Neabot N1 und N2 im Test: Lohnt sich ein Batteriewechsel?

Der Neabot N1 und der Neabot N2 gehören zu einer Generation von Saugrobotern, die auch heute noch interessant sind, wenn es um Wartung und Reparatur geht. Beide Modelle kombinieren LiDAR-Navigation, automatische Rückkehr zur Ladestation, automatische Staubabsaugung und einen 5200-mAh-Akku. Der N2 ergänzt das Konzept um Wischfunktion und Mehr-Etagen-Karten.

Besonders interessant wird das Thema, wenn der Akku nach mehreren Jahren deutlich an Leistung verliert. Statt den gesamten Roboter auszutauschen, kann sich ein Akkuwechsel lohnen.

N1 und N2 im Praxistest

Der Neabot N1 ist vor allem auf zuverlässiges Saugen und automatische Staubentsorgung ausgelegt. Mit bis zu 2700 Pa Saugkraft, LiDAR-Navigation und Teppicherkennung bietet er für Hartböden und normale Teppiche noch immer eine solide Reinigungsleistung.

Der N2 geht einen Schritt weiter. Neben der Saugleistung bietet er eine Wischfunktion, Wasserregulierung und Unterstützung für mehrere Etagenkarten. Für Haushalte mit verschiedenen Bodenarten ist der N2 deshalb die vielseitigere Wahl.

Bei der Hinderniserkennung zeigen beide Geräte allerdings ihr Alter. LiDAR sorgt für eine gute Navigation, ersetzt aber keine moderne KI-basierte Objekterkennung. Kabel, Socken oder kleine Gegenstände sollten deshalb vor dem Reinigungsvorgang vom Boden entfernt werden.

Der Akku ist eine wichtige Schwachstelle

Nach mehreren Jahren ist beim Neabot häufig nicht der Motor oder die Navigation das Problem, sondern der Akku. Typische Anzeichen sind:

  • deutlich kürzere Laufzeit
  • schneller Abfall der Akkustandsanzeige
  • häufige Rückkehr zur Ladestation
  • vorzeitiger Abbruch der Reinigung
  • lange Ladezeit bei gleichzeitig kurzer Betriebsdauer

In diesem Fall kann ein passender Ersatzakku die Lebensdauer des Roboters deutlich verlängern.

Für kompatible Modelle werden unter anderem Akkupacks mit der Bezeichnung CR18650F8M7-4S2P angeboten. Beim Ersatzakku sollte jedoch nicht ausschließlich auf die Kapazität geachtet werden. Spannung, Stecker, Kabelbelegung, Abmessungen und Schutzschaltung müssen zum vorhandenen Gerät passen.

Akkuwechsel beim Neabot N1/N2

Der Akkuwechsel ist bei diesen Robotern vergleichsweise unkompliziert. Im Gegensatz zu vielen modernen Smartphones muss das Gehäuse nicht aufwendig erwärmt oder verklebt geöffnet werden.

Nach dem Ausschalten wird der Roboter auf die Unterseite gelegt. Je nach Ausführung werden zunächst gegebenenfalls die Seitenbürsten entfernt und anschließend die Schrauben der Akkuabdeckung gelöst. Danach wird der alte Akku-Stecker vorsichtig von der Platine getrennt und der Akku herausgenommen.

Beim Einbau eines Ersatzakkus sollten vor allem folgende Punkte kontrolliert werden:

  1. Spannung des alten und neuen Akkus vergleichen.
  2. Stecker und Pinbelegung überprüfen.
  3. Abmessungen und Einbaulage vergleichen.
  4. Kabel exakt wie zuvor verlegen.
  5. Vor dem endgültigen Verschließen einen Lade- und Funktionstest durchführen.

Wer einen CR18650F8M7-4S2P-kompatiblen Akku verwendet, sollte trotzdem die Kennzeichnung des eigenen Akkupacks kontrollieren. „5200 mAh“ allein garantiert noch keine Kompatibilität.

N1 oder N2 – welches Modell ist besser?

Der N1 bleibt interessant, wenn bereits ein funktionierendes Gerät vorhanden ist. Seine Kombination aus LiDAR, automatischer Staubabsaugung und 5200-mAh-Akku ist für die tägliche Reinigung weiterhin brauchbar.

Der N2 ist die bessere Wahl, wenn beide Geräte gebraucht zu einem ähnlichen Preis angeboten werden. Die zusätzlichen Funktionen wie Wischen und Mehr-Etagen-Karten machen ihn flexibler.

Für Besitzer eines N1 lohnt ein Wechsel auf den N2 dagegen nicht allein wegen der 2700 Pa Saugkraft. Der größere Unterschied liegt in den zusätzlichen Funktionen, nicht in der grundlegenden Saugleistung.

Fazit: Erst den Akku prüfen, dann den Roboter ersetzen

Neabot N1 und N2 sind gute Beispiele dafür, dass ein älterer Saugroboter nicht automatisch Elektroschrott sein muss. Wenn Navigation, Motor, Bürsten und Absaugstation noch funktionieren, kann ein Akkuwechsel eine wirtschaftlich sinnvolle Reparatur sein.

Ein passender Ersatzakku – beispielsweise ein entsprechend spezifizierter CR18650F8M7-4S2P – kann die Laufzeit wieder deutlich verbessern. Entscheidend ist jedoch immer der Vergleich mit dem Originalakku hinsichtlich Spannung, Stecker, Verkabelung und Bauform.

Wer einen N1 oder N2 besitzt und hauptsächlich unter stark verkürzter Laufzeit leidet, sollte daher zuerst den Akku und die Ladeverbindungen überprüfen. Bei einem ansonsten funktionierenden Gerät ist ein neuer Ersatzakku häufig die sinnvollere Investition als der komplette Austausch des Saugroboters.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *