Spiele in Lern-Apps: Harmlos oder Süchtigmacher?

Aufgaben erledigen, Münzen verdienen, Avatare einkleiden: Lern-Apps verknüpfen das Lernen häufig mit Spielen. Experten streiten, ob dieses Belohnungssystem sinnvoll ist. Oder bedenklich.

Berlin (dpa/bb) – Addieren, Subtrahieren oder Deutsch üben am Computer – schon vor der Pandemie waren Lern-Apps für Schüler eine Ergänzung zum Unterricht. In der Corona-Zeit wurden sie mitunter zum Unterrichtsersatz.

“Gerade als die Schulen von heute auf morgen geschlossen wurden, war “Anton” für mich die Rettung”, sagt eine Grundschullehrerin aus Berlin-Neukölln über die in Berlin entwickelte App, die als eine der meistgenutzten gilt. Schüler können damit zu Hause Aufgaben erledigen, die ihnen die Lehrer zugewiesen haben. Vielen macht das Lernen damit Spaß, denn für gelöste Aufgaben gibt es direkte Rückmeldungen und Belohnungen in Form von virtuellen Münzen, mit denen Computerspiele gespielt oder Avatare eingekleidet werden können.

Doch manche Eltern zweifeln an diesem Belohnungssystem. “Mein sechsjähriger Sohn hatte noch nie etwas mit Computerspielen zu tun. Ausgerechnet durch das Homeschooling hat er nun angefangen, Asteroiden abzuballern. Muss das sein?”, fragt sich eine Berliner Mutter. Ein Vater hält es für bedenklich, Kinder ständig zu belohnen. “Lernen sie nicht von selbst gern?”, meint er.

Kinder werden nicht motiviert, von sich aus zu lernen

Grundsätzlich sei alles positiv, was Kinder dazu bringe, sich auch außerhalb der Schule mit Schulthemen zu beschäftigen, sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger. “Spiele sind allerdings keine intrinsische Motivation, die Kinder dazu bringen, von sich aus zu lernen.”

Der Gedanke, Lernen und Spielspaß zu verknüpfen, möge clever sein, sagt Christian Groß, Sprecher des Fachverbandes Medienabhängigkeit. “Kindern, die sowieso affin für Computerspiele sind, wird der Einstieg erleichtert.” Sie bekämen das Gefühl, dass das Spielen ganz normal sei, schließlich komme der Anreiz aus der Schule und könne deshalb nicht schlecht sein.

“Es sind einfache Mini-Spiele, die wir anbieten”, sagt David Hörmeyer, Geschäftsführer der Berliner Firma Solocode, die “Anton” entwickelt hat. Viele Spiele förderten die Konzentration und seien didaktisch wertvoll. “Wenn die Kinder richtig zocken wollen, dann machen sie das nicht bei “Anton””, argumentiert der Gründer. Aus seiner Sicht sind die Spiele eher ein kleiner Anreiz, der nicht für alle gleichermaßen interessant sei. Manche Kinder interessierten sich überhaupt nicht dafür.

Auch andere Lernprogramme funktionieren mit Belohnungen: “Duolingo” verspricht: “Verdiene virtuelle Münzen, schalte neue Level frei und verbessere deine Sprachkenntnisse, während du neue Wörter, Ausdrücke und Grammatik meisterst.” Bei der App “Kekula” können Kinder digitale Taler sammeln, die sie dann gegen Youtube-Videos einlösen können. Und die App “Scoyo” verspricht unter anderem Münzen als Belohnung und zum Tausch gegen Avatare oder Bastelbögen, Ranglisten und Wasser-Battles, die für gute Laune sorgen sollen.

“Langfristig kein gutes Modell”

“Jemand, der aus Interesse und Freude lernt, wird schnell darauf trainiert, für die Belohnung zu lernen”, gibt Suchttherapeut Groß zu bedenken. Wenn die Belohnung später nicht mehr stattfinde, könne das Frust erzeugen und im schlimmsten Fall sei man überhaupt nicht mehr bereit, zu lernen.

“Langfristig ist es überhaupt kein gutes Modell, junge Menschen an Leistung oder an Lernen heranzuführen. Da wäre es eher sinnvoller, gewisse Talente und eine Begeisterung zu fördern ohne eine ständige und sofortige Belohnung”, betont Groß.

