Samsung Galaxy Note 20 Ultra und Note 20 im Vergleich: Das sind die Unterschiede

Samsung hat im Zuge seines Unpacked-Events eine neue Generation seiner Note-Serie enthüllt. Das Galaxy Note 20 Ultra stellt das High-End-Modell dar, das Note 20 mutet dahingegen eher als eine Lite-Version dessen an. So sehen sie aus, das steckt drin, das sind die Unterschiede.

Ziemlich genau ein Jahr nach Vorstellung der Note-10-Familie legt Samsung seine High-End-Modelle des zweiten Halbjahres neu auf. Das Galaxy Note 20 Ultra hat der Hersteller bis oben hin mit neuer Technik vollgepackt, während dem Note 20 hier und da ein paar High-End-Features fehlen.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra kommt mit 120 Hertz-Display – Note 20 ohne

Samsung scheint bei seiner neuen Note-20-Familie eine etwas andere Produktstrategie zu verfolgen als noch bei der S20-Serie, die sich in Sachen Ausstattung weniger stark unterschied. Während der Hersteller bei allen Modellen der S20-Reihe ein 120-Hertz-Display verbaute, kommt bei der neuen Note-Serie nur die Ultra-Variante mit seinem 6,9-Zoll-AMOLED-Bildschirm in den Genuss dieses Features, das die Interaktion mit dem Smartphone besonders flüssig und direkt anmuten lässt. Geschützt wird der Bildschirm zudem von Gorilla Glass 7, das erst kürzlich vorgestellt wurde und besonders robust sein soll. Das Note-20-Display wird von Gorilla Glass 5 geschützt, während die Rückseite im Unterschied zum Ultra aus einer Art Kunststoff besteht.

Das 6,7-Zoll-Display des Note 20 liefert nur klassische 60 Hertz, zudem ist der Rahmen um den Bildschirm abgerundet und breiter als beim Ultra-Modell. Das Gehäuse des Ultra ist zudem wie beim Galaxy Note 10 etwas kantiger und zieht sich leicht, ähnlich wie beim S20 Ultra, um die linke und rechte Gehäuseseite. Des Weiteren löst der Bildschirm des Note 20 mit Full-HD (2.400 x 1.080 Pixel, 394 ppi) auf, während im Ultra ein WQHD-Plus-Display mit 3.088 x 1.440 Pixeln und 496 ppi verbaut ist.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra mit verbesserter 108-Megapixel-Kamera

Auch bei der Kamera sind größere Unterschiede auszumachen: Der Hauptsensor der Triple-Cam des Galaxy Note 20 Ultra ist eine Weiterentwicklung des 108-Megapixel-Sensors des S20 Ultra mit einer f/1.8-Blende, optischer und elektronischer Bildstabilisierung und Laserautofokus. Die Ultraweitwinkel-Kamera kommt mit Zwölf-Megapixel-Kamera und f/2.2-Blende, das Telezoomobjektiv hat ebenso zwölf Megapixel aber nur eine f/3.0-Blende. Beim Zoom hat Samsung die Superlative des S20 Ultra ein wenig zurückgeschraubt: Anstelle eines 100-fachen Zooms kann mit dem Note 20 Ultra lediglich 50-fach vergrößert werden.

Im Note 20 hat die Weitwinkelkamera lediglich Zwölf Megapixel mit f/1,8-Blende, was nicht schlecht sein muss, wie wir im Test der S20-Familie feststellen konnten. Die Ultraweitwinkelkamera kommt mit gleicher Auflösung und f/2.2-Blende. Beim Telezoom setzt Samsung auf seinen 64-Megapixel-Sensor mit f/2.0-Blende der keine optische Vergrößerung unterstützt – die maximale Vergrößerung ist nicht 50-, sondern 30-fach.

In Sachen Video unterstützen die Geräte Aufnahmen mit bis zu 8K. Ferner hat Samsung Prograde-Tools integriert, die eine bessere Mikrofonkontrolle zur Audiosteuerung bieten sollen. Damit lassen sich dem Hersteller zufolge Störgeräusche ausblenden.

Beide Geräte haben auf der Vorderseite eine Selfiecam mit zehn Megapixeln und f/2.2 per Punchole in das Display eingelassen. Das Punchhole beim Note 20 scheint trotz der gleichen Kamera größer als beim Ultra.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra mit schnellerem Stylus

Eines der Hauptunterschiede zur S-Serie Samsungs ist bekanntlich neben dem tendenziell eckigeren Design der Stylus, den Samsung S-Pen nennt. Bei der neuen Note-20-Familie erweitert der Hersteller abermals die Funktionen und technische Merkmale, damit sich der digitale Stift beim Schreiben mehr wie ein echter anfühlt. Hierfür wurde unter anderem beim Ultra-Modell die Latenz auf neun Millisekunden reduziert, beim Note 20 liegt sie bei 26 Millisekunden. Ferner hat Samsung fünf weitere Air Gestures hinzugefügt, mit denen sich das Smartphone per Stylus aus der Ferne steuern lässt.

Darüber hinaus sei die Handschrifterkennung verbessert und eine automatische Begradigungsfunktion für Schrift integriert worden. Neu sei zudem eine Ordnerstruktur der Notizen-App und eine Synchronisierungsfunktion der Aufzeichnungen über verschiedene Geräte hinweg. Beim Ultra funktioniert diese Technologie auch in Kombination mit dem neu integrierten Ultrabreitband-Chip, der etwa mit Apples U1-Chip vergleichbar ist. Dieser dürfte künftig unter anderem auch bei digitalen Autoschlüsseln eine Rolle spielen.

