Gesundheitliche Risiken durch Smartphones, Notebooks & Tablet-PCs vermeiden

Smartphones, Tablets und Notebooks können ernste gesundheitliche Probleme verursachen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie trotzdem gesund bleiben.

Verbringen Sie auch nur fünf Minuten an einer belebten Straßenkreuzung und Sie werden ihnen begegnen: Leuten, die ihr Tablet oder Smartphone so benutzen, dass sie sich selbst in Gefahr bringen. Zum Beispiel diejenigen, die ihr Smartphone am Steuer eines PKWs bedienen. Doch Ablenkung während der Fahrt ist längst nicht die einzige Gefahr, die hinter der Benutzung von Smartphones, Tablets und Co. lauert.

Weniger dramatisch aber nicht minder gefährlich sind die Risiken, von denen die meisten Nutzer nicht einmal wissen, dass sie existieren. Ergonomie-Risiken beispielsweise sind Computernutzern nicht neu. Notebooks hingegen, die den Desktop-PC in puncto Verkaufszahlen mittlerweile überholt haben, bergen ihre ganz eigenen gesundheitlichen Gefahren. Und auch durch Touchscreens drohen gesundheitliche Risiken.

Gesundheitliche Risiken für PCs, Notebooks, Tablets
Medizin-Experten haben drei Kategorien von Computer-basierten Krankheiten herausgearbeitet, die sowohl für die Nutzung traditioneller Desktop-PCs gelten, als auch für die neueren, mobilen Touchscreen-Geräte:

Verletzungen durch ständig wiederholte Bewegungen
Diese Krankheit ist auch bekannt als RSI: Repetitive Stress Injuries, also “(sich) wiederholende Stress-Verletzungen”. RSI resultiert aus immer wiederkehrenden großen und kleinen Bewegungen, die Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven belasten. Menschen, die etwa regelmäßig ihre beiden Daumen benutzen, um an einem Smartphone Kurznachrichten zu tippen, entwickeln manchmal das Quervain-Syndrom – eine schmerzhafte Krankheit, die die Sehnen befällt, die für die Bewegung des Daumens zuständig sind.

Krankheiten durch unnatürliche Haltung und Krafteinwirkung
Diese Krankheitsstörungen treten auf, wenn Menschen ihren Körper auf eine Weise benutzen, die physischen Stress bedeutet – etwa, wenn sie ihre Handgelenke beim Tippen unnatürlich stark drehen und neigen, oder sie dabei zu fest anspannen. Das Karpaltunnel-Syndrom – das wohl bekannteste Krankheitsbild dieser Kategorie – entsteht zum Beispiel durch zu starken, lang anhaltenden Druck auf den Medianus-Nerv im Handgelenk.

Augenkrankheiten
Wer damit zu kämpfen hat, Texte auf einem Bildschirm zu entziffern – sei es, weil die Schrift zu klein ist, oder weil Spiegelungen oder ähnliches die Sicht erschweren – riskiert Augenleiden, die von ärgerlich und lästig bis hin zur Arbeitsunfähigkeit reichen. Die Symptome, oft als “Computer Vision Syndrome” zusammengefasst, umfassen unter anderem Augenschmerzen und Rötungen, getrübte oder gedoppelte Sicht, sowie Kopfschmerzen.

Viele Menschen sind zudem über die Strahlung besorgt, die sowohl alte CRT-Monitore als auch Smartphones, Tablets und WLAN-Geräte ausstrahlen. Die Forschung lieferte hierzu bislang allerdings widersprüchliche Ergebnisse. Wie es scheint, ist das Risiko aber gering, sofern Sie den Richtlinien des Herstellers für den sicheren Gebrauch des Gerätes folgen.

Touchscreens und Notebooks bergen neue Risiken
Dank diverser Gesundheitsorganisationen und Aufklärungsstrategien sind viele Menschen heutzutage besser mit den Möglichkeiten vertraut, um sich vor bestimmten Risiken zu schützen, als es noch vor 10 oder 15 Jahren der Fall war. Verkäufer von Computern, Peripherie-Geräten und Büro-Möbeln heben ergonomische Vorteile ihrer Produkte besonders stark hervor und Handbücher und Bedienungsanleitungen geben Hinweise darüber, wie man mit dem Produkt sicher und gesundheitsschonend arbeitet. Unglücklicherweise ist das Bewusstsein über Risiken und Gefahren, wie man sie aus dem PC- Bereich kennt, aber noch nicht so richtig in den Bereich neuerer Touchscreen-Geräte und Notebooks vorgedrungen. Wir wollen sie Ihnen im Folgenden aufzeigen:

Gesundheitsrisiken bei der Notebook-Nutzung
Jahrelang waren Notebook-Nutzer gezwungen, auf Leistung zu Gunsten der geringeren Gewichts zu verzichten. Mittlerweile stechen aber Notebooks mitunter sogar Desktop-PCs in puncto Geschwindigkeit und Speicherplatz aus. Aus diesem Grund erfüllen Notebooks oft beide Zwecke: Arbeiten von unterwegs und zu Hause, beziehungsweise im Büro und am Arbeitsplatz. Leider schränkt ihre Bauform die Notebooks ergonomisch ziemlich ein. Weil Bildschirm und Tastatur direkt aneinander haften, können Sie sie beispielsweise nicht optimal für Ihre Bedürfnisse positionieren.

Perfekt vorm Notebook sitzen
Als Ersatz für einen Desktop-PC und längere Arbeitsstunden am Laptop sollten Sie deshalb über einen externen Monitor nachdenken. So können Sie die Tastatur Ihres Notebooks auf Desktop-PC-Höhe positionieren – also so, dass Ihre Ellbogen in einem 90-Grad-Winkel auf dem Schreibtisch aufliegen – und gleichzeitig den Bildschirm auf Augenhöhe ausrichten. Wenn Ihnen diese Anschaffung zu kostspielig ist, besorgen Sie sich ein erhöhtes Standpult für Ihren Laptop-Bildschirm und dazu eine separate Tastatur. Beides richten Sie dann genauso aus, wie eben beschrieben.

Externe Tastatur für Notebook verwenden
Notebooks bergen aber noch mehr Gefahren, wenn Sie sie an bequemen oder ungewohnten Orten benutzen, etwa an einem Guest-Desk im Büro oder am Schreibtisch eines Hotelzimmers. Dort ist es umso schwieriger, eine Position zu finden, die Nacken, Schultern, Arme, Handgelenke und Hände schont. Wenn Sie viel von unterwegs arbeiten, tragen Sie am besten immer eine leichte, externe Tastatur und Maus bei sich. Und verschaffen Sie dem Laptop mit einem darunter gelegten Buch oder einem ähnlichen Hilfsmitteln eine erhöhte Arbeitsposition.

Notebook im Bett verwenden
Wenn Sie darauf bestehen, Ihren Laptop im Bett oder während des Fernsehens auf dem Sofa zu benutzen, widerstehen Sie wenigstens der Versuchung, auf der Seite zu liegen und Ihren Kopf mit einem Arm abzustützen: das schädigt Ihren Nacken und macht es zudem nahezu unmöglich, in einer halbwegs natürlichen Position die Tastatur zu bedienen. Im Bett sollten Sie mit einem aufrechten Rücken sitzen, unterstützt von einem festen Kissen.

Stopfen Sie zudem ein weiteres Kissen unter Ihre Knie und richten Sie den Bildschirm Ihres Laptops so aus, dass etwaige Lichtquellen hinter Ihnen nicht vom Display reflektiert werden. Selbst wenn Sie diese Vorsichtsmaßnahmen treffen, sollten Sie Ihren Laptop in solchen Positionen nicht länger als 5 bis 10 Minuten am Stück verwenden, ohne eine Pause einzulegen. Müssen Sie länger als eine halbe Stunde am Laptop arbeiten, wechseln Sie besser zu einem Schreibtisch – auch wenn der vielleicht weniger kuschelig und bequem erscheint.

