Razer Hammerhead TWS Pro im Test: Niedrig-Latenz-In-Ears mit sehr gutem Klang und ANC

Mit den Hammerhead True Wireless Pro hat Razer In-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) und Silikonaufsätzen vorgestellt, die neben den Hammerhead True Wireless (Test), die auf beides verzichten, angeboten werden. Neben THX bietet Razer erneut den Gaming-Mode für besonders niedrige Latenzen.

Der Verkauf der neuen Razer Hammerhead True Wireless Pro startet zunächst nur direkt im Onlineshop von Razer. Dort sind die neuen In-Ears für 209,99 Euro erhältlich. Eine passende Hülle mit Karabiner für das Ladecase kostet 34,99 Euro. Im stationären Handel sollen die neuen In-Ear-Kopfhörer im ersten Quartal 2021 ankommen.

Für 210 Euro erhält der Käufer neben den Ohrhörern und dem Ladecase ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel und gleich sieben verschiedene Aufsätze. Neben zwei verschiedenen Arten von Silikon-Aufsätzen in den Größen S, M und L, die eine unterschiedliche Oberfläche aufweisen, wird zusätzlich ein Paar Comply-Ohrstöpsel aus Memory-Schaumstoff mitgeliefert. Zudem fällt die beiliegende Anleitung vergleichsweise ausführlich aus.

Technische Daten der Hammerhead True Wireless Pro

USB-C-Ladecase ohne Wireless Charging

Das mit 43 g leichte Ladecase hat Razer komplett überarbeitet, verzichtet aber weiterhin auf Wireless Charging. Statt flach und breit ist es jetzt dünn und hoch. Geladen wird es über USB-C an der Unterseite, auf der es aber nicht stehen kann – es liegt immer flach auf dem Tisch. Auch wenn die Abmessungen mit 50 × 63,8 × 25 mm (H × B × T) etwas größer ausfallen als bei einigen Konkurrenten, kann das Ladecase der Hammerhead TWS Pro noch in den meisten Hosentaschen getragen werden. Das ähnlich geformte Ladecase der Apple AirPods Pro misst 45,2 × 60,6 × 21,7 mm (H × B × T).

4 Stunden Akkulaufzeit mit ANC

Razer nennt lediglich eine Akkulaufzeit von 4 Stunden mit einer Akkuladung, ohne darauf einzugehen, ob dies mit oder ohne ANC erreicht wird. In Verbindung mit dem Ladecase soll eine Gesamtakkulaufzeit von bis zu 20 Stunden erzielt werden. Im Test erreichten die Hammerhead True Wireless Pro ohne ANC eine Akkulaufzeit von 6:15 Stunden. Mit durchgängig aktiviertem ANC fällt der Wert tatsächlich deutlich geringer aus. Mit 4:10 Stunden wird die Angabe von Razer in etwa getroffen.

Zu den Langläufern unter den kabellosen In-Ear-Kopfhörern gehören die Razer Hammerhead True Wireless Pro somit nicht. Im Alltag ist die Akkulaufzeit – gerade ohne ANC – aber in aller Regel unproblematisch, wenn man die Ohrhörer wieder in das Ladecase legt, sobald sie nicht gebraucht werden.

Bluetooth 5.0 mit Fast Pair, AAC und SBC

Mit Bluetooth 5.0 wird von den Razer-In-Ears der derzeit aktuelle und am häufigsten genutzte Bluetooth-Standard genutzt. Als Audio-Codecs kommen SBC und AAC zum Einsatz. Ein HD-Codec, der höhere Abtastraten und Sampling-Tiefen unterstützt, bieten die Ohrhörer somit nicht. In Verbindung mit einem aktuellen Android-Smartphone wird „Fast Pair“ unterstützt, das dafür sorgt, dass beim Öffnen des Ladecases der Hammerhead TWS Pro ein Hinweis auf dem Smartphone erscheint, dass die Kopfhörer gekoppelt werden können. Wird auf diesen getippt, werden die Hammerhead TWS Pro gekoppelt, ohne dass in die Einstellungen des Smartphones gegangen werden muss.

Auf Multi-Connect, so dass mehrere Endgeräte gleichzeitig mit den In-Ears verbunden und nahtlos die Wiedergabe zwischen diesen gewechselt werden kann, verzichtet Razer hingegen. So muss die aktive Verbindung zu einem Endgerät immer erst unterbrochen werden, wenn sie zu einem anderen bekannten Endgerät hergestellt werden soll.

Gaming-Mode für niedrige Latenz und THX

Auch wenn die Razer Hammerhead True Wireless Pro mit SBC und AAC nur Standardkost bieten, verfügen sie über eine Besonderheit, mit der kaum ein Konkurrent aufwartet: den Gaming-Mode. Über diesen soll eine Latenz, also Versatz zwischen Bild und Ton, von nur 60 ms möglich sein – SBC und AAC erzielen bei guter Umsetzung eine Verzögerung von mindestens 160 ms. Mit aptX LL gibt es zwar einen Codec, der ebenfalls eine niedrige Latenz bietet, doch dieser ist an die Qualcomm-Plattform geknüpft – sowohl bei den In-Ear-Kopfhörern als auch beim Smartphone. Und genau dies ist beim Gaming-Mode von Razer nicht notwendig, er funktioniert unabhängig vom Smartphone. Da durch die Aktivierung jedoch die Übertragung fragiler wird, sollte der Abstand zwischen Ohrhörern und Smartphone oder Tablet möglichst gering sein.

Darüber hinaus sind die Hammerhead True Wireless Pro anders als die normale Version THX-zertifiziert. Durch diese Zertifizierung soll sichergestellt sein, dass die In-Ears auch bei hoher Lautstärke klare Höhen und tiefe Bässe ohne Verzerrung darstellen können, so Razer. In der App kann bei den Klangprofilen neben anderen so auch THX ausgewählt werden. Auf den Klang der In-Ears wird auf der zweiten Seite genauer eingegangen.


