AMD Radeon Pro 5500M: Navi 14 als Vollausbau im neuen MacBook Pro 16 Zoll

Noch immer lässt Navi 14 in Form der Radeon RX 5500 und RX 5500M auf sich warten, da zeigt sich der Vollausbau Radeon Pro 5500M mit 24 Compute Units und insgesamt 1.536 Stream-Prozessoren im neuen MacBook Pro 16 Zoll von Apple. Mit der Radeon Pro 5300M gibt es einen weiteren Ableger.

Nach der Präsentation des neuen MacBook Pro 16 Zoll mit größerem Display, neuer Tastatur und AMD Navi gab es zunächst keine Details zu den Spezifikationen der eingesetzten Radeon Pro 5500M, die bei Apple wahlweise mit 4 GB oder 8 GB GDDR6-Speicher zum Einsatz kommt. Nun sind die 24 Compute Units und die damit verbundenen 1.536 Stream-Prozessoren aber gesichert. Denn AMD hat mit einer eigenen Pressemitteilung die Spezifikationen im Detail bekannt gegeben.

Am Ende verriet auch der Konfigurator der offiziellen Apple-Website den Vollausbau des Navi 14, wenn auch erst auf den zweiten Blick.

Wer näher hinsieht und die Option „Welche Grafikoption ist die richtige für dich?“ auswählt, bekommt den entsprechenden Hinweis eingeblendet.

Die Radeon Pro 5500M verfügt anders als die Radeon RX 5500 und RX 5500M nicht über 22 sondern 24 Compute Units und liegt auch bei den daraus resultierenden Stream-Prozessoren mit 1.536 zu 1.408 Einheit vorne.

Der Vollausbau des Grafikchips Navi 14 ist damit auch ein Kandidat für eine mögliche RX 5500 XT, zu der es ebenfalls erste Hinweise gibt.

Radeon Pro 5300M als kleinstes Derivat von Navi 14

Die Radeon Pro 5300M im neuen MacBook Pro 16 Zoll bietet mit 20 Compute Units und 1.280 Stream-Prozessoren weniger Rechenwerke als eine Radeon RX 5500(M) mit 22 Compute Units und 1.408 ALUs und sortiert sich damit aktuell als kleinste Ausbaustufe von Navi 14 im Portfolio ein.

Die enorme Kapazität die der Launch eines Apple-Produktes für gewöhnlich mit sich bringt, darf als einer der Gründe gewertet werden, weshalb bislang weder eine dedizierte Grafikkarte mit RX 5500 noch ein Notebook mit RX 5500M am Mark verfügbar ist.

Ryzen BIOS-Update: Neue AGESA-Version verspricht mehr Performance und Stabilität

Nach den Anfangsschwierigkeiten zum Launch der Ryzen 3000-CPUs mit zu niedrigen Boost-Taktraten und anderen Bugs, erschienen regelmäßig neue Bios-Updates. Die aktuelle AGESA Version 1.0.0.4 bringt aber nicht nur für Besitzer eines Ryzen 3000-Prozessors Vorteile.

Weil AMD die Code-Stränge für Ryzen 3000 und Ryzen 1000/2000 zusammenführt, profitieren auch Besitzer älterer CPUs. Während es für die neuen (und teuren) X570 Mainboards aber bereits von ASRock, Asus, Biostar, Gigabyte und MSI entsprechende BIOS-Updates gibt, müssen Besitzer älterer Mainboards größtenteils noch warten.

Updates für ältere AM4-Mainboards kommen noch

Einzig Biostar und MSI bieten bisher Updates für X470- oder B450-Chipsätze an. Bios-Updates für ältere Mainboards mit AM4-Sockel dürften aber bald auch von den anderen Herstellern nachgeliefert werden.

Auf Reddit nennt AMD die wichtigsten Änderungen der AGESA Version 1.0.0.4. Dazu zählen verbesserte Leistung und Stabilität für alle Prozessoren sowie verbesserte Boot-Zeiten – wie viel besser hängt aber vom Mainboard ab.

