Dell Latitude 7410 Chromebook Enterprise 2-in-1 (Core i5-10310U, 16 GB RAM) im Test

Wir haben vor kurzem das Latitude 7410 Chromebook Enterprise von Dell getestet – ein High-End-Chromebook mit einem Preisschild, das seiner Leistung entspricht. Das Gerät ist ein spannendes (wenn auch teures) Business-Chromebook. Doch was ist mit denjenigen, die sich die gleiche tolle Chrome-OS-Erfahrung in Tabletform wünschen?

Vorhang auf für das Latitude 7410 Chromebook Enterprise 2-in-1. Das Convertible ist fast eine 1:1-Kopie der Clamshell-Version des Latitude 7410 Chromebook. Nur das 360°-Scharnier und eine Handvoll andere kleine Änderungen unterscheiden diese beiden Geräte. Auf diese Unterschiede werden wir in diesem Testbericht eingehen. Unsere Testkonfiguration (Core i5-10310U, 16 GB RAM, 256 GB NVMe SSD) ist um etwa 1.700 Euro zu haben. Sind die Veränderungen den zusätzlichen Preis wert?

Das Latitude 7410 Chromebook Enterprise 2-in-1 tritt gegen die gleichen Chromebooks an wie seine Standard-Variante. Das sind unter anderem das Dell Inspiron 7486 Chromebook 14, das HP Chromebook x360 14 G1, das Lenovo Yoga Chromebook C630 und das Acer Chromebook 715.

Gehäuse und Ausstattung

Jede Seite des Latitude besteht aus Aluminium, was dem Gerät ein Premium-Aussehen verleiht und es sich auch wertig anfühlen lässt. Das gebürstete Finish versteckt Fingerabdrücke auch sehr gut. Der Tastaturbereich lässt sich leicht eindrücken, das ist beim Tippen aber nicht weiter bemerkbar. Das restliche Gehäuse ist sehr stabil. Der Deckel ist dick und lässt sich nur minimal verwinden, was zum Teil auch der Glasoberfläche auf dem Display zu verdanken ist. Die Spaltmaße sind durchgehend gleichmäßig.

Das Latitude 7410 Chromebook 2-in-1 ist für ein Convertible angemessen klein und leicht. Die Oberflächen aus Metall und Glas lassen die 1,5 kg im Tablet-Modus etwas klobig wirken. Andere Chromebooks sind noch etwas leichter, allerdings sind Premium-Chrome-OS-Geräte (wie das Acer Chromebook 715) deutlich größer und schwerer.

Die Portauswahl entspricht der auf dem Standard-Latitude-7410-Chromebook. Es gibt zwei USB-A- und zwei USB-C-Anschlüsse (alle USB 3.2 Gen 1, 5 GBit/s). Beide USB-C-Anschlüsse können zum Aufladen des Laptops sowie zum Verbinden eines Displays über DisplayPort genutzt werden.

Interessanterweise sind die für ein Convertible üblicherweise seitlich vorhandenen Tasten (Lautstärke, Ein-/Ausschalttaste) hier nicht zu finden. Das macht die Handhabung des Latitudes im Tablet-Modus etwas umständlich, da man die Lautstärke hier nicht einfach ändern oder das Gerät schnell aus dem Ruhemodus holen kann. 

Eingabegeräte

Die Tastatur des Convertibles scheint die gleiche zu sein wie auf der Clamshell-Version des Latitude 7410 Chromebook (gleiche Größe). Allerdings ist die Tastatur des 2-in-1-Modells deutlich besser. Der Druckpunkt der Tasten fühlt sich beim Tippen etwas weich an, dafür ist das Feedback sowie der Hub gut. Beim Tippen entsteht kaum ein Geräusch, nur ein dumpfes Schlagen ist bei hohen Geschwindigkeiten (vor allem bei der Leertaste) zu vernehmen. Insgesamt können wir uns nicht beschweren und die meisten Nutzer werden mit dieser Tastatur durchaus zufrieden sein.

Das Clickpad ist ebenfalls ausgezeichnet. Die Glas-Oberfläche fühlt sich wertig an und lässt Finger gleichmäßig gleiten. Eingaben werden korrekt übernommen. Wieder ähnelt das Clickpad dem des Standard-Latitude-7410-Chromebook, wobei sich der Klick-Mechanismus hier fester anfühlt und schneller wieder in die Höhe springt. Insgesamt haben wir auch hier keine großen Kritikpunkte.

Das Touchscreen ist genau und reaktiv. Das Scrollen ist gleichmäßig und es gibt kaum ausgelassene Inputs.

Display

Das 14-Zoll-FHD-Display ist hell und lebendig. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig (95 %), der Schwarzwert ist gut (0,18) und das Kontrastverhältnis ist mit 1.650:1 dementsprechend ausgezeichnet. Das bedeutet, dass Schwarztöne tief und dunkel dargestellt werden, während Farben schön leuchten. Wir haben etwas Rauschen in dunklen Szenen festgestellt. Hier werden die Ränder heller Motive vor schwarzem Hintergrund in Stufen geblockt dargestellt. Die Farbtemperatur ist auch nicht ganz richtig (5.957 K statt 6.500 K (ideal)), was weißen Flächen einen leichten Rosastich verleiht. Abgesehen davon ist das Panel recht gut. PWM wird mit einer Frequenz von 1.667 Hz eingesetzt. Das sollte den meisten Nutzern nicht auffallen.

Die Farbgenauigkeit des Panels ist mit einem durchschnittlichen DeltaE2000-Wert von 3,29 gut und liegt nur knapp über dem professionellen Grenzwert von 3. Grautöne sind etwas weniger genau und haben einen durchschnittlichen DeltaE2000-Wert von 5,8. Abgesehen von hellen Blautönen ist die Farbabweichung sehr gering.

Die Blickwinkel sind ausgezeichnet. Text und Bilder bleiben bei jedem Blickwinkel bis fast 90° scharf und hell. 

Das Glas auf dem Display hat eine Anti-Glare-Schicht, was die Nutzung des Latitude 2-in-1 im Freien oder unter starker Beleuchtung vereinfachen sollte. Lichthöfe sind kaum vorhanden – nur ein kleiner Strich am unteren Rand kann im vollständig dunklen Zimmer mit Mühe vernommen werden.

Leistung

Das Latitude 7410 Chromebook 2-in-1 ist mit einer beeindruckenden Hardware ausgestattet. Ein Vier-Kern-Comet-Lake-Prozessor mit 16 GB RAM und 256 GB NVMe-SSD positionieren den Latitude was die Leistungsfähigkeit betrifft ganz oben. Das ist eines der leistungsstärksten Chromebooks auf dem Markt. 

Prozessor

Der Comet-Lake-Prozessor Core i5-10310U (CML-U) bietet mehr Leistung als für Chrome OS notwendig. Aufgaben wie das Surfen im Netz, Büroarbeiten (über Googles Office Suite) und das Streamen von Videos meistert dieser Chip problemlos. Das Latitude könnte durchaus als bestes Chromebook der Welt antreten. Es kaut sich locker durch große Spreadsheets und bearbeitet aufwendige Aufgaben (wie das gleichzeitige Streamen von 4K-60-fps-Videos in 5 unterschiedlichen Browser-Tabs) mit links ohne hängenzubleiben oder sich zu verlangsamen. 

Android-Leistung

Wie die meisten modernen Chromebooks nutzt auch das Latitude 7410 Chromebook 2-in-1 Android 9, um Android-Apps nativ zu nutzen. Allerdings funktioniert das, wie schon beim Clamshell-Modell, nicht immer so einwandfrei und hängt stark von der jeweiligen App ab. CPU-Benchmarks wie Geekbench positionieren das Latitude auf der Höhe von Android-Flaggschiffen. Laut Grafikbenchmarks wie GFXBench gehört es hingegen eher in den mittleren Bereich.

Die meisten Android-Apps starten und laufen ohne größere Probleme. Allerdings kann es immer wieder zu unerwarteten Problemen kommen, was möglicherweise auf die schlechte Treiber-Unterstützung zurückzuführen ist. Wenn man bedenkt, dass die Intel-Hardware des Latitude in der Android-Welt eher ungewöhnlich ist, kann dies durchaus der Fall sein.

Speicher & Wartung

Wie der herkömmliche Latitude 7410 Chromebook Enterprise ist auch die 2-in-1-Version mit einer austauschbaren NVMe-SSD ausgestattet. Das Speichergerät ist blitzschnell. Dell verkauft das Latitude mit entweder 128, 256 oder 512 GB Speicher. Wenn man bedenkt, wie sehr Chrome OS auf die Cloud ausgerichtet ist, wirken die höheren Speicherkapazitäten ehrlich gesagt etwas überflüssig. 

Nutzer können sowohl den Massenspeicher (M.2 2230 mit Adapter oder M.2 2280) als auch die WWAN-Karte austauschen, indem sie die Bodenplatte entfernen.

Grafikleistung & Gaming

Der Intel UHD Graphics 620 ist ein guter Grafikprozessor für Chrome OS. Er meistert das Rendern von Webinhalten und Streamen von Videos (wie bereits erwähnt werden 4K60-Videos problemlos dargestellt) und unterstützt bis zu 3 externe Displays, die über die UBS-C- und HDMI-Ports verbunden werden können.

Beim Gamen hingegen kann keine so einfache Aussage getroffen werden. Android-Games funktionieren etwa so gut wie auf einem Mittelklasse-Smartphone. Mittlere Einstellungen ergeben bei den meisten High-End-Titeln spielbare Frameraten. Das Gamen auf Stream über Linux ist auch möglich, allerdings ist die iGPU hier nur für einfachere Spiele geeignet. Denken Sie daran, dass Chromebooks mit OpenGL und nicht DirectX arbeiten, wodurch die Leistung in Chrome OS geringer ist als bei Windows. 