Razer Hammerhead True Wireless Pro
Razer HammerheadApple AirPods ProJabra Elite 85tSennheiser Momentum True Wireless 2
Bluetooth-Standard:5.05.1
Audio-Codecs:SBC, AACSBC, AAC, aptX
Bedienung:TouchTastenTouch
Akkulaufzeit der Ohrhörer:6,0/4,0 (ANC) h4,0 h5,0/4,5 (ANC) h7,0/5,5 (ANC) h7,0 h
Akkulaufzeit mit Ladecase:20 h16 h24 h25 h28 h
Wireless-Charging:–Ja–
ANC:Ja–Ja
Einzelnutzung:Ja
IP-Zertifizierung:IPX4
Gewicht je Ohrhörer / nur Ladecase:5,0/43,0 g5,0/36,0 g5,5/46,0 g7,0/44,0 g6,0/58,0 g
USB-Ladeanschluss:USB-CLightningUSB-C
Abmessungen Ladecase:50,0 × 63,8 × 25,0 mm25,9 × 78,9 × 36,0 mm45,2 × 60,6 × 21,7 mm41,0 × 64,9 × 28,2 mm34,7 × 76,8 × 43,8 mm
Preis:209,99 €ab 85 €ab 195 €ab 229 €ab 269 €

10-mm-Treiber mit normalem Frequenzgang

Technisch setzen die Hammerhead True Wireless Pro auf 10-mm-Treiber mit einem Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz und einer Impedanz von 16 Ohm. Die Mikrofone für die Telefonie decken einen Frequenzbereich von 100 Hz bis 10 kHz ab, ihr Signal-Rausch-Verhältnis liegt bei 60 dB und die Empfindlichkeit (bei 1 kHz) bei -42 dBFS. Die Eignung für Telefonie wird ebenfalls im Folgenden noch analysiert.

Hybrides ANC mit Feedback-Mikrofon

Für das ANC setzt Razer auf ein hybrides ANC mit vorwärtsgekoppelten und rückgekoppelten Mikrofonen. Das an jedem Ohrhörer nach innen gerichtete Mikrofon erfasst die ins Ohr dringenden Geräusche und Klänge, so dass nicht nur die Umgebungsgeräusche für das ANC herangezogen werden. In der Regel bietet ein hybrides ANC nicht nur eine effektivere Geräuschunterdrückung, sondern hat auch einen geringeren Einfluss auf den Klang.

Über die Hammerhead-True-Wireless-App von Razer, die für Android und iOS angeboten wird, kann ein „Passform-Test“ durchgeführt werden, der durch einen kurzen Musiktest die Isolierung der Ohrhörer und somit auch ihren Sitz bewertet.

Die Effektivität des ANCs der Hammerhead True Wireless Pro wird auf der nächsten Seite beleuchtet.

Mit IPX4 auch bei Regen einsetzbar

Die Ohrhörer sind erneut nach IPX4 gegen Schweiß und Wasser geschützt (Schutz gegen allseitiges Spritzwasser).

Touchsteuerung, empfindlicher Lagesensor und Einzelnutzung

Auch die Hammerhead True Wireless Pro setzen auf eine Touchsteuerung an der Außenseite. Der Sensor sitzt dabei am oberen Rand der runden Fläche, was am Anfang etwas Eingewöhnung benötigt. Zudem ist der äußere Rand etwas erhöht, weshalb ein schnelles Tippen nicht immer Erfolg hat, aber Fehleingaben verhindert.

Die Bedienung ist über beide Ohrhörer identisch, was die Nutzung vereinfacht, wenn nur ein Ohrhörer eingesetzt wird. Die Einzelnutzung ist mit den Razer-In-Ears nämlich problemlos möglich und der Wechsel nahtlos, sofern das automatische Pausieren der Wiedergabe beim Herausnehmen eines Ohrhörers deaktiviert ist.

Ein einmaliges Tippen startet und pausiert die Wiedergabe, nimmt eingehende Anrufe an oder beendet einen Anruf. Zweimaliges Tippen springt einen Track vor, dreimaliges Tippen einen Track zurück. Wird die Fläche für rund 2 Sekunden gehalten, wird zwischen ANC, deaktiviertem ANC und Transparenzmodus gewechselt. Mit einer Sprachansage wird der ausgewählte Modus angesagt. Ein sehr leiser und zu leiser Signalton signalisiert zudem, wann die 2 Sekunden vorbei sind. Hält man etwas zu lange gedrückt, wird nämlich der Kopplungmodus aktiviert, was im Test ungewollt immer wieder passierte, da auf das leise Audiosignal gewartet, es aber überhört wurde. An dieses Umschalten muss man sich erst gewöhnen.

Der Gaming-Modus für niedrige Latenzen wird über ein dreifaches Tippen und anschließend zweisekündiges Halten aktiviert beziehungsweise deaktiviert.

Keine Lautstärkesteuerung

Die Steuerung lässt somit eine Lautstärkeregelung über die Ohrhörer vermissen. Über die App kann dies auch nicht belegt werden, denn obwohl eine Anpassung der Steuerung über diese möglich ist, bezieht sich dies nur auf die bereits belegten Funktionen und zusätzlich auf die Option, den Sprachassistenten des Smartphones aufzurufen, und Stop. Ein Erhöhen oder Verringern der Lautstärke lässt sich nicht auswählen.

Sensibler Lagesensor für automatisches Pausieren

Die Hammerhead True Wireless Pro bieten zudem den Komfort, die Wiedergabe beim Herausnehmen eines Ohrhörers zu pausieren und beim Einsetzen fortzusetzen. Dies wird jedoch nicht über Infrarot, sondern Lagesensoren gesteuert. Im Test führte dies dazu, dass die Erkennung zu häufig die Wiedergabe pausierte, obwohl der Ohrhörer gar nicht aus dem Ohr genommen, sondern nur bewegt wurde. Eine Anpassung der Empfindlichkeit ist nicht möglich, so dass Razer in diesem Punkt über ein Firmware-Update nachbessern muss. Im Test kam Firmware V1.1.4.0 zum Einsatz.