Gesundheitliche Risiken durch Smartphones und Tablets
Wo Notebooks bereits Leute dazu verführen, sie an den unmöglichsten Orten zu verwenden, setzen Smartphones und Tablets nochmal eins drauf. Denn sie können tatsächlich überall verwendet werden und außerdem in nahezu jedweder Körperhaltung – von denen die meisten nicht unbedingt gesundheitsfördernd sind. Ihr Nacken und die Halswirbelsäule reagieren höchst empfindlich auf Fehlhaltungen.

Auf Dauer kann das auch zu Quetschungen oder Überdehnungen derjenigen Nervenbahnen führen, die durchs Rückenmark verlaufen. Verzichten Sie auf vermeintlich wohltuende Dehnungen des Kopfes nach vorn oder hinten, sowie auf Drehungen und Neigungen zur rechten und linken Seiten. Machen Sie stattdessen lieber regelmäßige Pausen von der Bildschirmarbeit. Fühlen Sie Schmerzen, Taubheit oder ein Kribbeln, hören Sie mit dem, was Sie gerade tun, sofort auf und nehmen Sie wieder eine komfortablere Position ein.

Tablets besser horizontal verwenden
Im Gegensatz zu Laptops funktionieren Tablets wie Apples iPad und E-Reader wie Amazons Kindle sowohl horizontal als auch vertikal. Die horizontale Benutzung ist in aller Regel schonender, sofern sich das Tablet in einer komfortablen Position für Ihre Arme und Hände befindet – hier gilt in etwa die gleiche Regel wie für die Benutzung einer Tastatur am Desktop-PC. Dadurch, dass sich das Tablet aber normalerweise auf Höhe des Schoßes befindet, ist eine Überstreckung des Nackens quasi unabdingbar – was wiederum zu Haltungsschäden führen kann.

Nutzen Sie Touchscreens nicht vertikal
Vertikal benutzte Touchscreens sind rein ergonomisch im Nachteil. Sie beanspruchen die großen Muskeln in Schultern und Armen auf eine Art und Weise, die die Muskeln schneller erschöpfen lässt. Auch der ehemalige Apple-CEO Steve Jobs stellte auf einer Pressekonferenz im Oktober 2010 klar: “Touch-Oberflächen wollen nicht vertikal benutzt werden!” Je senkrechter der Bildschirm also aufgebaut ist, desto mehr müssen Sie Ihr Handgelenk zum Tippen beugen – eine Haltung, die von Anatomen als “Dorsalflexion” bezeichnet wird. Diese Dorsalflexion übt deutlich mehr Druck auf den Medianus-Nerv und andere Strukturen im Karpaltunnel des Handgelenkes aus.

Vertikal ausgerichtete Touchscreen-Monitore verlangen, dass Sie Ihren Arm ausstrecken und entgegen der Schwerkraft anheben, um den Bildschirm zu benutzen, was Ihre Muskeln extrem schnell erschöpft. In gewissem Maße passiert das auch, wenn Sie eine Maus oder ein Trackpad bedienen und zu weit vom Schreibtisch weg sitzen. Da wäre die Lösung allerdings simpel: setzen Sie sich einfach näher ran.

Im Gegensatz zu Desktop-PCs, bei denen es sogar gut ausgearbeitete Richtlinien darüber gibt, wie man sie ergonomisch vorteilhaft benutzt, sind solche Empfehlungen für Touchscreen-Nutzer eher spärlich und sogar widersprüchlich – denn sie sind abhängig davon, welche Arbeit genau Sie am Touchscreen verrichten. Wenn Sie nur etwas lesen, sollten Sie das Gerät am besten so positionieren, dass Sie den kompletten Bildschirm klar und deutlich erkennen können. Das ist in aller Regel ein leicht geneigter, nicht ganz 90 Grad erreichender Winkel auf Ihrer Augenhöhe. Kurz gesagt: eben die Ausrichtung eines Standard-Desktop-Monitors. Zum Tippen und Navigieren sind hingegen flache Winkel mit etwa 30 Grad am besten.

Handgelenke werden durch Touchscreens belastet
Die Position Ihrer Handgelenke hängt eng damit zusammen, ob Sie sich bei einer Multitouch-Geste eine Verletzung zuziehen oder nicht. Alan Hedge, Direktor des “Human Factors and Ergonomics”-Labors an der Universität Cornell meint, je mehr man das Handgelenk “dorsalflektiere”, desto größer sei das Risiko einer Verletzung. Er fügt aber auch hinzu, dass die meisten Gesten auf einem Touchscreen kaum Druckstärke benötigen – Sie sind also auf der sicheren Seite, sofern Sie Ihr Handgelenk nicht absichtlich überstrecken oder Gesten zu schnell und hektisch hintereinander wiederholen.

Taktiles Feedback fehlt bei Touchscreens
In der Theorie bergen die Onscreen-Tastaturen von Tablets und Smartphones die gleichen Risiken für RIS und verwandte Verletzungen wie physische Tastaturen. Aktuell ist das größte Problem der virtuellen Tastaturen jedoch ihr fehlendes, taktiles Feedback. Im Gegensatz zu mechanischen Tasten, die sich bewegen und Widerstand geben, reagieren virtuelle Tasten nicht, wenn sie gedrückt werden. Als Ersatz erlauben viele Hersteller das Hinzuschalten hörbarer Klick-Laute, was aber nicht immer effektiv ist – insbesondere nicht in lauten Umgebungen.

Das Resultat, sagt Hedge, ist, dass Nutzer virtuelle Tasten bis zu acht Mal kraftvoller anschlagen als physische. Und das kriegen Finger, Handgelenke und Unterarme zu spüren. Wenn Sie also regelmäßig mehr als ein paar Sätze auf Tablet oder Smartphone tippen müssen, denken Sie über die Anschaffung einer Bluetooth- oder einer anderen, externen Tastatur nach. Gleichzeitig haben virtuelle Tastaturen aber auch gewisse Vorteile; etwa die Möglichkeit, eigene Tastenlayouts anzulegen. Unglücklicherweise setzen noch nicht allzu viele Hersteller auf diese Bonus-Funktion.

Muskeln werden ständig angespannt
Große Krafteinwirkung kann auch dann zum Problem werden, wenn Ihre Finger gerade gar nicht auf die Tastatur einhämmern. Sie in ständiger, krampfhafter Erwartung auf den nächsten Tipper zu halten, erfordert sogenannte “isometrische Spannung”, die Muskeln und Sehnen stark beansprucht. Machen Sie doch mal ein kleines Experiment: lassen Sie Ihren Arm in völliger Entspannung einfach locker zur Seite hängen, entspannen Sie Ihre Finger. Nun behalten Sie die Armposition bei und bringen Ihre Hand aber in die Position, die sie beim pausierten Tippen auf der Tastatur einnimmt. Spüren Sie den Unterschied? Sowohl für kleine als auch für große Muskeln gilt: je entspannter sie sind, desto besser.

Augenprobleme
Es scheint eine Binsenweisheit zu sein, dass Ihre Augen desto mehr leiden, je mehr sie sich anstrengen müssen, um etwas auf einem Touchscreen zu erkennen. Ein ähnliches Phänomen eben, wie wenn man im Halbdunkel über Stunden ein Buch zu lesen versucht. Das führt nicht selten zu Kopfschmerzen, Augenschmerzen und anderen Leiden. Auch wenn die physischen Mechanismen hinter diesen Leiden erstaunlich obskur sind, sind ihre Symptome doch nicht minder real.

Grob gesagt hängt das Risiko von Augenproblemen durch Tablets und Smartphones direkt von drei Attributen des Displays ab: der Auflösung (und damit der Schärfe des Bildes), dem Kontrast (also wie hell oder dunkel Buchstaben und Bilder im Vergleich zum Hintergrund sind), und der Helligkeit (also wie viel Licht das Display abgibt). Seit den ersten Schritten mit schummrigen, niedrig aufgelösten PDA-Displays, hat die Technologie in allen drei Bereichen große Fortschritte gemacht. Mittlerweile sind scharfe, helle Displays wie das in Apples iPhone und Samsungs Galaxy-Smartphones glücklicherweise die Norm.