Emissionen & Energie

Geräuschemissionen

Der Lüfter des Systems ist selbst under Last flüsterleise. Seine tiefe Frequenz trägt weiter dazu bei, dass er unbemerkt bleibt. In einer normalen Büroumgebung werden Nutzer den Lüfter nicht vernehmen können. Spulenfiepen ist in der Nähe der Tastatur zu hören, allerdings nur leise.

Temperatur

Auch wenn der Lüfter unter jeder Last leise bleibt, heizt die Oberfläche kaum auf. An zwei Hotspots über und unter dem Prozessor wird es etwas wärmer, allerdings bleiben die Temperaturen auch hier im angemessenen Bereich. Die Tastatur ist jederzeit angenehm und kühl, auch unter hoher Last. Im Tablet-Modus wärmt sich keine Berührungsfläche unangenehm auf.

Lautsprecher

Die beiden Lautsprecher sind leider von schlechter Qualität. Sie können zwar relativ laut werden (~85 dB(A)), geben aber nach unten aus der Basiseinheit aus. Diese Orientierung führt dazu, dass der Sound entweder vom Tisch, auf dem das Latitude im Laptop-Modus gerade steht, oder im Tablet-Modus vom Display blockiert wird. Zusätzlich dazu fehlt es an Bass, was das allgemeine Klangprofil dünn und blechern klingen lässt. Wir empfehlen den Einsatz von Kopfhörern.

Energieaufnahme

ChromeOS ist ein sehr leichtes Betriebssystem. Die Hardware des Latitude ist zusätzlich dazu auf Effizienz ausgerichtet. Das führt dazu, dass das Gerät sehr wenig Energie aufnimmt. Unter extremer Last konnten wir eine durchschnittliche Energieaufnahme von 22 – 25 Watt messen. In den meisten üblichen Szenarien wird das Chromebook zwischen 10 und 15 Watt aufnehmen. Das inkludierte USB-C-Netzteil hat eine Nennleistung von 65 Watt. 

Akkulaufzeit

Der 68-Wh-Akku gewährt dem Latitude 7410 Chromebook 2-in-1 sehr lange Akkulaufzeiten. In unserem WiFi v1.3 Akkutest erreicht das Latitude beeindruckende 15 Stunden und 42 Minuten und schlägt somit jedes andere jemals von uns getestete Business-Chromebook. Das Latitude sollte keine Probleme damit haben, einen Arbeitstag ohne Zugang zur Steckdose zu überstehen.

Fazit

Das Dell Latitude 7410 Chromebook Enterprise 2-in-1 ist ein bemerkenswertes Chromebook. Es meistert die meisten wichtigen Features für Chrome OS: flüssiges Surfen im Netz, lange Akkulaufzeiten, schnelle WLAN-Geschwindigkeiten und eine gute Android- und Linux-Integration. Es gibt viel, das einem gefallen kann. Das Gerät wäre am besten für mobile Geschäftsleute geeignet, die hauptsächlich in der Cloud abhängen. Die Tastatur eignet sich gut, um Berichte einzutippen, während die Tablet-Funktion ideal für Präsentationen ist. 

Allerdings hat das Latitude 7410 Chromebook Enterprise 2-in-1 eine große Schwäche: seinen Preis. Der Convertible hat einen Startpreis von rund 1.200 Euro. Unsere Testkonfiguration hingegen kostet ganze 1.700 Euro. Um diesen Preis können sich Nutzer locker ein hochqualitatives Windows-Convertible kaufen und die üblichen Fallstricke von Chrome OS (schlechte Grafikleistung und eingeschränkte Software) vermeiden.

Es gibt auch weitere Optionen zur Auswahl: Das Asus Chromebook Flip C434TA würden wir als “gut genug” einschätzen und kostet dafür rund 1.000 Euro weniger. Das HP Chromebook X360 14 G1 ist ebenfalls eine Überlegung wert. Es bietet viele der Premium-Features des Dell Latitude 7410 Chromebook 2-in-1 und ist um 600 – 700 Euro weniger zu haben. 

Test LG 27GN950-B: 4K-Gaming-Monitor mit Nano-IPS-Technologie

Einleitung

Auf LGs UltraGear-GL-Linie folgt nun die GN-Serie, die mit zwei Bildschirmdiagonalen (38 und 27 Zoll) und vier verschiedenen Auflösungen erscheint. Mit dem 27GN950-B erreicht das weltweit erste IPS-UHD-Panel mit einer Reaktionszeit von 1 ms (G2G) unsere Redaktion und bildet damit die Speerspitze der drei 27-Zöller, die zur Auswahl stehen.

Der Hersteller legt neben einer hohen Geschwindigkeit Wert auf Farbbrillanz und stattet auch den LG 27GN950-B mit Nano-IPS aus, um lebhaftere Farben zu erreichen und letztendlich eine DisplayHDR600-Zertifizierung zu erhalten, die eine 90-prozentige Farbraumabdeckung des DCI-P3-Farbraums erfordert. Für ein smoothes Gameplay verfügt das Modell zudem über eine native Aktualisierungsrate von 144 Hz, die dank DSC („Display Stream Compression“) an nur einer DisplayPort-Schnittstelle erreicht werden kann. Zusätzlich kann VRR sowohl an AMD- als auch an NVIDIA-Grafikkarten genutzt werden, um Stuttering und Tearing zu eliminieren.

Bislang stehen sämtliche LG-UltraGear-Displays für eine tolle Performance und sind immer für einen Rekord in diesem Bereich gut. Wir sind gespannt, ob der LG 27GN950-B diesem Anspruch gerecht wird.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des LG 27GN950-B.

Lieferumfang

Mit seinen knapp 11 kg lässt sich der schön gestaltete Motivkarton ohne große Mühe zum Bestimmungsort bringen. Zur Transporterleichterung wurden ihm Grifflaschen spendiert.

Der Karton wird benutzerfreundlich von der breiten Seite geöffnet. So entfällt das lästige Herausziehen des kompletten Innenlebens durch eine schmale Öffnung. Im oberen Styroporformteil befinden sich in Fächern geordnet Basis, Tragarm und eine Zubehörschachtel.

In dieser befinden sich Netzkabel, Netzteil, DP- und HDMI-Kabel, USB-3.0-Kabel vom Typ A auf B, eine Kabelklemme für das Mauskabel und als Papierbeilage Sicherheitsanweisungen, ein Kalibrationsbericht sowie Garantie-Informationen. Zusätzlich ist eine CD-ROM vorhanden. Auf ihr ist allerdings nicht wie gewohnt das ausführliche Handbuch in mehreren Sprachen zu finden, sondern nur eine Schnelleinführung und einige Erklärungen zum Display und wiederum Sicherheitshinweise. Das Handbuch und weitere Software wie zum Beispiel „OnScreen Control“ (Softwarelösung des OSD-Menüs) lassen sich im Support-Bereich der Produkt-Website herunterladen.

Unter dem oberen Styroporformteil befindet sich gut geschützt das Display, das zusätzlich in einen Schaumstoffbeutel eingeschlagen ist. Zunächst müssen Basis und Tragarm zusammengesteckt und mittels der beiden Flügelschrauben unterhalb der Basis fixiert werden.

Im Anschluss wird die Halteplatte des Tragarms in die VESA-Aufnahme eingehängt und mittels Einrastvorrichtung verriegelt.

Es besteht auch die Möglichkeit, das Display an alternativen Halterungen anzubringen. Hierfür wird eine Halterung mit der VESA-Norm 100 x 100 benötigt.

Optik und Mechanik

Bis auf den Monitorarm, der aus Metall besteht, verfügt das Display über ein schwarzes Kunststoffgehäuse mit einigen auffallenden roten Akzenten. Der LG 27GN950-B hat ein randloses Design. Wie bei allen Monitoren dieser Spezies beginnt das sichtbare Bild zwar auch erst etwas nach innen versetzt, weist aber einen etwas schmaleren Rand auf als bei den meisten anderen Displays. Hier beträgt der Abstand inklusive des schmalen Außenbands oben und an den Seiten zum sichtbaren Bild nur 6 mm, und auch der untere Rand zeigt sich hier rahmenlos. Während die meisten anderen Bildschirme im unteren Bereich über einen richtigen Rahmen verfügen, der zumeist 20 mm breit ist, wird beim LG 27GN950-B das schmale Rahmenband von den Seiten weitergeführt und weist lediglich eine Entfernung von 10 mm zum sichtbaren Bild auf.

Auf der rechten Seite kann unterhalb des Monitors eine kleine Klemme angebracht werden, die als Haltevorrichtung für das Mauskabel dient. Bis zum runden Gehäuse im Zentrum der Rückwand beträgt die Tiefe des Displays 25 mm. Das runde Gehäuse verfügt über eine Tiefe von etwa 30 mm.

An der Außenseite befinden sich kleine Belüftungsöffnungen und eine LED-Leiste für die Lichteffekte. Im Inneren sind das UltraGear-Logo als Relief und das Anschluss-Panel platziert. Mittig ist die Halteplatte des Tragarms in die VESA-Aufnahme des Displays eingehängt. Direkt hinter der Halteplatte befindet sich das Gelenk für den Pivot-Modus, um das Display von der Landscape- in die Porträt-Stellung zu bringen.

Über eine Möglichkeit der seitlichen Drehung verfügt der LG 27GN950-B nicht, wohl aber über eine Neigungsverstellung für einen Bereich von -15 Grad nach hinten und 5 Grad nach vorn, um ein angenehmes Betrachten zu gewährleisten.

Die Halteplatte läuft im Inneren des Monitorarms über ein Schlittensystem und lässt sich über einen Weg von 110 mm in der Höhe regulieren. In tiefster Stellung befindet sich der untere Rahmen 115 mm von der Tischoberfläche entfernt.

