iPhone 14 Pro Max oder Galaxy S23 Ultra?

Im großen Smartphone-Test 2023 hat die Stiftung Warentest aktuelle Handy-Modelle geprüft. Das iPhone 14 Pro Max und das Galaxy S23 Ultra liefern sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Stiftung Warentest hat ihren großen Smartphone-Test 2023 veröffentlicht. In der umfangreichen Liste mit 395 Geräten sind in diesem Jahr 21 Modelle neu hinzugekommen – darunter auch die Top-Modelle von Samsung und Apple: Das Samsung Galaxy S23 Ultra und das iPhone 14 Pro.

Stiftung Warentest prüft unterschiedliche Kriterien
Die Qualität der Smartphones prüft die Stiftung Warentest in unterschiedlichen Kriterien. Zu den Grundfunktionen zählen etwa die Sprachqualität, der Empfang oder die Rechenleistung. Ebenfalls in die Wertung fließen mit ein die Qualität der Kamera und des Displays. Der Test berücksichtigt außerdem die Benutzerführung und die Akkulaufzeit sowie die Stabilität, die im Rahmen von Fall- und Regentests geprüft wird. Die Stiftung Warentest berücksichtigt in ihrer Topliste weiterhin, wie lange Smartphones von ihren Herstellern mit Updates versorgt werden.

Samsung und Apple auf dem ersten Platz
Im aktuellen Smartphone-Test 2023 gibt es zwischen den Konkurrenten Samsung und Apple Gleichstand. Beide Hersteller landen mit der Note “gut (1,6)” auf dem ersten Rang. Getestet wurden das iPhone 14 Pro, das iPhone 14 Pro Max, das Samsung Galaxy S23 Plus und das Samsung Galaxy S23 Ultra. Alle vier Geräte konnten die Tester durch ihre hochauflösenden Displays und guten Kameras überzeugen. Aus diesem Grund erhielten sie alle die Note “1,6”. Auf dem zweiten Rang mit der Note “gut (1,7)” landen das iPhone 14 Plus und das Samsung Galaxy S23.

Preis-Leistungssieger von Samsung
Wer maximal 450 Euro für ein neues Smartphone ausgeben will, wird bei den Preis-Leistungs-Siegern fündig. Beide Geräte, die in dieser Kategorie am besten abschneiden, stammen von Hersteller Samsung. Das Galaxy A54 5G bekommt die Note “gut (2,0)”, dicht gefolgt vom Galaxy A34 5G mit der Note “gut (2,1)”.

Massenproduktion läuft bald an

Laut eines Berichts stellt die weltgrößte iPhone-Fabrik in Zhengzhou wieder mehr ein – Vorbereitungen für die Massenproduktion des kommenden iPhone 15.

Nach einer Meldung der South China Morning Post bietet das Foxconn-Werk in Zhengzhou ehemaligen Mitarbeitenden eine Prämie von 8.000 Renminbi Yuan (etwa 1100 Euro), wenn sie wieder an das Montageband zurückkehren – der Bedarf an Arbeitskräften ist augenscheinlich sehr hoch.

Die weltgrößte iPhone-Fabrik in der zentralchinesischen Stadt Zhengzhou hat laut Berichten von Arbeitsvermittlern im Vorfeld der “für 2023 erwarteten Markteinführung neuer Produkte” – wobei es sich nur um die iPhone-15-Modellreihe handeln kann – die Zahl der Einstellungen erhöht.

Foxconn-Chef Liu Young-way erklärte, man plane nicht, die Produktionslinie nach außerhalb von China zu verlegen. Die Einstellungswelle bei Foxconn komme inmitten “vielversprechender Anzeichen, dass China ein wichtiger Produktionsstandort für Apple bleiben wird”.

Start für iPhone 15-Produktion wohl wieder im August
Über eine vergleichbare Situation berichteten wir auch im vergangenen Jahr, bevor die Produktion für das iPhone 14 anlief. Auch diesmal darf man wieder mit August als Startzeitpunkt für die Massenfertigung der neuen iPhone-Modellreihe rechnen. Die Vorstellung der neuen iPhones erwarten wir in diesem Jahr für den 6. September, ab dem 15. September sollten sie in den Kernmärkten im Handel sein.

In Kalifornien geplant, in Asien gefertigt
Der Löwenanteil der neuen iPhones wird wieder in China vom Band laufen, Apple diversifiziert seine Lieferkette aber weiter: Einem Bericht der in Mumbai ansässigen Tageszeitung The Economic Times zufolge plane Foxconn, seine iPhone-Produktionsstätte in Chennai, der Hauptstadt des südlichsten indischen Bundesstaats Tamil Nadu, zu vergrößern. Apple hatte bereits Indien und Vietnam als weitere neue Produktionsstätten auserkoren, wie wir berichteten.

Produktionsprobleme reduzieren das Angebot
Apple hatte im zu Ende gehenden Produktjahr immer wieder mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen: Die Produktion in Zhengzhou wurde im vergangenen Jahr durch die strengen chinesischen Covid-19-Maßnahmen immer wieder unterbrochen, von daher sollte die Bemühungen um neue und wiederkehrende Arbeitskräfte Apple wieder mehr Vertrauen in den Standort geben.

Soforthilfe gegen zu lahme iPhones und iPads

Sind Ihr iPhone oder iPad zu langsam? Kein Problem! Löschen Sie einfach in wenigen Schritten den Safari-Cache.

