Windows 10: Microsoft bringt den ungewöhnlichsten Build des Jahres

Die Entwickler Microsofts haben den Windows 10 Insider Preview Build 20279 veröffentlicht. Damit haben sie kurz vor Weihnachten noch das wohl ungewöhnlichste Test-Release des Jahres bei den Teilnehmern des Insider-Programms platziert.

Diese dürften sich inzwischen daran gewöhnt haben, dass neue Ausgaben nur geringfügige Veränderungen mitbringen. Build 20279 sticht hier dahingehend hervor, dass erstmals überhaupt keine neuen Code-Bestandteile enthalten sind. Man bekommt also das, was bereits mit dem Build 20277 geliefert wurde, zum zweiten Mal angeboten.

Bemerkenswert ist auch der Tag der Veröffentlichung. Normalerweise schickt Microsoft neue Test-Builds zum Ende der Woche ins Rennen. Dann sind die Ergebnisse der letzten Arbeitstage enthalten und die Tester haben am Wochenende Zeit, diese unter die Lupe zu nehmen. Ein Montag als Tag für das Release der neuesten Preview ist somit mehr als ungewöhnlich.

Normaler Build in Arbeit

Im Blog-Beitrag zur neuesten Ausgabe bringen die Redmonder allerdings Licht ins Dunkel. Demnach handle es sich hier keinesfalls um ein Versehen – aber durchaus um eine Art Probealarm. Man habe einfach nur mal ausprobieren wollen, ob man auch in der Lage sei, einen neuen Build kurzfristig und außer der Reihe in die Test-Kanäle zu schieben.

Build 20279 wird jenen Testern angeboten, die Build 20277 installiert haben oder auf einem vorhergehenden Stand sind. Wer bereits Build 21277 nutzt – beispielsweise um den neuen x64-Emulator für ARM-Systeme zu testen – bekommt den hier beschriebenen Null-Build aufgrund dessen niedrigerer Versionsnummer nicht angeboten. Die Microsoft-Entwickler betonten, dass sie ungeachtet der jetzt erfolgten Veröffentlichung an der normalen Preview arbeiten, die dann in einigen Tagen folgen wird. Nach den Feiertagen will man die Tester im Dev-Channel außerdem wieder auf einen einheitlichen Entwicklungsstand bringen.

Versteckte Funktionen in Windows 10? Kleines Tool offenbart praktische Tools

Windows 10 kann mehr als man auf den ersten Blick erwartet. Doch viele Funktionen sind nur schwer aufzuspüren oder man muss sich an die Registry wagen. Ein kleines Gratis-Tool will versteckte Windows 10-Features einfacher zugänglich machen. Im Video zeigen wir Ihnen zusätzliche Windows-Tools, die nicht nur schön aussehen, sondern auch praktisch sind.

Ein Betriebssystem wie Windows 10 ist ein sehr komplexes Stück Software. Die Kunst besteht darin, diese Komplexität so gut es geht zu verbergen und den Nutzern die Funktionen an die Hand zu geben, die sie am häufigsten brauchen und so ein möglichst einfaches Arbeiten mit dem PC zur ermöglichen.

Möchten Sie jedoch Ihr Windows individuell einstellen, kann es sein, dass die entsprechenden Windows-Funktionen nicht so einfach zu erreichen sind. Das kostenlose Tool Hidden Windows 10 Features will Abhilfe schaffen und versteckte Windows-Funktionen einfacher zugänglich machen.

Rund 50 versteckte Funktionen in sechs Rubriken

Das Tool Hidden Windows 10 Features bündelt aktuell rund 50 versteckte Funktionen. Der Aufbau des Tools ist denkbar einfach: Die Features werden aufgelistet und Nutzer aktivieren sie über Checkboxen. Damit das Ganze übersichtlich bleibt, untergliedert das Tool seine Funktionen in die sechs Rubriken This PC, Taskbar, Context menu, System, Security und Privacy.

Leider ist die Software bisher nur in englischer Sprache zu haben. Praktisch ist aber, dass hinter fast jeder Funktion ein Preview-Button angefügt ist. Dieser zeigt eine Vorschau und somit, was mit der jeweiligen Einstellung gemeint ist.

Simple Bedienung, andere können mehr

Die Bedienung von Hidden Windows 10 Features ist einfach: Gewünschte Funktion abhaken und auf “Apply” klicken. Sie können in einem Rutsch auch mehrere Punkte einschalten und dann aktivieren. Ein Systemwiederherstellungspunkt lässt sich über das Tool allerdings nicht erstellen und es fehlen kurze Erklärungen oder aussagekräftigere Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Punkten. Praktisch ist eine Import-Export-Funktion für die gesetzten Einstellungen. Diese sind erreichbar über das Zahnrad unten links.

Die Tweaks sind ganz gut ausgesucht, etwa um das Kontextmenü zu erweitern, einen Godmode-Ordner anzulegen oder Cortana zu deaktivieren. Andere Tweaker können aber deutlich mehr, etwa Winaero Tweaker oder Ultimate Windows Tweaker bieten deutlich mehr Optionen. Doch das kann dann auch schnell wieder unübersichtlich werden.

Was für eine Überraschung, Microsoft: Windows 10X ist fertig – das kann das neue Windows

Eines der wirklich spannenden Microsoft-Projekte nennt sich Windows 10X – das schlanke, flexible Windows 10 ist das erste neue Betriebssystem seit über fünf Jahren. Der Start ist für das Frühjahr 2021 geplant, fertig ist das System aber jetzt schon.

Im Frühjahr nächsten Jahres soll die Windows-Familie nach über fünf Jahren um ein neues Mitglied erweitert werden: Windows 10X – das “X” wird wie der Buchstabe ausgesprochen und soll für “expression” stehen. Die spezielle Ausgabe von Windows 10 tauchte schon früher auch als Windows Lite oder mit dem Codenamen Santorini auf. Microsoft hat nun die erste RTM-Version fertiggestellt – konkret heißt das, das System ist nun soweit komplett. Am Launch im Frühjahr ändert sich dadurch allerdings nicht.

