Telefon-Bug beim iPhone 14

Will man beim Telefonieren auf dem iPhone 14 auf Lautsprecher umschalten oder den Anruf anhalten, kann man Pech haben.

In Apples Diskussionsforen sowie auf Reddit gibt es vereinzelte Berichte über einen Fehler, der momentan nur die neueren iPhones 14 betrifft: Beim Telefonieren hängt sich das Smartphone auf, die Nutzer und Nutzerinnen können in der Telefon-App nichts ändern. Auch in den Foren von Macrumors berichten einzelne Nutzer über vergleichbare Probleme.

Der Bug besteht offenbar seit mindestens September, dies zumindest behauptet eine Nutzerin in den Apple-Diskussionsforen. Die Anwender berichten zudem, dass das iPhone nicht nur in der Telefon-App einfriert, sondern dass das auch bei den Anrufen über Whatsapp passiert. Dies bedeutet, dass womöglich nicht die einzelne App, sondern Apples Schnittstelle CallKit von dem Fehler betroffen ist.

Übliche Fehlerbehebungen funktionieren nicht
Die üblichen Tipps wie das iPhone in den Hardreset versetzen oder neu starten, helfen laut Berichten nicht. Als Ausweg kann man lediglich Siri bemühen und dem schlauen Assistenten die Befehle abgeben, die man sonst mit einem Tapp auf die Oberfläche erledigt werden.

Zur Info: CallKit hat Apple vor rund sieben Jahren auf der WWDC 2016 vorgestellt. Die Schnittstelle bündelt Anruffunktionen nicht nur von der installierten SIM, sondern macht auch möglich, dass die Dritt-Apps auf die nativen iOS-Funktionen zugreifen können. So werden in der Anrufliste beispielsweise die Anrufe über Mobilfunk, per Facetime oder auch Skype dargestellt.

Ob Apple den Fehler auf dem Schirm hat, ist nicht bekannt. In den Entwicklernotizen zu iOS 16.4 findet sich zwar ein Hinweis auf eine Telefonfunktion, Apple stellt lediglich eine veraltete Option ein. In der Liste der bekannten Fehler fehlt das beschriebene Problem.

Warum sich das Warten auf das iPhone 15 lohnt

Wir verraten Ihnen, warum Sie das iPhone 14 links liegen lassen können und auf das iPhone 15 warten sollten.

Die iPhone-14-Generation ist mittlerweile 5 Monate auf dem Markt und wie der Vergleich mit den Vorgängern bestätigt, können Sie besonders die Standardmodelle iPhone 14 und 14 Plus getrost überspringen. Warten Sie stattdessen lieber auf das iPhone 15, das Apple im September 2023 auf den Markt bringen wird. Denn erst dann kommen Features auch ins Standard-iPhone, die wir jetzt schmerzlich vermissen.

Always-On-Display in allen Varianten
Endlich! Apple führt die Always-On-Funktion ein, die Android-Nutzer seit Ewigkeiten kennen. Apple-Fans sind sie bereits von neueren Apple-Watch-Modellen gewohnt. Allerdings finden Sie das Feature nur bei den Pro-Versionen. Tatsächlich ist das Always-On-Display sogar cooler als bei Android, wenn auch nicht alle glücklich mit der neuen Darstellung sind. Mit der iPhone-15-Reihe könnte das Unternehmen dann die Funktion auf allen Varianten bringen – genau wie 120 Hertz.

Dünnere Display-Ränder
Auf Basis eines CAD-Modells hat der 3D-Artist Ian Zelbo für 9to5Mac ein Render-Bild des iPhone 15 Pro erstellt. Man sieht deutlich die dünneren Display-Ränder, die wir uns schon lange wünschen. Auch wenn viele iPhone-Nutzer sich an den dicken Rand sicher schon gewöhnt haben, werden sie sich über die Änderung freuen.

Den “Trend” zu sehr dünnen Display-Rändern verfolgen Android-Geräte auch schon seit Jahren und im Fernseher-Bereich sehen Sie heute auch nur noch nahezu randlose Bildschirme.

Dynamic Island für alle iPhone-Modelle
Apple hat beim iPhone 14 Pro (Max) die klassische Notch entfernt und durch die “Dynamic Island” ersetzt. Nur die beiden Standardversionen iPhone 14 und 14 Plus bleiben bei dem großen schwarzen Balken am oberen Bildschirmrand. Positiv auf das iPhone 15 stimmt uns aber eine Aussage des Display-Experten Ross Young, der auf Twitter bestätigte, dass das praktische neue Feature auch auf das normale iPhone 15 kommen wird.

120 Hertz in allen iPhone-15-Modellen?
Die vier iPhone-14-Geräte unterscheiden sich stärker, als es noch bei der 13-Generation der Fall war. So bieten nur die Pro-Modelle ein LTPO-Display mit einer variablen Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz. Die Bildschirme stammen dabei von Samsung. Nächstes Jahr hätten wohl mehr solcher Bildschirme hergestellt werden können, da BOE als Produzent ins Boot hüpft, was aufgrund der aktuellen Kapazitäten für das iPhone 14 noch nicht möglich war, wie Analyst Ross Young bereits Anfang 2022 wusste.

Doch wie Sie im oberen Twitter-Post von genau diesem Experten lesen können, ist derzeit wohl nicht mit 120 Hertz in den Standardmodellen zu rechnen.

iPhone-Nutzer warten bereits zu lange auf eine solche Display-Verbesserung. Daher wäre es sehr zu begrüßen, wenn Apple nächstes Jahr entgegen der Erwartungen dem iPhone 15 doch eine höhere Bildwiederholrate spendieren würde. Denn selbst 300-Euro-Android-Handys arbeiten mit bis zu 120 Hertz, die in der Praxis smoothes Bedienen des Smartphones möglich machen.

Neues Modell: iPhone 15 Ultra?
Ende 2022 hieß es auf der Webseite “Front Page Tech” des Apple-Leakers Jon Prosser, dass Apple an einem neuen iPhone Ultra arbeite, das über ein abgerundetes Titan-Gehäuse und keine Knöpfe verfügen soll. Stattdessen soll das Gerät auf haptisches Feedback via Vibrationsmotoren setzen. Eine solche Annahme hatte der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo bereits Ende Oktober 2022 geäußert.

Diesen Zusatz kennen Sie bereits von der neuen Apple Watch Ultra oder dem Prozessor M1 Ultra im Mac Studio. “Ultra” steht für noch größer, besser und teuer.

Anfang Februar 2023 wurden Gerüchte laut, dass ein Ultra-Modell doch erst mit dem iPhone 16 im Herbst 2024 kommen soll. Und dann zusätzlich zu einem Pro Max. Denn zuvor war die Rede davon, dass es das bisher größte und stärkste Modell ersetzen solle.