Immer kleinere Darstellung
Doch neuere, hochauflösende Bildschirme bergen ihre ganz eigenen Risiken. Da sie immer mehr Pixel auf einen Quadrat-Zoll packen, können sie auch Schriften immer kleiner und kleiner darstellen. Ebenso wie kleine Schriftgrößen bei gedruckten Texten, sind auch kleine Schriftgrößen bei virtuellen Dokumenten schwer lesbar und verursachen Augenprobleme – selbst, wenn Sie die Helligkeit des Bildschirms auf ein Maß hochschrauben, das perfekt auf die Umgebungsbeleuchtung abgestimmt ist. Smartphones mit Touchscreens, die Multitouch-Zoom unterstützen, helfen Ihnen zwar bei Schriften, die zu klein zum Lesen sind; doch die ständige Scrollerei im herangezoomten Dokument ist schnell ebenso erschöpfend. Spezielle Brillen zum Lesen von Tablet-Displays können helfen – vor allem, wenn Ihre Sehkraft altersbedingt bereits nachgelassen hat.

Umweltfaktoren spielen ebenso eine Rolle bei der Verstärkung gewisser visueller Beschwerden. Im Gegensatz zu Desktop-PCs, wo es in aller Regel nicht schwer ist, einen Platz für den Monitor zu finden, wo sich nichts auf dem Display spiegelt, werden Mobilgeräte oft an Orten eingesetzt, wo sich die Umgebung ständig verändert. Ähnlich wie beim Laptop sollten Sie also darauf achten, was sich in Ihrer Umgebung befindet, um Spiegelungen und störende Reflektionen auf dem Display zu vermeiden. Und weil trockene Umgebungsluft einige Symptome fördert, vermeiden Sie trockene, überhitzte Orte oder fragen Sie Ihren Optiker nach speziellen Feuchtigkeits-Augentropfen.

Virtuelle Tastaturen mit taktilem Feedback
Über Gesundheitsprobleme, ausgelöst durch den Gebrauch von Laptops und Mobilgeräten, wird selten berichtet. Zum Teil, weil die Leute oft nicht darüber Bescheid wissen und bestimmte Symptome eher anderen Ursachen zuordnen. In den 1990er Jahren führte das erhöhte Bewusstsein der Bevölkerung über Computer-basierte Krankheiten zu einer Flut von Beschwerden und rief eine Industrie ins Leben, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, leidenden Desktop-Computer-Nutzern zu helfen.

Auch, wenn es unwahrscheinlich ist, dass wir heutzutage nochmals eine ähnliche Reaktion der Öffentlichkeit erleben, arbeiten Hersteller bereits an Lösungen, die unserer Gesundheit dienen – etwa virtuelle Tastaturen mit taktilem Feedback. Vielleicht dürfen wir in Zukunft sogar mit Geräten rechnen, die uns warnen, wenn wir sie falsch oder gesundheitsgefährdend benutzen. Bis dahin müssen Sie allerdings selbst auf sich aufpassen und möglichen Risiken mit unseren Tipps entgegenwirken.

US-Sanktionen belasten Huawei

Der chinesische Konzern versucht, sich von westlicher Technologie unabhängig zu machen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Doch die Probleme sind nicht überwunden.

Die Geschäfte des chinesischen Technologiekonzerns Huawei laufen vor dem Hintergrund scharfer US-Sanktionen weiter schleppend. Nach einem kräftigen Einbruch 2021 stieg der Umsatz des Unternehmens aus dem südchinesischen Shenzhen im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf 642,3 Milliarden Yuan (85,8 Milliarden Euro). Das geht aus dem am Freitag vorgelegten Geschäftsbericht hervor. Der Gewinn sank demnach im Vergleich zum Vorjahr um gut zwei Drittel auf 35,6 Milliarden Yuan.

Bei der Vorlage der Geschäftszahlen gab sich der bis Ende März amtierende Vorstandschef Eric Xu kämpferisch: Dieses Jahr werde für das Überleben und die Entwicklung von Huawei entscheidend sein. “Es stimmt zwar, dass wir unter erheblichem Druck stehen, aber wir haben alles, was es braucht, um am anderen Ende wieder herauszukommen”, sagte Xu.

Laut Geschäftsbericht investierte Huawei im vergangenen Jahr rund 161,5 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung – eine Summe, die rund 25 Prozent des Umsatzes entspricht.

Die US-Regierung hatte Huawei 2019 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump mit Sanktionen belegt. Als Grund wurden Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit genannt, weil der Netzwerkausrüster und Smartphoneanbieter möglicherweise mit chinesischen Behörden und dem Militär kooperiere. Huawei hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Presseberichten zufolge erwägt US-Präsident Joe Biden, die Sanktionen gegen das Unternehmen zu verschärfen. Huawei könnte der Zugang zu Halbleitern wichtiger US-Zulieferer wie Qualcomm oder Intel verwehrt werden. Peking sieht in den Sanktionen einen Versuch des Rivalen USA, Chinas technologischen und politischen Aufstieg in der Welt zu bremsen.

Als Reaktion auf die US-Maßnahmen hat der Konzern in den vergangenen Jahren Tausende westliche Bauteile ersetzt und neue Geschäftsfelder erschlossen. Huawei hatte zum Jahreswechsel den “Krisenmodus” für beendet erklärt. Die US-Sanktionen gehörten für zur neuen Realität, betonte Xu damals.

“Im Jahr 2022 haben ein herausforderndes externes Umfeld und marktfremde Faktoren das Geschäft von Huawei weiter belastet”, sagte Xu nun. “Inmitten dieses Sturms haben wir alles in unserer Macht Stehende getan, um die Kontinuität des Geschäfts aufrechtzuerhalten.”

Man habe große Anstrengungen unternommen, “um einen stetigen Strom von Einnahmen zu generieren, um unser Überleben zu sichern und die Grundlage für die zukünftige Entwicklung zu schaffen”, sagte Xu.

Huawei war vor dem Eingriff der US-Regierung der zweitgrößte Anbieter von Smartphones und wollte Marktführer Samsung aus Südkorea überholen. Durch die Sanktionen darf der Konzern unter anderem keine Geräte mit dem schnellen 5G-Datenfunk und Google-Diensten mehr verkaufen, was ihn international praktisch aus dem Smartphone-Geschäft geworfen hat.

An der Spitze des chinesischen Telekommunikationsriesen steht ein politisch heikler Personalwechsel an, der Auswirkungen auf das ohnehin schwierige Verhältnis zu den USA haben könnte. Die Tochter des Firmengründers, Finanzchefin Meng Wanzhou, die einst ins Visier der US-Justiz geriet, hat am 1. April erstmals den rotierenden Vorsitz des Konzerns übernommen.

Vorsichtiger geworden ist auch die Bundesregierung, die Bedenken des Verfassungsschutzes und anderer Sicherheitsbehörden gegenüber den chinesischen Telekommunikationsausrüstern Huawei und ZTE inzwischen sehr ernst nimmt.

So wies das Bundesinnenministerium in der zweiten Märzwoche einem Schreiben an mehrere Unternehmen der Branche darauf hin, dass es künftig nicht nur um die Prüfung erstmalig eingesetzter kritischer Bauteile von Huawei gehen werde, sondern auch um den weiteren Einsatz. Mit anderen Worten: Diese müssten gegebenenfalls ersetzt werden.

Verfassungsschutz-Vizepräsident Sinan Selen betonte kürzlich, er sei zufrieden, dass im neuen Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) klar formuliert sei, dass es hier nicht nur um technische Fragen gehe, sondern auch darum, wie stark der staatliche Einfluss auf das jeweilige Unternehmen sei.

Konkret auf Huawei angesprochen, sagte er: “Ich möchte Entscheidungsprozesse des BSI nicht vorwegnehmen; die schauen sich kritische Komponenten an, und sie kommen zu einem bestimmten Zeitpunkt X zu Entscheidungen”.

China versucht derzeit vor dem Hintergrund politischer Spannungen zwischen Peking und Washington, eine Chipindustrie aufzubauen, die weitgehend unabhängig von Lieferungen aus dem Westen funktioniert.