Ursprünglich wurde das System für Microsofts Dual-Screen-Laptop Surface Neo präsentiert. Eine hausinterne Präsentation von Microsoft verriet jedoch, dass Windows 10X nicht ausschließlich für Geräte mit zwei Displays oder faltbarem Bildschirm geplant ist. Auch auf gewöhnlichen Laptops mit normalem Bildschirm soll Windows 10X grundsätzlich nutzbar sein. Doch Nutzer werden ein neues Gerät kaufen müssen, um an Windows 10X zu kommen – denn eine separate Download-Möglichkeit ist nicht geplant.

Anfangs kein Support für klassische Programme

Windows 10X sollte eigentlich nicht nur Apps unterstützen, sondern über eine spezielle Container-Technik auch normale 32-Bit-Programme ausführen können. Damit wollte Microsoft aus Fehlern der Vergangenheit lernen, bei denen die Geräte zu stark abgespeckt wurden. Nutzer sollten ein optimiertes und verschlanktes Windows mit fast allen Schikanen kriegen.

Doch hier gibt es Probleme und Windows 10X wird wohl im Frühjahr 2021 ohne Unterstützung für klassische 32-Bit-Programme an den Start gehen. Aufgegeben hat man das Projekt bei Microsoft zwar nicht, aber vor 2022 ist nicht mit der Technik zu rechnen. Das ist eine schlechte Nachricht, denn die Nutzung von klassischen Programmen dürfte wohl für viele Nutzer mit das wichtigste Argument für Windows 10X sein. Lediglich mit Apps ausgestattet wird Windows 10X zwar noch eindeutiger zum Konkurrenten für Chrome OS, aber zu einem Konkurrenten mit weniger Vorteilen.

Windows 10X auf normalen Notebooks

Microsoft will Windows 10X jetzt erst mal fit für normale Notebooks machen. Das erklärt ein offizieller Blog-Beitrag. Der Grund ist die veränderte Situation durch die Corona-Pandemie mit vielen Menschen im Homeoffice und Schülern, die Zuhause lernen müssen.

Ein offizielles Release-Datum nennt Microsoft bis heute nicht, als Start für Windows 10X auf Geräten mit einem Display soll für das Frühjahr 2021 angepeilt werden. Das System ist seit Dezember planmäßig fertig und wird nun erst mal an die Hersteller verteilt. Die primäre Zielgruppe sollen Unternehmen und Bildungseinrichtungen sein, bei denen günstige Geräte mit einem leichtgewichtigen Betriebssystem gefragt sind. Windows 10X soll also Microsofts Alternative zu den beliebten Chromebooks werden.

Ein Jahr später, also im Frühjahr 2022, sollen dann Notebooks für Privatnutzer sowie Geräte mit zwei Displays und Windows 10X kommen.

Windows 10X bremst Windows 10

Egal, ob man sich jetzt ein neues Gerät mit Windows 10X kaufen möchte oder nicht, das neue Betriebssystem könnte Auswirkungen auf Windows 10 haben. Es geht dabei wohl auch einfach um Entwickler, die beide Systeme voranbringen sollen. Ein Doppel-Update pro Jahr für Windows 10, wie es die letzten fünf Jahre der Fall war, wird dann wohl nicht mehr möglich sein. Auch das ist nicht offiziell von Microsoft bestätigt, aber den Plan könnte so aussehen:

Frühjahr 2021: Release Windows 10X für Unternehmen und Bildungseinrichtungen ohne Win32-Support, nur Single-Screen-Geräte

Herbst 2021: Release von Windows 10 21H2

Frühjahr 2022: Release von Windows 10X Version 2 auch für Privatnutzer, auch Dual-Screen-Geräte, möglicherweise mit Win32-Support

Herbst 2022: Release von Windows 10 22H2

Das Release von Windows 10X im Frühjahr könnte also dazu führen, dass Windows 10 21H1 ausfällt bzw. als Windows 10 21H2 in den Herbst geschoben wird. Vielleicht ändert Microsoft dann auch die Bezeichnungen für Windows 10, wenn es nur noch ein Funktionsupdate pro Jahr gibt.

Neue Optik für Startmenü, Taskleiste und Info-Center

Natürlich kann Windows 10 schon immer mit mehreren Displays umgehen, viele Nutzer betreiben an einem Notebook einen separaten Bildschirm, aber Windows 10X kann mehr. Es ist für Dual-Screen-Geräte und Foldables bestimmt, die praktisch nur aus Displayfläche bestehen, wie das Surface Neo. Damit sich diese Geräte schön bedienen lassen, hat man die drei zentralen Elemente Startmenü, Taskleiste und Info-Center komplett überarbeitet:

Startmenü: Wieder einmal greift Microsoft ein Redesign des Startmenüs an. Dieses Mal sitzt der Startbutton zentral und öffnet ein aufgeräumtes Startmenü mit drei Bereichen. Ganz oben sitzt ein Suchfeld, mit dem Nutzer lokal und auch im Web suchen können. Damit können Sie zum Beispiel auch installierte Programme finden und direkt starten. Darunter sind die beliebtesten Apps und Webseiten für den Schnellzugriff angeordnet. Der dritte Bereich listet kürzlich genutzte Dinge wie bearbeitete Office-Dokumente oder besuchte Webseiten auf. Die gute Nachricht: Die Programmliste kann man auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und es gibt die Möglichkeit Ordner anzulegen, um mehrere Objekte zusammenzufassen. Unter dem Strich speckt Microsoft das Startmenü ab zu einem einfachen Launcher.

Taskleiste: Die Taskleiste wird flexibler und passt sich je nach Gerät an die Display-Einstellungen an. Die Icons sitzen mittig, das lässt sich aber auch ändern. Klassisch rechts gibt es einen kompakteren Infobereich mit Uhrzeit, WLAN und Akkuanzeige. Ist keine Tastatur angeschlossen, minimiert sich die Taskleiste, sobald ein Programm gestartet wird.

