USA, EU und Verbündete prangern Hackerangriffe Chinas an

Die USA und Verbündete werfen China Cyberangriffe vor. Auch für einen Angriff auf das E-Mail-Programm von Microsoft sollen Chinas Hacker verantwortlich sein. Der Ton verschärft sich.

Washington (dpa) – Die US-Regierung und mehrere Verbündete machen China für “unverantwortliche böswillige Cyberaktivitäten” wie Hackerangriffe verantwortlich.

Die Europäische Union, Großbritannien, die NATO und weitere Partner werfen dem kommunistischen China gemeinsam “bösartige Cyberaktivitäten” vor, wie das Weiße Haus am Montag erklärte. Unter anderem machen die USA China für den Angriff auf die E-Mail-Software Exchange Server vom US-Konzern Microsoft im März verantwortlich. Chinas “Muster unverantwortlichen Verhaltens” sei nicht mit Pekings Anspruch zu vereinbaren, in der Welt als verantwortungsbewusste Führungsmacht gesehen zu werden, hieß es.

Das chinesische Ministerium für Staatssicherheit (MSS) setze auch kriminelle Hacker für Cyberangriffe ein, erklärte das Weiße Haus. In einigen Fällen hätten die mit der Regierung verbundenen Hacker auch sogenannte Ransomware-Angriffe gegen Unternehmen durchgeführt, mit denen Hacker Millionen Dollar erpressen wollten. Auch der Diebstahl von geistigem Eigentums und Kryptowährungen gehöre zum Repertoire von Chinas Cyberkriminellen. Chinas Weigerung, die Aktivitäten seiner Auftragshacker zu stoppen, koste Regierung und Unternehmen wegen gestohlener Daten, Erpressungen und Gegenmaßnahmen Milliarden Dollar.

Die US-Regierung und die Verbündeten kündigten jedoch zunächst keine Konsequenzen wie Sanktionen gegen China an. US-Präsident Joe Biden wirbt bei den Verbündeten seit seiner Amtsübernahme für einen möglichst harten Kurs gegenüber China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Biden sagte am Montag, China führe die Angriffe nicht selbst aus, “aber sie schützen jene, die es machen und unterstützen sie vielleicht”. Gegen Russland hat Bidens Regierung in der Vergangenheit wegen Hackerangriffen bereits Sanktionen verhängt.

Basierend auf Erkenntnissen der Geheimdienste geht die US-Regierung davon aus, dass Hackern mit MSS-Verbindungen für den Angriff auf den Microsoft Exchange Server verantwortlich waren. Dabei seien “Zehntausende Computer und Netzwerke” kompromittiert worden. Die US-Regierung habe in Gesprächen mit führenden Politikern in China deswegen ihre Bedenken kommuniziert, hieß es weiter.

Das Justizministerium kündigte am Montag eine Anklage gegen vier MSS-Hacker an. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, jahrelang geistiges Eigentum in den Bereich der kommerziellen Luftfahrt, der Verteidigung und der Entwicklung von Medikamenten gestohlen zu haben. Auch die Formel für die von einem US-Hersteller produzierten Impfung gegen Ebola wollten die Hacker der Anklageschrift zufolge stehlen.

“Diese strafrechtliche Anklage zeigt einmal mehr, dass China weiterhin Angriffe mit Cyberfähigkeiten nutzt, um zu stehlen, was andere Länder herstellen – in krassem Widerspruch zu seinen bilateralen und multilateralen Verpflichtungen”, erklärte die stellvertretende Justizministerin Lisa Monaco. Das Ausmaß von Chinas Cyber-Angriffen gegen zahlreiche Branchen und Länder zeige, “dass kein Land und keine Industriezweig sicher ist”, erklärte sie.

Auch der Europäische Rat in Brüssel prangerte die “böswilligen Cyberaktivitäten” Chinas an, wie es am Montag hieß. Diese hätten erhebliche Auswirkungen auf Regierungsinstitutionen und politische Organisationen der EU-Mitgliedstaaten sowie auf europäische Schlüsselindustrien gehabt. Die EU fordere China auf, sich an internationale Normen zu halten und entschlossen gegen Cyberangriffe vorzugehen, erklärte der Rat.