App mit Equalizer, Anpassungen und Updates

Updates für die Ohrhörer sind über die Hammerhead-True-Wireless-App problemlos möglich. Diese bietet zudem neben einer Anzeige des Akkuladestandes die Option, die Steuerung in den oben genannten Grenzen neu zuzuweisen und einen Equalizer entweder manuell oder anhand vorgegebener Presets anzupassen. Neben „THX“, „Verstärkt“, „Verbesserter Bass“, „Klarer“ und „Gesang“ steht deshalb auch das Preset „Individuell“ zur Auswahl.

Darüber hinaus kann in der App das automatische Pausieren der Wiedergabe beim Herausnehmen eines oder beider Ohrhörer deaktiviert werden, was angesichts der empfindlichen Einstellung derzeit eine gute Wahl ist. Auch der Gaming-Modus und das ANC und der Transparenzmodus lassen sich auf Wunsch über die App ein- und ausschalten. In ihrer Intensität lässt sich dabei keiner der Modi beeinflussen, es kann nur zwischen an und aus gewählt werden. Wie bereits erwähnt, kann in der App zudem en Passform-Test durchgeführt werden, der die Isolierung der Ohrhörer im Ohr prüft.

Sehr angenehmes Tragegefühl ohne Druck

Da die Razer Hammerhead True Wireless Pro nur ins Ohr gelegt werden und mit den ovalen Ohrpassstücken den Gehörgang abdecken, aber nicht hineingedrückt werden, ist ihr Tragekomfort ausgezeichnet. In Verbindung mit dem geringen Gewicht können sie für etliche Stunden getragen werden, ohne störend zu sein. Für Sport sind sie aufgrund des lockeren Sitzes aber nur eingeschränkt geeignet.

Razer liefert, wie eingangs erwähnt, sieben Silikon- beziehungsweise Memory-Foam-Comply-Aufsätze mit. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Größe, sondern auch in ihrer Beschaffenheit. Neben einem Comply-Aufsatz werden je drei schwarze „Smoothcomfort Silicone Tips“ und drei „Secureseal Translucent Silicone Tips“ mitgeliefert. Erstere bieten eine weichere Oberfläche, die ein besonders angenehmes Tragegefühl für eine sehr lange Musikwiedergabe bieten soll. Die Secureseal-Tips sind hingegen etwas steifer und sorgen für einen festeren Sitz, der weniger Geräusche ans Ohr dringen lässt.

Die beste Abdichtung wird aber mit den Memory-Schaumstoff-Aufsätzen von Comply erzielt, die vor dem Einsetzen zusammengedrückt werden, um sich dann im Ohr der Form des Ohres anzupassen und es abzudichten. Sie bieten den besten Klang und die beste Isolierung, sind aber durch die höhere Abdichtung nicht so angenehm zu tragen wie die weichen Aufsätze. Zudem ist die Abdichtung nicht so extrem wie bei In-Ears, die in den Gehörgang gedrückt werden, da sie weiterhin davor abdichten. Anders als bei vielen anderen In-Ears fällt die Wahl im Alltag deshalb nicht eindeutig zu Gunsten der Comply-Aufsätze aus.

Intel bringt die schnellste SSD der Welt

Flash-Speicher ist schnell, aber Intels Optane-Speicher ist schneller – das konnte Intel bereits mit der Datacenter-SSD P4800X zeigen. Nun kommt der noch einmal deutlich schnellere Nachfolger, nach Intel-Angaben mit dreifacher Geschwindigkeit: Die P5800X nutzt Optane der zweiten Generation und PCIe 4.0. Bei den sequenziellen Transferraten liegen andere SSDs zwar etwas weiter vorn, bei Zugriffen auf zufällige Adressen aber setzt Intel neue Maßstäbe: 1,5 Millionen IOPS verspricht das Unternehmen beim ausschließlichen Lesen oder Schreiben. Im Mixbetrieb, also beim gleichzeitigen Lesen und Schreiben, sollen es gar 1,8 Millionen IOPS sein.

Gleichzeitig verspricht Intel eine Haltbarkeit von 100 Drive Writes Per Day, die SSDs dürfen also im Rahmen der fünfjährigen Garantie täglich einhundertmal mit ihrer eigenen Kapazität beschrieben werden. Die SSDs werden im kommenden Jahr auf den Markt kommen, zu Preisen hat sich Intel noch nicht geäußert.

Weitere Datacenter-SSDs

Noch in diesem Jahr will Intel die Datacenter-SSD D7-P5510 auf den Markt bringen. Sie ist mit TLC-Flash in 144 Lagen bestückt und soll bis zu 7,68 TByte Kapazität haben. Für größeren Platzbedarf bringt Intel im nächsten Quartal die P5316: Die mit QLC-Flash bestückte SSD soll mit bis zu 30,72 TByte erhältlich sein.

Kauft man 32 davon im E1.L-Format, kann man ein 1-HE-Serverrack mit bis zu 1 PByte Speicher bestücken – genau das hatte Intelvbei der Vorstellung dieses “Ruler”-Formats versprochen.

QLC hat sich durchgesetzt

QLC-Flash kommt auch in Intels Desktop-SSDs zum Einsatz. Die 670p ist der Nachfolger der 665p und wird ausschließlich als M.2-Kärtchen angeboten. Sie nutzt ebenfalls die aktuelle 144-Layer-Version des Speichers; Angaben zu Kapazitäten und Preisen gibt es noch nicht.

Eine Kombination aus QLC-Flash und Optane-Speicher hatte Intel bereits mit der H10 im Programm. Hier dient Optane als schneller Cache für das eher langsame Flash. Bei der H10 nutzte Intel zwei PCIe-Lanes für den Optane-Teil und die beiden anderen als Zugang zum QLC-Flash, eine Nachrüstung in vorhandene Notebooks war damit nicht möglich. Ob das mit der H20, die mit den neueren Versionen der Speicher bestückt ist, anders sein wird ist noch nicht bekannt.