Info-Center: Das Info-Center lassen viele Windows 10-Nutzer immer noch links liegen. Bisher drängt es sich recht dick an den rechten Bildschirmrand. Windows 10X speckt auch hier ab und zerhackt das Info-Center in mehrere kleinere Bereiche. Das hat zwei Vorteile: Die Benachrichtigungen sind sauber getrennt und die Schnelleinstellungen kriegen mehr Möglichkeiten. Nutzer können dann direkt im Info-Center mehr Einstellungen vornehmen und werden nicht in die Systemeinstellungen weitergeleitet.

Mit Tastatur-Unterstützung

Doch so cool das Surface Neo aussieht, Microsoft vergisst auch nicht, womit man heute arbeitet und das ist nun einmal die Tastatur. Deshalb unterstützt Windows 10X das auch. Wird die Hardware-Tastatur hochgeklappt, schaltet sich das Gerät in den passenden Modus. Gearbeitet wird dann hauptsächlich auf einem Bildschirm, einen Großteil des zweiten Bildschirms bedeckt das Keyboard. Die restliche Display-Fläche wird zur Wonderbar, dort blendet Microsoft beispielsweise hilfreiche Elemente wie Emojis ein oder man kann die Fläche als Trackpad nutzen.

Installation und Updates wesentlich schneller

Schneller und schöner, das trifft auch auf die Installation von Windows 10X zu. Bisher sieht die Installation von Windows 10 noch immer sehr klassisch aus, Windows 10X gießt die bekannten Schritte in eine moderne App-Optik. Die Schritte sind sehr ähnlich, Sprache auswählen, WLAN festlegen, Microsoft-Account angeben, das alles fragt auch Windows 10X ab. Cortana soll angeblich aus dem Setup verschwunden sein, das wird nicht allzu viele Nutzer stören.

Der eigentliche Hammer kommt aber bei Updates: Funktions-Updates installieren vollkommen unbemerkt im Hintergrund. Erst wenn ein Neustart nötig wird, macht sich das Update bemerkbar. Je nachdem wie schnell das System dann bootet, ist ein großes Update in ein paar Minuten fix und fertig eingespielt. Möglich macht das die strikte Aufteilung von Komponenten wie Systemdateien, Treibern und Programmen.

Windows 10X ausprobieren

Geräte mit zwei Bildschirmen sind jetzt erstmal wieder ins zweite Glied zurückgetreten. Prio hat erstmal Windows 10X auf normalen Notebooks mit einem einzigen Bildschirm. Ein waschechtes Windows 10X gibt es noch gar nicht in freier Wildbahn. Doch man kann das neue Betriebssystem trotzdem schon ausprobieren. Möglich macht es der Microsoft Emulator. Wie das genau geht, erklären wir in diesem Beitrag. Doch Vorsicht, die Bastelei empfehlen wir nur fortgeschrittenen Nutzern.

Samsung bringt neue Gaming-Monitore der Reihe Odyssey

Samsung erweitert seine Serie von Odyssey-Gaming-Monitoren. Neu stoßen nun die Modelle G3 und G5 zu den bereits erhältlichen G7 und G9. Der G5 mit 27 Zoll Diagonale im Curved-Design ist ab sofort im Handel zu haben. Er legt WQHD als Auflösung an und nutzt 144 Hz. Im Frühjahr 2021 soll der G3 im Flat-Design mit 24 und 27 Zoll Diagonale folgen. Auch weitere Versionen des G5 mit 32 und 34 Zoll sind für das Frühjahr 2021 angedacht.

Um weiter auf den Samsung Odyssey G5 einzugehen: Der 27-Zoller bringt 2.560 x 1.440 Pixel mit und unterstützt neben AMD FreeSync auch HDR10. Als Krümmungsradius gibt man 1000R an. Die Reaktionszeit betrage nur 1 ms (MPRT). Die Variante des G5 mit 34 Zoll soll dann sogar mit WQHD im Format 21:9 auflösen und die Bildwiederholrate auf 165 Hz erhöhen.

Der G3 stapelt da etwas tiefer und setzt auf Full HD – immerhin ebenfalls mit 144 Hz und AMD FreeSync. Als Reaktionszeit nennt Samsung erneut 1 ms (MPRT). Als weiteres Merkmal nennt Samsung einen höhenverstellbaren Standfuß. Alle weiteren Daten des Samnung Odyssey G3 findet ihr hier auf der Produktseite. Preise gibt Samsung da noch nicht an, allerdings sollten die G3 und G5 sicherlich bald bei ersten Händlern gelistet sein.

Microsoft entfernt mehr Windows-7-Funktionen aus Windows 10

Aero Shake kann Fenster durch Schütteln des aktiven Fensters minimieren. Die Funktion soll wohl deaktiviert werden – wie das Snipping-Tool.

Microsoft macht bei der Ummodellierung von Windows 10 Fortschritte. In einem aktuellen Previewbuild wird klar, dass immer mehr aus Windows 7 bekannte Funktionen optional gemacht oder komplett entfernt werden. Das berichtet das Techmagazin Windows Latest. Betroffen ist hier die Funktion Aero Shake, die durch schnelles Hin- und Herbewegen eines Fensters alle sichtbaren Fenster bis auf dieses minimiert. Ursprünglich wurde die Funktion mit der Vorstellung von Windows 7 und der überarbeiteten Aero-Benutzeroberfläche eingeführt.

Im Preview-Patch und später auch in der Live-Version von Windows 10 könnte das allerdings komplett über einen internen Flag deaktiviert werden. Bisher ist dies nur über einen manuell eingestellten Registry-Eintrag möglich. Dazu muss ein neuer Dword-32-Bit-Schlüssel mit der Bezeichnung NoWindowMinimizingShortcuts und dem Wert 1 im Verzeichnis HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows angelegt werden.

Aero Shake von Einigen unerwünscht

Viele Suchergebnisse im Internet zeigen Tutorials, wie das aus Windows 7 bekannte Aero Shake abgeschaltet werden kann. Das lässt vermuten, dass zumindest ein Teil der Windows-10-Community die Funktion eher als hinderlich ansieht. Dass Microsoft das Feature entfernt, könnte also eine Reaktion auf User-Feedback sein.