Kommt endlich die Periskop-Kamera im iPhone 15?
Keine Frage, die Qualität der iPhone-Kamera ist gut, das Setup auf der Rückseite ist aber nicht so vielseitig einsetzbar wie das vieler Android-Handys. Speziell beim Zoom hat Apple nämlich Nachholbedarf. Zwar war auch für die iPhone-14-Reihe eine Periskop-Kamera im Gespräch, um einen besseren optischen Zoom zu erzielen, tatsächlich aber wird Apple auf diese weiterhin verzichten.

Zumindest bis 2023, denn wie der Analyst Ming-Chi Kuo prognostiziert, werden immerhin die Pro-Modelle des iPhone 15 mit einer Periskop-Cam ausgestattet sein. Oder tatsächlich nur das neue Ultra-Modell, um ein Alleinstellungsmerkmal zu erhalten.

USB-C und Fingerabdruck-Sensor im Display?
USB-C: Die USB-C-Pflicht für Smartphone-Hersteller kommt! Bis Herbst 2024 sollen demnach unzählige Geräte mit dem universellen USB-C-Anschluss ausgestattet werden. Apple hat natürlich noch etwas Zeit bis dahin, aber testet natürlich schon den “neuen” Anschluss. Spätestens mit dem iPhone 16 muss Apple Lightning aufgeben, könnte aber schon mit dem iPhone 15 umsteigen.

Für 9to5Mac hat der 3D-Artist Ian Zelbo ein Rending-Bild des neuen iPhone 15 auf Basis eines CAD-Modells, das aus der Fabrik eines Hüllen-Herstellers kommt.

Auch wenn Apple in den letzten Jahren die Ladegeschwindigkeiten der iPhones verbessert hat, sind diese mit Android-Handys nicht vergleichbar. Das OnePlus 10T beispielsweise lädt mit 150 Watt in nun 19 Minuten von 1 auf 100 Prozent. Das iPhone 14 hingegen wird gerade mal mit 20 Watt oder wenig mehr geladen, laut Apple. Lightning scheint nicht die Geschwindigkeiten von USB-C erreichen zu können – nicht beim Laden und auch nicht beim Datentransfer. Das wäre mit USB-C und etwa Thunderbolt-3/4-Eigenschaften deutlich anders.

Wobei man aktuell davon ausgeht, dass die sehr hohen Übertragsraten nur die Pro-Modelle bekommen werden. Die Standard-Versionen sollen Daten deutlich langsamer übertragen.

Touch-ID: Dass ein Fingerabdruck-Sensor neben der Gesichtserkennung über Face-ID in Zeiten der Pandemie als Entsperrmethode praktisch ist, steht außer Frage. Auch wenn Apple eine entsprechende Alternative geliefert hat zur Entsperrung selbst mit Maske. Im iPhone 14 haben wir keine Touch-ID im Display.

Es gab Vorhersagen, dass die Rückkehr des Fingerabdruck-Sensors mit dem iPhone 15 kommen könnte, der Analyst Kuo korrigierte sich Anfang des Jahres aber selbst. Heißt: Apple wird wohl keine Touch-ID unter dem Display-Glas bringen, weder im iPhone 15 noch im iPhone 16!

Neuer A17-Chip im iPhone 15 Pro (Ultra)
Einem Bericht von Trendforce zufolge, wird Apple beim A17-Chip auf die 3-Nanometer-Technik von TSMC setzen. Die Produktion soll noch Ende 2022 starten, weshalb es wahrscheinlich ist, dass Apple diesen im iPhone 15 verbauen könnte – oder besser gesagt in den beiden Pro-Modellen. Denn Apple wird vermutlich in den Standard-Varianten auf den A16 setzen, der dieses Jahr im iPhone 14 Pro (Max) arbeitet.

Einschätzung
Glaubt man den Berichten, wird das iPhone 15 mit dem A16-Chip aus dem iPhone 14 Pro arbeiten und vermutlich auch die meisten Display-Features übernehmen. Aber auch die Pro-Versionen des iPhone 15 werden größere Änderungen erleben und etwa eine Periskop-Kamera erhalten, mit der Sie noch vielseitiger fotografieren können.

Allerdings hoffen wir, dass Apple das neue Modell iPhone 15 Ultra dann auch noch stärker vom Pro und speziell den anderen Modellen abhebt, um die wahrscheinliche Preiserhöhung rechtfertigen zu können. Denn teuer ist auch das schon das Pro Max.

Britische Ministerin erwägt Einstatz von ChatGPT bei Arbeit

Experten sehen in Textrobotern wie ChatCPT großes Potenzial, warnen aber auch vor Gefahren. Großes Interesse gibt es allerdings schon unter den Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung in Großbritannien.
Die britische Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Michelle Donelan, hält den künftigen Einsatz von Textrobotern wie ChatGPT in der Regierungsarbeit für möglich. “Natürlich brauchen wir Regulierung, wir brauchen Absicherungen. Aber wir sollten uns nie vor diesen Technologien fürchten”, sagte Donelan am Wochenende dem “Telegraph” beim Besuch einer Sicherheitsfirma im englischen Melksham. “Wir müssen darüber nachdenken, was der Nutzen von ChatGPT sein kann – so wie das jede andere Organisation tun würde.”

ChatGPT ist eine Anwendung, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz umfangreiche Antworten auf Texteingaben erstellt. Der Textroboter kann unter anderem in verschiedenen Sprachen Fragen beantworten, Texte zusammenfassen und bewerten, Gedichte oder auch Computerprogramme schreiben.

Dem “Telegraph” zufolge sollen zuletzt mehrere Bereiche der öffentlichen Verwaltungen Anfragen an das Technologieministerium gesendet haben, um zu klären, ob Künstliche-Intelligenz-Tools wie ChatGPT für bestimmte Aufgaben eingesetzt werden dürfen – etwa bei der Formulierung von E-Mails, Briefen oder Aufgaben, die bei der Formulierung von Gesetzestexten anfallen.

Experten sehen in Textrobotern großes Potenzial, aber auch Gefahren. So warnte etwa der Wissenschaftler Michael Osborne von der Universität Oxford, der sich seit Jahren mit der Entwicklung Künstlicher Intelligenz beschäftigt, kürzlich davor, ChatGPT und andere Sprachroboter könnten zum “Turbo für die Verbreitung von Fehlinformationen und Propaganda werden”. Eine tiefgreifende Regulierung der Programme sei überfällig.

Bremst Apple nicht-zertifizierte USB-C-Kabel aus?