Zudem hat Samsung die Partnerschaft mit Microsoft erweitert: Die schon vorhandene Funktion „Link to Windows“ unterstützt Drag-and-Drop zwischen Geräten und bis zu sechs Apps gleichzeitig. Weiter können auf den neuen Note-Modellen Xbox-Spiele via Xbox Game Pass Ultimate gespielt werden. Laut Samsung sind die Geräte mit einem Bluetooth-Controller koppelbar. Um die Funktion ausgiebig zu testen, sei der Xbox Gamepass 3 Monate kostenlos nutzbar. Die Dex-Funktion, die aus dem Smartphone in Kombination mit Display, Keyboard und Maus einen Desktopersatz macht, kann unter anderem auf Smart-TV-Modellen Samsungs (ab den 2019er Geräten) kabellos genutzt werden.

Selbstredend laufen die Note-20-Geräte auf Android 10 mit Samsungs eigener One-UI-Nutzeroberfläche. An Bord ist zudem Googles Airdrop-Lösung Nearby Share.

Beide Note-20-Modelle mit Exynos-990-Prozessor

Unter der Haube steckt bei beiden Modellen ein leicht verbesserter Exynos-990-Chip, der im Note 20 Ultra von zwölf Gigabyte RAM und 256 respektive 512 Gigabyte UFS-3.1-Speicher unterstützt wird und per Micro-SD-Karte (Hybrid-SIM) erweitert werden kann. Im Note 20 stecken lediglich acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Flashspeicher. Der Speicher des Note 20 lässt sich nicht erweitern, unterstützt aber den Einsatz von zwei SIM-Karten gleichzeitig. Optional lassen sich auch e-SIMs nutzen.

Beide Modelle unterstützen zudem den neuen 5G-Funkstandard (Sub 6) – das Ultra-Modell wird nur mit 5G-Modem angeboten, das Note 20 kann auch mit 4G bestellt werden. Weiter sind WiFi-6 (802.11 ax), Bluetooth 5, NFC und GPS an Bord.

Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G und Galaxy Note 20 im Vergleich

ModellSamsung Galaxy Note 20 UltraSamsung Galaxy Note 20
Display6,9 Zoll Dynamic AMOLED Infinity Display, 120 Hz, Seitenverhältnis 19,3:9, Gorilla Glass 7, WQHD mit 3200 x 1440 Pixel, 58 ppi
6,7 Zoll Super AMOLED, 60 Hz, FHD+ mit 2.400 x 1080 Pixel, 393 ppi
BetriebssystemAndroid 10 mit One UI
2.5
Android 10 mit One UI
2.5
ProzessorExynos 990, 2,7 GHz Octacore-SoCExynos 990, 2,7 GHz Octacore-SoC
Arbeitspeicher12 GB RAM LPDDR58 GB RAM LPDDR5
Interner Speicher256 (ca. 221,6 GB frei verfügbar) bzw. 512 GB (ca. 458,8 GB frei verfügbar) UFS-3.1-Speicher (per microSD-Karte erweiterbar)256 GB UFS-3.1-Speicher (Speicher nicht erweiterbar) (ca. 221,6 GB frei verfügbar)
Akkukapazität4.500 mAh (fest verbaut)4.300 mAh (fest verbaut)
HauptkameraTriple-Kamera, 108 MP f/1.8; 12 MP Ultraweitwinkel f/2.2; 12 MP 5-fach optischer Zoom f/3.0, Laser-Autofokus, 50-facher „Space-Zoom“
Triple-Kamera, 12 MP f/1.8; 12 MP Ultraweitwinkel f/2.2; 64 MP Tele 3-fach optischer Zoom f/2.0, 30-facher Space-Zoom
– Tele: 12 MP f/2.1 und OIS
Frontkamera10 MP mit AF; f/2.210 MP mit AF; f/2.2
KonnektivitätWifi 6, Bluetooth 5, GPS, LTE, 5G, USB Typ-C (Gen 3.2), NFC, HE80, MIMO,1024-QAM, Dual-SIM (optional per eSIM)Wifi 6, Bluetooth 5, GPS, LTE, 5G, USB Typ-C (Gen 3.2), NFC, HE80, MIMO,1024-QAM, Dual-SIM (optional per eSIM)
SonstigesFingerabdrucksensor im Display, Dual-SIM, Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68), Wireless DeXFingerabdrucksensor im Display, Dual-SIM, Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68), Wireless DeX
Abmessungen164,8 x 77,2 x 8,1 mm161,6 x 75,2 x 8,3 mm
Gewicht208 g192 g
FarbenMystic Bronze, Mystic Black, Mystic WhiteMystic Bronze, Mystic Green, Mystic Grey
Preis (UVP)ab 1.299 Euroab 949 Euro

Der Akku des Note 20 Ultra ist 4.500 Milliamperestunden groß, die Nennleistung des Note 20 beträgt 4.300 Milliamperestunden. Beide lassen sich kabelgebunden mit 25 Watt schnell aufladen, kabelloses Laden mit maximal 15 Watt unterstützen ebenso beide. Beide Modelle sind nach Schutzart IP68 zertifiziert und können damit einen Tauchgang von 30 Minuten in bis zu 1,5 Metern Wassertiefe überstehen.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G und Note 20: Preise, Verfügbarkeit, Farben

Die beiden neuen Note-Modelle erscheinen in jeweils drei Farbgebungen: Das Note 20 Ultra 5G wird in „Mystic Black“ (Schwarz), „Mystic Bronze“ (Bronze) und „Mystic White“ (Weiß) auf den Markt kommen, während das Note 20 in „Mystic Bronze“, „Mystic Gray“ und „Mystic Green“ angeboten wird.

Die neuen Modelle lassen sich ab sofort vorbestellen *, der Marktstart erfolgt am 21. August. Das Note 20 Ultra kostet ab 1.266 Euro mit 256 Gigabyte Speicher, mit 512 Gigabyte Speicher fallen 1.364 Euro an. Beim Note 20 geht es ab 926 Euro, die 5G-Variante kostet knapp 100 Euro mehr.