Microsoft plant, auch weitere Windows-7-Funktionen standardmäßig zu deaktivieren. So soll das Windows-7-Snipping-Tool für das Erstellen von Bildschirmfotos ausgeschaltet und als optionales Modul manuell aktivierbar werden. In dieser Liste befinden sich auch andere Legacy-Anwendungen wie der Internet Explorer 11, der mittlerweile von Microsoft Edge auf Chromium-Basis und mit integriertem Internet-Explorer-Modus ersetzt wurde. Als Ersatz soll es Snip and Sketch geben, welches auf Microsofts UWP-Design basiert und im Microsoft Store heruntergeladen werden kann.

Der Intel Core i9-11900K kann den AMD Ryzen 9 5950X bei einem Gaming-Benchmark übertreffen

Denn einem neuen Eintrag im Ashes of the Singularity-Benchmark zufolge erreicht der Prozessor in Kombination mit einer GeForce RTX 2080 Ti im Crazy_1080p-Preset eine Wertung von 6.200 Punkten bzw. eine durchschnittliche CPU-Bildrate von 63,0 fps. Derselbe Nutzer hat einen Ryzen 9 5950X (ca. 1.100 Euro auf Amazon) mit seinen 16 Kernen in einem ähnlichen System getestet und dabei ein Ergebnis von 5.600 Punkten bzw. 57,1 fps erzielt, der Core i9-10900K kommt auf 5.700 Punkte.

Alle drei Benchmark-Ergebnisse stammen vom selben Nutzer, Vergleiche mit Ergebnissen von anderen Nutzern zeigen aber, dass die Wertung je nach Konfiguration enorm abweichen kann, daher sollten einzelne Ergebnisse wie diese wie üblich mit etwas Vorsicht genossen werden. Außerdem dürfte der Ryzen 9 5950X durch seine 16 Kerne in einigen Anwendungen massive Vorteile haben – der Core i9-10900K konnte bei Geekbench bereits vernichtend geschlagen werden. 

Es scheint aber ganz so, als würde die Cypress Cove-Architektur, die im Prinzip auf höher getaktete Ice Lake-Prozessorkerne setzt, eine ordentliche Gaming-Performance bieten, die AMD die Krone um den schnellsten Gaming-Prozessor streitig machen könnte. Rocket Lake soll im März 2021 offiziell vorgestellt werden. Intel hat bereits einige Details offiziell bestätigt, wie etwa die Tatsache, dass das Flaggschiff “nur” mit acht Kernen ausgestattet sein wird, oder auch die Unterstützung für PCIe 4.0.

Rocket Lake-S: Core i9-11900K angeblich mit bis zu 5,3 GHz Boost-Takt

Nachdem sich das kommende Intel-Flaggschiff bereits Anfang des Monats im Ashes of the Singularity-Benchmark gezeigt hatte, gibt es nun weitere – wenn auch unbestätigte – Informationen zum Core i9-11900K, genauer gesagt zu dessen Boost-Verhalten. So soll der Single Core-Boost stolze 5,3 GHz betragen, der All-Core-Boost liege bei 4,8 GHz.

Der Twitter-User davidbepo teilte auf seinem Account neue Informationen zu Intels kommenden Rocket Lake-S-Prozessoren. Natürlich sind diese Daten nicht verifiziert, wie gehabt sollte man also auf offizielle Daten seitens Intel warten, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein. Doch nachdem sich das Rocket Lake-S-Flaggschiff in Form des Core i9-11900K bereits Anfang des Monats im Ashes of the Singularity-Benchmark gezeigt hat, wo die CPU auf Augenhöhe zum direkten Konkurrenten, dem Ryzen 7 5800X, operieren konnte, sollen jetzt die Boost-Frequenzen bekannt sein.

Single-Core-Boost von 5,3 GHz?

In Form einer schriftlichen Übersicht zeigt davidbepo eine Übersicht über die kommenden Rocket Lake-S-Modelle. Der Core i9-11900K soll sich dabei als durchaus taktfreudig erweisen, denn ein einzelner Kern soll bei Bedarf auf bis zu 5,3 GHz beschleunigt werden. Bedarf es der gemeinsamen Höchstleistung aller acht Kerne, werde ein All-Core-Boost von immer noch 4,8 GHz erreicht, womit man jedoch 100 MHz unter dem All-Core-Takt des Vorgängers Core i9-10900K liegen würde.

Der i9-11900K soll zwei Power Level haben – eines mit einer Grenze von 125 Watt, das zweite mit einem Limit von 250 Watt. Ein weiterer Twitter-User mit dem Usernamen harukaze5719 fügte dem Tweet seines Leak-Kumpanen eine Tabelle bei, die das kommende Rocket Lake-S-Lineup noch einmal übersichtlich zeigen soll. Ob diese Daten stimmen, wird sich spätestens in der ersten Jahreshälfte 2021 herausstellen, wenn Intel die neuen CPUs offiziell vorstellt.

Das billige HP Pavilion ist eigentlich gar nicht mehr so schlecht

HP hat den Consumer-Bereich grob in drei Klassen unterteilt, für die es jeweils eine passende Serie gibt: die Einstiegs-Serie Pavilion, die Mittelklasse-Serie Envy und die High-End-Serie Spectre. Grundsätzlich empfehlen wir eher Mittel- oder Oberklassemodelle, da die meisten Nutzer ihre Laptops einige Jahre lang behalten möchten. Sich so lange mit einem billigen Laptop herumschlagen zu müssen kann ärgerlich sein, vor allem da es hier auch häufiger zu wirklichen Problemen kommt.

Manchmal muss es aber etwas preiswertes sein. In dem Fall gehören die neuesten HP-Pavilion-Modelle sicherlich zur besseren Wahl. Die älteren Modelle waren noch dick, klobig und schrien regelrecht nach Plastik – sie entsprachen ihrem billigen Preisschild. Das neue 2020er Pavilion 13 hingegen hat sich einige Features von den teureren Envy- und Spectre-Modellen abgeschaut und bietet etwa schmale Bildschirmränder und ein moderneres Aussehen im Faux-Unibody-Look, das an das Envy 13 erinnert, und täuscht so über seinen geringen Preis hinweg.