Ein neuer Hinweis bekräftigt die Vermutung, dass Apple USB-C auf dem iPhone 15 ähnlich regulieren will wie bislang Lightning.

Obwohl die EU-Kommission Apple verpflichtet, zur Reduzierung von Elektroschrott beim Ladekabel ab dem iPhone 15 von Lightning auf USB-C zu wechseln, will Apple weiterhin ein eigenes Süppchen kochen: Bereits Anfang Februar behauptete ein Experte für Handy-Chips auf Weibo, dass Apple den USB-C-Anschluss und die dazugehörigen Ladekabel mit einem Lightning-ähnlichen Authentifizierungs-Chip ausstattet, um ihre Funktionalität mit von Apple nicht genehmigtem Zubehör einzuschränken. Dieses Gerücht wurde nun von einem bekannten Leaker bestätigt.

Massenproduktion für USB-C-Peripherie gestartet
“USB-C mit MFi kommt” postete ShrimpApplePro auf Twitter und fügt hinzu, dass Foxconn bereits Zubehör wie EarPods und Kabel in Massenproduktion herstellt, die der Apple-Zertifizierung entsprechen:

Seit ihrer Einführung im Jahr 2012 enthalten Lightning-Ports und -Anschlüsse von Erstanbietern und MFi-zertifizierte Anschlüsse (Made for iPhone – MFi) einen kleinen integrierten Schaltkreis, der die Authentizität der an der Verbindung beteiligten Teile bestätigt. Nicht-MFi-zertifizierte Ladekabel von Drittanbietern verfügen beispielsweise nicht über diesen Chip, was oft zu der Warnung “Dieses Zubehör wird nicht unterstützt” auf angeschlossenen Apple-Geräten führt.

MFi: Mehr Sicherheit – und Profite
Der Authentifizierungs-Chip soll die Kunden dazu ermutigen, echte iPhone-Peripheriegeräte zu kaufen, während Apple eine Provision für MFi-zertifiziertes Zubehör erhält und das MFi-Programm es einfacher macht, gefälschtes und potenziell gefährliches Zubehör zu entlarven.

Allerdings ist auch die Befürchtung nicht abwegig, dass Apple das MFI-Programm eher dazu nutzt, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen und Hersteller, die aus Kostengründen nicht an dem Programm teilnehmen, auszubremsen. So erklärt auch Apple-Leaker ShrimpApplePro in einem Folge-Tweet, dass nicht zertifizierte Kabel softwareseitig in der Geschwindigkeit für die Datenübertragung und Aufladung eingeschränkt würden.

Durchbruch bei Blutzuckermessung steht bevor

Apple erreicht laut Bloomberg einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung eines in der Apple Watch integrierten Blutzuckermessgeräts.

Apple arbeitet an neuartigen Messmethoden mit der Apple Watch, die ganz ohne Blut der untersuchten Person den Glukosegehalt feststellen können soll. So berichtet Analyst und Apple-Kenner Mark Gurman, der sich dabei auf Quellen beruft, die mit den aktuellen Vorgängen bei Apple vertraut sein sollen.

Das Unternehmen verberge die Arbeit daran hinter einem geheimnisvollen Startup im Gesundheitswesen, so Gurman in dem Artikel. Ziel dieses geheimen Projekts mit dem Namen “E5” sei es, den Glukosegehalt im Körper einer Person zu messen, ohne in die Haut stechen zu müssen, um Blut zu gewinnen. Nach ersten wichtigen Meilensteine in der jüngsten Vergangenheit glaubt Apple nun offenbar daran, die Glukosemessung schließlich auf den Markt bringen zu können, wie mit den Bemühungen vertraute Personen berichten.

Nicht-invasives Verfahren zur Blutzuckermessung
Apple verfolgt dazu den Ansatz, eine als Silizium-Photonik bekannte Chiptechnologie und ein Messverfahren namens “optische Absorptionsspektroskopie” zu erproben. Das Verfahren nutzt dafür Laser, um Licht bestimmter Wellenlängen in einen Bereich unter der Haut zu senden, in dem sich Zwischenzellflüssigkeit befindet. Dabei geht es um Substanzen, die aus den Kapillaren austreten, und die von Glukose absorbiert werden können. Das Licht wird dann in einer Weise zum Sensor reflektiert, welche die Glukosekonzentration anzeigt. Ein Algorithmus bestimmt daraufhin den Blutzuckerspiegel einer Person.

Laut Gurman arbeiten bei Apple Hunderte von Ingenieur:innen an dem Projekt als Teil der “Exploratory Design Group” (XDG), einer bisher unbekannten Initiative, die mit “X”, der “Moonshot”-Abteilung von Alphabet (Google), vergleichbar sei. Es handele sich um eine der geheimsten Initiativen bei Apple. Apple habe mehr als 12 Jahre an dem Verfahren gearbeitet, es befinde sich jetzt in einem “Proof-of-Concept”-Stadium.

Dies verrieten dem Journalisten demnach “die Personen, die nicht genannt werden wollten”, weil das Projekt vertraulich sei. Apple ist demnach der Ansicht, dass die Technologie realisierbar sei, aber auf eine praktikablere Größe verkleinert werden müsse. Momentan testet Apple ein Gerät in Größe eines iPhones, das an Oberarm der Probanden befestigt wird.

Ein solcher Durchbruch bei der Blutzuckermessung wäre für Menschen mit einer diabetischen Erkrankung äußerst vorteilhaft, weil die nicht-invasive Messung sehr viel komfortabler und einfacher durchzuführen wäre. Und sozusagen nebenbei würde dies dazu beitragen, Apple als führendes Unternehmen im Gesundheitsbereich zu etablieren, meint Gurman.

Neue Milliarden US-Dollar winken
Die Integration des Überwachungssystems in die Apple Watch, mit der sich schon einfache EKGs ableiten lassen, würde die Smartwatch sicher zu einem unverzichtbaren Gegenstand für Millionen von an Diabetes erkranken Menschen auf der ganzen Welt machen. Und dies in Kombination mit den anderen überwachten Körperdaten einen großen Vorsprung im Gesundheitssektor insgesamt bringen.

Freilich weist Gurman auch darauf hin, dass es noch Jahre dauern könnte, bis diese Art der Blutzuckermessung in der Apple Watch marktreif ist. Aber der Schritt, so der Analyst, könnte eine Multimilliarden-Dollar-Industrie auf den Kopf stellen.

USA und Kanada verbieten Tiktok auf Regierungs-Diensthandys

Schluss mit Tiktok: Die Regierungen in den USA und Kanada verbannen die chinesische Social-Media-App von Diensthandys. Grund sind Sicherheitsbedenken.
In den USA und Kanada müssen Regierungsmitarbeiter die chinesische Social-Media-App Tiktok wegen Sicherheitsbedenken von ihren Dienstgeräten löschen.