MSI nennt dazu genauere Zahlen anhand eines Beispiels. Ein Ryzen 5 3600 auf einem MSI MEG X570 Godlike benötigt nach eigenen Aussagen nur 16 statt 23 Sekunden für den Boot-Vorgang.

Bei der verbesserten Stabilität geht es aber nicht nur um den Prozessor an sich. Auch an der Kompatibilität mit PCIe-, USB- und SATA-Geräten wurde gearbeitet. Dazu wurde der Auswahlmechanismus für die Nutzung des schnellsten Rechenkerns der jeweiligen CPU weiter verbessert.

Für die Ryzen 3000-Prozessoren gibt es zudem weitere Optimierungen. Für alle CPUs der Zen-2-Architektur gibt es den finalen Eco-Modus. Der Ryzen 9 3900 X erhält noch einmal eine Verbesserung des Boost-Features. Insgesamt gibt es 150 Änderungen im BIOS-Grundcode und ein Update kann sich auch für Besitzer von Ryzen-CPUs der 1000- und 2000-Serie lohnen – gesetzt der eigenen Mainboard-Hersteller bietet bereits eine angepasste Version zum Download an.

Während die meisten BIOS-Versionen für Prozessoren der Ryzen 3000-Serie auch mit älteren AGESA-Versionen von AMD freigegeben sind, gibt der CPU-Hersteller für den kommenden Ryzen 9 3950X nur mit BIOS-Versionen mit AGESA 1.0.0.4 frei.

Specs des Qualcomm Snapdragon 865 sickern durch

Qualcomm veranstaltet vom 3. bis zum 5. Dezember seinen jährlichen Tech Summit 2019 inHawaii. Es dauert also nicht mehr lange, bis wir von offizieller Seite Neues zu den kommenden Prozessoren des Unternehmens erfahren. Nun gibt es aber schon erste Leaks zum neuen Flaggschiff, dem Qualcomm Snapdragon 865, welcher den 855 bzw. 855+ beerben wird.

Auch der Qualcomm Snapdragon 865 soll natürlich wieder High-End-Smartphones befeuern. Man kann fest davon ausgehen, dass da Partner wie Xiaomi, LG und Sony zuschlagen werden. Entstehen soll der neue SoC im 7-Nanometer-Verfahren. Es heißt nun, dass der Chip folgende Eckdaten nutzen werde:

Ein CPU-Kern der Reihe ARM Cortex A77 mit bis zu 2,84 GHz Takt

Drei CPU-Kerne der Reihe ARM Cortex A77 mit bis zu 2,42 GHz Takt

Vier CPU-Kerne der Reihe ARM Cortex A55 mit bis zu 1,8 GHz Takt

Den Adreno 650 als GPU mit 587 MHz

20 % mehr CPU-Leistung als ein Qualcomm Snapdragon 855

20 % mehr GPU Leistung als ein Qualcomm Snapdragon 855

Es soll sich also wieder um einen Octa-Core handeln. Ab 2020 werden wir den neuen Prozessor dann eben in vielen Smartphones erspähen. Wer dieses Mal als Erster dran sein könnte? Gerüchte nehmen an, dass es die chinesische Luxusmarke 8848 sein könnte, die mit dem Titanium M6 5G ein neues Smartphone planen.

Geforce RTX 3000 Ampere: Data Center-Modelle im März, Geforce im Juni 2020 laut Analyst

Nvidia bereitet die Markteinführung der Ampere-Generation angeblich für März 2020 vor, zunächst sollen für Rechenzentren gedachte Modell erscheinen. Erste Geforce für Desktop-PCs sollen im darauffolgenden Juni erscheinen. Das berichtet die chinesische Website HKEPC (maschinell übersetzt) in Berufung auf Chris Caso, einen Analysten bei Raymond James.

Demnach werden zu Nvidias Hausmesse GTC (GPU Technology Conference, 22. bis 26. März 2020) zunächst GPUs für Datacenter, etwa auf Ampere basierende Tesla-Beschleunigerkarten mit Fokus auf wissenschaftliche Berechnungen und Künstliche Intelligenz-Algorithmen, erscheinen.