Alle High-End-Features sind natürlich nicht vorhanden. Es fehlt etwa das Gehäuse aus Aluminium, die Unterstützung von Thunderbolt, und die guten Wartungsmöglichkeiten.

Test MSI Prestige 14 Evo Laptop: Intel holt auf

Wer im Preisbereich zwischen 1.000 und 1.500 Euro ein leistungsfähiges und gleichzeitig kompaktes Business-Notebook für den mobilen Einsatz sucht, könnte am MSI Prestige 14 Evo Gefallen finden. Das von uns getestete Modell A11M-005, welches knapp 1.300 Euro kostet, bietet mit dem Core i7-1185G7 einen modernen Quad-Core-Chip aus Intels Tiger-Lake-Generation. Diesem stehen 16 GB DDR4-RAM und eine 512 GB große M.2-SSD zur Seite. Als Display dient ein mattes Full-HD-Panel auf IPS-Basis mit Slim-Bezel-Design. Das Gerät wurde in enger Zusammenarbeit mit Intel entwickelt (Evo Plattform).

Zu den Konkurrenten des Prestige 14 Evo zählen andere 14-zöllige Business-Geräte ohne dGPU wie das Asus Zenbook 14 UX425EA (Core i7-1165G7), das Lenovo Yoga Slim 7-14ARE (Ryzen 7 4800U), das HP EliteBook 845 G7 (Ryzen 7 Pro 4750U) und das Acer Swift 3 SF314-42-R4XJ (Ryzen 7 4700U). Alle genannten Laptops tauchen in den Tabellen jeweils als Vergleichsgeräte auf.

Gehäuse

Auf den ersten Blick erinnert das 14 Evo sehr stark an das „konventionelle“ Prestige 14. Bei genauerem Hinsehen bzw. Anfassen zeigen sich allerdings ein paar Unterschiede. So erhält das 14 Evo nicht nur ein etwas stabileres Touchpad, sondern auch ein anderes Tastaturlayout sowie eine feinere Tastenbeschriftung. An der Schnittstellenausstattung und -verteilung hat MSI ebenfalls geschraubt (Thunderbolt 4 statt Thunderbolt 3, Cardreader verschoben, 1 USB-Port weniger).

Ansonsten weist das Gehäuse dieselben Charakteristiken auf. Durch den großflächigen Metalleinsatz wirkt das Chassis sehr hochwertig, wenngleich die Verarbeitung noch einen Tick besser sein könnte (der Übergang zwischen Ober- und Unterschale ist etwas unsauber). Die Stabilität fällt für ein derart kompaktes Gerät ordentlich aus, wobei sich die Oberflächen bei kräftigerem Druck an manchen Stellen teils spürbar durchbiegen. Im Alltag stört dieses Manko jedoch kaum.

Apropos kompakt: Mit einer Grundfläche von 31,9 x 21,5 cm und einer Bauhöhe von gerade einmal 1,6 cm nimmt der 14-Zöller auf dem Schreibtisch bzw. in der Tasche nicht besonders viel Platz weg. Das geringe Gewicht (nur 1,2 kg) trägt ebenfalls zur Transporttauglichkeit bei. Weitere Pluspunkte gibt es für das schicke Design. Das Prestige 14 Evo macht in jeder Umgebung eine gute Figur.

Ausstattung

Schnittstellen

Bei den Anschlüssen folgt MSI dem „Apple Trend“ und stattet das 14 Evo mit nur einer Handvoll Schnittstellen aus. Neben zwei modernen Thunderbolt-4-Ports, welche auf der linken Seite sitzen und auch zum Laden des Notebooks dienen, beherbergt der 14-Zöller noch einen USB-2.0-Port vom Typ A, einen microSD-Slot und eine 3,5-mm-Buchse für Kopfhörer und Mikrofone, die jeweils auf der rechten Seite untergebracht sind. Auf einen RJ45-Port müssen Käufer ebenso verzichten wie auf eine Kesington-Lock-Öffnung und dedizierte Bildausgänge. Externe Monitore werden per DisplayPort/HDMI-auf-USB-C-Adapter respektive Kabel an die Thunderbolt-Ports angeschlossen.

Kommunikation

Für die drahtlose Kommunikation war im Testgerät der AX201-Chip von Intel zuständig. Das Wi-Fi-6-Modell beherrscht neben den WLAN-Standards 802.11 a/b/g/n/ac/ax auch Bluetooth 5.1. Den Geschwindigkeitstest mit unserem Referenzrouter Netgear Nighthawk AX12 (1 m Abstand) meisterte das 14 Evo mit sehr guten 1.110 Mbit/s beim Senden und 1.260 Mbit/s beim Empfangen, was den zweiten bzw. dritten Rang im Konkurrenzfeld bedeutet.

Webcam

Während die Webcam-Qualität bei Multimedia- und Gaming-Geräten eher unwichtig ist, kommt ihr im Business-Bereich schon eine gewisse Relevanz zu. In dieser Hinsicht sollte MSI noch deutlich nachlegen. Laut unseren Messungen können weder die Farbdarstellung noch die Bildschärfe überzeugen (siehe Fotos).

Zubehör

Der Lieferumfang beschränkt sich auf die üblichen Infohefte und das Netzteil (65-Watt-Modell). Letzteres ist mit rund 6,5 x 6,5 x 3 cm überraschend klein und handlich, was dem Transport zugutekommt.

Wartung

Die Wartung hinterlässt gemischte Gefühle. Zwar lassen sind die auf dem Gehäuseboden befindlichen Kreuzschrauben recht schnell entfernen, allerdings kann die Unterschale danach nur mit einem flachen Werkzeug (z. B. einer Spachtel) und einer ordentlichen Portion Muskelkraft aus der Verankerung gehebelt werden. Im Inneren des Gehäuses erwartet Käufer ein sehr aufgeräumtes Bild: Direkt neben dem großen Akku tummeln sich der M.2-Slot und das Funkmodul. Das Kühlsystem besteht aus einem Lüfter und zwei Heatpipes. Wer auf den unteren Bildern nach RAM-Bänken sucht, wird leider enttäuscht. Der komplette Arbeitsspeicher ist auf dem Mainboard verlötet und kann entsprechend nicht ausgetauscht oder erweitert werden – schade.

