Anker Soundcore Life Q30: ANC-Kopfhörer kostet zum Start nur 60 Euro

Mit dem Soundcore Life Q30 stellt Anker einen günstigen ANC-Over-Ear-Kopfhörer vor, der den Nachfolger des Soundcore Life Q20 darstellt und laut Anker bis zu 95 Prozent aller äußeren Störgeräusche eliminieren soll.

40-mm-Treiber und Hi-Res Audio

Die Audio-Treiber des Kopfhörers weisen einen Durchmesser von 40 mm auf und setzen auf eine Seidenmembran. Der Frequenzgang soll bis zu Höhen mit 40 kHz gehen, was die normalen 20 kHz deutlich übertrifft. Der Soundcore Life Q30 unterstützt zudem Hi-Res Audio, kann also Titel mit einer höheren Abtastrate als 48 kHz und einer Sampling-Tiefe von mehr als 16 Bit verarbeiten. In der Regel wird bei Hi-Res Audio von 96 kHz und 24 Bit gesprochen.

Drei unterschiedliche ANC-Modi

Bei der hybriden aktiven Geräuschunterdrückung bietet der Life Q30 mehrere Geräuschunterdrückungsmodi: Transport-Modus, Indoor-Modus und Outdoor-Modus. Der Transport-Modus ist beispielsweise für Zugfahrten oder Flüge gedacht, wobei der vergleichsweise gleichbleibende, monotone Lärm der Motoren eliminiert werden soll. Der Indoor-Modus soll hingegen nur leise Umgebungsgeräusche wie Lüfterrauschen oder Hintergrundgespräche ausschalten, damit der Träger des Kopfhörers in Ruhe arbeiten kann. Der Outdoor-Modus reduziert hingegen tief- und mittelfrequente Geräusche wie Verkehrsgeräusche. Zudem sollen Windgeräusche in diesem Modus gefiltert werden.

Über einen Transparenzmodus, der durch das zweisekündige Halten der rechten Ohrmuschel aktiviert wird, können auf Wunsch Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden.

NFC und Bluetooth-Multi-Connect

Neben NFC zum schnellen Koppeln mit Endgeräten unterstützt der Soundcore Life Q30 auch Multi-Connect, so dass zwei Bluetooth-Endgeräte gleichzeitig mit dem Kopfhörer verbunden sein können, um nahtlos die Wiedergabequelle wechseln zu können. Für die Funkverbindung wird Bluetooth 5.0 genutzt. Alternativ kann auch ein 3,5-mm-Audiokabel genutzt werden. Über die Soundcore-App kann aus 22 Equalizer-Voreinstellungen gewählt und einer der Geräuschunterdrückungsmodi gewählt werden.

Die Akkulaufzeit mit einer Ladung gibt Anker mit bis zu 40 Stunden bei Nutzung von ANC an. Ohne ANC sollen sogar bis zu 60 Stunden Musikwiedergabe möglich sein. Aufgeladen wird der Kopfhörer über USB-C. Für den Transport liegt dem Kopfhörer ein Reiseetui bei.

Zum Start für 59,99 Euro

Der Anker Soundcore Life Q30 ist ab heute über Amazon für 79,99 Euro erhältlich*. Zum Start gewährt Anker mit dem Rabattcode „DESCLIFEQ30“ zudem 25 Prozent Rabatt, so dass der Kopfhörer für 59,99 Euro erhältlich ist*. Das Angebot ist ab sofort bis zum 25. Oktober um 23 Uhr gültig.

WhatsApp überrascht mit neuer Funktion: Das kommt auf dich zu

Messenger-Dienste sind heutzutage das Kommunikationsmittel Nummer Eins. WhatsApp gehört zu den Populärsten rund um den Globus. Doch Schreiben ist schon längst nicht mehr alles. Und eine WhatsApp-Version bekommt nun Funktionen, auf die viele Nutzer lange gewartet haben.

Krisenzeiten wie jene in diesem Jahr zeigen, wie sich das Nutzungsverhalten verschiebt oder oft gebrauchte Produkte neu entdeckt werden. Dienste wie Skype, Microsoft Teams, Google Meet und Co. retteten nicht nur zahlreichen Firmen das Miteinander im Büro, sondern auch beispielsweise Sportangebote. Immer mehr Menschen wollen mit ihren Freunden und Verwandten reden können und sie zeitgleich per Video sehen. Und obwohl WhatsApp der wohl meistgenutzte Messenger-Dienst weltweit ist, hatte vor allem eine Version stets ein deutliches Manko. Die Web-basierte Version bot eigentlich nur eine Möglichkeit: Nachrichten beantworten. Das ändert sich aber nun.

WHATSAPP WEB BEKOMMT NEUE FUNKTIONEN

Dein Smartphone muss nicht nur in der Nähe liegen, damit du dich mit WhatsApp Web verbinden kannst. Du kannst bis dato auch nicht viel mit der Web-Variante machen, wodurch die Konkurrenz einen deutlichen Vorteil hat. Viele wollen lieber über ihren Laptop mit Freunden per Video telefonieren, anstatt an dem kleinen Smartphone-Bildschirm gefangen zu sein.

Laut WABetaInfo wird genau dieses Feature künftig auch für WhatsApp Web verfügbar sein. Nicht nur Videotelefonie, sondern auch Sprachnachrichten sollen dann über die Web-Version möglich sein. Die meist gut informierte Webseite hat den entsprechenden Hinweis in der Beta-Version von WhatsApp Web entdeckt. Wahrscheinlich rollt Facebook das entsprechende Update zeitnah aus. Eindeutig ist das aber nicht.

BROWSER-VERSION BALD ÜBERFLÜSSIG?

Immer wieder tauchte in den vergangenen Jahren die Meldung auf, dass WhatsApp möglicherweise eine Multi-Geräte-Funktion bekommt. Auch vor wenigen Wochen sagte man dem Messenger-Dienst das neue Feature hinterher. Damit würden die verschiedenen Versionen mehr oder weniger nichtig werden. WhatsApp könnte ohne Smartphone-Verbindung auf dem PC genutzt werden. Auch parallel und auf mehreren Geräten zeitgleich.

Mit Windows 10 Support: Google startet sein Super-Betriebssystem, aber nicht für alle

Microsoft arbeitet an Windows 10X, hat aber dabei Probleme, das System wie geplant an den Start zu kriegen. In der Zwischenzeit schickt sich Google an, ein Super-Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Das lange unterschätzte Chrome OS kriegt jetzt Unterstützung für Windows-Programme. Doch die Einstiegshürden sind hoch und vorerst werden nur Unternehmen bedient.

Google ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich, stellt mit Chrome zum Beispiel den beliebtesten Browser und mit Android hat man ohnehin die Marktmacht auf Smartphones. Doch es gibt auch weniger beachtete Projekte. Schon seit rund 10 Jahren versucht Google Chrome OS erfolgreich zu machen. In den USA laufen viele Notebooks von Schülern damit und auch hierzulande gibt es günstige Laptops mit Chrome OS. Der große Durchbruch ist dem System aber noch nicht gelungen, zumindest nicht außerhalb von Nischen.

Doch der Markt für günstige Notebooks ist definitiv interessant. Nicht umsonst arbeitet Microsoft an Windows 10X, einem Konkurrenten für Chrome OS, der auch 32-Bit-Programme unterstützen will, damit wohl aber Schwierigkeiten hat. Jetzt startet Google zusammen mit Parallels durch und bringt Unterstützung für Windows-Programme auf Chrome OS. Das könnte Chrome OS einen satten Schub geben – doch zum Start handelt es sich um ein reines Angebot für Unternehmen. Privatnutzer bleiben zunächst außen vor.

