet weniger

Auf das MacBook Air mit Apple Silicon lässt der Hersteller für professionelle Anwender das MacBook Pro mit Apple M1 folgen – vorerst aber nur in 13 Zoll, das Modell mit 16 Zoll behält Intels Prozessoren. Durch Apples eigenen Prozessor soll das Notebook nicht nur schneller sein, sondern auch deutlich längere Laufzeiten erreichen.

Auch beim MacBook Pro bringt der Apple M1 keine Veränderungen am Design mit, sondern tauscht in erster Linie Intel gegen Apple Silicon. Anders als beim neuen MacBook Air kommt diesmal eine aktive Kühlung zum Einsatz. Hinten rechts im Gehäuse sitzt dafür erneut ein Lüfter, der Wärme aus dem Gehäuse transportiert.

Apple M1 immer mit Octa-Core-GPU

Im MacBook Pro mit 13 Zoll bietet Apple für den M1-Chip keine unterschiedlichen Leistungsklassen an, nachdem sich das neue MacBook Air mit 7- oder 8-Core-GPU ausstatten lässt. Stattdessen kommt der Apple M1 stets mit Octa-Core-CPU sowie Octa-Core-GPU. Apple nennt erneut große Sprünge für die Leistung, bleibt aber Benchmarks schuldig, wie man sie von der Vorstellung neuer Prozessoren aus dem Hause AMD oder Intel gewohnt ist. Die Eckdaten lauten: eine bis zu 3,5-mal schnellere CPU, eine bis zu 6-mal schnellere GPU und bis zu 15-mal schnelleres maschinelles Lernen. Im Kleingedruckten von Apples Produktseite steht zumindest, dass die Vergleiche mit einem MacBook Pro mit Apple M1 und 16 GB RAM und einem MacBook Pro mit 1,7 GHz schnellem Core i7 Prozessor, Iris Plus Graphics 645 und ebenfalls 16 GB RAM durchgeführt wurden.

Keine Option mehr für 32 GB RAM und Intel bleibt

Die Angabe mit 16 GB ist insofern auch von Interesse, weil Apple den M1 derzeit mit nicht mehr als 16 GB RAM auf dem Package anbietet. Der Speicher liegt als sogenannter Unified Memory vor und steht allen Bereichen des Chips zur Verfügung. Das letzte MacBook Pro mit 13 Zoll auf Basis eines Intel-Prozessors hatte Apple noch mit 8 GB oder 16 GB in der Basis und optional bis zu 32 GB RAM angeboten. Wer mehr RAM benötigt, kann das Notebook weiterhin mit Intel-Prozessoren bestellen.

Akkulaufzeiten von bis zu 20 Stunden

Apple Silicon nimmt aber nicht nur bei der Leistung eine wichtige Rolle ein, sondern ist auch für deutlich längere Laufzeiten als bisher verantwortlich. Genau genommen ist das neue MacBook Pro der Mac mit den bisher längsten Laufzeiten, die Apple je in einem Notebook angeboten hat. Für den Akku mit 58,2 Wh gibt Apple bis zu 17 Stunden beim drahtlosen Surfen und bis zu 20 Stunden für die Wiedergabe von Filmen an.

Zwei Thunderbolt 4 statt vier Thunderbolt 3

Dass Apple Silicon aber nicht nur Vorteile hat, zeigt die reduzierte Anzahl der Schnittstellen. Wo bisher viermal Thunderbolt 3 geboten wurde, gibt es jetzt noch zweimal Thunderbolt 4 auf der linken Seite. Die weiterhin verfügbaren Intel-Konfigurationen bieten nach wie vor vier Anschlüsse für Thunderbolt 3. 3,5-mm-Klinke bleibt dem Notebook aber erhalten, ebenso gibt es Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.0.

Basiskonfigurationen ab 1.412 Euro

Wo bisher vier Basiskonfigurationen mit Intel angeboten wurden, stellt Apple ab sofort zwei Modelle mit Apple M1, 8 GB RAM und unterschiedlich großen SSDs zur Auswahl. Mit 256 GB kostet das neuen Notebook 1.412,45 Euro, mit 512 GB sind es 1.636.65 Euro. 16 GB RAM kosten 224,20 Euro mehr, die SSD-Aufpreise liegen bei rund 224 Euro (512 GB), 450 Euro (1 TB) und 900 Euro (2 TB) respektive 224 Euro (1 TB) und 670 Euro (2 TB), wenn bereits in der Basis das Modell mit 512-GB-SSD gewählt wurde. Die Auslieferung des Notebooks soll ab dem 17. November erfolgen.

Apple leakt den geplanten Launch eines neuen 16 Zoll MacBook Pro noch vor Ende des Jahres

Die aktuelle Version des 16 Zoll MacBook Pro (ca. 2.374 Euro auf Amazon) wurde im November 2019 vorgestellt, es wird langsam aber sicher also Zeit für ein Update. Nun hat Apple selbst einen konkreten Hinweis auf das Launch-Datum des Nachfolgers geliefert: Atharva Kale hat im unten eingebetteten Tweet die Release Notes eines Boot Camp-Updates geteilt, laut denen ein Stabilitäts-Problem bei hoher CPU-Last behoben werden sollte, und zwar beim 2020er 13 Zoll MacBook Pro sowie beim 2019er und 2020er 16 Zoll MacBook Pro.

In diesem Jahr wurde allerdings noch kein 16 Zoll MacBook Pro eingeführt, sodass es sich dabei entweder um einen Fehler handelt, oder aber um einen handfesten Hinweis auf den bevorstehenden Launch eines neuen Flaggschiff-MacBooks. Apple hat im Juni zwar mit der AMD Radeon Pro 5600M einen leistungsstärkeren Grafikchip als Option eingeführt, das Notebook wird allerdings weiterhin als “16 Zoll MacBook Pro 2019” geführt.