Vorbesteller, die das Galaxy Note 20 und Note 20 5G bis zum 20. August ordern, erhalten die Galaxy Buds Plus oder ein Xbox-Gaming-Paket bestehend aus einer drei-monatigen kostenfreien Xbox-Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft, Gamepad und einem Wireless-Charger-Stand als Zugabe. Wer das Galaxy Note 20 Ultra 5G im gleichen Zeitraum vorbestellt, erhält die Galaxy Buds Live oder ein Xbox-Gaming-Paket obendrauf.

Samsung Galaxy Z Fold 2: Falt-Smartphone wird erheblich verbessert

Neben der Samsung Galaxy Note 20-Serie hat Samsung heute auch das neue Galaxy Z Fold 2 5G angekündigt, mit dem man seinem ersten hori­zontal faltbaren Smartphone einen deutlich verbesserten Nachfolger spen­diert. Der Marktstart lässt aber noch auf sich warten.

Das Samsung Galaxy Z Fold 2 5G soll die Probleme des Vorgängers vergessen machen und neue Maßstäbe beim Smartphone-Design setzen. Das Gerät erhält nun endlich ein voll­flä­chi­ges Außen-Display und auch das innere, faltbare Haupt-Display wird deutlich verbessert, so dass man nun auch dort fast die gesamte Fläche für das Display nutzt.

Noch nennt der Hersteller keine offiziellen technischen Daten, weil die Vorbestellung des Galaxy Z Fold 2 5G erst ab dem 1. September anläuft, bevor dann gegen Ende des Monats die Auslieferung beginnt. Dennoch gibt man bereits einige Details bekannt, nach denen das Z Fold 2 deutlich besser gegen Schäden geschützt sein soll und auch Schmutz besser widerstehen kann.

Besseres Scharnier soll Schmutz vom Display fern halten

Unter anderem wurde das Design des Scharniers noch einmal überarbeitet, wobei kleine Bürsten jedweden Schmutz vom Bereich unterhalb des Bildschirms fernhalten sollen. Au­ßer­dem hat man den Mechanismus optimiert und die interne Struktur sowie den Rahmen des Samsung Galaxy Z Fold 2 5G noch einmal verstärkt, heißt es.

Zwar sind die Spezifikationen bis zum 24. August weiter unter Geheimhaltung, doch gab es zum Galaxy Z Fold 2 5G wie zu den anderen neuen Produkten von Samsung bereits eine Reihe von Leaks. Dazu gehörten auch erste Angaben zu den technischen Daten. Demnach wird das Gerät auch hierzulande mit dem Snapdragon 865+ Octacore-SoC auf den Markt kommen, der in der Note 20-Reihe den USA und anderen Märkten außerhalb Europas vorbehalten bleibt.

Vielversprechende Spezifikationen noch nicht bestätigt

Das außenliegende Display nutzt eine Diagonale von 6,23 Zoll und löst mit 2260 x 816 Pi­xeln auf. Es ist im 25:9-Format gehalten und somit durch den Formfaktor extrem gestreckt. Das innenliegende Panel bekommt eine Abdeckung aus widerstandsfähigem UTG-Glas und soll mit 7,59 Zoll Diagonale sowie einer Auflösung von 2208 x 1768 Pixeln aufwarten und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz bieten.

Hinzu kommen 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und mindestens 256 GB interner Flash-Speicher. Au­ßer­dem integriert Samsung jeweils innen und auf dem Deckel eine 10-Megapixel-Kamera für Selbstporträts. Auf der Rückseite sitzen zudem drei 12-Megapixel-Kameras, von denen zu­min­dest die Hauptkamera einen optischen Bildstabilisator mitbringt. Hinzu kommen eine Weitwinkel- und eine Zoom-Kamera. Der Fin­ger­ab­druck­le­ser des Galaxy Z Fold 2 5G sitzt wieder am Gehäuserand und es wird natürlich auch hier 5G-Unterstützung geboten.

Samsung will das neue Smartphone mit faltbarem Display angeblich wieder in den Farben Mystic Black und Mystic Bronze anbieten. Wann das Gerät auch in Deutschland startet, ist derzeit noch offen. Interessierte Kunden können sich aber schon jetzt bei Samsung re­gis­trie­ren lassen, müssen sich aber wohl wieder auf einen enorm hohen Preis einstellen.

Vor diesem Windows warnt das FBI: Wer es nutzt, sollte dringend updaten

Auch wenn die Zahlen zurückgehen, so läuft auch ein halbes Jahr nach dem Support-Ende noch auf vielen PCs das Uralt-System Windows 7. Das führt zu erheblichen Sicherheitsmängeln – nach 6 Monaten ohne Updates ist jedes Gerät mit dem System großer Gefahr durch Angreifer ausgesetzt. Sogar das FBI hat eine Warnung vor Windows 7 herausgegeben.

Auch nach dem Support-Ende von Microsoft liegt das Uralt-Betriebssystem Windows 7 den Mai-Zahlen des Marktforschungsdienstes NetMarketShare zufolge noch immer bei rund 23,3 Prozent Marktanteil. Immerhin ist der Wert seit Mai unter die Marke von 25 Prozent gesunken, allerdings ist der Anteil nach wie vor erschreckend hoch. Denn es ist zu erwarten, dass das Uralt-Betriebssystem in Zukunft immer mehr ungefixte Sicherheitslücken aufweist, die von Angreifern einfach ausgenutzt werden können. Die ersten schwerwiegenden Lücken sind bereits bekannt.