Biden: Corona-Fakenews auf Facebook “bringen Menschen um”

Gerüchte und Falschinformationen können sich im Internet wie Lauffeuer verbreiten. Die US-Regierung fordert soziale Medien auf, mehr dagegen zu tun. Präsident Biden findet drastische Worte.

Washington (dpa) – Falschinformationen in sozialen Medien wie Facebook zum Coronavirus und den Impfungen sind nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden für den Tod vieler Menschen verantwortlich.

Auf die Frage eine Reporters, welche Botschaft er angesichts der Verbreitung von Falschinformationen für Plattformen wie Facebook habe, sagte Biden: “Sie bringen Menschen um”. Die Pandemie in den USA sei zu einer “Pandemie unter Ungeimpften” geworden, sagte Biden am Freitag (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses. Facebook wies Bidens Vorwurf umgehend als grundlos zurück.

Die US-Regierung macht Falschinformationen in sozialen Netzwerken mitverantwortlich für die abwartende oder ablehnende Haltung vieler Amerikaner gegenüber den Corona-Impfstoffen. In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt in Gebieten mit niedrigerer Impfquote wieder rasant angestiegen, angetrieben von der besonders ansteckenden Delta-Variante. Die Impfkampagne macht dagegen nur noch langsam Fortschritte. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC haben bislang gut 185 Millionen Menschen mindestens die erste Corona-Impfung bekommen – das entspricht rund 56 Prozent der gesamten Bevölkerung.

Facebook wehrte sich gegen Bidens Kritik. “Wir werden uns nicht von Vorwürfen ablenken lassen, die nicht von Fakten gedeckt sind”, erklärte ein Unternehmenssprecher. Es sei eine Tatsache, dass mehr als zwei Milliarden Menschen wichtige und akkurate Informationen zum Coronavirus auf Facebook gefunden hätten. Zudem hätten 3,3 Millionen Amerikaner Facebooks Funktion genutzt, mit der Nutzer herausfinden können, wie und wo sie geimpft werden können. “Die Tatsachen zeigen, dass Facebook hilft, Leben zu retten. Punkt”, erklärte der Sprecher.

Die US-Regierung verschärfte ihre Kritik an sozialen Medien diese Woche. Facebook müsse schneller Beiträge entfernen, die gegen die Richtlinien verstießen und falsch seien, sagte etwa die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Einige Beiträge würden tagelang online bleiben. “Das ist zu lange, Informationen verbreiten sich zu schnell”, so Psaki. Etwa zwei Drittel der Falschinformation gehe nur auf ein Dutzend Konten zurück, weswegen Facebook leicht dagegen vorgehen könnte, argumentierte Psaki. Gegen falsche Behauptungen wie das Gerücht, wonach Corona-Impfungen angeblich zu Unfruchtbarkeit führen könnten, müsse vorgegangen werden, forderte sie.

Der oberste Gesundheitsbeamte der US-Regierung, Vivek Murthy, erklärte die Falschinformationen am Donnerstag offiziell zu einem Gesundheitsrisiko. “Wir leben heute in einer Welt, in der Fehlinformationen eine unmittelbare und heimtückische Bedrohung für die Gesundheit unserer Nation darstellen”, sagte er. Während der Pandemie hätten Falschinformationen etwa dazu geführt, dass Menschen keine Masken getragen hätten. Nun würden sich Menschen aufgrund dessen entscheiden, sich nicht impfen zu lassen. Moderne Technologieunternehmen hätten es ermöglicht, dass “Fehlinformationen unsere Informationsumgebung vergiften”, klagte er.