In den USA bekommen Regierungsbeschäftigte 30 Tage Zeit, um sicherzustellen, dass die Video-App auf Diensthandys und anderen Geräten nicht mehr genutzt wird, heißt es in einer Vorgabe der Regierung von US-Präsident Joe Biden.

In Kanada gilt das Verbot bereits. Auch Beschäftigte der EU-Kommission und des Rats der EU-Staaten sollen Tiktok ab Mitte März nicht mehr auf Diensthandys nutzen. An diesem Dienstag wurden zudem die Abgeordneten des Europaparlaments per Mail darüber informiert, dass Tiktok bis zum 20. März von Parlamentsgeräten gelöscht werden muss, wie ein Sprecher der dpa bestätigte.

Bei der deutschen Bundesregierung ist Tiktok auf Diensthandys weder installiert noch kann es heruntergeladen werden. Auf den Dienstgeräten dürfen und können nur bestimmte Apps genutzt werden – neben Behörden-Apps wie beispielsweise die Nina-Warn-App auch Apps privater Anbieter wie Twitter oder Zoom, Signal und Instagram. WhatsApp ist auf den Regierungshandys nicht installiert.

Kritik aus China
Aus Peking kam Kritik an dem Verbot in den USA. China warf der amerikanischen Regierung vor, ausländische Unternehmen zu unterdrücken. Außenamtssprecherin Mao Ning sagte, Washington müsse “die ungerechtfertigte Unterdrückung relevanter Unternehmen beenden und ein offenes, faires und diskriminierungsfreies Umfeld für Unternehmen aus aller Welt schaffen”.

Eine Tiktok-Sprecherin in Deutschland sagte zum Verbot der EU-Kommission, die Aussetzung sei verfehlt und beruhe auf grundlegenden Missverständnissen. “Wir sind überrascht, dass die Kommission uns weder direkt kontaktiert noch eine Erklärung angeboten hat.” Man habe um ein Treffen gebeten, um klarzustellen, wie Tiktok die Daten der 125 Millionen Menschen in der EU schütze, die Tiktok jeden Monat besuchen.

Die Vorwürfe, Tiktok-Daten könnten von der chinesischen Regierung abgegriffen werden, sind nicht neu. Die US-Regierung setzt mit dem Verbot ein Gesetz um, das bereits im Dezember vom Kongress verabschiedet wurde. Ende des Jahres sprach das US-Repräsentantenhaus auch ein ähnliches Verbot für Abgeordnete und deren Mitarbeiter aus. Zuvor hatten bereits mehrere Bundesstaaten sowie das US-Militär ähnliche Regelungen erlassen.

Der Direktor der US-Bundespolizei FBI, Christopher Wray, hatte Anfang Dezember gesagt, seine Behörde habe Sicherheitsbedenken bezüglich der App. Die chinesische Regierung habe die Kontrolle über den Algorithmus, der den Nutzern Inhalte vorschlage. “Das gibt ihnen die Möglichkeit, den Inhalt zu manipulieren und, wenn sie wollen, ihn für Einfluss-Kampagnen zu nutzen”, sagte Wray bei einem Vortrag an der Universität von Michigan. Außerdem habe die chinesische Regierung über die App Zugriff auf die Software der Handys. Sie könne auch die Nutzerdaten abgreifen und sie für Spionagezwecke verwenden.

Nicht nur Sicherheitsbedenken bei TikTok
Das Verbot kommt inmitten wachsender Spannungen zwischen westlichen Regierungen und China, auch aufgrund von Spionagevorwürfen. Ende Januar war ein mutmaßlicher chinesischer Spionageballon in den Luftraum der USA eingedrungen. Der Ballon wurde einige Tage später vom US-Militär abgeschossen, nachdem er weite Teile des USA überflogen hatte und sich über kritischer militärischer Infrastruktur aufhielt. Der Vorfall sorgte nicht nur in den USA für Aufregung und belastete die Beziehungen zwischen den beiden Länder schwer. Der Ballon sei Teil einer Flotte chinesischer Spionageballons, die weltweit im Einsatz seien, behauptete die US-Regierung. China streitet das ab.

Tiktok ist nicht die einzige chinesische Firma, bei der es Sicherheitsbedenken gibt. Auch der chinesische Hersteller von Kommunikationstechnologie Huawei wird von den USA als Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen. Die großen Mobilfunkbetreiber müssen die billige Technologie des Konzerns deshalb meiden. Sorgen um den Datenschutz werden auch hinsichtlich anderer chinesischer Technologieunternehmen, wie beispielsweise dem Drohnenhersteller DJI, immer wieder laut.

Auch bei Gesetzgebern in den USA wird der Ton gegenüber China zunehmend schärfer. Das seit Januar von Republikanern dominierte Repräsentantenhaus erwägt ein Gesetz, das die Nutzung von Tiktok auch in der Bevölkerung verbieten würde. Im Senat haben Vertreter beider Parteien einen Gesetzesentwurf eingebracht, der es Bundesbehörden verbieten würde, kommerzielle chinesische Drohnen zu erwerben.

Diese Geräte werden durch das Smartphone abgelöst

Zum Start des Mobile World Kongresses in Barcelona hat Bitkom die Ergebnisse einer Umfrage zur Nutzung des Smartphones veröffentlicht.Telefonisch befragt wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 780 Nutzer von Smartphones. Von den Teilnehmern wollte der Verband wissen, welche Geräte in den nächsten zehn Jahren durch das Smartphone ersetzt werden.

Festnetztelefon, Uhr und Kamera – diese Funktionen hat das Smartphone schon weitgehend übernommen. Doch welche weiteren Geräte könnten durch das Smartphone bald obsolet werden? Folgende Funktionen des Smartphones erfreuen sich schon heute großer Beliebtheit bei den Nutzern:

60 Prozent der Smartphone-User haben keinen Wecker mehr

54 Prozent verzichten komplett auf einen Fotoapparat

44 Prozent brauchen keine Video-Kamera mehr

40 Prozent kommen ohne Festnetztelefon aus

31 Prozent der Smartphone-Nutzer haben ihr Navigationsgerät “entsorgt”

30 Prozent ihre Taschenlampe

23 Prozent der Smartphone-Nutzer hören nur noch darüber Radio

19 Prozent haben keine Armbanduhr mehr

18 Prozent nutzen ausschließlich ihr Mobiltelefon zum Kauf von Fahrscheinen im Nah- und Fernverkehr

sieben Prozent haben ihr Smartphone zur TV-Fernbedienung “umfunktioniert”

vier Prozent setzen ihr Mobilfunkgerät als Babyfon ein

Die große Mehrheit (91 Prozent) der von Bitkom Befragten ist überzeugt, dass die Bedeutung des Smartphones weiter zunehmen wird. Ein Drittel (33 Prozent) glaubt, dass Smartphones künftig durch Datenbrillen oder Smartwatches ersetzt werden. 29 Prozent sind sogar der Meinung, dass es in zehn Jahren überhaupt keine Smartphones mehr geben wird. Dass Smartphones eines Tages durch im Körper implantierte Chips ersetzt werden, glauben allerdings nur zwei Prozent der Befragten.