Nun hat auch das FBI vor der Nutzung von Windows 7 gewarnt. Die US-amerikanische Sicherheitsbehörde erläutert in einem Untersuchungsdokument, dass ein Ansteigen der Cyberattacken auf ungeschützte Windows-7-Geräte mehr als wahrscheinlich ist. Besonders brisant: Der Untersuchung zufolge nutzen über 70 Prozent der Geräte im öffentlichen Gesundheitssektor nach wie vor Windows 7 oder sogar ältere Windows-Versionen. Das sind zwar US-amerikanische Zahlen, die Verteilung in Deutschland dürfte aber wohl ähnlich aussehen. Doch gerade für Privatanwender ist die Gefahr ebenso hoch, Opfer von Angriffen zu werden. Wer also noch mit Windows 7 arbeitet, sollte möglichst schnell auf ein aktuelleres System umsteigen.

Windows 7: Immer mehr Sicherheitslücken

Unternehmen und Organisationen können sich bei Microsoft eine Gnadenfrist erkaufen und weiterhin kostenpflichtige Updates erwerben. Privatanwender hingegen haben keinen Zugang mehr zu den Sicherheitsupdates.

Doch selbst Unternehmen und Behörden gehen beim Ignorieren des Support-Endes für Windows 7 nicht nur ein höheres Risiko ein, weil dies Cyberangriffe erleichtert. Sie verstoßen nach Experteneinschätzungen auch gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die EU-Richtlinie verlangt, bei der Verarbeitung sowie Nutzung personenbezogener Daten den “Stand der Technik” einzuhalten.

Unternehmen sowie Ärzte oder Anwälte, die personenbezogene Daten verarbeiten und speichern, handeln hier, wenn Sie weiterhin Windows 7 oder Server 2008 einsetzen, entgegen der DSGVO, meint Experte Uhlemann. “Bei Datendiebstählen personenbezogener Daten wird das Bußgeld durch Datenschützer entsprechend höher ausfallen. Versicherungen könnten dann auch hier die Leistung verweigern.”

Obwohl Windows 7 allgemein als ausgereift gilt, wurden in jüngster Zeit immer mehr Sicherheitslücken in dem betagten System entdeckt. So wurden im Jahr 2010 nur 64 Sicherheitslücken bei Windows 7 gefunden, 2019 erreichte die Anzahl mit 250 offiziell registrierten Problemen einen Höchststand. Der könnte in diesem Jahr allerdings erneut in die Höhe schießen.

Windows 7: Befürchtung vor Angriffswelle

Mit dem Ende des kostenlosen Produktsupports für Windows 7 kann es unter ungünstigen Umständen so laufen wie einst beim Supportende von Windows XP. 2017 kompromittierten die Verschlüsselungs-Trojaner WannaCry und Petya die Personal Computer, bei denen die “EternalBlue”-Schwachstelle nicht geflickt worden war. Für Windows XP gab es damals schon seit drei Jahren keine Updates mehr, sodass die verbliebenen XP-Installationen besonders betroffen waren.

Vor diesem Hintergrund befürchten nun auch die Sicherheitsforscher von ESET eine neue Angriffswelle: Die Schwachstellen des Systems, die nun nicht mehr kostenlos geflickt werden, können Cyberangriffe erleichtern. Entwickler von Schadprogrammen hätten bereits gezielt Schadcodes für bekannt gewordene Windows-Schwachstellen programmiert. “Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich”, sagte Uhlemann. “Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.”

Völlig kostenlos: Update auf Windows 10

Mit dem Windows 10 Update Assistenten können Windows-7-Nutzer nach wie vor völlig kostenlos auf Windows 10 umsteigen. Das Tool prüft, ob Ihr System für das moderne Microsoft-OS geeignet ist und lädt dann im Hintergrund Windows 10 herunter. Danach beginnt die Installation, die mindestens mit einem Neustart verbunden ist.

Alternativ können Sie auch eine Neuinstallation von Windows 10 auf Ihrem System durchführen. Dafür empfehlen wir das Media Creation Tool von Microsoft.

Canon EOS R5: „Ein Fotograf wird diese Kamera lieben“

Chris und Jordan von DPReview haben die Canon EOS R5 getestet und kommen in ihrem Testvideo zu zwei sehr unterschiedlichen Fazits.

Vor einigen Tagen haben Chris und Jordan von DPReview ihr Testvideo zur Canon EOS R5 veröffentlicht. In dem Video haben sie sowohl den Foto- als auch den Videobereich der Kamera unter die Lupe genommen und für alle diejenigen, die das Video noch nicht gesehen haben, gibt es hier die deutsche Zusammenfassung.

Die Canon EOS R5 als Fotokamera

Chris ist von der Canon EOS R5 als Fotokamera absolut begeistert. Die Kamera wird „vermutlich eine seiner absoluten Favoriten“ werden und jedem, der hauptsächlich fotografiert und nicht filmt, sagt er:

„Diese Kamera ist wunderbar und du wirst sie lieben!“

Der Gehäuse hinterlässt bei Chris einen sehr guten Eindruck, der Griff ist angenehm groß, das Menü durchdacht, der Body robust und wetterfest. Der 5-Achsen-Bildstabilisator ist laut Chris der beste, den er bisher in einer Vollformatkamera gesehen hat. Außerdem ist es interessant zu wissen, dass die Canon EOS R5 auch mit den Bildstabilisatoren von alten EF-Objektiven zusammenarbeiten kann, sodass man sich auch hier auf eine wirklich gute Stabilisierung freuen darf.

Mit den Sensoren und der Bildqualität von Canon Kameras waren die Tester in der Vergangenheit nicht immer zufrieden, bei der Canon EOS R5 ist das aber nun anders. Zwar ist es nicht so, dass die R5 die Konkurrenz auf einmal alt aussehen lässt, aber man ist nun zumindest auf Augenhöhe, was Canon Fans natürlich freuen dürfte. Auch im Low-Light-Bereich soll die Canon EOS R5 hervorragende Bilder liefern.

