Für Android und iOS: Sieben Apps für Grillmeister

Es weht ein würziger Duft durch die Gärten – die Grillsaison ist in vollem Gange. Diese Apps unterstützen Grillmeister bei ihrer Lieblingsbeschäftigung.

Die Deutschen lieben das Grillen. Laut Zahlen des Statistikportals “Statista” besitzt nur jeder Zehnte in Deutschland keinen eigenen Grill und ganze 97 Prozent geben an, “gerne” zu grillen. Wer diese Apps auf seinem Smartphone installiert, hat noch mehr Freude daran.

Dem Gewitter einen Schritt voraus
Um sich beim heimischen Barbecue von Gewittern keinen Strich durch die Rechnung machen lassen zu müssen, gibt es mehrere Apps, mit denen man das Wetter auf dem Schirm behält. Sowohl “RegenRadar” ( Android/ iOS) als auch “Windy” ( Android/ iOS) sind kostenlos. Beide zeigen die genaue Position von Regenfeldern an und geben eine Prognose für die kommenden Stunden ab. Genug Zeit, um für eine gelungene Grillsession gewappnet zu sein.

Da freut sich der Gaumen
Dass die Geschmäcker verschieden sind, zeigt sich in der Regel auf dem heißen Rost, wo beispielsweise Portobello-Pilze einträchtig neben Nackensteaks brutzeln. Wer auf der Suche nach neuer Rezept-Inspiration ist, kann einen Blick auf die App “Grillrezepte 2” ( Android/ iOS) werfen. In mehr als 6.000 Rezepten können Grillmeister hier stöbern, Lesezeichen setzen und bei Bedarf das Ganze auch offline nutzen.

Wer gerne Steaks isst, findet bei der Anwendung “Steak Mate” ( Android/ iOS) Unterstützung: Einfach Art sowie Dicke des Fleisches und anschließend die Zubereitungsmethode wählen, danach zeigt die kostenlose App einen Timer an. Der teilt einem sogar mit, wann das Fleisch zu wenden ist, damit es am Ende den genauen Vorlieben des Grillgastes entspricht.

Auch für fleischfreie Grillmeister gibt es Rezept-Apps, beispielsweise “Tasteful Vegan Recipies” für Android. Sowohl Fisch-, Fleisch- als auch Gemüserezepte hat die App der beliebten Netz-Rezeptsammlung “Chefkoch”( Android/ iOS) im Angebot. Knapp 5.000 der mehr als 300.000 Rezepte von “Chefkoch” fallen in die Kategorie Barbecue und Grillen.

Grillen während der Pandemie
Wegen der Corona-Pandemie gelten in Deutschland weiterhin bestimmte Rahmenbedingungen, unter denen das gemeinsame Grillfest überhaupt stattfinden kann. Weil beim Flickenteppich an unterschiedlichen Maßnahmen und aktueller Situation schnell die Übersicht verloren geht, gibt es die App “Darf ich das?”.

Die kostenlose Anwendung ist seit Oktober 2020 für Android und iOS erhältlich und anonym nutzbar. “Darf ich das?” bündelt die aktuellen Bestimmungen aller Landkreise in Deutschland – so steht unbeschwertem Grillen nichts mehr im Wege.

So schalten Sie das iPhone ohne Knopf aus

Der Power-Knopf am iPhone ist defekt, aber Sie würden gerne Ihr Smartphone ausschalten? Nutzen Sie dazu einfach iOS, um Ihr Ziel zu erreichen.

Vielseitiger Knopf an Ihrem iPhone
Betätigen Sie den Power-Knopf kurz, geht das Gerät in den Standby-Modus. Halten Sie ihn zusammen mit einer der Lautstärketasten gedrückt, schalten Sie das iPhone aus. Je nach Modell kann es übrigens sein, dass Ihr Power-Knopf sogar oben angebracht ist – etwa beim iPhone 5S oder generell bei allen Varianten mit 4-Zoll-Display. Das Ergebnis ist jedoch stets dasselbe.

Ein Problem bekommen Sie erst, wenn der Knopf defekt ist. Die Reparatur ist unter normalen Umständen erst möglich, wenn der Akku des Smartphones erschöpft ist. Dann schaltet sich das Gerät ohnehin aus und die Instandsetzung kann beginnen. Möchten Sie so lange nicht warten, nutzen Sie einfach die Software in iOS.