Im Durchschnitt verzeichneten die USA nach CDC-Angaben zuletzt gut 26 000 Neuinfektionen pro Tag, was gegenüber der Vorwoche einem Anstieg von fast 70 Prozent entspricht. Auch die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen werden, und die Zahl der pro Woche gemeldeten Toten stiegen zuletzt wieder. “Wir sehen Ausbrüche von Fällen in Teilen des Landes, die eine niedrige Impfquote aufweisen”, sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky. In Regionen, in denen viele Menschen geimpft seien, sei die Lage viel besser. “Dies wird zu einer Pandemie der Ungeimpften”, warnte sie.

Das richtige Equipment: So werden Sie zum Hobby-Home-DJ

Sehnsucht nach Clubnächten, Festivals oder einfach Lust auf ein neues Hobby? Home-DJing liegt, erst recht seit Beginn der Corona-Pandemie, voll im Trend. Dieses Zubehör erleichtert den Einstieg zum Hobby-Home-DJ.

Die letzte Disco-Nacht ist bei den meisten – der Corona-Pandemie sei Dank – vermutlich schon etwas länger her. Wer sich etwas Nachtclub- oder Festival-Feeling in die eigenen vier Wände holen oder einfach mal ein neues Hobby ausprobieren will, für den könnte Home-DJing etwas sein. Dafür ist die richtige Ausstattung wichtig. Vom DJ-Controller über die Kopfhörer bis hin zu den Kabeln: Diese Hardware gehört zur Grundausstattung von DJ-Neulingen.

Den richtigen DJ-Controller finden
Sogenannte DJ- oder MIDI-Controller sind Steuerungsgeräte, an denen DJs aus verschiedenen Musikquellen ihren persönlichen Mix zusammenstellen. Professionelle DJs kombinieren ihre Mischpulte oft nach dem eigenen Geschmack aus verschiedenen Modulen. Für Einsteiger lohnt sich ein bereits zusammengestellter DJ-Controller, wie etwa der DDJ-200 von Pioneer DJ (159 Euro). Um diesen 2-Deck-Controller steuern zu können, ist ein Anzeigegerät nötig: Je nach Vorliebe sind Laptop, Tablet und Smartphones kompatibel. Eigene App-Tutorials erleichtern die ersten Schritte in der DJ-Welt.

Controller mit zwei Decks erlauben es dem DJ, zwei Songs aus unterschiedlichen Kanälen gleichzeitig zu spielen und sie mithilfe des sogenannten “Crossfaders” zu überblenden. Der DDJ-200 bietet neben dem Crossfader auch die sogenannte “Phrase Sync”-Funktion, die die Zusammenstellung verschiedener Tracks analysiert und den Übergang zwischen zwei Songs “natürlicher” klingen lässt. Welche Wahl die richtige ist, hängt auch vom Genre ab, das ein DJ auflegt: Während der “Crossfader” für Hip-Hop-DJs unverzichtbar ist, lassen Techno-DJs von ihm die Finger.

Kopfhörer und Lautsprecher: DJ-Zubehör für Einsteiger
Kopfhörer dürfen am DJ-Pult auf keinen Fall fehlen. Welche Lauscher die richtigen sind, hängt zwar vom persönlichen Geschmack ab, doch was die Kopfhörer definitiv können sollten, ist die Geräuschumgebung gut isolieren. Ein Modell von sehr gutem Ruf, speziell unter DJs, ist der Sennheiser HD 25 (145 Euro). Seine Vorteile liegen auf der Hand: Neben der hohen Maximallautstärke von 120 Dezibel ist eine der beiden Ohrmuscheln schwenkbar, außerdem führt ein 3,5-mm-Klinkenkabel direkt in den Kopfhörer. Sinnvoll, denn das Kopfhörerkabel ist häufig die am schnellsten verschlissene Komponente. Ein ähnliches Preis-Leistungs-Verhältnis liefert der TMA-2 des Herstellers AIAIAI (160 Euro).