LG Gram 2021: Alle Spezifikationen im Tabellenvergleich, Teaservideo und Renderbilder der 14, 16 und 17 Zoll Leichtgewichts-Laptops

Heute hat LG die Nachfolger der drei LG Gram-Modelle des Jahres 2020 präsentiert, die als 14 Zoll, 15 Zoll und 17 Zoll-Modell erstmals auch in Deutschland zu haben waren. Nur der 17 Zöller war in diesem Jahr im 16:10-Format, das ändert sich 2021, alle drei Modelle werden fortan im höheren 16:10-Format vertikal mehr Displayfläche liefern, auch die Ränder wurden – wenngleich nur wenig – im Vergleich zu den Vorgängern reduziert.

2021 besteht die Serie aus drei 16:10-Laptops mit 14 Zoll, 16 Zoll und 17 Zoll-Display, bei denen LG auch das Chassis modernisiert hat. Ausgemustert wurde etwa der DC-Ladeport, stattdessen gibt es einen zweiten USB-C-Anschluss für 65 Watt USB-C Power Delivery, beide USB-C Ports sind dank Tiger Lake-Chip auch Thunderbolt 4-fähig. LG macht trotz Low-Weight-Anspruch und dem Trend zu immer dünneren Notebooks nicht bei der Reduktion der Anschllüsse mit, USB-A, Micro-SD-Slot und HDMI sind weiterhin an Bord.

Viele kleine und größere Verbesserungen

Beim Chassis hat LG auch sonst einiges geändert, was schon die gelungene K-poppige Präsentation und das erste Unboxing-Video gezeigt hatte. Jetzt wo auch alle technischen Daten auf der südkoreanischen Webseite verfügbar sind, können wir auch konkrete Details nennen, die unten schön im Tabellenvergleich aufgelistet sind. Interessant etwa der Größenvergleich zwischen dem neuen 16 Zöller 16Z90P und dem spirituellen Vorgänger, dem 15,6 Zoll 15Z90N. LG hat das Gehäuse in der Breite um 2 mm reduziert und dafür in der Tiefe um 18 mm aufgestockt, was den Platz für das 55 Prozent größere Trackpad erklärt.

Die Stereolautsprecher liefern nun nicht mehr nur schwache 1,5 Watt sondern 2x 5 Watt DTS Ultra-Sound, damit ist ein Makel der Vorgänger behoben, auch die hintergrundbeleuchtete Tastatur soll mit 1,65 mm Tastenhub nun noch etwas besser geworden sein, das alles natürlich auf Basis aktueller Intel Tiger Lake- und EVO-Technologie mit Intel Xe-Grafik – wer dedizierte Grafik oder AMD Ryzen sucht, wird bei LG traditionell nicht fündig. Dafür liefert LG einmal mehr einen SSD-Erweiterungsslot am Mainboard, die Webcam bleibt leider auch hier nur HD-fähig. Last but not least: Gewichtsmäßig gibt es hier keine Überraschungen, außer dass LG mit dem LG Gram 16 wohl den leichtesten 16 Zöller am Markt anbietet.

Konfigurationen und Vergleichstabelle

In Südkorea gibt es aktuell sieben LG Gram 16-Modelle, sieben LG Gram 17-Varianten und zwei LG Gram 14-Versionen, wobei sich die alle nur durch die jeweils verbauten Speicher, CPU, RAM und die Gehäusefarben unterscheiden. Das kleinste im Bunde gibt es aktuell nur mit Core i5 und 8/256 GB Speicher. Was LG 2021 in Europa anbieten wird, wissen wir noch nicht, auch die Preise dürften hierzulande wohl anders ausfallen – günstig sind LG Laptops leider nicht, das wird auch 2021 so bleiben, wie ein Leak aus Südkorea bereits vor dem Launch zeigte.

LG Gram 2021 Alle Spezifikationen im Vergleich

LG Gram 14 14Z90PLG Gram 16 16Z90PLG Gram 17 17Z90P
Display35,5 cm40,6 cm43,1 cm
Auflösung1920×1080 (soll wahrscheinlich 1200 sein)2560×16002560×1600
CPUIntel 11th Gen Tiger LakeIntel 11th Gen Tiger LakeIntel 11th Gen Tiger Lake
Core i5-1135G7Core i5-1135G7Core i5-1135G7
Core i7-1165G7Core i7-1165G7
GPUIntel Iris XeIntel Iris XeIntel Iris Xe
RAM8 GB LPDDR4 4266 Mhz8 oder 16 GB LPDDR4 4266 Mhz8 oder 16 GB LPDDR4 4266 Mhz
Speicher256 GB M.2 NVMe + Erweiterungs-Steckplatz256 GB oder 1 TB M.2 NVMe + Erweiterungs-Steckplatz256 GB oder 1 TB M.2 NVMe + Erweiterungs-Steckplatz
Tastaturhintergrundbeleuchtet, 79 Tastenhintergrundbeleuchtet, 97 Tasten (Nummernblock)hintergrundbeleuchtet, 100 Tasten (Nummernblock)
AnschlüsseKopfhörer 3,5mm, 2xUSB 3.1, HDMI, 2x USB-C/TB4, UFS (Micro-SD)Kopfhörer 3,5mm, 2xUSB 3.1, HDMI, 2x USB-C/TB4, UFS (Micro-SD)Kopfhörer 3,5mm, 2xUSB 3.1, HDMI, 2x USB-C/TB4, UFS (Micro-SD)
FunkWi-Fi 6 und Bluetooth Intel AX201Wi-Fi 6 und Bluetooth Intel AX201Wi-Fi 6 und Bluetooth Intel AX201
Audio5W Stereolautsprecher, DTS Ultra5W Stereolautsprecher, DTS Ultra5W Stereolautsprecher, DTS Ultra
DiversesEVO, Fingerabdrucksensor im Power Button, HD-WebcamEVO, Fingerabdrucksensor im Power Button, HD-WebcamEVO, Fingerabdrucksensor im Power Button, HD-Webcam
Akku72 Wh, 65 Watt USB-C Charging80 Wh, 65 Watt USB-C Charging80 Wh, 65 Watt USB-C Charging
Maße314 x 216 x 16,8 mm356 x 244 x 16,8 mm381 x 261 x 17,8 mm
Gewicht999 Gramm1190 Gramm1350 Gramm
Farben (Südkorea)Schwarz, WeißSchwarz, Weiß, SilberSchwarz, Weiß, Silber
BetriebssystemWindows 10 HomeWindows 10 HomeWindows 10 Home