Gehen Sie dazu in die Einstellungen von iOS. Dort führt Ihr Weg weiter zu “Allgemein” und dann ganz unten nach “Ausschalten”. Wenn Sie auf diese Option tippen, erscheint der Schieberegler, mit dem Sie das iPhone mit einem kurzen Wisch ausschalten können. Bedenken Sie, dass Sie es nicht wieder einschalten können, wenn der Button defekt ist.

Früher war alles anders
Vor iOS 11 ging dieser Schritt etwas anders vonstatten. Dann konnten Sie “Assistive Touch” in den Bedienungshilfen verwenden. Allerdings hat Apple dies irgendwann fallengelassen – was schade ist. Denn: Mit Assistive Touch hatten Sie Zugriff auf zahlreiche Funktionen, die sich allesamt individuell anpassen ließen. Jetzt befinden sich dort nur noch eingeschränkte Optionen – etwa für den Neustart des Geräts. Ein komplettes Ausschalten ist an diesem Punkt der Optionen aber nicht mehr möglich.

Übrigens: Ausschalten sollten Sie das iPhone immer dann, wenn der Strom zur Neige geht. Akkuhersteller raten davon ab, Smartphones im Bereich unter 10 % Ladung länger zu betreiben. Durch die hohe Entladung kommt es zur Oxidation im Akku, was sich langfristig negativ auf die Gesamtkapazität auswirkt. Nach Möglichkeit sollten Sie das Smartphone somit immer komplett ausschalten, sobald Sie die Schwelle von 10 % unterschreiten. Alternativ dazu können Sie das Gerät einfach sofort an den Strom hängen – und nicht erst, wenn das letzte Prozent Ladung anbricht.

Tag der Verkehrssicherheit: Diese Apps beugen vor und helfen

Anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit stehen drei Apps im Fokus, die dabei helfen, sicherer unterwegs zu sein.

Seit 2005 findet der vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ins Leben gerufene Tag der Verkehrssicherheit statt, jedes Jahr unter einem anderen Motto. 2021 steht das Thema Landstraße im Mittelpunkt, denn auf ihnen verunglücken jährlich die meisten Menschen tödlich. Mit diesen drei Apps kommen nicht nur Autofahrer sicherer durch den Verkehr. Während der Fahrt gilt allerdings: Finger weg vom Telefon!

„ADAC Läuft’s?!“
Nicht nur an Autofahrer, sondern an alle Verkehrsteilnehmer richtet sich die in diesem Jahr gestartete App „Läuft’s?!“, die der ADAC bereitstellt. Derzeit ist der Dienst in fünf Bundesländern und zwei Stadtstaaten verfügbar, nämlich in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt sowie Bremen und Hamburg. Bei der App handelt es sich um einen Mängelmelder, Nutzer können mit ihr anonym Mängel im Straßenverkehr melden. ADAC-Mitarbeiter bearbeiten die Meldungen und leiten sie an die zuständigen Behörden weiter. Nach und nach könnten dadurch Mängel wie Schlaglöcher, unleserliche oder irreführende Beschilderung, mangelhafte Barrierefreiheit oder Beleuchtung bald der Vergangenheit angehören. „Läuft’s“ ist kostenlos für Android und iOS verfügbar.

„German Road Safety“
Der DVR selbst stellt gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) die App „German Road Safety“ bereit. Als Ziel der Anwendung geben die Entwickler auf ihrer Webseite an, „ dass auch Geflüchtete die wichtigsten Verkehrszeichen kennen, elementare Verkehrsregeln anwenden und sich somit sicherer auf Straßen, Rad- oder Fußwegen bewegen können.” Aber auch Einheimische wollen die Macher der App explizit erreichen: „Letztlich werden mit diesem Projekt alle Menschen angesprochen, die im deutschen Straßenverkehr mobil sein wollen – Einheimische wie Zugewanderte.“ Die App steht in 13 verschiedenen Sprachen zum kostenlosen Download für Android oder iOS zur Verfügung.„Notfall-Hilfe“
In der Anwendung „Notfall-Hilfe“ können User ihre Notfall-Daten wie Blutgruppe, Notfall-Kontakte, Allergien oder Medikamente hinterlegen. Im Ernstfall kontaktiert die App Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser und übermittelt ihnen den Standort des Unfalls. „ Notfall-Hilfe“ ist zwar als kostenloser Download erhältlich, doch um ihren vollständigen Funktionsumfang nutzen zu können, müssen User die Premium-Variante für 3,99 Euro freischalten. Dann lassen sich die hinterlegten Daten trotz gesperrten Bildschirms abrufen und der Zugang zu Medikamenterinnerung, Hausapotheke, Impfungen, Allergien, Schnellzugriff-Widget und Reisefunktion mit Sprachübersetzer freischalten. „Notfall-Hilfe“ ist für Android und iOS verfügbar.