Die Entwicklung der “Anton”-App wurde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft kofinanziert. Laut Verwaltung ist sie eine der meistgenutzten Lern-Apps. Nutzerzahlen veröffentliche das Unternehmen nicht, so Hörmeyer.

Lehrerverbandspräsident Meidinger schätzt, dass mehrere Tausend Schulen mit Anton arbeiten. Er wünsche sich eine wissenschaftliche Bewertung der App, zumal die Entwicklung mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde. Laut Hörmeyer sind Studien in Planung und Arbeit.

Hersteller weisen Kritik von sich

“Wir kriegen mit Abstand mehr positives als negatives Feedback”, betont Hörmeyer. Und wenn Lehrkräfte oder Eltern die Spiele kritisch sehen, gebe es die Möglichkeit, diese ganz abzustellen. “Manche Eltern berichten, dass ihre Kinder beim Lernen mit der App sehr motiviert sind. Wenn wir viel negatives Feedback bekämen, hätten wir den Spiele-Bereich schon ausgebaut.”

Auch die Lehrer hätten einen guten Blick darauf und könnten beurteilen, ob die Spiele ablenkend oder motivierend seien, ist Hörmeyer überzeugt. Die Neuköllner Lehrerin jedenfalls hat nichts dagegen: “Das Belohnungssystem mit dem Computerspiel ist sicherlich motivierend.”

“Spielerisches Lernen kann sehr hilfreich sein, und man lernt mitunter schneller und besser”, sagt Christian Groß. Er halte es aber für sinnvoller, Computerspiele zu entwickeln, in denen man sich in verschiedenen Lernwelten bewegen muss. So sei gleich klar, dass das Ganze ein Spiel sei, bei dem man lernen könne.

“Wir erwarten, dass nach den Schulöffnungen wieder weniger digital gelernt wird”, sagt Hörmeyer. Er glaube auch nicht, dass es das Richtige sei, den ganzen Tag vor dem PC zu sitzen. “Wir machen das nicht, um die Schule zu ersetzen, sondern es ist eine sinnvolle Ergänzung zu dem, was der größte Mehrwert an der Schule ist, und zwar der Kontakt unter den Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften”, betont er.

Die Berliner Mutter hat diese Erfahrung schon gemacht. Seit dem Start des Unterrichts nach dem Lockdown hat sich bei ihr die Lage entspannt, es gibt keine Diskussionen um PC-Spiele mehr: “Nach zwei Monaten ohne “Anton” und mit Wechselunterricht fragt er nicht mehr nach Spielen.”

Infineon: Chipfertigung in Europa “fast verlorene Industrie”

Nicht nur PCs, auch die Unterhaltungselektronik und vor allem die Autoindustrie ist von den kleinen Bauteilen zunehmend abhängig. Europa müsse in der Chipfertigung autonom werden, fordert ein Experte.

München (dpa) – Der Vorstandschef des Halbleiter-Herstellers Infineon, Reinhard Ploss, hat die Wettbewerbspolitik der EU kritisiert.

Europa sei bei Chips von Importen aus Asien abhängig, müsse aber autonom werden und eine “fast schon verlorene Industrie” wiedergewinnen, forderte Ploss am Freitag im Deutschlandfunk. Ohne diese Kompetenz würden nicht nur Autobauer und Industrie, sondern auch Umwelt- und Kllimaschutz geschwächt. “Aber derzeit verteilen wir sehr, sehr viele Stoppschilder in Europa”, sagte Ploss.

Die Ungleichheit der Wettbewerbsbedingungen nehme zu. Während China, Japan, Korea und die USA ihre Digitalindustrie förderten und Zusammenarbeit sogar gestalteten, werde in der EU gebremst. Europa und Deutschland sollten die Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und Großindustrie gestalten und unterstützen: Das “könnte unserer Differenzierungfaktor sein”, sagte Ploss.

Auch der Datenschutz müsse pragmatischer gehandhabt werden. Den technischen Rückstand bei Mikrochips aufzuholen, sei eine sehr große Herausforderung. “Wer sich nur hinten reinstellt, der wird wahrscheinlich nicht der Sieger des nächsten Matches sein”, sagte Ploss. In der deutschen Autoindustrie gibt es seit Monaten Kurzarbeit wegen fehlender Chip-Lieferungen.

