Neuer Mini-PC: Der Shuttle DH470 erlaubt die Installation einer Festplatte und unterstützt Core i9-Prozessoren

Shuttle ist als Hersteller von kompakten PC-Systemen bekannt, wobei das Unternehmen insbesondere Barebones anbietet, Nutzer sich also um die Bestückung der Systeme mit Arbeitsspeicher und Festplatten selbst kümmern müssen.

Beim DH470 handelt es sich dabei ebenfalls um ein kompaktes System, welches konkret 190 x 165 x 43 Millimeter misst und Intel-Prozessoren der Comet Lake S-Generation unterstützt. Das Modell soll Core i3-, i5, i7-, i9-, Pentium- und Celeron-CPUs mit einer TDP von bis zu 65 Watt aufnehmen können. Zur Installation von Arbeitsspeichers stehen zwei SO-DIMM-Slots bereits, welche zusammen bis zu 64 Gigabyte DDR4-RAM aufnehmen können.

Dazu kommt Platz für ein 2,5-Zoll-Laufwerk und eine NVMe-SSD im M.2 2280-Format. Der zweite M.2-Slot entspricht dem 2230-Standard und kann etwa zur Installation einer WiFi-Karte genutzt werden. Wird auf das 2,5-Zoll-Laufwerk verzichtet, kann stattdessen auch ein 4G-Modem verbaut werden. Herstellerangaben zufolge können bis zu drei 4K-Bildschirme gleichzeitig angebunden werden, wozu HDMI 2.0 und DisplayPort zur Verfügung steht.

Die Anbindung an ein Netzwerk erfolgt über zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse, für externe Speichermedien und Peripheriegeräte stehen jeweils vier USB 3.2 Gen 2- und USB 3.2 Gen 1-Ports bereit, von denen einer Typ C-Anschluss ausgeführt ist. Ein SD-Kartenleser ist verbaut. Das Modell ist ab sofort erhältlich, als Einstiegspreis gibt Shuttle 302 Euro an – für den Vorgänger werden aktuell noch rund 225 Euro aufgerufen.

Wie üblich wird auch ein verhältnismäßig umfangreiches Zubehör-Sortiment angeboten, darunter befindet sich auch eine Kabellösung zum Anschalten des Systems aus der Ferne.

Mit GTX 1650: Mini-PC für Gamer bringt auch einen Core i9-Prozessor mit

Beim 222 x 195 x 39 Millimeter großen Y-GX01 handelt es sich um einen kompakten PC der höchsten Leistungsklasse. So ist das Modell wahlweise mit einem Core i5-9300H, Core i7-9750H, Core i9-9880H, Core i9-9980HK und einem Core i9-8950HK erhältlich. Unabhängig von der gewählten Modellvariante kommt eine GeForce GTX 1650 zum Einsatz, mit der auch anspruchsvolle Videospiele zumindest in HD-Auflösung und mit einer flüssigen Framerate wiedergeben werden können.

Herstellerangaben zufolge soll eine angemessene Kühlung durch zwei Heatpipes und zwei leise Lüfter erfolgen, wobei die großen Luftauslässe von der generellen Konzeption an ein Notebook-Kühlsystem erinnern. In zwei DDR4-Slots können bis zu 64 Gigabyte RAM untergebracht werden.

Für die Speicherung von Betriebssystem und Daten steht eine je nach Modellvariante bis zu zwei Terabyte große NVMe-SSD bereit, wobei diese gegen ein entsprechendes M.2 2280-Modell getauscht werden kann. Die Anbindung der M.2-SSD erfolgt über vier PCIe 3.0-Lanes oder SATA. Die Installation einer einzelnen, bis zu sieben Millimeter hohen 2,5-Zoll-SSD oder -Festplatte ist möglich.

Die Bildausgabe erfolgt über DisplayPort und HDMI wie üblich auch an mehrere, hochauflösende Displays parallel. Das Intel-WiFi-Modul ermöglicht die Verbindung mit einem Drahtlosnetzwerk sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Netz, die kabelgebundene Verbindung ist über einen Gigabit-Ethernet-Port möglich. Vier USB 3.0-Ports stehen bereit, dazu kommen zwei USB 2.0-Anschlüsse und ein 3,5-Millimeter-Klinkenport.

Der Y-GX01 ist ab sofort direkt aus Asien zu Preisen ab rund 632 Euro erhältlich, die Variante mit dem starken Core i9-9980HK kostet mindestens 804 Euro. Wie üblich können weitere Einfuhrabgaben anfallen, was den Selbstbau auf Mini-ITX-Basis potentiell attraktiver machen dürfte – insofern die größeren Abmessungen verkraftbar sind.

Mini-PC Gigabyte Brix Pro mit Intels “Tiger Lake”-Prozessor Core i Gen. 11

Gigabyte nutzt bei den Mini-PCs der Familie “Brix Pro” zahlreiche neue Funktionen von Intels Core-i-Prozessoren der elften Generation “Tiger Lake”. Dazu gehören Thunderbolt 4 mit USB 3.2 Gen 2, vier HDMI-2.0-Buchsen, eine M.2-Fassung mit PCIe 4.0 x4, Ethernet nach 2.5GBase-T und Wi-Fi 6.

Drei Tiger-Lake-Versionen des Brix Pro sind auf der Gigabyte-Webseite aufgetaucht, und zwar mit Intels 10-nm-Prozessoren Core i7-1165G7 (Brix Pro BSi7-1165G7), Core i5-1135G7 (BSi5-1135G7) und Core i3-1115G4 (BSi3-1115G4).

