Was wirklich jeden iPhone-Nutzer nervt

Das iPhone hat Milliarden Nutzer – und geht einigen davon mächtig auf den Keks. Die Geräte haben nämlich manche Macken, denen kein Geduldsfaden gewachsen ist.

In Cupertino brummt das Geschäft: Gegenüber Android verzeichnet iOS zwar nach wie vor geringere Marktanteile, allein in 2022 hat Apple aber laut Marktforschung rund 238 Millionen iPhones verkauft – ein neuer Rekord. Apple-Fans wundert das wenig, die Geräte sind schließlich erstklassige Produkte, für die es viele gute Argumente gibt.

In der täglichen Routine zeigen sich beim iPhone aber auch einige aufdringliche und nervige Marotten, die uns manchmal von der Steinzeit träumen lassen: Als es noch keine Smartphones gab und man Probleme sofort beseitigen konnte, indem man mit einem Felsbrocken darauf eingeschlagen hat.

Zugegeben, die Methode steht uns auch heute noch zur Verfügung – ist angesichts der Preisklasse moderner iPhones aber nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Besser man schimpft sich den Frust von der Seele. Hier lesen Sie, was vielen Nutzern am iPhone so richtig auf die Nerven geht.

Siri, der dümmere Assistant
Das Thema künstliche Intelligenz (KI) ist zurzeit ja wieder in aller Munde. Tech-Größen wie Elon Musk warnen schon vor den Gefahren einer zu schnellen KI-Entwicklung, die Risiken für Menschheit und Gesellschaft seien unvorhersehbar. Sogar ein Eingreifen der Regierung wird gefordert, wenn die Entwickler weiterhin mit Vollgas an vermeintlicher Frankenware basteln.

Wovon die Unheils-Propheten um den Tesla-Gründer nicht sprechen: Siri. Kein Wunder, im Vergleich mit dem Google Assistant oder Alexa ist Apples Assistentin ja auch ziemlich dämlich. Die einzige Gefahr, die davon aktuell für die Menschheit ausgeht, ist, dass man im Gespräch mit der unbeholfenen Bit-Schleuder einen Hirnschlag bekommt. Dem Service-Bot fehlt es an jeder Kontextkompetenz und bei komplexen Fragen ist ihr ein Wellensittich überlegen. Der hilft einem zwar auch nicht weiter, gibt aber wenigstens eine Antwort.

Sprechen muss man mit Siri dazu oft wie mit einem Dreijährigen, von natürlichem Redefluss fehlt jede Spur. Dazu kommt eine feinnervige Spezialität, der man fast böse Absicht unterstellen muss: Siri kann nämlich ganz schön aufdringlich sein, wenn einen das am meisten stört. Spricht man mit anderen Menschen, hört Musik oder schaut Videos, dann meldet sich die “intelligente” Assistentin gerne hilfsbereit aber unfähig zu Wort, weil sie meint, jemand hätte “Hey Siri” gesagt. Hat aber niemand. Klappe zu, Siri!

(Sollte Siri sich eines Tages doch zur übermächtigen Super-KI entwickeln, möchten wir uns für den letzten Absatz ausdrücklich entschuldigen.)

Die Preisschraube dreht und dreht und …
Klar: Dass das iPhone etwas teurer im Ladenregal steht, als vergleichbare Android-Smartphones, war ja schon immer so. Aber war es schon immer so extrem? Der Preis steigt und steigt. Das iPhone 14 Pro Max startet aktuell bei 1449 Euro, lässt sich aber locker hochkonfigurieren, bis es die 2000-Euro-Marke knackt.

In der Android-Welt bekommt man dafür ohne Weiteres zwei Highend-Smartphones. Sag mal, Apple: Geht’s noch? Im Vergleich zu Vorgängermodellen machen iPhone-Serien ja nicht gerade riesige Sprünge. Dazu kommt die dreiste Tatsache, dass iPhones in Deutschland deutlich teurer sind als etwa in den USA.

Glaubt man aktuellen Gerüchten, dann steht mit dem iPhone 15 auch schon wieder ein neuer Preisrekord vor der Tür. Es könnte das mit Abstand teuerste iPhone aller Zeiten werden. Dahinter stehen zwar auch Inflation, gestörte Lieferketten und gestiegene Produktionskosten – aber eben auch die elitäre Philosophie von Apple und der fast fanatische Hang zu Exklusivität in der Marketing-Abteilung.

Für das iPhone 15 Ultra (neuer Name für Pro Max) plant man wohl ein um den Faktor 30 teureres Titan-Chassis und duale Front-Kameras. Wer braucht denn sowas? Und wie soll das weitergehen? Triple-Seitenkameras mit Hexa-Tone-Flash am Gehäuserand? Ein iPhone aus Gold? Wir hören mal besser auf, in Cupertino schreiben sie vielleicht schon mit …

Audio-Ausgabe im DJ-Modus
Ein kurzer Punkt – aber ein schwerwiegender: Die Priorität der Audioausgabe am iPhone lässt uns manchmal vermuten, dass das Feintuning von iOS im Vorhof der Hölle erledigt wird. Wenn man sich Musik anhört oder einem spannenden Podcast folgt, dabei aber in anderen Apps mit eigenen Medien unterwegs ist, dann wird der Ton immer wieder unterbrochen – manchmal sogar, wenn die geöffneten Medien gar keine Tonspur haben. Es ist zum Haare raufen!

Ein Garten, sie zu knechten
Nichts gegen Zäune, die haben ja durchaus ihren Zweck. Bei Apple dreht man das an sich bewährte Konzept aber um: In Cupertinos “Walled Garden” will man niemandem den Eintritt verwehren, stattdessen soll keiner mehr rauskommen.

Das markante Synonym für Apples geschlossenes Ökosystem trifft den Nagel auf den Kopf: Strenge Regeln und zahllose Einschränkungen sollen Geräte wie das iPhone, den Mac oder Apple Watches exklusiv verzahnen, ohne Drittanbieter an Bord zu lassen. Proprietäre Anschlüsse und inkompatible Software machen es möglich – und Apples Garten bei aller Schönheit auch ziemlich einsam. Zumindest dann, wenn man mal über den hohen Gartenzaun schielt: Da ist vielleicht nicht alles so schön aufgeräumt, es ist aber mächtig was los.