Lob gibt es ebenfalls für den Autofokus, der schnell, zuverlässig, flexibel und einfach einzurichten ist. Für den elektronischen Sucher gibt es ebenfalls nur Lob und auch das Display hinterlässt einen guten Eindruck, auch wenn es bei hellem Sonnenschein schwierig sein kann, die Inhalte abzulesen.

Alles in allem soll die Canon EOS R5 aber wie eingangs bereits erwähnt für Fotografen eine absolut fantastische Wahl sein.

Die Canon EOS R5 als Videokamera

Canon hat die Canon EOS R5 in den Wochen vor der offiziellen Präsentation aggressiv als potente Videokamera beworben, insofern kann und muss man die R5 auch als solche beurteilen. Dafür war wie immer Jordan zuständig, der in seinem Fazit zu den Videofunktionen eindeutige Worte findet und die Canon EOS R5 als „ziemlich enttäuschend“ bezeichnet.

Grundsätzlich handele es sich bei der Canon EOS R5 um eine sehr gute Videokamera. Die Bildqualität der High-Quality 4K-Videos sei hervorragend, auch 4K mit 120 fps und 8K mit 30 fps seien wirklich interessante und fortschrittliche Optionen. Zudem hinterlassen der neue Dual-Pixel-Autofokus und der Bildstabilisator einen hervorragenden Eindruck.

Problem sind laut Jordan allerdings die regelmäßig auftretenden Überhitzungen der Kamera sowie die langen Wartezeiten, bis die Kamera nach einer Überhitzung wieder einsatzbereit ist. Mit der Canon EOS R5 an einem normalen Produktionstag zu arbeiten, sei aufgrund dieser langen Abkühlzeiten seiner Meinung nach sehr mühselig: „Es ist furchbar so zu arbeiten“. Lediglich bei normalem 4K habe man keine Probleme mit Überhitzungen, hier sei die Bildqualität aber sehr durchschnittlich und er würde eine Canon EOS R6 wegen der besseren Bildqualität bevorzugen. Hinauszögern könne man die Überhitzungen aber durch den Einsatz eines externen Rekorders.

Weitere Kritikpunkte sind seiner Meinung nach die auf 29:59 Minuten limitierte Aufnahmezeit sowie die Tatsache, dass man Videos generell nicht gleichzeitig auf beide Speicherkarten schreiben kann.

Für Videografen bietet die Canon EOS R5 in der Theorie also jede Menge interessante Optionen und Auflösungen, in der Praxis ist sie aber zu limitiert, als dass man sie als herausragende Videokamera bezeichnen könnte.

iPhone 12 in “Mitternachtsblau”: Leak zeigt auch blaue Apple Watch

Geplant sei als Ersatz für das Nachtgrün vom iPhone 11 Pro in diesem Jahr für das iPhone 12 Pro nun die Farbe Mitternachtsblau. Dazu kommt gleich noch passend eine Apple Watch mit einem mitternachtsblauen Edelstahlrahmen. Von beiden Geräten gibt es schon passende Produktfotos, die von Fans erstellt worden.

Mitternachtsblau kommt

Es bleibt dabei aber nicht nur bei dem Wunschdenken. Das berichtet zumindest der Apple-Leaker iHacktuPro. Er schreibt nur kurz und knapp bei Twitter: „Leaks bestätigen es. Apple wird ein iPhone und eine blaue Uhr veröffentlichen.“ Dazu hat er ein Bild mit einem blauen iPhone und einer blauen Apple Watch gezeigt. Woher iHacktuPro die Informationen hat? Er nennt seine Quellen nicht. Nachprüfbar ist es daher aktuell nicht – es könnte auch alles nur heiße Luft sein. Die Trefferquote des Apple-Leakers ist sehr durchwachsen, aber das trifft wohl auf die meisten Leaker zu.

Gerüchte zu einem blauen iPhone gibt es dabei schon länger. Seit Wochen geistern immer wieder entsprechende Informationen durch das Netz. Dazu gab es vor Kurzem dann auch ein Video, in dem das iPhone 12 Pro in Mitternachtsblau seinen Auftritt hatte. 

Keynote im September

Apple wird in wenigen Wochen den Schleier lüften, dann ist das Rätselraten endlich vorbei. Eine Apple-Keynote wird es Mitte September geben, auch wenn derzeit noch kein genauer Termin bekannt ist. Es heißt allerdings, dass sich Käufer in diesem Jahr etwas länger als in den Vorjahren gedulden müssen, bis die neue iPhone-Generation dann in den Regalen steht. Vieles deutet auf einen Marktstart für das iPhone 12 im Oktober hin.

iPhone 12: 5G-Variante könnte später auf den Markt kommen als erwartet

Kommt das iPhone 12 etwas später als von vielen erwartet? Geschäftszahlen von Qualcomm deuten zumindest darauf hin. In seiner Prognose für das Quartal Juli, August und September spricht das Unternehmen davon, dass sich teilweise die Auswirkung der Verzögerung der Einführung eines (5G)-Flaggschiff-Smartphones bemerkbar machen würde. Normalerweise lässt Apple im September seine neuen iPhones auf die Massen los. Es kursieren bereits seit einiger Zeit Gerüchte über Verzögerungen bei der 5G-Reihe von Apples iPhone aufgrund von Produktionsverzögerungen, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht wurden. Apple verwendet die 5G-Lösungen von Qualcomm in seiner iPhone-12-Reihe. Es wird erwartet, dass alle Modelle die 5G-Technologie unterstützen werden. Es ist nicht klar, ob sich alle iPhones verzögern werden oder ob einige Modelle im September auf den Markt kommen werden, während andere erst im Oktober oder später auf den Markt kommen. Jon Prosser, ein Leaker, der in den letzten Monaten einige Aussagen zu Produktstarts korrekt ausplauderte, spricht von neuen iPads und iPhones, die im Oktober erscheinen sollen. Prosser machte keine weiteren Angaben, insbesondere nicht dazu, ob diese Produkte im Oktober angekündigt oder veröffentlicht werden.