“Das Smartphone hat sich zum Allround-Talent entwickelt und wird im Alltag künftig noch mehr Aufgaben übernehmen. Wichtig ist, dass die durch das Smartphone ersetzten Geräte nicht zu Hause liegen gelassen, sondern weitergegeben, gespendet oder verwertet werden”, sagt Bitkom-Geschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Streit um ein neues Handynetz

Drei Handynetze gibt es bisher in Deutschland, ein viertes soll hinzukommen. Das könnte den Wettbewerb ankurbeln und gut sein für Verbraucher. Bis es so weit ist, dauert es aber noch – und zwar länger als gedacht.

Beim Bau des vierten deutschen Handynetzes droht eine juristische Schlammschlacht. Der designierte Netzbetreiber 1&1 warf dem Konkurrenten Vodafone eine Behinderung des Ausbaus vor und kündigte eine Beschwerde beim Bundeskartellamt an. Vodafone wiederum wies die Vorwürfe am Freitag “entschieden zurück” und teilte mit, dass man “die Anschuldigungen von 1&1 mit Verwunderung zur Kenntnis genommen” habe.

Anlass des Streits sind erhebliche Verzögerungen beim Ausbau des neuen Netzes und drohende Bußgelder. Der mobile Empfang von 1&1 sollte ursprünglich Ende 2022 starten, nun peilen sie Sommer 2023 an – und auch das könnte sich noch nach hinten verschieben. In einer Mitteilung von 1&1 vom Donnerstagabend hieß es, es könnte “geringfügige Verzögerungen” geben.

Eine zentrale Rolle in dem Streit hat die Düsseldorfer Firma Vantage Towers. Die baut Funktürme, die von verschiedenen Netzbetreibern genutzt werden. Von 1&1 bekam Vantage Ende 2021 den Auftrag für einen Großteil der Standorte, die der Neueinsteiger aus Montabaur für sein Netz braucht. Der Großauftrag über die Mitnutzung von 3.800 Dach- und Maststandorte bis Ende 2025 und die Option auf eine Erweiterung um 5.000 Extra-Standorten sorgte damals für Stirnrunzeln in der Telekommunikationsbranche. Denn Vantage ist eine Tochter von Vodafone, also von einem Wettbewerber von 1&1. Hilft Vantage mit so einem Vertrag nicht einem Neueinsteiger auf die Beine, welcher der Konzernmutter Vodafone künftig das Leben schwer machen konnte?

Stand heute sieht es danach nicht aus. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn Vantage baute im vergangenen Jahr viel weniger Masten für 1&1 als vertraglich vereinbart. Eine staatliche Ausbaupflicht sah vor, dass 1&1 Ende 2022 mindestens 1.000 5G-Standorte betreiben muss. Zwei Drittel davon sollte Vantage stemmen. Allerdings kam es “überraschenderweise” zu Lieferproblemen beim wichtigsten Ausbaupartner, wie 1&1 schon im vergangenen Herbst mitteilte. Nur spärliche fünf Standorte konnte 1&1 bis zum Jahresende aktivieren, ein Teil davon stammt von Vantage.

Mit den wenigen Standorten betreibt 1&1 sogar ein Netz, dies aber nur in einer sehr abgespeckten Version für ein Festnetz-Ersatzprodukt für die eigenen vier Wände von Kunden. Handynutzer, die unterwegs sind und an den Antennen vorbeikommen, haben keine Verbindung. Der Startschuss für mobilen Empfang – und damit für das eigentliche Handynetz – kommt erst noch.

Die Bundesnetzagentur prüft derzeit die Unterlagen zur Erfüllung der Ausbaupflichten, welche die Netzbetreiber Anfang Januar eingereicht haben. Im Falle von 1&1 könnten bis zum 50.000 Euro Bußgeld pro Standort fällig werden – es ist also möglich, dass 1&1 fast 50 Millionen Euro zahlen muss.

Auch vor dem Hintergrund dieses drohenden Bußgeldes und der damit verbundenen negativen Schlagzeilen will 1&1 mit der Beschwerde beim Kartellamt nun deutlich machen, dass die Verzögerung im Wesentlichen am Ausbaupartner Vantage liege, und dessen Mutterkonzern Vodafone dabei eine Rolle spielen könnte.

Das Unternehmen aus Montabaur weist darauf hin, dass der Wettbewerber Vodafone Ende 2022 schon mehr als 1.600 5G-Standorte auf Basis der Infrastruktur von Vantage Towers zur Verfügung hatte. Der Ausbau für 1&1 kam hingegen nicht in die Gänge. Allerdings hinkt der Vergleich, da Vodafone deutlich früher angefangen hatte mit den konkreten Planungen für 5G-Masten und mit dem Bau. Dies wiederum war für einen alten Platzhirschen wie Vodafone auch einfacher als für den Neueinsteiger.

Der Telekommunikationsprofessor Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen wertet es kritisch, dass der Standortausbau von Vantage für Vodafone so viel zügiger vorianging als für den Vodafone-Konkurrenten 1&1. “Ganz von der Hand zu weisen ist der Verdacht der Behinderung nicht”, sagt der Branchenexperte.

Der Vorstoß von 1&1 beim Kartellamt geschehe nun vor dem Hintergrund der drohenden Bußgelder durch die Bundesnetzagentur. “Die Firma muss viele Argumente ziehen, um dem Regulierer zu zeigen, warum der Netzausbau nicht so weit gekommen ist wie versprochen.”

Aber warum hat sich 1&1 überhaupt auf eine Vodafone-Tochterfirma eingelassen? Die Funkturm-Infrastrukturbranche sei ein sehr kleiner Markt, 1&1 hätte auf Vantage Towers praktisch nicht verzichten können, sagt Gerpott. “1&1 hatte keine freie Auswahl.” Der Vertrag zwischen dem Konzern aus Montabaur und dem Infrastrukturanbieter aus Düsseldorf habe zwar eine Nichtdiskriminierungsklausel gehabt, also ein Verbot einer Benachteiligung. “Aber solche Klauseln sind leichter aufgeschrieben als in der Praxis umgesetzt.”