Windows 10: Microsoft bringt den ungewöhnlichsten Build des Jahres

Die Entwickler Microsofts haben den Windows 10 Insider Preview Build 20279 veröffentlicht. Damit haben sie kurz vor Weihnachten noch das wohl ungewöhnlichste Test-Release des Jahres bei den Teilnehmern des Insider-Programms platziert.

Diese dürften sich inzwischen daran gewöhnt haben, dass neue Ausgaben nur geringfügige Veränderungen mitbringen. Build 20279 sticht hier dahingehend hervor, dass erstmals überhaupt keine neuen Code-Bestandteile enthalten sind. Man bekommt also das, was bereits mit dem Build 20277 geliefert wurde, zum zweiten Mal angeboten.

Bemerkenswert ist auch der Tag der Veröffentlichung. Normalerweise schickt Microsoft neue Test-Builds zum Ende der Woche ins Rennen. Dann sind die Ergebnisse der letzten Arbeitstage enthalten und die Tester haben am Wochenende Zeit, diese unter die Lupe zu nehmen. Ein Montag als Tag für das Release der neuesten Preview ist somit mehr als ungewöhnlich.

Normaler Build in Arbeit

Im Blog-Beitrag zur neuesten Ausgabe bringen die Redmonder allerdings Licht ins Dunkel. Demnach handle es sich hier keinesfalls um ein Versehen – aber durchaus um eine Art Probealarm. Man habe einfach nur mal ausprobieren wollen, ob man auch in der Lage sei, einen neuen Build kurzfristig und außer der Reihe in die Test-Kanäle zu schieben.

Build 20279 wird jenen Testern angeboten, die Build 20277 installiert haben oder auf einem vorhergehenden Stand sind. Wer bereits Build 21277 nutzt – beispielsweise um den neuen x64-Emulator für ARM-Systeme zu testen – bekommt den hier beschriebenen Null-Build aufgrund dessen niedrigerer Versionsnummer nicht angeboten. Die Microsoft-Entwickler betonten, dass sie ungeachtet der jetzt erfolgten Veröffentlichung an der normalen Preview arbeiten, die dann in einigen Tagen folgen wird. Nach den Feiertagen will man die Tester im Dev-Channel außerdem wieder auf einen einheitlichen Entwicklungsstand bringen.

Versteckte Funktionen in Windows 10? Kleines Tool offenbart praktische Tools

Windows 10 kann mehr als man auf den ersten Blick erwartet. Doch viele Funktionen sind nur schwer aufzuspüren oder man muss sich an die Registry wagen. Ein kleines Gratis-Tool will versteckte Windows 10-Features einfacher zugänglich machen. Im Video zeigen wir Ihnen zusätzliche Windows-Tools, die nicht nur schön aussehen, sondern auch praktisch sind.

Ein Betriebssystem wie Windows 10 ist ein sehr komplexes Stück Software. Die Kunst besteht darin, diese Komplexität so gut es geht zu verbergen und den Nutzern die Funktionen an die Hand zu geben, die sie am häufigsten brauchen und so ein möglichst einfaches Arbeiten mit dem PC zur ermöglichen.

Möchten Sie jedoch Ihr Windows individuell einstellen, kann es sein, dass die entsprechenden Windows-Funktionen nicht so einfach zu erreichen sind. Das kostenlose Tool Hidden Windows 10 Features will Abhilfe schaffen und versteckte Windows-Funktionen einfacher zugänglich machen.

Rund 50 versteckte Funktionen in sechs Rubriken

Das Tool Hidden Windows 10 Features bündelt aktuell rund 50 versteckte Funktionen. Der Aufbau des Tools ist denkbar einfach: Die Features werden aufgelistet und Nutzer aktivieren sie über Checkboxen. Damit das Ganze übersichtlich bleibt, untergliedert das Tool seine Funktionen in die sechs Rubriken This PC, Taskbar, Context menu, System, Security und Privacy.

Leider ist die Software bisher nur in englischer Sprache zu haben. Praktisch ist aber, dass hinter fast jeder Funktion ein Preview-Button angefügt ist. Dieser zeigt eine Vorschau und somit, was mit der jeweiligen Einstellung gemeint ist.

Simple Bedienung, andere können mehr

Die Bedienung von Hidden Windows 10 Features ist einfach: Gewünschte Funktion abhaken und auf “Apply” klicken. Sie können in einem Rutsch auch mehrere Punkte einschalten und dann aktivieren. Ein Systemwiederherstellungspunkt lässt sich über das Tool allerdings nicht erstellen und es fehlen kurze Erklärungen oder aussagekräftigere Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Punkten. Praktisch ist eine Import-Export-Funktion für die gesetzten Einstellungen. Diese sind erreichbar über das Zahnrad unten links.

Die Tweaks sind ganz gut ausgesucht, etwa um das Kontextmenü zu erweitern, einen Godmode-Ordner anzulegen oder Cortana zu deaktivieren. Andere Tweaker können aber deutlich mehr, etwa Winaero Tweaker oder Ultimate Windows Tweaker bieten deutlich mehr Optionen. Doch das kann dann auch schnell wieder unübersichtlich werden.