Diese Samsung-Geräte erhalten kein Android 14

Eine Reihe von populären Samsung-Smartphones und -Tablets wird das wichtige Update auf Android 14 nicht mehr bekommen. Die Liste.

Samsung ist bekannt dafür, dass es für seine Android-Smartphones für einen langen Zeitraum Updates bereitstellt. Vier Jahre lang gibt es Betriebssystem-Updates (das bedeutet konkret: Samsung-Smartphones erhalten vier neue Android-Betriebssystem-Generationen) und sogar fünf Jahre lang Sicherheits-Updates.

Doch wie das für gewöhnlich gut informierte Nachrichtenportal Sammobile berichtet, bekommen eine Reihe von Samsung-Smartphones nicht mehr das Update auf Android 14 beziehungsweise auf Samsungs eigene Oberfläche One UI 6.0, die Samsung über das neue Android 14 stülpt. Demnach kommen die folgenden Samsung-Geräte (Smartphones und Tablets) nicht mehr über Android 13 und One UI 5 hinaus:

Galaxy S10 Lite

Galaxy S20 FE

Galaxy S20 / Galaxy S20+ / Galaxy S20 Ultra

Galaxy Note 10 Lite

Galaxy Note 20 / Galaxy Note 20 Ultra

Galaxy Z Flip (LTE/5G)

Galaxy Z Fold 2

Galaxy A22 (LTE/5G)

Galaxy A32 (LTE/5G)

Galaxy A51

Galaxy A71

Galaxy Tab A8

Galaxy Tab A7 Lite

Galaxy Tab S6 Lite (2020)

Galaxy Tab S7 / Galaxy Tab S7+

Noch einmal der deutliche Hinweis: Diese Liste stammt nicht von Samsung, sondern von Sammobile. Doch sie dürfte erfahrungsgemäß zutreffend sein.

Wann erhalten die ersten Samsung-Geräte Android 14?
Der südkoreanische Elektronikkonzern hat noch nicht verraten, wann die ersten Samsung-Geräte das Update auf Android 14 und One UI 6.0 erhalten werden. Doch vor Ende 2023 sollten zumindest ausgewählte Samsung-Geräte Android 14 erhalten. Vermutlich werden es die neuen Top-Geräte Galaxy S23, S23+ und S23 Ultra sein, auf denen Android 14 samt One UI 6.0 installiert werden kann.

Mit diesen 10 Browser-Erweiterungen verpassen Sie der KI ein Upgrade

Mit diesen Browser-Add-Ons wird ChatGPT noch besser: Die brillante KI nutzen Sie damit schneller, flexibler und auf jeder beliebigen Webseite.

Nachdem Künstliche Intelligenz für lange Zeit nur Gegenstand von Fantasien, Science-Fiction und abenteuerlichen Horrorgeschichten war, zeigt uns ChatGPT aktuell, wie eine echte KI aussehen könnte – und welches Potenzial dahintersteckt. Erst vor wenigen Monaten wurde der Chatbot vom Entwickler OpenAI auf den Markt gebracht, seither legt er eine raketenhafte Karriere hin.

Das Tool kann auch komplexe Texte schreiben oder sinnvoll zusammenfassen, beherrscht mehrere Programmiersprachen und hat erst kürzlich die Examen von Rechts- und Wirtschaftsschulen bestanden. Der smarte Chatbot ist also aus gutem Grund in aller Munde.
Mit dieser Erweiterung senden wir bei einer Google-Suche eine gleichzeitige Anfrage an ChatGPT. Das Open-Source-Add-On unterstützt auch viele weitere Suchmaschinen und kann in vielen verschiedenen Sprachen genutzt werden. Im Automodus orientiert es sich auch an der Sprache von Nutzereingaben – die Funktion stößt bei der Suche nach Schlagwörtern oder einzelnen Begriffen aber schnell an ihre logischen Grenzen.

Ergebnisse können wir dann schnell kopieren und es gibt einen komfortablen Dunkelmodus. Die Resultate bei ChatGPt lassen mitunter aber etwas auf sich warten, das kennt man vom Standard-Interface aktuell aber auch nicht anders – die Latenz geht auf die hohe Nachfrage und den rasant wachsenden Nutzerkreis des schlauen Chatbots zurück.

Während die Nutzerzahlen explodieren und immer mehr Menschen praktische Anwendungen für die Super-KI finden, haben wir uns ebenfalls schlau gemacht: Hier stellen wir Ihnen die besten Browser-Erweiterungen für ChatGPT vor, mit denen Sie die revolutionäre KI auch auf anderen Webseiten für sich arbeiten lassen, die Eingabeaufforderung sinnvoll erweitern oder spannende Ideen für neuen Input finden.

Hinweis: Alle hier vorgestellten Browser-Erweiterungen sind für Google Chrome (und damit auch für Chromium) verfügbar. Einige Add-Ons stehen auch für Browser wie Firefox oder Safari zur Verfügung, das sind bisher aber nur wenige.

Erster Schritt: Gratis-Account bei OpenAI anlegen
Bevor Sie ChatGPT mit Browser-Add-Ons noch vielseitiger und schöner nutzen können, brauchen Sie einen verifizierten Account bei OpenAI (falls Sie den nicht schon haben). Der ist schnell eingerichtet und kostenlos, verlangt aber zwingend nach einer gültigen Telefonnummer. Hier geht’s zur Anmeldung bei OpenAI. Sobald die Registrierung abgeschlossen ist, können Sie ChatGPT mit den folgenden Browser-Erweiterungen ein Upgrade verpassen:

Mit dieser Chrome-Erweiterung kombinieren wir unsere Prompts bei ChatGPT mit einer parallelen Internetsuche. Treffer werden dabei einfach im gleichen Chat-Fenster eingetragen, Spezifikationen inklusive. Wir können hier die Anzahl der Suchergebnisse von 1 bis 10 flexibel festlegen, die Aktualität bestimmen (Tag, Woche, Monat, Jahr) und länderspezifische Suchen in Auftrag geben. Das hat vor allem den Vorteil, dass man neben den intelligenten, aber nicht immer aktuellen Antworten von ChatGPT (die Datengrundlage stammt noch aus 2021) auch tagesaktuelle Informationen anfragen kann.

Eine der spannendsten und coolsten Funktionen von ChatGPt besteht in seiner Möglichkeit, aus einigen Stichworten überraschend authentische E-Mails oder Nachrichten mit beliebiger Länge, aber ohne leere Füllwörter zu erstellen. Mit diesem Add-On erhalten Sie die gleichen Ergebnisse, wie beim Besuch des normalen ChatGPT-Interface, nur schneller.

Die Erweiterung lässt sich nämlich auf jeder beliebigen Seite nutzen, etwa auch im eigenen E-Mail-Account. Damit verspricht das Add-On also inhaltlich zwar eigentlich nichts Neues, spart uns aber viel Zeit – besonders wenn wir solche Funktionen regelmäßig nutzt.YouTube ist ein Sammelsurium spannender, informativer und manchmal auch ziemlich dämlicher Videos. Mit diesem Add-On für Chrome lässt sich die Spreu schnell vom Weizen trennen, damit fassen wir nämlich auch längere Beiträge schnell und kompakt zusammen. Ob der Inhalt etwas taugt, sieht man damit nicht erst nach 20 Minuten. Ein weiterer und vielleicht noch größerer Vorteil: Die langsame Kommunikationsform des Videovortrags kürzen wir damit effektiv ab, ohne dass wichtige Inhalte auf der Strecke bleiben. Auch lange Videos schrumpfen mit YouTube Summary auf übersichtlich gebündelte Textblöcke zusammen.

FancyGPT speichert unsere Konversationen mit ChatGPT in stilistisch verschönerten Bildern, als übersichtliche PDF oder in Text-Dateien. PDFs und Texte lassen sich anschließend effizient durchsuchen. Man kann mit dem Add-On also auch eigene Chat-Archive anlegen und lokal verwalten. Tabellen, Gedichte, Codeschnipsel und alle anderen Resultate unserer Sitzungen mit ChatGPT erhalten damit einen schicken Look oder das Attribut gute Archivierung. Dazu klicken wir einfach während einer Sitzung mit dem Chatbot auf die Erweiterung, daraufhin werden wir zu einer Webseite mit verschiedenen Stil-Templates und Grafikelementen weitergeleitet.