Garantie

Die Garantie erstreckt sich über 24 Monate. Es handelt sich dabei um einen klassischen Pickup- & Return-Service.

Eingabegeräte

Tastatur

Als Keyboard verwendet MSI ein Chiclet-Modell, das abseits von ein paar Ausnahmen angenehm üppig bemessen ist im Bezug auf die Tastengröße. Allerdings müssen Käufer aufgrund des eingeschränkten Platzes ohne Nummernblock auskommen. Das Tippgefühl erweist sich als recht gut, was Druckpunkt und Anschlag betrifft. Lautstärkemäßig bewegt sich das Keyboard im Mittelfeld, ist also weder leise noch besonders laut.

Mit dem Layout konnten wir uns nicht ganz anfreunden. Für ein deutsches Gerät ist die Tastenanordnung – wie man es von vielen anderen MSI Modellen kennt – sehr eigenwillig (einzeiliges Enter, verschobene ><|-Taste, …). Durch die Abweichungen vom Standard fällt eine gewisse Eingewöhnungszeit an. Am meisten gestört haben uns dabei die arg schmalen und zusammenhängenden Fn-/Strg-Tasten. Für nächtliche Einsatze oder Einsätze bei schlechtem Licht bietet das 14 Evo übrigens eine weiße Tastaturbeleuchtung, welche in mehreren Stufen geregelt werden kann.

Touchpad

Für 14-Zoll-Verhältnisse ist das Touchpad sehr groß geraten. Zwar hält sich die Höhe mit rund 6,5 cm in Grenzen, knapp 14 cm Breite verdienen jedoch Respekt und erleichtern das Zurücklegen von längeren Mausstrecken. Der Multi-Touch-Support funktionierte im Test einwandfrei. Dank der glatten Oberfläche lassen sich Inhalte mit zwei Fingern komfortabel zoomen und scrollen. Im linken oberen Eck des Touchpads hat MSI zudem einen Fingerabdrucksensor eingearbeitet.

Display

Um die Bildwiedergabe kümmert sich – wie eingangs erwähnt – ein mattes IPS-Panel, das mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflöst, was für das Notebook-Format genau richtig ist.

Während der Schwarzwert (0,18 cd/m²) und der Kontrast (mehr als 1.600:1) zu überzeugen wissen, bleibt die Leuchtkraft hinter den Erwartungen bzw. Möglichkeiten zurück. Durchschnittlich 277 cd/m² sind primär für Innenräume und nicht für Outdoor-Aufenthalte geeignet – ärgerlich angesichts des mobilen Charakters. Mit Ausnahme des Acer Swift 3 schaffen alle Konkurrenten rund 400 cd/m².

Beim Thema Farbdarstellung platziert sich das 14 Evo in der Mitte des Testfelds. Mit einem DeltaE-2000-Wert von 2,95 (ColorChecker @Calman) ist das Display noch knapp im Idealbereich. Der Farbraum muss sich ebenfalls keine Kritik anhören: 93 % sRGB und 71 % AdobeRGB-Abdeckung dürften die meisten Käufer zufriedenstellen. Hinzu kommt eine IPS-typisch gute Blickwinkelstabilität.

Zum Zocken eignet sich der 14-Zoll-Screen indes kaum. Mit einer Reaktionszeit von 33 ms (black-to-white) respektive 60 ms (grey-to-grey) schaltet das Panel recht langsam.

Testbedingungen

Im vorinstallierten MSI Center hat man die Möglichkeit, auf verschiedene Soft- und Hardware-Aspekte Einfluss zu nehmen. Am interessantesten ist dabei das Menü User Scenario, welches vier Profile beinhaltet. Sofern nicht anders erwähnt, wurden all unsere Messungen im Modus Balanced durchgeführt, welcher nach der Einrichtung automatisch aktiv ist.

Leistung

Um den Preis von über 1.000 Euro zu rechtfertigen und eine hohe Mobilität zu gewährleisten, greift MSI auf potente Stromspar-Komponenten zurück. Hier wäre vor allem die brandneue Tiger-Lake-CPU zu nennen, welche mit der erstaunlich flotten iGPU Iris Xe Graphics G7 aufwarten kann, wie wir gleich noch näher sehen werden. 16 GB RAM sollten den meisten Business-Kunden ebenfalls für mehrere Jahre genügen. Die 512-GB-SSD lässt sich theoretisch durch ein größeres Modell ersetzen.

Prozessor

Der Core i7-1185G7 ist ein idealer Begleiter für Nutzer, die sowohl auf Leistung als auch auf Akkulaufzeit Wert legen. Das 28-Watt-Modell bietet 12 MB L3-Cache sowie 4 Kerne und kann per Hyper-Threading bis zu 8 Threads parallel bearbeiten. Eine der größten Verbesserungen im Vergleich zur Vorgänger-Architektur Comet Lake stellt der verkleinerte Fertigungsprozess dar. Um halbwegs auf AMDs 7-nm-Technik aufzuschließen, verwendet Intel jetzt endlich kein 14-nm-Verfahren mehr, sondern wechselt immerhin auf 10 nm.

Der Basistakt des Quad-Cores beträgt 3,0 GHz, wobei mittels Turbo Boost bis zu 4,8 GHz möglich sind, was für eine Stromspar-CPU ziemlich viel ist. Wie sich der Prozessor unter Last verhält, haben wir anhand unseres Cinebench Loops getestet.

Dort offenbaren sich zwei Dinge. Erstens: Während der Silent-Modus die Leistung deutlich drosselt, bringt der High-Performance-Modus im MSI Center kaum Vorteile. Zweitens: Der Core i7-1185G7 kann zwar ungefähr an den Ryzen 7 4700U heranreichen (8C/8T), gegen den Ryzen 7 Pro 4750U und den Ryzen 7 4800U (jeweils 8C/16T), welche oft in ähnlichen teuren Laptops stecken, hat der Intel Chip jedoch keine Chance – zumindest nicht in Multi-Thread-Anwendungen.

