iPhone 12 erscheint später: Apple ringt mit dem Release-Datum

Im September gibt es neue iPhones – das galt für vergangene Jahre. Das iPhone 12 soll Zulieferern zufolge deutlich später erscheinen. Corona macht Apple einen Strich durch den pünktlichen 2020-Release.

Reisebeschränkungen verhindern im Jahr 2020, dass Apple-Ingenieure wie gewohnt an Prototypen des iPhone 12 arbeiten können. Die gesamte Lieferkette ist terminlich durcheinander geraten.

Dass es beim Release des iPhone 12 zu Verzögerungen kommen könnte, wurde schon länger diskutiert. Analysten sprachen dabei meistens davon, dass ein Modell der vier Apple-Neuheiten später, vermutlich im Oktober, auf den Markt kommen werde.

iPhone 12 Release Ende Oktober, 5G-Versionen noch später

Das japanische Apple-Magazin Mac Otakara – oft, aber nicht immer zuverlässig in derartigen Aussagen, will jetzt von Zulieferern aus China erfahren haben, dass von den Release-Verzögerungen alle Apple-Neuheiten betroffen sind.

Laut dem Magazin erscheinen alle vier Varianten des iPhone 12 Ende Oktober 2020. Das gelte für die reinen LTE-Varianten des neuen iPhones. Die 5G-Versionen kommen laut Bericht sogar erst im November 2020 auf den Markt.

Virtuelle Keynote im September?

Ob Apple dennoch am anvisierten Keynote-Termin festhält, ist spekulativ, aber gut möglich. So könnte der Hersteller aus Cupertino wie gewohnt Mitte September zu einer – wahrscheinlich rein virtuellen – Keynote einladen und die Modelle vorstellen.

In den vergangenen Jahren stellte Apple auf der “iPhone-Keynote” stets auch die neue Version der Apple Watch vor. In diesem Jahr rechnen wir mit der Apple Watch 6. Ob die Corona-Pandemie auch Einfluss auf den Release der Smartwatch hat, thematisiert der Bericht nicht. Generell ist es verdächtig still um die Apple Watch Series 6 geworden.

iPhone 12 Pro Renderings

Dem aktuellen Stand der Gerüchte zufolge hat Apple vier iPhone 12-Varianten mit Displaydiagonalen von 5,4, 6,1 und 6,7 Zoll mit den Bezeichnungen iPhone 12, iPhone 12 Max, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max im Köcher. Über alle iPhone 12-Gerüchte halten wir euch im verlinkten Artikel auf dem Laufenden.

Samsung Odyssey G9: Monitor wird wegen Problem vorerst nicht mehr verkauft

Die schlechte Verfügbarkeit des neuen Monitor-Flaggschiffs Odyssey G9 von Samsung hat ihren Grund. Der Hersteller erklärte auf Nachfrage, dass noch nicht ausgelieferte Geräte einer erneuten Qualitätsprüfung unterzogen werden. Ein Händler spricht von einem potenziellen Problem, weshalb der Verkauf zunächst gestoppt wird.

US-Händler berichtet über potenzielles Problem

Unter anderem auf Reddit ist in der Antwort eines US-Händlers auf die Nachfrage eines Kunden zu lesen, dass Samsung den Shop über ein potenzielles Problem mit dem Produkt informiert und empfohlen habe, diesen zunächst nicht zu verkaufen. In den Kommentaren finden sich Hinweise, dass auch bei anderen Shops in Nordamerika der Verkauf des Monitors vorerst ruht.

Stellungnahme von Samsung

Auch in Deutschland ist der Monitor aktuell nicht erhältlich, aber zumindest noch vorbestellbar. Auf Nachfrage erhielt die Redaktion eine Stellungnahme, in der es heißt, dass seit gestern alle noch nicht ausgelieferten Odyssey G9 einer „erneuten Qualitätsprüfung unterzogen werden“, was die Engpässe im Handel erklärt. Der Marktstart war allerdings auch erst für Mitte Juli anvisiert worden.