DIE APPLE FAMILIENFREIGABE – SO FUNKTIONIERT SIE

Ein Account, sechs User – mit der Familienfreigabe könnt ihr Apps, Musik, Filme und Services mit der ganzen Familie teilen.

Die Familienfreigabe von Apple hat viele Vorteile. Doch wie lässt sie sich einrichten und für wen ist sie interessant? Das erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was ist die Familienfreigabe?
Mit der Familienfreigabe von Apple können sich bis zu sechs Familienmitglieder Musik, Filme, TV-Sendungen, Apps, Bücher, einen iCloud-Speicherplan, Abonnements und mehr gemeinsam nutzen – alles ohne gemeinsame Nutzung einer Apple-ID. Dazu stellt eine erwachsene Person – der Familienorganisator – die Funktion Familienfreigabe ein und bestimmt die Zugriffsmöglichkeiten, die die anderen Familienmitglieder haben sollen, etwa das Einrichten einer Apple-ID für Kinder, das Entfernen von Berechtigungen, das Festlegen der Bildschirmzeit oder die Genehmigung von Kaufanfragen und Downloads. Auch Apple-Dienste wie Apple Music, Apple TV+ und Apple Arcade können alle Teilnehmer gemeinsam und gleichzeitig nutzen. Jedes einzelne Familienmitglied bleibt dabei mit seiner eigenen Apple-ID mit der iCloud verbunden, ohne umständlich in einen anderen oder gemeinsamen Account wechseln zu müssen.

Für wen ist Familienfreigabe interessant?
Die Familienfreigabe ist in erster Linie für Familien geeignet, in denen eine erwachsene Person Inhaber einer Kreditkarte ist und ein Auge auf die Einkäufe – insbesondere der minderjährigen Familienmitglieder – hat. Das ist zwar unter Freunden oder WG-Mitgliedern auch möglich, aber umständlich. Neben dem Familienorganisator könnt ihr auch andere Gruppenmitglieder als „erziehungsberechtigt“ einstufen. Dieses Familienmitglied kann dann ebenfalls Einkäufe genehmigen und selbst ohne gesonderte Genehmigung einkaufen. Es kommt also nicht darauf an, dass die Gruppenmitglieder miteinander verwandt sind, sondern dass sie sich bei Kauf- und Abrechnungsvorgängen vertrauen und absprechen. Nicht notwendig ist, dass die Familienmitglieder in einem Haushalt leben, sie müssen aber im selben Land bei Apple angemeldet sein. Das Zusammenlegen eines US- und eines DE-Accounts ist daher nicht möglich. Auch Kinder unter 13 Jahren können an der Familienfreigabe teilnehmen. Da jedoch alle Familienmitglieder eine eigene Apple-ID benötigen und Kinder unter 13 Jahren selbst keine Apple-ID erstellen können, ist das die Aufgabe des Familienorganisators oder „Erziehungsberechtigten“.

Wie richtet ihr die Familienfreigabe ein?
Technische Voraussetzung für den Familienorganisator und die Mitglieder sind neben einer bei iCloud registrierten Apple-ID ein Apple-Gerät mit mindestens iOS 8 oder alternativ ein Mac mit mindestens OS X Yosemite. Der Familienorganisator erstellt und verwaltet die Familiengruppe über die Profilseite. Wichtig zu wissen: Als Familienorganisator könnt ihr immer nur einer Familiengruppe angehören.
So richtet ihr die Familienfreigabe ein:

iPhone/iPad/iPod

Öffnet auf eurem iPhone oder iPad die Einstellungen.

Tippt auf euren Namen, Apple-ID, iCloud, iTunes & App Store am oberen Bildschirmrand.

Tippt auf Familienfreigabe einrichten und geht auf Erste Schritte.

Wählt die Funktionen aus, die mit den Familienmitgliedern geteilt werden sollen.

Bestätigt den Account.

Gebt eure Zahlungsmethode an.