Erst High-End dann Einsteiger- und Mittelklasse

Zur oder um die Computex im Juni 2020 herum sollen dann auch die ersten Consumer-Varianten in Form von Geforce-Karten mit Ampere-Chips folgen.

Laut Caso werden wie schon zuletzt bei der Turing-Architektur High-End-GPUs vom Schlage einer RTX 3080 oder RTX 3080 Ti den Auftakt geben. Kleinere Modelle sollen erst später folgen, wenn das Fertigungsverfahren entsprechend ausgereift und kostengünstiger ist.

Details zu Spezifikationen teilte der Analyst zwar nicht mit, allgemein wird aber ein deutlich größerer Leistungssprung erwartet, als der von der Pascal- (GTX 1000) hin zur Turing-Architektur (RTX 2000). Einer der wichtigsten Gründe für den erwarteten Performance-Sprung ist der vergleichsweise größere Schritt in puncto Fertigungsverfahren.

Während Pascal im 16nm FinFET-Varfahren gefertigt wurde und Turing in 12nm FinFET produziert wird, soll Ampere bei Samsung in 7nm gefertigt werden – und dazu noch im modernen Extreme Ultraviolet (EUV)-Verfahren 7nm+. Im Vergleich zu Turing sollen die Taktraten dadurch um 200 bis 300 MHz gesteigert werden können.

Zudem lassen sich durch die geringere Strukturbreite mehr Transistoren pro Flächeneinheit unterbringen und die Energieeffizienz nimmt in der Regel zu.

Es wird auch erwartet, dass Ampere deutlich mehr Raytracing-Kerne bietet als Turing. Die Performance-Einbußen durch die Echtzeit-Strahlenverfolgung sind derzeit meist noch sehr groß, selbst bei 1080p-Auflösung und nur wenigen Raytracing-Effekten.

Gerüchten zufolge sollen zudem die High-End-Modelle RTX 3080 und vor allem RTX 3080 Ti vergleichsweise günstiger sein als die im Generationenvergleich sehr teuren Vorgänger. Für Custom-Modelle der RTX 2080 Ti beispielsweise fallen selbst heute, über ein Jahr nach Release noch deutlich über 1.000 Euro an, 1.300 bis 1.500 Euro sind ebenfalls keine Seltenheit.

LattaPanda: Besonders leistungsfähiger Raspberry-Konkurrent ab sofort erhältlich

Der LattaPanda Delta 432 dürfte einen der leistungsfähigsten Einplatinenrechner überhaupt darstellen, so basiert das Modell auf einem Intel Celeron N4100. Dieser kann auf einen vier Gigabyte großen Arbeitsspeicher zurückgreifen. Der interne eMMC-Speicher ist 32 Gigabyte groß und lässt sich auch über einen M.2-Slot erweitern, wobei auch NVMe unterstützt wird.

Als Co-Prozessor ist ein Arduino Leonardo verbaut, insgesamt stehen 100 GPIO-Ports bereit. Über diese lassen sich zahlreiche Sensoren und Aktoren anschließen. Die Anbindung eines Displays kann sowohl über HDMI oder USB Typ C via DisplayPort erfolgen, zusätzlich können eDP-Touchscreens angebunden werden.

WiFi 802.11 ac ist integriert, selbiges gilt für Gigabit-Ethernet und Bluetooth 5.0. Peripherie kann über mehrere USB 3.0-Ports angebunden werden. Der LattaPanda Delta 432 ist ab sofort für 188 Dollar ohne Windows-Lizenz erhältlich. Im Lieferumfang befindet sich neben einem 45-Watt-Adapter auch eine aktive Kühllösung.

Naga Left-Handed: Razer sucht Interessenten für eine Linkshänder-MMO-Maus

Linkshänder sind bei der Wahl einer passenden, ergonomischen Maus seit jeher stark eingeschränkt. Razer kündigt nun die Produktion der gespiegelten MMO-Maus Naga für das kommende Jahr an. Überraschend erscheint der Schritt im Hintergrund einer vor rund einem Jahr gescheiterten Kickstarter-Kampagne.

