Asus ZenBook Pro 15 UX535 im Laptop-Test: Ein wenig mehr Zen könnte es schon sein

Die ZenBook-Pro-Serie ist Asus Subnotebook-Reihe der Oberklasse. Der direkte Vorgänger mit Screenpad ist das Asus ZenBook Pro 15 UX580GE, welches bereits zwei Jahre alt ist. Vor einem Jahr kamen dann die Pro-Duo-Modelle mit noch größerem Zweit-Display heraus. Jetzt macht Asus in Sachen Screenpad-Größe wieder einen Schritt zurück, ansonsten gibt es eine neue CPU/GPU-Kombination. Da es an Konkurrenz mit demselben Alleinstellungsmerkmal (Screenpad) mangelt, behelfen wir uns mit den unten aufgeführten Multimedia-Laptops, welche ansonsten eine ähnliche Hardware-Ausstattung aufweisen. Ansonsten ziehen wir noch das Schwestermodell ZenBook 15 UX534 zum Vergleich heran.

Gehäuse – Überarbeiter Aluminium-Unibody

Das dunkle Gehäuse des UX535 besteht nahezu komplett aus Metall und wurde vollständig überarbeitet. Es ähnelt dem des Schwestermodells, hat aber mehr Lüftungsgitter und andere Anschlüsse. Auch der Displayrand kommt vollkommen ohne Kunststoff aus, das NanoEdge Panel ist komplett aus Glas und direkt in den Alurahmen eingefasst. Basis und Bildschirmdeckel sind daher sehr stabil und verwindungssteif. Beim Verbiegen der Basis muss man sich schon anstrengen, und sie gibt nur minimale Knack- und Knarzgeräusche von sich. Die Verarbeitung ist generell auf einem hohen Niveau, auffällige Spaltmaße konnten wir nicht entdecken.

Das Design gefällt durch seine noble Schlichtheit. Die dunkle Aluminiumoberfläche sieht mit ihren sandgestrahlten runden Strukturen beinahe wie eine edle Schallplatte aus. Schön ist auch der zarte, sandfarbene Schriftzug “ZenBook Series” mittig am Scharnier. Ein asymmetrisch platziertes, silbernes ASUS Logo verziert die Oberseite. Allerdings bleiben auf der Oberfläche Fingerabdrücke und Fettflecken deutlich sichtbar. 

Innen sind die Handballenauflagen leicht höher als die Tastatur, an deren unterem Rand es eine Art Kante gibt, wodurch sie tiefer eingefasst ist.

Wirklich leicht ist das ZenBook durch sein stabiles Metallgehäuse nicht, das ThinkPad X1 Extreme oder auch das eigene Schwestermodell sind deutlich leichter. Allerdings ist die übrige Konkurrenz ähnlich schwer. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das 15-Zoll-Notebook etwas geschrumpft.

Bis auf das Schwestermodell sowie das Dell XPS 15 sind alle Konkurrenten etwas größer, das UX535 ordnet sich also mittig ein.

Ausstattung – Geiziges ZenBook Subnotebook

Für ein 15-Zoll-Gerät ist das ZenBook spärlich ausgestattet. Gerade einmal 2 USB-Ports, einer davon vom Typ-C mit Thunderbolt 3 und Ladefunktion, finden wir deutlich zu wenig! Immerhin gibt es einen vollwertigen SD-Reader. Ein LAN-Port fehlt wiederum. Trotz den wenigen Anschlüssen sind diese auch noch recht eng positioniert, besonders der HDMI- und USB-A-Port liegen sehr dicht beieinander.

SDCardreader

Die Performance des Kartenlesers entspricht dem Klassendurchschnitt, mehr aber auch nicht. Die Konkurrenz ist im Zusammenspiel mit unserer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II teils deutlich schneller unterwegs.

Kommunikation

Ein Anschluss für ein LAN-Kabel fehlt, man ist also ohne Adapter auf WLAN angewiesen. Während die Sendeleistung sehr gut ausfällt, bleibt die Empfangsleistung etwas hinter den Erwartungen an das AX201-Modul zurück. Dennoch sind die Werte deutlich besser als der Multimedia-Klassendurchschnitt.

Webcam

Über die Infrarot-Webcam kann man sich via Windows Hello anmelden, die Bilder der 720p-Kamera sind aber trotzdem nur Durchschnitt.

Sicherheit

Außer der genannten Infrarotkamera für die Anmeldung bei Windows Hello ist noch TPM-2.0 mit an Bord, ansonsten gibt es weder einen Fingerabdrucksensor, noch ein Kensington Slot oder weitere Sicherheitsmerkmale.

Zubehör

Zubehör legt Asus nicht bei, zumindest ein USB-LAN-Adapter wäre wünschenswert gewesen.

Wartung

Eine Wartungsklappe ist nicht vorhanden, die abnehmbare Bodenplatte wird von 11 Torx-Schrauben gesichert. Diese weisen gleich drei verschiedene Längen auf, sodass man sich merken sollte, welche Schraube zu welcher Position gehört. Das Aufhebeln des stabilen Metallgehäuses ist nicht ganz einfach, vor allem weil es zum Scharnier hin gut festgehakt ist. So fest, dass wir letztlich den Versuch abbrechen mussten, aus Angst etwas zu verbiegen oder gar zu zerbrechen. Wir haben nun die Information, dass sich noch Schrauben unterhalb der hinteren Gummifüße verstecken. Letztere sind jedoch mit dem Gehäuse verklebt, sodass es dem Kunden unnötig schwer gemacht wird, das ZenBook selbst zu öffnen.

Garantie

Asus gewährt 24 Monate Garantie.