Amazon Prime Video: Serien und Filme auch offline genießen

Wer Inhalte von Amazon Prime Video anschauen möchte, muss diese nicht unbedingt streamen. Serien und Filme lassen sich herunterladen, damit diese auch angeschaut werden können, wenn die Internetverbindung lahmt.

Wie auch viele Konkurrenten, darunter Netflix, Apple TV+ und Disney+, bietet Amazon Prime Video die Möglichkeit, Serien und Filme herunterzuladen. Das ist beispielsweise praktisch, wenn man als Pendler sein Datenvolumen nicht strapazieren möchte oder daheim immer wieder mit Internetproblemen zu kämpfen hat und ein durchgängiges Streamen sich als problematisch erweist. Hier erfahren Nutzer, wie einfach das Ganze sowohl an Smartphone und Tablet als auch am PC funktioniert.

Filme und Serien auf Smartphone und Tablet herunterladen
Um die Funktion mobil nutzen zu können, benötigen Anwender ein Fire Tablet von Amazon oder die Prime-Video-App für iOS- beziehungsweise Android-Geräte. In der App können Verbraucher zunächst nach dem Film oder der Serie suchen, die sie interessiert. Dann einfach auf den entsprechenden Inhalt tippen und eine Übersichtsseite öffnet sich.

Unter dem “Play”-Button findet sich bei Filmen die “Download”-Funktion. Bei Serien können Nutzer hier direkt die komplette Staffel herunterladen. Wer nur einzelne Folgen downloaden möchte, kann nach unten scrollen. Neben jeder Episode gibt es einen weiteren Download-Button. Unter dem Punkt “Downloads” können User dann später die Inhalte finden, sobald sie heruntergeladen sind.

Inhalte am PC speichern
Das Feature steht auch PC-Nutzern zur Verfügung. User können bei Microsoft die Prime-Video-App für Windows 10 herunterladen. Einmal eingeloggt, funktioniert das Ganze ähnlich wie am mobilen Gerät. Ist eine Serie oder ein Film gefunden, kann auf der Übersichtsseite der entsprechende Inhalt heruntergeladen werden. Bei Serien ist auch hier wieder die Auswahl zwischen einer gesamten Staffel oder einzelnen Episoden geboten. Die Videos finden Anwender dann links unter dem Punkt “Downloads”.

Gebrauchtes verkaufen? Auf diesen Plattformen kein Problem

Wer gebrauchte Gegenstände zu Geld machen möchte, bekommt im Netz unterschiedlichste Alternativen geboten. Hier eine Auswahl an Möglichkeiten.

Die alte Spielekonsole liegt nur noch im Schrank, die CD-Sammlung verstaubt und den grünen Pulli hat man schon seit Monaten nicht mehr getragen. Warum also nicht einiges davon zu Geld machen, wenn man damit sowieso nichts mehr anfangen kann? Im Internet gibt es unterschiedlichste Plattformen, die den Verkauf ermöglichen.

“Im Netz gibt es nichts, was es nicht gibt – und für fast alles findet sich ein Abnehmer. Gebrauchte Sachen online zu verkaufen, macht mittlerweile kaum noch Aufwand und ist häufig kostenlos”, erklärt Dr. Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim Branchenverband Bitkom, in einer Pressemitteilung. Ein passendes Angebot gebe es für “so gut wie jeden Artikel und jeden Bedarf […]. Die Plattformen und Portale haben das klassische Kleinanzeigen-Geschäft in Zeitungen mittlerweile fast komplett ersetzt.”

Es muss nicht immer Ebay sein
Seit vielen Jahren gilt der Online-Marktplatz Ebay als eine der beliebtesten Plattformen, um Gebrauchtes zu verkaufen. Es gibt jedoch auch zahlreiche Alternativen, wenn man das Angebot des US-Konzerns aus bestimmten Gründen nicht nutzen möchte. Neben Ebay und Ebay Kleinanzeigen gibt es beispielsweise auch lokale Marktplätze und alternative Kleinanzeigenportale wie “hood.de”, “quoka.de” und “markt.de”.