Mit Merlin befreien wir ChatGPT von der Bindung ans eigene Interface auf seiner Webseite und holen es auf jede beliebige Webseite. Mit der Tastenkombination STRG (CMD beim Mac) + M, oder einfach per Pup-Up-Button nach einer Textmarkierung, reichen wir Inhalte an die künstliche Intelligenz weiter und erhalten prompt eine Antwort im gleichen Fenster und auf der gleichen Webseite.

Offene Fragen aus Nachrichten oder Chats, Zusammenhänge in wissenschaftlichen Artikeln oder Behauptungen aus YouTube-Kommentaren schicken wir damit direkt an ChatGPT. Solche Ergebnisse lassen sich mit Merlin dann auch an Twitter und Discord weiterleiten oder in die Zwischenablage kopieren. Ganz schön praktisch!

Mit diesem Add-On machen wir Interaktionen mit ChatGPT noch menschlicher, unsere Dialoge müssen wir damit nämlich nicht mehr eintippen – wir können sie einfach ins Mikrofon sprechen. Dazu halten wir man nach der Installation die Leertaste gedrückt und formulieren Anfragen verbal in ein Mikro, das man vorher natürlich anschließen und aktivieren muss. Mehr Funktionen hat die Erweiterung allerdings nicht. Aktuelles Manko: Bisher wird nur die englische Sprache unterstützt, eine mündliche Konversation mit ChatGPT auf Deutsch ist damit also noch nicht möglich.

Mit diesem Add-On wird ChatGPt zwar nicht direkt zum Superhelden, die Erweiterung hat aber eine Reihe nützlicher Funktionen an Bord. Das Interface bei der Eingabe wird damit um einen Verlauf erweitert, der vergangene Eingaben wiedererkennt und sie per Pfeiltasten auf der Tastatur durchschalten kann. Auch eine Prompt-Bibliothek kommt damit an Bord, dort finden wir interessante oder besonders clevere ChatGPT-Eingaben, die von der Community in der Vergangenheit bereits getestet wurden. Dazu kommt eine Favoriten-Funktion für Eingaben, eine globale Export-Funktion, Wort- sowie Zeichenzähler und mehr.

Am Namen haben Sie es wahrscheinlich schon erkannt: Dieses Add-On hilft Nutzern beim Twittern. Haben Sie die Erweiterung installiert, erscheint im Fenster für einen neuen Tweet ein kleiner Roboterkopf, über den Sie eine Stimmungslage auswählen können. Ausgehend von dieser Stimmung werden dann Tweets erstellt die clever, kontrovers, hurmorvoll oder aufgeregt ausfallen können. Auch wie ein Pirat dürfen Sie twittern, selbst wenn das auf den Weltmeeren früher wohl eher unüblich war. Wichtige Einschränkung des Add-Ons: Es ist vor allem dafür geeignet, auf andere Tweets zu antworten. Beim Erstellen eines eigenständigen Tweets fehlt ChatGPT die Informationsgrundlage und das zufallsgenerierte Ergebnis ist ziemlich belanglos.

Die besten Tipps für die Apple Watch (Ultra)

Die Apple Watch Ultra begeistert in der Praxis, nicht nur draußen vor der Tür. Die besten Tipps und Tricks.

Mit der Apple Watch Ultra hat Apple in diesem Spätsommer ein für Outdoor-Fans konzipiertes und sehr robustes Modell herausgebracht, das mit langer Akkulaufzeit begeistert. Wir haben in der Praxis etliche Kniffe gefunden, die das Leben mit der Uhr noch schöner machen – einige gelten auch für andere Modelle.

Schnell laden – aber nicht so schnell
In unserem Test der Apple Watch Ultra hatten wir bemängelt, dass sie nicht so schnell lädt, wie es Apple in Aussicht gestellt hat. Von 80 Prozent Aufladung in einer Stunde war da die Rede, wir bekamen aber nur 60 Prozent der maximalen Akku-Kapazität in 60 Minuten geladen. Die Angelegenheit ist komplex, Apple selbst erklärt, dass unter realen Bedingungen das Schnellladen unter Umständen nicht ganz so schnell passiert – die 80 Prozent in einer Stunde sind Maximalwert.

Wir haben den Versuch mehrmals wiederholt und sind zu einigen Erkenntnissen gelangt. Denn es kann durchaus am Kabel liegen, wenn die Ladung nach einer Stunde unter der Erwartung bleibt. Vorausgesetzt ist das mit der Uhr mitgelieferte geflochtene Kabel, wir waren aber auch mit dem Schnellladekabel erfolgreich, das unserer Apple Watch Series 7 beigelegen hatte, das ging sogar etwas flotter.

Wesentlich ist auch der Ladezustand der Uhr: Eine vollkommen leere Apple Watch benötigt länger, um 80 Prozentpunkte aufzuladen als eine mit Restladung. Lassen Sie Ihre Apple Watch Ultra also besser nie ganz leer laufen, so können Sie eher sicher sein, innerhalb einer halben Stunde 40 Prozentpunkte mehr im Akku zu haben. Und natürlich benötigen Sie auch ein Ladegerät mit ausreichender Leistung, ein Charger mit 30 Watt Nennleistung, wie ihn etwa Apple verkauft, reicht in jedem Fall aus.

Armband: Die alten passen
Eine neue Uhr kauft man auch mit einem neuen Armband, die zur Apple Watch Ultra angebotenen Modelle “Alpine”, “Trail” und “Ocean” sind auch separat erhält, für jeweils 99 Euro. Sie passen auch an ältere Apple-Watch-Modelle, die jeweils größeren in 42, 44 oder 45 Millimeter. Es gilt auch der Umkehrschluss: Alte Armbänder für die großen Uhren passen auch an die neue Apple Watch Ultra. Das hat uns bei unserem Test sehr geholfen, denn das Alpine-Armband in der Größe “Small” hat nicht allen Testern gut gepasst, es ist schon recht klein.

Armband: Solo Loop – Erst Größe vermessen
Während wir es gerade noch so geschafft haben, mit der mittelgroßen durch das kleine Alpine-Armband zu schlüpfen und es am Handgelenk zu schließen, wird das bei unpassenden Solo-Loops nicht gehen. Die Schlaufen ohne Verschluss sind zwar sehr elegant, aber eben nicht mehr anpassbar. Sie sind in neun Größen verfügbar, vor der Bestellung sollte man die richtige Größe bestimmen. Apple stellt dafür ein Tool bereit, genauer gesagt einen Vordruck, den man sich aus Apples Store laden kann. Legt man diesen um das Handgelenk, erkennt man auf dem Streifen die richtige Größe. Alternativ vermisst man den Umfang des Handgelenks mit einem Maßband.

Wie viel Uhr ist es – und wenn ja, welche? Wer mehrere Apple Watches in Besitz hat, findet in der Watch-App auf dem iPhone eine praktische Funktion. Denn meist trägt man nur eine Uhr, Benachrichtigungen oder seine Internetverbindung leitet das iPhone immer nur an eine weiter. Mit dem Schalter “Automatisch wechseln” im Menü “Alle Apple Watches” kann man festlegen, dass die jeweils getragene Apple Watch sich sofort mit dem iPhone verbindet, wenn man sie am Arm entsperrt. Dabei werden die anderen mit dem iPhone gekoppelten Uhren getrennt, bis man sie wieder anzieht.

Temperaturmessung: Nicht nur eine Nacht miteinander verbringen
Für die Apple Watch Ultra und die Series 8 hat Apple ein neues Feature versprochen: Temperaturmessung. Diese darf man sich nicht so präzise wie die eines Fieberthermometers vorstellen, doch bekommt man qualitativ und selbst quantitativ eine gute Vorstellung von der am Handgelenk gemessenen Temperatur.