Auf der Android-Spielwiese schlagen clevere Apps die Brücke zwischen Plattformen oder erlauben die Fernbedienung von Windows-PCs und beliebigen Netzwerkgeräten. Manche Samsung-Geräte bieten sogar eine eigene Desktop-Ansicht für verbundene Monitore. iPhone-Nutzer spielen im goldenen Käfig dagegen immer nur mit sich selbst.

Kurzer Atem, kurze Laufzeiten
Das iPhone steht mittlerweile in Version 14 zur Verfügung (ist aber schon die 22ste Reihe, man denke etwa an die drei iPhone SE und das iPhone XR) und kann manche technischen Meilensteine vorweisen. Die Feature-Liste wird dabei zwar länger und länger – an einer der wichtigsten Stellen verweigert man sich in Cupertino aber jedem Nutzerwunsch: der Gerätelaufzeit.

Was will man denn mit Satellitentelefonie, Passkeys oder der iCloud, wenn sich das iPhone nach intensiver Nutzung in einen kraftlosen Briefbeschwerer verwandelt? Obwohl beispielsweise der Akku des iPhone Pro Max mit immerhin 4.352 mAh aufwartet, macht er schon nach rund 19 Stunden Feierabend. Wenn Apple an dem Trend festhält, dann kann man das iPhone 17 vielleicht nur noch an der Steckdose nutzen. Das erste stationäre Mobiltelefon! Wir können es kaum erwarten …

Dauerfeuer-Updates mit der Brechstange
Häufige Updates sind eine gute Sache. Sollte man zumindest meinen, am iPhone erwartet uns nämlich eine andere Erkenntnis: Dort sind sie oft eine nervige und zeitraubende Sache. Die oft in kurzer Taktung ausgerollten Aktualisierungen können ganz schön nerven, wenn sie das System ausbremsen oder zu Fehlfunktionen führen. Auch am Speicher knabbert das Aufspielen neuer Software mitunter spürbar – vor allem, wenn man da ohnehin schon Platzprobleme hat.

Dateien einfach teilen? Fehlanzeige!
Wir müssen nochmal auf den “Walled Garden” zurückkommen, der schüttet uns nämlich noch an anderer Stelle Sand ins Getriebe. Wer beruflich oder privat Dateien mit Nicht-Apple-Nutzern teilen möchte, der kennt das Dilemma: Im proprietären Dateiensystem (iCloud) kommt man ohne Apple-ID mitunter nicht weit. Bilder vom Kindergeburtstag, Diagramme aus dem Büro oder eine neue Präsentation müssen wir oft umständlich über Filehoster teilen. Also hochladen, verlinken und URLs versenden – ein nerviges Klein-Klein.

Keine Kopfhörer-Klinke
Seit Serie 7 gibt es beim iPhone keinen normalen Kopfhöreranschluss mehr. Der 3,5-mm-Klinkenstecker ist ein weit verbreiteter, bequemer und einfacher Standard, der Milliarden andere Geräte nahtlos miteinander verbindet – klar, dass Apple den gestrichen hat. Wo kommen wir auch hin, wenn man Nutzern günstige und simple Lösung zur Verfügung stellt? In den Walled Garden sicher nicht.

Aber stimmt, alles halb so wild: Der Lightning-Anschluss ist ja ein vollwertiger Ersatz. Also “vollwertig” im Sinne von minderwertig, überteuert und umständlich. Dass Apple kostspielige Adapter anbietet, die Lightning mit Klinke oder USB verbinden, setzt den Marketing-Witz konsequent fort. Für einen saftigen Aufpreis dürfen wir uns dann mit nervigem Gestöpsel und umständlichem Kabelsalat herumärgern. Der einzige Silberstreif am Horizont: Auch Android-Nutzer müssen bei den meisten Anbietern auf die Klinke verzichten. Geteiltes Leid …

Mit dem Display-Keyboard kann man sich einweisen lassen
Wer mal eine Auszeit braucht, der kann sich mit der Bildschirm-Tastatur vom iPhone in die nächste Klinik einweisen lassen, dazu muss man das virtuelle Keyboard an der Pforte nur vorzeigen. Das Personal weiß dann schon Bescheid. Wer hat es denn bei Apple für eine gut befunden, Satzzeichen wie Komma nicht direkt auf der ersten Seite unterzubringen? Und warum funktioniert die Tastatur so unpräzise und lässt sich kaum anpassen?

Beantworten kann man solche Fragen nicht, auch mit Abhilfe sieht es schlecht aus: Display-Keyboards von Drittanbietern sind am iPhone nämlich richtig mies implementiert. Man kann von Glück reden, wenn man noch nie mit einem Android-Smartphone geschrieben hat – dann weiß man wenigstens nicht, was man verpasst.

Benachrichtigungen: Bloß nicht von Android lernen
Dass wir bei iOS nur dann Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm finden, wenn wir uns per Face-ID identifiziert haben, kann man akzeptieren – und sogar gut finden. Dass man uns anderweitig aber ins Info-Labyrinth wirft, nervt gewaltig.

Einige Benachrichtigungen reagieren aufs Antippen, andere muss man gedrückt halten. Um die Meldungen zu löschen, müssen wir entweder nach links wischen und das Löschen bestätigen, oder doppelt auf ein transparentes Kreuz in der Benachrichtigungszentrale tippen. Die ersten paar Male ist das keine große Sache, in der täglichen Routine summieren sich die Kommandos aber zum nervigen Gefummel. Bei Android tippen wir einmal auf “Alles löschen” und der Keks ist gegessen. Ob man sich daran in Cupertino aber ein Beispiel nehmen wird, kann man abwarten – oder gleich vergessen.

Apple-Chef Cook wettet mit Computer-Brille auf die Zukunft

Apple-Chef Tim Cook hat den Gewinn des Konzerns in schwindelerregende Höhen geschraubt hat. Mit einer neuartigen Computer-Brille will er beweisen, dass er auch neue Produkte auf den Markt bringen kann.