Linkshänder-Mäuse ergeben ökonomisch keinen Sinn

Denn bereits im September 2018 suchte Razer Interessenten einer dedizierten Linkshänder-Maus und startete eine Kickstarter-Kampagne, deren Ziel von 990.000 US-Dollar jedoch weit verfehlt wurde. Als Grund der zunächst übertrieben anmutenden Kosten erklärt der Hersteller den Herstellungsprozess: Viele Bestandteile moderner Mäuse werden im Spritzgussverfahren gefertigt, was entsprechend angepasste Maschinen voraussetzt – das Spiegeln einer bereits für Rechtshänder existierenden Maus kostet Razer also fast genau so viel, wie die Anfertigung einer neuen Rechtshänder-Maus. Letztere besitzt aber eine rund neunmal größere Zielgruppe, woraus sich ableiten lässt, dass Linkshänder-Mäuse ökonomisch einfach keinen Sinn ergeben. Hinzu kämen erneut nötige Tests und Zertifizierungsverfahren.

Trotzdem bietet Razer nun eine Registrierung für einen Newsletter an, um einerseits Interessenten auf dem Laufenden zu halten und andererseits die Nachfrage besser abschätzen zu können. Derzeit befindet sich die Naga Left-Handed Edition noch in der Entwicklung, im Jahr 2020 soll das Projekt dann in die Produktion gehen. Das Unternehmen rühmt sich derweil damit, als einziger Hersteller überhaupt bei High-End-Gaming-Mäusen auch an Linkshänder zu denken. Ein Blick auf den entsprechenden Filter des Preisvergleichs bestätigt diese Aussage weitgehend.

MMO-Maus mit drei verschiedenen Seitenteilen

Die klassische Version der Razer Naga Trinity bewirbt Razer derweil als MOBA- und MMO-Maus, da der modulare Aufbau den Wechsel zwischen drei im Lieferumfang enthaltenen Seitenteilen ermöglicht. Diese bieten je nach Vorliebe zwei, sieben oder gleich zwölf mechanische Seitentasten. Als Sensor kommt der PixArt PMW-3389 mit bis zu 16.000 dpi zum Einsatz. Optisch wartet das kabelgebundene Eingabegerät mit RGB-Beleuchtung auf, die ebenso wie die dpi- und Tasten-Einstellungen über Razers eigene Synapse-Software konfiguriert werden kann. Ob diese Spezifikationen auch für die Left-Handed Edition gelten werden, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt.

Shuttle XPC Slim: Lüfterloser 1,3-Liter-PC jetzt mit Intel Whiskey Lake

Shuttle erweitert seine Modellreihe XPC Slim um vier neue Modelle der DS10-Serie. Der passive Mini-PC erhält zudem ein Upgrade auf Prozessoren vom Typ Whiskey Lake mit zwei bis vier Kernen und maximal acht Threads. Als lüfterloser Barebone konzipiert, verspricht die Modellreihe XPC Slim einen wartungsarmen 24/7-Dauerbetrieb.

Als Nachfolger der DS77-Serie, den lüfterlosen 1-Liter-Mini-PCs auf Kaby-Lake-Basis, ergänzen die Modelle DS10U, DS10U3, DS10U5 und DS10U7 die Produktfamilie der Mini-PCs des Unternehmens. Die Preise beginnen bei 284 Euro als unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

Celeron, i3, i5 und i7 vom Typ Whiskey Lake-U

Herzstück des kleinsten der vier neuen Systeme, des DS10U, ist ein Intel Celeron 4205U mit zwei Kernen, die ohne SMT auskommen müssen und mit 1,8 GHz Takt arbeiten. Der DS10U3, der DS10U5 und der DS10U7 verraten schon anhand ihrer Modellbezeichnungen welcher Prozessor-Typ verbaut wurde.