Für die Kalibrierung der Temperatursensoren muss man jedoch über mehrere Nächte hinweg die Apple Watch auch im Nachtschlaf tragen, fünf seien es mindestens, sagt Apple. Wir haben insgesamt sieben Nächte benötigt, in zweien könnte die Uhr zu locker am Handgelenk gesessen haben. Nur wenn ein Schlafen-Fokus eingestellt ist, etwa mit einer bestimmten Definition der Stunden der Nachtruhe, fängt die Apple Watch 8 oder Ultra auch das Kalibrieren an, dafür müssen Sie aber nichts weiter einstellen.

Seit der erfolgten Kalibration zeigt uns die Health App auf dem iPhone die ungefähre Handgelenktemperatur an und gibt Auskunft darüber, ob und wie weit diese von unserem Normalwert abweicht. Die Daten findet man unter “Entdecken” im Bereich “Gesundheitskategorien” hinter der Schaltfläche “Körpermesswerte”.Zur Familienplanung sollte die Temperatur präziser bestimmt sein, doch kann eine abweichende Körpertemperatur ein frühes Symptom für Infekte aller Art sein.

Im Zweifelsfall gilt aber auch hier: besser mit dem Fieberthermometer nachmessen. Wie bei der Vermessung des Blutsauerstoffs handelt es sich hier um ein Wellness-Feature und keine exakte medizinische Vermessung. Aber Achtung: Die Uhr misst auch nach der Kalibrierung nur nachts, wie wir an unseren Daten klar erkennen: Die Nächte Anfang November verbrachten wir zumeist ohne Uhr.

Gut geschlafen
In die Kategorie Wellness fällt auch das Schlaftracking. Eine exakte Vermessung Ihrer Nachtruhe dürfen Sie nicht erwarten, gleichwohl können die Daten aber unter Umständen erste Hinweise auf Probleme wie Schlafapnoe geben. Bei der Gamifizierung von Gesundheitsdaten hat Apple auch vor der Vermessung des Schlafes nicht Halt gemacht – die Apple Watch und die Health App loben einen auch, wenn man sein Schlafziel erreicht hat. Nicht alle Ziele erreichen wir so leicht im Schlaf.

Magnet mag nicht
Für Outdoor-Sportler hat Apple zur Apple Watch Ultra drei neue Armbänder herausgebracht, für Trekking, alpines Wandern und Tauchen. Diese drei haben gemeinsam, dass sie eine besondere Anwendung nicht stören: den Kompass, den man allenfalls unter Wasser beim Outdoorsport nicht braucht. Wie Apple in einem Support-Dokument erklärt, können Magnete in den Armbändern die Funktion des Kompasses beeinträchtigen – logisch. Betroffen davon ist etwa das Lederarmband mit magnetischem Endstück, das man ohnehin kaum bei der Bergtour trägt. Aber auch einige ältere Sportbänder können zur Verwirrung des Kompasses beitragen.

Ostereier in spektakulärer Natur suchen
Apple ist dafür bekannt, witzige oder relevante Hinweise im Kleingedruckten zu verstecken. Nicht anders ist das mit der Apple Watch Ultra. Apple weist auf eine eher ungewöhnliche Weise auf kalifornische Sehenswürdigkeiten – die Apple Watch Ultra soll buchstäblich den Weg dazu finden. In der Verpackung der Uhr finden sich beispielsweise geografische Koordinaten, die genau im Zentrum des Apple Parks liegen. Weitere Küsten, Berge und Wüsten finden sich in unterschiedlichen Zifferblättern, mit denen Apple seine Ultra-Armbänder bewirbt.

Zwei Jahre Garantie
Offensichtlich meint es Apple ernst mit der Apple Watch Ultra als einem der beständigsten Geräte aus Cupertino, denn der Hersteller gewährt der Uhr als seinem einzigen Produkt eine zweijährige eingeschränkte Garantie. iPhones, iPads, die Apple Watch Series 8 und SE müssten sich mit einem Jahr der eingeschränkten Garantie des Herstellers zufriedengeben.

Bunte Bilder – schlechte Daten
Ein Tipp, der für alle Apple-Watch-Modelle gilt: Die Messung des Pulses ist durch Tätowierungen erschwert. Da Apple die Daten aus der Pulsmessung auch dafür verwendet, um zu überprüfen, ob sie auch an einem Handgelenk sitzt, finden Tätowierte die Apple Watch öfter im gesperrten Zustand vor. So ist die Uhr auf Dauer nicht benutzbar. Doch muss man sich nicht in einer teuren, langwierigen und schmerzhaften Prozedur wieder von seinen Tatoos am Handgelenk trennen. Prinzipiell bestehen zwei einfache Möglichkeiten.

Erstens: die Uhr am anderen Handgelenk tragen, sofern dieses freier von störenden Pigmenten ist. Dazu geht man in der Watch-App auf dem iPhone in die Einstellungen und ändert unter “Allgemein” die Ausrichtung der Apple Watch von einem zum anderen Handgelenk, optional kann man auch die Ausrichtung ändern, indem man die digitale Krone auf die linke oder die rechte Seite packt. Die andere Möglichkeit besteht in dünnen, linsenförmigen Stickern, die man unter die Sensoren der Uhr pappt. Das Licht wird dabei ein wenig gestreut und erreicht unter Umständen Bereiche der Haut, die mit weniger Farbe versetzt sind.

Fünf Tipps in Tipps
Apple liefert mit der Apple Watch eine Tipps-App mit, in der fünf einfache Ratschläge zur Bedienung gesammelt sind. Der Vollständigkeit halber, in aller Kürze:

Sorgen Sie für mehr Übersicht bei der Anzeige von Apps, indem Sie mit einem längeren Druck auf die Wabenanordnung drücken. Sie haben nun die Möglichkeit, auf die Listendarstellung zu wechseln, in der die Apps alphabetisch angeordnet sind.

Die zuletzt geöffneten Apps erreichen Sie schnell über einen Druck auf die Seitentaste.

Den Notruf können Sie auch über die Seitentaste erreichen, nach einem längeren Druck besteht die Wahl aus Ausschalten, Notfallpass anzeigen und eben Notrufwahl. Bei der Apple Watch Ultra finden Sie hier die Sirene.

Der rote Punkt auf dem Display bedeutet, dass es ungelesene Benachrichtigungen gibt. Wischen Sie vom Punkt aus nach unten, um sie anzuzeigen.

Das Kontrollzentrum erreichen Sie hingegen mit einem Wisch vom unteren Bildschirmrand. Hier können Sie unter anderem den Ton abstellen oder den Theatermodus aktivieren, der den Bildschirm ihrer Uhr abdunkelt.

Aktionstaste konfigurieren und nutzen
An der Apple Watch Ultra fällt gegenüber anderen Modellen nicht nur ihre Größe auf, sondern auch die zusätzliche Taste auf der linken Seite, die Aktionstaste. Die ist insbesondere in Situationen nützlich, in denen man mit Wischen und Tippen nicht weiterkommt – unter Wasser etwa oder wenn man dicke Handschuhe trägt.

Diese bietet mehrere Aktionen an, die man unter “Einstellungen > Aktionstaste” auswählt. Vorwiegend haben die Macher der Uhr dabei an beim Outdoorerlebnis entscheidende Funktionen gedacht, etwa die App “Tauchen” zu starten (aktiviert gleichzeitig die Wassersperre), einen Webpunkt zu setzen oder das Backtracking zu aktivieren, falls man sich verirrt hat.

Der Fantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt. So kann man sich beliebige Kurzbefehle konfigurieren, die man mit einem Druck auslöst. Wir kennen Leute, die damit einen Fünf-Minuten-Timer starten, damit sie die Teebeutel nicht in der Kanne vergessen. Drückt man die Aktionstaste länger, heult die Sirene los. Das kann man in den Einstellungen der Aktionstaste auch abstellen – damit man nicht versehentlich die Sirene auslöst, etwa im Konzert, Theater oder Kino.