Chrome OS lernt auch Windows

Chrome OS startete ursprünglich mit der Idee, dass man alles im Web-Browser machen kann und ohnehin immer online ist. Kein Wunder, dass das vor 10 Jahren noch holprig war, man könnte auch sagen, Google war seiner Zeit voraus. Doch Google hat daraus gelernt und immer wieder neue Features zu Chrome OS hinzugefügt.

Mittlerweile ist man von dem radikalen Online-Konzept abgekommen und erlaubt auch Offline-Nutzung von Tools. Dazu können unter Chrome OS Android-Apps genutzt werden, was schon ziemlich viel Futter bringt, und über Virtualisierung ist auch der Einsatz von Linux möglich. Doch das reicht Google noch nicht: Der nächste Schritt ist die Unterstützung von Windows-Programmen. Dafür holt man sich Hilfe von Parallels und verbaut Parallels Desktop nativ in Chrome OS. Ab Chrome OS 85 ist die Virtualisierungsfunktion an Bord.

Einmal eingerichtet, sieht das in der Praxis so aus, dass ein kompletter Windows 10-Desktop im Fenster unter Chrome OS erscheint. Dort arbeitet man dann wie auf einem nativ installierten Windows und kann die installierten Programme nutzen.

Komplettes Windows unter Chrome OS

Mit Android kennt sich Google selbst aus und dessen Wurzeln liegen ja bei Linux, insofern war auch die Linux-Integration ein Projekt, das man selbst stemmen konnte. Für Windows holt man sich Unterstützung von Parallels, die vor allem für die Virtualisierung von Windows unter macOS bekannt sind, aber auch im Unternehmensumfeld einige wichtige Lösungen parat haben.

Die Windows-Integration in Chrome OS ist im ersten Schritt schon recht gut gelungen. Folgende Features sind an Bord:

Komfortfunktionen: Windows in Chrome OS nutzen, das klappt komfortabel. So lassen sich beliebig viele Windows-Programme parallel starten. Der Windows-Desktop ist dabei aber immer zu sehen, den eleganten Kohärenz-Modus von Parallels gibt es hier noch nicht. Wichtig auch, Windows-Programme können auch im Offline-Modus ausgeführt werden.

Zusammenarbeit: In der Praxis ist es auch wichtig, dass Chrome OS und Windows gut zusammenarbeiten. Das klappt zum Beispiel über eine gemeinsame Zwischenablage, über die man Texte und Bilder in beide Richtungen teilen kann. Auch ein gemeinsames Nutzerprofil gibt es, sodass wichtige Windows-Ordner, etwa für Dokumente und Downloads, auch direkt unter Chrome OS bereitstehen, wenn Windows nicht läuft. Auch Cloud-Ordner wie Google Drive oder OneDrive werden gemeinsam genutzt.

Grundfunktionen: Damit die Arbeit mit Windows unter Chrome OS nicht in Frust ausartet, hat Parallels wichtige Grundfunktionen implementiert, etwa eine dynamische Auflösung für das Windows-Fenster. Nutzer ziehen sich den Windows-Desktop einfach auf die gewünschte Größe und die Auflösung passt sich automatisch an. Auf Wunsch klappt auch der Betrieb im Vollbildmodus. Links lassen sich entweder in Chrome OS oder auch mit Windows-Browsern öffnen, ebenso integrieren sich Windows-Programme auch als Standardanwendungen unter Chrome OS. Auch wichtig: Drucker auf beiden Systemen lassen sich gegenseitig ansprechen.

Wer Chrome OS noch nie live erlebt hat, kann sich übrigens mit CloudReady das verwandte Chromium OS auf einem PC oder Notebook installieren.

Hohe Anforderungen: Vorerst nicht für Privatnutzer

Der größte Dämpfer für Nutzer, die sich schon auf günstige Chromebooks mit Windows-Support gefreut haben, dürfte sein, dass vorerst nur Firmen zum Zug kommen. Das liegt unter anderem an hohen Einstiegshürden für Hardware und Software. So empfiehlt Parallels Chromebooks mit Core i5 oder i7 mit 16 GByte RAM und 128 GByte großer SSD, etwa Google Pixelbook oder HP Elite c1030 Chromebook Enterprise. Diese Enterprise Chromebooks sind wesentlich teurer als die günstigen Schüler-Chromebooks.

Auch eine entsprechende Windows 10-Lizenz ist nötig, dazu die Google Admin Konsole zur Verteilung. Parallels selbst verlangt pro Jahr für die Virtualisierung rund 60 Euro für jeden Nutzer. Auf Nachfrage von CHIP, ob und wann man denn mit einem Angebot für Privatnutzer rechnen könne, zeigte sich Parallels wenig auskunftsfreudig. Erst wolle man den Markt für Unternehmen angehen, für Privatnutzer müsse man auch noch Dinge wie 3D-Performance verbessern, damit man vernünftig Games zocken könne. Auch die Frage, wie man Windows 10 auf Chrome OS für Privatnutzer installiert, müsse man beantworten.

Erstes Notebook mit diskreter Intel-Xe-GPU zeigt sich

Bisher verwendet Intel die erste Xe-GPU auf Basis der sparsamen Xe-LP-Architektur nur in den mobilen Tiger-Lake-Prozessoren. In den GPU-Benchmarks zeigt sich eine Verdopplung der Leistung gegenüber dem Vorgänger. Wie auch bei AMDs Renoir-Prozessoren bedeutet eine derart starke integrierte Grafikeinheit, dass die langsamen diskreten Kombilösungen damit überflüssig werden.

Bereits bekannt ist, dass Intel die DG1 (Discrete Graphics 1) in ein Endkundenprodukt überführen will. Diese existiert bislang nur als Software Development Vehicle (SDV) oder eben in integrierter Forum in den Tiger-Lake-Prozessoren. Nun gibt es erste konkrete Hinweise dazu. ASUS hat die Produktseite des Vivobook Flip 14 online gestellt. Auf dieser ist die Rede von “First Intel Discrete Graphics”. Die genaue Produktbezeichnung lautet Iris Xe Max.

Im ASUS Vivobook Flip 14 wird die Iris Xe Max mit den Tiger-Lake-Modellen Core i5-1135G7 oder Core i7-1165G7 kombiniert. Verbaut sind zudem 8 oder 16 GB an LPDDR4X. Üblicherweise nutzt die integrierte Grafikeinheit ebenfalls diesen Speicher, der mit 64 GB/s an die Xe-LP-Architektur angebunden ist. Diese Bandbreite ist einer der Gründe, warum die Iris-Xe-Grafik doppelt so schnell wie der Vorgänger ist.

Für die Iris-Xe-Max-Variante bekommt die GPU aber eigenen Speicher spendiert. ASUS spricht hier konkret von 4 GB an Videospeicher. Dabei dürfte es sich um GDDR6 handeln, den Intel im kommenden Jahr auch für die größere Xe-HPG-Variante verwenden will. Damit dürfte auch die Speicherbandbreite höher ausfallen, wenngleich wir keinerlei Informationen über die breite des Speicherinterface haben.

Genauere technische Details zur Iris-Xe-Max-GPU gibt es nicht. Bisherigen Informationen zufolge kommt hier die gleiche Ausbaustufe mit 96 EUs zum Einsatz, wie bei den schnellsten Tiger-Lake-Prozessoren. Allerdings dürfte eine dedizierte GPU bei gleicher Ausbaustufe wesentlich höher takten, da sie eine ebenso höhere Leistungsaufnahme und Abwärme produzieren darf. Bei den Tiger-Lake-Prozessoren haben wir für einen Core i7-1185G7 bei einem Takt von 1,35 GHz eine Leistungsaufnahme maximal 14 W gemessen – nur für die integrierte GPU. Die dedizierte Variante dürfte sich deutlich mehr genehmigen dürfen, ohne das CPU-Package zu kompromittieren.