Update für Samsung Galaxy macht Probleme

Ein Update für Samsung-Smartphones bereitet derzeit große Probleme. Nutzer kritisieren eine verschlechterte Akkulaufzeit und verstärkte Hitzeentwicklung.

Anlässlich des neuen Galaxy S23 hat Samsung die Benutzeroberfläche OneUI überarbeitet und rollt die Version 5.1 als Update auch an ältere Geräte aus. Doch das Update bereitet Probleme, wie Sammobile berichtet. Denn laut einigen Galaxy-Besitzern wirkt sich die neue Version negativ auf die Akkulaufzeit aus.

Verkürzte Akkulaufzeit und Hitzeentwicklung
Das Problem scheint vor allem bei Geräten der S22-Reihe aufzutreten, aber auch Besitzer von Smartphones aus der S21-Generation berichten von Problemen. Das liegt wohl daran, dass das Update zuerst an diese Geräte ausgespielt wurde – im Laufe der nächsten Wochen sollen aber noch weitere Geräte aktualisiert werden. Die neue Galaxy-S23-Reihe scheint nicht betroffen zu sein.

So soll nach der Installation des Updates der Akkuverbrauch deutlich angestiegen sein. Woran das genau liegt, ist noch nicht geklärt, ein Nutzer auf Reddit weist aber darauf hin, dass die Samsung-Tastatur nun deutlich mehr Energie verbraucht. Ob dort wirklich das Problem liegt – und wie es sich beheben lässt – ist noch unklar, denn Samsung selbst hat sich noch nicht zu dem Thema geäußert.

Ein Nutzer berichtet sogar, dass sein Gerät seit dem Update deutlich wärmer wird als vorher. Das passiert in der Regel, wenn der Rechenchip des Geräts stark beansprucht wird. Ein Optimierungsfehler ist eine mögliche Erklärung.

Das sollten Galaxy-Nutzer derzeit beachten
Samsung plant, OneUI 5.1 an folgende Geräte auszuspielen:

Galaxy S20-Serie

Galaxy S21

Galaxy S21+

Galaxy S21 Ultra

Galaxy S21 FE

Galaxy S22

Galaxy S22+

Galaxy S22 Ultra

Galaxy Z Flip 5G

Galaxy Z Flip 3

Galaxy Z Flip 4

Galaxy Z Fold 2

Galaxy Z Fold 3

Galaxy Z Fold 4

Wenn Sie eines dieser Geräte besitzen und Ihnen das Update vorgeschlagen wird, empfehlen wir derzeit, erst einmal abzuwarten. Sollte es sich tatsächlich um ein weitreichendes Problem handeln, wird Samsung sicherlich zeitnah reagieren und das Problem mit einem Patch beheben.

Haben Sie OneUI 5.1 bereits installiert, sollten Sie erst mal feststellen, ob Sie auch betroffen sind. Es ist noch nicht klar, ob wirklich alle Geräte betroffen sind. Wenn Ihre Akkulaufzeit seit dem Update tatsächlich nachgelassen hat, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als auf einen raschen Fix vonseiten Samsungs zu warten. Mit der richtigen Software und einiges an Aufwand ist es zwar möglich, die installierte Android-Version zurückzusetzen – dabei werden aber alle Daten von Ihrem Gerät gelöscht.

Android vs. iOS – was ist besser?

Spätestens beim Kauf eines neuen Smartphones stellt sich die Frage: iOS oder Android, was ist besser? Wir vergleichen die mobilen Betriebssysteme und geben die Antwort.

Im Frühjahr 2012 war es zum letzten Mal so weit: Android und iOS hatten weltweit die gleichen Marktanteile, zumindest gemessen am Internetzugang. Ein Viertel aller Nutzer entschied sich damals für die mobile Welt von Apple, ebenso viele setzten auf die Services von Google. Und die anderen 50 Prozent? Sind heute längst vergessen: Mobile Betriebssysteme wie Symbian, Blackberry OS oder Windows Phone nutzt heute kein Mensch mehr.

Trotzdem ist der Markt härter umkämpft denn je: Google und Apple ringen mit jedem neuen Gerät und mit jeder neuen Software-Version erbittert um Nutzer – auch aus dem jeweils anderen Lager. Dabei hat sich Google in den letzten Jahren besser geschlagen: Im Juni 2022 lief laut Statista Android auf rund 73 Prozent aller in Deutschland verkauften Smartphones, Apple brachte es nur noch auf etwa 27 Prozent.

Ist die Frage nach dem besseren Betriebssystem damit etwa schon beantwortet? Keineswegs. Denn obwohl Android immer besser wird und bei den Nutzerzahlen vorne liegt, hat das iOS-Universum viele Features zu bieten, die selbst manchen Google-Fan neidisch machen. Wir stellen Android und iOS gegenüber und küren den Sieger – aber erst nach einem intensiven Schlagabtausch.

Die Hardware: Schick und solide vs. flexibel und vielseitig
Wir fangen mit der Hardware an: Im Android-Universum herrscht da bekanntlich große Vielfalt. Denn es gibt unzählige Smartphone-Hersteller mit einer Reihe an Modellen, die auf dem Markt sind. Größe, Preise, Farben, Designs oder Ausstattung – Android hat hier im Hinblick auf Flexibilität eindeutig die Nase vorn. Das liegt primär daran, dass Google seine Android-Software auch anderen Herstellern von Asus über Samsung bis ZTE zur Verfügung stellt, die eigene Smartphones entwickeln.

Bei Apple sieht es langweiliger aus: Der Konzern aus Cupertino entwickelt sowohl Software als auch Hardware im eigenen Haus, hat aber nur zwei Produktreihen im Portfolio: Die Top-Riege, die aus bis zu vier Modellvarianten besteht sowie die Einsteiger-Reihe “SE”, die etwa alle zwei Jahre erscheint. Die Geräte erhalten natürlich mit jeder neuen Generation auch neue Features und Funktionen, auch wenn diese oft kein Upgrade wert sind – etwa vom iPhone 13 auf iPhone 14. Besonders spannend gestaltet sich die begrenzte Auswahl also nicht.

In Bezug auf Leistung und Funktionalität kann man die Top-Modelle auf beiden Seiten gut vergleichen, sie liegen beinahe gleich auf. Apple hat die Nase im Hardware-Bereich aber vorn, für etwas höhere Preise gibt es da in der Regel auch mehr Leistung. Dafür stehen in der Android-Welt viele preiswerte Modelle für den kleinen Geldbeutel zur Verfügung. Kunden mit knappem Budget haben bei Apple eher das Nachsehen. Dafür sind iOS-Geräte qualitativ einwandfrei, sie sind oft hochwertiger und besser verarbeitet.