System Performance

Nicht zuletzt dank der NVMe-SSD trumpft das Prestige 14 Evo mit einer sehr guten Systemleistung auf. 4.894 Punkte im PCMark 10 könnten auch von einem Multimedia- oder Gaming-Notebook stammen. Auch subjektiv reagiert das Betriebssystem (Windows 10 Home 64 Bit) flott, seien es nun Ladezeiten, Übertragungen, Installationen oder Boot-Vorgänge.

DPC-Latenzen

Obwohl das 14 Evo die niedrigsten Latenzwerte im Testfeld besitzt, ist es laut dem Tool LatencyMon nicht unbedingt für Audio- und Videobearbeitung in Echtzeit geeignet.

Massenspeicher

Beim verbauten Massenspeicher geht MSI keine Kompromisse ein. Das 512-GB-Drive von Phison lässt die Samsung- und Intel SSDs der Konkurrenzgeräte im CrystalDiskMark und im AS SSD Benchmark teils deutlich hinter sich.

Grafikkarte

Für Grafikberechnungen ist die im Prozessor integrierte Xe Graphics G7 verantwortlich. Der DirectX-12-fähige Chip kommt auf 96 Ausführungseinheiten und taktet mit 400 bis 1.350 MHz.

Wie die Grafik-Benchmarks belegen, ist die Leistung für iGPU- und vor allem Intel Verhältnisse überraschend gut. Sowohl im 3DMark 11 als auch im aktuellen 3DMark setzt sich das 14 Evo an die Spitze des Vergleichsfelds. AMDs Vega 7 wird jeweils um mindestens 20 % abgehängt (maximaler Vorsprung: knapp 90 %), eine Vega 8 rechnet mindestens 10 % langsamer. Auch das ebenfalls mit einer Iris Xe G7 bestückte Asus Zenbook 14 muss sich etwas geschlagen geben.

Ob die Grafik-Performance über längere Zeiträume konstant bleibt, haben wir gut 60 Minuten mit dem Rollenspiel The Witcher 3 überprüft (FullHD, maximale Details). Hier ließen sich keinerlei Framerate-Einbrüche beobachten.

Gaming Performance

Obwohl das 14 Evo durchaus spielefähig wäre, ist der 14-Zöller definitiv keine Gaming-Plattform. Zum einen reicht die Leistung in modernen Titeln oft nur für minimale Settings und 1.280 x 720 Bildpunkte. Zum anderen laufen viele Games – wohl aufgrund von Treiberproblemen – generell nicht sauber. So hatten wir in einigen Fällen mit Abstürzen (Cyberpunk 2077, Horizon Zero Dawn, Dirt 5, Assassin’s Creed Valhalla, Call of Duty Cold War) und/oder massiven Grafikfehlern (Ghost Recon Breakpoint, Watch Dogs Legion) zu kämpfen. Ältere bzw. anspruchslosere Spiele wie zum Beispiel Dota 2 und Fifa 21 lassen sich hingegen in guter Optik und mit der nativen Auflösung genießen.

Emissionen

Geräuschemissionen

Wenngleich das 14 Evo unter Last lauter als seine Konkurrenten wird, ist die Geräuschkulisse im 3D-Betrieb mit 39 bis 43 dB(A) akzeptabel. Im Idle-Modus steht der Gehäuselüfter – abgesehen von zwischenzeitlichen Auftourphasen – ganz still. Komplett lautlos ist das Gerät allerdings nie. So trat unser Testgerät durch ein ziemlich markantes Spulenfiepen in Erscheinung. Je nach Gehör und persönlichem Empfinden kann sich dieses Geräusch als störend erweisen.

Temperatur

Bei der Hitzeentwicklung zieht das 14 Evo ebenfalls am Vergleichsfeld vorbei. Die höchste Grafikleistung führt im 3D-Betrieb auch zu den höchsten Temperaturen. Angesichts einer Bodentemperatur von maximal 61 °C sollte man den 14-Zoll-Spross bei Volllast nicht unbedingt auf den Schoß nehmen. Maximal 54 °C im Witcher-3-Test sind ebenso recht viel. Allerdings dürften die meisten Anwender ihren Business-Laptop nur selten derart auslasten. Unter normalen Bedingungen bleiben die Gehäuseoberflächen ziemlich kühl. Mehr als 30 °C konnten wir dem Chassis im Idle-Modus nicht entlocken.

Lautsprecher

Die Soundqualität wird dem Kaufpreis leider nicht gerecht. Laut unserer Audio-Analyse hapert es speziell beim Bass und bei mittleren Tönen. Die Maximallautstärke ist mit 75 dB ebenfalls bescheiden. Das konkurrierende Zenbook 14 schneidet über fast alle Tonbereiche hinweg besser ab und lässt sich höher aufdrehen (bis zu 87 dB). Zum Mediengenuss sollte man beim 14 Evo entsprechend Kopfhörer oder externe Speaker anstöpseln.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Auch wenn die Konkurrenz etwas weniger Strom benötigt, würden wir den Energiebedarf als ordentlich bezeichnen. 5 bis 11 Watt im Idle-Modus sprechen für gute Akkulaufzeiten. Unter Last gab unser Messgerät zwischen 39 und 65 Watt aus.

Akkulaufzeit

Mit 52 Wh liegt die Akkukapazität im Bereich der Konkurrenz, welche auf 48 bis 67 Wh kommt. Bei praxisnahen Szenarien ist die Laufzeit des 14 Evo mehr als solide. In unserem Wlan-Test mit reduzierter Displayleuchtkraft (ca. 150 cd/m²) machte der 14-Zöller erst nach rund 7,5 Stunden schlapp. Noch besser sieht es allerdings bei den Vergleichsgeräten aus: Diese erreichen im Wlan-Test zwischen zehn und 13 Stunden. Nur im Idealfall (geringe Auslastung & Helligkeit) lassen sich aus dem Akku des MSI Laptops über zehn Stunden herausquetschen.

Fazit

Mit der Tiger-Lake-Generation versucht Intel, die Performance-Lücke zu AMD zu schließen, was längst überfällig war.