Die drei größeren Vertreter der DS10-Serie setzen auf einen Core i3-8145U (Test) mit bis zu 3,9 GHz, 2 Kernen und 4 Threads sowie 4 MB Cache, einen Core i5-8265U (3.9 GHz, 4 Kerne, 8 Threads, 6 MB Cache) sowie einen Core i7-8565U, der bis zu 4,6 GHz Takt erreicht, 8 MB Cache besitzt und dank Intels Simultaneous Multithreading ebenfalls mit bis zu 8 Threads arbeitet. Die drei größeren Modelle verfügen über eine UHD-620-Grafiklösung, wohingegen das kleine Modell auf eine Grafikeinheit vom Typ HD-610 zurückgreift.

Passive Kühlung ohne Lüfter

Die vier Modelle der DS10-Serie werden passiv gekühlt und verzichten gänzlich auf einen Lüfter, was die Modellreihe XPC Slim laut Shuttle auf Grund ihrer geringen Anfälligkeit für Staub zudem für den 24/7-Dauerbetrieb prädestiniert. Der Anwender sollte hierzu selbstverständlich ein Laufwerk auswählen, welches ebenfalls für den 24/-7-Betrieb ausgelegt und spezifiziert wurde. Dann eigne sich der Mini-PC auch speziell für den Einsatz „unter widrigen Umgebungsbedingungen“, so der taiwanische Hersteller.

Bei Abmessungen von 200 × 165 × 395 mm (T × B × H) bietet das 1,5 Kilogramm schwere Stahlgehäuse Platz für ein 2,5-Zoll-Laufwerk in Form einer Festplatte oder SSD, einen M.2- sowie zwei DIMM-Slots für Arbeitsspeichermodule vom Typ SO-DIMM und insgesamt 32 GB DDR4-2400 (PC-19200). Ein zweiter M.2-Slot ist bereits mit einem WLAN-Modul belegt, welches mit IEEE 802.11b/g/n/ac im 2,4-GHz- und 5-GHz-Band funkt. Auf der Rückseite wartet die DS10-Serie mit zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen, zwei Mal USB 2.0 DisplayPort 1.2 sowie HDMI-2.0a-Anschlüssen auf. An der Front runden ein Cardreader (unterstützt SD, SDHC, SDXC), jeweils zwei USB-2.0- und USB-3.1-Gen-2-Anschlüsse sowie zwei RS-232-Schnittstellen die Anschlussvielfalt ab.

Preise und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers für das DS10U liegt bei 284 Euro, das DS10U3 soll für 533 Euro zu haben sein, für das DS10U5 werden 662 Euro aufgerufen und das DS77U7 schlägt laut Shuttle mit 847 Euro zu Buche. Wie bei der Vorgängerserie DS77 befinden sich eine VESA-Halterung sowie Standfüße im Lieferumfang der Mini-PCs.

Nvidia Jetson Xavier NX: AI-Computer mit Xavier-SoC kommt in Kreditkartengröße

Nvidia schrumpft sein derzeit leistungsfähigstes SoC auf die Größe einer Kreditkarte und bietet den AI-Computer im neuen Format als Jetson Xavier NX an. Das mit Xavier-SoC ausgestattete Modul kann zum Beispiel in Robotern, Drohnen, Fertigungslinien und anderen IoT-Systemen zum Einsatz kommen. Der Preis liegt bei 399 US-Dollar.

Jetson Xavier NX positioniert sich in Nvidias Sortiment kompakter AI-Rechner zwischen Jetson TX2 und Jetson AGX Xavier. Darüber hinaus gibt es am unteren Ende seit Frühjahr mit dem Jetson Nano ein Modell für Einsteiger. Dort kommt auf einer 45 × 70 mm großen Platine Nvidias Tegra X1 zum Einsatz. Dieselben Abmessungen hat nun auch Jetson Xavier NX, wobei hier das deutlich leistungsfähigere Xavier-SoC verbaut ist.

Jetson Xavier NX nutzt kleines Xavier-SoC

Bislang war Nvidias Xavier-SoC nur über den Jetson AGX Xavier zu bekommen, dessen Startpreis für die kleine Version bei 729 Euro liegt. Das System wird in zwei Varianten angeboten: Jetson AGX Xavier 8 GB und Jetson AGX Xavier. Unterschiede gibt es aber nicht nur beim RAM (8 GB versus 16 GB), sondern auch bei CPU, GPU und Nvidias Deep Learning Accelerator (NVDLA), wobei letztere die INT8-Leistung in TOPS und die FP16-Leistung in TFLOPS bestimmen. Beide SoCs werden bei TSMC in 12 nm gefertigt.