Apple-Chef Tim Cook führt seit fast zwölf Jahren den iPhone-Konzern und hat seitdem den Wert des Unternehmens verzehnfachen können. Trotz des enormen ökonomischen Erfolgs verstummen jedoch kritische Stimmen nicht. Kritiker verweisen darauf, dass fast alle aktuellen Erfolgsprodukte mit dem Apfel-Logo noch auf die Visionen von Steve Jobs zurückzuführen sind, der bereits im Oktober 2011 an den Folgen einer Krebserkrankung starb. Mit einer neuen Computer-Brille wagt Cook sich nun aus dem Schatten des legendären Firmen-Mitbegründers hervor.

Auf der Apple-Entwicklermesse WWDC stellte Cook am Montag der Öffentlichkeit seine erste Daten-Brille mit dem Namen Vision Pro vor, mit der Apple nicht weniger als eine neue Computer-Plattform etablieren will. Die Vision Pro lässt die User zum einen wie herkömmliche VR-Brillen tief in eine virtuelle Realität eintauchen, ermöglicht gleichzeitig aber immer wieder, auch die analoge Umgebung wahrzunehmen.

Das Headset, das wie eine futuristische Skibrille aussieht, bietet den Anwendern eine dreidimensionale Bedienoberfläche. Mit dieser können sie ihre analoge Umgebung und die virtuelle Realität gleichzeitig sehen oder zwischen beiden Welten wechseln.

Tragbarer Umgebungs-Computer
Apple nennt die Vision Pro einen tragbaren Umgebungs-Computer. “Wir glauben, dass die Apple Vision Pro ein revolutionäres Produkt ist”, sagte Konzernchef Cook. Das Gerät werde die Art und Weise verändern, wie Menschen kommunizieren und zusammenarbeiten, zeigte er sich überzeugt. In den USA soll das Gerät Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen. Ein Datum für den Marktstart außerhalb der USA wurde noch nicht genannt.

Bei der Apple-Brille wird die Umgebung von Kameras auf dem Gehäuse eingefangen und auf Displays vor den Augen der Anwenderin oder des Anwenders wiedergegeben. Nach diesem Prinzip geht auch die Konkurrenz vor. Auf beide Bildschirme verteilt hat die Brille 23 Millionen Pixel – mehr als die 4K-Auflösung eines Fernsehers für jedes Auge.

Streamingdienst Disney+ auf der Brille verfügbar
Apple sieht eine Einsatzmöglichkeit für die Vision Pro im Beruf, weil man sich viele große virtuelle Displays ins Blickfeld einblenden kann. Die Apple-Brille soll aber auch wie ein mobiles 3D-Kino und für andere Unterhaltungsanwendungen genutzt werden können. So wird der Streamingdienst Disney+ von Beginn an auf der Vision Pro verfügbar sein.

Carolina Milanesi, Analystin vom Marktforschungsunternehmen Creative Strategies, sagte in Cupertino, sie glaube nicht, dass das Headset derzeit für den Massenmarkt gedacht sei. Stattdessen richte sich Apple zunächst an Technikbegeisterte sowie an Entwickler, die Anwendungen für die Vision Pro programmieren werden. “Für diese Zielgruppe stellen auch die 3.500 US-Dollar, die Apple für die erste Generation haben möchte, kein Problem dar. Sie wollen das Neueste und das Beste. Da spielt das Preisschild keine große Rolle”

Die Expertin geht aber davon aus, dass es nicht bei dem vergleichsweise hohen Preis bleiben wird. Schon der Name “Vision Pro” könnte ein Hinweis darauf sein, dass es in absehbarer Zeit ein preisgünstigeres, vielleicht weniger leistungsfähiges Gerät geben könnte, eine “Vision ohne Pro”, sagte Milanesi der Nachrichtenagentur dpa.

Apple steigt mit seinem hochpreisigen Produkt ausgerechnet in einem Moment in den Markt ein, in dem ein kurzlebiger Hype rund um das Geschäft mit virtuellen Welten und Objekten merklich abgeflaut ist. Stattdessen steht unter anderem dank dem Textroboter ChatGPT, der Sätze auf dem sprachlichen Niveau eines Menschen formulieren kann, Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt.

VR-Brillen und virtuelle Welten bisher ein Nischengeschäft
Vor allem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg setzt weiter auf eine Zukunft, in der sich große Teile des Lebens in einer digitalen Welt – dem “Metaverse” – abspielen würden. Um das zu betonen, benannte er den Facebook-Konzern in “Meta” um. Doch trotz Milliarden-Investitionen blieben VR-Brillen und virtuelle Welten bisher ein Nischengeschäft – das Meta Milliardenverluste einbringt. Der Konzern ist Marktführer bei VR-Headsets und begrüßte Apple vergangene Woche mit der Ankündigung des neuen Modells Meta Quest 3 zum Preis von 570 Euro. Es werde auch gut darin sein, digitale Objekte in die reale Umgebung einzublenden, sagte Zuckerberg.

Das Geschäft mit VR-Brillen ist bislang unvergleichlich kleiner als der Smartphone-Markt. Die Marktforscher von IDC gehen davon aus, dass 2023 lediglich zehn Millionen VR- und AR-Headsets abgesetzt werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden weltweit über 1,2 Milliarden Smartphones verkauft.

Zu Beginn des Events wurden neue Mac-Computer mit leistungsstärkeren Prozessoren vorgestellt. Darunter ist auch das erste Modell des auf professionelle Nutzer ausgerichteten Mac Pro mit hauseigenen Chips. Die mehrjährige Umstellung der Modellpalette von Intel-Prozessoren auf Chips aus eigener Entwicklung ist damit abgeschlossen. Danach wurden Neuerungen der nächsten Betriebssysteme für iPhone, iPad und Mac vorgestellt. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, leichter Kontaktdaten zwischen zwei iPhones auszutauschen.

Apple stellt voraussichtlich Computer-Brille vor

Auf Twitter kündigte Apple für seine Entwicklerkonferenz WWDC eine “neue Ära” an. Dabei dürfte es sich um den Einstieg des iPhone-Konzerns in den Bereich “Mixed Reality” mit einer Computer-Brille handeln.