Um die optimale Leistungsfähigkeit der Samsung Odyssey G9 Monitore sicherzustellen, hat Samsung den Produktionsprozess angepasst. Alle noch nicht ausgelieferten Geräte werden seit dem 15. Juli einer erneuten Qualitätsprüfung unterzogen, was zu einer verzögerten Verfügbarkeit führen kann.

Samsung

Welche Qualitätsmängel potenziell bestehen und eine Anpassung der Produktion erfordern, verrät Samsung allerdings nicht. Auf Reddit wird auf Berichte aus Korea hingewiesen, die laut maschineller Übersetzung von unerwünschtem Lichtaustritt am Bildschirmrand aufgrund einer defekten Blende sprechen. Wenn nähere Informationen vorliegen, wird der Artikel aktualisiert.

Gigabyte GA-IMB410TN: 3× HDMI und 2× Gigabit-LAN auf flacher Mini-ITX-Platine

Besonders flache und zugleich platzsparende PC-Systeme auf Basis von Comet Lake-S soll das von Gigabyte neu ins Sortiment aufgenommene Mainboard im Formfaktor Thin-Mini-ITX ermöglichen. Die H410-Platine GA-IMB410TN verfügt über gleich drei HDMI-Ausgänge, zweimal Gigabit-LAN und einen M.2-Slot für PCIe-SSDs mit 80 mm Länge.

Für CPUs der Comet-Lake-S-Familie bis 65 Watt

Nach ECS mit dem Thin-Mini-ITX-Mainboard H410H6-TI2 und ASRock mit dem H410TM-ITX hat nun auch Gigabyte mit dem LGA-1200-Mainboard GA-IMB410TN einen besonders flachen und kleinen Einsteiger-Unterbau mit dem H410-Chipsatz für Intels 10. Generation Core-Prozessoren enthüllt. Ähnlich den beiden Comet-Lake-Platinen der Konkurrenz konzipiert, nimmt auch das Gigabyte GA-IMB410TN die für Mini-ITX typische Fläche von 170 × 170 mm ein und fällt ansonsten vor allem durch eine flache Silhouette auf.

Neben dem niedrigen Chipsatzkühler und der verschlankten Anschlussleiste, sind allen voran die RAM-Bänke durch die Nutzung von SO-DIMM-Slots aus dem Notebook-Segment für besonders niedrige PC-Systeme konzipiert. Die Gesamthöhe fällt somit niedriger als bei gewöhnlichen Desktop-Systemen aus. Die Energiezufuhr erfolgt wie in der Produktkategorie üblich über ein vom Notebook bekanntes externes 19-Volt-Netzteil, dennoch verbaut Gigabyte auf dem GA-IMB410TN zusätzlich einen gewöhnlichen 4-PIN-ATX-Stecker für eine alternative 12/24-Volt-Speisung.

SO-DIMM-RAM bis 2.933 MHz wird unterstützt

Das Thin-Mini-ITX-Mainboard Gigabyte GA-IMB410TN unterstützt über die CPU-Aufnahme LGA 1200 gesockelte Comet Lake-S-Prozessoren von Intel mit einer maximalen TDP von 65 Watt, was die Wahl einschränkt. Arbeitsspeicher im Formfaktor SO-DIMM wird bis zu einer Geschwindigkeit von 2.933 MHz offiziell unterstützt. Die Gesamtkapazität der beiden möglichen Module darf bis 32 GB betragen.