Assistive Touch und Handgesten
Nicht nur die Apple Watch Ultra kennt die Handgesten, sie ist aber eher für Situationen gedacht, in denen man die andere Hand vielleicht nicht freihat. Kurz gesagt erkennen die Beschleunigungssensoren der Uhr, ob man die Faust ballt oder die Finger zusammentippt. So lässt sich mit einem doppelten Faustballen ein Aktionsmenü aufrufen, durch das man mit Fingerzusammentippen (ein- oder zweimal) navigiert, einmal Faustballen bedeutet Tippen. Einige Zifferblätter, wie etwa Meridian, heben dann auch gleich eine ihrer Komplikationen hervor, ballt man die Faust doppelt.

Unter “Einstellungen > Bedienungshilfen > Assistive Touch” kann man diese Unterstützung und die Handgesten aktivieren. Die Bedienung erfordert ein klein wenig Übung, ist dann aber recht schnell erlernt – und nicht nur Outdoor praktisch.

Ok Google – Mein Gerät einrichten

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie die Sprachsteuerung Google Assistant für Android, iOS und Google Chrome aktivieren.

Die Sprachsuche Google Assistant ist sowohl in der Google App auf Android und iOS als auch für Google Chrome auf Desktop-PCs und Notebooks verfügbar. Ist der Sprachassistent erst einmal eingerichtet, lässt er sich mit einem simplen “Ok Google” oder “Hey Google” aktivieren, um Ihre Befehle und Suchanfragen entgegenzunehmen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was Sie zu diesem mächtigen Tool von Google alles wissen müssen und vor allem, wie Sie es auf Ihrem Gerät einrichten.

Google Assistant auf Android-Geräten einrichten
Wie nicht anders zu erwarten, ist der Google Assistant auf aktuellen Android-Smartphones und -Tablets bereits ab Werk installiert. So aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Spracherkennung:

Starten Sie die Google App.

Öffnen Sie dort die Einstellungen über das Drei-Punkt-Menü.

Wählen Sie die Kategorie “Spracheingabe” aus.

Tippen Sie beim Punkt “Ok Google” auf “Voice Match”.

Aktivieren oder deaktivieren Sie dann die Option “Ok Google” über den Schieberegler.

Hinweis: Das Mikrofon des Sprachassistenten erscheint immer im Google-Such-Widget auf dem Homescreen – egal ob Sie ihn aktiviert oder deaktiviert haben. Lassen Sie sich davon also nicht verunsichern.

Voice Match aktivierenUnter der Spalte “Andere Geräte” im gleichen Menüpunkt können Sie außerdem die sogenannte Voice Match-Option aktivieren . Mit diesem Sprachmodell lernt der Google Assistant, nur auf Ihre persönliche Stimme zu reagieren und entsprechend nur Ergebnisse zu liefern, die für Sie relevant sind (zum Beispiel Kalendertermine oder eigene Playlists). Google muss dazu wissen, auf welchen Geräten Ihre Stimme erkannt werden soll – sie können Ihre Stimme etwa mit einem Lautsprecher oder einer Smartwatch verknüpfen, um diese per Sprachbefehl zu steuern. Derzeit erlaubt Voice Match die Verknüpfung von bis zu sechs Personen mit einzelnen Geräten.

Google Assistant auf iOS-Geräten einrichten
Das Einrichten des Google Sprachassistenten geht auf iPhones und iPads im Grunde ganz genauso. Der Unterschied ist am Ende nur, dass man die jeweiligen Sprachbefehle nicht einfach ins Mikrofon sprechen kann, wie es auf Android-Geräten üblich ist, sondern dass dies nur über die Google App funktioniert . Das hängt natürlich damit zusammen, dass auf iOS nicht Google Assistant, sondern Siri aktiv ist. So richten Sie die Google Sprachsuche auf Ihrem iOS-Gerät ein:

Installieren und öffnen Sie die Google App.

Wechseln Sie zu den Einstellungen über das Drei-Punkt-Menü und dort zur Kategorie “Spracheingabe”.

Aktivieren Sie dann die Spracheingabe unter “Ok Google” und speichern Sie Ihre Änderung mit Klick auf “Fertig”.

Öffnen Sie die erneut die Google App und sagen Sie “Ok Google” oder “Hey Google”, um den Assistenten zu starten.

Google Assistant für Google Chrome einrichten
Ebenfalls möglich ist die Nutzung der Google Sprachsuche im Chrome-Browser, was den praktischen Mehrwert hat, dass Sie zukünftige Suchanfragen nicht mehr ständig eintippen müssen. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich, dass Sie ein Mikrofon an Ihren Rechner angeschlossen haben, wenn es nicht bereits integriert ist. Das Einrichten und Aktivieren geht dann folgendermaßen:

Öffnen Sie Chrome und rufen Sie die Google-Startseite auf.

Klicken Sie im Suchfeld auf das Mikrofon-Symbol.

Beim ersten Mal erhalten Sie eine Anfrage, ob Chrome auf das Mikrofon zugreifen darf. Bestätigen Sie dies mit Klick auf “Zulassen”.

Sie können Ihre Suchanfrage nun per Spracheingabe eingeben.

Über das Mikrofon-Symbol aktivieren Sie den Google Assistant im Google Chrome Browser

Google Assistant für Google Home einrichten
Besonders im Smart Home Bereich spielen Sprachassistenten eine sehr wichtige Rolle. Falls Sie Google Home nutzen oder planen, dies zu tun, können Sie den Assistant auch dort einrichten. Damit lassen sich zum Beispiel Streaming-Dienste wie Netflix oder YouTube steuern, indem Sie per Sprachbefehl einen Film oder ein Lied starten. Das Einrichten des Google Assistant funktioniert über die Google Home App, die das angeschlossene Google Home normalerweise von selbst erkennt und den entsprechenden Einrichtungsprozess startet.

Nun, da Sie den Google Assistant eingerichtet haben, stellt sich die spannende Frage, was die Spracherkennung alles kann und was Sie an Befehlen kennen sollten. In diesem Artikel haben wir die wichtigsten und nützlichsten Sprachbefehle für Sie zusammengefasst.

iPhone-Verbot bei russischen Politikern

Ab kommendem Monat dürfen russische Politiker und Beamte keine iPhones mehr bei der Arbeit nutzen. Zu groß sind Sicherheitsbedenken.

Wie “Kommersant.ru” in Bezug auf eigene Quellen berichtet (via “Standard.at”), dürfen russische Beamte und Politiker aus dem Präsidentenamt in Russland ab dem ersten April 2023 keine iPhones mehr bei der Arbeit verwenden. Der Regierungssprecher Dmitry Peskow hat diese Berichte etwas schwammiger kommentiert: Demnach benutzen die Beamten schon ohnehin keine Smartphones zur Übertragung von sensiblen Informationen, seien es iOS- oder Android-Geräte.

Laut Kommersant-Quellen fand Anfang März eine Schulung für Kreml-Beamte statt. Der stellvertretende Vorsitzende des Präsidentenamtes Sergej Kirienko soll dabei in der Diskussion ein Machtwort gesprochen haben – bis zum 1. April sollen alle ihre iPhones an Kinder oder Verwandte verschenken. Höchstwahrscheinlich wird sich das Verbot auch auf die regionalen Verwaltungen ausdehnen.

iPhones weniger sicher als andere Smartphones, sagt Moskau
Laut Quellen werden iPhones als anfälliger für Angriffe und Spionage durch westliche Profis angesehen als die Konkurrenzprodukte anderer Hersteller. Als Ersatz werden die Mitarbeiter Smartphones basierend auf Android oder auf dem hin Russland entwickelten Betriebssystem “Aurora” erhalten.

Die Präsidentin der Antiviren-Firma Infowatch, Natalija Kasperskaja, kommentierte das Verbot: Jedes moderne Smartphone kann Informationen in unterschiedliche Richtungen schicken, weil die meisten Anwendungen über Cloud arbeiten. Eine Garantie gegen Datenleaks kann demnach keines der Geräte gewährleisten, weil sie (Smartphones) grundsätzlich so konzipiert sind, dass sie Informationen generieren, sammeln, verarbeiten und weiterleiten. Die Nutzer können nicht nachverfolgen, wohin.