Die Fans von Apple warten seit fast zehn Jahren auf das sprichwörtliche “One More Thing”, das nächste große Ding. Wenn sich die Gerüchte bestätigen, wird es an diesem Montagabend so weit sein. “Eine neue Ära beginnt”, kündigte Apple auf Twitter an und damit dürfte eine Computer-Brille gemeint sein, mit der Apple den Bereich der sogenannten “Mixed Reality” neu definieren will.

Über das Gerät in der Form einer Art Hightech-Skibrille sollen zum einen virtuelle Einblendungen in die echte Welt möglich sein (Augmented Reality, AR). Gleichzeitig soll man aber auch komplett in virtuelle Welten eintauchen können (Virtual Reality, VR). Die Mischung von AR und VR nennt man “Mixed Reality” (XR). Bei der Apple-Brille soll man mit einem Drehknopf zwischen AR und AR umschalten können.

Die Umgebung wird dabei laut Medienberichten – wie auch bei Geräten der Konkurrenz – von Kameras auf dem Gehäuse eingefangen und auf Displays vor den Augen wiedergegeben. Zuvor wurde jahrelang über Apples Pläne für eine Brille mit durchsichtigen Gläsern spekuliert, bei der digitale Objekte direkt ins Blickfeld der Nutzer eingeblendet werden. Doch dafür fehlen laut Medienberichten immer noch die nötigen technologischen Durchbrüche.

Datenbrille soll neue Gerätekategorie gründen
Die neue Datenbrille soll sich in große Produktinnovationen einreihen, die Apple vom kleinen Computerpionier der 70er Jahre zu einem der wertvollsten Konzerne der Welt gemacht haben: Macintosh Computer (1984), iMac (1999), iPod (2001), iPhone (2007), iPad (2010) und zuletzt die Apple Watch (2014).

Der Einstieg in das neue Segment ist für Apple allerdings mit erheblichen unternehmerischen Risiken verbunden. Zum einen ist der Markt für VR- und AR-Quellen bislang nicht besonders groß. Die Marktforscher von IDC gehen davon aus, dass 2023 lediglich zehn Millionen VR- und AR-Headsets abgesetzt werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden weltweit über 1,2 Milliarden Smartphones verkauft.

Dazu kommt, dass Apple gegen Wettbewerber antreten muss, die seit vielen Jahren Erfahrungen mit den Datenbrillen und den dafür notwendigen Anwendungen gesammelt haben. Der Facebook-Konzern nahm die geplante virtuelle Bevölkerung des digitalen “Metaverse” sogar zum Anlass, sich in Meta umzubenennen.

Am Donnerstag vergangener Woche versuchte Meta, dem potenziellen Konkurrenten Apple mit einer eigenen Ankündigung den Wind aus den Segeln zu nehmen. Meta-Chef Mark Zuckerberg stellte für den Herbst ein neues Modell seiner Quest-Brillen in Aussicht, das dünner und leistungsstärker als vorherige Generationen sein werde. Und während die erste Apple-Brille Medienberichten zufolge rund 3.000 Dollar kosten soll, wird die “Quest 3” im Deutschland im kommenden Herbst für 570 Euro zu haben sein.

Zugleich hat Meta mit der Quest Pro auch ein teureres Gerät für 1.200 Euro im Markt – und Konkurrent HTC positioniert sein Modell Vive XR Elite für 1.400 Euro auch als Mixed-Reality-Headset.

Bei VR-Spielen wird Apple auch mit dem japanischen Elektronikriesen Sony im Wettbewerb stehen. Die im Februar 2023 von Sony präsentierte VR-Brille PSVR 2 kostet rund 600 Euro und muss mit einem Kabel an die Spielekonsole Playstation 5 angeschlossen werden, die nochmals mit 650 Euro zu Buche schlägt.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC von Apple dürfte es aber nicht nur um die Datenbrille gehen, sondern auch um Macintosh-Computer. Der Konzern hatte zuletzt wie alle anderen PC-Hersteller Einbußen in der Computersparte hinnehmen müssen, weil nach dem Home-Office-Boom während der Corona-Pandemie der Markt gesättigt war. Nun sollen neue Mac-Modelle das Geschäft ankurbeln. Erwartet werden neue MacBooks aber auch neue Modelle der Profigeräte Mac Pro.

iPhone 15 mit Design-Änderung

Neuen Gerüchten zufolge nähert sich das iPhone 15 optisch dem iPhone 14 Pro an.

Während es bei den Gerüchten ums iPhone 15 Pro heiß hergeht – man streitet sich über physische und kapazitive Tasten -, geht es bei denen ums normale iPhone 15 und das 15 Plus deutlich ruhiger zu.

Auf der chinesischen Plattform Weibo wurden vergangene Woche Informationen geleakt (via Macrumors), denen zufolge das iPhone 15 und das iPhone 15 Plus auf der Rückseite ein mattes bzw. satiniertes Glas bekommen sollen. Damit würden sich die beiden Standardmodelle optisch an die Pro-Modelle des iPhone 14 annähern, deren Rückseiten bereits einen solchen Effekt besitzen.

Die Quelle ist zwar anonym, hat zuvor aber bereits korrekt vorhergesagt, dass das iPhone 14 in Gelb erscheinen würde.

iPhone-Produktionszyklus
In den vergangenen Jahren hat sich der iPhone-Produktionszyklus dahin verschoben, dass interessante neue Designänderungen erst in den Pro-Modellen erscheinen und mindestens ein Jahr später erst in den regulären Modellen. Wenn Sie also immer das Neueste vom Neuesten von Ihrem iPhone erwarten, kommen Sie nicht drumherum, den Aufpreis dafür zu zahlen – beim iPhone 14 ist das ein Unterschied von mindestens 300 Euro.

Die spannendste Neuerung am iPhone 14 Pro war die Dynamic Island, die Gerüchten zufolge nun auch bei den regulären Modellen des iPhone 15 Einzug halten soll; das matte Glas auf der Rückseite schlägt in dieselbe Kerbe.