Ob und wann Intel die Iris Xe Max offiziell vorstellen wird, ist aktuell nicht bekannt. Offen ist auch die Frage, ob ASUS mit dem Vivobook Flip 14 nur vorgeprescht ist und ob bzw. wann es auch weitere Modelle geben wird.

Radeon RX 6000: Zweitschnellste GPU mit 2.400 MHz Game Clock und 255 Watt?

Sollte eine große GPU wirklich so hoch takten? Gerüchte des Leakers Patrick Schur bringen Navi 21 XT mit einem Game Clock von rund 2.400 MHz in Verbindung. Bei AMD steht der Game Clock für die typischerweise in Spielen anliegenden Taktraten, also nicht den maximalen Boost-Takt. Dieser könnte also noch mal eine Spur höher sein. Zum Vergleich: Beim Referenzdesign der Radeon RX 5700 XT, einem Modell der oberen Mittelklasse, beträgt der Game Clock 1.755 MHz und der maximale Boost 1.905 MHz. Custom-Karten nehmen auch schon mal die 2,0-GHz-Schwelle. Allerdings sieht ein anderer bekannter Leaker erst den Boost-Takt der Navi 21 XT bei 2,2-2,4 GHz.

Navi 21 XT wird als zweitschnellste RDNA2-GPU gehandelt. Jüngsten Gerüchten nach sei sie aber nur fünf bis zehn Prozent langsamer als eine Geforce RTX 3080, während “Big Navi” in seiner maximalen Ausbaustufe als Navi 21 XTX angeblich auf dem Niveau des genannten Modells von Nvidia liegt. Vor dem Hintergrund liest sich eine weitere Zeile aus dem von Patrick Schur verbreiteten Gerücht interessant: Die Total Graphics Power liege bei “nur” 255 Watt.

Gemeint ist also der Gesamtstromverbrauch der Karte, nicht nur jener der GPU selbst. Dazu gesellen sich laut Leak 16 GiByte GDDR6-Speicher. Die TGP einer Geforce RTX 3080 liegt mit 320 Watt also deutlich oberhalb der mutmaßlichen TGP eine Navi 21 XT-GPU. Dabei hat die Geforce lediglich 10 GiByte (GDDR6X) zu versorgen. Da Navi 21 XTX ihre kleine Schwester laut Gerüchten nicht um Welten, sondern nur um etwa 10 Prozent überflügeln soll, kann man vermuten, dass auch das kommende Radeon-Flaggschiff in Summe nicht mehr als 300 Watt zieht. Alles natürlich unter dem Vorbehalt, dass in den Gerüchten ein wahrer Kern steckt.

Patrick Schur bezieht sich in einem Leak übrigens auf ein Custom-Modell mit Verbrauch und Frequenzen oberhalb eines Referenz-Designs. Ein solches könnte einen Game Clock von 2.300 MHz in die Waagschale legen – bei einer TDP von vielleicht nur 240 bis 250 Watt. Ob diese Annahmen zutreffen oder auch zu optimistisch sind, wird sich natürlich erweisen müssen. Die Vorstellung der RX-6000-Serie plant AMD jedenfalls für den 28. Oktober. Sollte man sich an das gleiche Schema wie bei den Ryzen-5000-Prozessoren halten, was aktuell nur eine Vermutung ist, würden entsprechende Karten aber erst am 25. November in den Handel kommen.

OnePlus 8T im Test: 600 Euro sind hier gut angelegt

OnePlus hält am halbjährlichen Rhythmus fest und bringt mit dem OnePlus 8T eine Neuauflage des im Frühjahr vorgestellten OnePlus 8 auf den Markt. Eine Neuauflage des OnePlus 8 Pro als OnePlus 8T Pro gibt es diesmal nicht, das hatte das Unternehmen schon im Vorfeld der Ankündigung des Smartphones bestätigt.

Das OnePlus 8T bringt in puncto Hardware abgesehen von einer neuen Ladetechnik eher kleine Veränderungen mit, die zum einen das Design vor allem hinsichtlich der Kamera und den Akku mit etwas größerer Kapazität betreffen. Auch beim Display hat OnePlus nachgebessert und kalibriert es nun bereits ab Werk genauer. Vollständig neu ist hingegen das beschleunigte Aufladen mit Warp Charge 65 und damit bis zu 65 Watt.

Die größeren Veränderungen betreffen ebenso die Software, da das OnePlus 8T das erste Smartphone des Unternehmens ist, das direkt ab Werk mit OxygenOS 11 auf Basis des neuen Android 11 ausgeliefert wird. Seit kurzem steht das Update auch für OnePlus 8 und OnePlus 8 Pro zur Verfügung, bevor im Dezember OnePlus 7, OnePlus 7 Pro, OnePlus 7T und OnePlus 7T Pro an der Reihe sind. Ältere Geräte bis zurück zum OnePlus 6 will der Konzern im Anschluss mit Aktualisierungen versorgen.

Preis und Verfügbarkeit

Nach vielen Jahren der Preissteigerungen dreht OnePlus die entsprechende Stellschraube das erste Mal wieder in die entgegengesetzte Richtung. Kostete das Basismodell des OnePlus 8 im Frühjahr noch 699 Euro, ist das OnePlus 8T mit 599 Euro wieder beim Preis des OnePlus 7T angekommen. Wer mehr RAM oder Nutzerspeicher benötigt, kann zu einer teureren Variante mit 12 GB/256 GB für 699 Euro greifen.

Das OnePlus 8T kann seit der Vorstellung am 14. Oktober über die Website des Unternehmens vorbestellt werden und soll am 20. Oktober in den regulären Verkauf starten. Zur Auswahl stehen die Farben „Aquamarine Green“ (Testgerät) und „Lunar Silver“, wobei letztere matt ausgeführt ist und nur mit 8 GB/128 GB angeboten wird. Für „Aquamarine Green“ stehen hingegen beide Speicherkonfigurationen zur Auswahl.

OnePlus versetzt die Kamera

Die größte Veränderung am Design des OnePlus 8T ist die Neupositionierung des Kameramoduls mit insgesamt vier Linsen. Anstatt die Kameras zentral und untereinander zu positionieren, setzt OnePlus dieses Mal auf ein oben links platziertes Rechteck, das alle Sensoren und den Dual-LED-Blitz aufnimmt. Wie der Hersteller erklärt, schaffe diese Neupositionierung mehr Platz zentral im Gehäuse und ermögliche eine optimierte Konstruktion für Kühlung und Mobilfunkantennen. Ansprechend sieht das OnePlus 8T auch mit dieser Veränderung aus, wenngleich es an Symmetrie verliert und nun mehr dem Design manches Konkurrenz-Smartphones gleicht.

Für das OnePlus 8T spricht ganz abgesehen von dieser Veränderung wieder die durchweg hohe Qualität der Verarbeitung einzelner Bauteile. Tasten sitzen ak­ku­rat im Gehäuse, es gibt keinen Spielraum oder unansehnliche Spaltmaße, die negativ in Erscheinung treten. Auch im Bereich der unteren USB-Typ-C-Buchse oder des Lautsprechers punktet das Smartphone mit sauber ausgefrästen Aussparungen. Darüber hinaus integriert OnePlus mit dem „Alert Slider“ auf der rechten Seite wieder ein cleveres Detail, das einen schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Lautstärkemodi wie Klingelton, nur Vibration oder komplett stumm erlaubt.