Gerüchten zufolge plant Apple eine Pressekonferenz am Dienstag, dem 17. November, um den ersten Mac auf Basis eines intern entwickelten ARM-Chips vorzustellen. Bisherige Gerüchte deuteten darauf hin, dass es sich dabei um ein günstigeres MacBook handeln wird, also vermutlich um ein MacBook Air oder gar um ein 12 Zoll MacBook, das neue 16 Zoll MacBook Pro könnte daher erneut auf einen Intel-Prozessor in Kombination mit einem AMD-Grafikchip setzen – Comet Lake-H in Verbindung mit einer AMD Radeon RX 6000 GPU könnte dennoch ein spannendes Upgrade ergeben.

Dell überholt Apple: MacBook Pro gleich dreimal geschlagen

Diese Niederlage schmerzt besonders: Gegenüber dem neuen Dell XPS 13 muss sich das MacBook gleich dreimal geschlagen geben. Hat Apple etwa den technischen Anschluss verloren?

Dass Apple in seinen MacBooks nicht immer die neueste Technik verbaut, ist ein offenes Geheimnis. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Brandneue Technologien sind teuer und oft auch mit Kinderkrankheiten behaftet. Sich etwas in Geduld zu üben, kann sich also durchaus lohnen. Zu lange sollte man aber auch nicht warten, wie das neue Dell XPS 13 beweist.

Neues Dell XPS 13 bietet bessere Hardware als MacBook Pro

Wie gewohnt bietet Dell das XPS 13 in zwei Varianten an: Einmal als klassisches Notebook und einmal als 2-in-1-Covertible. Beiden Ausführungen ist sowohl die 13-Zoll-Displaydiagonale gemein als auch die Tatsache, dass sie die MacBook-Pro-Konkurrenz in gleich drei wichtigen Ausstattungsmerkmalen überholen:

Prozessoren: Die neuen XPS-13-Notebooks haben Intel-Prozessoren der 11. Generation (Tiger Lake) an Bord. Aktuelle MacBooks müssen sich mit der 10. Generation zufrieden geben.

Anschlüsse: Teil der Tiger-Lake-Prozessoren ist auch Thunderbolt 4. Bei den MacBooks von Apple ist bereits bei Thunderbolt 3 Schluss.

Displays: Optional bietet Dell die XPS-13-Reihe mit 4K-Displays an. Darauf müssen MacBooks verzichten.

Die neuen Dell XPS 13 sollen Ende September in den USA und Kanada auf den Markt kommen, berichtet The Verge. Weitere Länder folgen in den kommenden Wochen. Preislich beginnen die Geräte bei 999 US-Dollar, Europreise wurden noch nicht kommuniziert.

Kommen noch neue MacBooks mit Intel-Prozessoren?

Wer jetzt einwendet, dass Apple mit dem Wechsel auf eigene Prozessoren ohnehin keinen Grund mehr hat, neue Intel-Chips zu verbauen, könnte sich irren. Die Übergangsphase soll laut Apple zwei Jahre dauern. Denkbar ist also, dass der Konzern noch neue MacBook Pros mit Tiger-Lake-Chips und Thunderbolt 4 in der Pipeline hat – nur eben erst Monate später nach der Konkurrenz von Dell und Co. Zumindest aktuell scheint Apple also etwas den Anschluss verloren zu haben.

Macbook Pro wird laut und langsam, wenn man es von der “falschen” Seite auflädt

IT-Riese Apple mag zwar ein Faible für eigene Anschlüsse haben, zumindest bei seinen Laptops und Tablets entdeckt der Konzern aber zunehmend den USB-C-Standard für sich. So auch beim aktuellen Macbook Pro, das gleich vier solcher Ports inklusive Thunderbolt-3-Support mitbringt und dafür alle anderen Steckmöglichkeiten abseits der Kopfhörerbuchse eliminiert.

Während sich manche nun darüber ärgern, dass sie jetzt Adapterlösungen für den Anschluss von Geräten mit dem rechteckigen USB-A-Anschluss benötigen, verspricht die Umstellung in anderer Hinsicht mehr Komfort. Für das Aufladen des Notebooks soll man das Kabel des Netzteils an jedem der vier Ports anstecken können. Zumindest in der Theorie der offiziellen Supportdokumente. Laut Nutzerberichten stehen dem praktische Probleme entgegen, schreibt “Techspot”.

Seitenwechsel

Betroffene haben festgestellt, dass es in einem wohl nicht ungewöhnlichen Szenario dazu kommt, dass die CPU-Auslastung plötzlich ansteigt und gleichzeitig der Lüfter hochdreht, selbst wenn die Temperatur des Prozessors in unkritischen Bereichen bleibt. Das Macbook Pro wird laut und langsam, wenn man auf der linken Seite gleichzeitig das Ladegerät und ein Peripheriegerät eingesteckt hat. Auch ein Neustart hilft nicht dagegen. Betroffen ist neben dem aktuellen Modell auch das Macbook Pro mit 15-Zoll-Display aus dem Jahr 2017.

Auf der rechten Seite tritt das Phänomen allerdings nicht auf. Die Lösung des Problems, zumal Apple hierzu weder einen Patch veröffentlicht noch angekündigt hat, besteht also darin, das Ladegerät nur rechtsseitig anzuschließen. Peripherie mit hohem Bedarf an Strom und Datenbandbreite – etwa ein externer Bildschirm – sollte man dann nur gegenüberliegend anstecken, um erhöhter Wärmeentwicklung auf einer Seite vorzubeugen.