Fünf Jahre Windows 10: Zukunftspläne und Dauerbaustellen

Windows 10 ist am 29. Juli 2020 fünf Jahre alt geworden. Zeit für einen Blick auf aktuelle Trends, eine Menge Kosmetik und altbekannte Update-Bugs.

Am 29. Juli 2020 feiert Windows 10 seinen fünften Geburtstag. Für die nähere Zukunft des Betriebssystems sind zahlreiche Trends erkennbar: Microsoft möchte seine Kunden weg von On-Premises-Produkten in Richtung Cloud schieben, schraubt weiter an seiner Update-Strategie und will Optik und Benutzerfreundlichkeit von Windows 10 verbessern.

Zum Jubiläum beleuchten wir geplante Neuerungen und teils erfreuliche Entwicklungen, die mitunter allerdings von weniger guten Ideen und dauerhaft unbeseitigten Qualitätsdefiziten überschattet werden.

20H2: Starker Fokus auf Design und Usability

Einen Blick auf mögliche Windows-10-Neuerungen in näherer Zukunft gestatten die Insider Previews. In puncto Design setzt Microsoft in der für den Herbst 2020 erwarteten Windows 10 Version 20H2 auf optische Anpassungen des Startmenüs an das jeweils verwendete Theme.

Ein Teil der Windows-10-Entwickler arbeitet derzeit außerdem daran, den neuen Chromium-basierten Edge-Browser besser in das Betriebssystem zu integrieren. Wie Microsoft in einem Blogeintrag zur aktuellen Insider Preview Build 19042.421 erläutert, soll der Taskmanager über die Tastenkombination Alt+Tab künftig nicht nur geöffnete Apps und Anwendungen, sondern auch im Edge-Browser geöffnete Webseiten zum Abrufen anbieten.

In den Insider Previews werden derzeit zudem eine personalisierte Taskleiste sowie diverse Usability-Verbesserungen beim Tablet-Modus getestet.

Apropos Usability: Die klassische Windows-Systemsteuerung abzulösen und stattdessen alle Einstellungen in die Einstellungen-Seite zu verlagern, diskutiert Microsoft bereits seit Jahren. Wann dieser Umzug abgeschlossen sein wird (und ob es überhaupt jemals dazu kommt), steht derzeit aber in den Sternen.

Künftig jährliche statt halbjährlicher Funktionsupdates?

Aus dem Ausblick auf mögliche Neuerungen aus der Insider Preview ergibt sich die grundsätzliche Frage, wie Funktionsupdates künftig auf das System gelangen werden. Mit der Veröffentlichung von Windows 10 war es zunächst Microsofts erklärtes Ziel, zweimal im Jahr ein Funktionsupdate für das Betriebssystem herauszubringen. Mit dieser Herangehensweise erlitt das Unternehmen in den letzten Jahren jedoch erkennbar Schiffbruch: Versionen wurden im Frühjahr oder Herbst oft verspätet fertig und wiesen so gravierende Fehler auf, sodass sie, wie das Windows 10 Oktober 2018 Update, teilweise zurückgezogen werden mussten.

Bereits 2019 zog Microsoft Konsequenzen aus diesen Problemen. Nachdem das Frühjahrsupdate auf Version 1903 noch als klassisches Funktionsupdate erfolgte, wurden die Funktionen des Herbst-Updates (Version 1909) mit Hilfe eines nur knapp 500 KByte großen “Enablement Package” freigeschaltet. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Microsoft für die kommende Version 20H20 die für Nutzer deutlich reibungslosere und zeitsparendere Vorgehensweise eines “kleinen Updates” beibehalten wird, das auf das “große” Funktionsupdate (Win 10 Version 2004) vom Mai folgt.

Mehr Kontrolle über Telemetriedaten für Admins

Auch bei der Telemetriedatenerfassung durch das Betriebssystem, die speziell aus Sicht von Datenschützern einen großen Kritikpunkt darstellt, tut sich etwas.

In den vergangenen Jahren musste Microsoft aus datenschutzrechtlichen Gründen immer wieder nachbessern, um Administratoren in Unternehmen bessere Kontrollmöglichkeiten über die Telemetriedatenerfassung bereitzustellen. Vor ein paar Tagen hat das Unternehmen nun einen speziellen “Data Processor Service” für Administratoren von Windows 10 Enterprise vorgestellt. Mit ihm können Unternehmen in EU-Ländern unter Berücksichtigung der DSGVO künftig selbst vorgeben, welche Telemetriedaten durch Microsoft verarbeitet werden dürfen.

Die erfassten Daten werden weiterhin in der Azure-Cloud gespeichert, werden dort aber laut Microsoft gut abgesichert und befinden sich weiterhin unter der Kontrolle des jeweiligen Unternehmens. Weitere Details nennt ein Informationsdokument zum Data Processor Service. Wer lieber gar keine Daten verschicken will, der schaltet die Telemetrie weiterhin komplett ab.

Trend zu Microsoft-Konten und zur Cloud

Mindestens mit gemischten Gefühlen dürften viele Nutzer Microsofts Marschrichtung in die Cloud betrachten. Firmen und Behörden soll Microsoft 365, bestehend aus Windows 10, Office 365 und weiteren Diensten, als Abonnement schmackhaft gemacht werden. 2025, wenn Windows 10 genau 10 Jahre alt wird, läuft nicht nur der Support für Windows 10 Version 1507 LTSC, die erste RTM-Version mit 10 Jahren Langzeitsupport, aus: Auch Microsoft Office 2019 erreicht das Ende seines Lebenszyklus und für weitere On-Premise-Produkte gilt das Gleiche.