Im hinteren Bereich des massiven Monitorarms befindet sich eine Klemme. Sie wird im Handbuch zwar nicht erklärt, dient angesichts ihrer Position aber wohl dem Kabelmanagement.

Die Basis besteht aus zwei großen Auslegern, auf dessen Unterseiten kleine Gummifüßchen angebracht sind, um ein Verrutschen auf dem Untergrund zu vermeiden. Das Tragekonstrukt an sich verfügt über einen sehr festen Stand und steckt auch gröbere Stöße problemlos weg.

Der LG 27GN950-B zeigt als eines der wenigen Displays ein komplettes Frameless-Design, das konsequent auch im unteren Bereich des Panels fortgeführt wird. So wirkt die Front sehr minimalistisch. Durch die rot abgesetzte Basis wird in der Front ein farblicher Akzent gesetzt. Der hintere Bereich verfügt über weitere rote Details und wird durch die runde LED-Lichtleiste auch diejenigen begeistern, die eine Show-Beleuchtung schätzen. Die Verarbeitung des Monitors ist über jeden Zweifel erhaben und lässt keine Mängel erkennen. Auch die Mechanik der beweglichen Teile läuft ruhig und sauber.

Technik

Betriebsgeräusche

Testbilder mit harten Kontrasten rufen beim LG 27GN950-B keine Störgeräusche auf. Auch bei speziellen Testbildern konnten wir dem Monitor keinen Ton entlocken. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch


Hersteller
Gemessen
Betrieb maximal65 W55,3 W
Betrieb typisch42 W
140 cd/m²34,2 W
Betrieb minimal30 W
Energiespar­modus (Standby)0,5 W0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off)0,3 W0,3 W

Laut Handbuch verbraucht der LG 27GN950-B „typisch“ 65 Watt. Das Energielabel weist mit nur 42 Watt sehr viel weniger aus. Die Wahrheit bei deaktiviertem LED-Ring und ohne USB liegt bei einem gemessenen Bedarf von 55,3 Watt etwa in der Mitte. Bei 141 cd/m² benötigt das Display 34,2 Watt, was sich nur zu einer ausreichenden Effizienz von 0,80 cd/W errechnet. Mit je 0,3 Watt im Soft-off und Standby wird in beiden Fällen die EU-Norm erreicht.

Das Netzteil ist mit den Maßen 135 x 55 x 30 mm recht klein ausgefallen und lässt sich durch seine geringe Arbeitstemperatur von nur 33 °C und das lange Anschlusskabel sehr gut verstecken.

Anschlüsse

Der LG 27GN950-B verfügt etwa mittig der Rückwand über ein gut zugängliches Anschluss-Panel mit horizontaler Kabelführung. Zwar ist dies nicht dem Design zuträglich, erleichtert den Kabelwechsel aber ungemein. Mit einem DisplayPort 1.4 und zwei HDMI-2.0-Schnittstellen verfügt der Proband über eine gute Auswahl an Signaleingängen.

Für Peripheriegeräte stehen noch zwei USB-3.0-Downstream-Anschlüsse zur Verfügung, die beide mit einer Schnellladefunktion für geeignete Geräte punkten können. Für Kopfhörer ist zusätzlich eine 3,5-mm-Klinkenbuchse vorhanden.

Bedienung

Das OSD-Menü wird über einen 5-Wege-Joystick bedient, der sich mittig unterhalb des Displays befindet.

Mit leisem Knacken gibt der Joystick Rückmeldung über dessen Betätigung. Standardmäßig ist die Power-LED des Joysticks deaktiviert und kann im OSD-Menü unter „Allgemein -> Power-LED“ aktiviert werden. Während des Betriebes leuchtet sie schwach rot und blinkt im Standby. Rechts daneben befindet sich ein Rädchen, durch das sich die Helligkeit und die Beleuchtungsart für die rückseitige LED-Beleuchtung regeln lassen. Direkt nachdem der Bildschirm eingeschaltet wird, erscheint am unteren Bildschirmrad eine kurze Erklärung, wie das Display zu bedienen ist.

Als Hotkeys sind bei seitlicher Bewegung die Kopfhörerlautstärke und bei vertikaler Bewegung die Helligkeitseinstellungen verfügbar.

Über das Hauptmenü lassen sich Eingangswahl, Spielmodus und das Ausschalten des Displays erreichen. Hier erhält man schließlich auch den Zugang zu den einzelnen Menü-Einstellungen, indem man den Joystick zur rechten Seite bewegt.

Wird die Spielmodus-Option gewählt, erscheint eine Direktanwahlleiste, die über die gespeicherten Einstellungen informiert, die für die Presets „Spieler1“, „Spieler2“, „FPS“ und „RTS“ gesetzt wurden. Durch eine seitliche Bewegung des Joysticks lassen sich die jeweiligen Presets schnell durchschalten, sodass man nicht erst die Menü-Einstellungen aufrufen muss.

OSD

Das Einstellungsmenü kommt sehr aufgeräumt und übersichtlich daher und verfügt über fünf Kategorien, die sinnvoll zugeordnet sind. Der Fokus wurde auf die Spieleinstellungen gelegt. Nicht wählbare Einstellungen sind ausgegraut. Im oberen Bereich befindet sich wiederum eine Statusleiste wie beim Spielmodus.

Direkt die erste Kategorie stellt den „Spiel Modus“ dar. Hier gibt es mit acht Modi eine große Auswahl an Szenarios und zusätzlich zwei Modi für eine Hardware-Kalibrierung, für die allerdings die Zusatz-Software „True Color Pro“ von der Produkt-Website heruntergeladen werden muss.

Etwas mau sieht es mit den möglichen Speicherplätzen aus, da einzig die Modi „Spieler1“ und „Spieler2“ komplett konfiguriert werden können. Alle anderen Modi sind hier stark bis sehr stark eingeschränkt. Gut ist allerdings, dass die jeweilige Konfiguration der einzelnen Modi bis zum Reset erhalten bleibt. Außerdem lässt sich der sRGB-Modus sinnvoll einsetzen, da er in seiner Leuchtdichte konfiguriert werden kann.

In der Kategorie „Spieleinstellung“ sind alle spielrelevanten Einstellungen vorhanden, sodass man sich nicht großartig auf die Suche machen muss.

Die Kategorie „Bildanpassung“ bietet die üblichen Bildeinstellungen wie Helligkeit und Kontrast. Auch eine Gamma- und Farbtemperatur-Einstellungsebene existieren, allerdings werden hier nur rudimentäre Werte angeben.

Wie anfangs in diesem Teil des Tests angesprochen, lässt sich die LED-Beleuchtung an der Rückwand in verschiedenen Farben und Arten ändern. Die eine Möglichkeit besteht darin, die Optionen durch einen Druck auf das Rädchen unterhalb des Monitors zu aktivieren.

Hier erscheint zunächst ein Popup, das darauf aufmerksam macht, dass durch die Installation von „LG UltraGear“ zusätzliche Lichteffekte möglich sind.

Danach werden die verfügbaren hardwaregestützten Varianten am unteren Bildschirmrand angezeigt und durch das Drehen und Klicken des Rädchens aktiviert.

Wird die angesprochene Software „LG UltraGear“ installiert und der Monitor per USB mit dem Computer verbunden, erweitert sich die Funktionalität des LED-Kreises enorm. So ist es auch möglich, die Beleuchtung an den Klang der Musik oder über Spiel- oder Videoinhalte in der Art einer Ambient-Beleuchtung anzupassen.

Insgesamt macht das OSD-Menü einen tollen Eindruck. Die Bedienung funktioniert intuitiv und bedarf keiner großartigen Einarbeitung. Nur zwei Speicherplätze für ein Gaming-Display empfinden wir aber als zu wenig.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 80, Kontrast 70, „Spiel Modus: Spieler1“, Gamma „Modus 2“, Farbtemperatur „Benutzer“.

Graustufen

In den Lichtern werden die Graustufen bis zum vorletzten Feld und in den Schatten bis zum drittletzten Feld angezeigt. Bewegt man sich aus dem Zentrum der Bildachse, bleiben die hellen Grautöne von ihrer Erkennbarkeit neutral, allerdings verlieren die dunklen Grautöne weitere zwei Felder.

Der Grauverlauf zeigt eine recht starke Abgrenzung im üblichen Bereich, wo reines Weiß auf helles Grau trifft. Dieser Bereich wird bei seitlicher Betrachtung etwas prominenter. Zudem erhalten die hellen Grautöne einen Braunstich.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Im Grunde liefert der LG 27GN950-B für ein IPS-Panel ein schön sattes Schwarzbild. Leider hat das Panel mit nicht unerheblichen Spots am unteren Rahmen zu kämpfen. Besonders auf der rechten Seite ist die Hintergrundbeleuchtung über einen Weg von ca. 15 cm zu sehen.

Auf der linken Seite zeigt sich der Spot weniger stark. Bei fünffach verlängerter Belichtungszeit kann man eine leichte Wolkenbildung erkennen, die allerdings aufgrund der starken Einstrahlung vom unteren Rahmenbereich in den Hintergrund rückt.

Der Glow ist abhängig von der Höhe, von der man auf das Display schaut, und scheint violett. Für ein IPS-Panel ist die Intensität des Glows aber erfreulich gering.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Laut Datenblatt soll der LG 27GN950-B eine maximale Leuchtdichte von 400 cd/m² erreichen. Wir messen mit 451 cd/m² rund 12 % mehr. Um auf D65 zu kommen, müssen wir einige Korrekturen an den RGB-Reglern vornehmen, sodass letztendlich noch ausreichende 411 cd/m² übrig bleiben. Mit einer minimalen Leuchtdichte von 78 cd/m² ist ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit eher grenzwertig.