Dreimal HDMI und zwei LAN-Ports geboten

Zur besonderen Ausstattung des Gigabyte GA-IMB410TN zählen unter anderem zwei RJ45-Anschlüsse für Gigabit-LAN, die über NICs von Intel (1× I211AT, 1× I219V) realisiert sind und ein Audiochip (ALC887) aus dem Budget-Segment von Realtek. Über insgesamt drei HDMI-Ausgänge an der Slotblende, grenzt sich das Thin-Mini-ITX-Modell von der Masse ab. Einer bietet sogar die Unterstützung des Standard 2.0 mit einer maximalen Auflösung von 4.096 × 2.160 Pixeln bei maximal 60 Hz, während die übrigen zwei nur nach der HDMI-1.4a-Spezifikation Bilder maximal mit 30 Hz bei 4K-Auflösung an Bildschirme übertragen können. Als interne Header sind noch zwei RS-232-Schnittstellen vorhanden. Zudem liefert das Mainboard einen COM-Port.

Neben M.2-2280 und -2230 auch Mini-PCIe (mSATA)

Das GA-IMB410TN verfügt bedingt durch die Einschränkungen des Chipsatzes und der kompakten Bauart beispielsweise über nur einen M.2-Slot in dem NVMe- oder SATA-Laufwerke mit einer Standard-Länge von 80 mm (M.2 2280) verbaut werden dürfen. Zusätzlich wird – trotz der beengten Platzverhältnisse – ein M.2-Slot (M.2 2230) für WLAN-Karten mit einer Länge von 30 mm und eine Mini-PCIe-Aufnahme (mSATA) geboten. Zwei SATA-3.0-Ports stehen für weitere Massenspeicher parat. Eine dem Formfaktor entsprechende PCIe-x16-Aufnahme für Erweiterungskarten ist über die maximal mögliche Anzahl Lanes angebunden. Für externe Peripherie sind laut Datenblatt am I/O-Panel vier USB-3.1-Gen1-Ports (vormals USB 3.0) mit maximalen Datenraten von je 5 Gbit/s vorhanden. Über zwei interne Header lassen sich weitere vier USB-2.0-Anschlüsse (480 Mbit/s) realisieren.

Verfügbarkeit und Preis noch unbekannt

Gigabyte hat bislang nicht bekannt gegeben, wann und zu welchem Preis das GA-IMB410TN als ausgefallene Speziallösung den Einzelhandel erreichen soll. Die noch aktuelle Baureihe der Thin-Mini-ITX-Platinen, die mit dem Sockel LGA 1151 v2 und dem H310-Chipsatz zu Intel-CPUs der Generation Coffee Lake (Refresh) kompatibel ist, bieten beispielsweise Asus und Gigabyte aktuell im Preisbereich um 100 Euro an.

Whatsapp: Verstecktes Feature enthüllt, mit wem Sie am meisten chatten

WhatsApp ist der meistgenutzte Messengerdienst der Welt. Täglich werden unzählige Nachrichten versendet und empfangen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach selbst herausfinden, wie viele Nachrichten Sie jemals verschickt und erhalten haben – und von wem.

WhatsApp hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer und gilt damit als der am weitesten verbreitete Messenger-Dienst. Viele Funktionen des zu Facebook gehörenden Diensts sind aber nach wie vor nicht allen Nutzern bekannt – dabei liefern sie spannende Informationen zu unserem Nutzungsverhalten.

Mit wenigen Klicks erfahren Sie etwa, wieviele Nachrichten Sie seit dem Download der App sowohl verschickt, als auch erhalten haben. So geht’s:

Als Android-Nutzer öffnen Sie zunächst den Messengerdienst auf Ihrem Smartphone. Oben rechts finden Sie drei Punkte, die das Menü darstellen. Hier wählen Sie die Option „Einstellungen“ aus und tippen erst auf „Datennutzung“, dann auf „Netzwerk-Nutzung“. Nun erfahren Sie die Anzahl Ihrer verschickten und empfangenen Nachrichten.

Besitzer eines iPhone finden Ihre persönlichen Nutzungsdaten, indem Sie bei WhatsApp die „Einstellungen“ aufrufen, die sie unten rechts finden. Anschließend wählen Sie „Daten- und Speichernutzung“. Unter dem Punkt „Netzwerk-Nutzung“ können die iOs-Nutzer einsehen, wie intensiv der Messenger-Dienst bisher genutzt wurde.