Eingabegeräte – Display im Touchpad

Tastatur

Das sogenannte Ergolift-Scharnier hebt die Tastatur zum Display hin an, was für ein ergonomischeres Schreiben sorgen soll, aber auch zu potentiellen Kratzern am Tisch führt. Das Layout der Tastatur wirkt sehr aufgeräumt, die Beschriftungen sind klar, und im Dunkeln hilft die dreistufige Hintergrundbeleuchtung weiter. Die Tastenoberflächen fühlen sich etwas angeraut an, woran man sich erst einmal gewöhnen muss, da die Finger nicht ganz so flüssig darauf hinweggleiten. 

Die Pfeiltasten sind in ihrer Höhe halbiert. Der Power-Schalter ist als Taste in der rechten oberen Ecke integriert, Verwechslungen treten aber selten auf, da wichtige Funktionen wie Pos1, Ende etc. nicht wie üblich in der Nähe, sondern auf den Pfeiltasten liegen.

Die Tasten selbst verfügen über einen mittleren Hub und geben ein deutliches Feedback von sich, sodass das Schreiben insgesamt gut von der Hand geht. Die Tipplautstärke geht in Ordnung, es gibt aber durchaus leisere Modelle.

Touchpad

Das Touchpad ist gleichzeitig auch ein Zweitdisplay mit nützlichen und zudem konfigurierbaren Funktionen. Das Pad selbst ist sehr breit (ca. 13 x 6,5 cm) und verfügt über eine Glasoberfläche mit sehr guten Gleiteigenschaften. Selbst bei ganz langsamen Fingerbewegungen stockt hier nichts. Die integrierten Maustasten lösen zuverlässig aus.

Wenn man es nicht besser weiß, hält man die Gleitzone für ein ganz normales Touchpad, da der Untergrund im deaktivierten Zustand gewohnt dunkel bleibt. Per F6 kann man das Display aber einschalten und profitiert somit von einem zweiten Bildschirm. Allerdings geht dann die Funktion als Touchpad verloren. Man sollte also zusätzlich eine Maus zur Hand haben, wobei sich auch im Displaymodus das Touchpad einblenden lässt.

Das Display ist aufgrund der matten Oberfläche noch immer recht körnig und nicht übermäßig hell. Aber anders als beim Vorgänger wurde nun die Bedienung überarbeitet. Man muss nun keinen Curser mehr bewegen, das Display lässt sich wie ein ganz normaler Touchscreen bedienen.

Auf dem Display liegen Verknüpfungen zum Start der am häufigsten benutzten Apps, man kann Apps aber auch komplett in das Screenpad verschieben, dann dient es als erweiterte Anzeige für den Hauptbildschirm. Asus arbeitet zudem mit Drittherstellern zusammen, damit deren Software Sonderfunktionen im Zusammenspiel mit dem Screenpad anbieten können. So profitieren Nutzer in einigen Video- und Audioeditoren von zusätzlichen Bedienoptionen via Screenpad. Insgesamt finden wir das Pad sehr gelungen und wünschen uns eine Integration dieser Funktion bei mehr Herstellern, damit auch mehr Entwickler ihre Software darauf ausrichten.

Touchscreen

Das ZenBook Pro steckt voller Bedienmöglichkeiten, denn auch das Display lässt sich per Touchgesten steuern. Das Tippen auf dem Bildschirm erfolgt sehr genau und erwies sich im Test als unkompliziert.

Display – 4K mit Touch

BOE steuert das Display bei. Es handelt sich um ein OLED-Touchscreen-Panel mit 4K-Auflösung und HDR-Support. Die durchschnittliche Helligkeit ist mit 375 Nits recht gut, die Ausleuchtung mit 84 Prozent aber nicht übermäßig gleichmäßig, die Bildmitte ist mit über 400 Nits um einiges heller als die Ränder.

Das Pixelraster ist klar, und Screen Bleeding so minimal, dass es selbst in dunklen Szenen eigentlich nicht auffällt.

Der Schwarzwert ist auch bestenfalls nur Durchschnitt, doch das bekommen die 4K-Displays der noch teureren Konkurrenten auch nicht besser hin. Dafür haben das Dell und das Lenovo insgesamt den etwas besseren Kontrast, aber 1149:1 gehen auch in Ordnung. Insgesamt ist das Diplay besser als das des Vorgängers, einige Konkurrenten machen es aber noch besser.

Der Bildschirm ist bereits ab Werk gut kalibriert, die Farbabweichungen sind nur minimal.

Besonders geeignet ist der Monitor auch für professionelle Anwendungen; Asus selbst wirbt mit 100 Prozent DCI-P3 sowie brillanten Farben seines OLED-Panels. In unserem Test deckt der Bildschirm sRGB vollständig ab, AdobeRGB zu 64 Prozent.

Im Freien sollte man aufgrund der spiegelnden Oberfläche ein schattiges Plätzchen aufsuchen, durch die gute Helligkeit lassen sich bei direkter Draufsicht aber die meisten Details noch gut erkennen. Schräge Blickwinkel oder Sonneneinstrahlung sollte man jedoch vermeiden.

Die Blickwinkelstabilität ist beim 4K-OLED-Panel recht gut, auch beim Blick aus extremen Winkeln geht nur wenig Helligkeit verloren, die Bildschirminhalte sind noch gut zu erkennen.

Leistung – Keine Leistungskonstanz

Sein Intel Core i7 der Comet-Lake-Reihe, die GTX 1650 Ti Max-Q, 16 GB RAM und die 1-TB-SSD qualifizieren das ZenBook als perfekten Multimedia-Allrounder, und dank des OLED-Displays mit sehr guter Farbraumabdeckung zielt das Laptop besonders auf Content Creators ab, also Kreative und professionelle Foto- und Bildbearbeiter. Das verbaute Screenpad verschafft beim Editieren zusätzliche Bedienoptionen und unterstreicht die potentielle Zielgruppe noch zusätzlich.