Auch spezielle Plattformen, die Produkte direkt von Privatpersonen ankaufen, können Verbraucher aufsuchen. Dazu zählen etwa Anbieter wie reBuy und Momox. Meist spezialisieren diese sich auf Produktkategorien wie Unterhaltungselektronik, Medien und Kleidung. Der Ankaufspreis kann oftmals je nach Zustand des Artikels unterschiedlich sein. Im Regelfall werden Produkte auch nur dann angenommen, wenn der Zustand entsprechenden Ankaufsbedingungen entspricht. Bei Büchern sollten etwa keine Seiten fehlen, DVDs oder CDs sollten nicht so verkratzt sein, dass sie nicht mehr abgespielt werden können.

Selbst über die sozialen Netzwerke verkaufen manche Nutzer gebrauchte Waren – etwa über den Facebook Marketplace. Außerdem sind Marktplätze verbreitet, die insbesondere auf ihre Smartphone-App setzen, darunter etwa Vinted und Shpock. Laut einer Auswertung von Bitkom von Anfang des Jahres ist übrigens besonders der Verkauf von Kleidung, Schuhen sowie Accessoires für Erwachsene und Kinder beliebt – gefolgt von Kinderspielzeug, Haushalts- und Dekoartikeln.

Wefox über drei Milliarden Dollar wert

Unter den rund 900 Finanz-Technologie-Start-ups ragen die Smartphone-Bank N26 und der Online-Broker Trade Republic mit Milliarden-Bewertungen heraus. Nun gesellt sich Wefox in den elitären Multi-Unicorn-Club.

Berlin (dpa) – Das Berliner Versicherungs-Start-up Wefox hat bei Investoren 650 Millionen US-Dollar (533 Mio Euro) eingesammelt. Mit dieser dritten Finanzierungsrunde steigt die Bewertung des 2014 gegründeten Unternehmens auf drei Milliarden US-Dollar (2,5 Mrd Euro), teilte die Wefox Holding AG am Dienstag in Berlin mit.

“Das ist weltweit die größte Finanzierungsrunde im Bereich InsurTech und ein riesiger Meilenstein für Wefox”, sagte Wefox-CEO Julian Teicke der Deutschen Presse-Agentur. “Wir haben ursprünglich viel weniger Geld einsammeln wollen. Die Nachfrage war gigantisch.”

Mit der Bewertung steigt Wefox in Deutschland in eine Liga mit den bislang erfolgreichsten Finanz-Start-ups N26 und Trade Republic auf. Diese sind nach ihren jüngsten Finanzierungsrunden ebenfalls mehr als zwei Milliarden US-Dollar wert. Die Gruppe der Wefox-Investoren wird angeführt vom Berliner Risiko-Kapitalgeber VC Target Global, der auch Start-ups wie Delivery Hero und Auto1 mitfinanziert hat.

Wefox sei hervorragend aufgestellt, um das Thema “Versicherung” in Europa und dann global neu zu definieren, betonte Teicke. Man wolle künftig im Versicherungsgewerbe “einer der ganz, ganz Großen” sein. “Wir wollen bis Ende 2030 einer der dominanten Versicherungsplayer weltweit werden. Und dieses Investment ermöglicht uns, in einer höheren Liga mitzuspielen.”

Der Fokus bei der Expansion werde zunächst auf europäischen Märkten liegen. Bislang ist Wefox in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Polen aktiv. “In den nächsten zwei bis drei Jahren werden wir auch über Kontinente hinweg agieren”, kündigte Teicke an.

Wefox werde das Geld aus der Finanzierungsrunde auch in die IT-Entwicklung stecken, um damit “wirklich Technologieführer zu werden”. “Herkömmliche Versicherer haben im Durchschnitt einen Automatisierungsgrad von 10 bis 15 Prozent. Wir sind heute schon bei 80 Prozent und wollen auf 90 Prozent. Damit werden 9 von 10 Geschäftsprozesse bei Wefox ohne menschliche Interaktion durchgeführt.” Dies senke die Kosten und steigere die Kundenzufriedenheit, weil Schäden schnell beglichen würden.

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz will Wefox aber auch dazu beitragen, dass bestimmte Schäden erst gar nicht entstehen. So könnten Skifahrer vor einem heraufziehenden Sturm oder Touristen in einer Metropole von Taschendieben in der Umgebung gewarnt werden. “Mit der Finanzierungsrunde sind wir stark ausgestattet für die Eroberung eines Marktes, der riesig ist und unglaublich viel Potenzial hat”, sagte Teicke.