Was für eine Überraschung, Microsoft: Windows 10X ist fertig – das kann das neue Windows

Eines der wirklich spannenden Microsoft-Projekte nennt sich Windows 10X – das schlanke, flexible Windows 10 ist das erste neue Betriebssystem seit über fünf Jahren. Der Start ist für das Frühjahr 2021 geplant, fertig ist das System aber jetzt schon.

Im Frühjahr nächsten Jahres soll die Windows-Familie nach über fünf Jahren um ein neues Mitglied erweitert werden: Windows 10X – das “X” wird wie der Buchstabe ausgesprochen und soll für “expression” stehen. Die spezielle Ausgabe von Windows 10 tauchte schon früher auch als Windows Lite oder mit dem Codenamen Santorini auf. Microsoft hat nun die erste RTM-Version fertiggestellt – konkret heißt das, das System ist nun soweit komplett. Am Launch im Frühjahr ändert sich dadurch allerdings nicht.

Ursprünglich wurde das System für Microsofts Dual-Screen-Laptop Surface Neo präsentiert. Eine hausinterne Präsentation von Microsoft verriet jedoch, dass Windows 10X nicht ausschließlich für Geräte mit zwei Displays oder faltbarem Bildschirm geplant ist. Auch auf gewöhnlichen Laptops mit normalem Bildschirm soll Windows 10X grundsätzlich nutzbar sein. Doch Nutzer werden ein neues Gerät kaufen müssen, um an Windows 10X zu kommen – denn eine separate Download-Möglichkeit ist nicht geplant.

Anfangs kein Support für klassische Programme

Windows 10X sollte eigentlich nicht nur Apps unterstützen, sondern über eine spezielle Container-Technik auch normale 32-Bit-Programme ausführen können. Damit wollte Microsoft aus Fehlern der Vergangenheit lernen, bei denen die Geräte zu stark abgespeckt wurden. Nutzer sollten ein optimiertes und verschlanktes Windows mit fast allen Schikanen kriegen.

Doch hier gibt es Probleme und Windows 10X wird wohl im Frühjahr 2021 ohne Unterstützung für klassische 32-Bit-Programme an den Start gehen. Aufgegeben hat man das Projekt bei Microsoft zwar nicht, aber vor 2022 ist nicht mit der Technik zu rechnen. Das ist eine schlechte Nachricht, denn die Nutzung von klassischen Programmen dürfte wohl für viele Nutzer mit das wichtigste Argument für Windows 10X sein. Lediglich mit Apps ausgestattet wird Windows 10X zwar noch eindeutiger zum Konkurrenten für Chrome OS, aber zu einem Konkurrenten mit weniger Vorteilen.

Windows 10X auf normalen Notebooks

Microsoft will Windows 10X jetzt erst mal fit für normale Notebooks machen. Das erklärt ein offizieller Blog-Beitrag. Der Grund ist die veränderte Situation durch die Corona-Pandemie mit vielen Menschen im Homeoffice und Schülern, die Zuhause lernen müssen.

Ein offizielles Release-Datum nennt Microsoft bis heute nicht, als Start für Windows 10X auf Geräten mit einem Display soll für das Frühjahr 2021 angepeilt werden. Das System ist seit Dezember planmäßig fertig und wird nun erst mal an die Hersteller verteilt. Die primäre Zielgruppe sollen Unternehmen und Bildungseinrichtungen sein, bei denen günstige Geräte mit einem leichtgewichtigen Betriebssystem gefragt sind. Windows 10X soll also Microsofts Alternative zu den beliebten Chromebooks werden.

Ein Jahr später, also im Frühjahr 2022, sollen dann Notebooks für Privatnutzer sowie Geräte mit zwei Displays und Windows 10X kommen.

Windows 10X bremst Windows 10

Egal, ob man sich jetzt ein neues Gerät mit Windows 10X kaufen möchte oder nicht, das neue Betriebssystem könnte Auswirkungen auf Windows 10 haben. Es geht dabei wohl auch einfach um Entwickler, die beide Systeme voranbringen sollen. Ein Doppel-Update pro Jahr für Windows 10, wie es die letzten fünf Jahre der Fall war, wird dann wohl nicht mehr möglich sein. Auch das ist nicht offiziell von Microsoft bestätigt, aber den Plan könnte so aussehen:

Frühjahr 2021: Release Windows 10X für Unternehmen und Bildungseinrichtungen ohne Win32-Support, nur Single-Screen-Geräte

Herbst 2021: Release von Windows 10 21H2

Frühjahr 2022: Release von Windows 10X Version 2 auch für Privatnutzer, auch Dual-Screen-Geräte, möglicherweise mit Win32-Support

Herbst 2022: Release von Windows 10 22H2

Das Release von Windows 10X im Frühjahr könnte also dazu führen, dass Windows 10 21H1 ausfällt bzw. als Windows 10 21H2 in den Herbst geschoben wird. Vielleicht ändert Microsoft dann auch die Bezeichnungen für Windows 10, wenn es nur noch ein Funktionsupdate pro Jahr gibt.

Neue Optik für Startmenü, Taskleiste und Info-Center

Natürlich kann Windows 10 schon immer mit mehreren Displays umgehen, viele Nutzer betreiben an einem Notebook einen separaten Bildschirm, aber Windows 10X kann mehr. Es ist für Dual-Screen-Geräte und Foldables bestimmt, die praktisch nur aus Displayfläche bestehen, wie das Surface Neo. Damit sich diese Geräte schön bedienen lassen, hat man die drei zentralen Elemente Startmenü, Taskleiste und Info-Center komplett überarbeitet:

Startmenü: Wieder einmal greift Microsoft ein Redesign des Startmenüs an. Dieses Mal sitzt der Startbutton zentral und öffnet ein aufgeräumtes Startmenü mit drei Bereichen. Ganz oben sitzt ein Suchfeld, mit dem Nutzer lokal und auch im Web suchen können. Damit können Sie zum Beispiel auch installierte Programme finden und direkt starten. Darunter sind die beliebtesten Apps und Webseiten für den Schnellzugriff angeordnet. Der dritte Bereich listet kürzlich genutzte Dinge wie bearbeitete Office-Dokumente oder besuchte Webseiten auf. Die gute Nachricht: Die Programmliste kann man auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und es gibt die Möglichkeit Ordner anzulegen, um mehrere Objekte zusammenzufassen. Unter dem Strich speckt Microsoft das Startmenü ab zu einem einfachen Launcher.