Prozessor

Asus verbaut einen Intel Core i7-10750H aus der Comet-Lake-Serie. Die CPU hat sechs Kerne, welche von 2,6 bis 5 GHz takten und 12 Threads gleichzeitig verarbeiten können. Der maximale Boost-Takt für alle Kerne gleichzeitig liegt bei 4,3 GHz.

Unser Cinebench-R15-Loop für 30 Minuten offenbart eine starke Leistungsfluktuation des ZenBooks, welche um ein Vielfaches höher ist als bei der Konkurrenz. Der Ausgangswert bei kurzen Lasten ist sehr hoch, naturgemäß sinkt dieser Wert nach den ersten zwei bis drei Durchgängen. Allerdings pegelt sich die Leistung niemals richtig ein, sondern fluktuiert bis zuletzt stark. Zwischen zwei Durchgängen können Leistungsunterschiede von mehr als 10 Prozent auftreten.

Im Mittel leistet die CPU aber das, was sie soll. Der Ryzen im Acer Nitro ist stärker, aber das Schwestermodell mit schwächerer CPU ist deutlich langsamer, der Vorgänger liegt ca. 38 Prozent zurück.

Im Akkumodus gehen etwa 20 Prozent an Leistung verloren.

System Performance

Bei den PCMark Benchmarks agiert das UX535 erwartungskonform und ohne Überraschungen. Ausgerechnet der zwei Jahre alte Vorgänger liegt hier oftmals knapp vor dem aktuellen Modell. Subjektiv gelingen die allermeisten Aufgaben flüssig, und es gibt keine Aussetzer.

DPC-Latenzen

Bereits beim simplen Öffnen des Browsers zeigen sich beim ZenBook schon Latenzprobleme. Das Tool LatencyMon stellt noch höhere Verzögerungen im Zusammenspiel mit unserem 4K/60-Hz-YouTubevideo fest. Einmal mehr macht vor allem der Kernel Mode Driver Framework Runtimes Probleme, daneben aber auch der ACPI- sowie ein Nvidia Treiber. Während der YouTube Wiedergabe gab es sechs Dropped Frames.

Massenspeicher

Als Massenspeicher ist eine SSD von Western Digital mit großzügigen 1 TB verbaut. In unserer SSD-/HDD-Bestenliste nimmt sie Rang 12 ein, es handelt sich also um ein recht schnelles Modell. Die Testwerte bestätigen dies, dennoch reicht der Speicher nicht ganz an Samsungs PM981 aus dem Schwestermodell oder dem Lenovo ThinkPad X1 heran.

Grafikkarte

Der Laptop kann zwischen der sparsamen, aber schwachen iGPU Intel UHD Graphics 630 und der dedizierten Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 1650 Ti Max-Q umherschalten. Letztere ist eine Gaming-Einsteigerkarte, das Max-Q-Design ist etwas stromsparender, aber auch langsamer als die Normalversion.

In den 3DMarks bleibt sie minimal unterhalb (3 bis 11 Prozent) einer durchschnittlicher 1650 Ti Max-Q. Die gleiche GPU ist im Schwestermodell allerdings nochmal rund 3 Prozent langsamer.

Ganze 35 Prozent der 3D-Leistung gehen im Akkumodus verloren, wie unser erneuter 3DMark11 Durchgang offenbart.

Gaming Performance

Trotzdem es sich bei der GTX 1650 Ti Max-Q eher um eine Einstiegskarte zum Gamen handelt, können die meisten Titel in FullHD und oft sogar in hohen Details gespielt werden. Für die native 4K-Auflösung des ZenBooks ist die GPU dann aber doch überfordert. 

Insgesamt rendert die GPU wieder auf Erwartungsniveau, allerdings sind die meisten Konkurrenten ohne Max-Q-Design etwa 20 bis 25 Prozent schneller unterwegs, was schon ein großer Vorteil sein kann. Der Vorgänger mit GTX 1050 Ti ist etwa 20 bis 30 Prozent langsamer.

Emissionen – Kühles ZenBook Pro 15 UX535

Geräuschemissionen

Im Idle stehen die Lüfter meistens still. Unter Last drehen sie dann bis maximal 42 dB(A) hörbar auf. Das Schwestermodell und das Lenovo bleiben hier ruhiger, aber das Dell, Acer und der Vorgänger sind lauter. Insgesamt ordnet sich das UX535 also in der Mitte ein, was die Lautstärke angeht.

Temperatur

Im Idle bleibt alles kühl, Gleiches gilt für die Handballenauflagen in jeder Situation, selbst im Stress. Bei großer Last werden maximal 44 °C erreicht, der Hitze-Hotspot liegt auf der unteren Seite mittig zum Display hin. Das ist auch angesichts der darumliegenden, kühleren Temperaturen ein recht guter Wert; bis auf das Schwestermodell werden alle Konkurrenten unter Last heißer, teils deutlich.

Die sechs CPU-Kerne starten den Stresstest mit 4,2 GHz, also annähernd dem maximalen Turbotakt für alle Kerne gemeinsam. Der Takt sinkt aber sehr früh ab, nach einer Stunde liegt er immerhin noch bei 3,4 GHz, allerdings nicht konstant, vielmehr pendelt die Leistung zwischen 3 und 3,6 GHz. Die Temperaturen erreichen schon sehr schnell über 80 °C, dann werden die Taktraten abgesenkt, die Temperatur gehen nach einer Stunde auf nahezu 90 °C hoch.

Der Takt der Grafikkarte sinkt ebenfalls, von ursprünglichen 1,53 GHz auf 960 MHz. Auch diese Taktrate ist keineswegs konstant, sie schwankt oftmals zwischen diesem und einem bis zu 400 MHz höheren Wert. Die Temperatur liegt hier bei noch angenehmen 77 °C.

Das System erholt sich recht zügig wieder, ein erneuter Durchgang des 3DMark 11 förderte keinen Leistungsverlust zutage.