Bei den Pro-Modellen hingegen sollen die Bildschirmränder schmäler werden, die Kanten runder und die Kamera größer, während der Edelstahl-Rahmen durch Titan ersetzt werden soll und die physischen Tasten an der Seite durch kapazitive mit Taptic Engine. Zusammengefasst soll es beim iPhone 15 Pro also hauptsächlich viele kleine Änderungen im Detail geben, aber kein deutlicher Unterschied zum Design der Modelle des Vorjahres. Was Sie bei der iPhone-15-Reihe konkret erwarten können, erfahren Sie in unserem ausführlichen Beitrag.

Arbeitsspeicher für Laptops – das müssen Sie wissen

5 Tipps zum Arbeitsspeicher für Laptops: Welche Größe und Frequenz brauchen Sie wirklich und wie rüsten Sie ältere Notebooks nach.

Professionelle Kunden greifen meist eher zu Geräten mit schnellen NVMe-SSDs sowie mehr Arbeitsspeicher. Daher bietet es sich für Notebook-Assemblierer an, die von ihnen vertriebenen Geräte mit zusätzlichem und schnellerem RAM auszustatten. Dabei gibt es eine Reihe von Grundlagen zu beachten, die wir Ihnen in fünf Tipps kurz vorstellen. Das Aufrüsten der Notebooks mit mehr und schnellerem RAM sorgt zudem dafür, dass sie beim Kunden länger eingesetzt werden können. Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist das heute für viele Kunden ein wichtiges Argument.

Außerdem gilt seit Anfang des Jahres ein neues Lieferkettengesetz. Es soll Unternehmen in Deutschland zur Achtung von Menschenrechten durch die Umsetzung definierter Sorgfaltspflichten verpflichten. In diesem Jahr gilt es noch nur für Betriebe mit mehr als 3.000 Angestellten, ab 2024 dann aber auch für Firmen ab 1.000 Mitarbeitern.

Gründe für die Aufrüstung
Es gibt mehrere Gründe, die für eine Aufrüstung bereits beim Assemblierer sprechen:

Leistungssteigerung: Viel RAM erlaubt es einem Notebook, mehr Daten und Programme gleichzeitig zu verarbeiten, ohne dabei die Leistung zu beeinträchtigen. Durch das Hinzufügen von zusätzlichem Speicher führen Ihre Kunden rechenintensive Aufgaben wie Videobearbeitung, Gaming oder mehrere Anwendungen schneller und flüssiger durch.

Multitasking: Mit mehr RAM wechselt das Notebook effizienter zwischen verschiedenen Anwendungen und Aufgaben, ohne dass es zu spürbaren Verzögerungen oder Leistungseinbußen kommt. Dadurch können die Nutzer mehrere Anwendungen gleichzeitig öffnen und zwischen ihnen hin- und herschalten, ohne dass das System dadurch insgesamt langsamer wird.

Zukunftssicherheit: Die Anforderungen an die Systemressourcen von Anwendungen und Betriebssystemen steigen kontinuierlich. Indem ein Assemblierer mehr RAM in seine Geräte einbaut, stellt er sicher, dass seine Produkte den steigenden Anforderungen gerecht werden und auch in Zukunft reibungslos funktionieren. Das wirkt sich langfristig in höheren Absatzzahlen und zufriedeneren Kunden aus.

Speicherintensive Aufgaben: Bestimmte Anwendungen und Aufgaben gerade im professionellen Umfeld benötigen sehr viel Arbeitsspeicher. Dazu gehören beispielsweise das Bearbeiten von Videos in hoher Auflösung, die Nutzung virtueller Maschinen, das Arbeiten mit großen Datensätzen, KI-Berechnungen oder aufwendiges 3D-Modellierung und -Rendering.

Tipp 1: Dual-Channel

Achten Sie grundsätzlich darauf, dass Sie zwei Speichermodule verbauen. Erst dadurch gewährleisten Sie, dass das RAM im flotten Dual-Channel-Modus arbeitet – sprich auf zwei Speicherriegel parallel zugreifen kann. Bei vielen Einsteiger-Notebooks ist meist nur ein Speicherriegel verbaut oder im ungünstigsten Fall nur ein RAM-Steckplatz vorhanden. In diesem Fall können Ihre Kunden den schnellen Dual-Channel-Modus gar nicht nutzen. Notebooks mit zwei Speicherriegeln stellen daher einen Verkaufsvorteil dar, wenn Sie dies bei Ihren Angeboten auch klar kommunizieren.

Tipp 2: Speichermenge

Bei Notebooks für den Office-Einsatz und einfache Multimedia-Aufgaben wie Bildbearbeiten reicht oft ein Laptop mit insgesamt 8 GByte (2 x 4 GByte) Arbeitsspeicher. Für Gaming-Laptops empfehlen wir 16 GByte anzusetzen, weniger ist heutzutage eigentlich nicht mehr sinnvoll. Für Gamer machen mehr als 16 GByte aber meistens auch keinen Sinn. Machen Ihre Kunden aber überwiegend Videoschnitt oder professionelle Bildbearbeitung, dann können auch 32 GByte oder im Extremfall noch mehr hilfreich sein.

Tipp 3: Speichertempo

Je schneller die RAM-Geschwindigkeit, desto flüssiger laufen Programme. Laptops mit leistungsschwachen CPUs wie Intels Celeron oder Pentium sowie älteren AMD-CPUs unterstützen meistens nur Speicherfrequenzen bis maximal 1.866 MHz. Eine Ausnahme stellenen Ryzen 5 3500U sowie der Ryzen 7 3700U & 3750U dar, die bereits mit 2.400 MHz laufen. Das gilt auch für Intel-CPUs der 10. Core-Generation.

Die Ryzen-4000-Baureihe arbeitet mit 2.666 MHz. Die Ryzen-5000-Serie sowie die meisten Notebooks mit Intels 11. Core-Generation laufen mit 3.200 MHz. Und die höchsten Speicherfrequenzen zwischen 3.733 bis 4.266 MHz fahren Notebooks mit dem Intel Core i7-1165G7.

Bei der 12. Core-Generation erlaubt Intel die Wahl zwischen DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher. Die Frequenzen bewegen sich zwischen 3.200 und 3.733 MHz (LPDDR4), 2.400 bis 4.800 MHz (DDR4), 3.200 bis 4.800 (DDR5) sowie 4.800 bis 6.400 MHz (LPDDR5).