Taskleiste: Die Taskleiste wird flexibler und passt sich je nach Gerät an die Display-Einstellungen an. Die Icons sitzen mittig, das lässt sich aber auch ändern. Klassisch rechts gibt es einen kompakteren Infobereich mit Uhrzeit, WLAN und Akkuanzeige. Ist keine Tastatur angeschlossen, minimiert sich die Taskleiste, sobald ein Programm gestartet wird.

Info-Center: Das Info-Center lassen viele Windows 10-Nutzer immer noch links liegen. Bisher drängt es sich recht dick an den rechten Bildschirmrand. Windows 10X speckt auch hier ab und zerhackt das Info-Center in mehrere kleinere Bereiche. Das hat zwei Vorteile: Die Benachrichtigungen sind sauber getrennt und die Schnelleinstellungen kriegen mehr Möglichkeiten. Nutzer können dann direkt im Info-Center mehr Einstellungen vornehmen und werden nicht in die Systemeinstellungen weitergeleitet.

Mit Tastatur-Unterstützung

Doch so cool das Surface Neo aussieht, Microsoft vergisst auch nicht, womit man heute arbeitet und das ist nun einmal die Tastatur. Deshalb unterstützt Windows 10X das auch. Wird die Hardware-Tastatur hochgeklappt, schaltet sich das Gerät in den passenden Modus. Gearbeitet wird dann hauptsächlich auf einem Bildschirm, einen Großteil des zweiten Bildschirms bedeckt das Keyboard. Die restliche Display-Fläche wird zur Wonderbar, dort blendet Microsoft beispielsweise hilfreiche Elemente wie Emojis ein oder man kann die Fläche als Trackpad nutzen.

Installation und Updates wesentlich schneller

Schneller und schöner, das trifft auch auf die Installation von Windows 10X zu. Bisher sieht die Installation von Windows 10 noch immer sehr klassisch aus, Windows 10X gießt die bekannten Schritte in eine moderne App-Optik. Die Schritte sind sehr ähnlich, Sprache auswählen, WLAN festlegen, Microsoft-Account angeben, das alles fragt auch Windows 10X ab. Cortana soll angeblich aus dem Setup verschwunden sein, das wird nicht allzu viele Nutzer stören.

Der eigentliche Hammer kommt aber bei Updates: Funktions-Updates installieren vollkommen unbemerkt im Hintergrund. Erst wenn ein Neustart nötig wird, macht sich das Update bemerkbar. Je nachdem wie schnell das System dann bootet, ist ein großes Update in ein paar Minuten fix und fertig eingespielt. Möglich macht das die strikte Aufteilung von Komponenten wie Systemdateien, Treibern und Programmen.

Windows 10X ausprobieren

Geräte mit zwei Bildschirmen sind jetzt erstmal wieder ins zweite Glied zurückgetreten. Prio hat erstmal Windows 10X auf normalen Notebooks mit einem einzigen Bildschirm. Ein waschechtes Windows 10X gibt es noch gar nicht in freier Wildbahn. Doch man kann das neue Betriebssystem trotzdem schon ausprobieren. Möglich macht es der Microsoft Emulator. Wie das genau geht, erklären wir in diesem Beitrag. Doch Vorsicht, die Bastelei empfehlen wir nur fortgeschrittenen Nutzern.

Samsung bringt neue Gaming-Monitore der Reihe Odyssey

Samsung erweitert seine Serie von Odyssey-Gaming-Monitoren. Neu stoßen nun die Modelle G3 und G5 zu den bereits erhältlichen G7 und G9. Der G5 mit 27 Zoll Diagonale im Curved-Design ist ab sofort im Handel zu haben. Er legt WQHD als Auflösung an und nutzt 144 Hz. Im Frühjahr 2021 soll der G3 im Flat-Design mit 24 und 27 Zoll Diagonale folgen. Auch weitere Versionen des G5 mit 32 und 34 Zoll sind für das Frühjahr 2021 angedacht.

Um weiter auf den Samsung Odyssey G5 einzugehen: Der 27-Zoller bringt 2.560 x 1.440 Pixel mit und unterstützt neben AMD FreeSync auch HDR10. Als Krümmungsradius gibt man 1000R an. Die Reaktionszeit betrage nur 1 ms (MPRT). Die Variante des G5 mit 34 Zoll soll dann sogar mit WQHD im Format 21:9 auflösen und die Bildwiederholrate auf 165 Hz erhöhen.

Der G3 stapelt da etwas tiefer und setzt auf Full HD – immerhin ebenfalls mit 144 Hz und AMD FreeSync. Als Reaktionszeit nennt Samsung erneut 1 ms (MPRT). Als weiteres Merkmal nennt Samsung einen höhenverstellbaren Standfuß. Alle weiteren Daten des Samnung Odyssey G3 findet ihr hier auf der Produktseite. Preise gibt Samsung da noch nicht an, allerdings sollten die G3 und G5 sicherlich bald bei ersten Händlern gelistet sein.

Microsoft entfernt mehr Windows-7-Funktionen aus Windows 10

Aero Shake kann Fenster durch Schütteln des aktiven Fensters minimieren. Die Funktion soll wohl deaktiviert werden – wie das Snipping-Tool.

Microsoft macht bei der Ummodellierung von Windows 10 Fortschritte. In einem aktuellen Previewbuild wird klar, dass immer mehr aus Windows 7 bekannte Funktionen optional gemacht oder komplett entfernt werden. Das berichtet das Techmagazin Windows Latest. Betroffen ist hier die Funktion Aero Shake, die durch schnelles Hin- und Herbewegen eines Fensters alle sichtbaren Fenster bis auf dieses minimiert. Ursprünglich wurde die Funktion mit der Vorstellung von Windows 7 und der überarbeiteten Aero-Benutzeroberfläche eingeführt.