IP68 hat nur das Flaggschiff

Nichts hat sich hingegen an der Front des Staub- und Wasserschutzes getan, da die IP68-Zertifizierung weiterhin ein exklusives Merkmal der Pro-Modelle bleibt. Zwar ist auch das OnePlus 8T erneut mit den dafür benötigten Abdichtungen ausgerüstet, die offizielle IP-Zertifizierung fehlt aber. Ein paar Wasserspritzer hier und da sowie der eine oder andere Regentropfen sollen dem Gerät aber keinen Schaden zuführen können.

Ebenfalls Pro-exklusiv, aber für manchen Anwender potenziell sogar Vor- statt Nachteil, ist das nicht zum Rand gebogene Display. Das OnePlus 8T kommt stattdessen wieder mit einem sogenannten 2,5D-Glas, also einem Bildschirm, der wie ein zu volles Wasserglas überzulaufen scheint. Eine echte Krümmung zum Rand hin gibt es aber nicht, Wischgesten in Android können so dennoch einfacher durchgeführt werden.

OLED-Display mit 120 statt 90 Hz

Das AMOLED-Panel hat mit 6,55 Zoll dieselben Abmessungen wie die letzten Jahre, kommt erneut mit 1.080 × 2.400 Pixeln und bietet auch wieder eine erhöhte Bildwiederholfrequenz – nun aber mit 120 statt 90 Hz, die sich auf Wunsch auf 60 Hz reduzieren lassen, um je nach App etwas längere Akkulaufzeiten zu realisieren. Notwendig, um mit dem Smartphone einen vollen Tag zu meistern, ist dieses 60-Hz-Downgrade aber nicht.

Auf technischer Seite bietet das Display ein paar Neuerungen. Zum Beispiel setzt nun auch das günstigere Smartphone im OnePlus-Portfolio auf eine sogenannte „Chip-on-Panel-Bauweise“ (COP), bei der die Komponenten zur Ansteuerung des Bildschirms, die im unteren Bereich mit dem Panel verbunden sind, gefaltet hinter dem Display verstaut werden. Diese Methode war im Smartphone-Segment mit dem iPhone X eingeführt worden und führt nun auch bei OnePlus dazu, dass das „Kinn“ unterhalb des Bildschirms kleiner ausfällt, wenngleich noch keine vollständige Symmetrie zum oberen Bereich hergestellt wurde.

Bildschirm ist besser ab Werk kalibriert

Darüber hinaus führt der Hersteller eine bessere Kalibrierung nach DCI-P3 direkt ab Werk durch. Den primär für Filme im Heimkino entwickelten Standard erfüllt das OnePlus 8T zu 100 Prozent und kommt mit einem Weißpunkt von 6.900 Kelvin auf ein deutlich natürlicheres Weiß als frühere Geräte. Der Kontrast geht aufgrund der AMOLED-Technik gegen unendlich, für die Helligkeit gibt OnePlus punktuell bis zu 1.100 cd/m² in der Spitze an. ComputerBase kann mit dem eigenen Kolorimeter minimal einen Weißanteil von 10 Prozent messen, wo mit Werten von über 850 cd/m² etwas schlechtere Resultate als die Herstellerangabe erreicht werden. Mit über 750 cd/m² bei 100 Prozent „Average Picture Level“ schneidet das OnePlus 8T aber deutlich besser ab als das OnePlus 7T vor einem Jahr und kommt dem OnePlus 8 Pro gefährlich nahe.

Außerdem will OnePlus den Energieverbrauch des Panels reduziert haben, was sich allerdings nur eingeschränkt überprüfen lässt. Zutreffend ist hingegen, dass das OnePlus 8T durchaus sehr lange Akkulaufzeiten etwa beim Streaming erreicht.

OxygenOS 11 mit Always-on-Display

Völlig neu, allerdings mehr auf die Software bezogen als durch Veränderungen an der Hardware umgesetzt, ist die mit OxygenOS 11 eingeführte Unterstützung für ein echtes Always-on-Display (AOD), das sich vielfältig vom Anwender gestalten lässt. Das AOD lässt sich mit elf Zifferblättern gestalten und stellt unter anderem Zeit und Datum, Benachrichtigungen aus verschiedenen Messengern, den aktuellen Akkustatus oder auch einfach nur einen Bildschirmschoner dar. Darüber hinaus stellt OnePlus drei speziell designte Zifferblätter zur Verfügung, die kreative Besonderheiten aufweisen.

Den Anfang dieser speziellen AODs macht das „Insight AOD“, das von der in New York ansässigen Parsons School of Design entworfen wurde und sich um das Thema digitales Wohlbefinden dreht. Indem die Anzahl der Entsperrungen des Smartphones angezeigt wird, soll der Nutzer dazu verleitet werden, eben dies weniger häufig zu tun und stattdessen mehr Zeit im „echten Leben“ zu verbringen. „Insight AOD“ zeigt zudem den aktuellen Sonnenstand auf einer vertikal verlaufenden Linie an und positioniert darauf die aktuelle Uhrzeit. Bei „Canvas AOD“ werden hingegen Porträtaufnahmen aus der Galerie ausgewählt, die dann als simpler Sketch auf dem Sperrbildschirm landen. Beim Entsperren des Smartphones wird ein sanfter Übergang zum echten Bild als Hintergrund durchgeführt. Darüber hinaus kann mit „Bitmoji AOD“ ein in Kooperation mit Snapchat entwickeltes, personalisiertes 3D-Emoji auf dem AOD angezeigt werden.

OnePlus stattet das neue Smartphone mit einem vom OnePlus 8 bekannten Prozessor aus: dem Qualcomm Snapdragon 865 aus weiterhin moderner 7-nm-Fertigung. Auf einen Wechsel zum etwas schnelleren Snapdragon 865 Plus hat der Hersteller verzichtet, obwohl OnePlus eigentlich zur ersten Riege bei der Adaption neuer Prozessoren von Qualcomm zählt. Beim OnePlus 8T, das eben nicht das neue Spitzenmodell des Konzerns ist, spielt aber auch der Preis eine wichtige Rolle, der unterhalb dem des Vorgängers liegen sollte, weshalb am Prozessor keine Veränderungen vorgenommen wurden.

Im erwarteten Rahmen fallen deshalb die Benchmark-Ergebnisse aus, wenngleich das OnePlus 8T mit dem neuen OxygenOS 11 auf Basis von Android 11 nicht ganz an die Werte eines OnePlus 8 Pro mit älterem OxygenOS 10 herankommt. ComputerBase hat das Smartphone mit OxygenOS 11.KB05BA getestet, das noch nicht die finale Software zur Auslieferung darstellt. Zu den teils schlechteren Ergebnissen sei auch gesagt, dass das OnePlus 8 Pro mit etwas schnellerem LPDDR5-RAM ausgestattet ist. Ein Direktvergleich mit dem normalen OnePlus 8 ist mangels Testgerät nicht möglich, das ältere OnePlus 7T wird aber klar geschlagen.