Auf WhatsApp versendete Sprachnachrichten, Fotos und Standorte in Zahlen

Über die WhatsApp Einstellungen erfahren Sie außerdem den genauen Datenaustausch mit einzelnen Kontakten. Wenn Sie beispielweise wissen möchten, wieviele Sprachnachrichten Sie schon an den besten Freund oder die beste Freundin verschickt haben, rufen Sie ebenfalls unter „Daten- und Speichernutzung“ unter den Einstellungen in der App die ganz untenstehende Option „Speichernutzung“ auf.

Hier sehen Sie eine Auflistung aller Chatkontakte. Die Kontakte sind so angeordnet, dass diejenigen, mit denen Sie die größte Menge an Datenvolumen ausgetauscht haben, oben gelistet sind. Wählen Sie eine Person oder eine Gruppe aus, sehen Sie die genaue Anzahl der versendeten Text- und Sprachnachrichten, Fotos und auch GIFs an den jeweiligen Kontakt.

Outlook unter Windows stürzt direkt ab

Ihr seid für die IT zuständig oder einfach nur Nutzer? Ihr habt es mit dem Client von Outlook unter Windows (Outlook365 oder Outlook 16) zu tun? Dann könntet ihr ein haariges Problem zur Stunde haben.

Outlook stürzt sang- und klanglos ab. Ihr seid also auf keinen Fall alleine, Microsoft ist sogar schon am Ball. Man untersuche, ob ein kürzlich bereitgestelltes Update die Ursache für dieses Problem sein könnte. Um dieses Problem zu umgehen, können Benutzer Outlook im Web oder auf ihren mobilen Clients verwenden.

Falls das nicht infrage kommt, dann versucht es vielleicht mal mit einem Workaround, der zumindest bei unserem Leser Conrad temporär hilft. Rollback per „officec2rclient.exe /update user

updatetoversion=16.0.12827.20470“ könnte Abhilfe schaffen. Probiert das gerne aus. Alternativ gibt es ein paar Threads bei Reddit.

Apple iOS 13.6 und iPadOS 13.6 veröffentlicht

Apple hat heute die finale Version von iOS 13.6 veröffentlicht. iOS 13.6 kommt für die iPhones über die Update-Funktion, während die iPads eben iPadOS in Version 13.6 bekommen. In den USA hat es noch zahlreiche Neuerungen im Bereich von Apple News gegeben, das ist hierzulande natürlich derzeit irrelevant, da nicht in dieser Form vorhanden. Eine weitere Neuerung von iOS 13.6 ist die Einführung von CarKey. Sollte euer Auto digitale Autoschlüssel unterstützen, könnt ihr also bald die Wallet-App zum Hinterlegen dieser benutzen. Dazu muss der Hersteller jedoch eine Seite bereitstellen, die den entsprechenden Pass generiert oder dem Auto einen QR-Code zum Koppeln des iPhones mit dem Auto beilegen. Die Schlüssel können dann mit Familienmitgliedern geteilt oder per iMessage an Freunde versandt werden.

Digitale Autoschlüssel

• Aufschließen, Abschließen und Starten kompatibler Fahrzeuge mit deinem iPhone

• Sicheres Entfernen digitaler Autoschlüssel von verlorenen Geräten über iCloud

• Einfaches Teilen digitaler Schlüssel über iMessage

• Fahrerspezifische Profile zur Konfiguration geteilter Schlüssel für Vollzugriff oder eingeschränktes Fahren

• Stromreserve zum Aufsperren und Starten deines Fahrzeugs bis zu fünf Stunden, nachdem das iPhone keinen Strom mehr hat

Health

• Neue Kategorie für Symptome in der App „Health“, einschließlich der von „Zyklusprotokoll“ und „EKG“ protokollierten Symptome

• Möglichkeit zum Protokollieren und Teilen von Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und Husten mit Apps von Drittanbietern

Dieses Update enthält zudem Fehlerbehebungen und andere Verbesserungen.