Bis zu 21 TOPS INT8-Leistung

Kurz vorab erklärt: Jetson AGX Xavier 8 GB nutzt das kleinere der beiden Xavier-SoCs mit einer Volta-GPU, die 384 CUDA-Cores und 48 Tensor-Cores bietet. Die kommt im Gegensatz zum großen Xavier-SoC mit 512 CUDA-Cores und 64 Tensor-Cores auf 11,1 TOPS (INT8) respektive 5,5 TFLOPS (FP16) statt 22 TOPS und 11 TFLOPS. Auch die NVDLA-Engines sind mit 8,2 TOPS (INT8) respektive 4,1 TFLOPS (FP16) nicht ganz so leistungsstark wie beim großen Xavier-SoC, wo sie auf 10 TOPS respektive 5 TFLOPS kommen. Die CPU setzt sich aus sechs statt acht der von Nvidia entwickelten Carmel-Cores zusammen, denen mit 6 MB (L2) und 4 MB (L3) etwas weniger Cache zur Verfügung steht. Weitere Unterschiede zwischen beiden Varianten listet Nvidia hier auf.

Im konkreten Fall des neuen Jetson Xavier NX hängt die INT8-Gesamtleistung berechnet aus TOPS von CUDA- und Tensor-Cores sowie NVDLA-Engines vom zulässigen Energiebedarf ab. Das Modul lässt sich mit 10 Watt bei 14 TOPS oder 15 Watt bei 21 TOPS betreiben. In puncto Effizienz skaliert das System zumindest auf diesen beiden Stufen linear nach oben. Die FP16-Leistung gibt Nvidia mit insgesamt 6 TFLOPS an. Das Jetson AGX Xavier 8GB kommt auf insgesamt 9,6 TFLOPS.

Pinkompatibel zum Jetson Nano

Entwickler, die zuvor auf dem Jetson Nano künstliche neuronale Netz und die Datenverarbeitung mehrerer Sensoren laufen ließen, können dank Pinkompatibilität mit geringem Aufwand zum leistungsfähigeren Jetson Xavier NX wechseln, da sich auch der Formfaktor nicht verändert hat. Da Jetson Xavier NX erst im März des kommenden Jahres auf den Markt kommen soll, können Entwickler das Jetson AGX Xavier Developer Kit nutzen, das per Software-Patch die Emulation eines Jetson Xavier NX erlaubt.

Benchmarks gegen Google, Habana, Intel und Qualcomm

Parallel zur Vorstellung des Jetson Xavier NX hat Nvidia aktuelle Benchmark-Ergebnisse mit MLPerf 0.5 für die Leistung im Rechenzentrum und fürs Edge-Computing veröffentlicht. Im Offline-Szenario, bei dem das Inferencing mit Daten vom Festspeicher stattfindet, landet Nvidia mit der Titan RTX (Test) bei Außerachtlassung des Energiebedarfs vor Intels Xeon Platinum 9282, dem Goya-Prozessor von Habana und Googles Cloud TPU v3. Das gleiche gilt für das Server-Szenario mit Daten aus dem Internet. Als Hintergrund: Die Titan RTX kommt auf 280 Watt, der Xeon Platinum 9282 auf 400 Watt, der Goya auf 200 Watt und Googles TPU v3 auf etwa 200 bis 225 Watt.

Beim Edge-Computing vergleicht Nvidia das Xavier-SoC mit Qualcomms Snapdragon 855 und Intels Core i3-1005G1, wobei auch hier bei Außerachtlassung des Energiebedarfs der erste Platz eingenommen wird. Nvidias Chip kommt auf 30 Watt, der Snapdragon 855 auf geschätzt um die 5 Watt und der Core i3-1005G1 auf 15 Watt.

Nvidias Jetson Xavier NX bietet bei gängigen neuronalen Netzen die 15-fache Leistung eines Jetson TX2 bei geringerem Energiebedarf und kompakteren Abmessungen.