Fügt über das Plus-Symbol die Familienmitglieder hinzu.
Befindet sich das Familienmitglied in der Nähe, kann es sein Apple-ID-Passwort direkt auf dem Gerät des Familienorganisators eingeben, um die Einladung anzunehmen. Ihr könnt dem Familienmitglied auch eine Einladung senden, die es dann auf seinem Gerät annehmen kann.

Mac

Öffnet die Systemeinstellungen

Klickt auf iCloud.

Klickt auf Familienfreigabe einrichten.

Nun werdet ihr gefragt, ob ihr der „Organisator“ sein möchtet.

Ihr müsst die Kreditkarte eintragen.

Fügt über das Plus-Symbol Familienmitglieder hinzu.

Die Familienmitglieder erhalten Einladungen, die sie auch ablehnen können.

Wählt die Funktionen aus, die mit den Familienmitgliedern geteilt werden sollen.

Tipp: Wenn ihr mehrere Apple-IDs im iTunes Store und im App Store nutzt, könnt ihr auch eure anderen Accounts zur Gruppe einladen und dann mit diesen Apple-IDs getätigte Einkäufe für eure Familie freigeben.

Was könnt ihr beim „Family Sharing“ teilen?
Ob Musik, Fernsehsendungen und Filme oder Spiele, mit der Familienfreigabe können eure Gruppen dieselben Abos von Apple TV+, Apple Music oder Apple Arcade gemeinsam nutzen. Das gilt auch für Apple One, das alle Dienste in einem einfachen Abo kombiniert.

Außerdem teilt ihr einen einzigen iCloud Speicherplan, der groß genug für eure Fotos, Videos und andere Dateien ist. Wichtig: Die Dateien und Dokument von allen bleiben privat. Der Familienorganisator sieht nur, wer wie viel Speicher belegt.

Habt ihr das Teilen von Käufen eingerichtet, haben alle in der Gruppe sofort Zugriff auf die Songs, Alben, Filme, TV-Sendungen, Bücher und Apps, die Familienmitglieder gekauft und für die Freigabe ausgewählt haben. Wichtig für Eltern mit Kindern: Mit der Option „Vor dem Kaufen nachfragen“ hat die organisierende Person immer das letzte Wort. Kauft ein Kind dann etwas, erhält sie eine Benachrichtigung und kann von ihrem Gerät aus den Download erlauben – oder ablehnen. Das gilt für Einkäufe sowie für kostenlose Downloads.

Ebenfalls für Eltern interessant: Wenn ihr Bildschirmzeit zusammen mit der Familienfreigabe nutzt, könnt ihr dir die Aktivitätsberichte eurer Kinder ansehen und von eurem Gerät aus Zeitlimits für bestimmte Apps einrichten. Außerdem könnt ihr mit der Funktion „Wo ist?“ immer sehen, wo sich die anderen Gruppenmitglieder aufhalten – sofern sie der Weitergabe des Signals zugestimmt haben. Das funktioniert sogar, wenn die Geräte offline sind.

iOS 12 App Limits Screentime Notification | Credit: Apple

Auf einen Blick: Die Vorteile der Familienfreigabe
Durch das Teilen von Einkäufen mit den Familienmitgliedern spart ihr Geld.

Auch Kinder können an der Familienfreigabe teilnehmen.

Ihr könnt bestimmte heruntergeladene Apps oder Einkäufe, die nicht für Kinder oder andere Mitglieder bestimmt sind, ausblenden.

Jedes Mitglied erhält Zugriff auf bereits gekaufte Apps.

Fotobibliotheken können freigegeben und ein Familienkalender aktiviert werden.

Für Abonnementdienste wie Apple Music und Apple News+ gibt es separate Freigabemöglichkeiten, sodass ihr diese unabhängig von Kauffreigaben teilen könnt.

Nach der Trennung aus der Familienfreigabe können Mitglieder Einkäufe, die der Familienorganisator gekauft hat, weiterhin nutzen.

Das sind die Nachteile der Familienfreigabe
Ohne eine gültige Kreditkarte kann die organisierende Person keine „Familie“ gründen.

Nur der Familienorganisator und ein weiteres als „erziehungsberechtigt“ eingestuftes Familienmitglied können Einkäufe genehmigen und selbst tätigen.

Nach der Trennung aus dem Family Sharing müssen In-App-Käufe, die von einer anderen Person gekauft wurden erneut gekauft werden.