Der Hersteller gibt an, dass der LG 27GN950-B über ein maximales Kontrastverhältnis von 1000:1 verfügt. Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 980:1 werden zwar keine Fabelwerte erreicht, das Gerät kann aber noch mit einer guten Beurteilung aufwarten. Bei 40 % Leuchtdichte wird das Maximum von 1000:1 erreicht. Nach der Kalibrierung erhöht sich das Kontrastverhältnis noch etwas und liegt mit 992:1 faktisch im Rahmen der Herstellerangabe und erreicht knapp die Höchstwertung.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 4,92 % und einer maximalen Helligkeitsabweichung von 8,80 % wird ein gutes Ergebnis erreicht. Die Farbreinheit liegt mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,66 und einem maximalen Delta C von 3,03 zwischen einem Gut und Befriedigend.

Coating

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der LG besitzt eine matt kristalline Oberfläche mit dezenten mikroskopischen Vertiefungen zur Diffusion. So wirken Farben zwar etwas brillanter, doch kann das in sonnendurchfluteten Räumen schnell zu ungeliebten Reflexionen führen, besonders dann, wenn der Bildinhalt dunkel ist.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des LG 27GN950-B bei horizontalen Blickwinkeln von ±75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Die Blickwinkelstabilität des LG 27GN950-B ist gut. In den horizontalen Blickwinkeln kann man einen leichten Kontrastverlust feststellen. Bei den seitlichen Blickwinkeln dunkelt das Bild ein wenig ab und erhält einen Braunstich. Ansonsten bleiben die bunten Farben stabil.

Interpolation

Unter der Kategorie „Eingang“ ist die Einstellungsebene „Verhältnis“ zu finden. Hier existieren die Optionen „Vollbild“, „Original“ und „Just Scan“. Letzteres lässt sich am Computer nicht auswählen und wird übersprungen. Letztendlich ist es aber auch egal, welche der ersten beiden Optionen gewählt wurde, da es keinen Einfluss auf die Darstellung hat. Kleinere Auflösungen im Verhältnis 16:9 werden bildschirmfüllend angezeigt. Abweichende Seitenverhältnisse werden vom LG 27GN950-B in einem Fenster dargestellt. Unter „Bildanpassung -> Schärfe“ lässt sich das Bild über einen Bereich von 0 bis 100 in Zehnerschritten in der Schärfe anpassen. Ab Werk ist der Wert 50 eingestellt, der auch auf 60 erhöht werden kann. Ab 70 entstehen schlussendlich unschöne Doppelkonturen.

Um die Qualität der Interpolation zu prüfen, verwenden wir eine hochauflösende Testgrafik und vergleichen diese bei nativer Auflösung und bei verringerter Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Bei nativer Auflösung wird das Gitter natürlich maximal scharf und detailreich abgebildet. Bei der kleineren Auflösung entsteht zwangsläufig mehr Platz, der anhand von zusätzlich eingefügten grauen Pixeln ausgefüllt wird. Bis auf die etwas fetteren Konturen und einen leichten Unschärfeeindruck ist die Interpolation gut. Die folgenden Bilder geben einen groben Eindruck über die Qualität der Skalierung.

Text wird durch die zusätzlich eingefügten Pixel etwas unschärfer wiedergegeben. Bei einer starken Verringerung der Auflösung franst das Schriftbild zudem noch etwas aus. Trotzdem bleibt auch Schrift bei kleinerem Grad noch gut leserlich.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1Display Pro und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier erreicht das Display vor der Kalibrierung nur ein Ergebnis von 83 %. Das ist kein befriedigender Wert mehr und deshalb nicht für farbverbindliche Arbeiten geeignet. Nach der Kalibrierung werden sehr gute 100 % erreicht, was natürlich einer sehr guten Beurteilung entspricht.

Der DCI-P3-Farbraum wird mit 92 % abgedeckt. Das entspricht zwar nicht ganz den Angaben des Herstellers von 98 %, ist aber trotzdem ein gutes Ergebnis, zumal es sich hier auch um Messtoleranzen handeln kann.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Spiel Modus: Spieler1 (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus „Spieler1“, Gamma „Modus 2“, Farbtemperatur „Benutzer“, Helligkeit 80, Kontrast 70.

Der LG 27GN950-B kann mit einer guten Neutralität der grauen Farben punkten. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,66 und einer Range von 0,87 wird hier nur knapp ein sehr gutes Gesamtergebnis verfehlt. Die Farbtemperatur ist mit 6752 Kelvin etwas zu kühl geraten. Die Gammakurve liegt mit einem mittleren Gamma von 2,21 in einem fast perfekten Bereich.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Unter der Kategorie „Spiel Modus“ existiert auch ein sRGB-Modus. Die Grauwerte liegen mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,43 und einer Range von 0,79 zwar in einem sehr guten Bereich, allerdings weichen die bunten Farben mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 3,84 zu weit ab. Auch die Gammakurve mit einem Mittel von 2,37 verläuft alles andere als gut. Zudem wird im sRGB-Modus nur eine Farbraumabdeckung von 83 % erreicht. In Summe machen die Ergebnisse die Emulation unbrauchbar für farbverbindliche Arbeiten.

Aufgrund des nicht so tollen Ergebnisses haben wir den Monitor zusätzlich im Werkszustand gemessen, doch hier kommt kein deutlich besseres Ergebnis bei den Farbwerten zustande. Das durchschnittliche Delta E verbessert sich zwar auf 3,44, für einen befriedigenden Wert wäre allerdings ein Resultat von 3,0 notwendig. Die Gammakurve verläuft sichtbar besser als im eigentlichen sRGB-Modus. An der Graubalance gibt es nichts auszusetzen, und der sRGB-Farbraum wird hier mit 99 % ausgezeichnet abgedeckt.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der LG 27GN950-B aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus „Spieler1“, Gamma „Modus2“, Farbtemperatur „Benutzer“) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Der LG 27GN950-B zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profivalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Grauwerte schneiden gut, die bunten Farben sogar sehr gut ab. Allerdings fällt die Gammakurve zum Ende deutlich ab.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,56, einer Range von 1,42 und einem Delta E94 von 0,42 erreicht der LG 27GN950-B ein gutes Gesamtergebnis. Auch hier fällt die abknickende Gammakurve auf.

Vergleich mit DCI-P3

Der LG 27GN950-B verfügt nicht über einen emulierten DCI-P3-Modus. Außer beim sRGB-Modus ist der erweiterte Farbraum demnach ständig verfügbar, was auch an den kräftigen Farben zu erkennen ist.

Bei der Messung schlägt sich das Display außerordentlich gut. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,29 und einer Range von 0,47 werden bei den Grauwerten sehr gute Ergebnisse erzielt. Auch die Farbgenauigkeit kann sich mit einem Delta E94 von 1,75 sehen lassen, was letztendlich zu einer guten Beurteilung im DCI-P3-Farbraum führt. Einzig die Gammakurve, die händisch auf „Gamma3“ eingestellt werden muss, ist stark verbesserungswürdig.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Reaktionszeit) ist vorhanden und unter „Spieleinstellungen -> Reaktionszeit“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Normal“, „Schnell“ und „Schneller“. Als Standardwert ist „Schnell“ voreingestellt. Die Bildrate bei nativer Auflösung erreicht maximal 120 Hz (Einstellung „DisplayPort Version 1.4“), lässt sich aber an kompatiblen Grafikkarten über die Einstellung „Allgemein -> DisplayPort-Version -> 1.4(DSC) auf 144 Hz erhöhen.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Reaktionszeit „Aus“

Bei deaktiviertem Overdrive zeigt der LG 27GN950-B, dass er bereits über eine gewisse Grundschnelligkeit verfügt, und kann sich gegenüber anderen Displays auf den vorderen Plätzen beweisen. Auch der Helligkeitsverlauf zeigt sich sehr schön neutral.

60 Hz, Reaktionszeit „Schnell“

Bei der ab Werk voreingestellten Beschleunigungsoption „Schnell“ werden die Schaltzeiten effektiv gekürzt. Mit 7,2 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 4,8 ms für den Grauwechsel, 7,2 ms als Durchschnittswert an 15 Messpunkten und 4,4 ms für den CtC-Wert kann sich der Monitor weiterhin im vorderen Feld festsetzen. Auch die Verzögerung von 4 ms bei 60 Hz ist ein sehr guter Wert.

Schaut man sich den Helligkeitsverlauf an, kann man erkennen, dass sich das Display genau bei diesen Schaltzeiten an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit bewegt.

60 Hz, Reaktionszeit „Schneller“

Wird die stärkste Beschleunigung mit „Schneller“ gewählt, zeigt sich erneut ein starker Geschwindigkeitsschub, der den CtC-Wert sogar unter 1 ms treibt. Diese Beschleunigungsstufe werden allerdings nur diejenigen wählen, die jede Millisekunde aus dem Panel herausdrücken wollen, da der Helligkeitsverlauf komplett gesprengt wird. Im Teil „Subjektive Beurteilung“ werden wir beschreiben, wie stark sich die Überschwinger im Bild bemerkbar machen.

Overdrive 120 Hz

120 Hz, Reaktionszeit „Aus“

Bei 120 Hz und deaktiviertem Overdrive messen wir minimal schnellere Werte, gegenüber den Messungen bei 60 Hz. Im Kreis der Gaming-Displays kann sich der LG 27GN950-B bei unserer Durchschnittsmessung an 15 Messpunkten mit 8,3 ms und bei der Gesamtlatenz von schnellen 5,2 ms sogar an die Spitze setzen. Analog dazu zeigt sich der Helligkeitsverlauf komplett unauffällig.

120 Hz, Reaktionszeit „Schnell“

Bei mittlerem Overdrive und 120 Hz schlägt sich das Display mit 6,6 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 4 ms für den Grauwechsel, 6,9 ms als Durchschnittswert an 15 Messpunkten und 4,4 ms für den CtC-Wert weiterhin wacker im oberen Bereich unserer Rangliste gegenüber anderen Supersportlern.