Alle haben dieselbe Ausstattung mit externen Schnittstellen und internen Erweiterungsmöglichkeiten. Insgesamt sind je sechs USB-A-Buchsen vorhanden und eine Thunderbolt-Buchse (USB-C), vier HDMI-Anschlüsse, zwei Ethernet-Ports (der zweite mit 1 GBit/s) und zwei WLAN-Antennenbuchsen (Intel Wi-Fi 6 AX201). Je zwei Fassungen für DDR4-SODIMMs ermöglichen bis zu 64 GByte RAM und zwei M.2-Fassungen stehen für SSDs bereit.

Gigabyte bestückt alle Tiger-Lake-Brix-Pro mit zusätzlichen TPM-2.0-Chips von Infineon.

Zu Preisen und Lieferterminen macht Gigabyte bisher keine Angaben. Die Vorgänger mit Core-i-Prozessoren der zehnten Generation kosten als Barebones ohne RAM und SSD jeweils zwischen 330 und 600 Euro.

Kürzlich hat Gigabyte auch die Brix-Pro-Typen GB-BSRE-1605 und GB-BSRE-1505 mit AMD Ryzen Embedded V1605B und V1505B angekündigt, ebenfalls mit bis zu vier HDMI-Ports.

Shuttle XPC Slim: Lüfterloser 1,3-Liter-PC jetzt mit Intel Whiskey Lake

Shuttle erweitert seine Modellreihe XPC Slim um vier neue Modelle der DS10-Serie. Der passive Mini-PC erhält zudem ein Upgrade auf Prozessoren vom Typ Whiskey Lake mit zwei bis vier Kernen und maximal acht Threads. Als lüfterloser Barebone konzipiert, verspricht die Modellreihe XPC Slim einen wartungsarmen 24/7-Dauerbetrieb.

Als Nachfolger der DS77-Serie, den lüfterlosen 1-Liter-Mini-PCs auf Kaby-Lake-Basis, ergänzen die Modelle DS10U, DS10U3, DS10U5 und DS10U7 die Produktfamilie der Mini-PCs des Unternehmens. Die Preise beginnen bei 284 Euro als unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

Celeron, i3, i5 und i7 vom Typ Whiskey Lake-U

Herzstück des kleinsten der vier neuen Systeme, des DS10U, ist ein Intel Celeron 4205U mit zwei Kernen, die ohne SMT auskommen müssen und mit 1,8 GHz Takt arbeiten. Der DS10U3, der DS10U5 und der DS10U7 verraten schon anhand ihrer Modellbezeichnungen welcher Prozessor-Typ verbaut wurde.

Die drei größeren Vertreter der DS10-Serie setzen auf einen Core i3-8145U (Test) mit bis zu 3,9 GHz, 2 Kernen und 4 Threads sowie 4 MB Cache, einen Core i5-8265U (3.9 GHz, 4 Kerne, 8 Threads, 6 MB Cache) sowie einen Core i7-8565U, der bis zu 4,6 GHz Takt erreicht, 8 MB Cache besitzt und dank Intels Simultaneous Multithreading ebenfalls mit bis zu 8 Threads arbeitet. Die drei größeren Modelle verfügen über eine UHD-620-Grafiklösung, wohingegen das kleine Modell auf eine Grafikeinheit vom Typ HD-610 zurückgreift.

Passive Kühlung ohne Lüfter

Die vier Modelle der DS10-Serie werden passiv gekühlt und verzichten gänzlich auf einen Lüfter, was die Modellreihe XPC Slim laut Shuttle auf Grund ihrer geringen Anfälligkeit für Staub zudem für den 24/7-Dauerbetrieb prädestiniert. Der Anwender sollte hierzu selbstverständlich ein Laufwerk auswählen, welches ebenfalls für den 24/-7-Betrieb ausgelegt und spezifiziert wurde. Dann eigne sich der Mini-PC auch speziell für den Einsatz „unter widrigen Umgebungsbedingungen“, so der taiwanische Hersteller.

Bei Abmessungen von 200 × 165 × 395 mm (T × B × H) bietet das 1,5 Kilogramm schwere Stahlgehäuse Platz für ein 2,5-Zoll-Laufwerk in Form einer Festplatte oder SSD, einen M.2- sowie zwei DIMM-Slots für Arbeitsspeichermodule vom Typ SO-DIMM und insgesamt 32 GB DDR4-2400 (PC-19200). Ein zweiter M.2-Slot ist bereits mit einem WLAN-Modul belegt, welches mit IEEE 802.11b/g/n/ac im 2,4-GHz- und 5-GHz-Band funkt. Auf der Rückseite wartet die DS10-Serie mit zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen, zwei Mal USB 2.0 DisplayPort 1.2 sowie HDMI-2.0a-Anschlüssen auf. An der Front runden ein Cardreader (unterstützt SD, SDHC, SDXC), jeweils zwei USB-2.0- und USB-3.1-Gen-2-Anschlüsse sowie zwei RS-232-Schnittstellen die Anschlussvielfalt ab.

Preise und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers für das DS10U liegt bei 284 Euro, das DS10U3 soll für 533 Euro zu haben sein, für das DS10U5 werden 662 Euro aufgerufen und das DS77U7 schlägt laut Shuttle mit 847 Euro zu Buche. Wie bei der Vorgängerserie DS77 befinden sich eine VESA-Halterung sowie Standfüße im Lieferumfang der Mini-PCs.