Erneuter Cyberangriff mutmaßlich russischer Hacker

Microsoft registriert einen massiven Hackerangriff in zwei Dutzend Ländern, vor allem den USA. Dahinter soll erneut die russische Gruppe Nobelium stecken.

Washington (dpa) – Der US-Softwarekonzern Microsoft hat einen erneuten weitreichenden Cyberangriff mutmaßlich russischer Hacker in den USA und mindestens 23 weiteren Ländern gemeldet.

“Diese Angriffswelle zielte auf etwa 3000 E-Mail-Konten bei mehr als 150 verschiedenen Organisationen ab”, schrieb Microsoft-Manager Tom Burt, der bei dem Softwarekonzern für den Bereich “Security and Trust” (Sicherheit und Vertrauen) zuständig ist, in seinem Blog. Nach Microsoft-Angaben dauert der Angriff an.

Der Schwerpunkt der Attacken liegt in den USA, wie der Manager schrieb. Ziele seien Behörden, Denkfabriken, Beratungsfirmen und Nichtregierungsorganisationen. Dahinter stecke die Hackergruppe Nobelium, die auch für den Angriff auf die Software der US-Firma SolarWinds verantwortlich gewesen sei.

“Diese Angriffe scheinen eine Fortsetzung der mehrfachen Bemühungen von Nobelium zu sein, Regierungsstellen, die in die Außenpolitik involviert sind, als Teil von nachrichtendienstlichen Bemühungen anzugreifen”, erklärte Burt. Als Reaktion unter anderem auf den SolarWinds-Angriff hatten die USA im April Sanktionen gegen Russland verhängt. Für diese Attacke machten die US-Behörden den russischen Auslandsgeheimdienst SWR verantwortlich. Der SWR wies das zurück.

Burt schrieb nun, die Hacker hätten sich bei dem aktuellen Angriff Zugang zu einem E-Mail-Marketing-Service verschafft, der von der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (USAID) genutzt werde. Von dort aus hätten die Hacker Phishing-Mails verschickt, die wie authentische USAID-Mails wirkten. Die elektronischen Nachrichten enthielten einen Link, über den Schadsoftware installiert werden sollte. Damit sei unter anderem Datendiebstahl und die Infektion von anderen Rechnern in einem Netzwerk möglich. Viele der Angriffe würden automatisch blockiert.

Die Vizesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, sagte am Freitag, der US-Regierung sei der Hackerangriff bekannt. “Wir beobachten die Situation.” Die Behörde für Cyber- und Infrastruktursicherheit (Cisa) rief Nutzer und Administratoren dazu auf, die Hinweise von Microsoft zu dem Angriff zu beachten.

Starkes Quartal für Lenovo dank hoher Notebook-Nachfrage

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Starkes Quartal für Lenovo dank hoher Notebook-Nachfrage
Der Stand des weltgrößten PC-Hersteller Lenovo und seiner Marke
Motorola auf dem Mobile World Congress in Barcelona.
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Der Stand des weltgrößten PC-Hersteller Lenovo und seiner Marke Motorola auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

© Andrej Sokolow
27.05.2021 – 17:49 Uhr
So manchem Unternehmen spielt die Corona-Pandemie auch in die Hände. Notebooks sind in Zeiten des Homeoffice ein gefragtes Gut. Und Lenovo geht davon aus, dass die hohe Nachfrage weiter anhält.

Hongkong (dpa) – Die hohe Nachfrage bei Notebook-Computern in der Corona-Krise sorgt beim Weltmarktführer Lenovo weiter für gute Geschäfte.

Der chinesische Konzern steigerte den Umsatz im Ende März abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 48 Prozent auf 15,6 Milliarden Dollar. Beim Gewinn gab es einen Sprung von 43 Millionen Dollar ein Jahr zuvor auf 260 Millionen Dollar (213 Mio Euro), wie Lenovo am Donnerstag mitteilte.

In Deutschland wuchs der Umsatz im vergangenen Quartal um 32 Prozent und im gesamten Geschäftsjahr um 21 Prozent. “Wir gehen davon aus, dass die hohe Nachfrage anhält”, sagte Lenovo-Manager Mirco Krebs. Zugleich sei der Durchschnittspreis der verkauften Geräte gestiegen. Das liege zum einen daran, dass bewusst teurere Modelle ausgesucht würden – aber auch daran, dass Einstieg-Notebooks weltweit im Bildungsbereich stark gefragt und deshalb knapper im Angebot seien. In Deutschland selbst wachse das Geschäft mit Computern für den Bildungsmarkt viel langsamer als im internationalen Durchschnitt.