Auch der Helligkeitsverlauf zeigt sich hier nahezu unbeeindruckt, aber gibt mit einem minimalen Überschwinger Auskunft über die Belastungsgrenze des Panels.

120 Hz, Reaktionszeit „Schneller“

Bei maximalem Overdrive wurde auch hier wieder jede Millisekunde aus dem Monitor herausgequetscht. Das bringt zwar den CtC-Wert erneut auf eine Schaltzeit von 0,5 ms, doch sprengt wieder komplett den Helligkeitsverlauf.

Wir empfehlen, den LG in der Werkseinstellung „Schnell“ zu betreiben. Hier kombiniert der Monitor bereits sehr gute Reaktionszeiten mit einer einwandfreien Bildqualität.

Netzdiagramme

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Zwar werden auf der höchsten Overdrive-Stufe „Schneller“ eine Signalverzögerung von nur 1 ms und eine mittlere Bildwechselzeit von nur 1,7 ms erreicht, was eigentlich eine Gesamtlatenz von 2,7 ms ergeben würde, doch fällt dieses Ergebnis aus Gründen der schlechten Bildqualität aus der Wertung. Eine tolle Bildqualität wird bei der mittleren Overdrive-Stufe erreicht und lässt die Gesamtlatenz nur um 0,8 ms ansteigen, was letztendlich mit 4,5 ms auch ein Resultat ist, das sich besonders für schnelle Shooter eignet.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor selbst bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Subjektive Beurteilung

Auch wenn sich sämtliche Modelle einem umfangreichen Testparcours mit hochempfindlichen Messgeräten stellen müssen, kommt es immer wieder vor, dass einige Geräte Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive erzeugen. Auch das Handling und die Spiel-Eigenschaften sind Teil dieses Abschnittes. Wir haben uns für einige Zeit hingesetzt und gespielt, Filme angeschaut und weitere kleine Tests durchgeführt.

Zur Beurteilung der Gaming-Performance haben wir hauptsächlich die Rennsimulation Project CARS 2 verwendet, da sich die schnell bewegten Bildanteile bei der Cockpit-Ansicht direkt im Blickfeld befinden. Auch die starken Kontraste zwischen Himmel und Vegetation lassen sehr gut eine mögliche Koronabildung erkennen.

60 Hz an Spielekonsolen

Zunächst testen wir die Performance bei 60 Hz, um den Nutzen an Spielekonsolen zu testen. Zwar unterstützten einige dieser Geräte bereits VRR, doch gibt es auch noch jene, die dies nicht können. Der LG 27GN950-B zeigt eine ordentliche Leistung bei 60 Hz. Sicherlich nimmt man die typische, leicht stockende Wiedergabe des Bildes bei 60 Hz wahr, wenn man das smoothe Gameplay bei 144 Hz gewohnt ist. Doch schnell bewegte Objekte werden bei einer ordentlichen Schärfe angezeigt und wirken weniger verschmiert als bei vielen anderen Monitoren. Hier kommen dem Testmodell die ordentlichen Schaltzeiten zugute. man sollte allerdings nicht von der ab Werk voreingestellten Overdrive-Stufe „Schnell“ abweichen. Im Teil „Reaktionsverhalten“ haben wir den komplett gesprengten Helligkeitsverlauf bei der Stufe „Schneller“ gesehen. Dies äußert sich am Bild vernichtend und macht ein ordentliches Gameplay streckenweise unmöglich.

PC-Betrieb

Wie im 60-Hz-Betrieb sollte man den Overdrive auch bei 120 Hz oder 144 Hz auf der Stellung „Schnell“ belassen, um ein qualitativ ordentliches Bild zu erhalten. Bei höheren Aktualisierungsraten verringern sich die Bildfehler zwar minimal, aber eben nicht mehr. So beträgt die G2G-Reaktionszeit rund 4 ms und eben nicht 1 ms, da „Schneller“ als Option aus genannten Gründen ausfällt und ein gewisser Motion-Blur nicht zu leugnen ist. Leider wurde dem LG 27GN950-B keine Funktion spendiert, die Motion-Blur reduziert, was Freunde von Shooter-Spielen enttäuschen dürfte.

Für Rennsimulationen oder bei anderen Titeln, bei denen diese leichte Unschärfe im bewegten Bild nicht stört, macht der LG 27GN950-B einen tollen Job, vorausgesetzt man verfügt über eine leistungsfähige Grafikkarte, die die 3840 x 2160 Pixel mit ausreichend Bildern beliefert. In unserem Testspiel bei niedrigen Details erreicht das Testsystem, das mit einer AMD Radeon RX 5700 XT ausgestattet ist, rund 70 fps. Das sind noch ausreichend Frames, um bei FreeSync/G-Sync ein tolles und flüssiges Gameplay zu erreichen. Analog lässt es sich auch mit heruntergesetzter Auflösung bei WQHD oder Full HD spielen, wenn die GPU kleiner dimensioniert sein sollte. Der Qualitätsverlust ist besonders bei WQHD noch problemlos zu verkraften.

Über die Radeon-Einstellungen wird gemeldet, dass FreeSync über einen Bereich von 48 bis 144 Hz bei einer Farbtiefe von 10 Bit unterstützt wird. Dies natürlich nur, wenn die GPU DSC („Display Stream Compression“) beherrscht.

HDR

Der LG 27GN950-B ist offiziell als DisplayHDR-600-Gerät zertifiziert. Das ist zwar noch nicht der Weisheit letzter Schluss, doch gelten hier schon strengere Regeln als bei DisplayHDR 400. Das macht sich schlussendlich auch am Bild bemerkbar und zeigt einen sichtbar höheren Kontrastumfang als bei SDR, was im folgenden Bildvergleich sehr schön zu sehen ist.

Sound

Der LG 27GN950-B verfügt über keine Lautsprecher.

DVD und Video

Der LG 27GN950-B verfügt über zwei HDMI-2.0-Schnittstellen, an denen HD-Zuspieler wie BD-Player, Spielkonsolen oder HD-Receiver angeschlossen werden können. Bei belegtem Kopfhörerausgang wird der Ton direkt an verbundene Kopfhörer weitergeleitet. Das Bild wirkt durch den erweiterten DCI-P3-Farbraum, der permanent anliegt, sehr farbenfroh und lebendig.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Ab Werk ist das Seitenverhältnis auf „Vollbild“ eingestellt. So wird Material in FHD und HD-Ready auch folgerichtig bildschirmfüllend angezeigt. SD-Material wird auf die volle Bildschirmhöhe skaliert und erhält an den Seiten die üblichen schwarzen Balken.

Das Handbuch gibt keine Auskunft, ob Interlaced-Signale angenommen werden. Um dies zu testen, haben wir den Monitor an einen HDTV-Receiver angeschlossen und ihm Material in 1080i zugespielt. Auch hier gibt sich das Display keine Blöße und zeigt ein einwandfreies Bild. Zusätzlich überprüfen wir das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 2:2- und 3:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Bereits bei Halbbildfolgen mit ungeradem Verhältnis entstehen Zeilenflimmern und ein deutlicher Moiré-Effekt, was schon an dieser Stelle für einen nicht vorhandenen Deinterlacer steht.

An HDMI werden Blu-ray-Filme bei 24 Hz und DVDs bei 50 Hz wiedergegeben.

Farbmodelle und Signallevel

Der LG GL850-B verarbeitet am HDMI-Eingang digitale RGB- und YCbCr-Signale. Erstgenannte sollten den vollen Dynamikbereich nutzen (PC-Level, Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 0–255). Während der Zuspielung über einen externen Player muss das Signal daher geeignet gespreizt werden. Dies funktioniert direkt, und es wird der eingeschränkte Dynamikbereich (Videolevel, Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) genutzt. So erhält man richtige Weiß- und Schwarzwerte. Wenn dies einmal nicht funktioniert, bietet das OSD-Menü allerdings keine Funktion, um Änderungen vorzunehmen. So ist man von den Einstellungen am Zuspielgerät abhängig.

Fazit

Der LG 27GN950-B zeigt sich im üblichen minimalistischen und ansprechenden LG-UltraGear-Design. Typisch für diese Spezies ist das runde Gehäuse auf der Rückseite, an dessen Außenseite die Belüftung in Rot abgesetzt ist. Als Add-on verfügt das Display über eine LED-Beleuchtung, die sich innerhalb dieses Gehäuses befindet. Sie dient als Show-Beleuchtung, kann aber auch als Ambient-Beleuchtung eingesetzt werden, was einen echten Mehrwert bietet. Das vierseitige Frameless-Design, das auch am unteren Rand fortgeführt wird, bieten noch nicht viele Hersteller. Die Verarbeitung ist auf einem tollen Niveau, und auch die beweglichen Teile laufen schön weich, ohne zu schleifen. Die fehlende seitliche Drehung, an der es im Übrigen bei sämtlichen UltraGear-Modellen fehlt, ist der einzige Kritikpunkt in Sachen Optik und Mechanik.

Als bereits von LG vorkalibriertes IPS-Display geht man davon aus, dass bereits ab Werk ein ordentliches Messergebnis zustande kommt. Hier kann der sRGB-Modus überhaupt nicht überzeugen und zeigt mit einer Abdeckung des sRGB-Farbraums von nur 83 % und einer sehr hohen Abweichung der bunten Farben ein schlechtes Ergebnis, das die Emulation unbrauchbar macht. Die Messung im Werkszustand bringt zwar eine sRGB-Abdeckung von 99 %, zeigt aber ebenso viel zu hohe Abweichungen der bunten Farben. Vor einer Kalibrierung eignet sich dieser Monitor demnach nicht für farbverbindliche Arbeiten im sRGB-Farbraum. Nach einer Kalibrierung ist schlussendlich alles gut, und die hohen Abweichungen sind Geschichte. Der sRGB-Modus bleibt aber nach wie vor unbrauchbar und weist zu hohe Abweichungen in den bunten Farben auf. Ansonsten sind die Farbreinheit und die Helligkeitsverteilung auf einem guten und das Kontrastverhältnis auf einem sehr guten Niveau.