Gut möglich, das Microsoft dann den Stecker für lokal installierte On-Premise-Produkte zieht und nur noch Abonnement-Lösungen mit Anschluss an die Cloud bietet. Neben berechtigten Datenschutzbedenken ergibt sich daraus das Problem einer starken Abhängigkeit von Microsoft-Konten. Aus einer Sperrung durch Microsoft, ob berechtigt oder nicht, können sich für Firmen (mindestens kurzfristig) problematische Situationen ergeben. Die anschließende Entsperrung durch den Support kann Erfahrungsberichten zufolge zu einer langwierigen Angelegenheit werden.

Zukunftswunsch: Qualität vor Kosmetik

Unter einer dicken Schicht “Kosmetik” in Gestalt kleinerer und größerer Änderungen an den aktuellen Insiderversionen von Windows 10 verbirgt sich leider noch manches gravierende Qualitätsproblem.

Verzögert fertig gestellte Funktionsupdates, die bei der allgemeinen Freigabe noch dicke Bugs enthielten, verärgerten in den letzten Jahren so manchen Anwender. Und selbst das aktuelle Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) enthält auch sieben Monate nach dem Einfrieren der Entwicklung und zwei Monate nach der generellen Verfügbarkeit mehr als ein halbes Dutzend von Microsoft bestätigte Bugs.

Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang, dass Microsoft sich mit den vorhandenen grundlegenden Problemen befasst, statt schlecht kaschierte Dauerbaustellen als (wackelige) Basis für seine Zukunftspläne zu nutzen.

AMD Ryzen 7 4700G: Reicht sogar für Doom Eternal ohne fiese Abstriche

Ein Test zeigt, dass der AMD Ryzen 7 4700G auch für Doom Eternal ohne fiese Abstriche reicht. Zu verdanken ist das der Vega 8 und der guten Optimierung des Spiels.

Fast schon zu gut? Den Eindruck könnte man bei Renoir mitunter gewinnen, denn die APUs zielen vornehmlich auf Office-Rechner und HTPCs ab, sind dank der recht starken Vega-GPU aber auch zu mehr in der Lage. Etwa zu Doom Eternal in 1080p und das bei recht manierlicher Grafik und brauchbaren Wiederholraten. Tech Epiphany hat sich das Thema genauer angeschaut und festgestellt, dass der AMD Ryzen 7 4700G hier auch dank der guten Optimierung des Spiels eine ordentliche Figur macht – heißt im Umkehrschluss auch: Wenn Entwickler gut optimieren, tut es auch einfachere Hardware.

In Full HD und hohen Details liegt der AMD Ryzen 7 4700G mit seiner Vega 8 meistens zwischen 42 und 47 Frames., ohne dass man die Werte anders schönschummeln muss, etwa mit Auflösungsskalierung. Wem das zu wenig ist, der kann die Auflösungsskalierung auf 70 Prozent stellen und bekommt dafür stabil über 50 Frames und für 60 Frames muss man die Einstellungen auf Medium wechseln. Grafik-Enthusiasten werden das ablehnen, aber auf der anderen Seite beschleunigen hier etwas über 300 US-Dollar das Spiel.

Zu verdanken ist das der Vega 8 mit 512 Shadern, die mit 2,1 GHz unterwegs sind und eben der ordentlichen Optimierung von Doom Eternal, das die vorhandene Leistung sinnvoll einsetzt. Intel kann hier im Moment wenig gegenhalten und vielleicht gibt es Besserung, wenn Tiger Lake in den Handel kommt. Die elfte Core-Generation hat dann eine GPU, deren Gene auf der Xe-Technik basieren. Frühe Tests zeigten, dass damit unter anderem Battlefield 5 ohne dedizierte Grafikkarte spielbar war.

Oft aber dürften die APUs fast schon etwas gut für die breite Masse des Marktes. Auf der anderen Seite ermöglichen die AMDs Ryzen-APUs Gaming-Rigs zu bauen, die günstig zu realisieren sind und potenziell ausreichen für Spiele, die besonders viele Leute anziehen – Counter-Strike, Fortnite, Valorant, League of Legends oder Dota.

Canon 800mm f/11: Unbrauchbar oder Geniestreich?

Erste Bilder und Testvideos zeigen, was mit der Canon EOS R5 und R6 in Kombination mit dem neuen 800mm f/11 in der Praxis möglich ist.

Spott und Häme für Canons neue Teleobjektive

Die beiden neuen Teleobjektive aus dem Hause Canon, das 800mm f/11 und das 600mm f/11, haben im Netz viel Spott und Häme geerntet. Eine Blende von f/11, was soll man damit anfangen? Lichtstark geht definitiv anders und somit waren sich viele ziemlich schnell sicher, dass diese Objektive in der Praxis mehr oder weniger unbrauchbar sind.

So langsam aber sicher trudeln nicht nur die ersten Tests zur Canon EOS R6 und Canon EOS R5 ein, sondern auch die ersten Erfahrungsberichte zu den beiden neuen Teleobjektiven. Mich interessiert dabei die Frage: Ist das 800mm f/11 tatsächlich so unbrauchbar, wie viele denken? Oder ist es für eine bestimmte Zielgruppe vielmehr ein Geniestreich von Canon?