Lenovo bekomme auch die allgemeinen Halbleiter-Engpässe zu spüren, sagte Krebs. Das führe zu höheren Komponenten-Preisen, die die Hersteller irgendwann auch an die Verbraucher weitergeben dürften.

DAZN wird teurer: So viel wird das Streaming-Abo künftig kosten

Der Sport-Streamingdienst DAZN zeigt ab der kommenden Fußball-Saison zahlreiche Bundesliga- und Champions-League-Spiele. Das hat seinen Preis.

Ab der kommenden Saison startet der Sport-Streamingdienst DAZN eine große Fußball-Offensive. DAZN wird unter anderem 106 Bundesliga-Spiele live zeigen. Zudem wird ein großer Teil der UEFA Champions League dort zu sehen sein. Außerdem kündigt der Dienst in einer Pressemitteilung unter anderem auch “zahlreiche neue Show-Formate” rund um den Fußball an. Das wird jedoch seinen Preis haben.

Was ein Abo künftig kostet
Wie DAZN mitteilt, wird ein Abo künftig 14,99 Euro pro Monat kosten. Alternativ können Interessenten ein Jahresabo für 149,99 Euro abschließen, was umgerechnet rund 12,50 Euro monatlich entspricht. Bisher liegt das Monats-Abo bei 11,99 Euro, das Jahr kostet noch 119,99 Euro. Ein Probemonat ist derzeit gratis. Ab Saisonstart sollen dann die neuen Preise gelten.

Ende April war bekannt geworden, dass Moderatorin Laura Wontorra (32) das Team von DAZN ab Saisonstart verstärken wird. Sie wird die Zuschauer nicht nur durch die Bundesliga- und Champions-League-Übertragungen führen, sondern soll auch ein neues Format bekommen, das derzeit entwickelt werde, hieß es damals.

Autokauf: Smartphone ist wichtiger als die Automarke

Soll es beim Autokauf ein Volkswagen, Audi, Mercedes, Ford, Opel, BMW oder eine andere Marke sein? Ganz egal, solange das eigene Smartphone unterstützt wird.

Eine aktuelle Studie belegt: Viele Menschen achten in Deutschland beim Autokauf darauf, ob das Modell kompatibel mit dem eigenen Smartphone ist. In einer Umfrage unter 1.003 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom gaben 69 Prozent der Befragten im Januar 2021 an, dass sie es für sehr wichtig oder eher wichtig halten, ob die Benutzeroberfläche des Wagens mit dem genutzten iPhone oder Android-Gerät kompatibel ist. 2019 waren es noch 62 Prozent, ein Jahr zuvor sogar nur 55 Prozent.

Auf eine Smartphone-Kompatibilität achten demnach in der Altersgruppe bis 29 Jahre vier von fünf Befragte (80 Prozent); bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 78 Prozent. Im Gegensatz dazu legen nur 65 Prozent der Befragten Wert auf die Automarke. “Das Smartphone ist für viele Menschen zentral für die Organisation ihres Alltags”, erklärt Dr. Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim Bitkom. Wer etwa seine Kontakte auf dem Smartphone gespeichert habe, wolle “diese auch unkompliziert im Auto nutzen”. Für alle Automobilhersteller gelte: “Der Software kommt eine immer größere Bedeutung zu. Nicht nur bei der Steuerung des Fahrzeugs, sondern auch bei der Interaktion mit den Mitfahrenden.”

Darauf achten Käufer besonders
So wichtig das Smartphone den Verbrauchern auch sein mag, gibt es klassischere Kriterien, die beim Autokauf noch viel entscheidender sind. 98 Prozent achten demnach auf die Sicherheit eines Wagens, 92 Prozent auf den Komfort und 90 Prozent auf den Anschaffungspreis. 89 Prozent der Befragten legen besonderen Wert auf Umwelteigenschaften – darunter der Verbrauch. 79 Prozent achten noch darauf, ob der Wagen einen Elektro- oder Verbrennungsmotor besitzt und für 75 Prozent liegt das Design vor der Motorleistung (71 Prozent). Staatliche Förderung beziehen 64 Prozent in ihre Kaufentscheidung mit ein.