Lautsprecher

Die Stereo-Lautsprecher sind wie so oft nicht das Gelbe vom Ei. Immerhin sind die Mitten recht gut abgestimmt, sodass der Klang noch in Ordnung geht, bei lauter Wiedergabe vibrieren die Handballenauflagen ein wenig. Aber die Höhen und natürlich vor allem die Bässe sind, gelinde gesagt, ausbaufähig, Gleiches gilt für die Maximallautstärke. Ein Anschluss externer Audiogeräte ist angeraten, hierfür bietet sich neben HDMI und USB der kombinierte Klinkenanschluss an.

Energieverwaltung – Großer Akku, gute Laufzeiten

Energieaufnahme

Gemessen an der Konkurrenz mit 4K-Display ist der Verbrauch recht niedrig: Die 4K-Kontrahenten verbrauchen etwa 30 Prozent mehr, haben aber auch keine GPU im sparsameren Max-Q-Design. Aber vor allem das ThinkPad X1 Extreme konsumiert beim Gaming mehr, leistet aber nicht unbedingt mehr. Die FullHD-Kontrahenten haben beim Verbrauch einen Vorteil: Das Schwestermodell, ebenfalls mit Max-Q, aber mit sparsameren FullHD- statt 4K-Display, zieht etwa 23 Prozent weniger Strom aus der Dose, hat jedoch einen schwächeren Prozessor. Der Vorgänger verbrauchte im Schnitt sogar mehr, bei geringerer Leistung.

Das 150-W-Netzteil ist großzügig dimensioniert und fängt auch die temporären Lastspitzen von 123 W problemlos auf, bei durchschnittlicher Last verbraucht der Laptop etwa 83 W.

Akkulaufzeit

Das Asus ZenBook verfügt über einen recht großen Akku (96 Wh) und kommt damit auf gute Laufzeiten, die durchschnittlichen Multimedia-Laptops halten 46 Prozent kürzer durch. Interessanterweise hat das Dell XPS 15 ein ähnlich langes Durchhaltevermögen, obwohl dessen Akku nur 80 Wh aufweist, die CPU nominell etwas besser ist und die GPU kein Max-Q-Design aufweist. Das Schwestermodell mit 70-Wh-Akku und schwächerer Hardware hält 23 Prozent länger durch, aber die übrige Konkurrenz schneidet signifikant schlechter ab. Der Vorgänger wird gleich um 30 Prozent geschlagen.

Beinahe zwölf Stunden im Videotest und über zehn Stunden im WLAN-Test sind insgesamt sehr gute Werte; unter Vollast hält das ZenBook beinahe zwei Stunden durch.

Fazit – Screenpad ist eine Besonderheit, Ryzen könnte bereichern

Das ZenBook Pro 15 UX535 fühlt sich hochwertig verarbeitet an und kann mit vielen Pluspunkten wie dem farbgenauen 4K-Display mit schmalen Rändern, der guten Akkulaufzeit sowie seinem moderaten Verbrauch und seiner Kühlung überzeugen. Das ins TouchPad integrierte Screenpad ist ein echter Hingucker und bietet nützliche Zusatz-Bedienelemente für Content Creators.

Echte Negativpunkte gibt es eigentlich nicht, aber durchaus Dinge, die uns ein wenig stören. Dass man erst verklebte Gummifüße abkratzen muss, um zwecks Wartung an versteckte Schrauben zu gelangen, ist so ein Punkt. Etwas ärgerlich ist auch der signifikante Leistungsverlust im Akkumodus, der die Mobilität der durchaus leistungsaffinen Zielgruppe einschränkt. Aber gerade für diese Zielgruppe dürfte das ZenBook ein wenig mehr Zen bieten – ein Ryzen Prozessor würde dem ZenBook gut zu Gesicht stehen, dann wäre auch die mangelnde Leistungskonstante passé, hier verschenkt Asus Potential.

Drama beim Google Pixel 5 Durability-Test: Die Mär vom Metall-Gehäuse

Das Pixel 5 bietet, bei grundsätzlich ähnlichem Featureset unter Anderem ja etwas mehr Qualität als das Pixel 4a 5G, etwa das Metallchassis, das Google auf seiner Produktseite bewirbt. Das Gehäuse besteht, laut Google, “zu 100 Prozent aus recyceltem Aluminium”, wie wir mittlerweile auch schon aufgrund der Wireless Charging-Problematik und aus einem ersten Teardown wissen, ist das aber nur die halbe Wahrheit.

Wieviel Metall steckt wirklich drin?

Dass in der Mitte des Pixel 5 ein mehr oder weniger großes Loch im Metallchassis steckt, war also bereits vor dem aktuellen Durability-Test des Youtubers bekannt, doch nach Ansehen des Videos unten fragt man sich zweifellos – wieviel Metall steckt denn nun wirklich drin? Etwa wenn Zack Nelson vom JerryRigEverything-Channel an allen Seiten große und dicke Stücke Plastik – laut Google in einer Bioresin-Variante – wegschneiden kann. Auch an der Rückseite des Pixel 5 kann man die Ladespule des Pixel 5 einfach mit einem Stanley-Messer freilegen, Metall kommt also nur sehr wenig zum Einsatz. 

Richtig dramatisch wird es dann noch ab Minute 5, wenn Zack mit dem Messer unabsichtlich den direkt unter der Ladespule liegenden Akku ansticht – ein frühes Ende für das Google-Phone, das man in Zeitlupe auch gern noch einmal sehen darf. Insgesamt also eine der dramatischsten JRE-Episoden und durchaus sehenswert, obwohl der Bendtest des toten Smartphones im Anschluss noch so halb positiv durchgeht. Schwindelt Google jetzt also in seiner Produktbeschreibung beim Thema Gehäusematerialien? Die Frage muss wohl jeder für sich beantworten. 