Eine gute Beschallungsanlage ist mindestens genauso wichtig: Hier lohnt es sich durchaus, etwas tiefer ins Portemonnaie zu greifen, denn die Lautsprecher liefern die Musik und somit die Stimmung vom Mischpult in die Menge. Zu beachten bei der Wahl einer Anlage für Einsteiger: Das Material sollte möglichst robust sein. Wo das Gerät zum Einsatz kommen soll, ist ebenfalls wichtig: In überschaubaren, kleineren Räumen reichen etwa schon zwei 300-Watt-Anlagen, für größere Räume, Säle oder Clubs sind mindestens zwei 1000-Watt-Anlagen notwendig.

Kabelsalat mit Plan und digitales Vinyl
Eine wichtige Rolle bei der Klangqualität spielt außerdem die Verkabelung. Egal, ob ein DJ im Club oder zu Hause auflegt: Nichts ist ärgerlicher, als sich die Gerätschaften angeschafft zu haben, nur um dann wegen qualitativ nicht einwandfreier Kabel bei schlechterem Sound zu landen. Einen High-End-Hersteller für die Verkabelung gibt es auch in Deutschland: Das Unternehmen Cordial ist in Dachau bei München ansässig und beliefert DJs in aller Welt. Speziell die CEON-Serie richtet sich an Diskjockeys, nicht zuletzt dank der grellen Farben der Kabel, die dafür sorgen, dass die Musiker auch im Dämmerlicht eines Clubs die Übersicht behalten.

Wer eine Plattensammlung sein Eigen nennt, ist nicht auf Laptop, Smartphone oder Tablet als Soundquelle angewiesen. Stattdessen schicken in der Regel zwei Plattenspieler ihr Audiosignal an das Mischpult, wo der DJ sich ans Werk macht. Wer keine echten Vinylplatten besitzt, aber trotzdem beispielsweise scratchen möchte, kann die Anschaffung eines DVS (Digital Vinyl System) ins Auge fassen. Die hier verwendeten Timecode-Schallplatten (25 Euro) empfangen ein digitales Signal, beispielsweise aus dem Laptop oder von einem USB-Stick, und wandeln es für die Blanko-Vinyl-Scheiben um. Damit das funktioniert ist ein “Übersetzer” notwendig, wie ihn beispielsweise der Hersteller Native Instruments (250 Euro) anbietet.

Indien verbietet Mastercard die Ausstellung neuer Karten

Der US-Kreditkartenanbieter Mastercard bekommt Probleme in Indien. Die Behörden sehen einen Verstoß des Unternehmens gegen Regeln.

Neu Delhi (dpa) – Die Landeszentralbank Indiens hat es Mastercard verboten, neue Debit-, Kredit- und Prepaidkarten an indische Kundinnen und Kunden auszustellen. Der Grund: Die US-Firma verstoße gegen 2018 in Kraft getretene Datenspeicherungsvorlagen, teilte die Bank am Mittwoch mit.

Demnach müssten Bezahldaten in Indien lokal gespeichert werden, damit es einen ungehinderten Zugang der Aufsicht gebe. Das Kartenausstellungsverbot trete am Donnerstag kommender Woche in Kraft, hieß es in der Mitteilung. Bisherige Mastercard-Kundinnen und -Kunden seien von der Weisung nicht betroffen. Kürzlich erst hatte es die Landeszentralbank unter anderem auch American Express verboten, neue Karten auszustellen.

iPhone komplett löschen

Vor dem Verkauf eines iPhones muss man seine Daten mit “Inhalte & Einstellungen löschen” komplett löschen.

Es gibt mehrere Gründe, warum man sein iPhone komplett löschen will: Vor dem Verkauf sollte man seine persönlichen Daten entfernen und es in Auslieferungszustand versetzen. Der neue Besitzer kann dann problemlos seine Apple-ID eingeben und seine Daten übertragen.

Auch bei lästigen Systemproblemen kann es sinnvoll sein das iPhone, Apple TV oder iPad komplett zu löschen und aus einem Backup wiederherzustellen. Wahlweise können Sie dabei nur das System löschen oder alle Daten inklusive System komplett entfernen.

iPhone komplett löschen
Wollen Sie ein iPhone komplett löschen, ist dies über einen angeschlossenen Mac oder direkt über iOS möglich. Wir empfehlen das Löschen über das Gerät selbst, das geht schneller und einfacher.