Mechanische Tastaturen: MSI Vigor GK50 mit Kalih-Low-Profile-Switches kommt

Mechanische Tastaturen erfreuen sich bei Gamern großer Beliebtheit. Von MSI kommt noch vor Ende November mit der Vigor GK50 ein neues mechanisches Tastaturmodell in den Handel, das als Besonderheit relativ flache Tasten hat. Ermöglicht wird dies durch Low-Profile-Switches von Kalih, die fühl- und hörbare Klicks sowie auch eine Beleuchtung bieten.

MSI Vigor GK50

MSI bringt etwa ab Mitte November eine neue mechanische Tastatur auf den Markt. Die MSI Vigor GK50 punktet dabei mit Low-Profile-Switches von Kalih, die 34 Millimeter hoch sind. Dies sorgt neben einem flachen Design für einen kürzeren Tastenhub – das heißt, dass man die Taste nicht so weit herunterdrücken muss wie bei normalen Switches. Für geübte Gamer kann dies in hektischen Multiplayerpartien einen kleinen Vorteil bieten. MSI verwendet dabei Kalih-Switches, die ein fühl- und hörbares Klicken bieten, so dass man als Nutzer hört und fühlt, ob man die Taste bereits weit genug heruntergedrückt hat. Auch eine zu MSIs Magic Light kompatible RGB-Beleuchtung ist bei der MSI Vigor GK50 vorhanden, und das Aluminiumgehäuse sorgt für ein edles Äußeres. Angesichts der Preisempfehlung von 99 Euro sehen wir als weitere mit Low-Profile ausgewiesene mechanische Alternativen aktuell nur die Sharkoon PureWriter RGB (ab 75 Euro) und die Cooler Master SK630 Tenkeyless (ab 120 Euro) als Konkurrenten.

Mechanische Tastaturen: Phoenix aus der Asche

Erst seit wenigen Jahren sind mechanische Tastaturen wieder weit verbreitet und vor allem bei Gamern beliebt. Letztere sind für die Wiederauferstehung mitverantwortlich, denn Empfehlungen unter Gamern sorgten dafür, dass Hersteller den Trend erkennen konnten und mechanische Tastaturen erneut zum Massenprodukt machten. An sich waren solche Tastaturen nämlich bereits totgesagt, da sie deutlich teurer als so genannte Rubberdome-Tastaturen sind. Der Unterschied: Bei letzteren gibt es eine sehr günstig herzustellende Gummimatte mit kleinen Kuppeln für jede Taste – drückt man eine Taste, so drückt man die Kuppel herunter, diese löst auf der Platine der Tastatur einen Kontakt aus. Durch das Gummimaterial hebt sich die Kuppel wieder und drückt die Taste zurück in die Ausgangsposition.

Bei einer mechanischen Tastatur gibt es hingegen für jede Taste eine eigene kleine Konstruktion mit einer Metallfeder, welche die Taste wieder hochdrückt – dies ist freilich relativ teuer, aber es fühlt sich für viele Nutzer besser an, zudem leiern Rubberdome-Tastaturen in der Regel schneller, aber auch nur schleichend und daher von vielen unbemerkt aus. Inzwischen gibt es über 400 mechanische Modelle mit deutschem Tastaturlayout zur Auswahl, von der Office-Tastatur ab etwa 30 Euro bis hin zu Gamer-Modellen für 250 Euro.

Basilisk Ultimate & Basilisk X: Razer lässt zwei Basilisken gegen die G502 antreten

Nachdem sich Razer dank der hervorragenden Viper Ultimate (Test) den Titel der besten drahtlosen Shooter-Maus sichern konnte, schickt der Hersteller nun gleich zwei kabellose Basilisken gegen Logitechs Allrounder G502 Lightspeed (Test) ins Rennen. Die Ultimate-Variante ist diesmal allerdings noch teurer.