Netzbetreiber setzen bei 5G vorrangig auf Ericsson

Bedeutet Technik aus China ein Sicherheitsrisiko für das deutsche 5G-Netz? Die Politik lässt Huawei & Co. ein Türchen offen. Doch im Kernnetz soll nur europäische Technik zum Einsatz kommen.

Düsseldorf (dpa) – Beim Bau von 5G-Rechenzentren für die Datenübertragung bleiben chinesische Zulieferer wie Huawei und ZTE in Deutschland außen vor.

Vodafone hat heute einen Vertrag für das sogenannte Kernnetz mit dem schwedischen Konzern Ericsson bekannt gegeben, die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Die anderen beiden deutschen Netzbetreiber Telefónica und die Deutsche Telekom setzen ebenfalls nicht auf Huawei.

Ausnahme beim Antennennetz

Im Antennennetz, das nur die Antennen umfasst und keine Datenverarbeitung beinhaltet, sieht das allerdings anders aus: Vodafone und die Deutsche Telekom arbeiten hier mit Ericsson und Huawei, Telefónica hat hier Verträge mit Nokia und Huawei.

Nach einer langen politischen Debatte um Sicherheitsbedenken gegen Huawei und andere Technologiekonzerne aus China hatte der Bund im vergangenen Jahr strenge Zertifizierungsauflagen festgelegt. Danach können auch chinesische Anbieter wie Huawei und ZTE beim 5G-Ausbau mitmachen. Bei der Zertifizierung durch deutsche Behörden gibt es aber ein Art politisches Veto-Recht. Das wurde in der Telekommunikationsbranche als Unsicherheitsfaktor für die Firmenpläne wahrgenommen.

Vodafone setzt auf Ericsson

Vodafone betont, dass die Entscheidung für Ericsson gefallen sei, weil der schwedische Anbieter die beste Leistung biete. Zudem wird darauf verwiesen, dass man schon lange mit Ericsson zusammen arbeite. Dem Vernehmen nach war neben weiteren Herstellern auch das finnische Unternehmen Nokia in der engeren Auswahl.

Beim 5G-Antennennetz von Vodafone wird Technik von Huawei und von Ericsson verbaut. Dieser Teil des Netzes gilt als weniger kritisch, weil Daten hier nur weitergeleitet und nicht verarbeitet werden. Allerdings wird bei 5G die klare örtliche Trennung zwischen Kernnetz und Antennennetz teilweise aufgehoben. Denn beim “Mobile Edge Computing” kommen Mini-Rechner zum Einsatz, die unweit der Antennen hängen, etwa in Fabrikhallen. Dadurch soll Echtzeit-Kommunikation ermöglicht werden: Daten werden nicht mehr in weit entfernte Rechenzentren geleitet, sondern zur Datenverarbeitung vor Ort.

Das ist für “Campusnetze” der Industrie wichtig, die dadurch einen abgeschirmten 5G-Mobilfunk haben. Funktional gehörten solche Minirechner zum Kernnetz, heißt es von Vodafone. Die Vereinbarung mit Ericsson betrifft aber nur das öffentliche Kernnetz, also die Rechenzentren. Ob Vodafone beim “Mobile Edge Computing” ebenfalls auf Huawei verzichtet, ist noch nicht beschlossen: Bisher gebe es das Edge Computing nur auf Projektbasis, in den meisten Fällen werde dabei Technik von Ericsson genutzt, sagt ein Vodafone-Sprecher. In diesem Segment gebe es eine Vielzahl von Anbietern.

Die Wettbewerber haben einen ähnlichen Kurs eingeschlagen. Telefónica mit seiner Marke O2 verbaut Technik von Ericsson im Kernnetz sowie Anlagen von Huawei und Nokia im Antennennetz. Die Deutsche Telekom setzt beim Kernnetz nach eigenen Angaben “auf europäische und amerikanische Hersteller” und beim Antennennetz auf Ericsson und Huawei. Die Wahl der Zulieferer beim Antennennetz begründet ein Telekom-Sprecher damit, dass bei der energiesparenden SRAN-Technologie 5G-Komponenten nur auf 4G-Komponenten desselben Herstellers aufgesetzt werden können.

Als vierter Mobilfunk-Netzbetreiber ist United Internet mit seiner Tochter 1&1 Drillisch in den Startlöchern. Der “Welt am Sonntag” hatte Konzernchef Ralph Dommermuth unlängst gesagt, dass man das neue Netz ohne chinesische Anbieter plane.