Notebook-CPUs aus der Ryzen-7000-Familie sind entweder mit DDR4 (LPDDR4-4266) oder DDR5-Speicher (DDR5-5500) ausgestattet. Bei der aktuellen 13. Core-Serie von Intel sind es 4.266 bis 5.600 MHz – wahlweise als LPDDR4, LPDDR5 sowie DDR5.

Tipp 4: Speichertechnik

Aktueller Stand der Arbeitsspeicher-Technik ist seit 2021 DDR5 mit 16fachem Prefetch – das heißt, dass jeder Lesevorgang sechzehn Datenbits pro Datenpin ausliest und ihn in einen Datenburst der Länge 16 ausgibt. Anfangs war DDR5-Speicher noch sehr teuer, schlecht verfügbar und mit vielen CPUs nicht kompatibel. Die Lage hat sich aber entspannt.

Dareüb hinaus hat DDR5-RAM einige Vorteile gegenüber DDR4-Riegeln. So sind bei DDR5 in der Spitze bis zu 128 GByte pro Riegel möglich, bei DDR4 sind es nur 32 GByte. Im Dual-Channel lassen sich damit bis zu 256 GByte verbauen, was auch den letzten HIughend-Kunden überzeugen dürfte. Außerdem wurde bei DDR5-Speicher die Bandbreite auf 39 GBit/s erhöht. Bei DDR4 sind es maximal 26 GBit/s.

Nur beim Timing, also bei den Taktzyklen, die zum Adressen des Speichers benötiogt werden, liegen DDR4-Riegel noch vorne. Bei ihnen ist ein CL-Wert von 16 die Regel. Bei DDR5-RAM sind es dagegen 40.

In Laptops kommt der kompaktere Standard SO-DIMM mit 260 Signalkontakten zum Einsatz.

Tipp 5: Speicher nachrüsten

Einen RAM-Riegel kann man schnell dazustecken oder austauschen, sofern die Speichermodule nicht fest verlötet sind. Das kommt zum Glück nicht so oft vor. Ob sich der Speicher eines Geräts aufrüsten lässt, ist normalerweise im Datenblatt respektive der Produktbeschreibung beschrieben.

WWDC 2023: Was zeigt Apple bei seiner Keynote?

Wie jedes Jahr kochen die Gerüchte kurz vor Apples Keynote bei der Worldwide Developer Conference hoch. Womit der Tech-Gigant dieses Jahr neue Maßstäbe setzen könnte.
Alljährlich spekuliert die Technikbranche im Vorfeld von Apples Keynote auf der Worldwide Developer Conference, was der Konzern an Marktneuheiten in petto hat. Ganz wasserdicht ist Apple nicht, in den vergangenen Jahren, waren immer wieder Infos bereits vorab verfügbar. Doch dem Konzern gelingt es auch Jahr für Jahr, sein Publikum zu überraschen. Was der Gerüchteküche zufolge, nächste Woche auf uns zukommen könnte:

Als sicher gilt, dass Apple zwei neue Betriebssysteme vorstellen wird: iOS 17 und watchOS 10 bilden künftig die Grundlage für neue Geräte. Und von denen sollen ebenfalls einige präsentiert werden, zumindest erwartet das Branchen-Insider Mark Gurman von “Bloomberg” laut einem Tweet. Gleich mit einer ganzen Reihe neuer Macs sei zu rechnen, was die seit Monaten wogenden Gerüchte um ein 15-Zoll MacBook Air ebenso anheizt wie die um einen neuen iMac Pro.

Welche Prozessoren dabei zum Einsatz kommen, ist ein bislang gut gehütetes Geheimnis. Allerdings ranken sich einige Spekulationen um die Präsentation eines neuen M3-Chips, mit dem eine neue Produktlinie einhergehen könnte. Dass Apple kürzlich Geräte mit M2-Chips in sein Umtauschprogramm aufgenommen hat, wird von einigen Beobachtern als Indiz gedeutet, dass es tatsächlich schon nächste Woche soweit sein könnte und Apple seine neueste Chipgeneration vorstellt.

AR und VR von Apple? 2023 könnte es endlich so weit sein
Der eigentliche Star, auf dessen Präsentation viele Expertinnen und Experten bei der WWDC23 setzen, ist ein Mixed-Reality-Headset. Apple arbeitet seit gut einem Jahrzehnt an einem Augmented- oder Virtual-Reality-Headset und die Gerüchte über seine Präsentation kursieren immer wieder. Dieses Jahr soll es laut zahlreicher Gerüchte endlich soweit sein. Was genau Apple sich überlegt hat, liegt zwar im Reich der Spekulationen, doch es gibt indirekte Hinweise darauf, dass der Konzern endlich einen Fuß in die Tür der virtuellen Realitäten bekommen möchte.

So hat Sean Murray, Mitgründer von Hello Games, die das Spiel “No Man’s Sky” produzieren, seit 29. Mai mehrere Äpfel auf seinem Twitter-Feed gepostet. Beobachter der Szene interpretieren dies als Zeichen, dass Apple eine Kooperation mit dem 2016 erschienenen Weltall-Spiel eingehen könnte. Weil dieses von Anfang an auch in VR spielbar war, liegt nahe, dass Apples neues Headset tatsächlich kommende Woche präsentiert wird.

Was ein AR-Headset von Apple kosten könnte und wo man die WWDC23 live sieht
Bereits 2022 kündigte Hello Games allerdings auch schon an, an einer Version für Mac und iPad zu arbeiten – wird also kommende Woche lediglich diese vorgestellt oder ist “No Man’s Sky” eines der ersten Spiele, das für ein Headset von Apple optimiert wäre? Weil Murray oder Hello Games sich in der letzten Woche nicht zu weiteren Infos hinreißen ließen, heißt es abwarten. Sollte Apple das Headset vorstellen, wird endlich auch mehr zum Preis des Geräts bekannt sein, der aktuell mit bis zu 3.000 Dollar kolportiert wird.

Offiziell bestätigt hat Apple in einer Pressemitteilung bislang lediglich den Zeitplan der WWDC23. Um zehn Uhr vormittags Ortszeit geht es in Kalifornien los, das heißt in Deutschland können wir uns am Montag, den 5. Juni ab 19 Uhr dazuschalten. Interessierte können die Keynote live über die offizielle Apple-Homepage sowie per AppleTV, auf YouTube und in der Entwickler-App von Apple verfolgen.