Das Panel kann auch bei größerem Blickwinkel mit einer guten Farbtreue punkten und eignet sich daher selbst in größerer Runde für einen Filmabend. Weitere Punkte sammelt der LG 27GN950-B für eine 24-Hz-Unterstützung und den erweiterten DCI-P3-Farbraum, der das Bild farbenfroher und lebendiger erscheinen lässt. Auch die DisplayHDR-600-Zertifizierung bringt einen Mehrwert und zeigt einen sichtbar erhöhten Kontrastumfang. Das macht sich ebenso in kompatiblen Spielen bemerkbar, die HDR unterstützen. Hier wird natürlich noch nicht so ein Aha-Erlebnis geboten, wie es bei DisplayHDR 1000 zum Tragen kommt, doch ist dies ein guter Mittelweg und schont den Geldbeutel.

Dass Hersteller in Sachen Performance immer ein wenig dick auftragen, ist hinlänglich bekannt und dem Druck geschuldet, den der Wettbewerb mit sich bringt. So auch bei der Ankündigung, dass der LG 27GN950-B eine Reaktionszeit von 1 ms (G2G) erreichen soll. Dies ist zwar möglich, doch bei solch heftigen Bildfehlern, dass ein normales Gameplay teilweise gar nicht mehr gewährleistet ist. Daher fällt die höchste Overdrive-Stufe für uns aus der Wertung, sodass der Proband letztendlich eine Schaltzeit von 4 ms erreicht, dies dafür aber bei einer hervorragenden Bildqualität. Gleiches gilt für die Gesamtlatenz, die nach einer Korrektur noch immer bei 4,5 ms liegt und auch Pro-Gamer überzeugen wird. Dass dem Monitor aber keine Funktion zur Unschärfereduzierung spendiert wurde, könnte einige potenzielle Kunden vom Kauf abhalten.

Insgesamt hinterlässt der LG 27GN950-B einen überwiegend tollen Eindruck. Außerdem geht an ihm mit einem momentanen Straßenpreis von rund 845 Euro preistechnisch kein Weg vorbei, da vergleichbare Monitore allesamt teurer sind. Daher erhält das Modell von uns eine Kaufempfehlung.

AMD Radeon RX 6800 XT: Sapphire zeigt Herstellerkarten Nitro und Pulse

Sapphire hat als erster Hersteller eigene Versionen von AMDs Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 enthüllt. Fünf Modelle zeigt die Firma auf der eigenen Produktseite, die mit dem RDNA-2-Grafikchip Navi 21 alias “Big Navi” und 16 GByte GDDR6-RAM erscheinen:

Radeon RX 6800 XT Nitro+ SE

Radeon RX 6800 XT Nitro+

Radeon RX 6800 Nitro+

Radeon RX 6800 XT Pulse

Radeon RX 6800 Pulse

Die Nitro-Versionen nutzen dem Bildmaterial zufolge alle das gleiche PCB und den gleichen Kühler. Die Grafikkarten sind 310 mm lang, 55,3 mm hoch und 134,3 mm dick, belegen also etwa 2,7 Steckplätze. Sapphire sollte folglich mehr Kühlfläche unterbringen als AMD bei den Referenzmodellen (267 mm lang, 2,5 Slots dick).

Wie schon bei Sapphires früheren Eigenvarianten der Radeon R9 Fury, Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 56 überragt der Kühler die Platine, sodass ein Teil des Luftstroms ungehindert nach oben abgeführt wird. Nvidia und dessen Partnerhersteller haben das gleiche Prinzip bei den GeForce-RTX-3000-Grafikkarten eingeführt.

Special Edition mit RGB-Lüftern

SE steht bei Sapphire üblicherweise für Special Edition und beinhaltet bei der Radeon RX 6800 XT Nitro+ SE einzeln ansteuerbare RGB-LEDs in den drei Lüftern und einen USB-C-Anschluss mit DisplayPort-1.4-Altmode sowie Power Delivery. Die normalen Nitro-Modelle haben RGB-LEDs ausschließlich auf der Rückseite sowie der Oberkante und ersetzen den Typ-C-Anschluss durch einen dritten DisplayPort 1.4 (nebst einmal HDMI 2.1). XT und Nicht-XT unterscheiden sich durch den GPU-Ausbau mit 72 beziehungsweise 60 Compute Units (4608 vs. 3840 Shader).

Die Radeon RX 6800 XT Pulse nutzt den Bildern zufolge den gleichen Kühler wie die Nitro-Grafikkarten, allerdings ohne RGB-LEDs und anderer Lüfterabdeckung. Die Radeon RX 6800 Pulse (nicht XT) ist mit 2,5 Slots schmaler gebaut. Alle fünf Grafikkarten gemein sind die zwei achtpoligen Stromanschlüsse sowie umschaltbare Dual-BIOSe. Taktfrequenzen und Powerlimits nennt Sapphire auf den Produktseiten noch nicht.

AMD bringt die Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 am 18. November 2020 für 650 beziehungsweise 580 US-Dollar in den Handel – Euro-Preise bestätigte der Chiphersteller noch nicht.

Dynabook Portégé X30W-J: Leichtes Convertible startet mit spezieller Garantie

Dynabook bringt Ende November mit dem Portégé X30W-J ein besonders leichtes Convertible auf Basis von Intels 11. Core-Generation auf den Markt. 989 Gramm wiegt die Kombination aus Intel Tiger Lake, 13,3 Zoll mit 360-Grad-Scharnier und 53 Wh großer Batterie. Dynabook bietet das Convertible wieder mit „Reliability Guarantee“ an.

Dynabook erstattet den Kaufpreis im ersten Jahr

Das leichteste aller Convertibles mit Intels 11. Core-Generation soll das Portégé X30W-J laut Dynabook sein. Angesichts der noch überschaubaren Auswahl entsprechend ausgestatteter Convertibles hat Dynabook in diesem Segment noch eine gewisse Exklusivität. Bereits zur Ankündigung von Intel Tiger Lake in Aussicht gestellt, soll das Portégé X30W-J nun Ende November zu Preisen ab 1.800 Euro auf den deutschen Markt kommen. Interessant ist erneut Dynabook „Reliability Guarantee“, in deren Rahmen innerhalb des ersten Jahres ab Kaufdatum bei Defekten nicht nur die Reparaturkosten übernommen werden, sondern der gesamte Kaufpreis erstattet wird.

Hinsichtlich Tiger Lake stellt Dynabook den Core i5-1135G7 sowie Core i7-1165G7 zur Auswahl, der sich mit bis zu 32 GB LPDDR4X-4266 kombinieren lässt. PCIe-SSDs können mit einer Kapazität von bis zu 1 TB bestellt werden. Eine dedizierte Grafikkarte findet in dem maximal 17,9 mm hohen Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung keinen Platz, Intels integrierte Iris Xe liefert aber deutlich mehr Leistung als die Jahre zuvor. Bei 303,9 × 197,4 mm (B×T) Fläche befindet sich außerdem ein 53 Wh großer Akku im Gehäuse, der Laufzeiten von bis zu 16 Stunden ermöglichen soll. Mit der Schnellladefunktion lässt sich das Gerät innerhalb von 30 Minuten auf bis zu 40 Prozent aufladen.

Optional auch mit LTE-Modul

Das kompakte Portégé X30W-J bietet dennoch eine Reihe wichtiger Anschlüsse. Dazu zählen durch die Intel-Plattform bedingt automatisch zwei Buchsen für Thunderbolt 4. Mit dabei sind zudem HDMI, ein USB Typ A nach Standard 3.2 Gen 1, einmal 3,5-mm-Klinke und ein microSD-Slot. Im kabellosen Bereich stehen Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 zur Verfügung. Außerdem bietet Dynabook optional ein LTE-Modul an.

Die Bildausgabe erfolgt auf einem 13,3 Zoll großen Full-HD-Display mit Touch-Unterstützung, das auch Eingaben über den Dynabook TruPen, einem Stylus mit Wacoms aktiver elektrostatische Technologie (AES) entgegen nimmt. Das IGZO-Panel wird von Sharp geliefert und soll eine Helligkeit von 460 cd/m² erreichen. Gorilla Glass von Corning dient dem Schutz des Bildschirms. Die weiteren Eingabegeräte umfassen das Touchpad, eine beleuchtete Tastatur, einen Fingerabdrucksensor, eine Webcam mit IR-Sensor für Windows Hello und zwei Mikrofone. Die Tonausgabe erfolgt über Stereo-Lautsprecher von Harman Kardon, die eine im Notebook überflüssige Dolby-Atmos-Zertifizierung aufweisen.

Als Gesamtpaket betrachtet erfüllt das Dynabook Portégé X30W-J die Kriterien für Intel Evo und darf somit im Handel mit einem entsprechenden Logo vermarktet werden.

Porsche Design AOC Agon PD27: 240-Hz-Monitor mit Metall­rahmen und Überroll­käfig

Mit dem Porsche Design AOC Agon PD27 bringen Porsche Design und AOC den ersten gemeinsam entwickelten Gaming-Monitor der AOC-Agon-Serie, dem Premium-Ableger für Gaming-Monitore von AOC. Während Porsche Design das Äußere verantwortet, ist AOC für die Technik mit hoher Bildwiederholfrequenz und niedriger Reaktionszeit zuständig.