AOC C32G2AE und CQ32G2SE: 31,5 Zoll Curved-Gaming-Monitore mit 165 Hz

Der neue 31,5 Zoll große AOC CQ32G2SE kommt mit einem Curved VA-Panel (1500R) und QHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel), weiten Betrachtungswinkeln von 178/178°, einem hohen Kontrastverhältnis von 3000:1 und großem Farbraum mit 121 % sRGB-Abdeckung für lebendige, eindrucksvolle Darstellungen daher.

Das zweite neue Gaming-Display heißt AOC C32G2AE punktet mit der gleichen Bildwiederholrate von 165 Hz und einer Reaktionszeit von 1 ms, begnügt sich allerdings mit Full HD-Auflösung. Beide neuen AOC Gaming-Monitor-Modelle setzen auf AMD FreeSync Premium als Technologie für die Unterstützung variabler Bildwiederholraten, wodurch Stottern und Bildreißen vermieden und ein reibungsloses Spielerlebnis ermöglicht wird.

Der CQ32G2SE und der C32G2AE lassen sich laut AOC komplett ohne Werkzeug aufstellen. Sie verfügen über einen stabilen Standfuß inklusive integriertem Kabelmanagement, der sich zwischen -3,5 und 21,5 Grad neigen lässt. Eine VESA-Montageoption, jeweils zwei integrierte 5-Watt-Stereolautsprecher, Flicker Free-Technik, ein LowBlue-Modus sowieHDMI- und DisplayPort-Eingänge runden die Ausstattung der AOC-Monitore ab.

Beide Monitore sind in Europa ab Dezember zu einem Preis (UVP) von 299 Euro (325 CHF) für den AOC C32G2AE beziehungsweise 389 Euro (425 CHF) für den AOC CQ32G2SE erhältlich.

AMD Ryzen 5000: MSI veröffentlicht BIOS-Updates für Zen 3 auf B450

Nach Asus und ASRock macht jetzt auch MSI erste Mainboards mit B450-Chipsatz per BIOS-Update fit für AMD Ryzen 5000 (Test) mit Zen 3 in Form von Ryzen 9 5950X, 5900X, Ryzen 7 5800X sowie Ryzen 5 5600X. Den Anfang macht einmal mehr die MAX-Modellreihe mit dem AMD AGESA ComboAm4v2PI 1.1.0.0.

Auch MSI bringt Zen 3 auf B450

Nachdem Asus und ASRock vorangegangen sind und Mitte November als erste Hersteller Zen 3 per BIOS-Update auf B450 gebracht haben, zieht jetzt auch MSI nach und aktualisiert die Firmware der ersten Hauptplatinen auf ein aktuelles AGESA.

Damit löst auch MSI das Upgrade-Versprechen von AMD ein, welches vorsieht, dass bis zum Januar 2021 der im Mai dieses Jahres versprochene Beta-Support für ausgewählte Mainboards der 400er-Serie ausgerollt wird.

Zum Start am 5. November wurden die vier neuen Zen-3-Prozessoren ausschließlich von Mainboards mit AM4-Chipsätzen vom Typ X570, B550 (Test) und A520 unterstützt. Ein Umstand, der sich mit den jetzt freigegeben BIOS-Updates auch bei MSI ändert.

Sobald der Hersteller weitere BIOS-Updates mit neuer AGESA-Firmware für weitere B450- und X470-Mainboards folgen lässt, wird diese Tabelle um entsprechende Downloads ergänzen.

Eine Übersicht der BIOS-Updates für die Chipsätze X570, B550 und A520 liefert der Artikel BIOS-Updates für Ryzen 5000: Diese Mainboards unterstützen AMD Zen 3, der ebenfalls um die neusten BIOS-Versionen mit dem finalen AMD AGESA ComboAM4v2 1.1.0.0 erweitert wird.

Hinweise zu neuen BIOS-Versionen werden von der Redaktion gerne entgegengenommen.

GPU-Gerüchte: AMD Radeon RX 6900 XT soll Custom Designs erhalten

Nach der Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 (Test), die in Form der beiden Custom Designs PowerColor Red Devil und Sapphire Nitro+ (Test) bereits einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben, sollen die AIB-Partner mit dem Segen von AMD auch Eigenkreationen auf Basis der Radeon RX 6900 XT mit Navi 21 XTX auflegen dürfen.

Radeon RX 6900 XT soll Custom Designs erhalten

Die noch unbestätigten Informationen stammen von der chinesischen Website Mydrivers, die in der Vergangenheit schon öfter richtig lag.

Demnach habe AMD sich dazu entschlossen seinen AIB-Partnern grünes Licht für AIB-Designs, sogenannte „Add-In-Boards“, zu geben. Bislang galt eine Radeon RX 6900 XT im Custom Design zumindest als fraglich.

Referenzdesign erscheint am 8. Dezember

Laut Mydrivers befinden sich entsprechende Hersteller-Grafikkarten der Radeon RX 6900 XT bereits in der Entwicklung, sollen aber nicht vor Anfang 2021 in den Handel kommen. Das Referenzdesign mit 80 Compute Units und 5.120 FP32-ALUs auf Basis des Navi-21-XTX hingegen erscheint bereits am 8. Dezember.

AMD selbst hat Custom Designs der Radeon RX 6900 XT bislang weder thematisiert noch offiziell bestätigt oder ausgeschlossen.

Snapdragon 888: Qualcomms nächster Chip für High-End-Smartphones 2021

Der Snapdragon 888 ist Qualcomms neues Flaggschiff-SoC und zählt zur Ankündigung im Rahmen des Snapdragon Tech Summits bereits zahlreiche Unterstützer. Am ersten Tag der Konferenz hat Qualcomm primär den Namen des System-on-a-Chips, eine Handvoll Eckdaten und einige Partner vorgestellt. Technische Details folgen morgen.