• Eine neue Einstellung ermöglicht automatische Downloads auf das Gerät, wenn eine WLAN-Verbindung besteht

• Korrektur eines Problems, bei dem Apps beim Synchronisieren von Daten mit iCloud Drive möglicherweise nicht mehr reagieren

• Behebung eines Problems, bei dem Datenroaming auf der eSIM deaktiviert zu sein scheint, obwohl es aktiv geblieben ist

• Behebung eines Problems, bei dem Anrufe aus Saskatchewan (Kanada) scheinbar in den USA getätigt werden

• Korrektur eines Problems, bei dem Audio unterbrochen werden kann, wenn Anrufe als WLAN-Anrufe getätigt werden

• Behebung eines Problems, durch das einige iPhone 6S- and iPhone SE-Geräte nicht für WLAN-Anrufe registriert werden können

• Lösung eines Problems, bei dem bei der Verbindung mit bestimmten Hardware-Tastaturen von Drittanbietern unerwartet die Software-Tastatur angezeigt wird

• Behebung eines Problems, bei dem japanische Hardware-Tastaturen fälschlich als US-Tastaturen zugeordnet werden

• Korrektur von Stabilitätsproblemen beim Zugriff auf das Kontrollzentrum, wenn AssistiveTouch aktiviert ist

• Eine Funktion für Administratoren, mit der die angegebenen Domains bei immer eingeschalteten VPN-Verbindungen vom Netzwerkverkehr ausgeschlossen werden können

Lenovo ThinkStation P620: Mit Threadripper Pro ein neuer Maßstab für 1P-Workstations

In enger Kooperation mit AMD stellt Lenovo eine neue Workstation-Serie vor, die zugleich die exklusive Premiere für eine neue CPU-Familie darstellt: Die Lenovo ThinkStation P620 ist mit den neuen Ryzen Threadripper Pro bestückt, die ähnlich üppige Ausstattung wie bei AMD Epyc in das professionelle Workstation-Segment bringen.

ThinkStation P620 als High-End-1P-System mit PCIe 4.0

Im ThinkStation-Portfolio von Lenovo platziert sich die neue P620 (Codename „Project Stealth“) an der Spitze der 1-Sockel-Systeme (1P). Mit der neuen Plattform um Ryzen Threadripper Pro wird eine Leistung und Ausstattung geboten, die mit manchem 2-Sockel-System (2P) mithalten kann. Bis zu 64 CPU-Kerne und 128 Threads treffen auf acht Speicherkanäle für bis zu 2 TB DDR4-3200-Arbeitsspeicher. Bei der P620 sollen maximal 1 TB RAM möglich sein. In den PCIe-4.0-x16-Slots des Mainboards kommen bis zu zwei Profigrafikkarten vom Typ Nvidia Quadro RTX 8000 oder vier Quadro RTX 4000 zum Einsatz; professionelle Radeon-Grafikkarten von AMD stehen nicht zur Wahl.

Bei der Kühlung des Prozessors mit immerhin 280 Watt TDP spricht Lenovo von einer „einzigartigen luftgekühlten Lösung“ sowie einem „maßgeschneiderten Kühlkörper“, der zusammen mit AMD entworfen worden sei.

Auch beim Massenspeicher kann von PCIe 4.0 profitiert werden, indem entsprechend kompatible M.2-NVMe-SSDs eingesetzt werden. Lenovo zeigte beispielhaft einen Benchmark, in dem die bisher nicht vorgestellte SSD Samsung PM9A1 mit PCIe 4 die Samsung PM981a mit PCIe 3 beim sequenziellen Lesen und Schreiben klar hinter sich lässt. Zusätzlich können 3,5-Zoll-Festplatten für viel günstigen, aber langsamen Speicherplatz und in verschiedenen RAID-Konfigurationen eingesetzt werden. Insgesamt spricht Lenovo von acht möglichen Laufwerken und bis zu 20 TB Speichervolumen pro System.