Der Plan geht dabei jedoch nur teilweise auf. Während die Grafikleistung im Falle des Core i7-1185G7 (Iris Xe Graphics G7) einen großen Sprung nach vorne macht, ist die Prozessorleistung in Relation zu den Kosten weiterhin bei AMD besser. Der Hauptkonkurrent bietet im entsprechenden Preisbereich schon Achtkerner mit 16 Threads anstelle von Vierkernern mit acht Threads, was bestimmte Anwendungen mit einer deutlich höheren Performance belohnen. Außerdem sind die AMD Modelle energieeffizienter (geringere Erwärmung, höhere Akkulaufzeit).

Ansonsten hat sich MSI eher auf den Mobilitäts- als auf den Profiaspekt konzentriert. Dem kompakten und leichten Gehäuse fallen die Anschlussvielfalt und die Wartungs- bzw. Upgrade-Möglichkeiten (verlöteter RAM) zum Opfer. Die Qualität der Webcam und der Lautsprecher könnte man ebenfalls bemängeln. Dafür punktet das Prestige 14 Evo unter anderem mit einem schicken Design und einem großen Touchpad.

Huawei Mate 40 Pro: Innenleben könnte Reparatur erschweren, so Experten

Während zahlreiche Nutzer vom Huawei Mate 40 Pro überzeugt sind, sehen zumindest Experten Probleme, wenn eine Smartphone-Reparatur notwendig wird.

Wer ein Huawei Mate 40 Pro sein Eigen nennt, ist mit den Funktionen, der Ausstattung und der Bedienung des Gerätes höchstwahrscheinlich zufrieden. Fachleute und User gleichermaßen äußern sich bisher positiv über das Gerät. Der genauere Blick ins Innere des Gerätes hinterlässt aber zumindest einige Experten kritisch, denn es könnte zu Problemen kommen, sollte das Handy einmal kaputt gehen. Einer schnellen und unkomplizierten Smartphone-Reparatur sollen zumindest gewisse Hindernisse im Weg stehen.

Huawei Mate 40 Pro: Deshalb könnte die Smartphone-Reparatur problematisch sein

Ein Huawei Mate 40 Pro kostet derzeitig im günstigen Fall rund 1.160 Euro. Für ein neues Flaggschiff längst nicht mehr ungewöhnlich, dennoch sollte die Anschaffung eines hochpreisigen Gerätes immer gut den eigenen Ansprüchen entsprechend abgewogen werden. Fachleute von iFixit haben das Handy beispielsweise für einen Test der Reparaturfähigkeit auseinandergenommen und dabei ein eher überraschendes Urteil getroffen: 4 von 10 Punkten auf dem Reparierbarkeitsindex (10 ist am einfachsten zu reparieren laut iFixit).

Zu möglichen Komplikationen im Falle einer notwendigen Smartphone-Reparatur kann es demnach unter anderem aufgrund der Verglasung von Vorder- und Rückseite kommen. Diese in Verbindung mit dem sehr starken Kleber, den Huawei den Experten zufolge verwendet hat, könnte es schwerer machen, das Handy zu öffnen. iFixit merkt diesbezüglich an, das die bisherige Methode nicht funktioniert hat: “Unser übliches Rezept von erhitzen, anheben und aufschneiden funktioniert heute nicht: Der Kleber will sich einfach nicht lösen lassen.”

Vor allem beim Ausbau des Display gab es Probleme: “Nach noch mehr gesprungenem Glas und extrem viel fluchen und hebeln kriegen wir das Display endlich abgelöst. (…) Du kannst es drehen, wie du es willst, ein Displayaustausch beim Mate 40 Pro wird schrecklich. Wir können noch nichtmal sagen, dass wir überrascht sind, nur sehr enttäuscht. (…) Mit einem letzten Seufzer entfernen wir den Fingerabdrucksensor unter dem Display. Du kannst ihn nicht ersetzen, ohne dass du das Display zerstörst.”

Unübersichtliches Innenleben, aber auch ein großer Pluspunkt

Ein weiterer Stolperstein für die Experten: Das Innenleben des Huawei Mate 40 Pro ist “ein wenig unordentlicher aus als in den neuen iPhones”, wie es in den Aufzeichnungen zum Teardown heißt. Beispielhaft dafür ist ein Flachbandkabel nahe des Power Buttons, den die Experten übersehen und unbemerkt gekappt hatten. Zum Vergleich: Die iPhone 12-Serie hat von iFixit ebenfalls ein eher schlechtes Urteil bekommen mit 6 von 10 Punkten. Samsungs Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra erhielten sogar nur 3 von 10 Punkten.

Dennoch verfügt das Huawei Mate 40 Pro über einen sehr große Pluspunkt im Hinblick auf eine Smartphone-Reparatur. So sind viele Teile modular und selbst Bestandteile wie die Handykamera sind inzwischen auf diese Art konzipiert. Das macht sie einfach erreichbar und austauschbar: “Alle größeren Komponenten sind so modular, dass die einzeln ersetzt werden können (…).” Leicht sei dies zwar nicht, aber auf jeden Fall von Vorteil. Der ausführliche Bericht von iFixit beschreibt sämtliche Einzelschritte des Teardown im Detail.

Der Preis für verschiedene Formen der Smartphone-Reparatur setzt Huawei laut eigener Übersicht folgendermaßen an (Modell Mate 40 Pro Dual SIM 8GB+256GB (NOH-NX9) Silver) zuzüglich. Arbeits-, Transport-, und sonstige Kosten:

Frontkamera: 89,41 Euro

Gehäuse: 103,34 Euro

Display: 276,71 Euro

Mainboard/Hauptplatine: 512,07 Euro

Kamera: 165,27 Euro

Was die Huawei Mate 40-Serie sonst noch kann und nicht kann, ist aber ebenso interessant. Vielleicht möchtest du aber auch noch bis zum kommenden Huawei Mate 50 warten. Erste Spekulationen gibt es schon. Die künftig geplante Technologie für Huaweis Kameras könnte besonders beeindruckend werden.