Erstes Testvideo von Jared Polin

Der bekannte YouTuber Jared Polin hat die Canon EOS R5 und R6 mit dem neuen 800mm f/11 bereits ausprobiert und ein erstes Video dazu veröffentlicht. Ein ausführlicher Test soll in Kürze folgen. Polin hat in dem Video nicht nur das 800mm f/11, sondern auch den neuen Animal-Eye-AF der EOS R5 und R6 angetestet. Wie gut diese Kombination funktioniert, könnt ihr euch in seinem Video ab Minute 1:24 anschauen. Polin filmt das Ganze so, dass ihr genau verfolgen könnt, was auch im Sucher der Kameras zu sehen ist. Ab Minute 5:48 zeigt er dann einige Beispielbilder, die ihr euch auch hier im DNG-Format herunterladen und selbst anschauen könnt:

Beispielbilder von Canon

Des Weiteren sind auch zwei Beispielbilder von Canon selbst aufgetaucht, die zeigen, was mit dem Canon RF 800mm f/11 so möglich ist. Zum Vergrößern könnt ihr das entsprechende Bild einfach anklicken:

Meine persönliche Meinung

Man muss weitere Tests aus der Praxis abwarten, um final beurteilen zu können, wie gut oder schlecht 600mm f/11 und 800mm f/11 sind. Wenn ich mir die ersten Beispielbilder des 800mm f/11 und vor allem das Video von Jared Polin aber so anschaue, dann tendiere ich persönlich bei der Frage „Unbrauchbar oder Geniestreich“ ganz klar zum Geniestreich. Jaja, ich weiß, da draußen gibt es diverse Vollprofis für die ist das Canon EF 800mm f/5.6 mit seinem Preis von knapp 14.000 Euro geraaaaade so gut genug. Die haben auch gleich zwei davon, nur für den Fall. Blende f/11? Wie peinlich von Canon! Lächerlich! Da hat sich Canon mal wieder blamiert!

Wir sind uns absolut einig: Diese Objektive sind nicht für Profis konzipiert worden. Liebe Wildlife-Profis mit einem Budget von 10.000+ Euro, ihr seid nicht die Zielgruppe dieser Objektive! Das 800mm f/11 ist ein Objektiv für Hobbyfotografen. Es ist kompakt, es ist leicht, es kostet gerade mal schlappe 1.000 Euro, was für eine solche Brennweite ein Witz ist. Mit diesem Objektiv sind Aufnahmen möglich, die man in dieser Preisklasse mit keiner anderen Vollformat-DSLM realisieren kann. Nicht mal ansatzweise! Und: Der Telebereich ist auch der einzige Bereich, in dem Smartphones nach wie vor völlig unbrauchbar sind. Moderne Smartphones haben Weitwinkelobjektive, moderne Smarphones haben Porträtmodi – aber mit Zoomen sieht es nach wie vor schlecht aus. Ich finde also es ist von Canon ein äußert kluger Schachzug, hier anzusetzen und Hobbyfotografen einen extrem preiswerten Einstieg in die Wildlife-Fotografie zu ermöglichen.

Aaaaaah aber Moment, bei 1000-facher Vergrößerung sehe ich da schon ein bisschen Rauschen – sorry, aber das geht gar nicht! Das Bokeh taugt auch nicht! Setzen Canon, sechs! Blende f/11, immernoch peinlich! Wann kommt endlich das 1.200mm f/1.2? Canon ist auch nur noch ein Witz! Hersteller XY ist viel besser!

Okay, Spaß beiseite. Ich fasse meine Meinung hier nochmal zusammen:

Das 800mm f/11 und 600mm f/11 sind KEINE Objektive für Profis. Profis sind nicht die Zielgruppe dieser Objektive und dementsprechend werden sie den Ansprüchen von Profis auch nicht gerecht. Müssen und wollen sie aber auch gar nicht. Denn die Zielgruppe sind Hobbyfotografen.

Aus der Sicht eines Hobbyfotografen würde ich sagen: Was mit dem nur 1.000 Euro teuren 800mm f/11 in Kombination mit dem Animal-Eye-AF der Canon EOS R5 und R6 möglich ist, sieht für diesen Preis (!) FANTASTISCH aus. Wer in den Bereich Wildlife hineinschnuppern möchte, ein begrenztes Budget hat und sich mit ein wenig Rauschen hier und dort anfreunden kann, der sollte sich das 800mm f/11 oder das noch günstigere 600mm f/11 definitiv etwas genauer anschauen.

Man darf bei den beiden neuen Teleobjektiven einfach nicht den Fehler machen und „das Objektiv ist für mich persönlich nicht geeignet“ gleichsetzen mit „das Objektiv ist scheiße“. Die Objektive werden euren Ansprüchen nicht gerecht, ihr müsst nicht aufs Geld schauen und könnt euch deutlich teureres und besseres Equipment leisten? Wunderbar! Aber jeder, der das 800mm f/11 als peinlich und unbrauchbar bezeichnet, der ist herzlich eingeladen, mir in den Kommentaren eine Kombination aus Vollformatkamera und 800mm Brennweite zu nennen, die A) genauso günstig ist und B) bessere Ergebnisse liefert.

iOS 14 und iPadOS 14: Apple veröffentlicht Public Beta 3

Nach der Beta für Entwickler gibt es die Public Beta für alle. Apple hat nach der dritten Entwickler-Beta die dritte Public Beta von iOS 14 und iPadOS 14 veröffentlicht. Mit der neuen Beta sind ein paar Anpassungen hinzugekommen, beispielsweise an den Icons und an den Widgets – und vermutlich hat Apple auch unter der Haube viel erledigt. Noch nicht dabei? Solltet ihr ein passendes iPad oder iPhone euer Eigen nennen, experimentierfreudig sein und zudem noch Lust auf die neuesten Features der Apple-Betriebssysteme haben, dann ist das eure Chance: Wenn ihr euch für das Beta-Programm von Apple registrieren möchtet, besucht ihr die entsprechende Webseite des Konzerns. Einmal eingeloggt wählt ihr das entsprechende Betriebssystem aus und findet eine Anleitung zur Installation vor, bei iOS 14 und iPadOS 14 läuft das wie immer über ein Konfigurationsprofil.