10 GbE, 1.000-W-Netzteil und viel USB 3.2 Gen 2

Lokale Netzwerkverbindungen sind in Form eines Ethernet-Ports mit 10 Gbit/s möglich, beim Funknetzwerk wird auf das aktuelle WiFi 6 verzichtet, stattdessen gibt es WiFi 5 (ehemals 802.11ac) via Intel-Funkmodul mit externen Antennen. In dem Tower-Gehäuse mit rund 33 Liter Volumen und einem Gewicht von bis zu 24 kg bei maximaler Konfiguration steckt außerdem ein 1.000-Watt-Netzteil, das eine Effizienz von 92 Prozent bieten soll.

Zu den externen Anschlüssen gehören acht Mal USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) mit Steckertyp A oder C, diverse Audiobuchsen und zwei PS/2-Ports. Je nach Bestückung mit Grafikkarten stehen bis zu 16 Videoausgänge zur Verfügung. Optional lassen sich etwa ein SD-Kartenleser oder ein optisches Laufwerk im Slim-Format ausrüsten. Bei den Betriebssystemen stehen Microsoft Windows 10 Pro, Ubuntu Linux oder Red Hat Linux in der Enterprise-Version zur Auswahl.

Als Einsatzgebiete für die ThinkStation P620 werden anspruchsvolle Anwendungen in Bereichen wie Rendering, Simulation oder Visualisierung erwogen, die aber noch nicht nach Höchstleistung verlangen, wie sie mit dem Spitzenmodell P920 geboten werden soll, bei dem zwei CPUs und auch GPU-Beschleuniger vom Typ Nvidia Quadro GV100 eingesetzt werden. Die Kombination aus Threadripper Pro und Nvidia Volta gibt es vorerst also nicht.

Threadripper Pro exklusiv bei Lenovo

Vorerst wird es die Ryzen Threadripper Pro ausschließlich bei Lenovo geben. Doch lässt sich AMD ein Türchen für Produkte anderer Partner offen und schließt diese zu einem späteren Zeitpunkt nicht gänzlich aus. In diesem Segment ist AMD nun klar überlegen, denn Intels Workstation-Plattform um Xeon W der Cascade-Lake-Serie liefert deutlich weniger Kerne (maximal 28), weniger DDR4-Channel (6) und noch kein PCIe 4.0.

Preise für die neue Lenovo-Workstation P620 sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Die Verfügbarkeit soll allerdings erst im Oktober 2020 gegeben sein.

Windows 10: Juli-Updates werden verteilt

Wie auch im letzten Monat gibt es bei Microsoft wieder den großen Patch-Tag, an dem es Updates für die unterschiedlichen Versionen von Windows 10 hagelt. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Updates nicht mehr Probleme bereiten als sie beheben sollen – das ist ja schon mehrere Male vorgekommen, dass hinterher der Wurm drin ist. Updates gibt es für unterschiedliche Versionen von Windows 10, unter anderem Version 2004, 1903, 1909, 1809, 1803, 1709, 1703, 1607 und 1507.

Microsoft nennt in den jeweiligen Changelogs verschiedene Fehlerbehebungen, aber auch geschlossene Sicherheitslücken in den Server-Versionen. Dabei ist beispielsweise ein Update für die unter CVE-2020-1350 geführte Sicherheitslücke, eine kritische RCE-Schwachstelle (Critical Remote Code Execution) im Windows DNS Server, die als „wurmgefährdet“ eingestuft wird und eine CVSS-Basisbewertung von 10,0 hat. Dieses Problem resultiert aus einem Fehler in der DNS-Serverrollenimplementierung von Microsoft und betrifft alle Windows-Server-Versionen. Nicht-Microsoft-DNS-Server sind nicht betroffen.