Der Cache ist ein Zwischenspeicher, damit Sie im Internet schneller surfen können. Der Vorteil: Webseiten-Informationen müssen nicht jedes Mal neu geladen werden, das iPhone oder iPad kann einfach auf temporär zwischengespeicherte Daten zurückgreifen und somit Inhalte schneller anzeigen. Der Nachteil: Sind zu viele von diesen gespeicherten Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert, kann dies genau den gegenteiligen Effekt erzielen und das Browsen verlangsamen.

Außerdem kann “alter” Cache bewirken, dass neue Inhalte nicht angezeigt werden, da der Browser auf alte (im Cache gespeicherte) Inhalte zurückgreift. Da gerade unter Safari der Cache-Ordner nicht automatisch geleert wird, sollten Sie den Cache gelegentlich manuell löschen. Um Ihr iPhone oder iPad wieder schneller zu machen, gehen Sie wie folgt vor:

Öffnen Sie die Einstellungen-App

Scrollen Sie runter und tippen Sie auf Safari

Scrollen Sie runter und wählen Sie Verlauf und Websitedaten löschen

Aber Vorsicht! Durch das Löschen werden der Verlauf, Cookies und andere Suchdaten entfernt.

Der Verlauf wird sogar von allen Geräten gelöscht, die bei Ihrem iCloud-Account angemeldet sind. Vergewissern Sie sich also, dass Sie nichts löschen, worauf Sie später noch einmal zurückgreifen möchten.

Auch unter der Desktop-Anwendung sollten Sie den Safari-Cache ab und zu mal löschen. Dies funktioniert entweder über einen Shortcut oder über wenige Klicks. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bremst Apples 5G-Modem das iPhone SE 2024 aus?

Ein iPhone SE der 4. Generation wurde von manchen Analysten für nächstes Jahr erwartet. Doch daraus wird vermutlich nichts.

Laut Macrumors halten es die Barclays-Analysten Blayne Curtis und Tom O’Malley nach “mehreren Gesprächen” mit Unternehmen innerhalb der Apple-Lieferkette für unwahrscheinlich, dass Apple im Jahr 2024 ein iPhone SE der vierten Generation auf den Markt bringen wird.

In einer “Research Note”, die Macrumors nach eigener Auskunft zur Verfügung gestellt wurde, sagten die Analysten, Apples Entscheidung, im nächsten Jahr kein neues iPhone SE auf den Markt zu bringen, könnte darauf hindeuten, dass das gerüchteweise hauseigene 5G-Modem des Unternehmens nicht so bald fertig wird.

Dies wiederum würde wohl Apples aktuellem iPhone-Modem-Lieferanten Qualcomm zugutekommen, auf den Apple dann nach wie vor angewiesen wäre. Schon seit mindestens 2018 gibt es Berichte darüber, dass Apple ein eigenes Modem plant und dafür 2019 die Mehrheit des Smartphone-Modemgeschäfts von Intel übernommen hat.

Der Analyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities rechnete kürzlich damit, dass die Massenproduktion von Apples 5G-Modem frühestens 2025 beginnen würde, sodass selbst die iPhone-16-Modelle, die im nächsten Jahr auf dem Markt erwartet werden, weiterhin Qualcomm-Modems verwenden werden.

Zuvor hatte Kuo damit gerechnet, dass das nächste iPhone SE ein ähnliches Design wie das im letzten Jahr veröffentlichte iPhone-14-Modell haben würde – also mit einem 6,1-Zoll-OLED-Display und Face-ID. Es ist fraglich, ob Apple dieses Gerät noch mit einem Qualcomm-Modem auf den Markt bringen wird.

Das derzeit noch aktuelle iPhone SE wurde im März 2022 mit einem 4,7-Zoll-LCD-Display, Touch-ID, 5G-Unterstützung, einer 12-Megapixel-Rückkamera und dem A15-Bionic-Chip veröffentlicht. Es liegt bei einem Apple-Listenpreis von 549 Euro und ist damit das günstigste iPhone-Modell von Apple. Es fehlt aber ein solches Einsteigermodell auf einem aktuelleren Stand der iPhone-Technik.

Huawei prämiert die besten Partner

2022 ist Huawei weltweit nach zwei Jahren wieder gewachsen, in Deutschland hat der Hersteller um beachtliche 38 Prozent zugelegt. Seine Channel-Strategie präsentierte Huawei auf der zehnten Ecosystem Partner Conference Ende Mai in München

Die rund 200 Vertreter der Huawei-Partner aus Deutschland konnten in München auch die neuen Produkte des Herstellers in Augenschein nehmen und sich mit dessen Channel-Strategie besser vertraut machen. Dort prämierte der Hersteller auch seine erfolgreichsten Partner.

Huawei ist wieder gewachsen
In seiner Eröffnungsrede erklärte Tommy Zhou, CEO Huawei Deutschland, dass sich das Unternehmen nach schwierigen Krisenjahren wieder im Aufwind befinde. So sei der Umsatz weltweit im vergangenen Jahr erstmals wieder gestiegen – und zwar um ein Prozent. “Eine kleine Zahl, die uns aber sehr viel bedeutet. Denn sie zeigt, dass wir weiterwachsen”, sagte Zhou in seiner Rede und bedankte sich bei in München anwesenden Partnern für ihr bisheriges Engagement.