WhatsApp verspricht neue Privatsphärefunktionen

“Message Privately – Einfach privat chatten”: Unter diesem Motto hat WhatsApp eine neue Kampagne rund um das Thema Privatsphäre gestartet. Es sollen auch neue Funktionen für die App kommen.

Der Messenger WhatsApp hat in Deutschland und Großbritannien eine mehrstufige Kampagne gestartet, die den Titel “Message Privately – Einfach privat chatten” trägt. Mit dieser sollen Nutzerinnen und Nutzer darauf hingewiesen werden, wie sich WhatsApp für die Privatsphäre der User einsetzt. Laut Angaben von WhatsApp sollen im Verlauf der Kampagne auch “neue Innovationen” vorgestellt werden.

Zu diesen zählen auch selbstlöschende Nachrichten, bei denen Anwenderinnen und Anwender entscheiden können, für wie lange von ihnen versandte Messages in Chats lesbar bleiben sollen. Kürzlich hatte WhatsApp bestätigt, ein im vergangenen Sommer eingeführtes Feature für verschwindende Nachrichten im Sommer 2021 erweitern zu wollen.

“Ohne dass Unternehmen oder Dritte mithören”
“Wir glauben, dass Menschen ein Recht darauf haben, zu kommunizieren, ohne dass Unternehmen oder Dritte mithören und wir möchten, dass jeder weiß, welche Anstrengungen WhatsApp unternimmt, um die privaten Nachrichten seiner NutzerInnen zu schützen”, erklärt WhatsApp-Chef Will Cathcart unter anderem in einer Mitteilung.

Er betont darin auch: “Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt die Privatsphäre der persönlichen Momente, die wir jeden Tag teilen.” Diese Verschlüsselung ermöglicht es, dass Inhalte zwischen Sender und Empfänger privat bleiben und keine Dritten Zugriff darauf haben – auch nicht WhatsApp. Die Nachrichten können nur auf den entsprechenden Geräten der beiden Parteien gelesen werden. Zahlreiche Konkurrenten des Dienstes nutzen aber ebenso Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Übermittlung von Nachrichten.

Verwirrungen rund um neue Nutzungsbedingungen von WhatsApp hatten in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt und unter anderem auch zahlreiche Anwender zu Alternativen wie Signal oder Threema abwandern lassen. Im Gespräch mit der britischen “BBC” betont Cathcart nun unter anderem, dass man die Verantwortung für das Durcheinander übernommen habe. “Um es zu wiederholen: Nichts rund um die Privatsphäre von persönlichen Unterhaltungen der Menschen hat sich in unserem Update geändert”, erklärt er weiter.

Microsoft will über Xbox-App auf Fernsehern spielen lassen

“Als Unternehmen ist Microsoft voll und ganz auf Spiele ausgerichtet”, sagt Microsoft-Chef Satya Nadella. Der Konzern präsentiert Pläne fürs Gaming via TV-App.

Redmond (dpa) – Microsoft will per App den Fernseher zur Spielekonsole machen. Damit bräuchte man nur noch einen Controller zur Steuerung und eine schnelle Internet-Verbindung – denn die Spiele laufen dabei eigentlich auf Microsofts Servern im Netz.

Microsoft arbeite auch an eigenen Streaming-Geräten für dieses Cloud-Gaming, mit denen man komplett auf eine Konsole verzichten könne, hieß es in einem Blogeintrag.

Microsoft machte zunächst keine Angaben dazu, wie schnell die TV-App verfügbar sein werde. Man arbeite dafür mit Herstellern von Fernsehgeräten zusammen.

Die aktuelle Xbox-Konsole, die im Herbst auf den Markt kam, ist angesichts der globalen Halbleiter-Engpässe nach wie vor schwer zu bekommen. Microsoft setzt aber – genauso wie zum Beispiel Google und der Grafikkarten-Spezialist Nvidia – zusätzlich zum Konsolengeschäft auf das Cloud-Gaming übers Internet.

Trump-Sanktionen gegen Tiktok und WeChat aufgehoben

Der Versuch von Donald Trump, die Apps Tiktok und WeChat in den USA zu verbieten, ist offiziell gescheitert.

Washington (dpa) – US-Präsident Joe Biden stoppt den von seinem Vorgänger Donald Trump angestoßenen Versuch, die Apps Tiktok und WeChat zu verbieten.