Qualcomm verändert mal wieder das Namensschema der Top-Prozessoren: Wo Ende 2016 etwas unerwartet auf den Snapdragon 820 der Snapdragon 835 folgte und seitdem an der „5“ im Namen festgehalten wurde, löst nun nicht etwa der Snapdragon 875 den Snapdragon 865 ab, sondern der Snapdragon 888 nimmt diese Position ein. Geschuldet ist dieser Wechsel wahrscheinlich dem stetig größer und wichtiger werdenden chinesischen Markt, wo die „8“ eine wichtige Rolle in der Zahlensymbolik spielt und für Glück, Erfolg und Reichtum steht. Will man ganz genau sein, heißt das neueste System-on-a-Chip in sperriger Gänze offiziell „Qualcomm Snapdragon 888 5G Mobile Platform“.

Zahlreiche Smartphone-Hersteller sind an Bord

Wenig überraschend fällt die Liste der Unterstützter aus dem asiatischen und vor allem chinesischen Raum, die den Snapdragon 888 kommendes Jahr in ihren High-End-Smartphones verbauen wollen, nicht gerade kurz aus. Zusagen liegen Qualcomm bereits von Asus, Black Shark, Lenovo, LG, Meizu, Motorola, Nubia, Realme, OnePlus, Oppo, Sharp, Vivo, Xiaomi und ZTE vor. Von Sony gibt es immerhin bereits die Aussage, dass es dem Unternehmen wichtig sei, stets auf die jeweils aktuelle Snapdragon Mobile Platform zu setzen.

Eckdaten heute, technischen Details morgen

Was aber hat der Snapdragon 888 im Detail zu bieten? Dazu äußert sich Qualcomm bekanntermaßen stets erst am zweiten Tag des Snapdragon Tech Summits, der morgen ebenfalls um 16 Uhr starten wird und sich auf YouTube verfolgen lässt. Ein paar Eckdaten hat der Chipentwickler aber bereits heute angekündigt, darunter Informationen zum 5G-Modem, der KI-Leistung sowie den Gaming- und Kamera-Features.

Snapdragon-X60-Modem aus 5-nm-Fertigung

Den Anfang macht mit dem Snapdragon X60 die dritte Generation Modem-RF-System als Nachfolger des Snapdragon X50 und X55. Alle derzeitigen Snapdragon-865-Smartphones nutzen das für 2G bis 5G zuständige Snapdragon X55, auch Apple setzt im iPhone 12 darauf. Ob das Modem diesmal in das SoC integriert ist oder wieder als eigenständiger Chip verbaut werden muss, steht zwar noch bis zur zweiten Keynote unter Embargo, das Modem selbst und dessen Funktionen hat Qualcomm allerdings bereits zum (abgesagten) MWC Anfang des Jahres vorgestellt. Dass das Snapdragon X60 in 5 nm gefertigt wird, ist ein mehr als deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl, wohin die Reise beim Snapdragon 888 gehen wird, ohne dass dies bereits offiziell bestätigt wurde.

Aggregation von Sub-6-GHz und mmWave

Zu den Neuerungen des 5G-Modems zählt die Aggregation von Spektrum im Sub-6-GHz-Bereich mit Spektrum über mmWave. So lassen sich die Datenkanäle aus dem Low-Band (600 MHz bis 2 GHz) und Mid-Band (2 GHz bis 6 GHz) mit den Datenkanälen im Frequenzbereich oberhalb von 24 GHz für höhere Geschwindigkeiten und eine breite Netzabdeckung koppeln. Zusätzlich ist die Carrier Aggregation nur im Sub-6-GHz-Bereich über FDD und TDD hinweg möglich. In Deutschland kommt derzeit ausschließlich Sub-6 zum Einsatz.

Telefonieren über 5G

Das Snapdragon X60 ist Qualcomms erstes 5G-Modem mit Unterstützung für Voice over New Radio (VoNR), sodass damit neben der Datenverbindung das Telefonieren über den neuen Mobilfunkstandard 5G möglich ist. Die Einführung von VoNR ist vergleichbar mit der von VoLTE bei 4G, das im Anfangsstadium ebenfalls erst einmal ein reiner Datenkanal war, während die Telefonie noch über 3G und 2G abgewickelt wurde.

Mit der Unterstützung von VoNR, das im aktuellen 3GPP Release 15 standardisiert wurde, bereitet sich Qualcomm auf die Einführung von 5G Standalone vor, die mit dem 3GPP Release 16 erfolgen soll. Bei 5G Standalone können in der Theorie alle derzeit mit 2G, 3G und 4G angebotenen Dienste vollständig über 5G abgewickelt werden, sodass die alten Netze abgeschaltet werden könnten. In der Praxis wird vor allem LTE noch längere Zeit neben 5G existieren, während 2G und 3G früher verschwinden dürften.

Schnellere KI-Engine mit 26 TOPS

Im Snapdragon 888 steckt außerdem eine neue AI-Engine, also ein neuer KI-Beschleuniger, der bei Qualcomm allerdings keine einzelne Recheneinheit darstellt. Gemeint ist damit der Verbund aus den Komponenten CPU, GPU und DSP, auf die je nach Anwendung die Aufgaben verteilt werden. Für diesen Verbund gibt Qualcomm beim Snapdragon 888 eine Leistung von 26 TOPS an. Zum Vergleich: Im Snapdragon 865 sind es 15 TOPS, beim Snapdragon 855 waren es 7 TOPS, Apple nennt beim A14 Bionic 11 TOPS nur für die Neural Engine und die Dual-Core-NPU des Samsung Exynos 990 schafft 15 TOPS.