Sie sehen schon: Bezüglich Hardware ist es zwischen Android und iOS ein echtes Hin und Her. Jeder Anbieter hat individuelle Stärken und Schwächen. Im direkten Duell würden wir aber Apple zum knappen Sieger küren: Die hohe Produktqualität, der zuverlässige Betrieb und der hohe Wiederverkaufswert von iOS-Geräten wiegt unserer Meinung nach etwas schwerer als die Vielfalt von Preisen und Modellen bei Android.

Kompatibilität: Apple im binären Modus
Keine Frage: Bei Apple muss man die nahtlose Integration ins engmaschige Ökosystem anerkennen, iOS-Geräte arbeiten tadellos zusammen. Ob HomeKit, AirPlay oder iCloud: Im Apple-Universum ist alles fest verzahnt, auch Laien-Nutzer können sich auf umfangreiche und problemlose Interaktion verlassen. Das ist aber ein zweischneidiges Schwert: Denn jenseits von Apples “Walled Garden”, wird Kompatibilität schnell zum Fremdwort. Dahinter steht Apples Philosophie, Nutzer eigener Geräte dazu bewegen zu wollen, möglichst umfassend auf Apple-Technik zu setzen. Der geschmeidigen Funktionsweise innerhalb der iOS-Welt stehen also holprige Wege gegenüber, wenn man solche Pfade verlässt.

Bei Android muss man zwar oft noch etwas tüfteln, um Geräte zusammenarbeiten zu lassen – es findet sich aber eigentlich immer eine Lösung. Ob Fernbedienungen für den Video-Player am PC, Widgets für Musik-Player im WLAN oder Apps, die auch mit Windows kompatibel sind: Android machts möglich. Sie können auch Ihr Android-Handy mit Ihrem Windows-PC so verknüpfen, dass Sie die vom Rechner aus bedienen können. Oder Sie schließen bestimmte Android-Handys wie die von Samsung direkt an einen Monitor an und erhalten eine spezielle Desktop-Ansicht.

Dazu kommt der Vorsprung bezüglich App-Auswahl: Mit Stand Oktober 2022 stehen laut Statista in Googles Play Store rund 2,7 Millionen Apps zum Download bereit. Apple selbst gibt an, dass der eigene App-Store rund 1,8 Millionen Apps enthält. Natürlich wird man nicht alle Anwendungen ausprobieren können. Die Chance, dass man eine passende App für eigene Vorhaben findet, ist bei Google trotzdem größer.

Diese Runde geht Android: Da klappt zwar nicht immer alles auf Anhieb, Nutzer haben aber mehr Freiheiten, sich auszutoben und finden Lösungen auch jenseits der Android-Welt. Das Ganz-oder-gar-nicht-Prinzip von Apple kann da nicht mithalten.

Sicherheit: Android oft Ziel von Malware
Das wird ein kurzes Duell: In Sachen Sicherheit kann Android Apples iOS nicht das Wasser reichen. Die meiste Malware wird auch heute noch für Android-Systeme “entwickelt”, bei iOS geht es vergleichsweise ruhig zu. Apple Chef Tim Cook hat dazu bei einer Viva Tech-Konferenz klare Worte gefunden: Android werde von 47-Mal mehr Malware bedroht, als Apples iOS. Das deckt sich ziemlich genau mit einer Meldung von Panda Security.

Zum einen ist Android für Angreifer schon deswegen ein beliebteres Ziel, weil es mehr Nutzer hat. Das Problem besteht auch darin, dass man Android-Apps von vielen verschiedenen Portalen aus herunterladen kann. Bei iOS gibt es dagegen nur eine Anlaufstelle: Apples App Store. Und der wird akribisch kontrolliert.

Es gibt seitens Apple aber auch eine bessere Betreuung für alte Geräte. Die verlieren zwar irgendwann auch die schützende Hand neuer Software-Updates – aber in der Regel deutlich später, als dies bei Android der Fall ist. Beispiel iPhone 5S: Das Gerät aus dem Jahr 2013 hat erst dieses Jahr noch einmal Software-Nachschub bekommen: iOS 12.5.6 sorgt auf den betagten Geräten für moderne Sicherheit.

Android-Nutzer können von solchem Service nur träumen: Mit Stand von Julli 2022 liefen auf als 10,74 Prozent der Android-Geräte noch das alte Android 9 (Pie), gefolgt von 8,21 Prozent mit Android 8 (Oreo) und noch 4,04 Prozent schleppen sich mit Android 7 (Nougat) durch den Tag.

So fällt die Entscheidung leicht: iOS gewinnt diese Runde. Was Sicherheit und die Verfügbarkeit von aktuellen Betriebssystemen angeht, verweist iOS das an seiner Vielfalt leidende Android auf einen klaren zweiten Platz.

Gaming: Apple ist Leistungssieger – aber reicht das?
Ein wichtiges Kriterium: Smartphones sind die führenden Geräte, wenn es um mobiles Gaming geht. Kein Wunder, denn Handys haben heute leistungsfähige Prozessoren an Bord und sind immer griffbereit. Während wir weder im Play Store noch im App Store einen Mangel an Spielen beklagen können, gestaltet sich die Gaming-Erfahrung beider Systeme doch sehr unterschiedlich. Gehen wir mal ins Detail.

Verfügbarkeit: Zwar gibt es für iOS nicht unbedingt mehr Spiele als für Android, brandneue Titel stehen aber oft erst einmal Apple-Nutzern zu Verfügung. Erst mit Verspätung halten sie Einzug im Play Store. Das geht vor allem darauf zurück, dass es Programmierer bei Apple leichter haben. Denn dort muss man sich mit nicht mit so vielen unterschiedlichen Modellen, Geräten und Software-Versionen herumschlagen. Auch der Umstand, dass der Geldbeutel von Nutzern im App Store etwas lockerer sitzt als im Play Store (wo Gratis-Apps zur Tagesordnung gehören) mag eine Rolle spielen. Hier läuft Apple Android also den Rang ab.

Leistung und Qualität: Das neue iPhone 14 Pro erzielt im AnTuTu-Benchmark einen Rekordwert von 978.147 Punkten, dafür ist hauptsächlich der neue A16 Bionic-Chip verantwortlich. Das neue Rennpferd aus Cupertino lässt damit auch Samsungs Flaggschiff, das Galaxy S22 Ultra weit hinter sich, es kommt nur auf 896.058 Punkte. Zugegeben, bei solchen Leistungsreserven läuft jedes Spiel absolut geschmeidig. An der reinen Rechenleistung gemessen, hat iOS hier aber die Nase vorn. Auch wenn man sich die durchschnittliche Geräteleistung ansieht, ist iOS der Sieger. Denn im Android-Universum kommen noch mehr Geräte mit vergleichsweise schwacher Rechenleistung zum Einsatz.