Ab Juli 2020 werden auch alle Windows-Updates die RemoteFX vGPU-Funktion aufgrund einer Sicherheitslücke deaktivieren. Weitere Informationen über die Sicherheitslücke finden Nutzer unter CVE-2020-1036 und KB4570006. Sobald diese Funktion deaktiviert ist, schlagen Versuche, virtuelle Maschinen (VMs) zu starten, fehl, und Meldungen wie die folgende werden angezeigt:

“The virtual machine cannot be started because all the RemoteFX-capable GPUs are disabled in Hyper-V Manager.”

“The virtual machine cannot be started because the server has insufficient GPU resources.”

Wer mag, der kann die Patches manuell herunterladen – oder man lehnt sich entspannt zurück und wartet klassisch auf das Windows-Update.

Razer Huntsman Mini: 60 % mit optischen Schaltern, PBT-Kappen und USB-Type-C

Mit der Huntsman Mini stellt Razer eine kleine Tastatur im 60-Prozent-Format vor, die mit zwei Optionen optomechanischer Schalter, PBT-Tastenkappen und einem USB-Type-C-Anschluss auftrumpft. Derzeit ist das Eingabegerät nur mit englischem ANSI-Layout verfügbar, eine ISO-DE-Variante soll aber noch in diesem Jahr folgen.

Jedes Jahr ein bisschen kleiner

Vor zwei Jahren brachte Razer mit der Huntsman Elite (Test) die erste Tastatur mit eigenen optomechanischen Schaltern heraus, gut ein Jahr später folgte die Huntsman TE (Test) im kleineren Tenkeyless-Format ohne Nummernblock. Nun lässt der Hersteller noch mehr Tasten weg und stellt die im 60-Prozent-Layout daherkommende Huntsman Mini vor. Damit reagiert Razer laut eigenen Angaben auf zahlreiche Forderungen der Community: Derart kleine Tastaturen werden bei Spielern immer beliebter, weil sie der Maus deutlich mehr Raum bieten. Die Funktionen der entfallenden Tasten werden den bleibenden als Zusatzbelegung hinzugefügt.

PBT-Kappen mit deutschem Layout sollen folgen

Von der TKL-Variante übernommen hat Razer das abnehmbare und mit Nylon umflochtene USB-Type-C-Kabel und die im Double-Shot-Verfahren aus PBT-Kunststoff gefertigten Tastenkappen. Zwecks einer besseren Austauschbarkeit entsprechen auch die sonst häufig angepassten Kappen der untersten Reihe der ISO-Norm – zumindest „bald“, denn derzeit ist die Tastatur nur mit amerikanischem ANSI-Layout verfügbar. Modelle mit deutschem, englischen, französischem, skandinavischem, spanischem, russischem und japanischem Layout sollen noch dieses Jahr folgen.

Klickend oder leiser linear

Bei den Schaltern lässt Razer Interessenten die Wahl zwischen zwei Optionen: Einerseits stehen ab sofort die bereits bekannten Razer Optical Purple – also die klickende Variante mit haptisch klar spürbarem Signalpunk – zur Verfügung. Im Laufe des August 2020 gesellen sich dann verbesserte Razer Optical Red hinzu: Die optomechanisch linearen Schalter der zweiten Generation verfügen ab Werk über Dämpfungsringe aus Silikon und mehr Schmiere, um beim Tippen leiser zu bleiben. An der haptischen Rückmeldung habe sich nichts geändert.

Ins wahlweise schwarze oder weiße Aluminium-Gehäuse integriert ist ein interner Speicher mit Platz für insgesamt fünf Profile, auf denen sich Makro-Zuweisungen und Konfiguration der RGB-Beleuchtung autark sichern lassen. Konfigurierbar ist die Huntsman Mini per Synapse 3.

Ab sofort nur klickend und mit ANSI-Layout

Grundsätzlich ist die Huntsman Mini ab sofort über Razers Website verfügbar, aber eben nur mit violetten Schaltern und amerikanischem Tastenlayout. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt rund 130 Euro. Die im August folgende Variante mit roten Tastern schlägt mit rund 140 Euro zu Buche.