Natalija Kasperskaja ist die Ex-Frau von Eugen Kaspersky, dem Gründer der Antiviren-Firma Kaspersky Lab. Gleichzeitig war Frau Kasperskaja noch bis vor Kurzem eine der Investorinnen bei G Data Software AG aus Bochum. Gegen ihren zweiten Mann Igor Ashmanov hat die EU vor knapp einem Monat Sanktionen wegen der Verbreitung russischer Propaganda und Desinformation verhängt.

iPhone 15 Ultra soll extrem dünnen Rahmen bekommen

Das High-End-iPhone 15 wird die dünnsten Ränder je bei einem Smartphone bringen.

Als das iPhone X im Jahr 2017 auf den Markt kam, beschrieb Apple es als ein “atemberaubendes All-Screen-Display”. Das war jedoch nicht ganz richtig. Es gab nicht nur eine Aussparung an der Oberseite für die Kamera und die Sensoren (Notch), sondern auch einen ziemlich großen Rahmen, der das gesamte Display einfasste. Im Laufe der Jahre hat Apple daran gearbeitet, diesen Rahmen zu verkleinern, und einem neuen Bericht zufolge wird das iPhone 15 Pro Max den dünnsten Rahmen aller Zeiten haben – auf alle Smartphones bezogen.

Der bekannte Android-Leaker Ice Universe behauptet auf Twitter, dass das iPhone 15 Pro Max (oder Ultra) “den Rekord von 1,81 mm schwarzem Rand unterbieten wird, der vom Xiaomi 13 gehalten wird.” Das Xiaomi 13 wurde im Dezember auf den Markt gebracht und hat ein atemberaubendes Verhältnis von 93 Prozent zwischen Bildschirm und Gehäuse, eine Kennzahl, die auch die Ränder und Kameraausschnitte berücksichtigt. Im Vergleich dazu hat das iPhone 14 Pro Max ein Verhältnis von 88 Prozent und das iPhone 14 hat ein Verhältnis von 86 Prozent, laut GSMArena.

Der Leaker behauptet, dass der Rahmen des iPhone 15 Pro Max 1,55 mm messen wird, deutlich dünner als die 2,17 mm des iPhone 14 Pro Max und 2,42 mm des iPhone 13 Pro Max.

Es wird erwartet, dass das iPhone 15 Pro Max/Ultra ein schlankeres Design als der Rest der iPhone 15 Reihe haben wird, mit einem Titanrahmen, gebogenen Kanten und einem kleineren Kamerabuckel. Es wird wahrscheinlich auch das teuerste Smartphone sein, das Apple je hergestellt hat, mit einem möglichen Startpreis von 1.399 Euro.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Macworld.com und wurde aus dem Englischen übersetzt.

Wie Apple uns zum Kauf eines gelben iPhones überzeugen will

Zurück in die Sechziger: Apples cooler Werbespot für das neue gelbe iPhone.

Nur knapp 40 Sekunden lang ist der von Apple gemeinsam mit AT&T in den USA veröffentlichte Werbespot auf Youtube, der zur Musik “Le Banana Split” von Lio einen ins Überdimensionale wachsenden User mit dem gelben iPhone fröhlich durch die Straßen laufen und alles knipsen lässt, was sich ihm anbietet. Nachdem das kurze Video noch als Realfilm beginnt, geht es mit dem Zücken und Starten des gelben iPhones in einen Animationsfilm über, wie man ihn beispielsweise von Yellow Submarine (Beatles) von 1968 kennt, führt Cult of Mac zurecht an. Der Spot endet mit einem gelben, angebissenen Apfel, der fröhlich vor sich hin lacht. So nimmt Apple einmal mehr gezielt Bezug auf die Pop-Kultur, wie man es schon seit 1984 mit dem legendären Spot für den damals neuen Apple Macintosh kennt.

Das Gleiche in Gelb – aber in zwei Größen
Apple selbst schreibt unter das Video zum gelben iPhone 14: “Zwei großartige Größen. Eine überdurchschnittlich lange Akkulaufzeit. Eine neue Frontkamera mit Autofokus. Ein fortschrittlicheres Dual-Kamera-System für bessere Fotos. Action-Modus für besonders flüssige Videos. Der blitzschnelle A15 Bionic-Chip. Und zwei bahnbrechende neue Sicherheitsfunktionen: Crash Detection und Emergency SOS via Satellit. Alles, was du am iPhone liebst. Jetzt in Gelb.”

Verkauf jetzt auch über Videokonferenz
Das gelbe iPhone 14 gibt es mit 6,1 und 6,7 (Plus) Zoll. Das Günstigere der beiden mit 128 GB erhält man bei Apple für 999 Euro, bei anderen Anbietern ist es aber auch preiswerter zu haben. Offenbar weil die Angebotsfülle bei den iPhones von Apple inzwischen ziemlich gewachsen ist und man leichter den Überblick verliert, bietet Apple in den USA inzwischen auch Unterstützung per Video-Call an, wie ebenfalls Cult of Mac ausführt. Dabei ist laut Apple auf dem Bildschirm des Users neben den Produkten zwar das Team-Mitglied von Apple sichtbar, aber nicht der potenzielle Kunde oder die Kundin selbst.

Wie das Galaxy S23 Bilder vom Mond faked

Die Kamera des neuen Samsung Galaxy S23 scheint bei Fotos des Mondes einen Trick zu benutzen – den man nur als Betrug bezeichnen kann.

Tester des neuen Samsung S23 wie der Youtuber MKBHD waren von der neuen Kamera des iPhone-Konkurrenten stark beeindruckt. Sogar detaillierte Aufnahmen des Mondes scheinen damit problemlos möglich zu sein. Das ist für ein Smartphone eine Sensation, da solche Fotos sonst nur mit wirklich starken Teleobjektiven gelingen.

Das ist aber offensichtlich nur durch eine Mogelei möglich, wie ein Reddit-Nutzer als Erster herausfand. Offensichtlich ist es nämlich so, dass die Kamera-App bei einer Aufnahme des Mondes dieses Motiv automatisch erkennt. Normalerweise würde nun ein unscharfes, pixeliges Bild entstehen. Nicht aber beim Samsung-Handy, bei dem die Kamerafunktion offensichtlich eine in der App gespeicherte Oberfläche des Mondes ergänzt – ganz so als würde man in Photoshop in einer misslungenen Aufnahme des Mondes eine zweite gelungene Aufnahme überlagern.

Samsung mogelt – der Nachweis ist leicht zu führen
Smartphone-Kameras werden zwar immer leistungsfähiger und mit Mehrfachaufnahmen gelingen auch bei schlechten Lichtverhältnissen erstaunliche Fotos. Bei den Fotos des Samsungs-Handys wird aber offensichtlich geschummelt. Nachweisen kann man dies, indem man mit der Kamera des Samsung-Handys ein unscharfes Foto des Mondes abfotografiert. Wie durch Zauberhand wird daraus nämlich ein detailliertes und scharfes Foto des Erdtrabanten.

Das ist aber ohne Schummeln gar nicht möglich, da das abfotografierte Foto keinerlei zusätzliche Informationen erhält. Hier wurde offensichtlich eine gespeicherte Textur ergänzt – gewissermaßen ein Foto des Mondes überlagert. Der Trick ist übrigens gar nicht mal neu, schon Huawei hatte man bereits solche Tricks bei seinem “Moon Mode” vorgeworfen.

Unsere Meinung
Die Kameras eines Smartphones nutzen immer mehr Software-Tricks, um Fotos ansprechend zu machen. Dank Mehrfachaufnahmen wird die Nachtszene taghell ausgeleuchtet, das abfotografierte Menü bekommt von der Automatik knallige Farben zugewiesen. Samsung geht hier aber einen Schritt weiter und ergänzt Informationen, die nicht in der Aufnahme enthalten waren.

Das ist eigentlich nichts Besonderes, es gibt zahllose Apps, die Bärte ergänzen, Porträts aufbessern oder aus Jugendlichen Greise machen. Vorwerfen muss man Samsung aber, zu behaupten, die Tele-Kamera könne durch ihre hohe Qualität solche Aufnahmen erstellen. Und offensichtlich erreicht die Kamera des S23 diese Qualität eben nur mit einem Trick – und nicht bei anderen Motiven wie Porträts oder anderen entfernten Objekten.