Metallrahmen und Überrollkäfig

Äußerlich setzt der Monitor auf einen Metallrahmen, den vorne das Porsche-Design-Logo ziert, und einen silberfarbenen Standfuß, der dem klassischen Überrollkäfig eines Rennwagens aus dem Motorsport nachempfunden ist. Der Standfuß erlaubt eine Höhenverstellung um 150 mm sowie das Drehen und Neigen des Displays. Mit Ambient Light FX projiziert eine LED-Beleuchtung das Logo von Agon oder Porsche Design in verschiedenen Farben passend zum Spielinhalt auf den Tisch unter dem Display – auch wenn dies für Gaming-Monitore nichts neues ist, sieht Porsche Design hierin eine Anlehnung an die Logo-Projektion der Türen eines Porsches. Darüber hinaus verfügt der Monitor an der Rückseite über eine RGB-Beleuchtung, die sich auf Wunsch dem Spielinhalt anpasst.

WQHD mit 240 Hz, 1 ms und FreeSync Premium Pro

Der Porsche Design AOC Agon PD27 setzt bei seinem 27-Zoll-VA-Panel auf eine Auflösung von 2.560 × 1.440 Bildpunkten (WQHD) mit variablen 240 Hz bei einer Reaktionszeit von 0,5 ms (MPRT) beziehungsweise 1 ms Grau-zu-Grau. Das 8-Bit-Display deckt den sRGB-Farbraum zu 119 Prozent, den Adobe-RGB-Farbraum zu 89 Prozent und den NTSC-Farbraum zu 85 Prozent ab. Das Display ist im Radius von nur 1000R gekrümmt, was die Immersion möglichst groß werden lassen soll. Der Monitor ist nach DisplayHDR 400 zertifiziert, so dass er eine Mindesthelligkeit von 400 cd/m² bietet und HDR-fähig ist. AOC gibt die maximale Helligkeit des Monitors mit 550 cd/m² an. Damit die Bildinhalte nicht zerreißen, wird zudem AMD FreeSync Premium Pro im Bereich von 48 bis 240 Hz und LFC geboten, das für eine Synchronisierung des Bildsignals zwischen Grafikkarte und Monitor sorgt.

Bei den Videoanschlüssen bietet der Monitor zwei HDMI-2.0- und zwei DisplayPort-1.4-Eingänge. Über HDMI werden dem Standard entsprechend bis zu 144 Hz unterstützt, über DisplayPort die vollen 240 Hz. Darüber hinaus stehen vier USB-3.2-Anschlüsse und zwei 5-Watt-Lautsprecher zur Verfügung.

Drahtlose Mittelkonsole für Einstellungen

Auch das OSD des Porsche Design AOC Agon PD27 ist laut AOC in Zusammenarbeit mit Porsche entwickelt worden. Über ein zusätzliches „Wireless Gaming Keypad“, eine Art drahtlose IR-Fernbedienung im Stile einer Mittelkonsole, können per Tastendruck der Gaming-Modus und die Bildeinstellungen gewechselt werden, ohne über das OSD gehen zu müssen.

Preis und Verfügbarkeit

Der Porsche Design AOC Agon PD27 ist laut AOC ab sofort erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Monitors beträgt 799 Euro.

MacBook Pro: Apple M1 ist schneller, läuft länger und verbindet weniger

Auf das MacBook Air mit Apple Silicon lässt der Hersteller für professionelle Anwender das MacBook Pro mit Apple M1 folgen – vorerst aber nur in 13 Zoll, das Modell mit 16 Zoll behält Intels Prozessoren. Durch Apples eigenen Prozessor soll das Notebook nicht nur schneller sein, sondern auch deutlich längere Laufzeiten erreichen.

Auch beim MacBook Pro bringt der Apple M1 keine Veränderungen am Design mit, sondern tauscht in erster Linie Intel gegen Apple Silicon. Anders als beim neuen MacBook Air kommt diesmal eine aktive Kühlung zum Einsatz. Hinten rechts im Gehäuse sitzt dafür erneut ein Lüfter, der Wärme aus dem Gehäuse transportiert.

Apple M1 immer mit Octa-Core-GPU

Im MacBook Pro mit 13 Zoll bietet Apple für den M1-Chip keine unterschiedlichen Leistungsklassen an, nachdem sich das neue MacBook Air mit 7- oder 8-Core-GPU ausstatten lässt. Stattdessen kommt der Apple M1 stets mit Octa-Core-CPU sowie Octa-Core-GPU. Apple nennt erneut große Sprünge für die Leistung, bleibt aber Benchmarks schuldig, wie man sie von der Vorstellung neuer Prozessoren aus dem Hause AMD oder Intel gewohnt ist. Die Eckdaten lauten: eine bis zu 3,5-mal schnellere CPU, eine bis zu 6-mal schnellere GPU und bis zu 15-mal schnelleres maschinelles Lernen. Im Kleingedruckten von Apples Produktseite steht zumindest, dass die Vergleiche mit einem MacBook Pro mit Apple M1 und 16 GB RAM und einem MacBook Pro mit 1,7 GHz schnellem Core i7 Prozessor, Iris Plus Graphics 645 und ebenfalls 16 GB RAM durchgeführt wurden.

Keine Option mehr für 32 GB RAM und Intel bleibt

Die Angabe mit 16 GB ist insofern auch von Interesse, weil Apple den M1 derzeit mit nicht mehr als 16 GB RAM auf dem Package anbietet. Der Speicher liegt als sogenannter Unified Memory vor und steht allen Bereichen des Chips zur Verfügung. Das letzte MacBook Pro mit 13 Zoll auf Basis eines Intel-Prozessors hatte Apple noch mit 8 GB oder 16 GB in der Basis und optional bis zu 32 GB RAM angeboten. Wer mehr RAM benötigt, kann das Notebook weiterhin mit Intel-Prozessoren bestellen.

Akkulaufzeiten von bis zu 20 Stunden

Apple Silicon nimmt aber nicht nur bei der Leistung eine wichtige Rolle ein, sondern ist auch für deutlich längere Laufzeiten als bisher verantwortlich. Genau genommen ist das neue MacBook Pro der Mac mit den bisher längsten Laufzeiten, die Apple je in einem Notebook angeboten hat. Für den Akku mit 58,2 Wh gibt Apple bis zu 17 Stunden beim drahtlosen Surfen und bis zu 20 Stunden für die Wiedergabe von Filmen an.

Zwei Thunderbolt 4 statt vier Thunderbolt 3

Dass Apple Silicon aber nicht nur Vorteile hat, zeigt die reduzierte Anzahl der Schnittstellen. Wo bisher viermal Thunderbolt 3 geboten wurde, gibt es jetzt noch zweimal Thunderbolt 4 auf der linken Seite. Die weiterhin verfügbaren Intel-Konfigurationen bieten nach wie vor vier Anschlüsse für Thunderbolt 3. 3,5-mm-Klinke bleibt dem Notebook aber erhalten, ebenso gibt es Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.0.

Basiskonfigurationen ab 1.412 Euro

Wo bisher vier Basiskonfigurationen mit Intel angeboten wurden, stellt Apple ab sofort zwei Modelle mit Apple M1, 8 GB RAM und unterschiedlich großen SSDs zur Auswahl. Mit 256 GB kostet das neuen Notebook 1.412,45 Euro, mit 512 GB sind es 1.636.65 Euro. 16 GB RAM kosten 224,20 Euro mehr, die SSD-Aufpreise liegen bei rund 224 Euro (512 GB), 450 Euro (1 TB) und 900 Euro (2 TB) respektive 224 Euro (1 TB) und 670 Euro (2 TB), wenn bereits in der Basis das Modell mit 512-GB-SSD gewählt wurde. Die Auslieferung des Notebooks soll ab dem 17. November erfolgen.

Lenovo Yoga Duet 7 bleibt bei Preis/Leistung hinter Microsoft Surface Pro 7

Mit dem Yoga Duet 7 13IML05 zieht Lenovo gegen Microsofts Surface Pro 7 (i5 Version) ins Feld. Dabei holt das Convertible Tablet viele Punkte, am Sehr Gut schrammt es nur knapp vorbei. 

Dennoch, Microsoft hat die bessere Grafikleistung, mehr Auflösung, eine Stunde mehr Laufzeit (WiFi-Test), bessere Kameras und einen USB-Typ-A. Das SoC im Surface Pro rechnet unterm Strich genauso schnell, kommt aber ohne Lüfter aus (i5-Version). Lenovos Yoga Duet 7 hat mehr Anschlüsse, wenn auch ausschließlich Type-C, einen besseren Kontrast und bleibt kühler. Das Pendel schlägt unterm Strich zu Gunsten von Microsoft.

Für knapp 1.200 Euro ist das Lenovo Yoga Duet 7 13IML05 in der Testkonfiguration aktuell zu haben. Der preisliche Konkurrent ist Microsofts Surface Pro 7 (Core i5-1035G4, 256 GB), der kostet mit Type Cover genauso viel.

Im Einzelnen ist am stabilen, wertigen Chassis nichts zu meckern, an dem hellen, kontraststarken Display mit sRGB-Abdeckung auch nicht. Trotz Lüfter ist das Duet 7 zu jeder Zeit leise bzw. lautlos (Idle). Die Rechenleistung ist dem SoC angemessen, es kommt bei Dauerlast nicht zu nennenswerten Drosselungen. Einzig die iGPU-Performance ist unterdurchschnittlich, Gaming ist kein Thema. 

Die Bluetooth-Funk-Tastatur mit Akku ist eine nette Dreingabe. Bei den Anschlüssen hat Lenovo Platz für einen microSD-Leser gefunden und eingebaut ist der aktuell schnellste WLAN-Chip sowie eine IR-Kamera für die Windows Hello Gesichtserkennung. 