Patriot P210: Neue SATA-SSD der Billigklasse mit bis zu 2 TB

Patriot hat mit der P210 eine neue Serie von SATA-SSDs aufgelegt, die vor allem preisbewusste Käufer finden soll. Speicherkapazitäten von 256 GB bis 2 TB sind im gewohnten 2,5-Zoll-Formfaktor für rund 30 Euro bis 190 Euro erhältlich.

Die neue P210-Serie soll die vor einem Jahr eingeführte P200-Serie ersetzen. In der Pressemitteilung ist auch von einem Modell mit 128 GB die Rede, doch fehlt auf den Produktseiten und im Handel davon jede Spur.

Leistung unterhalb der P200

Die Leistungswerte laut Hersteller liegen mit maximal 520 MB/s lesend, 430 MB/s schreibend sowie 50.000 IOPS bei wahlfreien 4K-Transfers niedriger als bei der P200, die mit bis zu 530 MB/s lesend und 460 MB/s schreibend sowie 90K/80K IOPS beim wahlfreien Lesen/Schreiben angegeben wird. Der 2,5-Zoll-Formfaktor mit 7 mm Bauhöhe bleibt wie die SATA-3-Schnittstelle mit 6 Gbit/s unverändert.

SMI-Controller und QLC-Flash?

Hatte Patriot bei der P200 noch Angaben zum eingesetzten Controller gemacht, fehlt dieses Detail bei den Datenblättern der neuen P210. Händler sprechen allerdings vom SM2259XT (PDF), einem 4-Kanal-Controller ohne DRAM-Cache vom Hersteller Silicon Motion, der den SM2258XT der P200 beerbt und auch mit QLC-NAND umgehen kann. Dass diesmal zumindest teilweise QLC-NAND zum Einsatz kommt, ist sehr wahrscheinlich, denn der SM2259XT unterstützt wie sein Vorgänger maximal 16 NAND-Chips, weshalb zumindest beim 2-TB-Modell QLC-NAND mit 1 Terabit (128 GByte) pro Chip eingesetzt werden dürfte. Mit derzeit üblichen TLC-Speicherchips mit 512 Gigabit (64 GB) ließe sich mit diesem Controller nur eine SSD mit 1 TB realisieren. Bei der P200-Serie mit TLC-NAND wurde daher beim 2-TB-Modell mit dem Maxiotek MAS0902A ein anderer Controller eingesetzt.

Wie bei vielen SSD-Drittanbietern gilt aber, dass sich Komponenten wie Controller und NAND-Flash innerhalb einer Serie im Laufe der Zeit ändern können.

Eine der günstigsten SSDs

Mit Preisen von derzeit 28 Euro, 51 Euro, 92 Euro und 187 Euro unterbietet die neue Patriot P210 sogar den bereits günstigen Vorgänger und zählt zu den derzeit günstigsten SSDs im Preisvergleich.

Der fehlende DRAM-Cache als potenzielle Leistungsbremse wie auch die Unklarheit bei verwendeten Komponenten und die für SATA-SSDs niedrigen IOPS sollten vor dem Kauf aber zumindest bedacht werden.

Qualitätsanspruch ließ bei Testmustern zu Wünschen übrig

Patriot verspricht zwar „einen strengen Qualitätskontrollprozess“ für die „erstklassigen Komponenten“, hat in der Vergangenheit aber bei Testmustern gerade in puncto Qualität des Endprodukts Mängel offenbart: Zwei Muster der Patriot Viper VPN100 (Test) wiesen etwa einen Luftspalt zwischen Kühler und Controller auf, der einer effektiven Kühlung im Weg steht. Erst beim dritten Muster wurde ausgebessert. Ein anderer Test einer Patriot-SSD kam gar nicht zustande, da ein fehlerhaftes Tool die SSD beim Firmware-Update unbrauchbar gemacht hatte.