Tomahawk: Razer bringt eigenen, kompakten Desktop-PC auf den Markt

Razer dürfte einer der bekannteren Hersteller von Gaming-Zubehör sein – und will in Zukunft auch eigene Gaming-PCs anbieten. Dabei ist allein das Gehäuse bemerkenswert: Dieses bietet lediglich ein Volumen von 10 Litern und erinnert zumindest optisch stark an externe Gehäuse für GPUs. Die Komponenten sind auf Schienen angebracht und lassen sich so in das Gehäuse schieben.

Die kleinen Abmessungen sind in dieser Form realisierbar, da Razer nicht auf traditionelle Desktop-Komponenten und insbesondere ein Mainboard, sondern auf das NUC-System aus dem Hause Intel setzt. Konkret soll der PC mit 45-Watt-Prozessoren bis hin zum Core i9-9980HK ausgestattet werden können, dazu kommt ein bis zu 64 Gigabyte großer Arbeitsspeicher. Für die Beschleunigung von Grafiken kommt eine dedizierte GPU mit voller Länge zum Einsatz, wobei potentielle Käufer auch eine leistungsstarke Nvidia GeForce RTX 2080 Super nutzen können. Die zahlreichen Öffnungen in der Gehäuseoberseite versprechen eine gute Lüftung.

Für die Speicherung von Betriebssystem und Daten können gleich zwei M.2-SSDs montiert werden, die Anbindung an ein drahtloses Netzwerk gelingt via WiFi 6, zusätzlich sind zwei Gigabit-Ethernet-Ports verbaut. Zum Anschluss von Bildschirmen stehen je zwei HDMI 2.0A- und Thunderbolt 3-Ports bereit, externe Speichermedien oder Zubehörteile können über gleich sechs USB 3.2 Gen 2-Ports verbunden werden.

Einem Medienbericht zufolge soll das Modell mit Intel Core i7, 16 Gigabyte auf RAM und einer noch anzukündigenden RTX 20-GPU ab 2.300 US-Dollar erhältlich sein. Der Release soll im Juni in den USA starten, Informationen zum hiesigen Markt liegen noch nicht vor.

Naga Left-Handed: Razer sucht Interessenten für eine Linkshänder-MMO-Maus

Linkshänder sind bei der Wahl einer passenden, ergonomischen Maus seit jeher stark eingeschränkt. Razer kündigt nun die Produktion der gespiegelten MMO-Maus Naga für das kommende Jahr an. Überraschend erscheint der Schritt im Hintergrund einer vor rund einem Jahr gescheiterten Kickstarter-Kampagne.

Linkshänder-Mäuse ergeben ökonomisch keinen Sinn

Denn bereits im September 2018 suchte Razer Interessenten einer dedizierten Linkshänder-Maus und startete eine Kickstarter-Kampagne, deren Ziel von 990.000 US-Dollar jedoch weit verfehlt wurde. Als Grund der zunächst übertrieben anmutenden Kosten erklärt der Hersteller den Herstellungsprozess: Viele Bestandteile moderner Mäuse werden im Spritzgussverfahren gefertigt, was entsprechend angepasste Maschinen voraussetzt – das Spiegeln einer bereits für Rechtshänder existierenden Maus kostet Razer also fast genau so viel, wie die Anfertigung einer neuen Rechtshänder-Maus. Letztere besitzt aber eine rund neunmal größere Zielgruppe, woraus sich ableiten lässt, dass Linkshänder-Mäuse ökonomisch einfach keinen Sinn ergeben. Hinzu kämen erneut nötige Tests und Zertifizierungsverfahren.

Trotzdem bietet Razer nun eine Registrierung für einen Newsletter an, um einerseits Interessenten auf dem Laufenden zu halten und andererseits die Nachfrage besser abschätzen zu können. Derzeit befindet sich die Naga Left-Handed Edition noch in der Entwicklung, im Jahr 2020 soll das Projekt dann in die Produktion gehen. Das Unternehmen rühmt sich derweil damit, als einziger Hersteller überhaupt bei High-End-Gaming-Mäusen auch an Linkshänder zu denken. Ein Blick auf den entsprechenden Filter des Preisvergleichs bestätigt diese Aussage weitgehend.

MMO-Maus mit drei verschiedenen Seitenteilen

Die klassische Version der Razer Naga Trinity bewirbt Razer derweil als MOBA- und MMO-Maus, da der modulare Aufbau den Wechsel zwischen drei im Lieferumfang enthaltenen Seitenteilen ermöglicht. Diese bieten je nach Vorliebe zwei, sieben oder gleich zwölf mechanische Seitentasten. Als Sensor kommt der PixArt PMW-3389 mit bis zu 16.000 dpi zum Einsatz. Optisch wartet das kabelgebundene Eingabegerät mit RGB-Beleuchtung auf, die ebenso wie die dpi- und Tasten-Einstellungen über Razers eigene Synapse-Software konfiguriert werden kann. Ob diese Spezifikationen auch für die Left-Handed Edition gelten werden, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt.