Anschließend skizzierte Kevin Liu, Managing Director bei Huawei Deutschland, den aktuellen Status und die künftigen Aussichten für das Geschäft des Herstellers mit Unternehmenskunden. Immerhin erzielte Huawei hierzulande im Jahr 2022 ein Wachstum von beachtlichen 38 Prozent: “Neben diesem beeindruckenden Umsatzanstieg freuen wir uns vor allem über das große Vertrauen unserer Kunden und Partner in unsere Lösungen”, so Liu. Vor allem in der öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheitssektor habe das Unternehmen die eigenen Erwartungen übertroffen.

In den kommenden Jahren möchte der Anbieter mit seinen Lösungen vor allem den Bildungsbereich sowie IT- und Telekommunikationsdienstleister in den Fokus nehmen. Aber auch Branchen wie Handel, Logistik oder den Finanzsektor adressiert das Unternehmen mit neuen Produkten. “Wir bringen in diesem Jahr mehr als 300 neue IP- und Storage-Produkte auf den deutschen Markt. Wir bieten schnell verfügbare und maßgeschneiderte Lösungen für zahlreiche Unternehmen und Anwendungsfälle”, erklärte Liu und sicherte den deutschen Vertriebspartnern volle Unterstützung zu: “Lokale Partnerschaften sind für uns der wichtigste Faktor, um gemeinsam eine digitale Zukunft aufzubauen.”

Kooperation mit dem BSI
Darüber hinaus möchte der Anbieter das Vertrauen der deutschen Kunden und Partner in die eigene Technologie weiter stärken. Michael Lemke, Chief Security Officer (CSO) bei Huawei Deutschland, betonte in seinem Vortrag den wachsenden Stellenwert von Sicherheit, Vertrauen und Resilienz in der Digitalwirtschaft. “Vertrauen entsteht vor allem, indem unsere Produkte weltweit geltende Standards erfüllen und wir sie verlässlich liefern können”, so Lemke.

Technische Sicherheit soll laut Huawei dadurch gewährleistet sein, dass die ausgelieferten Produkte überprüfbaren industriellen Standards und Regularien entsprechen. Die Cyber Security Transparency Centres, eines davon in Brüssel, informieren über Huaweis Verschlüsselungsmaßnahmen und Vorkehrungen zur Cybersicherheit. Außerdem kooperiert der Hersteller mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), welches die Technologie bis auf die Softwareebene prüft. “Aktuell durchlaufen viele unserer Produkte einen vom BSI autorisierten Verifizierungsprozess. Dieser liefert unseren Partnern und Kunden Zertifikate, die nachweisen, dass unsere Produkte unbedenklich und verlässlich sind”, erklärt Huawei-CSO Lemke.

Vodafone startet mit 5G-Telefonaten

Seit fast vier Jahren gibt es die neueste Mobilfunk-Generation 5G in Deutschland. Um einen Bereich machte sie bisher einen Bogen.

Schonend für den Akku und schneller beim Verbindungsaufbau: Der Mobilfunkstandard 5G wird von einem kleinen Teil der Vodafone-Kunden nun auch zum Telefonieren benutzt. Als erster deutscher Netzbetreiber schaltete das Unternehmen entsprechende Technik in einem begrenzten Rahmen frei – und zwar insgesamt gut 300 Funkstandorte in Düsseldorf, Leipzig und Frankfurt, wie Vodafone am Freitag mitteilte. Die Wettbewerber Deutsche Telekom und Telefónica (O2) haben die 5G-Telefonie für ihre Kunden noch nicht gestartet.

5G-Netze gibt es seit 2019 in Deutschland, diese aber nur für die Datennutzung. Künftig ist dies bei Vodafone auch bei der Telefonie der Fall, die bisher über die Funkstandards 2G und 4G lief. Die Datennutzung ist im Internetzeitalter zwar deutlich wichtiger als die klassische Telefonie, zumal viele Gespräche inzwischen über Dienste wie WhatsApp und Signal laufen, also die Internet-Datenübermittlung.

Die Vorteile von 5G
Dennoch bleiben klassische Telefonate für viele Menschen wichtig. Für diesen Bereich läutet Vodafone nun das 5G-Zeitalter ein. Telefonate über 5G schonen den Angaben zufolge etwas den Akku, weil die Energie-Effizienz im Netz höher ist. Grund ist, dass die Handyverbindung in einem Netz bleibt und nicht zwischen 2G, 4G und 5G wechselt.

Ein weiterer Vorteil: Die Verbindung zum Angerufenen baut sich schneller als bisher auf – die Wartezeit von mitunter ein, zwei Sekunden verkürzt sich spürbar. Außerdem bekommen die Nutzer auch in großen Menschenmengen eine gute Telefonverbindung – wären sie in Fußballstadien oder Großkonzerten nur im 4G-Netz, wäre das schwieriger.

Vorerst profitieren nur Vodafone-Kundinnen und -Kunden von der Neuerung, die ein Samsung S23 nutzen. Andere Handymodelle und weitere Städte sollen in den kommenden Monaten schrittweise dazu kommen. “Heute haben wir 5G-Telefonie an mehr als 300 Mobilfunkstandorten aktiviert”, sagte die Netzchefin von Vodafone Deutschland, Tanja Richter. Nach und nach werde die Verbesserung immer mehr Orte und immer mehr Kunden erreichen. Die Übertragung geschieht über reine 5G-Technik, sogenanntes 5G-Standalone. Hybridtechnologie mit 4G-Komponenten wird nicht mehr genutzt.