Stattdessen unterzeichnete Biden am Mittwoch einen neuen Erlass, laut dem US-Behörden Software-Anwendungen mit Verbindungen zu gegnerischen Staaten überprüfen und wenn nötig gegen sie vorgehen sollen. Dies sei etwa geboten, wenn es durch sie Sicherheitsrisiken für die USA gebe, hieß es in einem vom Weißen Haus veröffentlichten Factsheet.

Speziell wolle man prüfen, ob Eigentümer der Apps Verbindungen zu geheimdienstlichen oder militärischen Aktivitäten gegnerischer Staaten haben. Ein Faktor sei auch, ob sensible persönliche Daten gesammelt werden

Die Trump-Regierung hatte die von chinesischen Besitzern kontrollierten Apps Tiktok und WeChat als Gefahr für Daten von Amerikanern und die nationale Sicherheit eingestuft und Verbote in den USA verfügt. Diese waren allerdings ohnehin schon gerichtlich mit einstweiligen Verfügungen gestoppt worden.

Tiktok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance. Trump wollte mit der Verbotsdrohung einen Verkauf des US-Geschäfts von Tiktok an amerikanische Besitzer durchsetzen. China torpedierte dies aber im Herbst mit einer neuen Regel, die den Export von Software-Algorithmen ohne spezielle Erlaubnis verbietet. Danach war ein bereits eingefädelter Deal mit Beteiligung des Software-Konzerns Oracle nicht mehr durchsetzbar.

Zudem kam ein Richter zu dem Schluss, dass die Tiktok-Verbotsanordnungen von Trumps Regierung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend rechtlich gedeckt waren und gab deswegen einer einstweiligen Verfügung statt. Im Fall von WeChat beschlossen US-Richter, dass ein Verbot der App die Verfassungsrechte von Nutzern verletzten würde, die auf sie angewiesen seien.

Trump hatte noch kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft zudem den Smartphone-Anbieter Xiaomi ins Visier genommen. Auch hier setzte ein US-Richter die Strafmaßnahmen per einstweiliger Verfügung aus, weil er Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens hatte. Bidens Regierung nahm Xiaomi jüngst wieder von der schwarzen Liste.

Zugleich erweiterte Bidens Regierung vergangene Woche aber ein Verbot für Amerikaner, in Aktien mehrerer Dutzend chinesischer Unternehmen mit angeblichen Militär-Verbindungen zu investieren. Biden bezeichnet China als größten Rivalen der USA, während Trump ihm im Wahlkampf wiederholt ohne Belege vorwarf, von Peking gekauft zu sein.

FaceTime für alle: Apple startet Angriff auf Zoom und Co.

Bisher konnte Apples Videodienst FaceTime ausschließlich auf Apple-Geräten angewendet werden. Zukünftig sind FaceTime-Calls aber auch für Android-Smartphones und Windows-Computern zugänglich.

Apple hat angekündigt, FaceTime künftig allen Betriebssystemen zur Verfügung zu stellen. Nach den Updates iOS15 und macOS12 können auch Windows- und Android-Nutzer den FaceTime-Videochats zugeschaltet werden. Apple-Nutzer können dafür einfach – wie bei Zoom – Einladungslinks per Mail, WhatsApp oder Kalender an ihre Kontakte schicken.

Damit macht Apple anderen Videoplattformen wie Zoom oder Skype nun mit etwas Verspätung Konkurrenz. Videotelefonie erlebte im letzten Jahr aufgrund der Pandemie und des Homeoffice-Trends einen großen Boom. Der Anbieter Zoom etwa hat seinen Gewinn mehr als verachtfacht. Dort ist man sich sicher, dass das Homeoffice auch nach Corona bestehen bleiben werde. Offenbar sieht auch Apple, das Videocalls, ob nun privat oder geschäftlich, bleiben werden.

Der Zoom-Boom könnte auch ein Stück weit daran gelegen haben, dass zur Video-Party oder auch der Besprechung über FaceTime bisher nur Menschen mit Apple-Geräten eingeladen werden konnten. Diese verpasste Chance will Apple nun offenbar aufholen. Wie bei anderen Videotelefonie-Anbietern soll es zudem eine neue Option für eine Rasteransicht geben und eine, den Hintergrund unscharf zu stellen. Zudem soll die Tonqualität optimiert werden. Die Firma betont, dass die FaceTime-Calls auch weiterhin Ende-zu-Ende-verschlüsselt seien.