Vorbereitung
Achtung: Vor dem Löschen ist ein Backup bzw. die Aktualisierung eines Backups notwendig, um ihre Daten zu sichern. Das ist wahlweise über iCloud oder einen Mac möglich. Ab Big Sur ist für diese iPhone-Backups nicht mehr iTunes, sondern der Finder zuständig. Vor dem Löschen sollten Sie außerdem die Funktion „Wo ist?“ deaktivieren. Diese finden Sie unter Einstellungen > („Ihr Name“) > „Wo ist?“.

Gerät komplett löschen
Das iPhone bietet seine Löschfunktion unter der Systemeinstellung „Allgemein“ > „Zurücksetzen“ > „Alle Inhalte & Einstellungen löschen“. Starten Sie diese Funktion. Vor dem Löschen werden Sie automatisch auf ein nicht aktuelles Backup und aktivierte “Wo ist”-Funktion hingewiesen. Auch Ihren Code müssen Sie vorab eingeben.

Das Löschen selbst ist sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. Dass es erfolgreich war, zeigt das Display: Sie sollten nun den gleichen Begrüßungsbildschirm sehen, wie beim ersten Einschalten eines neu gekauften iPhones sehen.

So ist eine Fernlöschung möglich
Sie haben das iPhone verschenkt und vergessen es zu löschen – oder es wurde gestohlen? Dann können Sie es per iCloud löschen. Öffnen Sie Ihre iCloud-Seite unter iCloud.com und klicken auf „iPhone-Suche“. Sie können nun unter „Alle Geräte“ ihr iPhone auswählen. Nach dem Antippen des Gerätes sehen Sie die Option „iPhone“ löschen. Bei der nächsten Verbindung mit dem Internet erhält das iPhone dann einen Löschbefehl und setzt sich zurück.

Diese Fernlöschung ist auch über die neue App „Wo ist“ aufrufbar, die es für iOS und macOS gibt.

Nur das System löschen, Daten behalten
Wiederherstellungsmodus nutzen
Ein gezieltes Löschen und Neuaufspielen von iOS ist ebenfalls möglich, das ist oft hilfreich um Systemfehler oder Probleme mit Safari zu lösen. Dazu versetzt man das iPhone in den sogenannten Wiederherstellungsmodus. Zuerst muss man das Gerät per USB-Kabel mit einem Mac verbinden. Bei neueren iPhones ohne Home-Taste drückt man nun schnell nacheinander erst die Taste „Lauter“, dann „Leiser“ und hält dann die Standby-Taste gedrückt. Das Gerät startet neu und zeigt Symbolbilder eines Macs und eines Kabels an. (Bei älteren Geräten müssen Sie andere Tasten drücken)

Auf dem Mac zeigt der Finder nun ein Fenster mit zwei Optionen: „Aktualisieren“ oder „Wiederherstellen“.

Bei der Wahl von „Aktualisieren“ erhält das iPhone ein neues System, bei „Wiederherstellen“ werden die Inhalte gelöscht und aus einem Backup neu übertragen. Achtung: Gibt es kein solches Backup, wird das Gerät in den Auslieferungszustand zurückversetzt und alle Daten gelöscht.

Die komplette Prozedur kann beim “Aktualisieren” einige Zeit dauern, da erst eine Systemdatei aus dem Netz geladen wird.

Löschen und zurücksetzen per Apple Configurator 2
Dieses Neuaufspielen des Systems bietet auch der Apple Configurator 2, nennt die Funktion aber „Reparieren“. Auch bei diesem „Reparieren“ wird ein neues System installiert, die Nutzerdaten werden nicht verändert. Dazu muss man das gewünschte Gerät in dem Dienstprogramm auswählen, und wählt nun oder über „Aktionen“ > „Erweitert“ > „Gerät reparieren“.