Diese iPads werden nicht mehr unterstützt

Das iPadOS zieht demnach mit iOS gleich und unterstützt die gleichen Generationen von A-Chips.

Die französische Seite “PhoneSoft” behauptet, aus internen Quellen bei Apple erfahren zu haben, dass iPadOS 17 nicht mehr mit der ersten Generation der iPads Pro kompatibel sein wird (via “Appleinsider”). Noch ein iPad sei angeblich auf der Streichliste – das iPad der fünften Generation.

Alle drei iPads haben den Apple-Chip der neunten Generation eingebaut bekommen, so ist es nur nachvollziehbar, dass die drei Geräte auf der Streichliste stehen. Das iPad Pro 12,9 Zoll und das iPad Pro 9,7 Zoll habe allerdings eine etwas aufgepimpte Version als A9X erhalten, und wurden mit dem Abstand von fünf Monaten im November 2016 (iPad Pro 12,9) und im März 2016 (iPad Pro 9,7) auf den Markt gebracht. Das iPad 5 wurde gar 2017 veröffentlicht.

Methusalem-Chip in alten Tablets
Die drei iPads auf der Streichliste für iOS 17 scheinen uns konsequent zu sein: Der A9-Chip zusammen mit dem A8-Prozessor gehört bei Apple zu Methusalems unter den Chip-Generationen. Das iPad Air der zweiten Generation mit dem A8X wurde acht Jahre mit Updates versorgt. Der A8 ist auch in der ersten Generation von Apple TV HD eingebaut, das bis heute aktualisiert wird. Auch der A9 im iPhone 6S hatte sieben Jahre lang aktuelle iOS-Updates erhalten. Erst mit iOS 16 war Schluss.

Zudem ist “PhoneSoft” in Fragen iOS-Vorhersage recht treffsicher. Wir haben im Winter 2020 mit Berufung auf diese Quelle berichtet, dass iOS 14 das iPhone 6S und iPhone SE noch unterstützen wird. Das traf auch im Herbst 2020 so zu. Nur in einem Punkt lag damals “PhoneSoft” falsch – demnach sollten das iPad Air der zweiten Generation und das iPad Mini 4 von der Kompatibilitätsliste gestrichen sein, die blieben aber noch bis 2021, also bis einschließlich iOS 15 aktualisiert.

Unsere Meinung: Die Aufteilung in iOS und ein dediziertes iPadOS ist eindeutig von Vorteil, auch für die älteren iPads. Apple muss sich dann nicht an die strengeren Hardware-Vorgaben von iOS halten und kann mit iPadOS ältere Generationen länger unterstützen. Auch mit tvOS ist dies der Fall – siehe Beispiel von Apple TV 4 HD aus dem Jahr 2015, das bislang unter einem aktuellen Betriebssystem läuft.

Darauf müssen Sie vor dem Kauf achten

USB-C ist nicht gleich USB-C: Unter der Haube unterstützt die Schnittstelle mittlerweile viele mögliche Standards wie USB 3.2x, USB 4, Thunderbolt 3 und mehr. Wir erklären, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.Wer vorhat, ein Notebook, einen Desktop- PC oder auch Typ-C-Peripherie wie Adapter oder Kabel zu kaufen, muss sich mit den Fähigkeiten der USB-C-Schnittstelle auseinandersetzen. Denn den verdrehsicheren USB-Anschluss nutzt inzwischen eine verwirrend hohe Anzahl möglicher Standards.

Neben USB 3.2x in allen Varianten sind USB 4 und Thunderbolt 3 sowie 4 bereits möglich. Die Spezifikationen enthalten nicht nur Vorgaben zum Datentransfer, sondern beziehen auch Videosignale per Displayport und sogar Netzwerkfunktionen per PCI Express ein. Gleichzeitig stellt Typ-C auch die Stromversorgung sicher. Das Laden von Geräten regelt der separate Standard USB Power Delivery.

Damit aber nicht genug: Mit den Ende 2022 veröffentlichten, jüngsten Fassungen USB 4 Version 2 und Thunderbolt Next Gen stehen bereits die nächsten Standardgenerationen in den Startlöchern. Hier verdoppelt sich die Transferleistung von bisher maximal 40 auf 80 Gigabit pro Sekunde. Gleichzeitig bleibt auch hier die Abwärtskompatibilität zu älteren Standards vorgeschrieben.

Kein Wunder, dass Sie oft ratlos vor dem an sich praktischen Anschluss stehen, weil Sie nicht auf Anhieb sagen können, welche Datentransfergeschwindigkeiten, Videoauflösungen und Ladeleistungen im konkreten Fall gegeben sind. Der Ratgeber nimmt sich diesem Dilemma an und zeigt, wie Sie die Fähigkeiten Ihres Typ-C-Anschlusses in fünf Schritten auf den Grund gehen.

Schritt 1: Vor dem Kauf die technischen Angaben studieren

Egal, welches USB-C-Gerät Sie benötigen – es lohnt sich, die technischen Angaben zum Typ-C-Anschluss aufmerksam zu lesen. Denn so gewinnen Sie einen ersten Eindruck, mit welchen Funktionen die jeweilige Schnittstelle am neuen Gerät ausgestattet ist. Dabei hängt es jedoch vom Hersteller ab, wie genau die USB-C-Fähigkeiten beschrieben sind.

Beispielsweise finden Sie zum Notebook HP Spectre X360 16-f1075ng als Beschreibung der beiden USB-C-Anschlüsse “Thunderbolt 4 mit USB 4” inklusive des Zusatzes “40 Gbit/s Signalrate”. Diese Angaben werden Ihre Kaufentscheidung deutlich erleichtern. Denn in der Thunderbolt-4-Spezifizierung (TB 4) sind mehr Vorgaben enthalten, die auf jeden Fall eingehalten werden müssen, als es beim USB 4-Standard der Fall ist.

So können Sie bei TB 4 sicher davon ausgehen, dass sich zwei 4K-Monitore oder ein 8K-Schirm anschließen lassen. Bei USB 4 ist dagegen nur ein 4K-Bildschirm vorgeschrieben. Dazu muss ein TB-4-Port das Tunneln von PCIe-Verbindungen beherrschen, was USB 4 als optionale Funktion vorsieht.

Und auch beim Datentransfertempo gibt es Unterschiede: So erreicht ein TB-4-Typ-C-Port zwingend 40 Gigabit pro Sekunde, während bei einem USB-4-zertifizierten Anschluss auch die Hälfte vorgesehen ist. Das bedeutet: Der Vorteil an einer Typ-C-Anschluss-Kombination aus TB 4 und USB 4, wie sie das Beispiel des HP-Notebook-Modells vorsieht, liegt im Rundumschlag. Mit TB-4-Typ-C haben Sie am wenigsten Ärger, weil hier USB 4 eingeschlossen ist, Abwärtskompatibilität zu TB 3 vorhanden ist und sich vorhandene Geräte mit älteren USB-Standards weiter einsetzen lassen. Allerdings finden sich TB-4-Ports meist bei hochpreisigen Rechnern, die für den Business-Einsatz oder das Gaming gedacht sind.

Für Typ-C-Schnittstellen gibt es ein umfassendes Beschriftungsschema, das aus Symbolen und Zahlen besteht. Ein Blitz kennzeichnet die Thunderbolt-Anschlüsse, wobei nicht zwischen der Version 3 und 4 unterschieden wird, wenn sich der Port an einem Rechner befindet. Als erster, grober Hinweis auf die TB-Version dient das Rechneralter. Erst mit der den elften Intel-CPU-Generationen Tiger Lake für Mobilrechner und Rocket Lake-S für Desktop-PCs wird TB 4 und USB 4 überhaupt unterstützt. Ein Blick auf die eingebaute Prozessor-Generation bringt Sie damit schon einmal einen Schritt weiter. Dazu klicken Sie in den Windows-Einstellungen auf “System -› Info”.

Weitere Hinweise finden sich direkt am USB-C-Port. Dabei unterscheiden sich alte und neue Beschriftungen. Eine hochgestellte Zahl inklusive dem USB-Symbol und eventuellem Zusatz (etwa “SuperSpeed+ – SS+”) zeigt bei älteren Typ-C-Ports an, welches USB-Tempo über die Schnittstelle möglich ist. Eine hochgestellte “10” steht für USB 3.2 Gen2 mit einer maximalen Transferrate von 10 Gigabit pro Sekunde und wurde früher unter der Bezeichnung USB 3.1 geführt. Findet sich zusätzlich noch ein “D” am Port, lassen sich Audio- und Videosignale per Alternate Mode (Alt Mode) übertragen. Die Ladefunktion per USB Power Delivery (PD) symbolisiert ein Batterie-Symbol.Die vielen Kombinationsmöglichkeiten machen auch die Logo-Landschaft rund um Typ-C unübersichtlich. Seit dem Herbst 2022 sollen aktualisierte Portbeschriftungen Klarheit bringen. Sie gelten für USB, nicht aber für Thunderbolt, das weiter am Blitz-Symbol festhält. Neu ist, dass das USB-Symbol wegfällt. Die Betonung liegt jeweils auf der maximal möglichen Transfergeschwindigkeit. Lässt sich auch über den Typ-C-Anschluss laden, sind die Transferraten zusätzlich in einer Batterie eingebettet. Das Logo auf einer Verpackung soll anhand des Begriffs “Certified” außerdem verdeutlichen, dass die Angaben auf Tests beruhen und so auf jeden Fall geprüft sind.

Schritt 3: Typ-C-Port ohne Beschriftung entschlüsseln
Wenn mehrere USB-C-Anschlüsse im Gerät eingebaut sind, finden sich meist nur an den schnellsten Varianten entsprechend aussagekräftige Symbole und Ziffern. Vielfach fehlen bei langsameren Schnittstellen Hinweise auf die Transfergeschwindigkeit oder weitere Funktionen. Besonders auf schmalen Geräten wie etwa Ultrabooks fallen Beschriftungen am Port oft von vornherein weg, weil der Platz an den Gehäuseseiten nicht ausreicht. Ein weiteres Problem liegt darin, dass ein Typ-C-Port nicht alle Funktionen beherrschen muss. Er kann auch nur aufs Laden spezialisiert sein.

In vielen Fällen hilft ein Praxistest weiter. Um eine USB-C-Schnittstelle verlässlich zu untersuchen, muss die Verbindung aktiviert sein. Gleichzeitig müssen Sie sicher sein, dass ein möglichst schnelles USB-Peripheriegerät angesteckt ist. Da es derzeit jedoch noch an externen Geräten mit USB 4 oder TB 4 mangelt, ist das gar nicht so einfach. Hier hilft, dass beide Standards eng miteinander verknüpft sind und auf dem Vorgänger TB 3 basieren.

So sind etwa externe Festplatten nach TB-3-Norm gut erhältlich. Eventuell können Sie sich auch ein entsprechendes Gerät aus dem Freundeskreis für einen Test ausleihen. Ein externes TB- 3-Laufwerk bietet sich jedoch nur an, wenn Sie vermuten, dass es sich bei der zu testenden USB-C-Schnittstelle wirklich um TB 3, TB 4 oder USB 4 handelt. Bei einem reinen USB-Port aus einer früheren Generation wird ein externes TB-3-Laufwerk nicht erkannt, weil es einen entsprechenden Controller am Host voraussetzt.

Für den Test nutzen Sie das Systemtool Hwinfo. Schließen Sie zuerst das externe Laufwerk an den USB-C-Port an, den Sie untersuchen wollen, und installieren sowie starten Sie das Tool. Schließen Sie die “System-Zusammenfassung”, die Sie kurz nach dem Start sehen. Suchen Sie links im Fenster nach “Bus”, und öffnen Sie alle mit einem Plus gekennzeichneten Möglichkeiten, bis Sie die externe Festplatte finden. Wird Ihr Laufwerk korrekt erkannt, erscheint es unter dem entsprechenden PCIe-Controller – etwa als Thunderbolt-Gerät bei der CPU-Bezeichnung mit dem Zusatz “Integrated Thunderbolt”. Dass auch die Lane-Versorgung ausreicht, erkennen Sie daran, dass der PCI-Express-Bus mit “x4” gekennzeichnet ist.

Weniger eindeutig fällt der Praxis-Check aus, wenn sich die Typ-C-Schnittstelle als reines USB herausstellt. Denn hier wird der USB-3.2-Controller aktiv. Ein nach USB 4 zertifizierter USB-C-Anschluss kann darüber Verbindungen mit 20 oder sogar 40 Gigabit pro Sekunde herstellen. Der Standard schreibt das hohe Tempo jedoch nicht zwingend vor. Vielmehr ist er auch erfüllt, wenn 10 Gigbit pro Sekunde und damit USB 3.2 Gen2 gegeben sind.

Was iOS in 5 Jahren bieten könnte

Wir wagen einen Blick in die Kristallkugel: Diese coolen Features könnten uns bei iOS in fünf Jahren erwarten.

Seitdem Apple den Stein mit seinem ersten iPhone ins Rollen brachte, überschlägt sich die Smartphone-Branche mit cleveren Lifestyle-Ideen und neuen Meilensteinen. Oft steht Apple dabei selbst federführend an der Innovations-Spitze: Mit dem iPhone können wir heute Satelliten-Features nutzen, Autos aufsperren oder Haustiere mit Apple Airtags wiederfinden, wenn die mal ausgebüxt sind. iOS machts möglich.

Will man den Entwicklungs-Boom der vergangenen Jahre auf die Zukunft übertragen, muss man etwas Wichtiges beachten: Die Fortschritte, die noch vor uns liegen, erfolgen immer viel schneller als jene, die wir schon hinter uns haben.

Das gilt besonders für die Welt von Computern und Smartphones, denn dort gilt das sogenannte Mooresche Gesetz. Es besagt (kurz gefasst), dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise innerhalb von ein bis zwei Jahren verdoppelt – die Rechenpower also exponentiell ansteigt. Die Entwicklung neuer Hardware hat damit quasi Siebenmeilenstiefel an: Wir dürfen für die nächsten fünf Jahre deutlich größere Entwicklungssprünge erwarten, als wir sie in den vergangenen fünf Jahren gesehen haben.

Weil mit neuer Hardware auch Betriebssysteme wie iOS ganz neue Möglichkeiten bekommen, wollen wir uns jetzt mal als Orakel versuchen: Diese abgefahrenen und ziemlich coolen Features können wir uns bei Apples iOS in fünf Jahren vorstellen.

Akku-Laden durch die Luft
Klar, in gewisser Weise gibt es das bereits: Induktives Laden funktioniert heute schon kabellos und ist ziemlich bequem. Wir legen Geräte einfach auf eine entsprechende Ladestation und sparen uns das Gestöpsel und den nervigen Kabelsalat.

Was der Technologie für die nächste Lifestyle-Revolution aber noch fehlt, ist Reichweite. Könnte man solche Induktionsfelder ausdehnen oder würde iOS zum Laden gleich Funkwellen anzapfen, müsste man sich nie wieder mit leeren Akkus herumärgern. Xiaomi hat bereits Anfang 2021 etwa eine revolutionäre Lade-Technik per Luft vorgestellt.

Theoretisch könnte man sich den Akku auch ganz sparen, Energie wäre ja überall vorhanden. So könnte man auch das Gewicht mobiler Endgeräte auf einen Bruchteil reduzieren, Kosten sparen und die Umwelt entlasten.

6G-Standard: Downloads mit Hyperspeed
Verraten Sie es den Schwurblern nicht: Nach 5G erwartet uns mit 6G schon der nächste Mobilfunk-Meilenstein. Einen exakten Termin für den Start des neuen Standards gibt es zwar noch nicht, in fünf bis sechs Jahren dürfte 6G aber bereits vor der Tür stehen.

Geplant sind dabei Transferraten von bis zu 400 Gbit/s. Damit könnte man sich einen kompletten Bluray-Film (50 GB) in einer Sekunde aufs iPhone ziehen. Da kann man nur hoffen, dass der Gerätespeicher ähnlich große Fortschritte macht. Vielleicht werden lokale Datenchips damit auch mehr oder weniger überflüssig, schließlich könnte man immense Datenvolumen in Sekundenbruchteilen aus der iCloud laden.

Künstliche Intelligenz – eines Tages vielleicht auch im iPhone
Zugegeben, wenn Siri eines Tages den Standard aktueller KI-Systeme wie ChatGPT erreichen sollte, dann wäre das schon ein beachtlicher Fortschritt – heute ist die Sprachassistentin ja nicht gerade als hellste aller Leuchten bekannt.

Das Thema KI und ihre Integration ins menschliche Leben sind für iOS aber trotzdem nach wie vor wichtige Themen. Die vollkommene Vernetzung aller Alltagstechnologien vom Auto über die Ernährungs-App bis hin zum Smart-Home sind heute, da sind sich Experten einig, nur noch eine Frage der Zeit.

Besonders Apple und sein Walled Garden könnten von hochintelligenten KI-Systemen dabei besonders profitieren. Schließlich müssen im Apple-Ökosystem immer mehr Applikationen geschmeidig zusammenarbeiten und zunehmend komplexe Aufgaben bewältigen – und das für immer anspruchsvollere Nutzer.

Das iOS der Zukunft fährt uns vielleicht das Auto vor die Haustüre, liest den Kindern (wenn sie brav waren) eine Gutenacht-Geschichte vor oder bittet den Chef automatisch um Verzeihung, wenn wir zu spät zur Arbeit kommen – glaubwürdige Ausrede inklusive.

Gedankensteuerung
Ja okay, das ist jetzt schon sehr gewagt – zumindest auf die nächsten fünf Jahre bezogen. Generell ist die Idee aber alles andere als abwegig, die Gedankensteuerung technischer Geräte funktioniert nämlich schon heute, auch wenn sie noch niemand in ein mobiles Betriebssystem implementiert hat.

Glauben Sie nicht? Dann sollten Sie sich jetzt besser hinsetzen. Neuralink, eine Firma von Elon Musk, hat einem Affen (Name: Pager) vor nicht allzu langer Zeit genau zu diesem Zweck einen Gehirn-Chip implantiert. Der eingepflanzte Schaltkreis kann Hirnsignale des Primaten direkt an ein per Funk verbundenes Smartphone senden.

Das Ergebnis sehen Sie im Video oben. Dass der Affe so leidenschaftlich an seinem Metallrohr nuckelt, liegt daran, dass er daraus einen Bananen-Smoothie als Belohnung bekommt. Am Ende des Videos sind haptische Bedienungsgeräte vollständig getrennt, der Affe steuert das Pong-Spiel nur noch mit seinen Gedanken.

Bis iOS dieses Feature an Bord nimmt, wird der Smoothie-Spender hoffentlich noch ersetzt und die Gehirn-OP würden wir uns auch gerne sparen. Ansonsten zeigt das Experiment aber in eine faszinierende, wenn auch etwas gruselige Richtung: Die Schnittstelle zwischen Mensch und Software könnte bald ganz anders aussehen.

Super-Apps für iOS
Man muss kein Orakel befragen, um diesen Trend kommen zu sehen: Zukünftig werden sogenannte Super-Apps eine immer wichtigere Rolle in unserem Alltag spielen. Auch ein futuristisches iOS wird dafür eine Plattform bieten müssen.

Super-Apps verbinden eine breite Palette von Diensten, Funktionen und Services zentral unter einem Dach. Denn so praktisch und vielseitig Apps heute schon sind: Nervt es Sie nicht auch, dass man davon so viele braucht? Jeder Social-Media-Kanal will mit einer eigenen App besucht werden. Wer Twitter, Facebook, YouTube oder Instagram nutzt, stürzt am Smartphone oft in den reinsten App-Salat.

Auch in vielen anderen Bereichen versprechen Super-Apps komfortable und vor allem zeitsparende Lösungen. Stichwort: Urlaub. Um den Flug oder das Hotel zu buchen, um Kalendereinträge vorzunehmen oder das Herzblatt einzuladen, um vor Ort gute Restaurants zu finden, einen Mietwagen zu organisieren oder um den Zimmerservice zu rufen, könnte in Zukunft vielleicht eine einzige App ausreichen.

iOS als reines AR-Betriebssystem?
Aktuell erwarten wir ja alle mit Spannung das erste Augmented-Reality-Headset von Apple, das wird erst mal auch sein eigenes Betriebssystem bekommen. Name: xrOS.

Sollte Apple damit die erhofften Erfolge feiern, dürfte das AR-Segment im Konzern schnell eine noch wichtigere Rolle spielen und sich womöglich auch in andere Bereiche ausdehnen – in die mobile Sparte zum Beispiel.

Früher oder später müsste iOS dann auch VR- oder AR-Elemente beherrschen. Bei konsequenter Fortentwicklung könnten sich iOS-Geräte damit sukzessiv selbst in AR-Applikationen verwandeln. Langfristig halten auch Insider das nicht für abwegig.