Batterie und Speicherplatz: Ganz klar: Wenn die Batterie schwächelt oder wenn der Speicherplatz für neue Spiele fehlt, dann bringt die beste Rechenleistung nichts. Weil aber sowohl Android- als auch iOS-Geräte mittlerweile über üppigen Speicher verfügen, kräftige Batterien an Bord haben und sich schnell aufladen lassen, geht diese Runde unentschiedene aus.

Zubehör und Extras: Hier sehen wir einen klaren Vorteil für Android. Einerseits gibt es da richtig gute Gaming-Smartphones, während Apple solche Gadgets immer noch nicht anbieten will. Gleichzeitig steht für Android-Geräte umfangreiches Gaming-Zubehör zur Verfügung, um beim Daddeln noch tiefer im Spiel zu versinken. Gute Game-Controller gibt es aber für beide Systeme. Trotzdem gibt es einen klaren Sieger: Mit seinem Angebot an Gaming-Smartphones und solidem Zubehör geht diese Runde punkte mäßig an Android.

Fazit Gaming

Apple macht das Rennen. Zwar haben Android-Nutzer mal wieder eine größere Auswahl an Zubehör und an mobilen Spielen insgesamt. Am iPhone stehen uns Neuheiten aber früher zur Verfügung und sehen dank besserer Rechenleistung auch schöner aus. Dazu kommt der starke Support: Auch ältere iPhones werden von Apple noch für lange Zeit mit Updates auf der Höhe der Zeit gehalten.

Privatsphäre – Ein klarer Sieger
Hier müssen wir nicht viel schreiben, denn Googles Geschäftsmodell lässt sich mit gutem Datenschutz mehr schlecht als recht vereinbaren: Die Verarbeitung von Nutzerdaten ist hier quasi das Kerngeschäft. Zwar haben Nutzer auch auf Android-Geräten viele Möglichkeiten, eigene Daten zu schützen, das wird einem aber nicht immer leicht gemacht. Ganz anders gestaltet sich das bei Apple, denn der Konzern ist als solcher gar nicht im Werbe-Business tätig und hat dafür auch kein Geschäftsmodell aufgebaut. Auf iOS-Geräten finden sich deswegen immer mehr und bessere Funktionen zum Schutz der Privatsphäre als bei Android. Klarer Sieger beim Datenschutz: iOS

Kosten: Android ist günstiger, aber …
Wer preiswerte Smartphones sucht, der ist bei Android meistens besser aufgehoben. Während das neue iPhone 14 Pro aktuell mit rund 1.300 Euro zu Buche schlägt, gibt es Samsungs Galaxy S22 Ultra schon für deutlich unter 1.000 Euro, das Xiaomi 12 Pro geht für knapp 900 Euro über die Ladentheke. Dazu kommen die etwas höheren Preise für Apps bei Apple.

iPhones können ihren Wert aber besser halten als Android-Geräte. Gute Verarbeitung, eine stabile und langfristig hohe Performance sowie starker Kundensupport sind dafür verantwortlich. So verlieren iPhones über die Jahre deutlich weniger an Wert als vergleichbare Android-Geräte.

Laut einer Studie des US-Verkaufsdienstleister BankMyCell geht es dabei auch nicht um kleines Geld. Das Unternehmen hatte für das Jahr 2020 untersucht, wie hoch der Wertverlust verschiedener Smartphones innerhalb eines Jahres ausfällt. Das deutliche Ergebnis: Android-Geräte im High-End-Bereich büßten im Schnitt über 33 Prozent ihres Wertes ein, iPhones konnten sich mit einem Verlust von knapp 17 Prozent doppelt so gut behaupten.

Trotzdem: Wer Geld sparen möchte und auf ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis setzt, der ist mit Android besser beraten als mit iOS.

Virtuelles Helferlein: Siri vs. Google Assistant
Bringt das “Smart” ins Smartphone: Die virtuelle Assistenz wird bei mobilen Geräten immer wichtiger – und leistungsfähiger. Sprachbefehle sind intuitiv und effizient, sie werden in kommenden Betriebssystemen noch größere Rollen spielen, sowohl bei Android als auch bei iOS. Aktuell (und vermutlich auf absehbare Zeit) hat Google hier aber die Nase vorn. Denn der Google Assistent weiß alles, was Google weiß – und das ist bekanntlich eine ganze Menge.

Der Sprachassistent erhält bei Google immer mehr Kompetenzen und Schnittstellen zu anderen Diensten, von manchem Komfort kann man da am iPhone nur träumen. Der Assistant kennt etwa Tickets und Reisezeiten aus dem eigenen Postfach oder im eigenen Kalender. Wird hohes Verkehrsaufkommen erwartet, kann uns der Helfer von Google sogar ermahnen, früher zu einem vermerkten Termin aufzubrechen.

Über die Google-App ist der Assistant mittlerweile zwar auch am iPhone verfügbar, seine ganze Kraft entfaltet er aber erst im Zwischenspiel mit anderen Google-Services.

Damit geht diese Partie an Google: Der Assistent gewinnt gegen Siri.

Fazit
Eine pauschale Aussage darüber, welches Betriebssystem das bessere ist, lässt sich nach diesem Schlagabtausch auf Augenhöhe nur schwer treffen – denn sowohl Android als auch iOS spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen aus. Apple-Geräte sind in aller Regel wertiger verarbeitet, punkten mit überlegener Hardware und können besser weiterverkauft werden.

Android-Smartphones zeigen sich dafür flexibler, arbeiten auch mit fremden Plattformen gut zusammen und bieten viel mehr Auswahl: Es gibt tausende Modelle und Marken, faltbare Smartphones, Gaming-Geräte und jede Menge Gadgets – aber auch wesentlich mehr Malware. Und auch beim Schutz der Privatsphäre müssen Android-Nutzer oft neidisch ins iOS-Universum schielen. Dafür schlägt der Google Assistant die Helferin Siri beim Intelligenztest.

Einen Sieger in diesem Wettkampf kann so nur der individuelle Kunde küren. Jeder muss für sich entscheiden, auf welche Stärken er im Alltag Wert legt und welche Schwächen der Betriebssysteme er verschmerzen kann. Spielt das Budget keine große Rolle und hat man schon viel Apple-Tech zu Hause, ist das iPhone eine gute Wahl. Wer flexibel bleiben möchte, individuelle Nutzererfahrungen bevorzugt und die Fähigkeiten des raffinierten Google Assistant zu schätzen weiß, der sollte sich nach einem Android-Gerät umsehen.