Experten sehen in KI Gefahr für die Menschheit

Eine Reihe führender Experten für Künstliche Intelligenz sieht in der Technologie eine potenzielle Gefahr für die Menschheit und hat dazu aufgerufen, die Risiken ernst zu nehmen.

Zu den Unterzeichnern der kurzen Stellungnahme gehört auch der Chef des ChatGPT-Erfinders OpenAI, Sam Altman. Der Chatbot ChatGPT, der Sätze auf dem Niveau eines Menschen formulieren kann, löste in den vergangenen Monaten einen neuen Hype rund um Künstliche Intelligenz aus.

Die am Dienstag veröffentlichte Stellungnahme besteht nur aus einem Satz, der aber dramatisch klingt: “Das Risiko einer Vernichtung durch KI zu verringern sollte eine globale Priorität neben anderen Risiken gesellschaftlichen Ausmaßes sein, wie etwa Pandemien und Atomkrieg.” Die Nonprofit-Organisation, auf deren Website der Text erschien, nennt als mögliche Gefahren von Künstlicher Intelligenz ihren Einsatz in der Kriegsführung, etwa in der Luft oder durch die Entwicklung neuer Chemiewaffen. Auch warnt das in San Francisco ansässige Center for AI Safety (Zentrum für KI-Sicherheit) etwa vor der Verbreitung von Falschinformationen mit Hilfe der Technologie sowie einer Zukunft, in der die Menschheit komplett von Maschinen abhängig werden könnte.

Vor einigen Wochen hatte bereits eine andere Organisation einen unter anderem von Tech-Milliardär Elon Musk unterzeichneten offenen Brief veröffentlicht, in dem eine sechsmonatige Pause bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz vorgeschlagen wurde. Ziel der Auszeit soll sein, Regulierungsansätze für die Technologie zu finden. Später wurde bekannt, dass Musk kurz davor eine eigene KI-Firma gegründet hatte.

Unter den Unterzeichnern der neuen Stellungnahme sind auch Demis Hassabis, der Chef der auf KI spezialisierten Google-Schwesterfirma DeepMind, sowie Geoffrey Hinton, einer der führenden Forscher in dem Bereich.

Apple-Maps-Navigation direkt im Sperrbildschirm

Gerüchten zufolge wird der Sperrbildschirm mehr Funktionen von Apple Maps direkt zeigen, welche die Navigation erleichtern sollen, ohne das iPhone entsperren zu müssen.Laut Leaker “@Analyst941” auf Twitter soll mit iOS 17 eine neue Maps Live Activity für den Sperrbildschirm verfügbar sein, und zwar für alle iPhone-Modelle. Auf diese Weise lassen sich Informationen von Maps abrufen, ohne das iPhone ständig entsperrt halten zu müssen.

Dazu würde auf dem Lockscreen eine kleine Version der Route zusammen mit den Navigationsanweisungen angezeigt, und nach dem Entsperren des Geräts wird es demnach einen nahtlosen Übergang zur normalen Maps-Ansicht geben. Während die Details der Route zu sehen seien, würde der Sperrbildschirm bis zum Entsperren des Geräts weiterhin andere Elemente angezeigt, mit Ausnahme von Widgets, heißt es dazu weiter. Benachrichtigungen sollen durch Wischen nach oben angezeigt werden, wobei diese sich über die Karte legen.

Apple baut “Live Activity” mit Maps aus
“Ob Sie es mögen oder nicht, Apple ist es egal – dies ist die neue Maps ‘Live Activity’ für den Sperrbildschirm (alle iPhones)”, fasst “@Analyst941” dies pointiert zusammen:

Nahtloser Übergang beim Entsperren.

Zeigt Benachrichtigungen über der Karte an, indem du wie gewohnt nach oben wischst.

Zeigt die meisten Sperrbildschirm-Elemente an, bis sie entsperrt werden (außer Widgets, soweit ich weiß).

Außerdem werde man (“angeblich”, wie er selbst schreibt) die Karte auf die Größe des Musik-Players auf dem Sperrbildschirm minimieren und durch Antippen der Aktivität wieder maximieren können.Er habe das aber noch nicht selbst gesehen und auch noch nicht genug Details bekommen, um das zu zeigen. Insgesamt aber ist der Leaker sicher: “Ja, das kommt in iOS 17; bestätigt.”

Bilanz des Leakers noch unklar
Apple Insider verweist auf weitere Leaks, die von “@Analyst941” stammen, ohne dass er bisher eine bestätigte Bilanz nachweisen könnte. Die Quellen werden auch nicht genannt. So wird es bis zur WWDC Anfang Juni offen bleiben, was sich davon tatsächlich bestätigt.

Die Bundesbürger verschicken viel weniger SMS als früher

Noch vor einem Jahrzehnt war die SMS fester Bestandteil der alltäglichen Kommunikation. Danach ging es abwärts, mit dem vorläufigen Tiefpunkt im vergangenen Jahr.
Die Nutzung von SMS ist eingebrochen. Im vergangenen Jahr seien in Deutschland 5,8 Milliarden “Short Message Service”-Nachrichten verschickt worden und damit 2 Milliarden weniger als 2021, teilte die Bundesnetzagentur der dpa auf Anfrage mit. Pro aktive Sim-Karte seien es monatlich im Schnitt etwa fünf SMS gewesen. Der Rückgang liegt daran, dass die Menschen immer häufiger Online-Dienste wie Whatsapp, Threema oder Signal verwenden.

Ein kurzes Aufbäumen
2012 hatte die SMS-Nutzung ihren Höhepunkt, damals wurden über die deutschen Netze 59,8 Milliarden Kurznachrichten verschickt und damit etwa das Zehnfache vom letztjährigen Wert. Danach sank die Nutzung Jahr für Jahr. 2021 gab es einen überraschenden Anstieg um 0,8 Milliarden auf 7,8 Milliarden. Dies begründete die Netzagentur damals mit den Folgen von Corona-Einschränkungen und mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung, bei der Online-Dienste einem Nutzer eine Kurznachricht schicken.