Werden wirklich alle Daten gelöscht?
Das Löschen eines iPhones erfolgt sehr schnell, mancher fragt sich da, ob die Daten wirklich gelöscht wurden – kann man doch auch Daten von einer Festplatte wiederherstellen. Da besteht aber keine Gefahr: Ab dem iPhone 4 werden Daten über eine interne Datenverschlüsselung geschützt. Nach einem Löschvorgang sind diese Daten nicht mehr wiederherstellbar.

Europäische Verbraucherschützer: Beschwerde gegen WhatsApp

Die neue Datenschutzrichtlinie von WhatsApp war und ist ohnehin umstritten. Nun werfen Verbraucherschützer dem Messengerdienst vor, die Nutzer bei den neuen Regeln unter Druck gesetzt zu haben.

Brüssel (dpa) – Ein europäischer Verbraucherverband wirft WhatsApp in einer Beschwerde vor, Nutzer auf unlautere Weise zur Annahme der neuen Datenschutzregeln gedrängt zu haben.

Zum einen nimmt die Verbaucherschutz-Organisation Beuc die per Benachrichtigung verschickten Aufforderungen, die geänderten Richtlinien anzunehmen, ins Visier. Sie hätten die Nutzer unter Druck gesetzt und damit die EU-Regeln gegen unlautere Geschäftspraktiken verletzt, argumentierte der Verband in seiner Beschwerde unter anderem bei der EU-Kommission am Montag.

Zum anderen kritisiert Beuc, die neuen Regeln seien so unklar formuliert, dass die Nutzer nicht verstehen könnten, welche Folgen für ihre Daten eine Annahme hat. Auch dies verletze europäische Verbraucherschutz-Gesetze, die klare und transparente Kommunikation einforderten.

WhatsApp entgegnete wie schon zu früherer Kritik, die Beschwerde basiere auf einem Missverständnis der Ziele und Folgen der neuen Regeln. Das Update erkläre die Möglichkeiten zur Kommunikation mit Unternehmen über WhatsApp und mache transparenter, wie Daten gesammelt und verwendet würden.

Der zu Facebook gehörende Chatdienst hatte nach der Kritik an den im Januar angekündigten Regeln einen Rückzieher gemacht. Ursprünglich sollten Nutzer, die dem Update nicht zustimmen, mit der Zeit den Zugriff auf Grundfunktionen verlieren. Inzwischen drohen ihnen keine Konsequenzen mehr. Nur die neuen Funktionen zur Kommunikation mit Unternehmen wird man lediglich nach Zustimmung zum Update nutzen können. WhatsApp zufolge waren sie der zentrale Grund für die Änderung der Nutzungsbedingungen.

Auslöser für die Kritik war die Einschätzung, dass mit dem Mitte Mai in Kraft getretenen Update mehr Daten mit der Konzernmutter Facebook geteilt werden sollen. WhatsApp weist dies zurück. Zugleich wird betont, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der auch der Dienst selbst keinen Zugang zu Inhalten habe, nicht aufgeweicht werde. WhatsApp hat mehr als zwei Milliarden Nutzer.

WhatsApp-Chef Will Cathcart räumte vor einigen Wochen Fehler bei der Ankündigung der neuen Regeln ein. “Wir müssen klar kommunizieren, was wir machen und warum.” Dies habe WhatsApp verpasst. “Wir wurden erst klarer, als wir die Verwirrung sahen. Das geht auf unsere Kappe”, sagte er. Ein Großteil der Nutzer akzeptiere die neuen Regeln, betonte Cathcart.

Autobahn-App des Bundes geht am 20. Juli an den Start

Alles auf einer App: Routen, Staus und Baustellen sowie Elektro-Ladestationen an den Autobahnen – und zwar vom Bund. Die Autobahn-App soll ab dem 20. Juli verfügbar sein.