Adreno-GPU soll schneller werden

Unter dem Begriff „Snapdragon Elite Gaming“ versammelt Qualcomm eine Reihe von Gaming-Features, darunter über den Google Play Store aktualisierbare Treiber, Forward Rendering, HDR oder 144-FPS-Unterstützung in Spielen, indem gemeinsam mit Entwicklern optimiert wird. Mit der dritten Generation Snapdragon Elite Gaming im Snapdragon 888 soll die neue, heute noch namenlose Adreno-GPU einen großen Leistungssprung machen, Details hält Qualcomm aber noch bis morgen zurück.

ISP verarbeitet 35 Prozent mehr Pixel

Auch zur potenziellen Kameraleistung mit Snapdragon 888 ausgestatteter Smartphones gibt es heute erst einmal nur einen groben Ausblick auf die Leistung. Der neue Spectra-Bildprozessor soll Fotos und Videos mit 2,7 Gigapixeln pro Sekunde aufnehmen können. Anders ausgedrückt entspricht dies 120 Fotoaufnahmen mit 12 Megapixeln pro Sekunde – ein Sprung von 35 Prozent gegenüber dem Spectra 480 ISP des Snapdragon 865.

Windows 10: Microsoft ändert Updates – das müssen Nutzer jetzt wissen

Updates von Windows 10 sind für die meisten Nutzer des Betriebssystems eher nervig. Nun hat auch Microsoft erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Ein anderes Verfahren soll Abhilfe schaffen – und neue Funktionen könnten bald auch ohne große Aktualisierungen bei den Kunden ankommen.

Windows 10: Änderung bei Updates geplant

Wer einen Rechner mit Windows 10 als Betriebssystem nutzt, der kennt es nur zu gut: Immer wieder werden Aktualisierungen eingespielt, die im besten Fall nur einen Neustart erfordern, im schlechtesten Fall aber neue Fehler und Unzulänglichkeiten unter Windows 10 verbreiten. Dann müssen Patches für gerade erst eingespielte Updates bereitgestellt werden – und manchmal beginnt das Spiel dann wieder von vorne. Jetzt überlegt sich Microsoft, Aktualisierungen in Zukunft anders zu behandeln. Fehlerbehebungen und neue Funktionen sollen demnach getrennt voneinander behandelt werden.

Eine vollständige Umkehr vom bisher praktizierten Prinzip dürfte in nächster Zeit aber eher nicht geplant sein. Klassische Feature-Updates soll es weiterhin geben. Neu hingegen ist das sogenannte Windows Feature Experience Pack, das nun in einer ersten Version bereitsteht und von interessierten Nutzern des Windows-Insider-Programms eingespielt werden kann. Hier sind kleinere Verbesserungen für Windows-Funktionen zu finden, die unabhängig vom Betriebssystem selbst konzipiert wurden. Entsprechend landen sie auch nicht mit klassischen Updates auf den Rechner an.

Zu Beginn ist die Liste der Verbesserungen noch ziemlich klein. Dem entsprechenden Blogeintrag zufolge wurde die Snipping-Funktion von Windows 10 überarbeitet, damit Bildschirmausschnitte direkt in einem vom Nutzer definierten Ordner gespeichert werden. Auch die Verwendung von Touch-Tastaturen im Hochformat wurde verbessert.

Windows 10X: So sieht die Zukunft des Betriebssystems aus.

Windows 10: 2021 wird ein wichtiges Jahr

Das jetzt vorgestellte Windows Feature Experience Pack dürfte einen Vorgeschmack auf das bieten, was sich Microsoft für Windows 10 im kommenden Jahr vorstellt. 2021 soll ein wichtiges Jahr für das Betriebssystem werden. Man arbeitet an einer Modernisierung, die einer „Wiederbelebung“ gleichkommen soll. Geplant ist unter anderem eine Auffrischung des Startmenüs.

Radeon RX 6900 XT: Taktlimit liegt angeblich bei 3.000 MHz

Einem Leaker nach kann man die Radeon RX 6900 XT stärker übertakten als die unlängst erschienene Radeon RX 6800 XT. Auch beim für Anfang Dezember geplanten Flaggschiff gibt es wohl wieder ein Taktlimit, allerdings hat AMD dieses einem Screenshot nach auf 3.000 MHz gesetzt.

Overclockern zufolge kann man RDNA-2-Grafikkarten gut übertakten. Weltrekorde scheitern derzeit aber noch an einem von AMD gesetzten Taktlimit. Jüngst erst wollte “der8auer” diese Grenze mit einer Radeon RX 6800 XT Red Devil aushebeln, kam aber trotz aller Modifikationen nicht über die von AMD per Software gesetzte Schwelle von 2.800 MHz. Laut Leaker Patrick Schur wird man auch die Radeon RX 6900 XT nicht unendlich hoch takten können, die Grenze allerdings liege hier bei 3.000 MHz.

Als Beleg dienen dem Leaker zwei Screenshots mit dem “MorePowerTool”, die er nebeneinanderstellt. Im Zusammenhang mit der Radeon RX 6800 XT zeigt das Bild die bekannten 2.800 MHz als maximalen GFX-Clock (Graphics Processor Frequency), während es bei der noch unveröffentlichten Radeon RX 6900 XT 3.000 MHz sind.

Das höhere Taktlimit ist auch insofern spannend, weil die Radeon RX 6900 XT zwar über mehr Compute Units verfügt – 80 statt 72, um genau zu sein. Laut AMD haben aber beide, die Radeon RX 6800 XT wie die Radeon RX 6900 XT, einen typischen GPU-Boost-Takt in Spielen von 2.015 MHz. Auch die typische, von AMD angegebene Leistungsaufnahme von 300 Watt ist in beiden Fällen identisch.

Chips höherer Güte?