Die Bestückung von Arbeits- und Nutzerspeicher fällt vollkommen identisch zum OnePlus 8 aus. Das Basismodell bietet 8 GB LPDDR4X, die teurere Variante 12 GB desselben Typs. Der etwas neuere LPDDR5 bleibt ein weiterer exklusiver Baustein des teureren OnePlus 8 Pro. Schon beim OnePlus 8 hatte es diese Unterscheidung gegeben. Der Snapdragon 865 bietet grundsätzlich beide Speicherinterfaces, sodass Smartphone-Hersteller selbst entscheiden können, welche Generation sie verbauen möchten. Mit der RAM-Erweiterung auf 12 GB geht stets ein größerer Nutzerspeicher mit 256 statt 128 GB einher, der in beiden Geräten auf schnellem UFS 3.1 basiert.

Erfreulicherweise hat die Preisreduzierung nicht zu Sparmaßnahmen am UFS 3.1 geführt, da auch das OnePlus 8T mit die schnellsten sequentiellen Lese- und Schreibraten unter den aktuellen Android-Smartphones liefert. Rund 1,7 GB/s beim Lesen und 740 MB/s beim Schreiben stehen dem OnePlus 8 Pro sowie anderen High-End-Smartphones aus deutlich höherer Preisklasse in nichts nach. OnePlus-typisch lässt sich der Speicher nicht erweitern, jedoch sind 128 GB ein solider Einstieg und 256 GB stehen für 100 Euro Aufpreis zur Wahl.

Snapdragon 865 bremst nicht

Obwohl die Hardware identisch zur letzten Generation ist, hat sich OnePlus des Kühlsystems angenommen und verbaut nun eine größere Verdampfungskammer („Vapor Chamber“) mit einer Graphitbeschichtung auf mehreren Bauteilen von Kühlung und Hardware-Komponenten, um die Wärme besser abtransportieren und in der Fläche verteilen zu können. Das ist neben dem etwas größeren Akku einer der Punkte, warum das Kameramodul nicht mehr zentral, sondern oben links im Gehäuse sitzt.

Probleme mit der Kühlung hatten aber auch schon frühere Generationen von OnePlus-Smartphones nicht, sodass es beim OnePlus 8T nicht verwundert, dass in aufwendigen GPU-Benchmarks, die dauerhaftes Spielen simulieren, kein Leistungseinbruch festzustellen ist. Das OnePlus 8T hält im GFXBench Manhattan 3.1 mit der Offscreen-Auflösung 1080p dauerhaft 88 FPS und landet damit auf demselben Niveau wie zuletzt das OnePlus 8 Pro. Smartphones mit Snapdragon 865 haben in diesem Test generell selten Schwierigkeiten. Insofern sind OnePlus’ Anpassungen am Kühlsystem zwar zu begrüßen, einen messbaren Unterschied machen sie im Test aber nicht.

Akkulaufzeiten mit größeren 4.500 mAh

Der zeigt sich stattdessen eher beim Akku, wo OnePlus gegenüber dem OnePlus 8 zwar nur um 200 mAh, gegenüber dem OnePlus 7T aber gleich um 700 mAh nachgelegt hat. Genau genommen ist im OnePlus 8T aber kein einzelner Akku mit 4.500 mAh verbaut, sondern zwei Zellen mit jeweils halber Kapazität werden mit dem neuen 65-Watt-Ladesystem „Warp Charge 65“ druckbetankt – mehr dazu am Ende der Seite.

Der abseits des OnePlus 8 Pro mit 4.510 mAh bisher größte Akku in einem OnePlus-Smartphone führt zu spürbar längeren Laufzeiten in den Benchmarks und im Alltag, die je nach Einsatzzweck gut bis sehr gut ausfallen. Standardmäßig läuft das OLED-Panel mit 120 Hz. Wird es auf 60 Hz reduziert, sind noch etwas längere Laufzeiten möglich. Der PCMark profitiert von dieser Maßnahme mit 13 Prozent, das YouTube-Streaming mit 7 Prozent längeren Laufzeiten.

Neue Ladetechnik Warp Charge 65

Warp Charge 65 mit bis zu 65 Watt kennt man unter anderem Namen bereits von Oppo, das ebenfalls zum chinesischen BBK-Konzern gehört. OnePlus nutzt zwei Akkuzellen à 2.250 mAh, die mit jeweils 32,5 Watt geladen werden, um so das vollständige Laden innerhalb von 39 Minuten zu ermöglichen. Das neue Ladegerät liegt dem Smartphone bei und kommt erstmals mit USB-Typ-C-Buchse statt USB Typ A.

Angepasst hat OnePlus die Kamera nicht nur bei der Position, sondern auch bei den Linsen mit nun vier an der Zahl, wobei sich nur drei davon über die Kamera-App ansprechen lassen und ohnehin nur zwei der vier Linsen Relevanz im Alltag haben. Die Hauptkamera entspricht der des OnePlus 8, arbeitet nun aber mit f/1.7-Blende.

In puncto Qualität der Hauptkamera hat sich OnePlus über die letzten Jahre stetig nach oben entwickelt, nachdem die Kameras in den ersten OnePlus-Generationen tendenziell eher ein Schwachpunkt waren. Inspiration für die Bildabstimmung scheint OnePlus bei Samsung bekommen zu haben, denn auch das OnePlus 8T tendiert zu etwas zu kräftigen Farben und einer etwas zu starken Aufhellung des Bildes durch einen zu starken Kontrast. Das sieht zwar dramatisch aus und lässt sich gut auf Social Media teilen, kommt aber nicht an die realistische Abbildung etwa des neuen Pixel 5 (Test) heran. Außerdem verliert OnePlus durch die Kontrastanhebung gleichzeitig in den hellen und dunklen Bildbereichen an Details. Ein gutes Beispiel dafür ist bei Bild 61 in der Galerie zu finden. Den Pflastersteinen im Vordergrund und den Plakaten am Berliner Dom im Hintergrund mangelt es an Details, weil das Bild dort zu hell ist. Gleichzeitig ist aber weniger im Bereich der Reifen des Ferraris zu erkennen, weil der starke Kontrast dazu führt, dass das Schwarz Details verschluckt.

Davon abgesehen liefert die Hauptkamera am Tag solide, wenngleich nicht überragende Aufnahmen, die mit einem guten automatischen Weißabgleich und einem schnellen Autofokus punkten. Wird auf den Auslöser gedrückt, ist das Bild ohne Verzögerung im Kasten.

Bildvergleich mit Pixel 5, Apple, Samsung und Huawei

OnePlus 8T im Test – Kamera (Tag)

Für das Ultraweitwinkelobjektiv hat OnePlus die Optik dahingehend überarbeitet, dass mit 123 statt 116 Grad ein größerer Winkel erfasst wird. Damit setzt sich OnePlus vor allem von Google und Huawei ab, deren Ultraweitwinkelobjektive weniger vom Motiv erfassen. Das OnePlus 8T übertrifft sogar das Galaxy Note 20 Ultra und das iPhone 11 Pro Max, die mit jeweils 120 Grad arbeiten. Die Aufnahmen mit dem Ultraweitwinkelobjektiv fallen allgemein etwas weicher aus, was aber mit einer Optik dieses Formats kaum zu vermeiden ist – vor allem am Bildrand. Das OnePlus 8T schlägt das iPhone 11 Pro Max in diesem Punkt knapp, an das Galaxy Note 20 Ultra kommt es aber nicht heran. Google liefert mit die besten Ergebnisse, bietet aber einen sichtbar kleineren Erfassungswinkel.

Nachtmodus wird nicht benötigt

Bei Nachtaufnahmen schneidet das Ultraweitwinkelobjektiv von OnePlus vergleichsweise gut ab, wobei unter diesen Bedingungen möglichst immer mit der Hauptkamera fotografiert werden sollte. OnePlus schlägt das iPhone deutlich und das Galaxy Note 20 Ultra leicht, während Pixel 5 und vor allem das Huawei P40 Pro mit dem Ultraweitwinkelobjektiv bei Nacht die besten Ergebnisse liefern. Die bessere Qualität erkauft man sich bei Google und Huawei auch hier über den engeren Erfassungswinkel.

OnePlus 8T im Test – Kamera (Nacht)

Der Hauptkamera kommt bei Nacht jedoch eine deutlich wichtigere Rolle zu und man merkt, dass hier ein größerer Teil der Entwicklungszeit hineingeflossen ist. Das OnePlus 8T schießt selbst ohne den Nachtmodus, der ohnehin nur zu kleineren Veränderungen führt, solide Aufnahmen bei Nacht, die zwar ein wenig das schon fast übertriebene Leuchten eines Pixel 5 vermissen lassen, aber ansonsten durch die Bank mit klarer Darstellung, guter Farbabbildung und wenig Bildrauschen überzeugen. Das OnePlus 8T schneidet durchaus gleichwertig zur teils teureren Konkurrenz ab, was man vor ein paar Generationen in dieser Disziplin noch nicht von OnePlus hätte behaupten können. Den Nachtmodus hätte sich der Hersteller im Prinzip aber sparen können, da er nur in Nuancen etwa beim ansonsten sehr dunklen Himmel für eine leichte Aufhellung sorgt. OnePlus’ normaler Automatikmodus ist bei Nacht die meiste Zeit über völlig ausreichend.

Makro-Aufnahmen und Schwarz-Weiß-Modus

Die dritte Kamera ist für Makro-Aufnahmen aus einer minimalen Distanz von 3 cm ausgelegt und arbeitet mit 5 Megapixeln. In die Kamera-App hat sich allerdings ein Fehler eingeschlichen, denn dort wird empfohlen, die Makrokamera für die beste Qualität aus 30 bis 45 cm Entfernung zu nutzen. Das führt ohne einen Autofokus aber unweigerlich zu völlig verschwommenen Aufnahmen, wie auf Anhieb im Sucher erkennbar ist. Vermutlich meinte OnePlus eine Distanz von 3 bis 4,5 cm, die dann auch zu den erhofften Ergebnissen führt.

Es stellt sich aber die Frage, ob es die Makrolinse tatsächlich braucht oder ob nicht ähnliche Ergebnisse auch mit einem Zuschnitt der Hauptkamera erreicht werden. Mit 5 statt der üblicherweise 2 Megapixel liefert das OnePlus 8T immerhin eine brauchbare Qualität. Im Direktvergleich zur Hauptkamera mit Zuschnitt lassen sich in der Tat etwas mehr Details einfangen, aber auch nur, weil die Hauptkamera erneut zu stark aufhellt. Die Makrokamera hat zudem mit chromatischer Aberration zu kämpfen.

Die Schwarz-Weiß-Kamera, die genau genommen gar keine eigene Kamera ist, sondern nur ein Sensor mit 2 Megapixeln, dient als zusätzliche Informationsquelle der Hauptkamera. Aber auch hier stellt sich das Gefühl ein, dass OnePlus unbedingt mit vier Kameras werben wollte. Der Schwarz-Weiß-Modus ist als letzter von 14 Filtern in einem Untermenü zu finden, sodass er im Alltag kaum von Relevanz ist und nur selten verwendet werden dürfte. Wird der Sensor während einer Schwarz-Weiß-Aufnahme mit dem Finger abgedeckt, bleibt das Bild im Sucher zwar weiterhin vollständig sichtbar, es erscheint aber ein entsprechender Hinweis und der Sucher wechselt wieder zur Farbansicht. Die vierte „Kamera“ ist mehr Spielerei als sinnvoll im Alltag und lässt sich ohne Probleme durch eine Schwarz-Weiß-Konvertierung etwa in Google Fotos ersetzen.

Das OnePlus 8T ist vor allem aufgrund des reduzierten Preises wieder ein gelungenes Gesamtpaket geworden, das sich ebenso wie zuletzt das Pixel 5 eine Kaufempfehlung verdient hat. Diese gilt aber für das Basismodell mit 8 GB/128 GB, da hier das Preis-Leistungs-Verhältnis besser als bei der getesteten Variante mit 12 GB/256 GB ausfällt.

Obwohl das OnePlus 8T ebenfalls rund 600 Euro kostet und damit in einer Liga mit dem Pixel 5 zu spielen scheint, setzt es ganz andere Prioritäten und spricht eine andere Zielgruppe an. Das Smartphone ist vor allem von den Abmessungen her viel größer. Beim OnePlus 8T stehen außerdem mehr das schnelle 120-Hz-Display und der Snapdragon 865 im Fokus. In beiden Bereichen liefert OnePlus sehr gute Ergebnisse ab, die für ein sehr schnelles Bediengefühl sorgen und das Smartphone für künftige Updates wappnen. Mit OxygenOS 11 auf Basis von Android 11 ist das Gerät direkt ab Werk gut aufgestellt und erhält dank Update-Garantie in jedem Fall noch Android 12 und Android 13 plus ein zusätzliches Jahr Sicherheits-Updates. Pixel-5-Besitzer sind hingegen bis Android 14 abgesichert.

Von der reinen Leistung abgesehen, sammelt das OnePlus 8T mit einer guten, aber nicht überragenden Hauptkamera bei Tag und Nacht Pluspunkte, auch das erweiterte Ultraweitwinkelobjektiv mit größerem Erfassungswinkel weiß zu gefallen. Mit diesen beiden Kameras wäre das Gerät völlig ausreichend aufgestellt, stattdessen musste OnePlus aber zwei weitere integrieren, um in jedem Fall auf vier zu kommen, die im Alltag aber eine deutlich untergeordnete bis fast schon überflüssige Rolle spielen.

Vorteile des OnePlus 8T Großes Display mit 120 Hz

Schnellster Qualcomm-Chip

Neue Ladetechnik mit 65 Watt

Vorteile des Pixel 5 Kompakte Abmessungen

Sehr gute Kamera

Stock-Android mit 3 Jahren Updates

Da gefällt es umso mehr, dass OnePlus einen etwas größeren Akku mit langen Laufzeiten verbaut hat, der sich dank Warp Charge 65 in Windeseile laden lässt. Das typische Laden über Nacht wird damit ad acta gelegt, da ein kurzer Sprint am Netzteil bereits für die Nutzung eines ganzen Tages ausreichen kann. Dass kabelloses Laden auch diesmal nicht dabei ist, kann als Tribut an das Pro-Modell gesehen werden, zu dem OnePlus einen gewissen Abstand wahren und einen Kaufgrund aufrechterhalten will. Selbiges gilt für die IP68-Zertifizierung des ansonsten wieder mal sehr gut verarbeiteten Gehäuses.

Abschließend bewertet stellt das OnePlus 8T ein ebenso gutes Gesamtpaket wie das Pixel 5 dar, nur eben mit Prioritäten in anderen Bereichen und für eine andere Zielgruppe, die große Smartphones, ein schnelleres 120-Hz-Display und den neuesten Prozessor bevorzugt. Mit 8 GB/128 GB ist das Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch stimmiger als in der getesteten Version mit 12 GB/256 GB. Das Basismodell kann in die engere Wahl beim Kauf eines neuen Smartphones genommen werden.

WhatsApp-Trick: So einfach machen Sie einen Chat unsichtbar

Nicht jeder Chat-Verlauf ist für für die Augen anderer bestimmt. In WhatsApp versteckt sich glücklicherweise eine praktische Funktion, mit der Sie Chats vor neugierigen Blicken schützen können. Wie das geht, erklären wir Ihnen hier. Einige weitere praktische WhatsApp-Funktionen stellen wir Ihnen außerdem im Video vor.

Sei es der Chat mit dem besten Kumpel, ein Gruppenchat zum Planen eines Geburtstagsgeschenks oder einfach nur zum Schutz vor besonders neugierigen Kollegen – Gründe für das Verstecken von WhatsApp-Chats gibt es viele. Was vielen Nutzern womöglich nicht bewusst ist: Das “Unsichtbarmachen” der Chats in WhatsApp ist in nur wenigen Schritten sowohl bei Android als auch bei iOS möglich, ohne dass Sie dabei ihre Chatverläufe verlieren – möglich macht das die Funktion “Chat archivieren”.

WhatsApp-Chats archivieren bei Android – so geht’s

Wollen Sie in der Android-Version von WhatsApp einen Chat unsichtbar machen, müssen Sie zunächst die Chatübersicht im Messenger geöffnet haben. Anschließend suchen Sie den zu archivierenden Chat und halten Ihren Finger solange auf dem gewünschten Chat gedrückt, bis am oberen Bildschirmrand insgesamt fünf Icons zu sehen sind. Um den Chat zu archivieren, wählen Sie das kleine Quadrat, auf dem ein Pfeil nach unten zu erkennen ist (links neben den drei Punkten). Hatten Sie den falschen Chat ausgewählt, können Sie die Archivierung für einige Sekunden danach direkt wieder rückgängig machen.

WhatsApp-Chats archivieren bei iOS – so geht’s

Analog zur Android-Variante öffnen Sie in der iOS-Version von WhatsApp zu Beginn die Chatübersicht. Haben Sie den gewünschten Chat gefunden, wischen Sie dort von rechts nach links (nicht komplett) und wählen im anschließenden Pop-Up-Menü die Option “Archivieren”. Wischen Sie komplett von rechts nach links, wird der Chat direkt archiviert, ohne dass Sie es noch einmal bestätigen müssen. Auch bei iOS-Geräten können Sie die Archivierung noch einige Sekunden direkt wieder rückgängig machen

WhatsApp: So holen Sie Ihre Chats zurück aus dem Archiv

Sobald Sie oder Ihr Chat-Partner eine Nachricht versenden, wird der Chat automatisch wieder vom Archiv in die gewohnte Chat-Übersicht transferiert. Alternativ können Sie bei Android alle archivierten Chats wiederfinden, indem Sie in der Chat-Übersicht ganz nach unten scrollen

Bei Android drücken Sie den archivierten Chat solange, bis wieder die Icons am oberen Screen-Rand zu sehen sind. Hier wählen Sie nun das Quadrat mit dem Pfeil nach oben, um den Chat wieder in die normale Übersicht zu bringen.

In iOS finden sich die archivierten Kontakte, wenn Sie in der Liste ganz nach oben scrollen und anschließend die Liste mit dem Finger nach unten ziehen – es erscheint nun der Punkt “Archivierte Chats”. Anschließend können Sie mit der Wischbewegung von rechts nach Links die Archivierung rückgängig machen.

Das Motorola Moto G9 Plus hat ein Identifikation-Problem

Das Motorola Moto G9 Plus startet in Deutschland zu einem günstigen Anschaffungspreis von rund 270 Euro. Für diesen Preis erhalten Käufer des Moto-Handys ein 6,8 Zoll großes 60-Hz-LC-Display, welches mit FHD+ auflöst und einen Snapdragon 730G, dem 4 GB RAM und 128 GB interner Speicher zur Seite stehen. 

Allerdings fehlen dem Moto-Handy Ausstattungsmerkmale, die es von der Mittelklasse-Konkurrenz absetzt. Der verbaute Akku besitzt eine relativ groß bemessene Kapazität von 5.000mAh, wobei dies mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist, der sich zudem schnell laden lässt. Mit der „TurboPower”-Aufladetechnik wird mittels 30-Watt-Schnellladefunktion der Energiespeicher in etwa 60 Minuten wieder vollständig aufgeladen, was in dieser Preisklasse ein Plus-Punkt ist. 

Ob das ausreichend ist um sich gegen andere günstige Mittelklasse-Handys mit einer hohen Bildwiederholungsfrequenzen (u.a. Poco X3 NFC) oder mit OLED-Panels (u.a. Samsung Galaxy M51) durchzusetzen, darf zumindest bezweifelt werden. Denn gerade in puncto Display besitzt das G9 Plus deutliche Defizite. Die von uns gemessene maximale Helligkeit bei einem reinweißen Bildschirmhintergrund liegt nur bei 390 cd/m², die im Alltag wohl relevantere APL50-Helligkeit beträgt nur 361 cd/m². Zudem besitzt das 60-Hz-Panel des Moto G9 Plus eine ungleichmäßige Beleuchtung, insbesondere am unteren Displayrand, und eine leichte Lichthofbildung bei dunklen Displayinhalten.

Sie möchten einen detaillierten Eindruck über das Moto G9 Plus gewinnen? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Testbericht zum Motorola-Smartphone.

Probleme mit Windows 10? Flinkes Tool macht kostenlosen Stabilitätstest

Es gibt nichts Nervigeres als YouTube-Videos, die ständig nachladen müssen, stotternde Spiele oder den gefürchteten Bluescreen. Sollten Sie auf diese Probleme stoßen, ist es meistens unumgänglich, dem Ursprung auf den Grund zu gehen. Ein guter erster Schritt hierbei ist ein Stabilitätstest für Windows 10. Mit dem kostenlosen Tool OCCT geht das schnell und unkompliziert.

Es gibt mehrere Ursachen, die auf Ihren Windows-Rechner zu Problemen führen können. Möglicherweise ist Ihre Übertaktung doch ein wenig zu viel, vielleicht ist ein treiber der Übeltäter oder eins Ihrer Lieblingsprogramme hat einen Bug. Es kann aber auch vorkommen, dass RAM, CPU oder Grafikkarte Fehler produzieren.

Wenn Sie diese große Auswahl eingrenzen und herausfinden wollen, woher die Windows-Probleme kommen, ist ein Stabilitätstest – wie ihn das Tool OCCT durchführt – eine nützliche Sache. Denn auf diese Weise können Sie Hardware-Problemen auf die Schliche kommen.

In Version 7.0.0 bekommt das Tool eine neue Benutzeroberfläche. Die Aufteilung in die drei Bereiche “Test”, “Überwachung” und “System Info” sorgt nun für noch mehr Übersicht. Außerdem ist OCCT bei der Hardware-Analyse auf das bewährte Tool HWinfo umgestiegen. Eine detaillierte Übersicht über alle Neuerungen finden Sie auf der Seite des Herstellers.

Portabel und übersichtlich

OCCT ist ein portables Tool, Sie müssen nur die Exe-Datei ausführen und können danach gleich loslegen. Damit können Sie den Stabilitätstester auch recht einfach auf fremden PCs ausführen, etwa wenn Sie für einen Kumpel einem Computer-Problem nachstellen. OCCT öffnet sich mit einer praktischen Übersicht. Rechts im Fenster werden die wichtigsten Systemkomponenten im Monitoring-Modus angezeigt, CPU und Grafikkarte etwa mit aktuellen Temperaturwerten. Links ist die Systemauslastung zu sehen sowie die Felder für die Stabilitätstests.

Stresstest für die Hardware

Der Zweck von OCCT ist es, die Hardware einem echten Stresstest zu unterziehen. Dafür gibt es im Bereich “Testablauf” verschiedene Tests. “OCCT” ist der hauseigene CPU-Test, bei dem Sie die Größe des Datensatzes auswählen können. Wenn es um Fehlersuche geht, ist der große Datensatz die beste Wahl. Um die CPU an ihre Grenzen zu bringen, empfehlen die Macher den kleinen Datensatz.

Als alternativen CPU-Test liegt der Linpack-Benchmark bei, der vor allem für Intel-Prozessoren optimiert ist. Er lässt sich aber in der Regel auch auf AMD-Hardware nutzen. Der 3D-Test spürt dagegen Rendering-Fehler bei der Grafikkarte auf. Sie können dabei Shader-Komplexität, Auflösung und eine FPS-Grenze festlegen. Mit Memtest gibt es eine Implementierung des bekannten Speichertests für Grafikkarten. Mit dem Power-Test kombinieren Sie OCCT und 3D-Test, was die Stromversorgung sowie das Mainboard unter Stress setzt.

Tests, Monitoring und Hardware-Schutz

Tests werden einfach über den Play-Button gestartet. Beachten Sie, dass die Voreinstellung die Tests so lange laufen lässt, bis sie manuell abgebrochen werden. Unter “Testablauf” können Sie aber auch eine Zeitsteuerung festlegen. Während der Tests informiert OCCT mit zusätzlichen Werten und schließt das Ganze mit einem Report ab.

Sie können im rechten Teil des Fensters noch ein paar zusätzliche Monitoring-Werte abrufen, etwa zur Temperatur der einzelnen CPU-Kerne und deren genutzte Spannung.

Um das System nicht zu beschädigen, können Sie in den Optionen eine Temperaturgrenze festlegen. Wird diese während eines Tests erreicht, schaltet sich OCCT selbst ab.

Radeon RX 6000: Umfangreiche Gerüchte zu Navi 21 und Navi 22

In weniger als zwei Wochen fällt der Vorhang für Big Navi. Vorab brodelt es in der Gerüchteküche um AMDs kommende GPUs ordentlich und erste Eckdaten zu Navi 21 seien bereits in freier Wildbahn gesichtet worden. Via Twitter verbreitete sich indessen eine Barrage an Gerüchten, die vom Nutzer “Avery78” ausgehen.

Wohlgemerkt bezeichnet sich dieser nicht als “Leaker”. Stattdessen teile er nur Informationen, die er aufgeschnappt oder die ihm zugespielt wurden. Im Falle der RX-6000-Reihe handle es sich um Gerüchte, die in letztere Kategorie fallen. Aus welchem Umfeld diese Informationen stammen, ist unbekannt. Lediglich, dass die Quelle schon einmal nützliche Angaben gemacht habe, wird im Eingangs-Tweet erwähnt. Dementsprechend sind die nachfolgenden Infos mit der gewohnten Portion an Skepsis zu genießen, da nicht verifiziert werden kann, ob es sich um tatsächliche Leaks handelt.

Navi 21 XTX angeblich auf Augenhöhe mit Geforce RTX 3080

Sofern sich die Informationen jedoch bewahrheiten, würde Navi 21 in einer “XTX”-Variante tatsächlich teurer und stromhungriger als Nvidias aktuelle Geforce RTX 3080 ausfallen, gleichwohl sie bei der Performance jedoch mithalten könne. Geht es um traditionelle Workloads, befände sich die GPU bei 4K-Auflösungen auf Augenhöhe und liefere sich, abhängig vom Spiel, einen sehr engen Schlagabtausch. Im Gesamtschnitt schneide Navi 21 XTX womöglich etwas besser als die Geforce RTX 3080 ab. Ausgenommen sei davon jedoch die Raytracing-Leistung, was angesichts Nvidias Vorerfahrungen durch Turing nicht verwundert und absehbar war beziehungsweise ist. Nvidias Ampere-Speerspitze, der Geforce RTX 3090, kann AMD allerdings nicht das Wasser reichen.

Unterhalb von Navi 21 XTX siedle sich eine beschnittene Navi 21 XT-GPU an. Die Leistungsdifferenz zum Vollausbau sei mit etwa 5-15 Prozent allerdings nicht allzu hoch. Im Vergleich mit Nvidias Geforce RTX 3080 läge der Malus bei 5 bis 10 Prozent hinsichtlich 4K-Gameplay mit traditioneller Rasterisierung. Geht es allerdings um die Raytracing-Performance, so sei die Lage im Kopf-an-Kopf-Duell schon erheblich schlechter. Nimmt man die Performance von Nvidias Turing-Spitzenmodell, der Geforce RTX 2080 Ti, zum Vorbild, so werde diese von Navi 21 XT mit einem Plus von etwa 25 Prozent geschlagen. Nvidias gehobene Ampere-Mittelklasse, die RTX 3070, sei indessen rund 12 bis 15 Prozent langsamer. Für den Performance-Vorsprung müsse allerdings auch mehr Geld hingeblättert werden. Laut den Gerüchten peile AMD einen Marktpreis von 599 US-Dollar an, wobei es Spielraum in beide Richtungen gäbe, sodass der finale Verkaufspreis zwischen 549 und 649 US-Dollar liegen könne.

Navi 22 im Performance-Schlagabtausch mit Geforce RTX 2080 Super, Stromverbrauch im Bereich der Radeon RX 5700XT
Wer mit Oberklasse-Grafikkarten allgemein weniger am Hut hat, für den dürfte AMDs kommende Mittelklasse nach den Gerüchten schon interessanter sein. Auch diesbezüglich liefert der Avery78 angebliche Informationen. Konkret geht es um Navi 22. Die zuvor bereits kolportierten 40 Compute Units gepaart mit einem 192-Bit-breitem Speicherinterface sowie auf 12 GiByte an Grafikspeicher seien gemäß den Tweets zutreffend. Hinzu gesellen sich angeblich auch “sehr hohe Taktraten”.

Bei diesen “sehr hohen Taktraten” handle es sich allerdings nicht um die im Vorfeld in Umlauf geratene Angabe von 2.500 MHz, gehe es um Referenz-Designs sowie auch Partnerkarten. Spricht man über Custom-Designs der AMD-Boardpartner, so sollen entsprechende Modelle etwa 2.350 MHz an GPU-Takt erreichen. Das Referenz-Design von AMD läge leicht darunter. Der Stromverbrauch läge indessen auf dem Niveau oder etwas über jenem der Radeon RX 5700 XT bei etwa 35 Prozent höherem Takt, während sich die Performance auf dem Level einer Geforce RTX 2080 Super befindet.

Nimmt man AMDs vorangegangene Aussagen zur Energieeffizienz zur Vorlage, bei dem sich der zugesicherte Performance-per-Watt-Zugewinn bei 50 Prozent bewegen soll, ist das hier gezeichnete Bild allerdings weniger stimmig, entspräche der Leistungsgewinn von Navi 22 gegenüber der RX 5700 XT lediglich 25 Prozent bei gleichem beziehungsweise leicht erhöhtem Stromverbrauch. Somit müsste eine der beiden Seiten zumindest in einigen Aspekten in Frage gestellt werden.

Wer derweil auf Raytracing-Support in der AMD-Mittelklasse hofft, soll laut den Gerüchten enttäuscht werden. Support für DirectX Raytracing böten angeblich ausschließlich Navi 21-GPUs.

Letztliche Antworten lassen noch eine Weile auf sich warten. Erst am 28. Oktober fällt offiziell der Vorhang für AMDs kommendes GPU-Aufgebot. Einen ersten, aber nicht unbedingt vielsagenden Vorgeschmack gab es bereits auf AMDs kürzlichen Event zu Zen 3.