Im Preview-Patch und später auch in der Live-Version von Windows 10 könnte das allerdings komplett über einen internen Flag deaktiviert werden. Bisher ist dies nur über einen manuell eingestellten Registry-Eintrag möglich. Dazu muss ein neuer Dword-32-Bit-Schlüssel mit der Bezeichnung NoWindowMinimizingShortcuts und dem Wert 1 im Verzeichnis HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows angelegt werden.

Aero Shake von Einigen unerwünscht

Viele Suchergebnisse im Internet zeigen Tutorials, wie das aus Windows 7 bekannte Aero Shake abgeschaltet werden kann. Das lässt vermuten, dass zumindest ein Teil der Windows-10-Community die Funktion eher als hinderlich ansieht. Dass Microsoft das Feature entfernt, könnte also eine Reaktion auf User-Feedback sein.

Microsoft plant, auch weitere Windows-7-Funktionen standardmäßig zu deaktivieren. So soll das Windows-7-Snipping-Tool für das Erstellen von Bildschirmfotos ausgeschaltet und als optionales Modul manuell aktivierbar werden. In dieser Liste befinden sich auch andere Legacy-Anwendungen wie der Internet Explorer 11, der mittlerweile von Microsoft Edge auf Chromium-Basis und mit integriertem Internet-Explorer-Modus ersetzt wurde. Als Ersatz soll es Snip and Sketch geben, welches auf Microsofts UWP-Design basiert und im Microsoft Store heruntergeladen werden kann.

Der Intel Core i9-11900K kann den AMD Ryzen 9 5950X bei einem Gaming-Benchmark übertreffen

Denn einem neuen Eintrag im Ashes of the Singularity-Benchmark zufolge erreicht der Prozessor in Kombination mit einer GeForce RTX 2080 Ti im Crazy_1080p-Preset eine Wertung von 6.200 Punkten bzw. eine durchschnittliche CPU-Bildrate von 63,0 fps. Derselbe Nutzer hat einen Ryzen 9 5950X (ca. 1.100 Euro auf Amazon) mit seinen 16 Kernen in einem ähnlichen System getestet und dabei ein Ergebnis von 5.600 Punkten bzw. 57,1 fps erzielt, der Core i9-10900K kommt auf 5.700 Punkte.

Alle drei Benchmark-Ergebnisse stammen vom selben Nutzer, Vergleiche mit Ergebnissen von anderen Nutzern zeigen aber, dass die Wertung je nach Konfiguration enorm abweichen kann, daher sollten einzelne Ergebnisse wie diese wie üblich mit etwas Vorsicht genossen werden. Außerdem dürfte der Ryzen 9 5950X durch seine 16 Kerne in einigen Anwendungen massive Vorteile haben – der Core i9-10900K konnte bei Geekbench bereits vernichtend geschlagen werden. 

Es scheint aber ganz so, als würde die Cypress Cove-Architektur, die im Prinzip auf höher getaktete Ice Lake-Prozessorkerne setzt, eine ordentliche Gaming-Performance bieten, die AMD die Krone um den schnellsten Gaming-Prozessor streitig machen könnte. Rocket Lake soll im März 2021 offiziell vorgestellt werden. Intel hat bereits einige Details offiziell bestätigt, wie etwa die Tatsache, dass das Flaggschiff “nur” mit acht Kernen ausgestattet sein wird, oder auch die Unterstützung für PCIe 4.0.

Rocket Lake-S: Core i9-11900K angeblich mit bis zu 5,3 GHz Boost-Takt

Nachdem sich das kommende Intel-Flaggschiff bereits Anfang des Monats im Ashes of the Singularity-Benchmark gezeigt hatte, gibt es nun weitere – wenn auch unbestätigte – Informationen zum Core i9-11900K, genauer gesagt zu dessen Boost-Verhalten. So soll der Single Core-Boost stolze 5,3 GHz betragen, der All-Core-Boost liege bei 4,8 GHz.

Der Twitter-User davidbepo teilte auf seinem Account neue Informationen zu Intels kommenden Rocket Lake-S-Prozessoren. Natürlich sind diese Daten nicht verifiziert, wie gehabt sollte man also auf offizielle Daten seitens Intel warten, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein. Doch nachdem sich das Rocket Lake-S-Flaggschiff in Form des Core i9-11900K bereits Anfang des Monats im Ashes of the Singularity-Benchmark gezeigt hat, wo die CPU auf Augenhöhe zum direkten Konkurrenten, dem Ryzen 7 5800X, operieren konnte, sollen jetzt die Boost-Frequenzen bekannt sein.

Single-Core-Boost von 5,3 GHz?

In Form einer schriftlichen Übersicht zeigt davidbepo eine Übersicht über die kommenden Rocket Lake-S-Modelle. Der Core i9-11900K soll sich dabei als durchaus taktfreudig erweisen, denn ein einzelner Kern soll bei Bedarf auf bis zu 5,3 GHz beschleunigt werden. Bedarf es der gemeinsamen Höchstleistung aller acht Kerne, werde ein All-Core-Boost von immer noch 4,8 GHz erreicht, womit man jedoch 100 MHz unter dem All-Core-Takt des Vorgängers Core i9-10900K liegen würde.

Der i9-11900K soll zwei Power Level haben – eines mit einer Grenze von 125 Watt, das zweite mit einem Limit von 250 Watt. Ein weiterer Twitter-User mit dem Usernamen harukaze5719 fügte dem Tweet seines Leak-Kumpanen eine Tabelle bei, die das kommende Rocket Lake-S-Lineup noch einmal übersichtlich zeigen soll. Ob diese Daten stimmen, wird sich spätestens in der ersten Jahreshälfte 2021 herausstellen, wenn Intel die neuen CPUs offiziell vorstellt.