Berlin (dpa) – Die Autobahngesellschaft des Bundes bringt am 20. Juli eine Service-App für Fahrten auf deutschen Autobahnen heraus. Dies wurde der Deutschen Presse-Agentur am Samstag aus dem Umfeld des Projekts bestätigt. Zuvor hatten die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Samstag) darüber berichtet.

Nach diesem Bericht soll die Anwendung auf dem Smartphone Routen, Staus und Baustellen sowie Elektro-Ladestationen an den Autobahnen anzeigen. Dies gehe aus internen Unterlagen der bundeseigenen Autobahn GmbH hervor. Zudem sollen Nutzer Zugriff auf Webcams entlang der Route haben, hieß es. Lastwagenfahrer könnten sich darüber informieren, ob es freie Stellplätze gibt und ob Raststätten mit Toiletten, Duschen und einem Restaurant ausgestattet sind. Routenplaner für Autofahrer gibt es bereits seit einigen Jahren etwa von Google, TomTom und Apple.

Gut vorbereitet: Smartphone-Accessoires für Ausflüge und Reisen

Wer sich bei Ausflügen und Reisen auf sein Handy verlassen möchte, kann auf das ein oder andere Accessoire bauen.

Dass Smartphones heutzutage Fotokamera, Navigationsgerät und Taschenlampe in einem sind, daran haben wir uns längst gewöhnt. Dazu kommen nützliche Apps, um Pflanzen zu bestimmen oder das Wetter abschätzen zu können. Genau deshalb sind die Geräte beim Wander-, Camping- oder Fahrradtrip auch so nützlich.

Die besten Gadgets für unterwegs:
Immer Saft dank ständig steigender AkkukapazitätenGibt es einmal mehrere Tage keinen Stromanschluss, bedeutet das nicht, dass man auf sein Handy verzichten muss. Powerbanks gehören inzwischen zur Standardausrüstung, gerade für Naturfreunde: Speicherkapazitäten von mehr als 20.000 Milliamperestunden (mAh) sind weit verbreitet, bei den meisten gängigen Smartphones genügt das für mindestens vier volle Ladungen. Manche der portablen Akkus sind sogar dazu in der Lage, den Strom kabellos an das Smartphone zu übertragen. Auch mehrere Geräte gleichzeitig an eine Powerbank anzuschließen, ist bei zahlreichen Herstellern kein Problem.

Regenerative Energien für die Hosentasche

Weil auf einem längeren Trip und bei intensiver Nutzung eine Powerbank allein möglicherweise nicht reicht, gibt es weitere praktische Accessoires. Mit Solar-Chargern können Powerbanks, das Smartphone, der E-Reader und sonstige elektrische Geräte per Sonnenkraft wieder aufgeladen werden. Häufig sind die tragbaren Solarpanels faltbar und nicht größer als ein Tablet. Wer nur ein zusätzliches Gerät mit sich führen möchte, kann einen Blick auf kombinierte Geräte werfen, dann ist das Solarpanel direkt mit der Powerbank verbaut.

Energie vom Grill

Sollte die Sonne nicht scheinen oder nachts akuter Strombedarf herrschen, sind thermoelektrische Generatoren die Hilfe in der Not. Die kleinen Campingöfen wandeln die durch Verbrennung erzeugte Hitze in Strom um. Der CampStove 2 von Biolite beispielsweise hat einen integrierten Akku mit 3.200 mAh Kapazität.

Mini-Kraftwerk

Dass sich nicht nur Feuer, sondern auch Wasser und Wind in Elektrizität verwandeln lassen, macht sich WaterLily zunutze: Ist die Turbine in einem Wasser- oder Windfluss angebracht, erzeugt sie je nach Flussstärke genug Elektrizität, um auf 12 Volt Spannungsleistung zu kommen – genug, um seine Geräte wie gewohnt an der Steckdose zu laden.