Basilisk Ultimate mit Viper-Technik im G502-Gewand

Beide neuen Basilisken wurden in der Form überarbeitet und gleichen der Konkurrenz in Form der G502 nun nicht nur ein wenig, sondern kommen teilweise gar mit nahezu identischen Designelementen daher – kein Wunder also, dass insbesondere die Basilisk Ultimate offensiv als dem Logitech-Modell überlegen beworben wird. Konkret sieht der Hersteller Vorteile bei der Sensorik, der Funkverbindung und den Primärtasten, da die Basilisk Ultimate auf die gleiche Technik setzt, wie zuvor die Viper Ultimate: Ein PixArt PMW-3399 bietet die derzeit auf dem Papier beste Sensorik, die drahtlose Übertragung soll ohne spürbare Verzögerung einhergehen und optomechanische Schalter versprechen eine hohe Lebenszeit.

Darüber hinaus bietet Razer ein hinsichtlich dem Widerstand justierbares Mausrad: Über ein zweites Rädchen auf der Unterseite der Basilisk Ultimate lässt sich stufenlos einstellen, wie viel Kraft zum Drehen benötigt wird. Darüber hinaus gibt es insgesamt vier beleuchtete Elemente, die sich wiederum in 14 einzeln adressierbare RGB-Leuchtdioden aufgliedern. Hinsichtlich der G502 unterlegen ist Razers Eingabegerät jedoch bei den Tasten: Zwar verfügt die Maus über ein 4-Wege-Mausrad und je nach Belieben zwei oder drei linksseitige Zusatztasten, auf der Oberseite finden sich jedoch nur zwei statt drei Knöpfe.

Die Basilisk X HyperSpeed bietet bis zu 680 Stunden Laufzeit

Die Basilisk X HyperSpeed ist derweil ein aus Razers Eingabegerät-Portfolio herausstechendes Produkt: Sie kommt vollends ohne Beleuchtung aus, muss in Relation zur Ultimate-Variante aber auch auf optomechanische Primärtasten, das justierbare 4-Wege-Mausrad und zwei weitere Zusatztasten verzichten. Weniger schwer liegt das vermeintliche Downgrade beim Sensor, der verbaute PixArt PMW-3389 bietet jedoch ebenfalls eine erstklassige Präzision. Nutzer haben bei der X HyperSpeed die Wahl zwischen der namensgebenden und von den Ultimate-Modellen bekannten 2,4-GHz-Verbindung oder Bluetooth.

Ein Kabel liegt nur der Basilisk Ultimate bei, die dank ihres proprietären Lithium-Ionen-Akkus auf eine Laufzeit von rund 100 Stunden kommen soll – allerdings ohne aktive Beleuchtung, die den Wert stark nach unten korrigieren sollte. Die Basilisk X HyperSpeed hingegen setzt auf eine AA-Batterie, die rund 450 Stunden Bluetooth-Laufzeit bieten soll. Beide Mäuse wiegen in der Praxis rund 107 Gramm, das Gewicht der Basilisk X HyperSpeed lässt sich jedoch verringern, indem anstelle der beigelegten Alkaline-Batterie eine Lithium-Batterie verwendet wird. Damit steigt zudem die Akkulaufzeit laut Razer auf 680 Stunden – unter Berücksichtigung des High-End-Sensors ein sehr guter Wert.

Ein weiterer Unterschied zwischen beiden Modellen ist die Oberfläche: Während die Ultimate-Version auf einen glatten Mausrücken setzt, besitzt die X HyperSpeed an gleicher Stelle eine deutlich rauere Textur, wie sie auch die Viper Ultimate bietet. Beiden neuen Eingabegeräten gemein ist die Gummierung der Flanken und Verzierung mit glänzenden Streifen.

Für 170 und 70 Euro (nicht) verfügbar

Während die Preisgestaltung der Basilisk X HyperSpeed mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 70 Euro im gewohnten Rahmen ausfällt, übertrifft sich Razer bei der Basilisk Ultimate selbst: Das Eingabegerät kostet in der Variante ohne Ladestation so viel, wie die Viper Ultimate mit eben dieser. Verfügbar ist die Maus jedoch vorerst nur in der Version mit Charging Dock, womit der Preis bei gar 190 Euro liegt – eine teurere in Serie produzierte Maus gibt es nicht.