Ob es aber schon in fünf Jahren so weit ist, darf man wohl bezweifeln – wahrscheinlich muss man eher mit 10 Jahren rechnen. Vorausgesetzt, die Technologie kann bei Apple überhaupt Fuß fassen.

Das iPhone komplett in der Cloud
Zum Schluss lehnen wir uns mal weit aus dem Fenster. Alles, was guter Haptik am iPhone im Wege steht, kann man eigentlich auf eines zurückführen: Die Hardware. Wenn Sie jetzt sagen, dass von den Geräten ohne Hardware nicht viel übrigbleibt, dann haben Sie natürlich recht. Aber genau darin besteht ja der Reiz. Denn wer sagt denn, dass schwere oder energiehungrige Komponenten wie der Akku, CPU-Strukturen oder sogar die Tasten unbedingt am Smartphone verbaut werden müssen?

Auch die Touch-Bedienung auf dem gleichen Display, in das man ja hineinsehen will, ist doch eigentlich kein allzu großer Geniestreich – schließlich schaut man sich dabei ständig auf die Finger.

In Anbetracht immer kleinerer Bauteile und immer besserer Übertragungstechnik lssen sich Hardware-Komponenten in ein paar Jahren vielleicht großzügig auslagern. Wenn schon der Speicherplatz und das Benutzerkonto in der fernen iCloud liegen, wieso sollte man dort nicht auch gleich die Software ausführen?

CPU, GPU, RAM und Gerätespeicher müssten Nutzer dann nicht mehr mit sich herumschleppen. Das iPhone ließe sich auf ein reines Displaymodul reduzieren, die Bedienung könnte man an einer parallelen Apple Watch erledigen (oder in Gedanken, Pager lässt grüßen).

Wenn es dann noch mit der Stromversorgung im universellen Induktionsfeld klappt, könnten sich die Geräte in papierdünne und grammschwere Leichtgewichte verwandeln.

Für iOS könnten solche SciFi-Features bedeuten, dass man es ebenfalls nicht mehr bei sich haben muss. Womöglich könnte man das mobile Betriebssystem auf einem fernen Server also quasi wieder stationär machen. Dann müsste man sich auch nicht mehr mit aufdringlichen und teils nervigen iOS-Updates herumärgern.

Oder klingt das jetzt zu utopisch? Denn Voraussetzung wäre natürlich flächendeckendes und superschnelles Internet. Und das in Deutschland?

5G-Mobilfunk legt in Westeuropa schneller zu als erwartet

Die Mobilfunkanbieter weltweit stecken Milliarden in den Aufbau der fünften Mobilfunkgeneration (5G). Aber längst nicht alle Kunden sind bereit, auch einen 5G-Vertrag zu buchen. Gerade in Westeuropa zeigten sie sich bislang eher zurückhaltend. Das ändert sich aber gerade.

Die Nutzung der fünften Mobilfunkgeneration (5G) in Westeuropa nimmt schneller als erwartet Fahrt auf. Bis Ende 2022 wuchs die Anzahl der 5G-Verträge in Westeuropa auf 69 Millionen, wie aus dem Ericsson Mobility Report hervorgeht, der am Mittwoch in Stockholm veröffentlicht wurde. Das entspricht einem Marktanteil von 13 Prozent. Der letzte Report von November 2022 ging für Westeuropa nur von einem Anteil von elf Prozent oder 63 Millionen 5G-Verträgen aus.

Im internationalen Vergleich liegt Westeuropa aber immer noch deutlich hinter anderen Weltregionen zurück. Führend beim lokalen 5G-Marktanteil sind aktuell Nordamerika (41 Prozent aller dortigen Mobilfunk-Verträge sind 5G-Verträge), Nordostasien (30 Prozent) und die Region des Golfkooperationsrates (18 Prozent).

Mittel- und langfristig erwarten die Experten von Ericsson aber, dass sich der 5G-Markt in Westeuropa dynamischer entwickeln wird als in anderen Regionen. Ende dieses Jahres sollen demnach in Westeuropa 143 Millionen Verträge abgeschlossen sein und bis Ende 2028 soll die Marktdurchdringung bei 88 Prozent liegen. Gleichzeitig erwartet Ericsson, dass Mobilfunknetze der dritten Generation (UMTS) abgeschaltet werden, um bei den knappen Funkfrequenzen für 4G und 5G Platz zu schaffen.

Die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) bietet deutlich höhere Datenübertragungsraten als die bisherigen Standards UMTS (3G) und LTE (4G). Außerdem fällt die Verzögerungszeit (Latenz) geringer aus, so dass man 5G auch für Echtzeit-Anwendungen wie das Steuern einer Maschine aus der Ferne oder Telemedizin-Anwendungen verwenden kann. 5G-Technik ist auch besser als 3G oder 4G geeignet, Massen online zu bringen, etwa die Besucher in einem großen Fußballstadion.

Im weltweiten Vergleich legt die 5G-Nutzung derzeit vor allem in Indien kräftig zu. Die Anzahl der 5G-Verträge in Indien erreichte bis Ende 2022 etwa zehn Millionen. Bis Ende 2028 werden sie schätzungsweise 57 Prozent der Mobilfunkabonnements im Land ausmachen, was das Land zur am schnellsten wachsenden 5G-Region weltweit macht.