In der Praxis schwankt die GPU-Frequenz natürlich stark. Das bedeutet im Falle der bereits getesteten Radeon RX 6800 XT, dass die kommunizierten Game-Boost-Frequenzen mindestens anliegen, in der Regel aber ein gutes Stück höher sind. Ob das auch für die Radeon RX 6900 XT noch gelten wird, bleibt abzuwarten. Die höhere OC-Schwelle – wie auch die gegenüber des kleineren Chips nicht erhöhte TDP – lässt erst einmal vermuten, dass AMD beim Flaggschiff GPUs mit besserem Binning verbaut.

Allerdings hat es aktuell den Anschein, als könnten Hardcore-Overclocker auch schon die Radeon RX 6800 XT über 2.800 MHz treiben, wenn AMD es denn nur zuließe. Das unterschiedliche Taktlimit könnte daher auch ein bewusster Einschnitt sein, um die Leistungsklassen auch beim Thema OC stärker auszudifferenzieren.

Radeon RX 6000: BIOS-Updates für Smart Access Memory von Gigabyte

Gigabyte hat BIOS-Updates für Mainboards mit I/O-Hub der 500er-Serie veröffentlicht, die AMDs Smart Access Memory freischalten. Neben einer Ryzen-5000-CPU setzt die Funktion auch eine Radeon-RX-6000-Grafikkarte voraus.

Wie Gigabyte bekanntgibt, stehen ab sofort BIOS-Updates für Mainboards bereit, die AMDs Smart Access Memory freischalten. Während Asrock die Technik mittels Beta-BIOS auch auf älteren Platinen freischaltet, umfassen die BIOS-Updates von Gigabyte nur Platinen mit X570-, B550- und A520-I/O-Hub. Außerdem erwähnt man zusammen mit den BIOS-Versionen den Rage Mode der Radeon-RX-6000-Serie – bei dem es sich eigentlich nur um ein von AMD erlaubtes Overclocking handelt, kein spezifisches Mainboard-Feature.

Um den Smart Access Memory zu aktiveren, bedarf es neben einer Grafikkarte der Radeon RX-6000-Serie noch eines Zen-3-Prozessors wie dem Ryzen 9 3900X oder Ryzen 5 5600X. Laut Gigabyte ist die Funktion nach der Aktualisierung aktiv, wenn man im UEFI “Above 4G Decoding” und “Re-Size BAR Support” aktiviert und sicherstellt, dass das BIOS auch tatsächlich im UEFI-Modus läuft. Im Gerätemanager, den man in der Systemsteuerung findet, könne man das Ganze auch nachprüfen. Wählt der Nutzer dort die Grafikkarte aus, sieht er bei aktivem SAM unter dem Reiter “Ressourcen” den Punkt “Large Memory Range”.

Angeblich bis zu 17 Prozent mehr Leistung

Laut Gigabyte findet man die jeweiligen BIOS-Updates auf der Webseite des Herstellers. Dem Mainboard-Hersteller nach erzielt man mit Smart Access Memory und aktiviertem Rage Mode in Assassin’s Creed: Valhalla bis zu 17 Prozent höhere Bildraten in Full HD und immerhin noch zehn Prozent höhere, wenn man in 4K spielt.

AMDs Smart Access Memory basiert auf der BAR Resize und soll der CPU unbegrenzten Zugriff auf den Grafikspeicher ermöglichen. Die eigentliche Technik ist nicht neu und findet sich bereits in den PCI-Express-3.0-Spezifikationen – Nvidia soll daher an einer Alternative zum Smart Access Memory arbeiten. Ob wirklich nur BAR Resize hinter AMDs Technik steckt oder weitere Eingriffe vorgenommen wurden, bleibt unklar. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Special.

Mit GTX 1650: Mini-PC für Gamer bringt auch einen Core i9-Prozessor mit

Beim 222 x 195 x 39 Millimeter großen Y-GX01 handelt es sich um einen kompakten PC der höchsten Leistungsklasse. So ist das Modell wahlweise mit einem Core i5-9300H, Core i7-9750H, Core i9-9880H, Core i9-9980HK und einem Core i9-8950HK erhältlich. Unabhängig von der gewählten Modellvariante kommt eine GeForce GTX 1650 zum Einsatz, mit der auch anspruchsvolle Videospiele zumindest in HD-Auflösung und mit einer flüssigen Framerate wiedergeben werden können.

Herstellerangaben zufolge soll eine angemessene Kühlung durch zwei Heatpipes und zwei leise Lüfter erfolgen, wobei die großen Luftauslässe von der generellen Konzeption an ein Notebook-Kühlsystem erinnern. In zwei DDR4-Slots können bis zu 64 Gigabyte RAM untergebracht werden.

Für die Speicherung von Betriebssystem und Daten steht eine je nach Modellvariante bis zu zwei Terabyte große NVMe-SSD bereit, wobei diese gegen ein entsprechendes M.2 2280-Modell getauscht werden kann. Die Anbindung der M.2-SSD erfolgt über vier PCIe 3.0-Lanes oder SATA. Die Installation einer einzelnen, bis zu sieben Millimeter hohen 2,5-Zoll-SSD oder -Festplatte ist möglich.

Die Bildausgabe erfolgt über DisplayPort und HDMI wie üblich auch an mehrere, hochauflösende Displays parallel. Das Intel-WiFi-Modul ermöglicht die Verbindung mit einem Drahtlosnetzwerk sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Netz, die kabelgebundene Verbindung ist über einen Gigabit-Ethernet-Port möglich. Vier USB 3.0-Ports stehen bereit, dazu kommen zwei USB 2.0-Anschlüsse und ein 3,5-Millimeter-Klinkenport.

Der Y-GX01 ist ab sofort direkt aus Asien zu Preisen ab rund 632 Euro erhältlich, die Variante mit dem starken Core i9-9980HK kostet mindestens 804 Euro. Wie üblich können weitere Einfuhrabgaben anfallen, was den Selbstbau auf Mini-ITX-Basis potentiell attraktiver machen dürfte – insofern die größeren Abmessungen verkraftbar sind.