SharePlay macht gemeinsames Streamen möglich
Für Apple-Nutzer gibt es auf FaceTime mit dem neuen Update noch weitere Funktionen: So führt Apple SharePlay ein, mit dem Freunde über FaceTime zusammen synchron Musik hören oder Filme sehen und sich darüber austauschen können. Die Funktion wird unter anderem für Disney+, TikTok, HBO oder Twitch verfügbar sein.

Apple bringt mehr Datenschutz und smarte Funktionen

Apple steht im Wettbewerb mit Android-Smartphones und Windows-Computern. Nun bricht der iPhone- und Mac-Hersteller an zwei Stellen bisherige Grenzen auf.

Cupertino (dpa) – Apple setzt im Konkurrenzkampf um Nutzer von Smartphones und Computern auf Datenschutz und smarte Funktionen.

Am Montag angekündigte neue iPhone-Software soll Text in Fotos auslesen können, auf den Geräten wird automatisches Übersetzen in andere Sprachen möglich, die Videochat-App Facetime wird nach dem Boom von rivalisierenden Diensten wie Zoom in der Corona-Krise deutlich ausgebaut. Zugleich stärkt Apple den Schutz der Privatsphäre mit neuen Funktionen wie neuen Funktionen gegen die Nachverfolgung des Nutzerverhaltens bei E-Mails und im Webbrowser Safari.

Dabei werden zwei Dienste, die bisher nur auf Apple-Geräten verfügbar waren auch für Nutzer von Technik anderer Anbieter zugänglich. Zum einen werden Hersteller von Hausgeräten die Sprachassistentin Siri integrieren können. Diesen Weg gehen bereits Amazon mit der Assistenzsoftware Alexa und Google mit seinem Assistant. Zum anderen werden sich Nutzer von Android-Smartphones und Windows-Computern künftig auch in Facetime-Videochats einwählen können. Dafür wird man Nutzer in einen Facetime-Chat auch über einen Link einladen können – so wie es etwa beim Videokonferenzdienst Zoom üblich ist.

Facetime bekam in der Präsentation zum Auftakt von Apples Entwicklerkonferenz WWDC am Montag ein weitreichendes Update. So wird man mit Hilfe der App künftig gemeinsam Musik hören und Video ansehen können, ohne den Chat zu unterbrechen. Die Funktion wird unter anderem für den Streaming-Dienst Disney+, aber auch für die Video-App Tiktok verfügbar sein. Man kann zum Beispiel gemeinsam mit Freunden, die an unterschiedlichen Orten sind, dieselbe Sendung über die Fernsehbox Apple TV auf dem Fernseher anschauen und sich über das Geschehen austauschen. Apple bessert Facetime auch mit der Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen und einem Porträt-Modus mit verschwommenem Hintergrund auf.

In einer aufsehenerregenden Neuerung lässt Apple nebeneinander positionierte Mac-Computer und iPad-Tablets mit Maus und Tastatur zu bedienen als wäre es ein Gerät, ohne sie dafür speziell verbinden zu müssen. Der Konzern nennt die Funktion “Universal Control”.

Siri kann zu Spracherkennung künftig ohne eine Internet-Verbindung auskommen. Bisher wurden die Aufnahmen dafür zur Verarbeitung an die Apple-Server und wieder zurück geschickt. Die Erkennung direkt auf dem Gerät steigert zum einen die Datensicherheit, macht die Software zum anderen auch schneller. Zu weiteren Datenschutz-Funktionen gehört das Blockieren von Nachverfolgungs-Pixeln in E-Mails. Auf diese Technologie greifen etwa Absender von Werbung zurück, um zu erfahren, ob und wo eine E-Mail geöffnet wurde.

Außerdem sichert Apple für Kunden seiner Abo-Dienste künftig die Datenübertragung mit zusätzlicher Verschlüsselung ab – ähnlich wie man das von VPN-Netzwerkdiensten kennt.

Bei den Gesundheitsfunktionen wird das iPhone künftig den Gang eines Nutzer analysieren können, um ihn vor einem erhöhten Fallrisiko zu warnen.

Während Apple mit einigen Funktionen wie “Universal Control” Neuland betritt, versucht der Konzern etwa mit der Spracherkennung in Fotos auf dem iPhone zu Google aufzuschließen. Bei dem Internet-Konzern gibt es das in dem Dienst Google Lens schon seit einigen Jahren.