Basilisk Ultimate & Basilisk X: Razer lässt zwei Basilisken gegen die G502 antreten

Nachdem sich Razer dank der hervorragenden Viper Ultimate (Test) den Titel der besten drahtlosen Shooter-Maus sichern konnte, schickt der Hersteller nun gleich zwei kabellose Basilisken gegen Logitechs Allrounder G502 Lightspeed (Test) ins Rennen. Die Ultimate-Variante ist diesmal allerdings noch teurer.

Basilisk Ultimate mit Viper-Technik im G502-Gewand

Beide neuen Basilisken wurden in der Form überarbeitet und gleichen der Konkurrenz in Form der G502 nun nicht nur ein wenig, sondern kommen teilweise gar mit nahezu identischen Designelementen daher – kein Wunder also, dass insbesondere die Basilisk Ultimate offensiv als dem Logitech-Modell überlegen beworben wird. Konkret sieht der Hersteller Vorteile bei der Sensorik, der Funkverbindung und den Primärtasten, da die Basilisk Ultimate auf die gleiche Technik setzt, wie zuvor die Viper Ultimate: Ein PixArt PMW-3399 bietet die derzeit auf dem Papier beste Sensorik, die drahtlose Übertragung soll ohne spürbare Verzögerung einhergehen und optomechanische Schalter versprechen eine hohe Lebenszeit.

Darüber hinaus bietet Razer ein hinsichtlich dem Widerstand justierbares Mausrad: Über ein zweites Rädchen auf der Unterseite der Basilisk Ultimate lässt sich stufenlos einstellen, wie viel Kraft zum Drehen benötigt wird. Darüber hinaus gibt es insgesamt vier beleuchtete Elemente, die sich wiederum in 14 einzeln adressierbare RGB-Leuchtdioden aufgliedern. Hinsichtlich der G502 unterlegen ist Razers Eingabegerät jedoch bei den Tasten: Zwar verfügt die Maus über ein 4-Wege-Mausrad und je nach Belieben zwei oder drei linksseitige Zusatztasten, auf der Oberseite finden sich jedoch nur zwei statt drei Knöpfe.

Die Basilisk X HyperSpeed bietet bis zu 680 Stunden Laufzeit

Die Basilisk X HyperSpeed ist derweil ein aus Razers Eingabegerät-Portfolio herausstechendes Produkt: Sie kommt vollends ohne Beleuchtung aus, muss in Relation zur Ultimate-Variante aber auch auf optomechanische Primärtasten, das justierbare 4-Wege-Mausrad und zwei weitere Zusatztasten verzichten. Weniger schwer liegt das vermeintliche Downgrade beim Sensor, der verbaute PixArt PMW-3389 bietet jedoch ebenfalls eine erstklassige Präzision. Nutzer haben bei der X HyperSpeed die Wahl zwischen der namensgebenden und von den Ultimate-Modellen bekannten 2,4-GHz-Verbindung oder Bluetooth.

Ein Kabel liegt nur der Basilisk Ultimate bei, die dank ihres proprietären Lithium-Ionen-Akkus auf eine Laufzeit von rund 100 Stunden kommen soll – allerdings ohne aktive Beleuchtung, die den Wert stark nach unten korrigieren sollte. Die Basilisk X HyperSpeed hingegen setzt auf eine AA-Batterie, die rund 450 Stunden Bluetooth-Laufzeit bieten soll. Beide Mäuse wiegen in der Praxis rund 107 Gramm, das Gewicht der Basilisk X HyperSpeed lässt sich jedoch verringern, indem anstelle der beigelegten Alkaline-Batterie eine Lithium-Batterie verwendet wird. Damit steigt zudem die Akkulaufzeit laut Razer auf 680 Stunden – unter Berücksichtigung des High-End-Sensors ein sehr guter Wert.

Ein weiterer Unterschied zwischen beiden Modellen ist die Oberfläche: Während die Ultimate-Version auf einen glatten Mausrücken setzt, besitzt die X HyperSpeed an gleicher Stelle eine deutlich rauere Textur, wie sie auch die Viper Ultimate bietet. Beiden neuen Eingabegeräten gemein ist die Gummierung der Flanken und Verzierung mit glänzenden Streifen.

Für 170 und 70 Euro (nicht) verfügbar

Während die Preisgestaltung der Basilisk X HyperSpeed mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 70 Euro im gewohnten Rahmen ausfällt, übertrifft sich Razer bei der Basilisk Ultimate selbst: Das Eingabegerät kostet in der Variante ohne Ladestation so viel, wie die Viper Ultimate mit eben dieser. Verfügbar ist die Maus jedoch vorerst nur in der Version mit Charging Dock, womit der Preis bei gar 190 Euro liegt – eine teurere in Serie produzierte Maus gibt es nicht.