Auch im Bereich der digitalen Technologien sind Käufern mehrere Punkte besonders wichtig. Auf integrierte Navigationssysteme achten 87 Prozent und Assistenzsysteme wie Stauassistenten oder Einparkhilfen sind 84 Prozent wichtig. Etwa drei Viertel (76 Prozent) setzen auf Dienste auf der Grundlage von Fahrzeugdaten, 63 Prozent jeweils auf Updates der Fahrzeugsoftware ohne Werkstattbesuch und Car-to-Car-Kommunikation. Ein Internetzugang im Wagen ist 58 Prozent wichtig. 37 Prozent geben sich zukunftssicher, indem sie darauf achten, dass das Auto eine Verfügbarkeit für Technologien rund um automatisiertes Fahren bietet.

Pizza Party Day: Haben Sie diese Lieferservice-Apps schon probiert?

Zeit für Calzone und Co.: Am Freitag wird der inoffizielle Pizza Party Day gefeiert. Hier eine Auswahl an Lieferdiensten, bei denen man per App bestellen kann.

Klassisch mit Salami und Schinken, vegetarisch mit frischem Gemüse oder ausgefallen mit Pulled Pork oder Sauce Hollandaise: Mittlerweile gibt es unzählige Pizza-Varianten. Warum nicht am inoffiziellen Pizza Party Day, der am 21. Mai gefeiert wird, mal wieder richtig schlemmen? Hier eine Auswahl an Diensten, bei denen man ganz einfach per App auf iOS- und Android-Geräten sein Essen bestellen kann.

Marktführer und neuer Anbieter
Das Angebot von Lieferando dürften die meisten Verbraucher kennen, die schon einmal per App Pizza, Sushi oder sonstige Gerichte bestellt haben. Bei dem Liefer-Riesen können Nutzer ein Restaurant in ihrer Nähe auswählen und dann dort bestellen. Dabei muss der User aber beachten, dass es keine einheitlichen Bedingungen gibt. Die Öffnungs- und Lieferzeiten sowie der Mindestbestellwert der einzelnen Restaurants sind unterschiedlich. Außerdem fallen manchmal zusätzliche Lieferkosten an – in anderen Fällen aber auch nicht.

Gerade erst ist in Berlin Uber Eats gestartet. Zu Beginn stehen nach Angaben des Unternehmens mehr als 200 Restaurants zur Auswahl, die mit der Plattform kooperieren. Auch hier können Nutzer in Berlin-Mitte sowie in Teilen von Prenzlauer Berg, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln bei unterschiedlichen Restaurants ihr Essen bestellen. Das Serviceangebot soll nach und nach ausgebaut werden. Wann der Dienst womöglich in weitere deutsche Großstädte kommt, ist derzeit nicht bekannt.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Bringbutler. Hier können Kunden sich abermals für eines der naheliegenden Restaurants entscheiden, das in das System integriert ist. Sollte man etwa trotz Pizza Party Day Lust auf asiatische Küche oder Burger haben, ist das somit auch hier kein Problem. Mindestbestellwerte, Liefergebühren und Öffnungszeiten können ebenso voneinander abweichen.

Spezialisierte Lieferdienste
Während die bereits genannten Alternativen eine breite Auswahl an unterschiedlichen Küchen bieten, gibt es auch Ketten, die sich vorwiegend auf Pizza und italienische Küche spezialisiert haben. Zu den bekanntesten Namen zählen hier unter anderem Pizza Hut ( iOS/ Android), Call-a-Pizza, Domino’s und Pizza Max.

Delivery Hero, die vor rund zwei Jahren ihr Deutschlandgeschäft an den Mutterkonzern von Lieferando verkauft hatten, kehren zudem bald mit der vor allem auf asiatischen Märkten verbreiteten Marke Foodpanda zurück. Im Juni soll es in Berlin losgehen. Nach dem 10. August wird das Geschäft dann auf weitere deutsche Städte ausgeweitet. Auch Lebensmittel sollen geliefert werden. Laut einer Ankündigung sei geplant, diese Lieferungen an den Verbraucher innerhalb von im Schnitt nur sieben Minuten tätigen zu können.