Ein O2-Sprecher sagte, dass die Kundinnen und Kunden verstärkt über Internet-Plattformen kommunizierten. Dass ihre Handytarife immer größere Datenpakete enthielten und das Netz besser geworden sei, spiele hierbei eine Rolle. “Auch wenn die SMS nicht mehr den Charme vergangener Jahre versprüht, wird sie uns noch viele Jahre begleiten”, sagt die Technikchefin von Vodafone Deutschland, Tanja Richter. “Sie ist vor allem bei Zweifach-Authentifizierungen von Zugängen für Online-Dienste oder als Benachrichtigungsservice für Mailbox-Nachrichten noch immer unverzichtbar.”

Zugleich wies Vodafone aber darauf hin, dass viele Dienstleister inzwischen umgestiegen seien von SMS-basierten Authentifizierungen auf App-Lösungen. Ein Telekom-Sprecher sah es ähnlich. “Banken nutzen hierfür beispielsweise eigene Apps”, sagte der Sprecher des Konzerns.

Neue Ära: Wie Künstliche Intelligenz Film und Musik verändern könnte

Der rasante Vormarsch Künstlicher Intelligenz nimmt weiterhin Fahrt auf und auch an Hollywood geht der Hype nicht vorbei. Wie die kreative Zukunft bald aussehen könnte.
Leben wir bald in einer Welt, in der jede und jeder einfach so Hollywood-Streifen selbst produzieren kann? Sind dafür keinerlei technische Kenntnisse oder tatsächliche Schauspieler mehr notwendig? Einfach weil die Künstliche Intelligenz all das selbst generiert und Nutzer nur noch diktieren müssen, was sie haben wollen? Warum all das schon in wenigen Jahren Realität sein könnte.

Schon heute können KI-Systeme bereits viele der einzelnen für einen Film notwendigen Komponenten generieren – und das, obwohl sie fast alle noch in den Kindesschuhen stecken. Verschiedenste Bildmontagen, Video- wie Fotomaterial, gingen bereits um die Welt und lockten beispielsweise im Fall des “falschen Klitschko” europaweit mehrere Politiker in die Deepfake-Falle.

Individuelle Kunst dank KI? Das passt nicht allen Kreativen
Der gedankliche Weg zu einer Art “MovieGPT” ist daher ebenso naheliegend wie “GameGPT”, “MusicGPT” und so weiter. Zumindest in der Theorie erscheinen Systeme möglich, die es allen Menschen erlauben, jegliches erdenkliche digitale Produkt selbst zu erschaffen – und das ohne Vorwissen. Schon heute stehen Apps von Menschen im App Store oder bei Google Play, die “ChatGPT” für sich haben coden lassen und es kursieren Songs von “Fake Drake”, “Fake Eminem” oder den “Fake Beatles” im Netz. Doch es gibt auch zahlreiche Musiker und Künstler, die sich die KI zu Nutze machen: So sprachen die Pet Shop Boys kürzlich davon, wie praktisch es sein könnte, sich unfertige Stücke von KI-Systemen fertig schreiben zu lassen.

In eine ähnliche Richtung denkt auch Greg Brockman (35), Präsident und Mitgründer beim ChatGPT-Unternehmen OpenAI. Zwar bezieht sein Beispiel sich auf eine Serie, doch er scheint sicher, dass sich die Zukunft des Entertainment radikal verändern werde. Er legte kürzlich ein Szenario nahe, in dem Fans, denen das Finale von “Game of Thrones” nicht gefallen habe, “ChatGPT” einfach ein alternatives Ende generieren oder sich selbst zum Teil der Show werden lassen könnten. Brockman ist überzeugt: “So wird Entertainment in Zukunft aussehen.”

Vergleichbare Visionen äußert Regisseur Joe Russo (53) im Gespräch mit “Collider”. Er glaubt, dass es noch höchstens zwei Jahre dauern werde, bis es soweit sei: “Du könntest nach Hause kommen und die KI auf deiner Streamingplattform speichern und ihr sagen: ‘Hey, ich will einen Film mit einem fotorealistischen Avatar von mir in der Hauptrolle und einem fotorealistischen Avatar von Marilyn Monroe. Es soll eine romantische Komödie sein, weil ich einen harten Tag hatte.’ Und das System rendert dir dann eine kompetente Story mit Dialogen, die deine Stimme nachmachen.”

Hollywood goes AI? In der Branche gibt es Gegenwind
Diese Zukunft so nicht akzeptieren wollen unter anderem die in Hollywood beschäftigten Drehbuchautorinnen und -autoren. Sie verlangten bei Streiks Anfang Mai, dass von KI generierter Content nicht ohne weiteres von den Produktionsfirmen verwendet werden dürfe. Der Dachverband AMPTP, der mehr als 350 amerikanische Fernseh- und Filmproduktionskonzerne vertritt, lehnte diese Forderung ab und bot stattdessen jährliche Konferenzen zum Thema KI und dessen Relevanz im Filmgeschäft an.

Doch die in der Kreativbranche Hollywoods Beschäftigten haben prominente Unterstützer auf ihrer Seite, unter anderen den Schauspieler Sean Penn (62). Bei einer Pressekonferenz zu seinem Film “Black Flies” sagte er laut “Variety” über die aktuellen Entwicklungen: “Die Autorengewerkschaft hat meine volle Unterstützung.” Er empfinde es als “menschliche Obszönität”, dass sich die AMPTP gegen die Forderungen der Autoren stelle.

Und auch Hollywood-Star Tom Hanks (66) hat sich unlängst an der Debatte beteiligt: “Ich könnte morgen von einem Bus überfahren werden und das war’s. Doch meine Auftritte könnten weiter und weiter gehen und abgesehen von der Information, dass es mit KI oder Deepfakes erstellt wurde, gibt es nichts, das Ihnen sagt, dass es nicht ich und ich allein bin.” Dementsprechend handele es sich bei KI sowohl um eine kreative als auch eine gesetzgeberische Herausforderung, für die zeitnah eine Lösung gefunden werden müsse: “Die Menschen werden ohne Zweifel wissen [dass es sich um KI-Content handelt], aber die Frage ist: Wird es sie kümmern?”