Größerer Bildschirm dank Lupentechnik

Wer auch während des Outdoor-Trips, im Zug oder auf der Auto-Rückbank länger auf das Smartphone schaut, findet womöglich für sogenannte Magnifier Verwendung. Die tragbaren Display-Lupen vergrößern das Bild des Smartphones und wahren dabei die Auflösung. Wer also ein Full-HD-Handydisplay hinter dem Vergrößerungsglas auflegt, hat ohne zusätzlichen Stromverbrauch oder Kabelsalat im Handumdrehen einen mindestens doppelt so großen Bildschirm. Das schont die Augen und ist gerade dann hilfreich, wenn sich mehrere Personen um das Display versammeln.

Warnungen an Parteien wegen IT-Sicherheitsmängeln

Mehrere öffentliche Stellen haben die Parteien in Deutschland auf die Gefahr von Cyberattacken hingewiesen. Bei einer Prüfung seien “zahlreiche schwerwiegende Schwachstellen” identifiziert worden.

Berlin (dpa) – Mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst haben mehrere öffentliche Stellen die Parteien auf Sicherheitsmängel in ihren IT-Systemen und Risiken von Desinformationskampagnen hingewiesen.

Das zur Fraunhofer-Gesellschaft gehörende Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit Athene habe bei einer Prüfung der Sicherheit der IT-Systeme deutscher Parteien “zahlreiche schwerwiegende Schwachstellen” identifiziert, berichtet die “Wirtschaftswoche”.

Alle Parteien hätten daraufhin detaillierte Informationen zu den jeweiligen Schwachstellen erhalten sowie Hinweise, “wo kurzfristiger und dringender Handlungsbedarf besteht”, sagte Institutsleiter Michael Waidner dem Magazin. Im Mai hatten die Parteien zudem Post vom Leiter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, erhalten. Darin bot dieser Unterstützung und Beratung zum Schutz vor Hackerangriffen an, begleitet von generellen Hinweisen wie: “Legen Sie pro Social-Media-Account ein E-Mail-Konto als Referenz-Konto an. Diese E-Mail-Konten sollten geschützt und nur für diesen Zweck genutzt werden.”.

Weitere US-Wettbewerbsklage gegen Google eingereicht

Schon wieder droht Google Ärger in den USA: 36 Bundesstaaten haben eine Wettbewerbsklage gegen die Tochter des Alphabet-Konzerns eingereicht.

San Francisco (dpa) – Der Internetriese Google muss sich in den USA mit einem weiteren Kartellrechtsstreit auseinandersetzen.

36 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington DC reichten eine Klage wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße beim Geschäft mit Apps für Android-Handys ein. Das geht aus der bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereichten Klageschrift hervor. Eine Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor.

“Einmal mehr sehen wir Google seine Dominanz ausnutzen, um auf verbotene Art Konkurrenz zu unterdrücken”, teilte New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James mit. “Wir reichen diese Klage ein, um Googles illegale Monopolmacht zu beenden und Millionen von Verbrauchern und Unternehmen endlich eine Stimme zu geben”. James führt das Bündnis der klagenden Bundesstaaten zusammen mit den Generalstaatsanwälten aus Utah, North Carolina und Tennessee an.

Konkret dreht sich das neue Verfahren um Kartellrechtsverletzungen beim Geschäft mit Apps für den sogenannten Play Store von Googles Smartphone-Betriebssystem Android. Die Klage wirft der Alphabet-Tochter, ihre Marktmacht zu missbrauchen, um den Wettbewerb zu behindern. Dies führe für Nutzer zu höheren Preisen, geringerer Auswahl und einem Mangel an Innovation. Außerdem geht es etwa um die Höhe der Gebühren, die Google von App-Entwicklern verlangt.

Es ist nur eines von einer Reihe von US-Kartellrechtsverfahren, die in den vergangenen Monaten gegen Google eröffnet wurden. 2020 hatten zahlreiche Bundesstaaten Klagen wegen angeblich illegaler Monopolstellungen des Unternehmens im Suchmaschinen- und Onlinewerbegeschäft eingereicht. Erst im vergangenen August war zudem ein Streit zwischen dem “Fortnite”-Entwickler Epic Games und dem iPhones-Hersteller Apple über App-Store-Gebühren entbrannt.