Neue WhatsApp-Funktion: So krass ändern sich die Chats

Eine neue Funktion könnte die Chats in WhatsApp grundlegend ändern: Nachrichten, Bilder und Videos sollen mit einem Timer versehen werden und die Nachrichten löschen sich anschließend selbst. Wie es geht, erfahren Sie im Text. Wollen Sie das Feature und andere Neuheiten jetzt schon nutzen, dann sollten Sie einfach Beta-Tester werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie oben im Video.

Wir berichten bereits seit einiger Zeit von einem neuen Feature, das WhatsApp-Chats grundlegend verändern soll. Nach Monaten der Gerüchte und Spekulationen ist die Funktion nun offiziell.

In den FAQs erklärt WhatsApp wie “ablaufende Nachrichten” funktionieren und was Sie dabei beachten sollten. Wir haben die Infos für Sie zusammengefasst. Sie sollten allerdings beachten, dass die Funktion in der aktuellen WhatsApp-Version noch nicht bereitsteht. Gut möglich, dass die verschwindenden Nachrichten schon mit dem nächsten Update auf Smartphone kommen.

Ablaufende Nachrichten in WhatsApp: Was Sie wissen müssen

Wer die neue Funktion aktiviert, kann künftig Nachrichten senden, die sich nach sieben Tagen automatisch wieder aus dem Chat löschen. Jeder kann dabei selbst wählen, ob das Feature aktiviert wird oder nicht. In Gruppenchats hingegen, können nur Admins “ablaufende Nachrichten” aktivieren oder deaktivieren.

Dabei werden dann nicht nur Text-Nachrichten im Chat mit dem 7-tägigen Timer versehen, sondern auch Bilder, Dateien und Videos. Diese werden aber, sofern die Einstellung aktiv ist, weiterhin in Ihren Fotos abgespeichert und bleiben dort auch nach den sieben Tagen bestehen.

Sobald die Funktion eingeschaltet ist, sollten Sie folgende Dinge beachten:

Wenn ein Benutzer WhatsApp sieben Tage nicht öffnet, verschwindet die Nachricht automatisch. Allerdings sieht er die Vorschau der Nachricht eventuell noch in den Benachrichtigungen, bis er WhatsApp öffnet.

Wenn Sie auf eine Nachricht antworten, wird die vorher gesendete Nachricht zitiert. Wenn Sie auf eine ablaufende Nachricht antworten, bleibt der zitierte Text eventuell auch nach sieben Tagen noch im Chat.

Wenn eine ablaufende Nachricht an einen Chat weitergeleitet wird, in dem ablaufende Nachrichten ausgeschaltet sind, verschwinden die Nachricht dort nicht.

Wenn ein Benutzer ein Backup erstellt, bevor die Nachricht verschwunden ist, wird sie dort gespeichert. Sie verschwindet allerdings, sobald er das Backup wiederherstellt.

Warum Sie die Funktion nicht leichtsinnig nutzen sollten:

Empfänger können ablaufende Nachrichten vor ihrem Verschwinden jederzeit weiterleiten oder einen Screenshot davon machen, um sie zu speichern.

Inhalte aus ablaufenden Nachrichten können vor ihrem Verschwinden kopiert und gespeichert werden.

Mit einer Kamera oder einem anderen Gerät können Fotos von der ablaufenden Nachricht gemacht werden, bevor diese verschwindet.

Neues WhatsApp-Feature: So aktivieren Sie ablaufende Nachrichten

Ablaufende Nachrichten in iOS aktivieren

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Ablaufende Nachrichten in Android aktivieren

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Sie können ablaufende Nachrichten unter Android und iOS auch in Gruppen-Chats aktivieren. Allerdings können hier nur Admins die entsprechenden Einstellungen vornehmen.

Das Lenovo ThinkPad L15 kombiniert das alte Erfolgskonzept mit einem AMD-Leistungsschub

Das ThinkPad L15 Gen 1 AMD ist der direkte Nachfolger des ThinkPad L590 aus dem Vorjahr. Das günstige Notebook fürs Büro ist kein Alleskönner, sondern ein Laptop, der sich auf das Wesentliche konzentriert. Beeindruckt waren wir vor allem von der hochwertigen Verarbeitung, der großartigen Tastatur und dem Display, das Seinesgleichen sucht – zumindest im Vergleich mit ähnlichen Business-Laptops. Der Bildschirm muss zur Regulierung der Helligkeit nicht auf die Pulsweitenmodulation zurückgreifen und erreicht dank seinem ausgezeichneten Schwarzwert einen hohen Kontrast. Die Tastatur überzeugt durch ihren klaren Druckpunkt und fühlt sich dabei fast so präzise an wie die Tastaturen mancher High-End-Businesslaptops.

Der Ryzen 7 Pro 4750U sorgt gegenüber der Intel-Konkurrenz für einen beachtlichen Leistungsschub bei der System- und Grafikleistung. Da die Pro-Version des Ryzen-Prozessors nicht nur einige Hardware-Sicherheitsfunktionen bietet, sondern auch mehrere Threads pro Kern gleichzeitig bearbeiten kann, kann sich das ThinkPad L15 in Multi-Thread-Benchmarks auch gegenüber den meisten Ryzen-7-4700U-Konkurrenten durchsetzen. Die verbaute Western-Digital-SSD liefert im Test ebenfalls gute Werte ab.

Ein Nachteil unserer Testkonfiguration war der eingesetzte Single-Channel-Arbeitsspeicher. Der freie RAM-Steckplatz im Gehäuseinneren hätte genutzt werden können, um die potenzielle Systemleistung vollständig auszureizen und die Leistungsfähigkeit der integrierten Radeon Vega RX 7 optimal zu nutzen. Diese macht sich nämlich bei der Akkulaufzeit bemerkbar: Obwohl der Akku mit 45 Wh nicht gerade groß ausfällt, halten andere Laptops mit der gleichen Akkukapazität teilweise deutlich länger durch.

SSDs verursachen Bluescreens: Erstes massives Problem im Windows 10 Oktober Update

Mit Windows 10 20H2 hat Microsoft kürzlich das zweite große Funktionsupdate für das beliebte Betriebssystem in diesem Jahr veröffentlicht. Das kommt trotz seiner kleinen Größe mit einigen deutlich sichtbaren Neuheiten. Doch wo ein Windows-Update ist, sind auch die Probleme nicht weit. Ein Bluescreen im Zusammenspiel mit SSDs sticht heraus.

Bereits seit Mitte August war es fertig, am 20. Oktober hat Microsoft das Windows 10 Oktober Update final veröffentlicht. In den nächsten Wochen und Monaten soll das Update, das auch als Windows 10 20H2 bekannt ist, nach und nach an alle Nutzer ausgerollt werden. Zwei Mal jährlich gibt es für Nutzer von Windows 10 ein größeres Funktionsupdate. Das Oktober Update ist vergleichsweise schlank und sollte schnell installiert sein, bietet aber dafür jede Menge sichtbare Neuerungen, darunter auch das neu entworfene Startmenü.

Ungeduldige können sich die neue Windows 10 Version zum Beispiel per Media Creation Tool einfach herunterladen – wir raten aber, die ersten Wochen noch abzuwarten. Denn es kommt nicht selten vor, dass bei Funktionsupdates der ein oder andere fiese Bug enthalten ist. Bereits jetzt führt Microsoft im offiziellen Katalog einige Probleme auf, ein Bluescreen im Zusammenspiel mit SSDs sticht dabei heraus.

Windows 10 20H2: Diese Bugs und Probleme sind bekannt

Zu jedem Update führt Microsoft eine offizielle Liste mit bekannten Problemen, die Nutzern Orientierung geben. Schon mit dem Release waren zwei “Known Issues” bei Windows 10 20H2 gelistet, die allerdings auch schon beim Vorgänger Windows 10 2004 auftraten. Es geht dabei um Audio-Treiber, die Fehlermeldungen und sogar Bluescreens verursachen können.

Neu hinzugekommen ist ein Problem, das im Zusammenspiel von Oktober Update und SSDs ebenfalls Bluescreens heraufbeschwören kann. Betroffen sind davon Thunderbolt NVMe SSDs, die unter Windows 10 20H2 einen Stop-Fehler mit der Meldung “DRIVER_VERIFIER_DMA_VIOLATION (e6) An illegal DMA operation was attempted by a driver being verified.” verursachen können. Da Windows 10 20H2 sehr eng mit dem Vorgänger verwandt ist, tritt das Problem auch unter Windows 10 2004 auf. Microsoft hat die Verteilung des Updates auf entsprechende System jetzt gestoppt. Bis Ende November will Microsoft eine Problemlösung am Start haben.

Untersucht wird von Microsoft außerdem ein weiterer Bug, der beim Update dazu führt, dass Windows-Installationen sämtliche Zertifikate verlieren. Dieses Problem tritt in Firmen auf, die Update-Management-Tools einsetzen. Hierzu soll es in den kommenden Wochen einen Fix geben.

Von Problemen betroffen? Windows 10 20H2 deinstallieren

Viele Probleme, die ein größeres Windows-Update mit sich bringt, beschränken sich nur auf einen kleinen Teil der Nutzer. Gehören Sie jedoch zu diesen und haben einen Bug erwischt, der das Arbeiten mit dem betroffenen Rechner unmöglich macht, hilft nur eines: Die Deinstallation des Updates.

Das ist zum Glück unter Windows 10 relativ einfach möglich. Zur Deinstallation navigieren Sie in den Einstellungen zu “Windows Update” und klicken dort auf “Updateverlauf anzeigen”. Oben finden Sie die Option “Updates deinstallieren”. In der anschließend angezeigten Liste suchen Sie nach dem entsprechenden Update und wählen mit einem Rechtsklick die Option “Deinstallieren” aus. Damit werden Sie die Probleme, die das Update verursacht hat, wieder los. Wir raten Ihnen, Windows 10 20H2 allerdings wieder zu installieren, sobald der betreffende Bug gefixt ist.